Nein zur Schließung des Maison de France in Berlin und zur Marginalisierung des Institut français in Dresden

so lautet der Aufruf, den Prof. Dr. Ingo Kolboom aus Dresden verfasst hat:

> Nein zur Schließung des Maison de France in Berlin und zur Marginalisierung des Institut français in Dresden – PDF

Mit Klick vergrößerbar.

> Institut français de Berlin

Es scheint, dass die landesweiten Proteste gegen die Schließung und den Verkauf des “Maison de France” in Berlin scheinen erste Wirkung zu haben. Anscheinend, so hört man, überprüft das Französische Außenministerium die Entscheidung. Aber lassen wir erst nach, wenn wir sicher sind, dass wir auch künftig das Maison de France am gewohnten PLatz auf dem Kurfürstendamm finden werden. Geschichte und vor allem die des Maison de France kann man nicht so einfach mal eben verpflanzen.

> www.change.org/de/Petitionen/nein-zur-schliessung-des-maison-de-france-ne-vendons-pas-la-maison-de-france

> Nein zur Schließung des Maison de France ist auch bei Facebook

Und Ingo Kolboom berichtet, dass das das Institut français in Dresden auf 1,5 Personen verkleinert werden soll. Schade.

Die deutsch-französische Zusammenarbeit weiter vertiefen: Aber auch: „Prüfen, straffen, reformieren“

Seit 2006 haben wir hier auf diesem Blog so oft davon berichtet, dass Paris und Berlin die gemeinsame Zusammenarbeit, die deutsch-französische Kooperation weiter vertiefen wollen, und dass man künftig immer enger zusammenarbeiten wolle. Das ist ein Leitmotiv jeder deutsch-französischen Begegnung. Wenn es mal nicht so klappt, spricht man schnell davon, dass der deutsch-französische Motor rumple, ihm ein bisschen Öl fehle, und die Medien sprechen von neuen Divergenzen oder gar Missstimmungen. Und dennoch auch größerer Diskussionsbedarf kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass die deutsch-französische Kooperation einen vorbildlichen Stand erreicht hat. Man muss ja nur die neun Seiten der jüngst in Berlin beim > Arbeitsbesuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel in Paris vorgelegten > Contribution franco-allemande zur Kenntnis nehmen.

<< NEU: > Die Konsenswerkstatt. Deutsch-französische Kommunikations- und Entscheidungsprozesse in der Europapolitik von Claire Demesmay, Martin Koopmann, Julien Thorel. Genshagener Schriften – Europa politisch denken, Band 2, 2013, 231 S. – Rezension folgt.

Auszug. > Die Konsenswerkstatt

Die neun Seiten dieser Contribution enthalten viel mehr als nur Hinweise auf eine Zusammenarbeit. Zwischen Paris und Berlin wird immer mehr eine „neue Form des Regierens erkennbar, die im europaischen Mehrebenensystem zwischen der nationalen un der europäischen Ebeen angesiedelt ist.“ Dieses Zitat stammt aus einem Papier, das > Claire Demesmay, die Programmleiterin Frankreich, Deutsch-französische Beziehugen bei der DGAPusammen mit Martin Koopmann und Julien Thorel in der Reihe „DGAP Analyse kompakt“ unter dem Titel > Prüfen, straffen, reformieren. Institutionen und Prozesse der deutsch-französischen Zusammenarbeit in Europa jetzt gerade im Mai 2013 vorgelegt haben. Sie analysieren die Verflechtung, diesen einzigartien Bilateralismus zwischen Frankreich und Deutschland. Die Autoren erinnern an die verschiedenen Etappen der vom Elyseevertrag 1963, über dessen 25. Jahrestag mit der Schaffung vieler neuer deutsch-französischer Räte, bis zur Einrichtung des Blaesheim-Prozesses und darüber hinaus. Dennoch die unterschiedlichen politischen Kulturen in Paris und Berlin bleiben, und die vielen deutsch-französischen Gremien haben eher zu einer gewissen Unübersichtlichkeit geführt. Wie kann zwischen Paris und Berlin effizienter gearbeitet werden? Die Autoren haben präzise Vorstellungen:

