Frankreich, Deutschland und Sie?
Arte: Une enquête sur l’amitié franco-allemande

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Institut français, Stuttgart:
Böller und Brot, Pagani Haas, Retour de Paris , Nr 79 & 80

Ausstellung: Freitag 6. Juli bis 3. August, > Institut français, Diemershaldenstr. 11, 70184 Stuttgart

Zum letzten Mal in den Räumlichkeiten der Diemershaldenstrasse werden sich bei der bald 30-jährige Ausstellungsreihe „Retour de Paris“ zwei Positionen Stuttgarter Künstlerinnen begegnen: das Duo „Böller und Brot“ mit ihrem Projekt ZOOMS – Filme in der Krise sowie Ragani Haas mit ihren Performances und Objekten.

„Böller und Brot“ präsentieren 30 Zooms aus Paris und der Welt. An der Schnittstelle zwischen Fotographie und bewegtem Bild spielen sie in ihren Daumenkinos mit dem Detail. Scheinbar belanglose Totalen (die an weggeworfene Urlaubsfotos erinnern) eröffnen dem Betrachter durch den bewegten Zoom auf ein überraschendes Detail neue Perspektiven. Bei einem Zoom handelt sich um eine optische Leistung der sogenannten Gummilinse, die vom bloßen menschlichen Auge nicht imitiert werden kann.

Seit 2000 arbeiten Sigrun Köhler und Wiltrud Baier als „Böller und Brot“ zusammen. Schwerpunkt der gemeinsamen Arbeit ist der künstlerische Dokumentarfilm (Buch, Regie, Kamera, Schnitt). Mit Ihren Filmen haben sie zahlreiche Internationale Preise gewonnen, u.a. 2012 den Grimme Preis.

Sigrun Köhler hat in Schwäbisch Hall eine Ausbildung als Druckvorlagen-herstellerin absolviert, Wiltrud Baier lernte in München das Konditoren-Handwerk. Beide haben an der Filmakademie Baden Württemberg studiert.Gemeinsam realisierten sie bisher vier abendfüllende Dokumentarfilme zu den Themen „Zeit“ (How Times flies, 2000), „Geld“ (Schotter wie Heu, 2003), „Glaube“ (Der grosse Navigator, 2007) und „Macht“ (Alarm am Hauptbahnhof, 2011).

Ragani Haas studierte von 1990 bis 1995 Germanistik und Slavistik an der Universität Tübingen. Danach absolvierte sie von 1995 bis 2001 ein Studium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, unter anderem bei Joan Jonas, deren Assistentin und Mitarbeiterin sie seit 1999 ist. Seit 2001 ist sie zudem freischaffende Künstlerin für Raum/Installation (Bildhauerei im weitesten Sinne), Video (meist dokumentarisch) sowie Performance/Aktion und temporär Dozentin an der Landesakademie Bad Schloss Rotenfels in Karlsruhe. Sie ist Mitglied der forschungsgruppe_f (gegründet 2001 von/mit Georg Winter).

Die Ausstellungsreihe Retour de Paris hat Tradition im Institut français de Stuttgart. Seit 1986 präsentieren Stipendiaten des Landes Baden-Württemberg nach ihrem Aufenthalt an der Cité internationale des arts in Paris ihre Arbeiten im Institut.

Zur Ausstellung erscheinen zwei Einzelkataloge.

Öffnungszeiten:
Di-Do: 10-13 Uhr / 14-19 Uhr
Fr: 10-13 Uhr / 14-17.30 Uhr
Und nach Vereinbarung
Eintritt frei
Partner: Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Das Deutsch-Französische Jugendwerk startet mit dem deutsch-französischen Jahr in die Zukunft

Reims, 8. Juli 2012 : Am kommenden Sonntag gedenken der französische Präsident François Hollande und die Kanzlerin Angela Merkel gemeinsam des 50. Jahrestages der deutsch-französischen Versöhnung in Reims und reihen sich somit in die Tradition ein, die Charles de Gaulle und Konrad Adenauer begonnen haben. Vor 50 Jahren nahmen der Staatspräsident und der Bundeskanzler an der denkwürdigen Messe in Reims teil, mit der beide die Aussöhnung zwischen Frankreich und Deutschland zelebrierten. Im Januar 1963 folgte der Abschluss des Deutsch-französischen Vertrages, der nach dem Ort seiner Unterzeichnung als Elysée-Vertrag bezeichnet . Im Rahmen dieses Abkommens entstand auch das Deutsch-französische Jugendwerk, das jetzt mit mit den Feiern, zu seinem runden Geburtstag beginnt. Kaum eine andere Initiative hat der > Ansprache de Gaulles in Ludwigsburg am 9. September 1962, mit der er sich so eindrucksvoll an die deutsche Jugend wandte, mehr Taten folgen lassen. Die kommenden Feierlichkeiten sollten sich vor allem an die Jugend beider Länder wenden, ihnen von der Geschichte und damit von der Bedeutung der deutsch-französischen Aussöhnung für die europäische Einigung und damit von ihrer Zukunft erzählen. Und noch immer kennen viele Schüler, die heute die Nachbarsprache lernen, nicht das DFJW oder OFAJ.

Zahlreiche Veranstaltungen werden im Rahmen der offiziellen Zeremonie stattfinden. Dem Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW) lag es sehr am Herzen, dabei die Jugend aktiv mit einzubinden. Dr. Markus Ingenlath und Béatrice Angrand repräsentieren als Generalsekretäre das DFJW in der offiziellen Delegation.

