La lutte contre le chômage des jeunes / Der Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit (II)

Am 14. Mai 2013 haben wir auf unserem Blog unter der Überschrift > La lutte contre le chômage des jeunes / Der Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit geschrieben:“Dieser Beitrag auf unserem Blog ist auch ein Vorschlag für eine interessante Übung im Französischunterricht: Es geht darum, Artikel in den > Zeitungen zu lesen, die die Maßnahmen untersuchen, die in Berlin und Paris getroffen werden, um die Jugendarbeitslosigkeit einzudämmen.“ Wir fragen jetzt nicht, ob Sie diese Aufgabe erledigt haben, sondern wir denken eher an die Staats- und Regierungschefs, die sich heute zum Thema Jugendarbeitslosigkeit in Paris treffen und würden sie gerne fragen, ob sie ihre Aufgaben erledigt haben.

Zur Vorbereitung dieses Treffens hat die taz einen Standpunkt der Generalsekretäre Dr. Markus Ingenlath und Béatrice Angrand des DFJW/OFA

> „Das Recht auf Mobilität. Eine europäische Antwort auf die Jugendarbeitslosigkeit“

veröffentlicht:

Drin heißt es u.a. unter Zwischenüberschrift „Recht auf Mobilität für alle“:

„Diese Initiativen sind alle begrüßenswert. Doch könnte man noch viel weiter gehen. Aufgrund ihrer gemeinsamen Verantwortung für Europa müssen Deutschland und Frankreich treibende Kraft sein. Die Ausgangslagen sind in beiden Ländern allerdings unterschiedlich. Während die Jugendarbeitslosenquote hierzulande bei 7,5 Prozent liegt und die Wirtschaft über Fachkräftemangel klagt, sind in Frankreich 24,6 Prozent der unter 25-Jährigen ohne Beschäftigung. Deshalb muss man gemeinsame Lösungen für unterschiedliche Probleme finden – und das in ganz Europa.

Ein wichtiger Schritt wäre es, das europäische Grundrecht auf Freizügigkeit im europäischen Binnenmarkt durch ein „Recht auf Mobilität für alle“ im Bildungsbereich konkreter und fassbarer zu machen und dem bestehenden „Recht auf Bildung“ an die Seite zu stellen. Doch zuerst müssen noch weitere entscheidende Weichen gestellt werden, um die bestehenden Mobilitätshindernisse entschlossener abbauen zu können. Trotz zahlreicher Sonntagsreden über den freien Personenverkehr in Europa bestehen nach wie vor zahlreiche administrative und rechtliche Hürden. Denn diese Arbeit ist mühsam, kleinteilig und oft nicht sehr medienwirksam.

So haben Deutschland und Frankreich erst Anfang dieses Jahres einen gemeinsamen rechtlichen Status für Praktikanten geschaffen, der vom DFJW unter dem Namen Praxes angeboten wird. Diese Maßnahme war längst überfällig und erleichtert die berufliche Mobilität zwischen beiden Ländern. Sie bringt zudem junge Menschen häufig im Anschluss an das Praktikum in eine Anstellung. Eine solche Initiative sollte auf die ganze EU ausgeweitet werden.“

> Praxes

Der Newsletter des DFI

Die vierte Ausgabe von „dfi aktuell“ im Jahr 2013 des > DFI fragt in der dfi analyse: Was nun? Deutsch-französische Agenda nach der Bundestagswahl, und berichtet über das Programm für Nachwuchsjournalisten – bereits zum achten Mal, und fragt Was muss passieren, damit junge Franzosen zur Ausbildung nach Deutschland kommen?. Es gab einen Workshop Internationaler Workshop zu nachhaltiger Stadtentwicklung und das DFI will wissen: Du hast Ideen zu Umwelt, Mobilität und Partizipation in Europa?, und dazu gibt es eine Ausschreibung

> „dfi aktuell“ im Jahr 4/2013 *.pdf

Lecture. Irène Cohen-Janca au Lycée Gottlieb-Daimler à Stuttgart-Bad-Canstatt

french german 

Die Neueröffnung des Institut français in Stuttgart

Endlich! Das neue > Institut français wurde gestern in der Stuttgarter Liederhalle mit einem Festakt neu eröffnet.

