32. Französische Filmtage
Themenabend: Toleranz und Intoleranz

filmtage 2015><<< 32. Französische Filmtage 4.-11.11.2015

Themenabend: Toleranz und Intoleranz
Dienstag, 10. November, ab 19.00 Uhr | Institut français Stuttgart, Schloßstr. 51, 70174 Stuttgart

Nach den Anschlägen auf die Satirezeitung Charlie Hebdo im Januar 2015 beleuchtet die Themenreihe „Sommes-nous Charlie?“ Fragen zum Thema Meinungsfreiheit aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Zum Abschluss der Reihe befasst sich der Themenabend mit der Frage der Toleranz und der Integration als Grundlage für eine mögliche Meinungsfreiheit.

Programm:

19.00 Uhr – Vortrag Dr. Sarhan Dhouib (Kassel)
Toleranz und Intoleranz in der arabischen Moderne

Interkulturelles Verstehen setzt eine genaue Klärung der Begriffe voraus. Dies gilt besonders, wenn es um so zentrale und zugleich unscharfe Konzepte wie Toleranz und Intoleranz geht. In der arabischen Moderne erhielten die Worte Toleranz (Tasāhul bzw. Tasāmuḥ) und Intoleranz (Taʿaṣṣub) spezifische Prägungen, die sich aus den ideengeschichtlichen Kontexten verständlich machen lassen. Eine erneute Lektüre ausgewählter Texte von arabischen – christlichen wie muslimischen – Autoren aus dem 19. und 20. Jahrhundert erhellt diese Vorgeschichte und macht Missverständnisse zwischen arabischer und „westlicher“ Welt erklärbar. Die Analyse ermöglicht einen neuen Blick auf die aktuellen normativen Fragen, die sich im Lichte einer inter- bzw. transkulturellen Perspektive stellen.

Vortrag in deutscher Sprache
Mit anschließendem Gespräch mit Dr. Felix Heidenreich, IZKT Universität Stuttgart

21.00 Uhr – Filmvorführung und Gespräch
La Désintégration (Philippe Faucon, 2011)

Der 2011 erschienene Film wurde vom ersten Tag seiner Produktion an von den Entscheidungsträgern ignoriert, dann jedoch aufgrund seiner Aktualität ins Rampenlicht gestellt.

Die von einer langen Bestandsaufnahme geprägte Geschichte ist traurigerweise vorhersehbar. In der Banlieue von Lille erliegen drei Jugendliche dem Charisma des jungen Moralpredigers Djamel und werden nach und nach zu islamischen Fundamentalisten. Nasser hat ein langes Vorstrafenregister und hitziges Blut; Nico ist dabei sich zu verlieren und lässt sich Hamza nennen; und Ali ist überzeugt, dass er aufgrund seines Nachnamens keinen Praktikumsplatz findet. Doch er hat ein Fachabitur sowie eine liebevolle Familie. Trotzdem hört er nur noch auf den Moralprediger: in dem französischen Triptychon „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“ müsse man „Brüderlichkeit zwischen den Weißen“ verstehen, sagt er.

Französische Originalversion mit deutschen Untertiteln
Moderation: Judith Yacar, Universität Stuttgart
In Anwesenheit des Regisseurs Philippe Faucon

Der Eintritt zum Themenabend ist frei

Eine gemeinsame Veranstaltung des Institut français Stuttgart und des IZKT im Rahmen der Französischen Filmtage Tübingen | Stuttgart 2015. Mit freundlicher Unterstützung der DVA-Stiftung.

Susanne Hay – Eine Stuttgarter Malerin in Paris

Ausstellungsdauer: Montag, 9. November bis Freitag, 27. November
Vernissage: Freitag, 6. November, 19.30 Uhr | Institut français Stuttgart, Schloßstr. 51, 70174 Stuttgart

Die in Stuttgart aufgewachsene Künstlerin siedelte 1983 nach Paris um, um sich so der modernen Strategie der konzeptuellen Kunst zu entziehen. In Paris entwickelte sie eine Arbeitsweise, in der die Referenz der Barockmalerei direkt zum Ausdruck kommt. Ihre Perspektiven, das Spiel mit dem Licht sowie die Dramaturgie der Bilder erinnern an Carravagio, an Dürer oder an Zurbarán. Es ist das Thema, das ihre Werke so einzigartig und modern macht: Sie zeigen Portraits von melancholischen Menschen, zerbrechliche Körper in alltäglichen Szenerien – in der Metro, im Schwimmbad, im Büro oder im Krankenhaus. Ihre Werke machen den Betrachter zu Zeugen von Szenen, in denen sich das intime wie universelle Drama des modernen Menschen abspielt.

