Archiv für Juni 2010

Schulschwänzer aufgepasst!

Dienstag, 29. Juni 2010

LE MONDE meldet gerade: „Les députés ont validé par 287 voix contre 216 la proposition de loi UMP visant à suspendre les allocations familiales, après un ‚premier avertissement‘, en cas d’absentéisme scolaire.“ Ob man mit einer solchen Maßnahme dieses Problem in den Griff bekommt? Nicolas Sarkozy hat sich persönlich um das Schulschwänzen gekümmert: > Absentéisme scolaire : Nicolas Sarkozy se répète encore, LE MONDE, 25. Mai 2010.

Schon bei > HADOPI gibt es Verwarnungen und dann die Sperrung des Internet-Anschlusses, auch wenn damit gleich eine ganze Familie bestraft wird.

Das Studieren ausprobieren:
Sommeruni Rinteln 2010 vom 17.7. bis 23.7.2010

Dienstag, 29. Juni 2010

Sommeruniversität RintelnDie Anmeldefrist zur Sommeruniversität in Rinteln lief bis zum 14. Juni 2010. (Wo ist > Rinteln?) > Es sind noch einzelne Plätze frei.

Mit über 70 Universitäts-Seminare und Vorlesungen aus allen gängigen Studienfächern: Geschichte, Philosophie, Psychologie, Pädagogik, Jura, Politik, Theologie, Wirtschaftswissenschaften, Kunst, Musik und Naturwissenschaften/Technik ist die Sommeruni Rinteln schon ein traditionelle Veranstaltung für Schüler der Obserstufe, die das Studieren ausprobieren wollen.

> Vorlesungsverzeichnis.

Zum Beispiel:

Literaturwissenschaft – Romanistik – Einführung in die Literaturwissenschaft

Diese Veranstaltung vermittelt Grundwissen zur Romanistik an ausgewählten Beispielen. Studieninhalte werden am Beispiel der Literatur- und Kulturwissenschaft erläutert. Mit den verschiedenen Übungsformen dieser Veranstaltung werden Lehrformen der Universität, wie Übung, Pro- und Hauptseminar und Vorlesung erläutert. Die Veranstaltung beginnt mit einem Vortrag, der wie in einer Vorlesung Grundlagenwissen und ausgewählte wissenschaftliche Postitionen vermittelt. Danach lesen wir in dieser Veranstaltung in Form einer Übung zwei bis drei Textauszüge aus dem Werk von > Albert Camus als eine Einführung in die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Werk dieses Autors.

< leider z. Zt. vergriffen – Am Nachmittag werden wir nach einer kurzen Einzel – oder Gruppenarbeit Interpretationsansätze für ausgewählte Texte aus dem Werk von Camus untersuchen. Dabei können Sie auch gerne Ihre eigenen Lektürekenntnisse mit einbringen.

Französischkenntnisse des 4. Jahres sind ausreichend. Die Nobelpreisrede von Camus liegt auch als Übersetzung vor.

Leitung: Dr. Heiner Wittmann
Ort: VHS, Raum 2/3 – Termin : Montag, 19.07.10 – V.-Nr.: 16J812

Und unter vielen anderen Veranstaltungen:

Einführung in die Medienwissenschaften

In dieser Veranstaltung werden Grundkenntnisse über die Inhalte dieses Faches vermittelt: Was ist ein Medium? Die Arbeitsformen dieser Veranstaltung sind zugleich eine Einführung in die an der Universität üblichen Lehrformen wie Vorlesung, Seminar und Übung. Danach werden Studieninhalte anhand von Beispielen aus dem Bereich der Neuen Medien (Internet, Web 2.0) vorgestellt. Die unterschiedlichen Mediengattungen werden anhand von Beispielen zusammen mit ihren Forschungsfeldern im Rahmen eines Vortrags (Vorlesung) präsentiert. Aktuelle Ereignisse aus der Tagespolitik und deren Darstelltung in verschiedenen Medien (Zeitungen, Radio, TV, Internet) werden im Rahmen einer Übung diskutiert. Unser Untersuchungsobjekt ist das > wissen.dradio.de

Grundlagen zum Bloggen: > Blogs in Frankreich und Deutschland
Termin: Dienstag, 20.07.10
V.-Nr.: 16F512

> Erwachsenenbildung UNI-WISSEN

Zweisprachiges Theater in Montbéliard und Ludwigsburg

Dienstag, 29. Juni 2010

> Ludwigsburg und Montbéliard haben kürzlich das 60-jährige Jubiläum der ersten deutsch-französischen Städtepartnerschaft gefeiert.