Pierre-yves Le Borgn‘, Abgeordneter der französischen Nationalversammlung hat auf seinem Blog über das neue Institut français in Stuttgart berichtet: > Inauguration du nouvel Institut français de Stuttgart 17 Octobre 2013 – le blog du Député Le Borgn‘

> Festakt, Konzert und Empfang – Fotos auf der Website der Freunde des Institut français Stuttgart

Zugleich eröffnete der Generalkonsul und Direktor des Institut français Michel Charbonnier die Französische Woche:

franzoesische-woche-500

Der Festakt fand statt in Anwesenheit des > Botschafters der Französischen Republik S.E. M. Gourdault-Montagne:

Zu dem Festakt war auch der Abgeordnete der Französischen Nationalversammlung > Pierre-Yves Le Borgn’ gekommen

Alle anderen Fotos werden jetzt entwickelt und heute auf der Website der Freunde des Institut français angezeigt. Link folgt.

Foto 4 und 5: Gisela Wittmann

Prof. Dr. Frank Baasner (dfi): 50 Jahre Élysée-Vertrag
Wie steht es um die deutsch-französischen Beziehungen?

50 Jahre Elysée-Vertrag
64 Artikel auf diesem Blog

[Ankündigung der LPB] Der Élysée-Vertrag zog 1963 einen Schlussstrich unter die zur „Erbfeindschaft“ stilisierten spannungsreichen Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich. Durch einen intensiven Austausch auf politischer, wirtschaftlicher und kultureller Ebene wurden aus vormaligen Feinden Freunde. Die deutsch-französischen Beziehungen entwickelten sich darüber hinaus zum Motor der europäischen Einigung. Doch wie steht es heute um diese Beziehung?

Prof. Dr. Frank Baasner schildert in seinem Vortrag die Genese der deutsch-französischen Beziehungen seit dem Zustandekommen des Vertrages. Er erklärt, wie es heute im Zeichen der Eurokrise um den „Motor Europas“ steht und wie sich die deutsch-französischen Beziehungen in Zukunft voraussichtlich gestalten werden. 50 Jahre nach Unterzeichnung des Élysée-Vertrages ist Zeit für einen „Rückblick mit Ausblick“.

Prof. Dr. Frank Baasner ist Direktor des Deutsch-Französischen Instituts Ludwigsburg.
In Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg
Ort: Vortragsraum der Württembergischen Landesbibliothek
Zeit: Dienstag, 29. Oktober 2013, 18 Uhr

> Ein Interview mit Professor Baasner im Deutsch-französischen Institut in Ludwigsburg – 7. März 2012, auf unserm Blog

Die deutsch-französischen Beziehungen und die Europapolitik. Ein Gespräch mit Alfred Grosser

Heute zeigten wir hier das hundertste Video auf unserem TV-Kanal, dessen Filme hier und auf dem > Blog von Klett-Cotta erscheinen:

Am Donnerstag, 12. September, hat Professor Alfred Grosser uns in Paris zu einem Gespräch über den Stand der deutsch-französischen Beziehungen empfangen.

Alfred Grosser (Jg. 1925) stammt aus Frankfurt. Er war von 1948-1967 Generalsekretär des Comité d’échanges pour l’Allemagne nouvelle, das Emmanuel Mounier gegründet hatte. – > La réconciliation franco-allemande après 1945 – Er lehrte über dreißig Jahr am Institut d’Études Politiques in Paris. Kürzlich hat er den > Journalistenpreis der deutschen Zeitungen – Theodor-Wolff-Preis für sein Lebenswerk erhalten.

> Zur Erinnerung: Bei seiner Rede > Die Bundesrepublik, der internationale und innere Friede anlässlich der Entgegennahme des > Friedenspreises des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels 1975 erwähnte Alfred Grosser seine Rolle als Mittler zwischen Frankreich: „Ich darf annehmen, dass durch die Preisverleihung ein besonderer Aspekt der Mittlerfunktion, die ich versuche auszuüben, besonders gutgeheißen wird. Nämlich mein ständiger Versuch, meine ständige Versuchung, auf die Entwicklung der Bundesrepublik etwas Einfluss auszuüben, indem ich die deutschen Verhältnisse für deutsche Leser und Hörer so darstelle, wie ich sie als wohlwollend besorgter Außenstehender sehe.“ A. Grosser, Wider den Strom. Aufklärung als Friedenspolitik, München: dtv 1975, S. 181.

