Au plaisir de lire
Leseatelier, Bücherstand und Flohmarkt

Sa 10. November 11 bis 14 Uhr
Deutsch-französische Grundschule Stuttgart Sillenbuch, Silberwaldstraße 22, 70618 Stuttgart

Im Rahmen ihres Projekts „Lust am Lesen“ lädt die deutsch-französische Grundschule in Stuttgart-Sillenbuch Sie ein, gemeinsam mit der Jugend- und Kinderbuchautorin Florence Jenner-Metz verschiedene Bücher und Kamishibaïs (japanisches Erzähltheater mit Lichtbildern) in deutscher und französischer Sprache zu entdecken. Die Straßburger Buchhandlung „La Bouquinette“ wird anlässlich dieses Projekts nach Stuttgart kommen und exklusiv ihr vielfältiges Sortiment an bewährten Klassikern und interessanten Neuheiten präsentieren.

Zudem können Sie sich auch als Privatpersonen an einem Bücherflohmarkt beteiligen, auf dem deutsche und französische Bücher für Kinder und Erwachsene angeboten werden sollen.

Eintritt: frei

Tischreservierung für den Bücherverkauf auf dem Flohmarkt unter: Tel. 0711/4792138 oder direction.dfgs@gmail.com (mit einem Unkostenbeitrag von 8 Euro pro Stand unterstützen Sie den Elternverein der Schule)

Veranstalter: Deutsch-französische Grundschule Stuttgart

> Institut français de Stuttgart

Die 100 Tage Bilanz von François Hollande – Aufbruchsstimmung in Frankreich

Am 5. November 2012 fand in der > Stadtbibliothek am Mailänder Platz eine Podiumsdiskussion statt: „Die 100 Tage Bilanz von François Hollande – Aufbruchsstimmung in Frankreich“. Der französische Generalkonsul und Leiter des > Institut français in Stuttgart, Michel Charbonnier, begrüßte die Gäste.

Am 6. Mai ist François Hollande für die Dauer von fünf Jahren zum Staatspräsidenten gewählt worden. Ausgestattet mit der ganzen Machtfülle, wie die Verfassung der V. Republik sie ihm zuweist, verfügt er über die Mehrheit in der Nationalversammlung und im Senat und zudem in vielen Regionalräten. Ein Durchregieren wäre ein Leichtes für ihn. Und doch scheint der Präsident zu zögern. Fast hat gewinnt man den Eindruck, als würde er zögern und sich scheuen, weitreichende Entscheidungen zu treffen. Und dabei mangelt es nicht an Vorschlägen, Arbeitspensen, Ideen, Anregungen und Aufgaben. In der > Zusammenfassung seines Berichts trägt Louis Gallois > 22 Vorschläge vor: S. 61-64.

Zwei Korrespondenten Axel Veiel (Stuttgarter Zeitung), Anne Mailliet (France 24) ihre Analyse der neuen Führungsmannschaft in Frankreich vor: ihre ersten Maßnahmen, die Agenda für die kommenden Monate und die ersten Schritte des neuen deutsch-französischen Gespanns Hollande-Merkel – all dies vor dem Hintergrund der Feierlichkeiten zum 50-jährigen Jubiläum des Elysée-Vertrags sowie der europäischen Wirtschafts- und Finanzkrise. Moderiert wurde die Diskussion von Dominik Grillmayer, Forscher am Deutsch-Französischen Institut in Ludwigsburg.