> Pioniere feiern eiserne Hochzeit – Ludwigsburg Die erste deutsch-französische Partnerschaft wird 60. Dafür reist eine große Delegation zu einem großen Fest nach Montbéliard. Von Verena Mayer Kornwestheimer Zeitung vom 08.05.2010

> Deutsch-Französische Städtepartnerschaften Website der Deutschen Botschaft in Paris

Im Rahmen der Veranstaltungen zu diesem Jubiläum wurde ein zweisprachiges Theaterstück einstudiert und aufgeführt. Wolfgang Bohusch hat uns folgenden Bericht geschickt:

Schon wieder ein runder Geburtstag: Im vergangenen Jahr feierten das Mörike-Gymnasium und das > Lycée Cuvier in Anwesenheit des Ministerpräsidenten 50 Jahre Schulpartnerschaft, am 8. und 9. Mai 2010 begingen die beiden Städte in Montbéliard den 60. Geburtstag ihrer Verbindung.

Dazu war eine ansehnliche Delegation aus Ludwigsburg angereist: Stadtverwaltung, Gemeinderat, Schulen, Vereine, Gründerväter der Partnerschaft. Das Mörike-Gymnasium war durch Schulleiter, Elternsprecherin, aktive und ehemalige Lehrer(innen) sowie zwei Schülergruppen vertreten. Die eine präsentierte mit ihren Partnern vom Lycée Cuvier württembergische Spuren in Montbéliard und französische Spuren in Ludwigsburg, die andere führte gemeinsam mit französischen Schülern eine zweisprachige Bühnenfassung der Novelle Boule de suif von Maupassant auf.

Die Schüler(innen) aus beiden Schulen haben während zwei Jahren unter der Leitung des Referenten für Schultheater des Landes Baden-Württemberg Werner Jauch und des Schauspielers Michael Langer gearbeitet. Die Idee zu einer Bühnenfassung dieser Novelle hatten die beiden Profis beim gemeinsamen Joggen ausgeheckt. Sie passte ausgezeichnet zum Anlass, zeigt sie doch, wie sehr sich das Verhältnis zwischen Frankreich und Deutschland verändert hat.

M. Loiseau: Die Dame ist vorsichtiger gewesen als wir, das muss man sagen. Es gibt doch Menschen, die an alles denken!
Elisabeth: Wollen Sie etwas essen? Es ist hart, den ganzen Tag nichts zu sich zu nehmen.
M. Loiseau Offen gestanden, da kann ich nicht nein sagen. Ich halte es nicht mehr aus. Krieg ist Krieg, meinen Sie nicht?

Tout le monde est confortablement assis dans la diligence à cœur joie, sauf Elisabeth qui se trouve à l’écart, seule et désespérée. Cornudet se met à siffloter la Marseillaise.

Zur Probenarbeit trafen sich die Schüler(innen) aus den beiden Städten viermal je eine Woche in der Akademie des Landes für Schultheater, bzw. in einem deutsch-französischen Jugendzentrum – teils in den Ferien, teils in der Schulzeit.

Comte : Ma chère enfant, j’ai à vous parler. Donc, vous préférez nous laisser ici, exposés comme vous-même à toutes les violences qui suivraient un échec des troupes prussiennes, plutôt que de consentir à une de ces complaisances que vous avez eues si souvent en votre vie ? Et tu sais, ma chère, il pourrait se vanter d’avoir goûté d’une jolie fille comme il n’en trouvera pas beaucoup dans son pays !

Die Aufführung war ein so großer Erfolg, dass die binationale Theatergruppe ihr Stück auch im kommenden Schuljahr zeigen will, voraussichtlich im Oktober in Ludwigsburg und im April 2011 bei den Theatertagen am See in Friedrichshafen.
Ermöglicht wurde dieses französisch-deutsche Theaterprojekt durch finanzielle Unterstützung der Bürgerstiftung Ehingen, des Deutsch-Französischen Jugendwerks, des Ernst Klett Verlags, der beiden Stadtverwaltungen, des Lycée Cuvier, des Fördervereins des Mörike-Gymnasiums, und der Eltern der Schauspielerinnen und Schauspieler.
.
Pressestimmen:
Une performance vivement applaudie (L’Est Républicain)
Un des succès de la journée (L’Est Républicain)
Ein Jahr lang haben sich Schüler des Lycée Cuvier und des Mörike-Gymnasiums mit der Novelle „Boule de Suif“ von Guy de Maupassant beschäftigt, unterstützt von zwei Tübinger Theaterpädagogen. Gemeinsam haben sie das Stück geschrieben und am Samstag uraufgeführt. „Das war eine echte Tour de Force“, sagte Theaterpädagoge Werner Jauch nach der Aufführung. Mit Erfolg: Das zweisprachige Stück kam beim Publikum sehr gut an. (Ludwigsburger Kreiszeitung)