Ab 1976 habe ich in seinen Vorlesungen gelernt, wie man Deutschland von Frankreich aus beobachten kann. Warum sind heute gerade im deutsch-französischen Verhältnis Mittler so nötig? Wir haben doch die Medien? lautete meine erste Frage, und Grosser wies auf die Defizite in der Berichterstattung in den Medien hin. Mittler sein bedeutet für ihn, regelmäßig Vorgänge von beiden Seiten zu sehen eine dieser Seiten in Frankreich oder in Deutschland zu vertreten. Immer wieder geduldig erklären: Ein Beispiel: Arte zeigt einen Film über Adenauer. Der Mittel zeigt Lücken auf: Die Bewunderung Adenauers für Robert Schuman und den 9. Mai 1950 oder der deutsch-israelische Vertrag vom 10. September 1952 wurden nicht erwähnt. Außerdem äußert sich Grosser kritisch über die Europapolitik in Paris und Berlin, für die aus nationalen Rücksichtsmaßnahmen viel zu wenig getan werde:

Das deutsch-französische Jahr 2012/2013 anlässlich des 50. Jahrestages der Unterzeichnung des Elysée-Vertrages hatte mehrere Höhepunkte: in Ludwigsburg wurde der 50. Jahrestag der Rede de Gaulles an die deutsche Jugend gefeiert, im Januar kam das französische Parlament in den Bundestag, im Juli wurde der 50. Jahrestag der Gründung des deutsch-französischen Jugendwerks gefeiert und zuletzt kam Bundespräsident Joachim Gauck nach > Oradour-sur-Glane. War dieser Besuch eine weitere Etappe der deutsch-französischen Aussöhnung?

Im Januar zeigte sich A. Grosser in La Croix, die Zeitung, für die er als Kolumnist seit 1955 regelmäßig schreibt – erfreut, dass so viele Themen über alle Themen, die bei diesen deutsch-französischen Festtagen erwähnt worden sind. Und was alles nicht gesagt wurde! Supranationalität, Robert Schumann, 9.Mai 1950, das ungleich deutsch-französische Paare mit großen Erfolgen, das Auseinanderdriften der deutschen und französischen Wirtschaftsleistungen, die europäische Außenpolitik! Der 50. Geburtstag des Deutsch-französischen Jugendwerks ist in den Medien erwähnt worden, aber die besondere Bedeutung des Jugendwerks kam dabei kaum rüber. Andere private Organisationen wie das Centre d’échanges internationaux oder die Fondation Seligmann sind noch weniger bekannt.

Die Arbeitsebene der Deutsch-französische Beziehungen: Das deutsch-französische Jahr wurde mehrmals offiziell gefeiert, derweil im täglichen Politikbetrieb die Probleme nicht kleiner werden. Das gibt für den Euro, die Wirtschaftspolitik wie für die Energiepolitik. Um Kompromisse und Konzessionen wird weiterhin immer hart gerungen. Erst danach gibt es eine deutsch-französische Position. Beruhen alle Entscheidungen immer auf einer Art Gleichgewicht?

Im Januar erwähnte Grosser in La Croix den Besuch des französischen Parlaments im Bundestag: „Mais la crainte d’au moins une partie du gouvernement français, et sans doute de François Hollande, est de voir le « couple » franco-allemand aller vers un déséquilibre non plus seulement économique, mais politique.“ François Hollande und Angela Merkel haben zusammen einen nicht ganz einfachen Start gehabt. In La Croix hat Grosser am 3. April die tiefgreifende Unterschiede erwähnt, die sich weniger auf Kanzlerin und Präsident beziehen, sonder eher auf die wirtschaftlichen und historischen Ausgangspositionen Deutschlands und Frankreichs. Wieso ist es notwendig, die Geschichte beider Länder gut zu kennen? haben wir Alfred Grosser gefragt. Im Januar 2013 hat er in La Croix geschrieben: Man suche eingegangene Verpflichtungen zu umgehen oder zu reduzieren anstatt von einer Vision für die Zukunft zu entwickeln. Warum fällt das in Paris und Berlin so schwer? Anlässlich des 100. Geburtstages von Robert Schuman haben Sie in einem Artikel für La Croix gefragt, was ist ein Staatsmann? Ihre Antwort: Das ist jemand der regiert und nicht auf die Umfragen schaut, um zu wissen, was er tun darf oder was er nicht tun darf. Solche mutigen Entscheidungen, wie Schuman sie bezüglich der Gemeinschaft von Kohle und Stahl getroffen hat, gibt es heute nicht mehr.

