Bloggen über die deutsch-französische Kooperation und über Deutschand (I)

Mit diem Blog > Objectif Chancellerie. L’Allemagne en campagne von > Frédéric Lemaître, Korrespondent von LE Monde in Berlin, zu den Bundestagswahlen im Herbst 2013 werden Sie bestens über die Vorbereitungen zu den Bundestagswahlen infomiert: Wer hat dieses oder jenes Fettnäpfen nicht verpasst? Welche Bücher sind erschienen? Mit vielen Analysen und Einsichten, die so in dieser Form in der bundesdeutschen Presse nicht zu finden sind:

In der rechten Spalte wird sein Blog so beschrieben: „Le 22 septembre 2013, les Allemands éliront leurs députés qui, à leur tour, désigneront le chancelier appelé à gouverner jusqu’en 2017. Angela Merkel réussira-t-elle à obtenir un troisième mandat ? Son principal concurrent, le social-démocrate Peer Steinbrück parviendra-t-il à lui succéder ? Avec qui les Verts feront-ils alliance ? Correspondant du Monde à Berlin, Frédéric Lemaître vous propose, grâce à ce blog, de suivre de très près cette campagne dont l’issue sera décisive pour l’ensemble de l’Union européenne et notamment pour la France.“


25 Blogs:
> Deutsch-französische Blog-Plattform auf Facebook


Pascal Thibaut ist seit 1997 Korrespondent von RFI in Berlin: > L’Allemagne hors les murs
Auch er schreibt über Fettnäpfchen in Deutschland > ACHTUNG! GROSSES TABU! : „Dans chaque pays, il existe des sujets peaux de bananes qui pour tout homme politique qui les évoque se terminent mal.“


Und noch ein Blog > Klecks & the cities Reisetagebuch einer jungen Journalistin aus Frankreich

à suivre

Eine neue Etappe für Europa und die deutsch-französische Kooperation?

Sind die Umfragewerte erstmal im Keller, ist es schwierig, wieder Land zu gewinnen. Alle Medien wiederholen überall die schlechten Ergebnisse der Meinungsunfragen und suchen dafür auch verschiedene Gründe.

Mit der > Pressekonferenz vom 16. Mai hat François Hollande auch seinen Kritikern geantwortet. In einem gewissen Sinn hat er ihnen vermittelt, ich habe verstanden, und er wolle jetzt, Europa zu einer neuen Etappe führen.

Der Leitartikel vom 18. Mai 2013 in LE MONDE: > Hollande : une offre française pour l’Europe, enfin ! würdigt die Perspektiven, die der Präsident vorgeschlagen hat:

„Ce fut une adresse. Aux Européens et à l’Allemagne.“ Die ersten beiden Sätze des Leitartikel klingen wie Glockenschläge.

In Anpielung auf de Gaulles > Politik des leeren Stuhls zeigt sich der Autor des Leitartikels zufrieden, dass Hollande die Politik des leeren europäischen Stuhls endlich aufgebe.

“ Mon devoir est de sortir l’Europe de sa langueur „, hat der Präsident erklärt.

„Finalement, François Hollande a sauté le pas.“ Geht es jetzt richtig los?

Wettbewerbsfähigkeit, die Linke dürfe nicht als Steuererhöhungspartei betrachtet werden: Innere Reformen und ein starkes europäisches Projekt, so lauten jetzt die Vorgaben.

Frankreich solle eine „trait d’union“ zwischen Nord- und Südeuropa sein. Das ist einfach ausgedrückt und meint, dass es eine Koalition der lateinischen Länder gegen Deutschland nicht geben wird.


Vielleicht schon wieder Vergangenheit:

> In DIE WELT: Wolf Lepenies: “Frankreichs Linke träumt von Anti-Deutschland-Bund”
entre le nord et le sud de l’Europe, le chef de l’Etat renonce à fédérer les pays latins contre


Und um sich wieder in die Mitte Europas zu begeben, muss/will Hollande die verdeckten Angriffe auf Berlin aufgeben, so wie es damals Sarkozy und auch Chirac gemacht hätten, als dieser das „Kriegsbeil“ begrub und sich mit Kanzler Schröder in der Frage der gemeinsamen Landwirtschaftspolitik einigte.

Jetzt muss schnell aus dem Vorschlag einer europäischen Finanzregierung eine gemeinsame deutsch-französische Initiative werden, mit der beide Länder demonstrieren, dass sie die versprechen, stets zum Wohle Europas zu arbeiten, demonstrieren können.

Fängt jetzt ein neues Kapitel für Europa an? Eine echte Aufgabe für so manchen Französischkurs:
Jetzt würden meine Schüler ein Dossier anlegen, in dem – oder noch besser eine Website, auf der – die Fortschritte der Initiative Hollandes, der sich und Europa einen Erfolg innerhalb von zwei Jahren wünscht verfolgen. Vor einem Jahr hat Angela Merkel eine Politische Union vorgeschlagen. Damals habe Hollande den Vorschlag kritisiert, heute gebe er ihm einen „Inhalt“, so Le Monde.

