Macht Bildung!
Nachgefragt: Ulrich Commerçon, Minister für Bildung und Kultur

Ulrich Commerçon ist Minsiter für Bildung und Erziehng im Kabinett II von > Annegret Kramp-Karrenbauer. Er stammt aus Homburg/Saar Ausbildung und hat Slawistik, Politik, Philosophie und Neueren Geschichte studiert.

Am vergangenen Freitag hatten wir eine Gelegenheit, Herrn Minister Commerçcon in seinem Ministerium einige Fragen zu stellen.

Wir haben ihn nach dem Programm seines Ministeriums für die Feierlichkeiten rund um den 50. Jahrestag der Unterzeichnung des Élysée-Vertrags gefragt. Minister Commerçon hat von einer „Frankreich-Strategie“ seines Ministeriums gesprochen: Was möchte er damit erreichen? Er spricht von individueller Mehrsprachigkeit an den Schulen im Saarland. Was meint er damit? Sein Ministerium will Kooperationen im Vorschul-, Schul- und Ausbildungsbereich verstärken. Was wird unternommen? Außerdem erwähnt Minister Commerçon Auf- und Ausbau binationaler Qualifizierungs- und Weiterqualifizierungsmaßnahmen für Berufe im Erziehungs- und Bildungsbereich. Welche Initiativen gibt es zu diesem Thema? – Minister Commerçon erwähnte auch die erfolgreiche Arbeit mit dem deutsch-französischen Geschichtsbuch.

Außerdem haben wir auch gefragt: > Herr Minister, Ihr Blog im Internet trägt die Überschrift Macht Bildung! An wen richtet sich dieser Aufruf? Wir wollten auch wissen: Welche Bedeutung haben die sozialen Medien für die Politik?

> Ulrich Commerçon – Twitter

Politik- ganz nach dran:

oder

> http://www.macht-bildung.de/

> Ministerium für Bildung und Kultur | Saarland.de

Damit ist das Saarland auf diesem Blog mit drei interviewten Mitgliedern der Landesregierung allen anderen Bundesländern voraus.

OFAJ : eParticipation : A vos marques, prêts, participez ! /
DFJW: ePartizipation: Auf die Plätze, fertig, los!

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„SaarLorLüx“ am 15. April 2013 um 18.50 Uhr im SR Fernsehen

Nicht verpassen! SaarLorLüx SR Fernsehen

· Arbeit: Jobs auf der anderen Seite der Grenze

In Kehl hat das erste deutsch-französische Arbeitsamt eröffnet. Es ist spezialisiert auf die Vermittlung von Jobs auf der anderen Seite der Grenze. I Interview: Frédérique Genton, Personal- und Unternehmensberaterin

· Sport: Fußball-Liebe kennt keine Grenzen

Seit 1998 besteht eine Fan-Freundschaft zwischen dem 1. FC Saarbrücken und dem AS Nancy. Die Lothringer spielen zurzeit in der ersten französischen Liga, die Saarländer sind drittklassig. Trotzdem feuern regelmäßig Nancy-Fans den FCS im Stadion an – nicht nur im Ludwigspark, sondern auch bei Auswärtsspielen.

· Ausflug: Frühlingsaktivitäten an der Mosel

Der Frühling beginnt bei uns immer zuerst an der Mosel, da ist es meist am wärmsten.Die Ausflugsschiffe fahren, und auch die Wanderer und Radler bevölkern wieder das Moselufer. „SaarLorLüx“ zeigt besonders schöne Mosel-Landschaften, radelnde ‚Römer’ und gibt Ausflugstipps.

· Übernachtung: Historisches Ambiente in Straßburg

Das „La Célestine“ in Straßburg liegt mitten im historischen Stadtzentrum, nicht weit vom ehemaligen Straßburger Hafen.

Moderation: Susanne Gebhardt

N.B. Wiederholung am 20.04.13 um 17 Uhr

Doch verpasst? > SaarLorLüx SR Fernsehen

Gilbert Ziebura (1924-2013)

Gilbert Ziebura ist am 21. Februar 2013 in Braunschweig gestorben. Er war Politikwissenschaftler. Wir sind uns regelmäßig bei den Jahrestreffen deutscher Sozialwissenschaftler für die Frankreichforschung im Deutsch-französischen Institut in Ludwigsburg begegnet. 1970 veröffentlichte er seine Studie Die deutsch-französischen Beziehungen seit 1945 : Mythen und Realitäten, die in einer überarbeiteten und aktualisierten Neuausgabe bei Neske in Stuttgart 1997 wieder aufgelegt wurde.