Dabei drängt Finanzkrise zum beherzten Handeln. Die Meinungsumfragen in den letzten beiden Monaten werden immer ungünstiger für den Präsidenten, Die Franzosen haben immer mehr die Hoffnung, dass er wenigstens irgendetwas machen werde. Die Steuer für die Spitzenverdiener wurden heraufgesetzt und das Renteneintrittsalter wieder nach unten korrigiert. Besonders die letzte Maßnahme ist umstritten. Vor- oder nachgezogene Wahlgeschenke kennen wir auch aus Berlin, wo jüngst das Betreuungsgeld gegen alle Vernunft durchgesetzt worden ist. Wie wollen Frankreich und Deutschland ihren Partnern in der EURO-Gruppe zu Sparkursen raten, wenn sie zu Hause aus politischen Gründen das Sparen nicht durchsetzen können? Offenbar ist der Handlungsspielraum des französischen Präsidenten trotz seiner Machtfülle sehr eingeengt. Wachsende Arbeitslosigkeit, geringes Wachstum, die Gefahr in den Fokus der Finanzmärkte und er Ratingagenturen zu geraten, das sind keine rosigen Aussichten. Aber wo kann in der Staat in Frankreich Einsparungen vornehmen, ohne sofort mit Demonstrationen rechnen zu müssen? Und die 35-Stunden-Woche scheint ein in Marmor gemeißeltes Gesetz zu sein, das die so dringend benötigte Flexibilität des Arbeitsmarktes unterbindet. Der jüngste Bericht von Louis Gallois, der einen „Schock des Vertauens“ anregt, würde, folgt man heute der Bildunterschrift in der FAZ, PM Ayrault am liebsten nur im Umschlag stecken sehen.

Anne Mailliet (France 24) erinnerte daran, dass die Franzosen mit dem Aktionismus von Nicolas Sarkozy unzufrieden gewesen waren, jetzt geht ihnen die Entschleunigung von François Hollande vielleicht zu weit. Man dürfe sich schon fragen, ob ihm der Mut fehle. Nein, die Franzosen sehen sich Sarkozy nicht wieder herbei, soweit dürfe man nicht gehen. Trotzdem fragen sich die Franzosen, wo die Reise hingehe. Die große Frage ist jetzt, wird der Bericht von Louis Gallois zum Anlass für konkrete Entscheidungen akzeptiert, oder sollen die in ihm genannten Ziele, wie es bereits angedeutet wird, auf fünf Jahre gesteckt werden, ohne jemandem wehzutun? Betrachtet man die die vielen Ebenen der Verwaltung in Frankreich, ist es nicht besonders schwer, Einsparpotentiale zu erkennen – aber mit welchen Folgen? Und genau vor denen schreckt die Regierung zurück.

Ein Zuhörer erinnerte daran, dass die Begriffe duales Ausbildungssystem, soziale Partnerschaft und Friedenspflicht schwer ins Französische zu übersetzen seien. Zugleich wurde aber auch deutlich, dass ein Import des deutschen Modells so ganz einfach nicht zu machen sei und Nicolas Sarkozy im Wahlkampf eher geschadet habe. Frankreich hat offenkundig ein Problem mit der Wettbewerbsfähigkeit seiner Unternehmen, weil u.a. die Sozialkosten zu hoch sind. Wartet die Regierung ab? Bis der Leidensdruck genügend hoch ist?

Wie oft haben sich die Regierungen in Berlin und Paris bisher immer wieder versprochen künftig enger zusammenarbeiten zu wollen? Die Podiumsdiskussion hat Schwächen der französischen Wirtschaftspolitik aufgezeigt, und sie hat die Bedingungen analysiert, die François Hollande die Hände zu binden scheinen. Nationale Wirtschaftspolitiken in Europa können heute nicht mehr alleine Erfolg haben. Es ist bisher schon so viel von Konvergenz gesprochen worden. Die Gestaltung des deutsch-französischen Dialogs verlangt viel mehr ein Miteinander und konstruktiven Austausch. Vordergründig erfährt die Öffentlichkeit von häufigen Gipfeln, aber der im Hintergrund laufenden permanenten deutsch-französischen Dialog tritt kaum an die Öffentlichkeit. Stimmt es eigentlich, das Merkel und Hollande sich vor ihren Gipfeltreffen kaum noch oder nicht mehr wie zu Zeiten von Merkel und Sarkozy abstimmen, wie es in dieser Podiumsdiskussion anklang?

Gesprächspartner:
Der 1953 geborene Axel Veiel kommt im Anschluss an sein Studium der Rechtswissenschaften 1985 zur Stuttgarter Zeitung. Nachdem er mehrere Jahre als Korrespondent für die Tageszeitung in Madrid verbracht hat, nimmt er seit 2004 diese Aufgabe in Paris wahr.
Er wird sich mit Anne Mailliet unterhalten. Nach ihrem Studium der Literatur und Soziologie in Straßburg und Berlin arbeitet die Deutsch-Französin seit zehn Jahren als freie Journalistin in Berlin. Seit 2001 ist sie für verschiedene französische Fernsehsender und seit 2006 als Deutschland-Korrespondentin des internationalen Senders France 24 tätig.