Man spricht immer wieder vom Stottern des deutsch-französischen Motors in Europa. Warum fällt es der Kanzlerin und dem Präsidenten so schwer, auf die Zukunft Europas mehr Einfluss zu nehmen? Die erfolgreichen Initiativen von Schmidt und Giscard d’Estaing oder Kohl und Mitterrand sind Geschichte?
Gibt es noch Chancen für eine gemeinsame deutsch-französische Außenpolitik?

Wir haben auch über Syrien gesprochen. Präsident Hollande ist bereit einzugreifen, aus Deutschland kommen viele warnende Stimmen, derweil Bundespräsident Gauck unmissverständlich von einem „Tabubruch“ spricht und daran erinnert, dass deutsche Truppen für einen Einsatz nicht zur Verfügung ständen. Eine deutsch-französische Position gegenüber Syrien ist in weiter Ferne? Nach dem Rundgang in Oradour sagte Hollande, dass ein Einsatz in Syrien auch Ausdruck einer Verantwortung gegenüber der Vergangenheit sei? Stimmen Sie ihm zu?

Und wir haben die Gelegenheit dieses Gesprächs genutzt, um Alfred Grosser zu fragen, warum sollen deutsche Schüler Französisch lernen?

> Wer ist eigentlich … Prof. Alfred Grosser ? Website des Gymnasiums im Alfred-Grosser-Schulzentrums in Bad Bergzabern

Auf unserem Blog:

> Der Videofilm. Nachgefragt: Alfred Grosser, Die Freude und der Tod. Eine Lebensbilanz, 4. Mai 2011

Und noch aus der Zeit, als wir noch keine Videokamera hatten:

> Ein Gespräch mit Alfred Grosser, 19. Juni 2008

Französische Botschaft lud zum Forum „Zukunft des Buches, Zukunft Europas“

Die Entwicklung des E-Books beschert der Buchbranche neue Perspektiven

Am 9. September 2013 fand in Berlin das Buchforum „Zukunft des Buches, Zukunft Europas“ statt. Die Veranstaltung wurde vom Büro für Buch- und Verlagswesen der französischen Botschaft in Deutschland in Zusammenarbeit mit dem Börsenverein des deutschen Buchhandels, der Frankfurter Buchmesse, dem Deutschen Kulturrat und dem internationalen literaturfestival berlin ausgerichtet.

FR – Forum „Zukunft des Buches, Zukunft Europas“ – en vidéo
DE – Forum „Zukunft des Buches, Zukunft Europas“ – Alle Beiträge als Videofilme

Mots de bienvenue:

Hochrangige Gäste aus Kultur und Politik diskutierten mit Schriftstellern, Verlegern und Buchhändlern in der Vertretung der Europäischen Kommission in Berlin über folgende Fragen: Wie entwickelt sich der Buchsektor im Umfeld des schnell wachsenden E-Bookmarktes? Welche politischen Ansätze gibt es zur Unterstützung des Buches? Welche Rolle kann und muss Europa dabei spielen?

Das Forum wurde von Matthias Petschke, dem Hausherrn und Leiter Europäischen Kommission in Deutschland, dem > Botschafter der Französischen Republik S. E. Maurice Gourdault-Montagne >> und Christophe Musitelli, dem Bereichsleiter Französische Sprache, Buch und Wissensvermittlung, Institut français eröffnet.

