Archiv für die Kategorie 'Présidentielle 2017'

#Présidentielle2017 : Der erste Wahlgang am 24. April 2017

Sonntag, 23. April 2017

Stand: 26.5.2017. Der erste Wahlgang der #Présidentielle2017 war eine Protestwahl ungeahnten Ausmaßes, die sich aber in den letzten Wochen abgezeichnet hat. Jean-Luc Mélenchon (La France insoumise) kann sich weit vor Benoît Hamon (PS) platzieren und 7 858 990 Wählerinnen und Wähler haben sich für den FN entscheiden. Eine größere Niederlage für die Parteien, die seit 1958 Frankreich regieren, ist nicht vorstellbar. Das Ergebnis ist aber auch eine zumindest mittelbare Folge der Art und Weise, wie die Primärwahlen (> Présidentielle 2017 (II)”>Primaires de la droite et du centre, > #Primaires citoyennes 22/29 janvier 2017) stattfanden, die ihrerseits bereits die Zerrissenheit der jeweiligen Lager demonstrierten. Kann der Sieger des ersten Wahlgangs Emmanuel Macron, aus den so offenkundig gewordenen Gegensätzen, aus der Explosion der PS und dem Zerfall der Rechten mit dem starken Abschneiden des FN die Mehrheit für eine sozialliberale Mitte finden? Die Vernunft müsste alle republikanischen Kräfte dazu inspirieren, den FN entschlossen zurückzudrängen, oder positiv gesagt auch deren Wählern statt Destruktion, Xenophobie und Europafeindlichkeit neue Perspektiven anbieten, sie mitnehmen: Macron wandte sich auch an die Patrioten. Er ist 39 Jahre alt und ein Newcomer in der Politik, der bisher noch nie in ein Amt gewählt worden ist. Der erste Präsident der Republik war auch ein Seiteneinsteiger – Michaela Weigel erinnerte heute in der FAZ an ihn, – der mit der politischen Klasse kaum etwas zu tun hatte und der in Frankreich ziemlich unbekannt war. Einen Bonus bekam er nur für seinen Namen: Louis-Napoleon Bonaparte (1808-1873) erhielt am 10./11. Dezember 1848 5,4 von 7,3 Mio. abgegebenen Stimmen.

Immer wieder haben Politiker Erneuerung, Renouveau, Alternance und Reformen versprochen. Was die einzelnen Parteien nicht schaffen konnten, könnte Macron gelingen, wenn er wieder zu den Prinzipien der V. Republik zurückkehrt: > Le rôle du président – Website des Elysée-Palasts – und als Präsident sich nicht mehr ohne Unterlass in das politische Tagesgeschäft einschaltet, sondern seine Rolle als “arbitre” ernstnimmt: > Du président de la République “arbitre” au président “capitaine” ?, wie General de Gaulle diese Rolle in seinem > Discours de Bayeux am 16. Juni 1946 formuliert hat: “un président-arbitre, placé au-dessus des partis”.

Eine neue Chance für Frankreich. Allen die am gemeinsamen Projekt mit arbeiten wollen, wird Macron die Hand ausstrecken: > Révolution. Destruktion, Fundamentalopposition, Xenophobie und Rassismus, Abschottung und Isolation, Hetze und falsche Fakten sollten nicht durch Stimmen belohnt werden.


> Frankreich hat gewählt: Analyse der Wahlergebnisse
Donnerstag, 27. April, 19.00 Uhr | Institut français Stuttgart, Schloßstr. 51, 70174 Stuttgart

Am 7. Mai wird die Stichwahl der #Présidentielle2017 stattfinden. Prof. Dr. Henrik Uterwedde, Politikwissenschaftler, Frankreich-Experte und ehemaliger stellvertretender Leiter des DFI Ludwigsburg, analysiert die Ergebnisse die ersten Runde.
Die Veranstaltung findet auf Deutsch statt. Der Eintritt ist frei. Anmeldung erforderlich unter: info.stuttgart@institutfrancais.de oder 0711 239 25 13
Veranstalter: Institut français Stuttgart.