Veranstalter: Institut français Stuttgart, DFI Ludwigsburg, Stuttgarter Zeitung und Stadtbibliothek Stuttgart
Mit freundlicher Unterstützung der Klett Stiftung
Im Rahmen des Deutsch-französischen Jahres

Die deutsch-französische Freundschaft im Comic:
La vie en BD – Klett-Schülerwettbewerb 2012/2013

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Zum Anklicken: Die Themen auf diesem Blog

Der Ernst Klett Verlag schreibt den Schülerwettbewerb „La vie en BD“ unter dem Motto „50 Jahre Elysée-Vertrag“ aus.

Der Ernst Klett Verlag lädt Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen aus der ganzen Bundesrepublik ein, ihre Zeichnungen einzusenden. Ab sofort können Lehrkräfte die Teilnahmebögen für das Schuljahr 2012/13 unter > www.klett.de/bd herunterladen.

Der Wettbewerb steht unter der Schirmherrschaft von > Annegret Kramp-Karrenbauer, Ministerpräsidentin des Saarlands und Bevollmächtigte der Bundesrepublik Deutschland für kulturelle Angelegenheiten im Rahmen des Vertrages über die deutsch-französische Zusammenarbeit, und > SEM Maurice Gourdault-Montagne, dem französischen Botschafter in der Bundesrepublik Deutschland. „Bei der aktuellen Ausgabe bekommen die Schülerinnen und Schüler Gelegenheit, ihre Sicht der deutsch-französischen Beziehungen mit den Mitteln der Comic-Kunst vorzustellen. Der Wettbewerb setzt also auf innovative pädagogische Methoden, auf die Kreativität der Schüler und auf die Verknüpfung des Sprachunterrichts mit den Fächern Geschichte und Kunst“, erklärte der Botschafter. „Liebe Lehrerinnen und Lehrer, ermutigen Sie Ihre Schülerinnen und Schüler dazu, zahlreich an dem diesjährigen Wettbewerb teilzunehmen. Damit rücken Sie die Bedeutung der deutsch-französischen Beziehungen ins Blickfeld der Schülerinnen und Schüler und geben ihnen Impulse zum Erlernen der Partnersprache und zum interkulturellen Dialog“, schreibt Annegret Kramp-Karrenbauer in ihrem Grußwort.

Im letzten Schuljahr gewann Gordon Endt den ersten Preis. Er hat auch das Logo für die diesjährige Ausschreibung gezeichnet. Passend zum 50. Jahrestag des Elysée-Vertrages am 22. Januar 2013 steht der Wettbewerb in diesem Jahr unter dem Motto deutsch-französische Freundschaft.

Teilnahmeschluss ist der 15. Januar 2013. Die Jury besteht aus Fachdidaktikern, Zeichnern und Praktikern. Teilnehmen können Schülerinnen und Schüler aller Schularten mit selbst entworfenen bandes dessinées auf maximal einer A3-Seite zum Leitthema.

Zu gewinnen gibt es eine Reise ins Centre Belge de la Bande Dessinée nach Brüssel. Die Schülerinnen und Schüler auf den Plätzen 2-5 erhalten Sachpreise im Gesamtwert von 250 Euro; die Plätze 6-25 einen Trostpreis. Auch die Lehrkräfte der besten 25 Teilnehmer erhalten kleine Sachpreise. Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt.

> La vie en BD – Klett-Schülerwettbewerb 2012/2013

Auf diesem Blog: > Écrire et dessiner une bande dessinée: Isabelle Darras et Yuio

„Europäisches Paket“: Frankreich will neuen Kurs für den Aufbau Europas und eine Reform der WWU

Gemäß einer > Meldung der Französischen Botschaft in Berlin: „In seiner Erklärung vor der Nationalversammlung über die neuen europäischen Perspektiven betonte Premierminister Jean-Marc Ayrault die Notwendigkeit, mit der Ratifizierung des Vertrags über Stabilität, Koordinierung und Steuerung in der Wirtschafts- und Währungsunion (SKS-Vertrag) „dem Aufbau Europas einen neuen Kurs zu geben“.“