Anfang dieses Jahres ist in eine französische Übersetzung seines Buches erschienen:
Gilbert Ziebura, Les relations franco-allemandes dans une Europe divisée. Mythes et réalités. Presses universitaires de Bordeaux, 2013, 412 pages, broché, 26€, ISBN 978-2-86781-1-823-3.


> IN MEMORIAM GILBERT ZIEBURA (1924–2013)
Ein persönlicher Nachruf auf den Nestor der westdeutschen Frankreichforschung
von Ingo Kolboom


Klappentext: „Peu de pays ont connu une histoire aussi conflictuelle que la France et l’Allemagne. Aussi la réconciliation fut-elle longue et difficile. Pourtant, les anciens « ennemis héréditaires » sont si bien parvenus à surmonter le passé que leur « modèle » de réconciliation est aujourd’hui étudié et envié partout dans le monde. Gilbert Ziebura retrace l’histoire de ce processus, de Potsdam (1945) à Maastricht (1992), en analysant le rôle des différents « couples » emblématiques qui se sont succédé au cours de cette période : Adenauer-Schuman, de Gaulle-Adenauer, Schmidt-Giscard d’Estaing et Mitterrand-Kohl. Il démontre que la réconciliation n’est jamais allée de soi, qu’elle a été le fruit de compromis permanents et de la volonté de dépasser les clivages d’autrefois, mais qu’elle s’est aussi inscrite dans un contexte international marqué par la guerre froide et la construction européenne qui ne laissait d’autre choix aux Français et aux Allemands que de s’entendre. Il met en lumière les divergences d’intérêts qui se cachaient derrière le discours de l’amitié, divergences qui ont toujours existé et qui n’ont pas disparu aujourd’hui, alors que l’Union européenne traverse la crise la plus grave depuis sa création. G. Ziebura analyse la relation franco-allemande dans sa dimension européenne et transatlantique, mais aussi dans sa dimension politique, économique et sociale – condition indispensable pour comprendre les enjeux actuels de la relation entre Paris et Berlin.

In seinem > Vorwort, das jetzt auch als als ein Nachruf gelesen werden muss, schreibt Ingo Kolboom:

„Mais il n’a pas seulement été un véritable maître d’oeuvre de la recherche ouest-allemande sur la France ; il fut aussi un professeur qui a formé toute une génération de jeunes scientifiques. Cette « école Ziebura » a engendré de nombreux enseignants-chercheurs qui ont eu à leur tour des étudiants, devenus par la suite des experts, des professeurs et des chercheurs… Ainsi, pour la première fois depuis la République de Weimar, la recherche sur la France en Allemagne fédérale se développait de façon sérieuse, d’un point de vue scientifique, tout en ouvrant nombre de pistes nouvelles. Les recueils d’études publiés en hommage à G. Ziebura (ce que les Allemands appellent une Festschrift), à l’occasion de son 65e anniversaire, témoignent de l’importance que ses collègues, étudiants et amis accordent à son œuvre et à l’homme qu’il est, lui qui a toujours respecté l’indépendance de ses « disciples » et dont l’engouement pour la « dispute scientifique » a également suscité le respect. Alfred Grosser, qui était loin d’être toujours d’accord avec G. Ziebura, dont il ne partageait pas la critique permanente du « manque de résultats », écrit ainsi : « Parfois on souhaiterait accepter l’idée que le “refus de se contenter”, si nécessaire, n’exclut pas systématiquement la possibilité d’être content. Ce qui importe avant tout, c’est cette exigence permanente, basée sur une approche éthique qui, entre autres, a suscité la sympathie et l’admiration des auteurs qui ont accepté de participer à cet ouvrage en hommage à Gilbert Ziebura (1). » (S. 15)

(1) Cf. A. Grosser, « Gilbert Ziebura », in H. Elsenhans, G. Junne, G. Kiersch et B. Pollmann (dir.), Frankreich – Europa –Weltpolitik. Festschrift für Gilbert Ziebura, Opladen, Westdeutscher Verlag, 1989, p. 17-21 (21). (Texte allemand original : « Manchmal möchte man mehr Einsicht in die Tatsache haben, dass das notwendige Sich-nicht- Zufriedengeben keineswegs ein Zufriedensein ausschließt. Das Wesentliche jedoch ist dieses ständige, ethisch begründete Fordern. Nicht nur das, doch vor allem dies hat Gilbert Ziebura die Zuneigung und Bewunderung eingebracht, die alle Autoren dieser Festschrift veranlasst haben, an der Ehrung teilzunehmen. »)

