Schüleraustausch: Wann fahrt Ihr nach Frankreich?

Fakten, Reisevorbereitung, Ankunft in der Familie, Essen und Trinken, Schule, Kommunikation und Medien rund um die Familie. Jeder Schüleraustausch, der mit diesen Infos vorbereitet wird, muss gelingen. Die wichtigsten Vokabeln und Ausdrücke für das Überleben im Nachbarland werden mitgeliefert. Mit ein bisschen Geschichtskenntnissen könnt Ihr dann in der Gastfamilie auch brillieren. Und Ihr kennt die wichtigsten Sätze, Stichwort Höflichkeit, ihr erfahrt, wie es in einer französischen Familie so zugeht, was es zu essen gibt, wie es in der Schule zugeht, Grundbegriffe für den PC gibt es auch, damit Ihr auch in digtialer Hinsicht nicht sprachlos seid.

Alles zum Schüleraustausch mit Frankreich: > DFJW.

> PONS Erste Hilfe Schüleraustausch Deutschland
Ankommen & Klarkommen
Format: 14,5 x 11 cm, Broschur, 112 Seiten
ISBN: 978-3-12-561885-5

> PONS Erste Hilfe Schüleraustausch Frankreich
Ankommen & Klarkommen
Format: 14,5 x 11 cm, Broschur, 112 Seiten
ISBN: 978-3-12-561886-2

50 ans Traité de l’Élysée: Consultons Wikipédia.
50 Jahre Élysée-Vertrag. Ein Blick in Wikipedia

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Die neue Website des Elyseepalasts

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Radiotipp: Stéphane Hessel „Empört Euch“

LITERATUR IM GESPRÄCH – SR 2 KulturRadio, 20h04, 11.12.
Stéphane Hessel: „Empört Euch!“
Lesung und Gespräch – Gesprächspartner: Ralph Schock

„Empört Euch!“ („Indignez-vous!“) ist der Titel eines Essays des 1917 in Berlin geborenen, seit langem in Paris lebenden ehemaligen französischen Résistançe-Kämpfers Stéphane Hessel. Der Text, der in seinem Appellcharakter an Büchners Flugschrift „Der hessische Landbote“ erinnert, wurde im Oktober 2010 veröffentlicht. Bis Februar 2011 wurden mehr als eine Million Exemplare europaweit verkauft. Auch in Deutschland gelangte das Buch schnell in die Bestsellerlisten. Der bei der Veröffentlichung 93-jährige Hessel verzichtete auf sein Autorenhonorar. Der kurze, 14seitige Text greift u.a. die Auswüchse nicht nur des französischen Finanzkapitalismus an. Hessels Ausgangspunkt sind die Ideale und Ziele der französischen Widerstandskämpfer. Deren radikale Unbedingtheit sowie den von ihnen vertretenen Gründungskonsens der französischen Republik – vor allem die Sozialstaatlichkeit und die Achtung der Menschenrechte – möchte er an die jüngere Generation weitergeben. Sein Aufruf zu gewaltloser Revolte und zivilem Ungehorsam ist von verschiedenen Aktivistengruppen – etwa den Okkupy-Bewegungen – aufgegriffen worden.

Workshop : Stuttgart Informell. Laboratorium der Stadtentwicklung
Impulse für das Experimentieren im Bereich der Architekur und Stadtplanung

Akademie Schloss Solitude, Solitudestraße 3, 70197 Stuttgart
Vom 28.11.2012 bis 3.12.2012

Impulse für das Experimentieren im Bereich Architektur und Stadtplanung
Workshop: Stuttgart infomrmell Laboratorium der Stadtentwicklung

Architektur und Stadtplanung gehören zu den zentralen Themen für die Landeshauptstadt Stuttgart. Das Projekt „Stuttgart informell“ präsentiert dieses Thema mit internationalen und fachübergreifenden Treffen in Stuttgart, die in einer Sommeruniversität mit einem begleitenden Architekturfestival im Sommer 2013 einen Abschluss finden werden.