Fotos: Hartmut Schiefelbein, ehemaliger Lehrer am Mörike-Gymnasium

Leitlinien der Rentenreform in Frankreich

Dienstag, 29. Juni 2010

Es ist ein heikles gesellschaftliches Thema, wenn die Zahl der Ruheständler, die auf Kosten der heutigen Arbeitnehmern leben, immer größer wird. In Frankreich wird derzeit eine Rentenreform konzipiert, die das Renteneintrittsalter schrittweise anheben soll. Die Regierung hat das Problem erkannt und ist entschlossen, die Reform durchzuführen. Eine Kompromisslinie zeigt sich an, oder wird den Sozialpartnern vorgeschlagen. Man wird das Renteneintrittsalter schrittweise anheben, wahrscheinlich gerade in solchen Schritten, dass der Aufschrei der Gewerkschaften unter Kontrolle bleibt, obwohl wahrscheinlich allen Beteiligten längst klar ist, das der Luxus der frühen Rente nicht mehr zu finanzieren ist. Drüben diskutiert man über 62, hier immer wieder mal über 67.

Der Minister für Arbeit, Solidarität und den öffentlichen Dienst Eric Woerth hat am 16. Juni 2010 die Leitlinien der Regierung zur Rentenreform vorgestellt, die die Beratungsgrundlage für den im Spätsommer geplanten Gesetzentwurf sein sollen. Die Reform sieht insbesondere die Anhebung des gesetzlichen Rentenalters von 60 auf 62 Jahre sowie Einnahmeverbesserungen durch die Besteuerung von hohen Einkommen und Kapitaleinkünften vor.

Bei der Vorstellung des Reformprojektes unterstrich Eric Woerth, dass das Defizit in der Rentenkasse ohne eine Reform zwischen 2010 und 2018 von 32,3 Mrd. € auf 42,8 Mrd. € ansteigen würde. Die Anhebung des Rentenalters erlaube es, die Defizite bis 2018 zu halbieren. Hinzu kämen über denselben Zeitraum Einsparungen von 4 Mrd. € im öffentlichen Dienst und Einnahmen in Höhe von 4,4 Mrd. € durch die Besteuerung von hohen Einkommen und Kapitaleinkünften. Diese Maßnahmen führten dazu, die Ausgaben und Einnahmen der Rentenversicherung bis 2018 wieder ins Gleichgewicht zu bringen, so der Minister.

> Die Reformvorschläge im Überblick *.pdf

Runter mit den Staatskosten

Dienstag, 29. Juni 2010

Nicolas Sarkozy hat sich vorgenommen, überall den Rotstift anzusetzen : 10.000 Staatskarossen werden in die Garage gestellt oder abgestellt und 7.000 Dienstwohnungen verkauft. Dieses Jahr wird auch die berühmte Gartenparty im Elyseepalast aus Anlass des 14. Juli nicht stattfinden. Und der öffentliche Verwaltung wird ein drastisches Programm zur Vereinfachung der Geschäftsvorgänge verschrieben. Die Bundesregierung wird sich das sicher genau angucken. Und der Bürger hierzulande denkt an den Luxus der vielen Hin-und Herfahrten zwischen Berlin und Bonn, den unerklärlichen Privilegien und Steuergeschenke aller Art, an seine Steuererklärung mit immer mehr Formularen, auf denen manchmal nur hier und eine Zahl eingetragen werden muss, ein Vorgang der unglaublich viel Zeit und Kraft bindet und zugleich verschleudert.

> Nicolas Sarkozy veut réduire „vigoureusement“ le train de vie de l’État

Juni 2010 in Paris

Montag, 28. Juni 2010

> Jardin du Luxembourg:

Als > Hintergrundbild hier zum Download.

La Chapelle de la Sorbonne est en restauration:

Place de le Sorbonne : Une tartine et un thé.