Bitte vormerken:
> Wahlparty: Die Republik hat gewählt – Deutungen und Folgen
Literaturhaus Stuttgart – Breitscheidstraße 4A – 70174 Stuttgart – 7. Mai 2017 – 18 h

Podiumsgespräch mit Prof. Dr. Sylvie Strudel und Dr. Ansbert Baumann.


Das amtliche Endergebnis: Emmanuel Macron (En marche) hat den ersten Wahlgang der #Présidentielle2017 am 24. April 2017 mit 24,01 % gewonnen, gefolgt von Marine le Pen (FN) mit 21,3 %. Jérôme Fenoglio schreibt heute ohne Umschweife in seinem Leitartikel in LE MONDE > “Les Risques d’une explosion” : “Pour la deuxième fois en quinze ans, un parti nationaliste et xénophobe, manipulé par un clan familial cynique et affairiste, se qualifie ainsi pour l’échéance majeure de notre système politique.” 2002 erreichte Jean-Marie Le Pen die Stichwahl mit Jacques Chirac, der mit 82,2 % den zweiten Wahlgang gewann. Und jetzt werden rund 68 % für Macron im zweiten Wahlgang vorausgesagt. Das liegt auch daran, dass Jean-Luc Mélenchon (La France insoumise) sich ziert, eine Wahlempfehlung zugunsten von Emmanuel Macron auszusprechen. Gelingt es Macron, die Wähler für den zweiten Wahlgang zu mobilisieren?

> Les Résultats en France – LE MONDE

> Macron et Le Pen au second tour – LE MONDE

Die erste Hochrechnung nach dem ersten Wahlgang der #Présidentielle2017 um 20 h :
Ipsos-Sopra Steria für France Télévisions, Radio France und Le Monde, zeigten um 20 h die folgende Hochrechnung an:

Emmanuel Macron : 23,7 %
Marine Le Pen : 21,7 %
François Fillon : 19,5 %
Jean-Luc Mélenchon : 19,5 %
Benoît Hamon : 6,2 %
Nicolas Dupont-Aignan : 5%
Jean Lassalle 1,5 %
Philippe Poutou 1,2 %
François Asselineau 0,8 %
Nathalie Arthaud 0,7%
Jacques Cheminade : 0,2 %

Emmanuel Macron (En marche) ist mit 23,7 % (Hochrechnung, 22 h 30) der abgegebenen Stimmen der Sieger des ersten Wahlgangs der #Présidentielle2017 vor Marine Le Pen (FN), die 21,7 % (Hochrechnung, 22 h 30) der abgegebenen Stimmen auf sich vereinigen konnte. Beide Kandidaten werden sich in 14 Tagen im 2. Wahlgang erneut den Wählerinnen und Wählern präsentieren. Bereits heute hat François Fillon (19,5 %, Hochrechnung, 22 h 30) seine Wähler gebeten, im 2. Wahlgang für Emmanuel Macron zu stimmen. Jean-Luc Mélenchon (La France insoumise) : 19,5 % (Hochrechnung, 22 h 30) sprach keine Wahlempfehlung aus, dazu habe er von seinen Wählern kein Mandat erhalten. Marine Le Pen rief zu einer “großen Veränderung (alternance) auf, um das französische Volk zu befreien”.

Erst Hochrechnungen wurden am Abend veröffentlicht, die im 2. Wahlgang 68 % der Stimmen für Emmanuel Macron und 38 % für Marine le Pen voraussagen.

> Election présidentielle 2017 : Candidats + Bibliographie + sitographie

Welche Auswirkungen wird dieser Wahlabend auf die politische Landschaft in Frankreich haben? Ein unabhängiger Kandidat, 39 Jahre alt, der vor einem Jahr seine Bewegung (En Marche) in Marsch gesetzt hat, dann die Regierung verlassen hat, um kurz darauf seine Kandidatur auf das höchste Staatsamt zu erklären, ist der Einzug in den zweiten Wahlgang mit guten Wahlchancen gelungen.