In Zusammenarbeit mit dem Verein „Susanne Hay e.V.“ und den Freunden des Institut français Stuttgart. Bei der Eröffnung wird es eine Einführung des Kunsthistorikers Harald Theil (Paris/Stuttgart) geben.

> stuttgart.institutfrancais.de/kalender/veranstaltung/susanne-hay-eine-stuttgarter-malerin-in-paris

Öffnungszeiten: Mo-Do 10.00-18.00 Uhr, Fr 10.00-16.00 Uhr
Der Eintritt ist frei
Veranstalter: Institut français Stuttgart

Alfred Grosser im Institut Culturel Franco-Allemand de Tübingen

Gestern abend war Alfred Grosser mit seiner Frau zu Gast bei einer Diskussionsveranstaltung > im Institut Culturel Franco-Allemand de Tübingen. Nach der Besichtigung der Ausstellung > „Die Franzosen in Tübingen“ und einem Einleitungsvortrag haben Studentinnen und Studenten und dann Gäste aus dem Publikum Grosser Fragen gestellt: Es ging um Identitätsfragen, Deutschland und Frankreich nach dem dem Krieg, der Zustrom der Flüchtlinge, den Euro, das deutsch-französische Verhältnis und den Bürgerkrieg in Syrien

Wir zeigen hier das Fotoalbum dieser Veranstaltung. Bitte öffnen Sie es mit einem Doppelklick auf eine Foto erst, wenn diese Seite ganz geladen ist, wenn also der kleine blaue Kreis oben in der Adresszeile ganz verschwunden ist:

> Website „Die Franzosen in Tübingen“

> Un entretien avec Alfred Grosser
> Alfred Grosser – Artikel auf unserem Blog

Alfred Grosser in Tübingen

Die neuesten Videos:

> Interview mit S. E. M. Philippe Etienne, Botschafter der französischen Republik in Deutschland – 15. Oktober 2015

> Les réfugiés – Interview avec Pierre-Yves Le Borgn‘ – Deputé des Français à l’étranger – 19. September 2015

> Alfred Grosser kommt nach Tübingen:

Am 28.10. hält Alfred Grosser um 19 Uhr einen Vortrag im Audimax der Universität über „Religionen, Gesellschaft und Staat in Deutschland und Frankreich“: Während die Franzosen über die deutsche Kirchensteuer nur den Kopf schütteln, werden in Deutschland die Befürworter der Homo-Ehe immer lauter. Was denkt der berühmte Experte der deutsch-französischen Beziehungen Alfred Grosser über die Diskussion um Kirche und Staat?
Frau Prorektorin Prof. Dr. Karin Amos wird in den Vortrag einführen.

Im Institut gibt es mit Alfred Grosser am 29.10. um 20:15 Uhr im Rahmen des Deutsch-Französischen Kolloquiums eine Diskussion über 70 Jahre Deutsch-Französische Beziehungen, in Zusammenarbeit mit dem Integrierten Studiengang TübAix der Eberhard Karls Universität Tübingen.

> Un entretien avec Alfred Grosser
> Alfred Grosser – Artikel auf unserem Blog

Elysée, 27 octobre 2015 : Grande conférence numérique franco-allemande présidée par Angela Merkel et François Hollande

french german 

https://twitter.com/harlemdesir/status/659314488081018880

Die Französischen Wochen in Stuttgart

Zwei Veranstaltungen der > Französischen Wochen, die Sie nicht verpassen dürfen:

> Débat TRI-COLOR. Nationalismus, Populismus und Regionalismus in Europa der Krise
Donnerstag, 29. Oktober 19.30 Uhr | Institut français Stuttgart, Schloßstraße 51, 70174 Stuttgart

In ganz Europa gibt es heute nationalistische, populistische und regionalistische Bewegungen. Auch zwei Mutterländer der Demokratie in Europa, Frankreich und die Niederlande, sind heute durch nationalistische und populistische Strömungen geprägt. In Frankreich feiert der Front National Wahlerfolge und setzt die Themen; in den Niederlanden treibt Gert Wilders die öffentliche Debatte mit einer Art populistischen Liberalismus vor sich her. Auch in Deutschland entstehen neue populistische Bewegungen. …