„Die konstante Einbeziehung des Partners in die eigenen strategischen Reflexionen sollte zur Normalität in den deutsch-französischen Beziehungen werden. In der mangelnden gemeinsamen strategi-schen Planung liegt eines der wichtigsten Defizite der deutsch-französischen Zusammenarbeit in der Europa- und Außenpolitik. Die umfassendste institutionelle Verzahnung wird immer wieder an die Grenzen ihrer Wirksamkeit stoßen, wenn sich beide Seiten nicht für einen ernstgemeinten und dauerhaften Austausch über die Fundamente ihrer Europa- und Außenpolitik öffnen: Nationale Traditionen in der Wirtschafts- oder der Außen- und Sicherheitspolitik müssen hier ebenso auf den Tisch wie die Bedeutung geopolitischer Einflusszonen.“

Der deutsch-französische Dialog auf allen Ebenen benötigt mehr Öffentlichkeitsarbeit – auch ein Grund für unseren Blog. Dies schlagen auch die Autoren des hier zitierten Papiers vor: „Ein dauerhafter Erfolg, sozusagen ein neuer Qualitätssprung in den deutsch-französischen Beziehungen, wird sich jedoch erst dann einstellen, wenn es gelungen ist, auch die Öffentlichkeit in beiden Ländern für die Anpassungsnotwendigkeiten der eigenen nationalen Politik zu sensibilisieren.“


> Das Fach Französisch braucht mehr Aufmerksamkeit


Das deutsch-französische Tandem nimmt wieder Fahrt auf

In der Ausgabe vom Freitag, 31. Mai 2013, berichtet Frédéric Lemaître, Korrespondent von LE MONDE in Berlin, unter der Überschrift „Le tandem franco-allemand a repris du service“ von den gerade jetzt immer häufiger stattfindenden Treffen zwischen François Hollande und Angela Merkel. Die Bundeskanzlerin scheine jetzt überzeugt zu sein, dass Hollande wirklich Frankreich reformieren wolle – gerade nach > seiner Rede in Leipzig was sie am Anfang dieses Jahres nicht gewesen sei.


> Pressekonferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Staatspräsident François Hollande am 30. Mai 2013 in Paris

> Text der Pressekonferenz von Bundeskanzlerin Merkel und Staatsprasident Hollande in Paris am 30. Mai 2013


Und auf der Website des Élysée-Palastes steht das deutsch-französische Programm der kommenden Monate, so wie es beim Besuch von Angela Merkel gestern in Paris verabredet worden ist: > Contribution franco-allemande: man muss diesen Text genau lesen.

Hier die deutsche Fassung:

> Deutsch-französische Vorschläge für ein gestärktes Europa der Stabilität und des Wachstums PDF-Dokument)


MM. Beffa und Cromme haben am Donnerstag Staatspräsident François Hollande und Bundeskanzlerin Angela Merkel einen > Bericht über Wachstum und Konkurrenz in Europa überreicht.

Quelle: Website des Elysee-Palasts


Werden hier Absichtserklärungen vorgetragen, oder wird wirklich eine gemeinsame Handlungstrategie verabredet, die auch umgesetzt werden wird? In den den deutschen Medien hat sich der Eindruck verfestigt, Hollande habe es mit Reformen schwer, oder er habe bisher kaum etwas unternommen. Auch mit mehreren Mitarbeitern würde unser Blog all den Aktivitäten der französischen Regierung nicht gerecht werden. Ohne Zweifel, die Gesetzgebungsverfahren dauern in Frankreich ziemlich lange, und die Durchsetzung der gleichgeschlchtlichen Ehe hat viel wertvolle Zeit gebunden.

Die „Contribution franco-allemande“ auf der Website des Eélysée-Palastes beginnt mit einer Einleitung:

„La France et l’Allemagne s’accordent pour estimer que la stabilité et la croissance au sein de la zone euro sont décisives pour l’avenir de nos deux pays et de l’ensemble de l’Union européenne. Elles constituent une condition préalable à l’affirmation de notre modèle économique et social européen dans le monde. La France et l’Allemagne sont conscientes de la responsabilité particulière qui leur incombe à cet égard. C’est pourquoi le 22 janvier 2013, à l’occasion du cinquantenaire du Traité de l’Élysée, elles ont annoncé qu’elles prendraient des initiatives ambitieuses pour définir les étapes à venir de l’approfondissement de l’Union économique et monétaire ainsi que les politiques, les instruments et le cadre institutionnel démocratique nécessaires à sa réalisation. Elles se sont engagées en particulier à présenter une contribution commune dans le cadre des préparatifs du Conseil européen de juin.“