> Ingo Kolboom, L’œuvre de Gilbert Ziebura : une « pépinière » académique dans le domaine de la recherche allemande sur la France

„Au fil de l’eau“ – Wasser: Quell des Lebens und Naturgewalt

Zugegeben, manchmal ist unser Blog etwas süddeutschlandlastig, weil die Ein-Mann-Redaktion in Stuttgart beheimatet ist. Umso mehr freuen wir uns, wenn wir Hinweise auf deutsch-französische Kooperationen bekommen, die wir sonst nciht so leicht finden würden und diese dann einem größeren Leserkreis zugänglich machen können.

„Au fil de l’eau“ – Wasser: Quell des Lebens und Naturgewalt: Unter diesem Projekttitel arbeiten die Schüler der Klasse 8/3 des > Romain-Rolland-Gymnasiums und ihre Austauschpartner des Collège François Broussais aus Dinan (Bretagne/Frankreich) seit September 2012 virtuell über ihren gemeinsamen Blog ddaufildeleau.overblog.com/

Im Rahmen ihrer Austauschbegegnung vom 13.03.-23.03.2013 in Dresden verwirklichen sie ihre Ideen zu Unterthemen, wie die Geschichte der Elbe und der Rance, Wassersportaktivitäten, Mythen und Sagen rund ums Wasser und die Frage der Wasserqualität.

Die dabei entstehenden Exponate und Medienbeiträge werden am 21.03., um 18 Uhr, in der Aula des Romain-Rolland-Gymnasiums Dresden präsentiert und läuten somit den Weltwassertag am 22.03. ein. Für die geplante „Soirée-Apéro“ sind neben Eltern, Schülern und Lehrern gern auch alle Frankophilen, Bretagnebegeisterten und Wasserliebhaber herzlich eingeladen.

Der Austausch und die begleitende Projektarbeit unter der Leitung von Christine Guézou und Sonja Hannemann werden vom Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW) und dem Sächsischen Aufnahme- und Erprobungskanal (SAEK) unterstützt.

Frankreich-Blog: Acht Stunden Video in 42 Sendungen

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Ma France – Dresdner Studenten schreiben über Frankreich

Wie feiert man am besten das 50. Jubiläum der Unterzeichnung des Élyséevertrages? Am besten bittet man seine Studenten, über ihre persönlichen Erfahrungen zu berichten. Der Präsident der Sächsischen-Bretonische Gesellschaft und jüngst emeritierte > Professor Ingo Kolboom und Vivian Fischer, die als Redakteurin beim CampusRadio in Dresden arbeitet und Germanistik an der TU Dresden studiert, hatten die vorzügliche Idee aus den Erinnerungen Dresdner Studenten an Frankreich ein Buch zu machen. Ingo Kolboom wollte ganz einfach, „dass sie in sich, in ihr Herz und in ihre Erinnerungen hinein lauschten“. Wie war das mit ihren Erinnerungen aus der Kindheit an Frankreich. Wie „kamen“ junge Menschen im Osten Deutschlands auf Frankreich? 50 Essays wurden verfasst, 10 von ihnen wurden im Institut français in Dresden vorgestellt. Aber Ingo Kolboom (Jg. 1947) legte die Essays nicht bei Seite, sondern er wählte zusammen Vivian Fischer (Jg. 1990) 37 Artikel aus, und beide gaben diesen rechtzeitig zum 50. Jubiläum heraus.

Das Ergebnis ist wirklich beeindruckend und für sich genommen eine wunderbare Feierstunde anlässlich des. 50. Jahrestages des Élyséevertrages. Mit diesen Essays können Schülerinnen und Schüler sofort verstehen, was sie verpassen werden, wenn ihnen jemand einflüstern sollte, Französisch sei nicht so wichtig oder falls jemand es versäumen sollte, ihnen das Lernen der französischen Sprache zu empfehlen. Es ist die Werbung für die Sprache unseres Nachbarlandes, die heute in den Schulen so fehlt. Die Politiker veranstalten deutsch-französische Gipfel und deutsch-französische Feier- und Gedenktage, aber sie machen viel zu wenig Werbung für den deutsch-französischen Alltag, den täglichen Austausch, le travail politique patient sur le terrain, darum geht es. Schüler und Studenten, die Französisch lernen und Romanistik studieren sind Mittler par excellence, die beide Staaten so nötig haben. Als Schüler und Studenten sind sie Teil der deutsch-französischen Zivilgesellschaft aus der heraus auch Ideen, Vorschläge, Projekte an die Politiker herangetragen werden, die ja sowieso eigentlich nur in unserem Auftrag handeln.

