„Au fil de l’eau“ – Wasser: Quell des Lebens und Naturgewalt

Zugegeben, manchmal ist unser Blog etwas süddeutschlandlastig, weil die Ein-Mann-Redaktion in Stuttgart beheimatet ist. Umso mehr freuen wir uns, wenn wir Hinweise auf deutsch-französische Kooperationen bekommen, die wir sonst nciht so leicht finden würden und diese dann einem größeren Leserkreis zugänglich machen können.

„Au fil de l’eau“ – Wasser: Quell des Lebens und Naturgewalt: Unter diesem Projekttitel arbeiten die Schüler der Klasse 8/3 des > Romain-Rolland-Gymnasiums und ihre Austauschpartner des Collège François Broussais aus Dinan (Bretagne/Frankreich) seit September 2012 virtuell über ihren gemeinsamen Blog ddaufildeleau.overblog.com/

Im Rahmen ihrer Austauschbegegnung vom 13.03.-23.03.2013 in Dresden verwirklichen sie ihre Ideen zu Unterthemen, wie die Geschichte der Elbe und der Rance, Wassersportaktivitäten, Mythen und Sagen rund ums Wasser und die Frage der Wasserqualität.

Die dabei entstehenden Exponate und Medienbeiträge werden am 21.03., um 18 Uhr, in der Aula des Romain-Rolland-Gymnasiums Dresden präsentiert und läuten somit den Weltwassertag am 22.03. ein. Für die geplante „Soirée-Apéro“ sind neben Eltern, Schülern und Lehrern gern auch alle Frankophilen, Bretagnebegeisterten und Wasserliebhaber herzlich eingeladen.

Der Austausch und die begleitende Projektarbeit unter der Leitung von Christine Guézou und Sonja Hannemann werden vom Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW) und dem Sächsischen Aufnahme- und Erprobungskanal (SAEK) unterstützt.

Frankreich-Blog: Acht Stunden Video in 42 Sendungen

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Ma France – Dresdner Studenten schreiben über Frankreich

Wie feiert man am besten das 50. Jubiläum der Unterzeichnung des Élyséevertrages? Am besten bittet man seine Studenten, über ihre persönlichen Erfahrungen zu berichten. Der Präsident der Sächsischen-Bretonische Gesellschaft und jüngst emeritierte > Professor Ingo Kolboom und Vivian Fischer, die als Redakteurin beim CampusRadio in Dresden arbeitet und Germanistik an der TU Dresden studiert, hatten die vorzügliche Idee aus den Erinnerungen Dresdner Studenten an Frankreich ein Buch zu machen. Ingo Kolboom wollte ganz einfach, „dass sie in sich, in ihr Herz und in ihre Erinnerungen hinein lauschten“. Wie war das mit ihren Erinnerungen aus der Kindheit an Frankreich. Wie „kamen“ junge Menschen im Osten Deutschlands auf Frankreich? 50 Essays wurden verfasst, 10 von ihnen wurden im Institut français in Dresden vorgestellt. Aber Ingo Kolboom (Jg. 1947) legte die Essays nicht bei Seite, sondern er wählte zusammen Vivian Fischer (Jg. 1990) 37 Artikel aus, und beide gaben diesen rechtzeitig zum 50. Jubiläum heraus.

Das Ergebnis ist wirklich beeindruckend und für sich genommen eine wunderbare Feierstunde anlässlich des. 50. Jahrestages des Élyséevertrages. Mit diesen Essays können Schülerinnen und Schüler sofort verstehen, was sie verpassen werden, wenn ihnen jemand einflüstern sollte, Französisch sei nicht so wichtig oder falls jemand es versäumen sollte, ihnen das Lernen der französischen Sprache zu empfehlen. Es ist die Werbung für die Sprache unseres Nachbarlandes, die heute in den Schulen so fehlt. Die Politiker veranstalten deutsch-französische Gipfel und deutsch-französische Feier- und Gedenktage, aber sie machen viel zu wenig Werbung für den deutsch-französischen Alltag, den täglichen Austausch, le travail politique patient sur le terrain, darum geht es. Schüler und Studenten, die Französisch lernen und Romanistik studieren sind Mittler par excellence, die beide Staaten so nötig haben. Als Schüler und Studenten sind sie Teil der deutsch-französischen Zivilgesellschaft aus der heraus auch Ideen, Vorschläge, Projekte an die Politiker herangetragen werden, die ja sowieso eigentlich nur in unserem Auftrag handeln.