Lire:
Romain Gubert, > L’Europe version François Hollande – LE POINT, 22 mai 2013

La lutte contre le chômage des jeunes / Der Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit

french german 

In DIE WELT: Wolf Lepenies: „Frankreichs Linke träumt von Anti-Deutschland-Bund“

Wolf Lepenies berichtet in der WELT vom 8. Mai 2013 unter der Überschrift > Frankreichs Linke träumt von Anti-Deutschland-Bund über einen Beitrag des italienischen Philosophen > Giorgio Agamben (Wikipedia) – am 24.3. 2013 in Libération mit der Überschrift > „Que l’Empire latin contre-attaque!“. Agamben nennt in diesem Beitrag die Schrift des Philosophen > Alexandre Kojève (Wikipedia) mit dem Titel „Das lateinische Reich. Skizze einer Doktrin der französischen Politik“: (in TUMULT Franzosen, Wien o. J., S. 92-122) der vor einem Erstarken Deutschlands gewarnt hatte. Lepenies fragt sich mit Recht, wieso gerade jetzt Agamben auf die Idee kommt, den Text von Kojève zu zitieren?

Lepenies Empfehlung „Eine Mittelmeerunion zu bilden, die über Europa hinausreicht und von Deutschland unterstützt würde…“ ist bedenkenswert, genauso eindeutig sagt Lepenies „Das Projekt eines „Empire latin“ aber gehört in die Rumpelkammer der politischen Ideengeschichte.“

Nach wie vor glaube ich, dass die Regierungen in Berlin und Paris die alltägliche Routine der deutsch-französischen Kooperation – bessere Pressearbeit, mehr kontinuierliche Informationen, mehr Web 2.0 als hier: > /www.elysee50.de/-Deutsch-franzosisches-Jahr-.html -genauso deutlich vielleicht sogar noch viel mehr herausstellen müssten, als nur den Jubel über punktuelle Feierstunden.


Auf diesem Blog:

> Un ministre franco-allemand / ein deutsch-französischer Minister – auf diesem Blog

> Der Élysée-Festvortrag in Stuttgart: Hélène Miard-Delacroix, Eintracht, Effizienz, Exemplarität? Die deutsch-französischen Beziehungen auf dem Prüfstand

> 22.1.2013: Gemeinsame Erklärung des Bundestages und der Assemblée nationale

Und die deutsch-französische Zusammenarebit ist so intensiv, dass einige meiner Freunde gar nicht gemerkt haben, > an welchem Datum dieser Bericht hier auf unserem BNlog erschien.


Das deutsch-französische Jahr darf sich nicht auf 4-5 besondere Feiern beschränken, sondern es findet wie in den anderen Jahren an jedem Tag des Jahres statt, das ist nur den Spezialisten bekannt, und die Medien geraten immer wieder in die Gefahr ein solches Unwissen auszunutzen und vom Stottern des deutsch-französischen Motors zu sprechen oder schlechte Bilanz der französischen Regierung ohne viel nachzufragen als Fakt zu verbreiten. Wäre > die tägliche deutsch-französische Zusammenarbeit auf allen Ebenen im Bewusstsein beiderseits des Rheins, könnte ein Diskussionsbeitrag, wie das zu früh an die Öffentlichkeit geratene Papier der PS Papier sofort richtig eingeordnet werden: > “Confrontation. action de rapprocher des choses, de les comparer en les opposant. (Dictionnaire Larousse)” schreibt Claude Bartolone auf seinem Blog.

Vgl. Tom Assheuer, > Gegen Deutschland? Frankreich diskutiert ein Pamphlet des Philosophen Giorgio Agamben: Der Süden soll sich unter der Führung Frankreichs zur Wehr setzen. – DIE ZEIT, 11. 4. 2013

Ne fermez pas la Maison de France à Berlin

> Pierre-Yves Le Borgn‘, Député à des Français de l’étranger. Circonscription Allemagne, Europe centrale et orientale a publié son avis et sa déception qu’on envisage de fermer la Maison de France à Berlin sur le Kurfürstendamm et de démaenager l’Institut français:

> Rencontre avec la mission du Ministère des Affaires Etrangères sur l’avenir de la Maison de France

Notre commentaire sur > la page de FB de M. Le Borgn‘ : “ L’immeuble a une certaine valeur de vente, sans aucune doute. Mais cet immeuble a aussi une valeur de mémoire, ayant été si longtemps le haut lieu de la culture française à Berlin, depuis 1950! L’abandon de cet immeuble par la France est très dommage. Certes, on peut déménager, mais tant de souvenirs ne se laissent pas transplanter si facilement. La décision d’abandonner cet immeuble porte atteinte à cette mémoire de la culture française qui à tant contribuer, surtout pendant la période du mur, à faire vivre les relations franco-allemandes dans cette ville. Même à Berlin, ce sera difficile de trouver un immeuble plus spacieux, mieux situé, moins cher dans l’entretien qui permettra à bien justifier ce déménagement d’autant plus triste qu’il paraît être provisoire.“

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