Drei Hochschulen bilden in Stuttgart jährlich zahlreiche Architekten und Stadtplaner aus. Die Debatten um das Projekt Stuttgart 21 und die Gestaltung Räume in den Vierteln Nordbahnhof und Rosenstein Park beschäftigen die Einwohner und deren Vertreter seit mehreren Jahren. Sie stellen gleichzeitig Fragen der Partizipation und Einbeziehung von Einwohnern bei der Umwandlung von Stadtgebieten, aber auch Fragen von Wiederverwertung und Ökologie im Kontext von immer knapper werdenden Ressourcen.

„Stuttgart informell“ ist ein internationales Projekt. Stuttgarter Institutionen werden mit Spezialisten aus Frankreich, Deutschland und Ägypten in Dialog treten.

Die Zielgruppen sind Studenten der Fächer Architektur, Städtebau, Kunst,Soziologie, Politikwissenschaft und Geographie in der Region Stuttgart sowie Künstler, Soziologen, Architekten und politische Repräsentanten aus der Region. Erstes Ziel ist die Entwicklung eines Dialogs über das Thema Architektur und Stadtplanung zwischen Stuttgarter Studenten, Künstlern, Architekten und deutschen, französischen und ägyptischen Spezialisten.

Workshop vom 28. November bis 3. Dezember 2012: 4-tägiger Workshop an der Akademie Schloss Solitude mit abschliessendem Minisymposium auf dem Parkdeck des Züblin-Parkhauses (als möglichem Interventionsort im Sommer 2013).

Kooperationen: Festival Bellastock (Paris), Kunstverein Wagenhalle (Stuttgart), Württembergischer Kunstverein (Stuttgart), Universität Stuttgart (Kairo / Stuttgart), Kunstakademie Stuttgart (Stuttgart), Akademie Schloss Solitude (Stuttgart), Institut français Stuttgart

Der Premierminister Jean-Marc Ayrault reist heute nach Berlin

> Jean-Marc Ayrault en mission en Allemagne titelt heute LA CROIX. Und die Zwischentitel dieses Artikels resümieren, was heute in Berlin passiert oder passieren soll: „Le premier ministre s’entretient jeudi 15 novembre avec Angela Merkel à Berlin afin de la rassurer sur la politique économique française.“ und „Sa bonne connaissance de l’Allemagne est censée réchauffer les relations entre les deux voisins.“ Kein Gipfel zwischen Hollande und Merkel, aber der Regierungschef reist an die Seine, um die Reformpolitik Frankreichs zu erläutern. Die Absicht der französischen Regierung: – immer noch die Zwischenüberschriften des zitierten Artikels aus LA CROIX: „engager des réformes structurelles“ und beim Treffen mit Wolfgnag Schäuble geht es um: „le bien-fondé des intentions françaises“, der Premierminister hat gute Vorausetzungen: „Jean-Marc Ayrault connaît bien le personnel politique allemand“. LE ÉCHOS wird in der Überschrift ein wenig deutlicher > „Ayrault à Berlin pour lever les craintes de Merkel“ Um was geht es? Der Untertitel des Artikels aus Les Échos: „Le Premier ministre démarre aujourd’hui sa première visite outre-Rhin.Les autorités allemandes épinglent la timidité des réformes en France.“

LE MONDE unterstrich am 13. 11.2012 die Befürchtungen in Berlin > Berlin redoute une récession française: Frédéric Lemaître (Berlin, correspondant) avec Bastien Bonnefous (à Paris) et Philippe Ricard (à Bruxelles) schreiben: „Mme Merkel recevra M. Ayrault pour un tête-à-tête (en allemand) avant d’élargir la rencontre aux conseillers. Si la presse allemande a été sévère avec le pacte de compétitivité conçu par Paris, les Français se rassurent en se disant que les critiques des économistes allemands n’avaient pas intégré les annonces du 6 novembre.Les Cassandre qui constatent que l’éclatement de la zone euro qu’ils pronostiquaient ne se produit pas se rabattent désormais sur la France, qualifiée de „nouvelle Grèce“ par Bild le 31 octobre.“