Da dass Frühstück doch ein bisschen karg war, war das Mittagessen opulenter:

Das > Fahrradfahren in Paris wird immer beliebter.

Beliebter Treffpunkt: Die Danton-Statue auf dem Place de l’Odéon.

Vergessen Sie beim nächsten Besuch in Paris nicht, in das > Musée de Cluny zu gehen.

Sommerzeit – Rollerzeit

Sommer in Paris.

Le Colloque 2010 du Groupe d’Études sartriennes

Donnerstag, 24. Juni 2010

Le Colloque 2010 du Groupe d’Études sartriennes aura lieu à Paris les 25 et 26 juin 2010: > Progamme

Dieses Jahr stehen Sartre und die Literatur sowie die Kritik der dialektischen Vernunft aus Anlass des 50. Jahrestages ihres Erscheinen im Mittelpunkt der Vorträge.

Es gibt weltweit neun > Sartre-Gesellschaften, darunter die > Sartre-Gesellschaft in Berlin.

2005 wurde aus Anlaß des 100. Geburtstages von Sartre ein > Kolloquium in Cérisy-la-Salle veranstaltet.

L’abolition de la peine de mort

Donnerstag, 17. Juni 2010

Aus gegebenem Anlass – > US-Häftling soll Freitag erschossen werden – erinnere ich an den Beitrag > L’abolition de la peine de mort auf diesem Blog.

Sind Paris und Berlin sich einig?

Dienstag, 15. Juni 2010

Ergänzt: 15. Juni 2010, 19 h 15 – mit geänderter URL


Ergänzt: 17. Juni 2010

Liest man sich das hier unten zitierte Pressegespräch genau durch, könnte man den Eindruck gewinnen, dass die Gastautorin Claire Demesmay der Süddeutschen Zeitung > Frankreich – Deutschland: 0:2 möglicherweise weniger genau gelesen hat. Demesmay schreibt: „Erstens soll, zum Bedauern Frankreichs, kein neues Gremium geschaffen werden. Den rotierenden Vorsitz und das ständige Sekretariat, die sich Paris seit jeher wünscht, um die Treffen der Staats- und Regierungschefs der Eurozone vorzubereiten, hat Berlin abgelehnt. Außerdem soll die wirtschaftspolitische Koordination für alle 27 EU-Mitglieder gelten, und nicht nur für die 16 Länder der Eurozone (worauf Frankreich immer bestanden hat).“ Und Frau Merkel hat gesagt: „Wir haben darüber gesprochen, in der Krisensituation im Bedarfsfall ‑ dies haben wir schon dreimal gemacht ‑ ein Treffen der 16 Mitgliedsstaaten der Eurozone einzuberufen. Hier geht es nicht um die Schaffung neuer Institutionen, sondern es geht darum, pragmatisch und operationell handeln zu können, wenn es Probleme gibt. Bei den drei Treffen haben wir deutlich gemacht, in welcher Form wir Probleme zu lösen gedenken.“


Angela Merkel refuse le gouvernement économique limité à la zone euro voulu par Nicolas Sarkozy

Jetzt hat die Überschrift dieses Beitrags doch noch ein Fragezeichen bekommen. 16 oder 27, die Frage ist nicht gelöst worden. Beide Seiten sind sich einig, Einigkeit zeigen zu wollen. Der ganze Vorgang enthält für Schüler eine Anleitung, Videos genau anszuschauen und Texte genau zu lesen. Die Ausgangsposition wurde auf den letzten Beiträgen hier geschildert oder zumindest angedeutet. Jetzt kann man betrachten und nachlesen, was der Präsident und die Kanzlerin daraus gmacht haben. Ein Blick in verschiedene Medien zeigt, wie ihr Arbeitsergebnis beurteilt wird. Mal gucken, was beide in Toronto und vorher bei G8 Treffen daraus machen werden.

Am Montag, 14. Juni, in Berlin ist Nicolas Sarkozy auf Angela Merkels Vorstellungen hinsichtlich der Finanzpolitik in der EU eingegangen: „Mehr als jemals zuvor haben Frankreich und Deutschland sich entschieden, mit gleicher Stimme zu sprechen (…), um die Konsequenzen aus einer Krise zu ziehen, die wir nicht mehr wollen,“ hat Sarkozy erklärt. Der Präsident unterstützt jetzt die von Merkel favorisierte Form der Unabhängigkeit der Europäischen Zentralbank und die Abstimmung unter den 27 Mitgliedern. Sarkozy gibt das von ihm bevorzugte „Sekretariat“, das sie Wirtschaftsstrategie der EU beobachten oder kontrollieren und die Haushalte der Mitgliedsländer prüfen soll, auf. Aber er und Merkel sind sich einige, das Stimmrecht der Mitgliedsstaaten in der EU beschneiden zu wollen, die zu unvorsichtig mit ihren Haushalten umgehen. Mit diesen Absprachen haben bei ihre Teilnahme am G20 Gipfel Ende Juni in Canada vorbereitet.