> Déclaration du Premier ministre sur les nouvelles perspectives européennes au Sénat Vidéo


Hörverstehensübung:

Diese Übung ist zu lang? Stimmt, aber, wenn die folgende Aufgabe bewältigt wird, ist der Gewinn in sprachlicher und auch in inhaltlicher Hinsicht riesig:

1. Video ansehen. 2. Zusammenfassung auf einer Seite verfassen, wo wie > die französische Botschaft es auf deutsch gemacht hat. 3. Den Wortlaut der Rede zur Kontrolle lesen. Oder die Hilfestellung nutzen und die Rede nach dem Betrachten des Videos zuerst lesen, dann ein Resümee schreiben.

> Le discours du Premier Ministre

Download: http://www.gouvernement.fr/sites/default/files/interventions/nouvelles-perspectives-europeennes-assemblee-nationale.pdf

Erweiterung der Übung:

Vergleich der Rede des Premierministers mit der > Rede von Außenminister Guido Westerwelle zum 50. Jubiläum des Goethe-Instituts Paris 3. Juli 2012, Paris.


An der Verteidigung des Euros lässt der Premierminister keinen Zweifel zu: „Ma certitude, c’est que sans l’Europe nous serions isolés et faibles. Que pèseraient une France seule, une Allemagne seule, une Italie seule, face aux Etats-Unis ou à la Chine ? Grâce à la construction européenne, nous sommes la première puissance économique mondiale. Grâce à elle nous avons les moyens de négocier dans les instances internationales pour défendre notre économie, promouvoir nos standards sociaux et environnementaux. Sans l’euro, combien de dévaluations aurions-nous dû subir ?“

Lesen wir weiter: „L’histoire de la France s’est longtemps écrite en Europe contre nos voisins. Elle s’écrit désormais en Europe avec nos voisins, et d’abord avec l’Allemagne. Alors oui, la construction européenne cela sert à quelque chose : la France est plus grande dans l’Europe. Ma volonté, la volonté du gouvernement – et c’est aussi celle des Français qui ont élu le président de la République –, c’est cependant de réorienter le cours de la construction européenne.“

Der Premierminister erinnerte an die Entschlossenheit Frankreichs, das Haushaltsgleichgewicht wiederherzustellen und den ESM zu unterstützen:

„Le fonctionnement de l’Union économique et monétaire devra être réformé, en répondant à trois exigences.

La première, c’est la coordination des politiques économiques de la zone euro au service de la croissance. Il est clair aujourd’hui que le pilier économique et monétaire doit être renforcé. C’est le gouvernement économique que nous réclamons depuis des années. Il est maintenant à l’ordre du jour dans la perspective qui vient.

La deuxième exigence, c’est l’équilibre entre le développement de mécanismes financiers de solidarité et la vigilance budgétaire. La zone euro doit disposer d’instruments budgétaires et financiers communs pour faire face aux chocs externes et permettre aux pays qui rencontrent des difficultés de les surmonter pour retrouver la croissance. Parce qu’il n’y a pas d’Europe sans solidarité. Ca ne peut pas être le chacun pour soi qui trop souvent prévaut.

Le mécanisme européen de stabilité doit, pour commencer, voir son rôle élargi en matière de crise bancaire. Et la France est favorable à la perspective d’une mutualisation d’une partie de la dette par l’émission d’euro bonds. Et il est temps aussi qu’à l’échelle de toute l’Europe – et la France le fera elle-même, sans attendre – une nouvelle législation bancaire sépare la gestion des dépôts des activités à risque. La finance doit être au service de l’économie et non de la spéculation.

Et la troisième exigence, c’est la légitimité démocratique. Il n’y aura pas de renforcement de notre maison commune, pas d’intégration solidaire, sans adhésion des peuples. Dans le processus de décision, l’articulation entre le niveau européen et le niveau national doit faire l’objet d’une attention particulière. Il nous faut garantir l’expression démocratique de l’intérêt général quand il est en jeu.“

Zusammenfassung auf Deustsch: > „Europäisches Paket“: Frankreich will neuen Kurs für den Aufbau Europas und eine Reform der WWU

Die 1-Mann Redaktion des Frankreich-Blogs ist mit den Vorbereitungen für die Buchmesse beschäftigt > blog.klett-cotta.de, wird aber noch die Rede von Premierminister Ayrault mit der > Rede von Außenminister Guido Westerwelle zum 50. Jubiläum des Goethe-Instituts Paris 3. Juli 2012, vergleichen.