6. November > Der Bericht von Louis Gallois zur Wettbewerbsfähigkeit der französischen Industrie

Siehe auch: In einem Artikel von LE MONDE > „Pas de malentendu“ sur l’économie française, assurent Paris et Berlin steht am 12.11.2012: „Les gouvernements français et allemand ont assuré lundi 12 novembre qu’il n’y avait ni „malentendu“ ni craintes sur l’économie française, après des informations de presse affirmant que Berlin avait commandé une étude à un groupe d’économistes sur le sujet“ Muss man hier zwischen den Zeilen lesen? Eine völlige Übereinstimmung bräuchte keine ausdrückliche Bestätigung, dass man einer Meinung ist. Wenn es unterschiedliche Auffassungen gibt, sollten beide Partner sie nennen. Individuelle, nur nationalstatliche Lösungen sind keine Hilfe, um die Schuldenkrise in der Gemeinschaft einzudämmen. Um die Verständigung auf gemeinsame Regeln kommt kein Land der EU vorbei. Es ist nicht möglich, nur Vorteile einzustreichen und Reformen bei den anderen zu fordern.

à suivre

„Les gouvernements français et allemand ont assuré lundi 12 novembre qu’il n’y avait ni „malentendu“ ni craintes sur l’économie française, après des informations de presse affirmant que Berlin avait commandé une étude à un groupe d’économistes sur le sujet“

Die 100 Tage Bilanz von François Hollande – Aufbruchsstimmung in Frankreich

Am 5. November 2012 fand in der > Stadtbibliothek am Mailänder Platz eine Podiumsdiskussion statt: „Die 100 Tage Bilanz von François Hollande – Aufbruchsstimmung in Frankreich“. Der französische Generalkonsul und Leiter des > Institut français in Stuttgart, Michel Charbonnier, begrüßte die Gäste.

Am 6. Mai ist François Hollande für die Dauer von fünf Jahren zum Staatspräsidenten gewählt worden. Ausgestattet mit der ganzen Machtfülle, wie die Verfassung der V. Republik sie ihm zuweist, verfügt er über die Mehrheit in der Nationalversammlung und im Senat und zudem in vielen Regionalräten. Ein Durchregieren wäre ein Leichtes für ihn. Und doch scheint der Präsident zu zögern. Fast hat gewinnt man den Eindruck, als würde er zögern und sich scheuen, weitreichende Entscheidungen zu treffen. Und dabei mangelt es nicht an Vorschlägen, Arbeitspensen, Ideen, Anregungen und Aufgaben. In der > Zusammenfassung seines Berichts trägt Louis Gallois > 22 Vorschläge vor: S. 61-64.

Zwei Korrespondenten Axel Veiel (Stuttgarter Zeitung), Anne Mailliet (France 24) ihre Analyse der neuen Führungsmannschaft in Frankreich vor: ihre ersten Maßnahmen, die Agenda für die kommenden Monate und die ersten Schritte des neuen deutsch-französischen Gespanns Hollande-Merkel – all dies vor dem Hintergrund der Feierlichkeiten zum 50-jährigen Jubiläum des Elysée-Vertrags sowie der europäischen Wirtschafts- und Finanzkrise. Moderiert wurde die Diskussion von Dominik Grillmayer, Forscher am Deutsch-Französischen Institut in Ludwigsburg.

Dabei drängt Finanzkrise zum beherzten Handeln. Die Meinungsumfragen in den letzten beiden Monaten werden immer ungünstiger für den Präsidenten, Die Franzosen haben immer mehr die Hoffnung, dass er wenigstens irgendetwas machen werde. Die Steuer für die Spitzenverdiener wurden heraufgesetzt und das Renteneintrittsalter wieder nach unten korrigiert. Besonders die letzte Maßnahme ist umstritten. Vor- oder nachgezogene Wahlgeschenke kennen wir auch aus Berlin, wo jüngst das Betreuungsgeld gegen alle Vernunft durchgesetzt worden ist. Wie wollen Frankreich und Deutschland ihren Partnern in der EURO-Gruppe zu Sparkursen raten, wenn sie zu Hause aus politischen Gründen das Sparen nicht durchsetzen können? Offenbar ist der Handlungsspielraum des französischen Präsidenten trotz seiner Machtfülle sehr eingeengt. Wachsende Arbeitslosigkeit, geringes Wachstum, die Gefahr in den Fokus der Finanzmärkte und er Ratingagenturen zu geraten, das sind keine rosigen Aussichten. Aber wo kann in der Staat in Frankreich Einsparungen vornehmen, ohne sofort mit Demonstrationen rechnen zu müssen? Und die 35-Stunden-Woche scheint ein in Marmor gemeißeltes Gesetz zu sein, das die so dringend benötigte Flexibilität des Arbeitsmarktes unterbindet. Der jüngste Bericht von Louis Gallois, der einen „Schock des Vertauens“ anregt, würde, folgt man heute der Bildunterschrift in der FAZ, PM Ayrault am liebsten nur im Umschlag stecken sehen.