[fb-post href=”https://www.facebook.com/France.Stuttgart/photos/a.1426309964106087.1073741828.1353618384708579/1426307867439630/?type=3″]

Keiner der Kandidaten beiden bekannnten Blöcke Links oder Rechts kommt in den zweiten Wahlgang. Das ist das eigentliche politische Erdbeben der V. Republik. Wie werden die traditionellen Parteien auf diese Veränderungen, die wohl viel mehr als ein bloßes Wetterleuchten sein werden, reagieren? Ist es jetzt mit dem Wechsel zwischen linken und rechten Regierungen vorbei? Wird die ungeliebte Kohabitation von Links und Rechts mit einer starken Mitte jetzt erst einmal die Politik in Frankreich bestimmen? Macron hatte im Wahlkampf versprochen, neue Gesichter in der Politik vorzuzeigen.

Der Kandidat der Linken, der die Primärwahlen gewonnen hatte, Benoît Hamon, 6,2 % (Hochrechnung, 22 h 30), hat mittlerweile Emmanuel Macron seine Unterstützung zugesichert. Wird es in Frankreich gelingen, das Land auf einende Weise von der Mitte her zu regieren? Macron forderte heute abend in seiner Ansprache die Bürger dazu auf, sich ihm anzuschließen: es werde nicht gefragt von sie herkommen… Außerdem unterstrich er, er wolle der Präsident aller Patrioten sein gegen die Nationalisten. Die Adressaten dieses Satzes? Gerade hatte Le Pen am Abend auch von den Patrioten gesprochen, die sie gewählt haben.

Die #Présidentielle2017 ist der erste Wahlgang, der zweite Wahlgang sind die > #Legislatives2017.

Am 11. und 18. Juni werden die Wahlen zur Nationalversammlung stattfinden. Wird es dann einem möglichen Präsidenten Macron gelingen, dort eine Mehrheit für seine Politik zu erhalten? Er sprach im Wahlkampf von einer Dosis Verhältniswahlrecht, wird er diese einführen, und dann die Nationalversammlung auflösen? Spannende Zeiten sind uns sicher.

(à suivre)

Présidentielle 2017: La campagne électorale et ses enjeux

Donnerstag, 20. April 2017

Am kommenden Sonntag wird in Frankreich der erste Wahlgang der Präsidentschaftswahl stattfinden. Wahrscheinlich wird niemand der elf Kandidatinnen und Kandidaten LE MONDE, 4.4.2017, eine absolute Mehrheit erhalten. Die beiden erstplatzierten Kandidaten werden sich dann der Stichwahl im 2. Wahlgang in 14 Tagen stellen müssen.

Am 11. und 18. Juni werden die Wahlen zur Nationalversammlung stattfinden. Welcher der heutigen Kandidaten wird dann eine Mehrheit in der Nationalversammlung bekommen?

> Présidentielle 2017 : Bibliographie et sitographie

> Unsere Artikel zur Präsidentschaftswahl 2017

Ergänzung:

> Politique étrangère de la France : quels défis pour le prochain président de la République ?– Dossier du CERI réalisé sous la direction de Christian Lequesne

> #Presidentielle2017

Betrachtet man die Bedeutung dieser Präsidentschaftswahl in Frankreich geht es nicht nur um den neuen Mieter im Elysée-Palast. Diese Wahl ist auch ein Referendum, das die Zukunft der EU maßgeblich bestimmen wird. (Zur Diskussion gestellt > Ulrike Guérot, Warum Europa eine Republik werden muss.) Außerdem wird die Wahl ganz erheblich Auswirkungen auf die Institutionen der V. Republik haben. Emmanuel Macron hat versprochen, dass er als Präsident sich nicht in das tägliche Regierungsgeschäft einmischen will. Wird also der Artikel 20 der Verfassung von 1958, wie unter den Cohabitationen, wieder hervorgeholt? Art. 20, 1. Abs: “Le Gouvernement détermine et conduit la politique de la Nation.” Und kann Frankreich von der politischen Mitte aus regiert werden? Kann Macron Links und Rechts versöhnen und eine Mehrheit bei den Wahlen zur Nationalversammlung am 11 und 18. Juni 2017 für seine Politik bekommen?