Staatskanzlei des Saarlandes
Der Wettbewerb: La jeunesse débat en classe de français

Unter der Schirmherrschaft der > Ministerpräsidentin des Saarlandes Annegret Kramp-Karrenbauer fand am 5. Oktober 2012 in der Staatskanzlei der Landesregierung ein Wettbewerb im Rahmen des Pilotprojekts La jeunesse débat en classe de français statt. In ihrem Grußwort erklärte die Ministerpräsidentin: „Angesichts der engen Verflechtung zwischen Frankreich und Deutschland ist die Kenntnis der Partnersprache ein unschätzbarer Vorteil. Darüberhinaus gilt, wer die Sprache eines Landes beherrscht, kann auch die Menschen in dem anderen Land und seine Kultur wirklich begreifen. Dies trägt dazu bei, interkulturelle Probleme zu überwinden, Vorurteile zu durchschauen, weinen wachen Sinn für das Fremde zu fördern und die Lern- und Dialogfähigkeit zu stärken.“ Der Ernst Klett Verlag sponsert das Projekt. 4 Schülerinnen und Schüler debattierten – auf französisch – vor großem Publikum über die Frage, ob man in den Schulen Deutschlands den Religionsunterricht abschaffen sollte.

Das > Ensemble des Ludwigs-Gymnasiums-Saarbrücken gestaltete den musikalischen Rahmen dieser Veranstaltung.

Das Gruppenfoto mit der Ministerpräsidentin nach der Siegerehrung:

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Das Fotoalbum dieses Tages öffnet sich auf Klick auf schwarzem Hintergrund, mit weiteren Klicks auf rechte Seite des Bildes, kann vorgeblättert werden.

Das Gruppenfoto:

Mit einem Klick auf das Foto kann es vergrößert werden.

Das Pilotprojekt “ La jeunesse débat en classe de français“ ist ein Wettbewerb in französischer Sprache, für das > Julitte Ring so (1. Vors. GMF – LV Saar, und 1. Vors. VdF – LV Saar) erfolgreich bei der Regierung des Saarlandes um Unterstützung geworben hat. Die Gemeinnützige Hertie-Stiftung, vertreten durch Ansgar Kemmann, mit ihrem Projekt > „Jugend debattiert“ unterstützt ebenfalls das Projekt an der Saar.

Die Schüler, die an diesem Tag in der Staatskanzlei die Frage, ob der Religionsunterricht an deutschen Schulen abgeschafft werden sollte, debattierten

Contra 1: Leo Kraus-Wichmann Ludwig-Gymnasium, Saarbrücken
Contra 2: Elisabeth Brocher, Saarpfalz-Gymnasium, Homburg

Pro 1: Madeleine Krier, Warndtgymasium, Völklingen
Pro 2: Lisa-Marie Kern, Illtal-Gymnasium, Illingen