Es diskutieren Prof. Dr. Ton Nijhuis (Amsterdam), Dr. Alexandre Escudier (Paris) und PD Dr. Paula Diehl (Berlin); Moderation: Dr. Felix Heidenreich.
Eintritt frei – Sprache: Deutsch
Veranstalter: Institut français Stuttgart und IZKT mit Unterstützung der DVA-Stiftung


> Liberté! – Freiheit!
Freitag, 30. Oktober um 19.00 Uhr | Institut français Stuttgart, Schloßstraße 51, 70174 Stuttgart

Auf ihrer stetigen Suche nach Freiheit des musikalischen Ausdrucks haben Debussy, Satie und Stravinsky ein neues Kapitel der Musikgeschichte geschrieben. Die einsätzige „Symphonie en si mineur“ für Klavier zu vier Händen von Claude Debussy steht beispielhaft für die ersten Versuche des freien Umgangs mit dem traditionsgeladenen Begriff der Sinfonie. …
Eintritt: 12€; 9€ (erm.) – Veranstalter: Duo Jost Costa und Institut français Stuttgart

Gefahr oder Chance? Die Reform der französischen Collèges

Im > Institut français de Stuttgart gab es am Freitag 23.10.2015 im Rahmen der > Französischen Wochen eine Diskussionsveranstaltung zur Reform der Collèges in Frankreich, die zum Schulstart im Herbst 2016 in Kraft treten soll. Nach zwei einleitenden Vorträgen des Generalkonsuls Nicolas Eybalin und des Sprachattachés Georges Leyenberger ergab sich eine lebhafte Diskussion rund um die Ausmaße und die Folgen der geplanten Reform. Im Grunde genommen geht es um eine Reform, die eine bessere Funktion der Collège gewährleisten soll. Man darf sich fragen, wieso die Presse. vor allem in Deutschland sich lediglich auf einen Aspekt der Reform, die befürchtete Reduzierung des Deutschunterrichts, konzentriert hat. Mittlerweile bemüht sich die Erziehungsministerin Najat Vallaud-Belkacem bei vielen Gelegenheiten diese Kritik zu entkräften: > Najat Vallaud-Belkacem promet des mesures en faveur de l’allemand – 5. Oktober 2015. Ziel der Reform ist es , die Schüler zu befähigen, zwei Fremdsprachen zu lernen. Georges Leyberger betonte, dass mit der Reform bestehende Ungleichheiten reduziert werden sollten und erinnerte an den Band von Christian Baudelot und Roger Establet, Le niveau monte. Réfutation d’une vieille idée concernant la prétendue idée d’une décadence de nos écoles, Paris: Seuil 1989. Im französischen Schulsystem seien die Collèges das schwache Glied. Die Pädagogik der Collèges sei lange von den Reformen nicht berücksichtigt worden. Leyenberger erinnerte daran, dass die Reform der Collège auch einen Freiraum von 20% der Unterrichtszeit vorsehe, den jedes Collège selber füllen solle, damit ist auch der Einzug neuer Lernmethoden in das Collège verbunden.

Dazu auf unserem Blog: > La classe inversée – Offener Unterricht

Wir zeigen hier das Fotoalbum dieser Veranstaltung. Bitte öffnen Sie es mit einem Doppelklick auf eine Foto erst, wenn diese Seite ganz geladen ist, wenn also der kleine blaue Kreis oben in der Adresszeilen ganz verschwunden ist:

Dazu auf unserem Blog: > Interview mit S. E. M. Philippe Etienne, Botschafter der französischen Republik in Deutschland, der sich in unserem Interview auch zum Thema der Reform der Collèges geäußert hat.

> Zur Reform des französischen Collège: Änderungen bezüglich des Deutschunterrichts – Website des DFJW/OFAJ

> Bildungsministerin Vallaud-Belkacem im Journal du Dimanche zur Reform des collège – Website der Französischen Botschaft in Berlin

> Les programmes du collège – Website des Ministère de l’Éducation nationale

> Mieux apprendre pour mieux réussir : les points-clés du collège 2016 – Website des Ministère de l’Éducation nationale

Auf unserem Blog:

> Najat Vallaud-Belkacem promet des mesures en faveur de l’allemand – 5. Oktober 2015

> Deutschunterricht in Frankreich. Najat Vallaud-Belkacem: „plus que « préserver » l’allemand, je souhaite le promouvoir.“ – 22. April 2015

> Des classes bilangues pour tous dès la 5ème ! – Najat Vallaud-Belkacem :


Des classes bilangues pour tous dès la 5ème… von Najat-Belkacem

Philippe Gustin: Die territoriale Aufteilung des französischen Staates

Die Serie „Der Vergleich (I-IX)“:

> Der Vergleich IX: Digitale Agenda 2014 – 2017 und die Stratégie numérique du Gouvernement français

> Der Vergleich VIII. L’Internet des objets en France – Das Internet der Dinge in Deutschland.