> Gemeinsame Pressebegegnung des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy und Bundeskanzlerin Angela Merkel

> Gemeinsame Pressekonferenz von Nicolas Sarkozy und Angela Merkel (Berlin, 14. Juni 2010) Video

> Fotos www.elysees.fr

> Sarkozy et Merkel „main dans la main“ pour défendre l’euro – France-Soir

> Sarkozy s’aligne sur Merkel pour la gouvernance économique européenne – L’EXPRESS

> Merkel und Sarkozy für EU-Wirtschaftsregierung

< Angela Merkel und Nicolas Sarkozy heute zusammen auf einem Foto auf der Website des Elyseeplastes Also wo verläuft die Kompromisslinie? DIE WELT schreibt: "Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy haben sich gemeinsam für eine europäische “Wirtschaftsregierung“ aus allen 27 EU-Staaten ausgesprochen. Zugleich soll es im „Bedarfsfall“ die Möglichkeit von Sondertreffen der 16 Staaten geben, die bereits den Euro haben." Also kein (Wirtschafts-)Sekretariat der 16, wohl aber eine Kontrolle der 27 durch die 16. Sarkozy steckt zurück, Merkel auch ein bisschen und man findet sich im Kompromiss wieder. Die Lektüre der > Pressestatements von Sarkozy und Merkel vermitteln keinen so rechten Einblick in den Ablauf der Gespräche am Montag. Genaugenommen scheinen die unterschiedlichen Auffassungen fortzubestehen: Frau Merkel erklärt: „Wir haben darüber gesprochen, in der Krisensituation im Bedarfsfall ‑ dies haben wir schon dreimal gemacht ‑ ein Treffen der 16 Mitgliedsstaaten der Eurozone einzuberufen. Hier geht es nicht um die Schaffung neuer Institutionen, sondern es geht darum, pragmatisch und operationell handeln zu können, wenn es Probleme gibt. Bei den drei Treffen haben wir deutlich gemacht, in welcher Form wir Probleme zu lösen gedenken.“ Institutionell soll aus deutscher Sicht so ein Treffen nicht verankert werden, aber wenn es sich trifft, ist das Ergebnis positiv, weil man weiß, wie man zusammen arbeitet. Soll das bedeuten, dass gemeinsames Handeln innerhalb von Institutionen nicht so erfolgreich ist?

Sarkozy erklärt ausdrücklich sein Einverständnis: „Schließlich und endlich möchte ich sagen: Ich bin voll und ganz einverstanden und freue mich darüber, dass ich aus dem Mund der Bundeskanzlerin höre, dass es notwendig ist, die Wirtschaftsregierung Europas zu stärken. Hier geht es um Zusammenhalt. In meinen Augen ist es sehr wichtig, dass dies so gesehen wird. Natürlich erfolgt diese Wirtschaftsregierung im Rahmen des Europäischen Rats der 27. Wir haben uns darauf geeinigt, dass die 16 Staats- und Regierungschefs im Bedarfsfall zusammenkommen können, um Themen zu diskutieren, die die Eurozone anbelangen.“

Wie denn nun? „Natürlich“ wird die „Wirtschaftregierung“ „im Rahmen des Europäischen Rats der 27“ organisiert. Und was ist, wenn es ernst wird? Dann die französische Lösung? Ansonsten die deutsche Lösung? Im „Bedarfsfall“ kommen dann „die 16 Staats- und Regierungschefs“ zusammen. Wenn kein Bedarf besteht, bleibt man bei den 27… Und wenn man arbeiten muss, dann wieder 16? Wie man die Antworten dreht und wendet, klarer werden sie nicht. Frau Merkel stand vorher einer Lösungmit 16 skeptisch gegenüber. Jetzt sagte sie in dem Pressegespäch, die 16 werden zusammengerufen, wenn es darum geht, „pragmatisch und operationell handeln zu können, wenn es Probleme gibt“, und sie verweist auf die guten, dreimaligen Erfahrungen solcher Treffen. Keiner von beiden hat einen Punkt markiert. Die Kompromisslinie versucht, nirgends anzuecken, wenn man das etwas schief, einmal so sagen darf. Keine Seite kann eine echten Erfolg für sich verbuchen. Aber hat die gemeinsame Sache gewonnen? Man wird gemeinsam in Toronto auftreten und strittige Fragen sorgsam umgehen.