Kaum eine andere Übungsform vereint so viele Kompetenzen und Unterrichtsziele miteinander: Fremdsprachliche Bildung in Gegenrede und Debatte, Politische Bildung durch Motivation zu demokratischem Handeln, Meinungsbildung durch die Auseinandersetzung mit aktuellen Streitfragen, Persönlichkeitsbildung durch gegenseitigen Austausch und Perspektivenwechsel und schließlich Interkulturelle Bildung durch die vertiefte Beschäftigung mit Aspekten der französischen Gesellschaft. Die Teilnehmer an der Debatte hatte sich glänzend innerhalb einer Woche auf die Verteidigung ihrer Standpunkt vorbereitet. Und die Zuhörer konnten verfolgen, wie sie es gelernt hatt, den Standpunkt des anderen anzuhören, gleichzeit aber auch die Verteidigung ihrer Meinung mit Fakten und politischen wie historischen Kenntnissen – u.a .a Trennung von Kirche und Staat in Frankreich nach dem Gesetz von 1905, das > Konkordat in Deutschland von 1933, wohlbegründet vorzutragen. Schon diese Stunde in der Staatskanzlei zeigte Kenntnisse und Fähigkeiten der Schüler, von der manche, ja fast alle Talkshows und vor allem deren Teilnehmer sehr viel lernen können, anstatt sich gegenseitig zu unterbrechen, sich in gleichzeitiger Rede mit dem gegenüber zu üben. Der Jury (Prof. Dr. Norbert Gutenberg, Universität des Saarlandes, Prof. Dr. Jürgen Mertens, Stellvertretender Bundesvorsitzender der VdF/Pädagogische Hochschule Ludwigsburg, Dr. Peter Bettinger, Landesfachberater Französisch i. P.) fiel die Entscheidung nicht ganz leicht, die Entscheidung war nicht ganz einfach, aber Leo Kraus-Wichmann Ludwig-Gymnasium, Saarbrücken stand nach der Debatte als Sieger fest. Während die Jury sich zurückgezogen hatte, erläuterten 4 Schüler die ihrer Meinung nach wichtigsten Erfindungen vom Flaschenöffner bis zum Besen – auf französisch. Keine einfache Übung, 2 Minuten vor den geladenen Gästen in freier Rede auf Französisch vorzutragen.

Der Erfolg dieser Veranstaltung ist bemerkenswert und beweist, es geht bei der so dringend nötigen Förderung des Französischunterrichts nicht nur um Finanzen, sondern vor allem um Kreativität, gute Ideen und Phantasie, um Schülerinnen und Schüler dazu anzuhalten, ihre Sprachkenntnisse einzusetzen

Wie immer bei solchen Gelegenheit sollte man daran denken, dass der deutsch-französische Vertrag von 1963 eine wichtige Vereinbarung hinsichtlich des Sprachunterrichts enthält. Damals, im Januar 1963, versprachen sich beide Regierungen, den Unterricht der Nachbarsprache, also den Deutschunterricht in Frankreich und den Französischunterricht in Deutschland zu fördern: „Die beiden Regierungen erkennen die wesentliche Bedeutung an, die der Kenntnis der Sprache des anderen in jedem der beiden Länder für die deutsch-französische Zusammenarbeit zukommt. Zu diesem Zweck werden sie sich bemühen, konkrete Maßnahmen zu ergreifen, um die Zahl der deutschen Schüler, die Französisch lernen, und die der französischen Schüler, die Deutsch lernen, zu erhöhen.“

Mit ihrer Unterstützung für einen guten Französichunterricht leistet die Bevollmächtigte der Bundesrepublik Deutschland für kulturelle Angelegenheiten im Rahmen des Vertrages über die deutsch-französische Zusammenarbeit, > Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer einen wichtigen Beitrag zur qualitativen Förderung des Französischunterricht mit einer Signalwirkung über das Saarland hinaus.

> Jugend debattiert

> Wettbewerb „Jugend debattiert“ erstmals in französischer Sprache – Pressemitteilung der Staatskanzlei


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Die offizielle Website zum 50. Jahrestag des Elysee-Vertrags

Die beiden deutsch-französischen Beauftragten, Staatsminister Michael Link und sein französischer Amtskollege Bernard Cazeneuve haben eine neue Website freigeschaltet:

> www.elysee50.de (deutsche Fassung)
> 50ans.france-allemagne.fr (französische Fassung)

1963-2019

> Le traité de l`Élysée de 1963

> Der Élysée-Vertrag von 1963

> Le Traité d’Aix-la-Chapelle sur la coopération et l’intégration franco-allemandes (2019)

> Der deutsch-französische Kooperationsvertrag von Aachen (2019)

Die Minister Link und Cazeneuve sagten dazu: „Mit dem einheitlichen Logo und dem offenen Kalender auf der zweisprachigen Webseite möchten wir allen engagierten Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit geben, ihre deutsch-französischen Veranstaltungen als Teil des gemeinsamen Jubiläums sichtbar zu machen. Wir freuen uns auf alle deutsch-französische Feste und Veranstaltungen, im Großen wie im Kleinen.“ (Zitiert nach der > Website der Bundeskanzlerin)

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