> « L’élection la plus importante en 2017 sera l’élection à l’Assemblée nationale »
Avec leurs primaires, droite et gauche nous jouent un scénario obsolète. Pour la première fois, l’élection présidentielle ne sera qu’à un tour, les élections législatives seront le réel second tour, estime l’historien et politologue Patrick Weil, Historien et politologue, directeur de recherche au CNRS.
LE MONDE 06.07.2016

> Les élections législatives – Website der Assemblée nationale

Zum Regieren Frankreichs von der Mitte aus:

Du Grain à moudre par Hervé Gardette du lundi au vendredi de 18h20 à 19h

> Le centre peut-il gouverner ? – 10.04.2017
“Avec Emmanuel Macron le centre serait aujourd’hui aux portes du pouvoir. Mais dans les gouvernements successifs le centrisme n’a-t-il pas toujours été présent ? – réalisé par : Jean-Christophe Francis”


Können die neuen politischen Konstellationen die politische Praxis und damit die “Lecture” der Verfassung von 1958 ändern?

Du Grain à moudre par Hervé Gardette du lundi au vendredi de 18h20 à 19h 37min
> La présidentielle va-t-elle accoucher d’un régime parlementaire ?

20.03.2017

L’Atelier du pouvoir par Ariane Chemin, Thomas Wieder et Vincent Martigny
le samedi de 12h45 à 13h30 44min
> Les sondages politiques sont-ils dépassés ? 14.01.2017

“Les enquêtes d’opinion qui alimentent les états-majors des grands partis depuis des décennies sont-elles à revoir complètement, alors qu’elles se sont montrées impuissantes à anticiper le Brexit, l’élection de Donald Trump, ou la défaite d’Alain Juppé ?”


Présidentielle 2017 : Le grand débat du 4 avril 2017

Dienstag, 11. April 2017

> Propositions et passes d’armes : récit et décryptage du débat présidentiel à onze ***- LE MONDE 05.04.2017

> Election présidentielle 2017 : Candidats + Bibliographie + sitographie

Alle 11 Kandidaten nahmen dreieinhalb Stunden an einer TV-Diskussion am Dienstag, 4. April 2017 teil:

> En direct

> Election présidentielle : ce qu’il faut savoir sur le débat sur BFM-TV et CNews
“Les candidats seront interrogés ce soir sur trois sujets : comment créer des emplois ? Comment protéger les Français ? Quel modèle social ?”
LE MONDE | 04.04.2017

> Comparez les programmes des candidats à l’élection présidentielle – LE MONDE

Zur Erinnerung. Vor zehn Jahren auf unserem Blog: > Le rendez-vous d’un homme avec la nation
> Le Président de la République: un roi élu ? – Montag, 9. April 2007

Wichtige Tweets :

Présidentielle 2017 IV : Le grand débat du 20 mars 2017

Mittwoch, 22. März 2017

Am Sonntag bekam Deutschland einen neuen Bundespräsidenten. Frank-Walter Steinmeier löste Joachim Gauck im Schloss Bellevue ab. Die Bundesversammlung hatte kürzlich den früheren Außenminister zum neuen Bundespräsidenten gewählt, nachdem die Koalition sich schon im Kanzleramt über diese Personalie geeinigt hatte.

In Frankreich ist die > Präsidentschaftswahl 2017 viel komplizierter. 11 Kandidaten stellen sich im ersten Wahlgang am 23. April den Wählern zur Wahl. Die beiden erstplazierten Kandidaten werden an der Stichwahl am 7. Mai teilnehmen. Kurz danach werden die Wahlen zur Nationalversammlung stattfinden.

Die dreistündige Debatte am letzten Montag zeigte, dass der Wahlkampf eine Debatte ist, in der alle politischen Themen auf den Prüfstand gestellt werden:

> Présidentielle : Le grand débat du 20 mars 2017

> Les manipulations graphiques de Marine Le Pen sur l’euro – LE MONDE, 21.03.2017 Par Les Décodeurs

Das kennt man, die Rechtspopulisten behaupten irgendwas, sie interpretieren vorsichtig ausgedrückt, heraus kommt was ganz Falsches und das lässt sich gut verarbeiten, um daraus ein politisches Programm herzustellen. Dazu hätten wir etwas für Sie: Daniel-Pascal Zorn > Logik für Demokraten. Eine Anleitung, gerade bei Klett-Cotta erschienen.