Geboren 1947 – Gedanken eines Adenauer-de Gaulle-Enkels:
> Das Vorwort von Ingo Kolboom – *.pdf

Geboren 1990 – Gedanken eines „Wendekindes“:
> Das Vorwort von Vivian Fischer – *.pdf

Die Studenten dieses Bandes berichten vom Entdecken Frankreichs, von den politischen Beziehungen, Zufallsbekanntschaften im Zug von Bordeaux nach Paris und über das Entdecken des eigenen Landes (Christoph Schmidt), die Bedeutung der Geschichte in Verdun (Michelle Naumann). Helenie Mende hat das Naheliegendste gemacht und einen Brief an „Chère France“ verfasst. Jennifer Berndt berichtet von ihrem Austauschfamilien in Alençon und in Paris und ihre Entscheidung, nach dem Abi erstmal in Frankreich zu wohnen. Kunstgeschichte und Literatur fallen Anna Lisa Sonnenberg bei dem Wort Frankreich ein. Carina Ulbrich war sechs Wochen lang in Besançon. Russisch oder Französisch? Samira Kretschmer wurde von einer Reise nach Frankreich für Französisch überzeugt. Steffi Eberlein erinnert sich an „Arthur est un perroquet.“ (Découvertes, Klett!) Später reist sie mit Unterstützung des DFJW nach Frankreich. Anna Harke interessiert sich für die Etymologie von neuen Wörtern. Was soll man zögernden Schülern noch alles von Frankreich vorschwärmen? Eigentlich genügt es doch, wenn Sie hier den Aufsatz von Paul Berger lesen „… Und doch bin bei dir zu Hause“, oder die Erinnerungen von Gabriel Deinzer an seine Reise nach Paris oder Nico Bertholds Überlegungen, warum ihn Frankreich so fasziniert. Renée Theesen Frankreichs heißt Marseille. Therese Adam denkt über die vielen Klischees nach. Anna Ludewig hat eine Liebeserklärung an Frankreich verfasst, so wie Maxie Borchardt sich fragt, warum sie über Frankreich nachdenkt. Phuong Nha Luong Thi schwärmt von ihrer französisch-vietnamesisch-deutschen Fernbeziehung, den sie als Fünfzehnjährige kennengelernt hat. Er zeigte ihr Paris, sie wurde Praktikantin im Louvre. Naryna Marchenko hat Französisch gelernt. Sie erzählt, wie wenige Tage Paris das Studium und die Fächerwahl beeinflussen. Auch Lisa M. Davidson fand ihren Freund in Frankreich. Einen Franzose aus Lyon der ihr versprach ihre Sprache (die er aus ein bisschen Faulheit? Englisch nannte) perfekt zu lernen, wie sie ihm versprach, Französisch zu lernen.

Dann folgt ein Auszug aus Gilbert Zieburas, Die deutsch-französischen Beziehungen seit 1945 (Stuttgart 1997). Eine Erinnerung von Josef Müller-Marein an die Messe, an der de Gaulle und Adenauer 1962 in der Kathedrale von Reims teilnahmen. Und > die Rede an die Jugend im Hof des Ludwigsburger Schlosses, die Charles de Gaulle am 9. September 1962 dort gehalten hat. Der Text des Élysée-Vertrags vom 22. Januar 1963 und die gemeinsame Erklärung zum 40. Jahrestag des Élyee-Vertrags am 22. Januar 2003 ergänzen diesen Band.

Auf diesem Blog: > Staatsakt in Ludwigsburg anlässlich des 50. Jahrestages der Rede General de Gaulles an die deutsche Jugend

Der Band bietet eine sehr nützlich umfangreiche Bibliographie in der Form von weiterführenden Hinweisen: S. 206-217.

> Ma France. Dresdner Studenten schrieben über Frankreich

> Sächsisch-Bretonischen Gesellschaft e.V.

Ingo Kolboom, Vivian Fischer (Hg.)
Ma France. Deutsche Studenten schreiben über Frankreich
Eine Veröffentlichung der Sächsisch-Bretonischen Gesellschaft.e V. anlässlich des 50. Jubiläums des Élysée-Vertrags,
Dresden 2013.
ISBN: 978-3-939025-32-0

> Ingo Kolboom : Défendons un rêve franco-allemand – Auf diesem Blog, 11. März 2008

Deutsch-Französisches Jahr bei Klett
Franzosen und Deutsche: Einmal Freunde, immer Freunde!