„Frankreich und Deutschland sind der gemeinsamen Ansicht, dass die Stabiltät und das Wachstum in der Euro-Zone entscheidend für die Zukunft der beiden Länder un die gesamte Europäische Union ist.“ Damit deutet der erste Satz einen Kompromiss zwischen der Sparpolitik und Maßnahmen zugunsten des Wachstums an? Der nächste Satz klingt wie eine gemeinsame Verpflichtungserklârung: „Frankreich und Deutschland sind sich der Verantwortung bewusst, die ihnen in diese Hinsicht zukommt,“ ist das eine Wiederholung bekannter Beteuerungen oder wird es dieses Mal richtig ernst? Lesen wir weiter: „Aus diesem Grund haben sie, am 22. Januar 2013, aus Anlass des 50. Jahrestags der Unterzeichnung des Élyséevertrags angekündigt, dass ehrgeizige Initiativen ergreifen würden, um die kommenden Etappen für die Vertiefung der wirtschftlichen, und finanzpolitischen Union zu definieren (= „l’approfondissement de l’Union économique et monétaire ainsi que les politiques“ gar nicht einfach zu übersetzen) und die Instrumente und den notwendigen demokratischen Rahmen für ihre Umsetzung.“ Hm… Was das wohl bedeutet, den „Rahmen“ zu definieren? Wird da was ganz Neues herauskommen, wofür die bestehenden Instituionen nicht reichen? In der Einleitung steht auch das Versprechen „Sie verpflichten sich im Beonderen, einen gemeinsamen Beitrag im Rahmen der Vorbereitungen für den Europäischen Rat im Juni zu leisten.“ Besonders konkret ist das noch nicht. Hollande hatte in seiner > Pressekonferenz vom 16. Mai von einer Finanzregierung gesprochen, die nach seinem Wunsch innerhalb von zwei Jahren realisiert werden sollte.

Hollande: Jugendarbeitslosigkeit in Europa. Schnell handeln

Staatspräsident Françaois Hollande hat anlässlich der Eröffnung des Kolloquiums „Europe : les prochaines étapes“ in Sciences Po mehrer Initiativen zugunsten der Beschäftigung von Jugendlichen angekündigt und auf die Dringlichkeit dieser Aufgabe hingewiesen, die zusammen mit Deutschland anpacken will: „Nous sommes d’accord avec la Chancelière Angela MERKEL pour parvenir à un véritable plan pour l’emploi des jeunes, dès cette année. C’est une initiative importante qu’Allemands et Français ont décidé d’engager.“

> Intervention du président de la République au colloque „Europe : les prochaines étapes“

Wieder ein excellente Hörverstehensübun für Schüler. Es geht auch um Euch in Europa! Sehen Sie sich den Film an und schreiben Sie eine kurze Zeitungsmeldung oder einen Kommentar. Was sagt der Präsident über die Jugendarbeitslosigkeit und welche Maßnahmen schlägt er vor? Es gibt so viele Möglichkeiten mit diesem Video zu arbeiten. Wird genug zugunsten der Beschäftigung vo Jugendlichen gemacht?

Relations franco-allemandes. Le Premier ministre répond sans ambages

french german 

Außenminister Guido Westerwelle in Paris:
« L’Allemagne, la France et l’avenir de l’Europe »

Aktualisiert am 26.5.2013. Und nochmal aktualisiert, 20 Uhr 12.

„Frankreich, Deutschland und die Zukunft Europas“ – Rede von Außenminister Westerwelle beim Le-Monde-Diskussionsforum in Paris – Website des Auswärtigen Amtes

Zum Thema „austérité“ sagte Minister Westerwelle:

„Da gibt es drittens das Bild eines Deutschland, das angeblich einem „Dogma der Austerität“ anhänge und der Frage neuen Wachstums mindestens gleichgültig, wenn nicht sogar ablehnend gegenüberstehe.

Das Wort „Austerität“ gibt es in der deutschen Sprache nicht einmal. Auch für Deutschland steht die Frage, wie sich neues und zugleich nachhaltiges, dauerhaftes Wachstum fördern lässt, ganz oben auf der Agenda. Aber wir haben klar erkennen müssen, dass die aus dem Ruder gelaufene Schuldenpolitik in Europa, noch dramatisch beschleunigt durch die Finanzkrise, eine kritische Schwelle überschritten hat. Sie nimmt uns die Glaubwürdigkeit. Sie nimmt uns auf Dauer auch unsere Unabhängigkeit und Souveränität. Zu viele Schulden machen die Politik zum Sklaven der Finanzindustrie.“

Und der Minster antworete auf den > Vorschlag von Staatspräsident Hollande vom 16. Mai 2013 als dieser bei seiner Pressekonferenz, die Einrichtung einer europäischen Wirtschaftsregierung anregte:

„Präsident Hollande hat vor wenigen Tagen den Weg skizziert. Frankreich und Deutschland müssen eine gemeinsame Vision für Europa schmieden. Wir müssen Europa über die Krise hinaus denken, um die Krise überwinden zu können.