Dazu: Dem Aufschwung der AfD und dem Erstarken des Front national in Frankreich haben die etablierten Parteien in der letzten Zeit nicht viel entgegenzusetzen gehabt. Erst kürzlich beklagten am 28. Februar 2017 Alexandre Lemarié, Raphaëlle Besse Desmoulières, Bastien Bonnefous, Cédric Pietralunga et Matthieu Goar in LE MONDE „Le renoncement des candidats face au FN“. Und dabei fehlt es wahrlich nicht an Argumenten gegenüber den menschenrechtsfeindlichen Positionen der Rechtspopulisten. Viele ihrer Argumente beginnen mit Behauptungen, die sehr oft schlicht falsch sind. Im > Grundsatzprogramm der AfD (kurz) steht: „Die aktuelle Verengung der deutschen Erinnerungskultur auf die Zeit des Nationalsozialismus ist zugunsten einer erweiterten Geschichtsbetrachtung aufzubrechen, die auch die positiven, identitätsstiftenden Aspekte deutscher Geschichte mit umfasst.“ Es genügt ein Blick in die Verlagsprogramme mit ihren > zahllosen historischen Titeln wie auch bei Klett-Cotta, so wird erkennbar, dass das hier nur ein Beispiel dafür ist, wie eine Behauptung in die Welt gesetzt wird, die als Sachlage für ein politisches Programm herhalten muss. > Bitte weiterlesen

> Alle Termine zu diesem Buch

Daniel-Pascal Zorn
> Logik für Demokraten. Eine Anleitung
1. Aufl. 2017, 314 Seiten, gebunden
ISBN: 978-3-608-96096-9

Links und Rechts in Frankreich – in einer Minute

Donnerstag, 16. März 2017

Vor einer französischen Schulklasse erklärte Emmanuel Macron die Begriffe Rechts und Links. ! Minuten. Die Uhr läuft.

[fb-post href=”https://www.facebook.com/EnMarche/posts/752858821558989″]

> Election présidentielle 2017 : Candidats + Bibliographie + sitographie

> Présidentielle 2017 – 11 Artikel

Présidentielle 2017 IV : Die Nichtwähler könnten das Zünglein an der Waage werden

Donnerstag, 9. März 2017

> #Presidentielle2017

Auf unserem Blog: > Présidentielle 2017 (III) : 23 avril et 7 mai 2017 – 6. März 2017: “Und könnte Marine Le Pen den zweiten Wahlgang gewinnen, wenn im 2. Wahlgang viele nicht wählen gehen werden? ”

Dazu jetzt:

> Pourquoi l’abstention peut-elle faire basculer la présidentielle ? : ”
L’abstention telle qu’estimée aujourd’hui (32 %) … ” – LE MONDE, 09.03.2017

Die beiden Autoren dieses Beitrags Gilles Finchelstein (directeur général de la Fondation Jean-Jaurès) und Martial Foucault (directeur du Centre de recherches politiques de Sciences Po) zitieren die Redewendung > There is a elephant in the room und daran zu erinnern, dass die Beweggründe der Nicht-Wähler keineswegs aus dem Blick geraten dürfen.

Es sind noch sechs Wochen bis zum 1. Wahlgang und jetzt wird mit 32 % der Wähler gerechnet, die nicht zur Wahl gehen werden. Seit 1974 bis 2007 lag die Stimmenthaltung immer so um 20 %, außer, so die beiden Autoren 2001, wo 29 % der Wähler nicht zur Wahl gingen. Dazu nennen die Autoren noch Zahlen zu den Einschreibungen in die Wahllisten, die 2017 im Vergleich zu den Vorjahren deutlich gestiegen seien.

P.S.: Ob es wahr ist, dass Unterstützer von François Hollande schon > 500 “parrainages” gesammelt haben, so wie L’EXPRES eben meldet, für den Fall, dass er doch noch ankündigt, auf seinen Verzicht verzichten zu wollen?

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