Wenn sich am 22. Januar 2013 die Unterzeichnung des Elysée Vertrages über die deutsch-französische Zusammenarbeit und Freundschaft zum 50. Mal jährt, ist das auch beim Ernst Klett Verlag ein Anlass zum Feiern. Bereits seit 1949 setzt sich das traditionsreiche Verlagshaus mit einem vielseitigen Programm aktiv für die Förderung der französischen Sprache ein und begleitet seitdem zahlreiche Schülergenerationen mit seinen bekannten Lehrbüchern – angefangen von der Reihe „Etudes Françaises“ bis hin zur heutigen, digital unterstützten Ausgabe des Lehrwerkes „Découvertes“.

Im Jubiläumsjahr bietet der Verlag zahlreiche Workshops, Lesungen und Wettbewerbe für Schulen, Lehrer und Schüler an und unterstützt eine Reihe von Initiativen der Bevollmächtigten über die deutsch-französische Zusammenarbeit, der Französischen Botschaft, der Instituts français, der Vereinigung der Französischlehrer, des Deutsch-Französischen Jugendwerkes und vieler weiterer Partner. Mit einer eigenen > Festschrift, einer breit angelegten Postkarten- und Broschürenaktion sowie den Wettbewerben > „La vie en BD“ (verlängert bis 15. März) und > „Mein erstes Französischbuch“ bedankt sich der Verlag bei allen Französischlehrerinnen und -lehrern, die sich als Botschafter der Sprache für ihr Fach einsetzen.

Unter den Produktneuheiten zum Jubiläumsjahr finden sich thematisch unterstützende Zusatzinformationen und Kopiervorlagen für den Unterricht im neuen Aufbaudossier > „Horizons Dossier, La France, l’Allemagne et l’Europe“ sowie die Neuausgabe des weltweit ersten binationalen Geschichtsbuches „Histoire/Geschichte“ im Schuber. Die 3-bändige Ausgabe gewährt deutschen und französischen Schülern einen gemeinsamen Blick auf die Geschichte Europas von der Antike bis heute – nicht zuletzt, um die Wurzeln Europas und der deutsch-französischen Freundschaft zu begreifen.

Souvenirs d’Allemagne

L’anniversaire du traité de l’Élysée est une bonne occasion pour Gilles Floret de se souvenir de ses rapports avec Allemagne: Rappelons la vidéo avec l’ancien Ministre et l’écrivain Azouz Begag et Gilles Floret qui chantent “Souvenirs d’Allemagne” : (Mars 2009, VDF-Kongress à Jena)

Souvenirs d’Allemagne:

Und als Download > 11_Souvenir_dAllemagne.mp3

Ein guter Anlass, um an die
> CD von Gilles Floret zu erinnern.

Souvenirs d’Allemagne  

Je l’ai rencontré
En buvant un verre
Dans un petit café
De la ville de Nanterre
Elle riait en parlant
De ses belles dents blanches
Elle disait en riant
Des mots en avalanche

Refrain :
Souvenirs d’Allemagne
Forêts noires et villes grises
En chantant Ich liebe Dich
Je revois ton image
Un dimanche à la campagne
Forêts noires et plaines grises
Tu disais Verlass Mich nicht
Il pleuvait sur ton visage

Elle venait de Mayence
Et en quittant l’Allemagne
Elle rêvait de vacances
En provence ou Bretagne
Mais je n’ai plus de fric
Dit-elle en me regardant
J’vis en faisant du pique-nique
Sous le pont de Nogent

En venant à Paris
Je cherchais le soleil
Mais ici tout es gris
Ici, là-bas, c’est pareil
En entendant ces mots
J’ai revu Göttingen
Le vin blanc de Landau
Et la tour de Bingen

Alors je lui ai dit
En finissant mon verre
Que l’Allemagne, c’est joli
En automne, en hiver
En sortant du café
De la ville de Nanterre
Elle m’a dit j’te reverrai
En Allemagne, cet hiver.

Gilles Floret

PONS Wörterbuch online

La réconciliation franco-allemande après 1945

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Januar 2013: 50 Jahre Elyseevertag

Und wie feiern Sie im nächsten Jahr den 50. Jahrestag des Elyseevertrages?

Der Frankreich-Blog auf dem Weg nach Rumänien: Am 28. Januar in Timisoara, je 1 Vortrag auf Deutsch und Französisch.

Réconciliation et coopération
Le Traité franco-allemand a 50 ans

Aussöhnung und Kooperation
50 Jahre deutsch-französischer Vertrag

> Deutsch-französische Beziehungen
> 50 Jahre Elysee-Vertrag
> Der Elysée-Vertrag von 22. Januar 1963 (I) – auf diesem Blog
> Le traité de l’Elysée de 1963 – auf diesem Blog

Interview mit Außenminister Laurent Fabius in der FAZ – 21. November 2012

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