Alexander Skipis, der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Börsenvereins e.V., erklärte, jetzt würden die Weichen für das digitale Zeitalter gestellt, daraus ergäben sich Forderungen an die Buchbranche und an die Politik:

Die Nachfrage für das Buch sei zwar weiterhin ungebrochen. Er unterstrich die Notwendigkeit, dass Verlage in der Lage bleiben müssen, auch unbekannten Autoren eine Chancen zu geben: Was wäre, wenn Kafka nie verlegt worden wäre? Der Buchmarkt sei das Rückgrat der Buchindustrie und er verwies auf den vorbildlichen Buchmarkt in Frankreich und Deutschland, wo die Preisbindung, das Urheberrecht und der ermäßigte Mehrwertsteuersatz den Markt schütze. Aber dieser Status quo beginne zu brökeln. Kultur könne aber aufgrund solcher Rahmenbedingungen entstehen. Mit Nachdruck wies Skipis auf die Notwendigkeit hin, dass die Buchbranche ihren digitalen Wandel gestaltet: „Wir brauchen den Partner Politik für flankierende Maßnahmen.“

Anschließend diskutierten Julia Claren, Geschäftsführerin des Dussmann Kulturkaufhauses in Berlin, Nicolas Georges, Beauftragter für Buch und Lesen im Ministerium für Kultur und Kommunikation, Paris, Michael Kleeberg, Schriftsteller, Thomas Macho, Professor für Kulturgeschichte an der Humboldt-Universität Berlin und > Matthieu de Montchalin, Präsident des französischen Buchhändlerverbandes über „Die Bedeutung der Buchhandlung für das 21. Jahrhundert“.

Matthieu de Montchalin warnte vor den Folgen der Digitalisierung: Chaque fois qu’un maillon se casse, on risque de perdre toute la chaîne.“ Er wies auch auf die Folgen und Gefahren hin, wenn alle, die an der Wertschöpfungskette für das Buch (> la chaîne du livre) beteiligt sind, in einer Hand konzentriert werden. Deutschland und Frankreich hätten zusammen das dichteste Netz von Buchhandlungen weltweit, das es zu verteidigen gelte.

> Roger Chartier (Professor am > Lehrstuhl „Schriften und Kulturen im modernen Europa“ des Collège de France, Direktor an der EHSS in Paris) vor, hielt den Eröffnungsvortrag und warnte eindringlich vor der Illusion, ein Text auf digitaler Basis sei das Gleiche wie ein Text in Buchform: „Le texte n’est plus le même lorsque le support change:“

„Schreiben, Veröffentlichen und Lesen im digitalen Zeitalter“ war das Thema des folgenden Panels, auf dem > Jean Claude Bologne, Schriftsteller und Präsident des französischen Schriftstellerverbandes, Xavier Darcos, Präsident des Institut français in Paris, Thomas Hettche, Schriftsteller, > Vincent Montagne, Verleger und Präsident des französischen Verlegerverbandes, und René Strien, Verleger, Aufbau Verlag, miteinander disktuierten.

<< > Jacques Toubon

Voir aussi:

> Jacques Toubon: „Il faut inscrire la culture en ligne dans l’économie de l’immatériel“ – La Tribune, 25.4.2013

In der folgende Runde hielten Jacques Toubon, ehemaliger Justiz- und Kulturminister, Beauftragter für Internet und Kulturgüter, Französischer Präsident des > Deutsch-Französischen Kulturrates, und Kristin Schreiber, Stellvertretendes Kabinettschefin des > EU-Kommissars für Binnenmarkt und Dienstleistungen Michel Barnier Impulsreferate zum Thema „Die Wirtschaft des Buches und seine Besonderheit als Kulturgut“.

Anschließend diskutierten sie mit Peter Krauss vom Cleff, Kaufmännischer Geschäftsführer der Rowohlt Verlag GmbH. Diese Runde wurde von Anne Bergmann-Tahon, Direktorin der European Publishers moderiert.

N.B. > Nomination de Jacques Toubon président du Conseil d’orientation de l’Établissement public du Palais de la Porte Dorée

Die letzte Diskussionsrunde vereinte Jürgen Boos, Direktor der Frankfurter Buchmesse, Thibaut Kleiner, Mitglied im Kabinett der > EU-Kommissarin für die Digitale Agenda Neelie Kroes (> Thibaut Kleiner auf Twitter), Regine Möbius, Schriftstellerin, Vizepräsidentin des Deutschen Kulturrats, Kunst- und Kulturbeauftragte von ver.di auf Bundesebene, > Camille de Toledo, Schriftsteller, Gründer der > Société europénne des auteurs (S.E.A). Die Runde wurde von Lena Bopp (FAZ) moderiert.