Ein deutsch-französisches Hip-Hop Konzert mit Rim.C, „der Löwin des französischen Raps“ und dem Berliner Rapper BLEND findet am Samstag ab 21.30 Uhr im „Cryptoportique“ statt. Die beiden Künstler nehmen an einem Austausch anlässlich der 25-jährigen Partnerschaft zwischen Berlin und Paris teil.

Außerdem werden in diesem Teil der Stadt die Juniorbotschafter des DFJW an einem Infostand über das DFJW und seine Aktivitäten informieren sowie ein deutsch-französisches Quiz anbieten. 50 Kinder und Jugendliche treten während der offiziellen Zeremonie im Namen des DFJW auf und verkörpern somit die Zukunft der deutsch-französischen Beziehungen.

Während des jetzt beginnenden Festjahres wird sich das DFJW, das oft zu Recht als „schönstes Kindes des Elysée-Vertrages“ bezeichnet wird, präsent sein, um mit seinen Partnern seinen 50. Geburtstag zu feiern.

Informationen über die 50 Jahre des > DFJW

> Zum Mitmachen: Europa nur mit uns! Das Forum junger Menschen zur Partizipation in Europa ist jetzt online

Jahrestag des Deutsch-französischen Instituts
Klaus Harpprecht, „Renaissance des National-Staates?“

Die > XXVIII. Jahrestagung des Deutsch-französischen Instituts unter dem Titel „Die deutsch-französischen Beziehungen“ in Ludwigsburg vom 28.-30.6.2012 begann mit einem Vortrag von Yves Guéna (90), der auf ein langes bewegtes Leben als Politiker, Abegordneter, Senator und zuletzt als Prsident des Verfassungsrates zurückblicken kann. Der > Direktor des DFI, Prof. Frank Baasner, begrüßte den Gast. Guéna hatte im Frühjahr 1940 de Gaulle kennengelernt. Heute ist er Ehrenpräsident der > Fondation Charles de Gaulle. Als Gaullist der ersten Stunde drückte er seine Skepsis gegenüber föderalistischen Bestrebungen in Europa aus, gab aber zu erkennen, dass der Euro beibehalten werden muss.

> charles-de-gaulle.org/

https://twitter.com/FranceBlogInfo/status/220439499723902977

Am ersten Abend der Konferenz fand in der Musikhalle in Ludwigsburg ein öffentlicher Vortrag statt, den ursprünglich Klaus Harpprecht halten wollte. Leider war er verhindert, aber seine Frau Renate Lasker-Harpprecht hat ihren Mann vertreten und den Vortrag gehalten. Sie wurde von dem früheren Ministerpräsidenten Erwin Teufel begrüßt. Harpprechts zentrale Frage lautetete: „Aber ist der Nationalstaat tatsächlich die einzig zuverlässige Organisation der Völker? Zweifel
sind angebracht. Mitten in den Mühen des Sommers 2012, die von unseren Staatsleuten verlangten, Griechenland trotz aller chaotischen Wirren nicht vor die Tür der Euro-Gemeinschaft zu setzen und die wankenden Banken Spaniens vor dem Einsturz zu bewahren, darüber hinaus Italien zu stützen – mitten in dieser weiß Gott angespannten Lage fand es die Kanzlerin angebracht, mit einer europäischen Konfession vors Volk und vor die Partner zu treten: der Grundsatzerklärung, auf die wir so lange gewartet hatten, nicht immer gewiss, ob für die ostdeutsche Pastoren-Tochter Europa mehr war als ein Lippenbekenntnis.“

Die Rede Klaus Harpprecht > Renaissance des National-Staates? steht zum Downlaod auf der Website des Deutsch-französischen Instituts zur Verfügung.

Mittwoch, 20.6.: „La Mariée était en noir“

Cuisine & Cinéma: La Mariée était en noir
Flmtheater, im ehemaligen Daimler-Benz-Areal, Türlenstrasse 2, 70191 Stuttgart

20.06.2012, 19:00 Uhr – 22:30 Uhr

Die Filmgalerie 451 feiert im Juni ihren 25. Geburtstag und zeigt zu diesm Anlass beim monatlichen „Cuisine & Cinéma“ den Klassiker „La Mariée était en noir“ mit Jeanne Moreau, Michel Bouquet, Charles Denner und Jean-Claude Brialy. Dieser französische Film wird auch dieses Mal mit französischer Küche kombiniert.
La Mariée était en noir: Fünf junge Männer treffen sich in einer Wohnung und schlagen die Zeit mit Alkohol und Kartenspiel tot. Aus einer Laune heraus nehmen sie ein Jagdgewehr und zielen auf die gegenüberliegende Kirche. Als ein Brautpaar in diesem Moment aus der Kirche tritt, löst sich ein Schuss und tötet den Bräutigam. Entsetzt ergreifen die fünf Männer die Flucht. Doch die Braut lebt fortan nur noch für ihre Rache. Einige Jahre später gelingt es ihr schließlich, die Männer nach und nach ausfindig zu machen… Truffauts Mischung aus Hitchcock und Drama zeigt Jeanne Moreau in einer ihrer besten Rollen, und wurde zum zeitlosen Klassiker des französischen Kinos.

In französischer Sprache mit dt. Untertitel

Veranstalter: Filmgalerie 451 Stuttgart / Institut français Stuttgart

Eintritt: 15,- Euro incl Verzehrbon (wird auf Speisen und Getränke angerechnet)

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