LatitudeFrance:
le réseau de la culture française à travers le monde

Montag, 14. Juni 2010

www.latitude-france.orgwww.latitudefrance.org est accompagné par le slogan Vivez l’actualité du réseau français dans le monde. En effet, ce nouveau site du Ministère des affaires étrangères et européennes offre un réseau mondial à la présentation de la culture française à travers le monde. Plusieurs opérateurs dont par exemple > l’Agence française de développement AFD, > l’Agence pour l’enseignement français à l’étranger AEFE ou > Culturesfrance assurent le fonctionnement du réseau. Vous y trouvez des infos pour les arts et la culture, l’économie et le développement, les enjeux planétaires et la langue française aussi bien que pour la recherche et l’enseignement supérieur. et un calendrier autour les débats d’idées. Les archives: Lettre d’informations de www.latitudefrance.org confirment la richesse remarquable dont les auteurs de ce site ont su doter ce site.

> www.latitudefrance.org/

Der Frankreich-Blog auf

France-blog.info auf Facebook

Follow FranceBlogInfo on Twitter

> Der Autor dieses Blogs


Aktuelle Themen
auf unserem Blog:

> Argumente für Französisch

> Unsere Videos 2009-2017

> Fête de la francophonie Berlin 2017 - 1er avril 2017

> Digital unterrichten – Enseigner avec le numérique = Ein Handbuch für das digitale Lernen

> Conférence à Montpellier, 28 février 2017. Emploi : L’accès au premier emploi en France et en Allemagne avec une bibliographie et une sitographie

> 22. Januar 2017 Deutsch-französischer Tag: Wir feiern die Unterzeichnung des Élysée-Vertrags

> Frankreichs Präsident: Themenabend Politik am 10.1.2017 in Stuttgart

> Deutsch-französische Digitalkonferenz, Berlin, 13. Dezember 2016

> Existenzialismus

> >Litprom Literaturtagen 2017 – „Weltwandeln in französischer Sprache“ -mit 4 Video-interviews

> Wikipédia et la vérité

> Nachgefragt: Jean-Paul Willaime et la laïcité

> Präsidentschaftswahl 2017

> Auf nach Montpellier

> Wie kommt man am besten nach Digitalien? (II)

> Réactions: Pisa-Studie – l’enquête Pisa

> Prix des lycéens allemands 2016-2017

> Schaubühne , Berlin: Albert Camus, Der Fremde

> Vacances en France (V) Wann und wohin?

> Nachgefragt: Ministerpräsident Winfried Kretschmann antwortet auf unsere Fragen

> #JFA2017 : 22 janvier 2017 journée franco-allemande

> Nachgefragt: Nathalie Guegnard, Attachée de coopération éducative, Ambassade de France, répond à nos questions

> Rencontre pédagogique et institutionnelle à Essen du 4 au 7 oct. 2016

> Vortrag: #Brexit oder #nonBrexit?

> Brexit

> Interview mit Olaf Scholz

> 14 juillet 2016: Terror in Nizza

> Französisch in Deutschland : Interview d'Emmanuel Suard ****

> Fußball-Europameisterschaft 2016

> Der Vergleich I- XIII La comparaison

> Jacques Toubon, Défenseur des droits, parle des migrants et des réfugiés

> Un traité de l’Élysée 2.0 ?

> 29 mai 2016 : Les commémorations de la bataille de Verdun

> Nachgefragt: CNCDH

> Marcel Proust

> Die Attentate vom 13.11.2015

> Commission nationale consultative des droits de l’homme CNCDH

> Digital unterrichten

> Loi numérique 2016

> Twittern

> Bloggen für F und D

> Verdun

#COP21 auf unserem Blog

> Orthographiereform

> Napoleon III.

> Flüchtlinge-Integration

> Kurzfilm 2016

> Warum Französisch?

> Loi travail

> Open Access

> Jean-Paul Sartre

> L'étranger

> Schengen

> Deutsch-französischer Ministerrat

> La francophonie

> Digitale Agenda

> Lexikometrie