In Frankreich spricht man von einer „Wirtschaftsregierung“, wenn es darum geht, unsere Fiskal-, Finanz- und Wirtschaftspolitiken künftig noch enger zu verzahnen, damit nationale Fehlentwicklungen nicht länger ganz Europa aus dem Gleichgewicht bringen können. Wir Deutsche sprechen etwas nüchterner von „wirtschaftspolitischer Koordinierung“, meinen aber letztlich etwas Ähnliches. Es geht darum, dass wir uns dort ständig und verbindlich abstimmen, wo wirtschaftspolitische Weichenstellungen in einem Land weitreichende Folgen für die gesamte Union haben können.“


Frédéric Lemaître, der Korrespondent von LE MONDE in Berlin, hat Außenminister Guido Westerwelle interviewt:

> Guido Westerwelle : „Je suis inquiet pour l’économie française“ Interview, LE MONDE | 23.05.2013

Hm… Ja, er findet die Idee einer Wirtschaftsregierung gut, aber Minister Westerwelle spricht aber von einem „long terme“. Er spricht von Übereinstimmungen, da könnte man zwischen den Zeilen Diskussionsbedarf herauslesen, immerhin, bestätigt er, dass die Regierungen in Paris und Bonn routinemässig sehr eng zusammenarbeiten, ein Grad der Zusammenarbeit, der woanders in der Welt unerreicht sei. Es wird oft davon hesprochen, aber diese Mechanismen din zu wenig bekannt, darf man hier einmal hinzufügen

Das Hauptproblem ist die Vergemeinschaftung der Schulden, so Minister Westerwelle. Er unterstreicht die Bereitschaft Deutschlands zur Solidarität, pocht aber auf mehr Wachstum und Wettbewerb und warnt vor neuen Schulden.

Das Interview ist in LE MONDE nicht kostenlos lesbar.


Diesen Vortrag kündigt eben die > Deutsch-französische Hochschule auf ihrer Facebook-Seite an:

« L’Allemagne, la France et l’avenir de l’Europe »
Discours de M. Guido Westerwelle, Ministre des Affaires Étrangères Allemand

Le Monde, la Société des lecteurs du Monde et la Maison Heinrich Heine ont le plaisir de vous convier à assister au discours de M. Guido Westerwelle, Ministre des Affaires Étrangères Allemand sur le thème suivant : « L’Allemagne, la France et l’avenir del’Europe. »

M. le Ministre sera accueilli par Natalie Nougayrède, directrice du Monde.

Le débat avec le public, à l’issue du discours, sera animé par Alain Frachon, directeur éditorial.
Date : Vendredi 24 Mai à 11 heures
Lieu: Auditorium du journal Le Monde
80 bd Auguste-Blanqui, 75013 Paris

Merci de confirmer votre participation par mail avant le jeudi 23 Mai à > sdl@lemonde.fr

François Hollande gratuliert der SPD in Leipzig

Suivez en direct l’intervention du président de la République lors de la cérémonie du 150ème anniversaire du Parti Social-Démocrate d’Allemagne (SPD), à Leipzig #DirectPR #DirectPR Cérémonie du 150ème anniversaire du Parti Social-Démocrate d’Allemagne (SPD)

Wieder für Schüler eine erstklassige Hör- und Sehverstehensübung: 1 x ansehen und -hören, ein paar Notizen machen, evtl > hier nachschlagen, dann 2. nochmal ansehen, dann 3. eine Kurzfassung schrieben und dann erst den > Text der Rede von François Hollande in Leipzig lesen. Man kann den Schwierigkeitsgrad der Übung etwas abmildern, indem man den Text vorher schon mal liest, bevor man eine Zusammenfassung anfertigt. Die Übung lohnt sich.