Anne Mailliet (France 24) erinnerte daran, dass die Franzosen mit dem Aktionismus von Nicolas Sarkozy unzufrieden gewesen waren, jetzt geht ihnen die Entschleunigung von François Hollande vielleicht zu weit. Man dürfe sich schon fragen, ob ihm der Mut fehle. Nein, die Franzosen sehen sich Sarkozy nicht wieder herbei, soweit dürfe man nicht gehen. Trotzdem fragen sich die Franzosen, wo die Reise hingehe. Die große Frage ist jetzt, wird der Bericht von Louis Gallois zum Anlass für konkrete Entscheidungen akzeptiert, oder sollen die in ihm genannten Ziele, wie es bereits angedeutet wird, auf fünf Jahre gesteckt werden, ohne jemandem wehzutun? Betrachtet man die die vielen Ebenen der Verwaltung in Frankreich, ist es nicht besonders schwer, Einsparpotentiale zu erkennen – aber mit welchen Folgen? Und genau vor denen schreckt die Regierung zurück.

Ein Zuhörer erinnerte daran, dass die Begriffe duales Ausbildungssystem, soziale Partnerschaft und Friedenspflicht schwer ins Französische zu übersetzen seien. Zugleich wurde aber auch deutlich, dass ein Import des deutschen Modells so ganz einfach nicht zu machen sei und Nicolas Sarkozy im Wahlkampf eher geschadet habe. Frankreich hat offenkundig ein Problem mit der Wettbewerbsfähigkeit seiner Unternehmen, weil u.a. die Sozialkosten zu hoch sind. Wartet die Regierung ab? Bis der Leidensdruck genügend hoch ist?

Wie oft haben sich die Regierungen in Berlin und Paris bisher immer wieder versprochen künftig enger zusammenarbeiten zu wollen? Die Podiumsdiskussion hat Schwächen der französischen Wirtschaftspolitik aufgezeigt, und sie hat die Bedingungen analysiert, die François Hollande die Hände zu binden scheinen. Nationale Wirtschaftspolitiken in Europa können heute nicht mehr alleine Erfolg haben. Es ist bisher schon so viel von Konvergenz gesprochen worden. Die Gestaltung des deutsch-französischen Dialogs verlangt viel mehr ein Miteinander und konstruktiven Austausch. Vordergründig erfährt die Öffentlichkeit von häufigen Gipfeln, aber der im Hintergrund laufenden permanenten deutsch-französischen Dialog tritt kaum an die Öffentlichkeit. Stimmt es eigentlich, das Merkel und Hollande sich vor ihren Gipfeltreffen kaum noch oder nicht mehr wie zu Zeiten von Merkel und Sarkozy abstimmen, wie es in dieser Podiumsdiskussion anklang?

Gesprächspartner:
Der 1953 geborene Axel Veiel kommt im Anschluss an sein Studium der Rechtswissenschaften 1985 zur Stuttgarter Zeitung. Nachdem er mehrere Jahre als Korrespondent für die Tageszeitung in Madrid verbracht hat, nimmt er seit 2004 diese Aufgabe in Paris wahr.
Er wird sich mit Anne Mailliet unterhalten. Nach ihrem Studium der Literatur und Soziologie in Straßburg und Berlin arbeitet die Deutsch-Französin seit zehn Jahren als freie Journalistin in Berlin. Seit 2001 ist sie für verschiedene französische Fernsehsender und seit 2006 als Deutschland-Korrespondentin des internationalen Senders France 24 tätig.

Veranstalter: Institut français Stuttgart, DFI Ludwigsburg, Stuttgarter Zeitung und Stadtbibliothek Stuttgart
Mit freundlicher Unterstützung der Klett Stiftung
Im Rahmen des Deutsch-französischen Jahres

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