Geboren 1947 – Gedanken eines Adenauer-de Gaulle-Enkels:
> Das Vorwort von Ingo Kolboom – *.pdf

Geboren 1990 – Gedanken eines „Wendekindes“:
> Das Vorwort von Vivian Fischer – *.pdf

Die Studenten dieses Bandes berichten vom Entdecken Frankreichs, von den politischen Beziehungen, Zufallsbekanntschaften im Zug von Bordeaux nach Paris und über das Entdecken des eigenen Landes (Christoph Schmidt), die Bedeutung der Geschichte in Verdun (Michelle Naumann). Helenie Mende hat das Naheliegendste gemacht und einen Brief an „Chère France“ verfasst. Jennifer Berndt berichtet von ihrem Austauschfamilien in Alençon und in Paris und ihre Entscheidung, nach dem Abi erstmal in Frankreich zu wohnen. Kunstgeschichte und Literatur fallen Anna Lisa Sonnenberg bei dem Wort Frankreich ein. Carina Ulbrich war sechs Wochen lang in Besançon. Russisch oder Französisch? Samira Kretschmer wurde von einer Reise nach Frankreich für Französisch überzeugt. Steffi Eberlein erinnert sich an „Arthur est un perroquet.“ (Découvertes, Klett!) Später reist sie mit Unterstützung des DFJW nach Frankreich. Anna Harke interessiert sich für die Etymologie von neuen Wörtern. Was soll man zögernden Schülern noch alles von Frankreich vorschwärmen? Eigentlich genügt es doch, wenn Sie hier den Aufsatz von Paul Berger lesen „… Und doch bin bei dir zu Hause“, oder die Erinnerungen von Gabriel Deinzer an seine Reise nach Paris oder Nico Bertholds Überlegungen, warum ihn Frankreich so fasziniert. Renée Theesen Frankreichs heißt Marseille. Therese Adam denkt über die vielen Klischees nach. Anna Ludewig hat eine Liebeserklärung an Frankreich verfasst, so wie Maxie Borchardt sich fragt, warum sie über Frankreich nachdenkt. Phuong Nha Luong Thi schwärmt von ihrer französisch-vietnamesisch-deutschen Fernbeziehung, den sie als Fünfzehnjährige kennengelernt hat. Er zeigte ihr Paris, sie wurde Praktikantin im Louvre. Naryna Marchenko hat Französisch gelernt. Sie erzählt, wie wenige Tage Paris das Studium und die Fächerwahl beeinflussen. Auch Lisa M. Davidson fand ihren Freund in Frankreich. Einen Franzose aus Lyon der ihr versprach ihre Sprache (die er aus ein bisschen Faulheit? Englisch nannte) perfekt zu lernen, wie sie ihm versprach, Französisch zu lernen.

Dann folgt ein Auszug aus Gilbert Zieburas, Die deutsch-französischen Beziehungen seit 1945 (Stuttgart 1997). Eine Erinnerung von Josef Müller-Marein an die Messe, an der de Gaulle und Adenauer 1962 in der Kathedrale von Reims teilnahmen. Und > die Rede an die Jugend im Hof des Ludwigsburger Schlosses, die Charles de Gaulle am 9. September 1962 dort gehalten hat. Der Text des Élysée-Vertrags vom 22. Januar 1963 und die gemeinsame Erklärung zum 40. Jahrestag des Élyee-Vertrags am 22. Januar 2003 ergänzen diesen Band.

Auf diesem Blog: > Staatsakt in Ludwigsburg anlässlich des 50. Jahrestages der Rede General de Gaulles an die deutsche Jugend

Der Band bietet eine sehr nützlich umfangreiche Bibliographie in der Form von weiterführenden Hinweisen: S. 206-217.

> Ma France. Dresdner Studenten schrieben über Frankreich

> Sächsisch-Bretonischen Gesellschaft e.V.

Ingo Kolboom, Vivian Fischer (Hg.)
Ma France. Deutsche Studenten schreiben über Frankreich
Eine Veröffentlichung der Sächsisch-Bretonischen Gesellschaft.e V. anlässlich des 50. Jubiläums des Élysée-Vertrags,
Dresden 2013.
ISBN: 978-3-939025-32-0

> Ingo Kolboom : Défendons un rêve franco-allemand – Auf diesem Blog, 11. März 2008

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