> Der Vergleich VII: Deutschland und Frankreich. Facebook und die Politik

> Frankreich und Deutschland Der Vergleich VI: Was wird gerade gesucht?

> Deutschland-Frankreich – Vergleich (IV): Fragestunden an die Regierungen

> Vergleich (III): September 2014: die Außenpolitik Frankreichs und Deutschlands

> Der Vergleich II. Deutsch-französische Kooperation. Eine Woche im August 2014

> Der Vergleich (I). 28 août 2014 : La Conférence des Ambassadeurs à Paris – 25. August 2014: Botschafterkonferenz in Berlin

Der folgende Beitrag würde sehr gut in unsere Reihe Der Vergleich I-IX passen. Es geht um die Neuordnung der Regionen in Frankreich, die Philippe Gustin, früherer Botschafter in Rumänien, gestern abend im Rahmen einer Veranstaltung im Rahmen der > Französischen Wochen 2015 auf Einladung der > Union Français de l’Étranger-Wurttemberg e.V im > Institut français de Stuttgart erläutert hat: > Die territoriale Aufteilung des französischen Staates verstehen. 2009 wird er zum Präfekten „hors cadre“ ernannt. Er war von 2009 bis 2012 Kabinetsdirektor des Erziehungsministers Luc Chatel. Er ist Koordinator der UFE (Union des Français de l’étranger) en Europe. Seit dem 2. April 2015 ist er Directeur de cabinet et directeur général des services de im Departement Eure. Unten zeigen wir das Fotoalbum dieser Veranstaltung.

Stellen Sie sich vor, das Saarland würde mit Rheinland-Pfalz zusammengelegt werden, und Hamburg mit Schleswig-Holstein, die region Brandenburg würde entstehen und die Bremer kämen künftig aus Niedersachsen, und Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen würden die Region Sachsen bilden? In Frankreich waren es 22 Regionen, einige blieben wie gehabt, anderen wurden mit ihrer Nachbarregionen verbunden, jetzt sind es nur noch 13 Regionen, die als politische Organisationsform in einem künftigen Europa in allen Mitgliedsstaaten eine wichtige Rolle spielen werden.

Wir zeigen hier das Fotoalbum dieser Veranstaltung. Bitte öffnen Sie es mit einem Doppelklick auf eine Foto erst, wenn diese Seite ganz geladen ist, wenn also der kleine blaue Kreis oben in der Adresszeilen ganz verschwunden ist:

Aber für ihre Bewohner ist es wichtig zu wissen, wo sie herkommen. Bremen oder Niedersachsen? Rhône-Alpes oder Auvergne? Aus dem Elsaß, aus Lothringen oder aus Champagne-Ardenne? Mit diesen Neuordnungen sind auch Identitätsfragen verbunden. Ph. Gustin befürchtet bei den nächsten Wahlen für die Regionen massive Stimmenthaltungen oder Proteststimmen gegen das Verfahren, wie dieses Regionen neugeordnet wurden.

Der Saal war bis auf den letzten Platz besetzt, und die Diskussion nach dem Vortag von Philippe Gustin deckte weitere interessante Perspektiven der Neuordnung auf. Es ging auch um die Kompetenzen der Regionen; die Neuverteilung gibt, so Gustin, Anlass zu Sorge hinsichtlich des Fortbestands der Departements. Einiges könnte auf eine Erweiterung der Kompetenzen für die Regionen hindeuten.

> Frankreich: Die Reform der Regionen – 2. Juni 2014

> L’Assemblée nationale adopte une carte à 13 régions – Website des Inneministeriums

> La carte à 13 régions définitivement adoptée – Le Monde.fr avec AFP | 17.12.2014

> ARF Association des Regions de France

> Fiches – Panorama des nouvelles régions françaises – La France et ses territoires – Insee Références – Édition 2015

https://twitter.com/philippe_gustin/status/655995333072285696

https://twitter.com/philippe_gustin/status/653947472172216320

1 65 66 67 68 69 137