Vor der Hör- und Sehverstehensübung bitte hier nicht weiterlesen:

Wir zitieren hier einige Sätze auf Französisch. Eine Übersetzung durch die französische Botschaft wird sicher folgen:

[wp-cumulus]
Zum Anklicken: Die Themen auf diesem Blog

„Nos pays sont différents ; nos histoires ne sont pas interchangeables. Nos cultures politiques syndicales sont singulières. Mais je garde de la social-démocratie le sens du dialogue, la recherche du compromis et la synthèse permanente entre la performance économique et la justice sociale. C’est cette démarche qui m’inspire pour la construction de l’Europe. Car nous avons une responsabilité particulière, nous, Français et Allemands. C’est notre amitié qui a permis l’Europe.“ (Ce document PDF. A a été généré automatiquement depuis le site elysee.fr, il ne s’agit pas d’un document officiel de la Présidence de la République.- Ale Hervorhebungen : www.elysee.fr)

„C’est notre amitié qui, après des siècles d’affrontements dévastateurs, a rendu possible la paix : je n’oublie pas que cette année est aussi celle du bicentenaire de la « bataille des Nations » qui, ici à Leipzig en 1813, faucha plus de cent mille jeunes européens. C’est notre amitié qui a ouvert la voie à la réunification de l’Allemagne et à l’élargissement. C’est notre amitié qui a autorisé la monnaie unique : l’euro.“

Unsere Freundschaft hat den Frieden und Europa möglich möglich gemacht. Die > deutsch-französische Aussöhnung nach 1945 ist immer noch und für lange Zeit das allerbeste Exportgut Europas. Für Länder, die mit ihren Nachbarn im Konflikt leben, muss die deutsch-französische Aussöhnung ein Vorbild sein.

„L’Europe doit entrainer le monde et non pas le subir. Dans cette perspective, les valeurs que nous célébrons aujourd’hui, la démocratie, le progrès, le réalisme peuvent nous inspirer.Nous devons nous convaincre que la mise en commun de nos forces et de nos ressources apportera à nouveau le progrès.“

Vielleicht war dies nicht unbedingt der richtige Ort, neue Intiativen anzukündigen, das hatte Hollande derade in der Pressekonferenz am 16. Mai in Paris gemacht. Hollande war gekommen, um der SPD zu gratulieren.

„C’est le sens de l’intégration solidaire que j’ai proposée. La France souhaite ouvrir cette discussion avec tous les Européens, et en premier lieu avec l’Allemagne. C’est cette ambition qui donnera son contenu à l’union politique. L’Europe a été capable, ces derniers mois, d’en finir avec l’instabilité financière. Elle a su apporter la preuve que les pays de l’Union n’abandonneraient jamais l’un des leurs à ses difficultés. Elle a introduit des règles et des disciplines en matière budgétaire et bancaire. L’Europe doit désormais faire preuve de la même détermination pour donner priorité à la croissance et offrir à la jeunesse une nouvelle espérance.“

Diese Ansage ist klar und präzise: Die Länder der EU haben Regeln hinsichtlich der Haushaltsdisziplin eingeführt. Man könnte sagen, dieses Lob war an Bundeskanzlerin Merkel gerichtet. Dann kommt aber doch eine Art Absichtserklärung, die er wohjl doch an die Bundesregeierung richtete: Jetzt müsse, man sich, so Hollande, mit der gleichen Entschlossenheit dem Wachstum zuwenden und der Jugend eine neue Hoffnung geben. Heißt das genug gespart, jetzt müsse man in Europa wieder wachsen? Vielleicht hätte der Akzent doch einen Tick mehr auf das Sparen als dem Investieren legen müssen, denn in diese Richtung wird das deutsch-französische Paar sich bewegen. Ressourcen besser einsetzen und die Zivilgesellschaft mehr am deutsch-französischen Dialog beteiligen. Thheen gibt es genug. Aber Sparen und Investieren sind nicht zwei Abschnitte der europäischen Agenda. Außerdem weiß Hollande, dass zuu Hause der Staat bei ihm mehr sparen muss. Aber die Zusammenarbeit in Europa wird wieder Wachstum erlauben. Sparen kann und muss man oft allein, aber wachsen könne wir in Europa gemeinsam und zusammen.

Und allen, die sich für die Sache Europa einsetzen, sagt der Präsident:

„Si je n’avais qu’un seul message à vous transmettre aujourd’hui, un seul mot à vous dire, ce serait celui par lequel j’ai ouvert mon propos et par lequel je veux le clore : unité. Unie, l’Allemagne est devenue plus forte. Unies, la France et l’Allemagne feront avancer l’Europe. Unie, l’Europe sera capable de prolonger son histoire pour porter une grande ambiti on fondée sur la démocratie, le progrès et la solidarité.
Vive l’Allemagne ! Vive la France !
Vive l’amitié franco-allemande !
Es lebe Deutschland !
Es lebe Frankreich !
Es lebe die deutsch-französische Freundschaft !“

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