Tenor und Ergebnisse dieses Forums wurden von der gemeinsamen Erklärung aufgegriffen, die vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V., vom Deutschen Kulturrat sowie vom Syndicat National de l’Edition unterzeichnet wurde. In dieser Erklärung wird u.a. gesagt: „Die Entwicklung des digitalen Buchmarktes in Europa ist eine große Chance für eine Branche, deren Aufgabe das Schaffen und Verbreiten von Inhalten ist. In ganz Europa arbeiten Verlage und Buchhandlungen an der Entstehung und Umsetzung von neuen Geschäftsmodellen und Initiativen, die sich durch die Digitalisierung von Büchern und Lesestoffen eröffnen.“ Die vier Verbände richten folgende Forderungen an die Adresse der Regierungen Deutschlands und Frankreichs: „Die in 11 Ländern der Europäischen Union geltende Buchpreisbindung ist unantastbar und darf ebenso wie andere nationale Maßnahmen zum Erhalt der kulturellen Vielfalt nicht Gegenstand internationaler Handelsabkommen werden. Sie ist darüber hinaus als Instrument zur Stärkung des Bucheinzelhandels auch für andere Mitgliedstaaten der Europäischen Union empfehlenswert.“ Sie sprechen sich dafür aus, „die EU-Mehrwertsteuerrichtlinie dahingehend anzupassen, dass die Mitgliedstaaten den reduzierten Mehrwertsteuersatz auch auf elektronische Bücher anwenden können.“ Sie nennen ihr Sorge vor zunehmenden „Wettbewerbsverzerrungen durch einseitige Steuervorteile, wie sie z.B. durch eine entsprechende Firmensitzpolitik international tätiger Unternehmen entstehen“, die beseitigt werden sollten. Mit großem Nachdruck erinnern die vier Verbände an die Bedeutung des Urheberrechts:“ Das Autorenrecht ist der Kern des europäischen Urheberrechts. Der Urheber steht im Mittelpunkt dieses Rechts, er allein entscheidet, ob und wie sein Werk veröffentlicht wird. Dieser Grundsatz des europäischen Urheberrechts muss auch in der digitalen Welt mit ihren neuen Publikationsmöglichkeiten Bestand haben und darf nicht durch Anpassungen an die digitalen Gegebenheiten aufgeweicht werden.“ (Hervorhebungen: H.W.)

> Deutscher Kulturrat und Börsenverein verabschieden mit französischen Partnern eine gemeinsame Erklärung zum digitalen Buchmarkt in Europa:


> Erklärung „Zukunft des Buches – Zukunft Europas“ von Deutscher Kulturrat, Börsenverein des Deutschen Buchhandels, Syndicat national de l’édition und Syndicat de la Librairie Française

> Déclaration franco-allemande du 9 septembre 2013 du Deutscher Kulturrat, du Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V., du Syndicat national de l’édition et du Syndicat de la Librairie Française


> Französische Botschaft lädt zum Forum „Zukunft des Buches, Zukunft Europas“ – > Programm (siehe PDF-Dokument)
> Forum du livre « Avenir du livre, avenir de l’Europe » – > Programme (format PDF)

Links zu diesem Beitrag:
> www.romanistik.info/e-book.html

> Syndicat de la librairie française

H. Bleicher-Nagelsmann, > Freiheit, die sie meinen. Das »Gespenst« der Transatlantic Trade and Investment Partnership (TTIP), schrieb u. a.: „Hier (das ist das geplante Freihandelsabkommen, H.W.) geht es um alle Bereiche der Kultur und insbesondere den Rundfunk- und Filmbereich. Die Gefährdung dieses Sektors war es, der die Franzosen aber auch die europäischen Medien- und Kulturgewerkschaften auf die Barrikaden gebracht hatte. Auf Druck der französischen Handelsministerin mit Präsident François Hollande im Rücken, konnte dann in der entscheidenden Runde der Handelsminister eine »kulturelle Ausnahmeregelung« in das Verhandlungsmandat zum TTIP aufgenommen werden. Dies gilt jetzt; vorerst jedenfalls.“

Ein Gespräch mit Claire Demesmay, DGAP: Die deutsch-französischen Beziehungen und die Konsenswerkstatt

Gestern waren wir mit unserem > transportablen TV-Studio in Berlin unterwegs und haben mit in der Gesellschaft für Auswärtige Politik DGAP mit Claire Demesmay über das Buch „Die Konsenswerkstatt“ gesprochen, das sie zusammen mit Martin Koopmann und Julien Thorel gerade herausgegeben hat. Claire Demesmay leitet seit Februar 2009 das Frankreich-Programm der DGAP.

Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik, Berlin:
> Dr. Claire Demesmay, Programmleiterin Frankreich / Deutsch-französische Beziehungen

Bei jedem deutsch-französischen Gipfel versprechen sich Kanzlerin und der französische Staatspräsident eine Intensivierung der Zusammenarbeit, dieser Textbaustein darf in keinem deutsch-französischen Kommuniqué fehlen. Wir wollten wissen, wie es steht zur Zeit n um die Realisierung solcher Versprechungen steht? Abgesehen von diesen Gipfelbegegnungen gibt es tatsächlich eine sehr enge Kooperation zwischen beiden Regierungen, auch auf allen Ebenen der Ministerien, worüber die Öffentlichkeit nur bei bestimmten Anlässen explizit informiert wird. Wie kann man diesen deutsch-französischen Alltag beschreiben? Funktioniert dieser Austausch am besten auf den persönlichen Ebenen außerhalb der offiziellen deutsch-französischen Gremien?

Das Buch Die Konsenswerkstatt untersucht mit elf Beiträgen, die deutsch-französische Kooperation auf den Feldern der Wirtschafts- und Finanzpolitik, der Außen- und Sicherheitspolitik, der Energie- und Umweltpolitik und schließlich auch unter den Gesichtspunkten Integration und Vertiefung. In ihrer Einleitung umreißen die Herausgeber den thematischen Rahmen ihres Buches: „Die Institutionalisierung der bilateralen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich hat einen Grad erreicht, der in der Geschichte der internationalen Beziehungen einzigartig ist.“ Unsere Frage: Darf man das gelegentliche Stottern des deutsch-französischen als ein normales Betriebsgeräusch anhören?
Der zweite Satz gibt zu verstehen, dass der Wille vorhanden ist, man aber noch ein gutes Stück vor sich habe: „Sie (die Zusammenarbeit, H.W.) ist Ausdruck des Willens beider Staaten, eine neue Form des Regierens zu schaffen, die im europäischen Mehrebenensystem zwischen der nationalen und der europäischen Ebene angesiedelt ist.“(S. 9) Was ist das genau: „eine neue Form des Regierens“?
In einem Beitrag für die Zeitschrift Internationale Politik (Juli/August 2013) > Kollektive Obsession spricht Frau Demesmay vom „Auseinanderdriften des europäischen Tandems“ und erklärt dies mit der „Fokussierung der Politik auf Wirtschaftsthemen“ als Folge der Wirtschafts- und Sozialkrise. Und in einem Artikel für The European > Zusammen ist man weniger allein plädiert Sie dafür das „Gleichgewichts-Paradigma“ zischen Frankreich und Deutschland aufzugeben. Warum wird heute, gerade auch wegen aller intensiven Kooperation noch immer in Berlin und Paris nicht mehr vom deutsch-französischen Interesse gesprochen?

Claire Demesmay erwähnt in Ihrem Artikel eine „wachsende Asymmetrie“ zischen Deutschland und Frankreich, die Kontroversen anlässlich der Verhandlungen über den EU-Haushalt 2014-2020, die Probleme bei einer gemeinsamen Klima- und Energiepolitik und damit verbunden französische Zweifel, „ob die deutsche Politik ‚noch Lust auf die deutsch-französischen Beziehungen hat und Frankreich immer noch braucht.‘“ Ist das so dramatisch, wie das klingt?

Gerade ist in der Reihe DAGPanalyse aus Ihrer und Klemens Kobers Feder ein Aufsatz > Nomos Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG, 2013, 231 S., Broschiert,
ISBN 978-3-8487-0528-3

Rezension: > Wie arbeiten Paris und Berlin zusammen?

1 47 48 49 50 51 90