Der Favorit der UMP

Wer in den Präsidentschaftswahlen für die UMP antritt, wird sich erst nächstes Jahr entscheiden . Als Favorit der UMP, und die wohl größte Konkurrenz Ségol ne Royals (PS) ist Nicolas Sarkozy, der amtierende Innenminister Frankreichs. Innerparteilich werden sich Mich le Alliot- Marie die Verteidigungsministerin und der Premierminister Dominique de Villepin erst gegen den Parteichef Sarkozy durchsetzen müssen. Ob Chirac sich aufstellen lassen wird ist fraglich, wurde aber von seiner Frau behauptet. Bei Umfragen liegt Jaques Chirac bei 2%. Es wird sich auch zeigen, ob die UMP Fernseh- Debatten am Beispiel der Parti Socialiste machen wird. Die PS und vor allem Royal haben dadurch an Popularität gewonnen.

Was kann man mit einem Blog machen?

french german 

Courrier électronique, liste de diffusion, blogs, cybercarnets

french german 

Deutsch-französische Kulturpolitik

Die deutsch-französischen Beziehungen sind vorbildhaft hinsichtlich der Aussöhnung zweier Staaten. Auch im Bereich der Kultur gibt es viele Institutionen und Abkommen, die den beiderseitigen Kulturaustausch fördern sollten. Seit 1954 sind mehr als 60 deutsch-französische Abkommen zur Kultur auf dem Papier erstellt worden. In dieser Hinsicht sind Frankreich und Deutschland ein Vorbild für den Rest der Welt. Das Ergebnis: Acht Prozent der Franzosen können sich auf Deutsch ausdrücken, 15 Prozent der Deuschen können sich auf Französisch ausdrücken (EU-Kommission, Feb. 2006). Das war auch schon 1950 so, obwohl das deutsch-französische Kulturabkommen von 1954 und der Elysée-Vertrag von 1963 (Abschnitt C: Sprachunterricht) dem Sprachunterricht alle Unterstützung zusicherten. Und hinsichtlich des Sprachunterrichts ist von der „Gemeinsamen Erklärung“ zum 40. Jahrestags von Gerhard Schröder und Jacques Chirac nicht viel geblieben. Der Rückgang des Französischunterrichts liegt nicht am Desinteresse der Schüler, sondern er liegt daran, daß die Regierungen die Abkommen als Empfehlungen verstehen und folglich nicht ausführen. Schüler können Französisch abwählen, bevor sie den geringsten Eindruck von der französischen Literatur und Kultur erhalten haben. Die Regierungen lassen sich durch private Sponsoren vertreten: France-Mobile und Deutsch-Mobile rollen durch beide Länder. Sie erreichen die Jüngsten, können aber den Literaturunterricht nicht ersetzen.

In seinem Impulsreferat auf dem Treffen der Teilnehmer am deutsch-französisch-belgischen Programm für wissenschaftliche Volontäre an Museen vom 27. bis 28.10.2006 (Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland) in Bonn hat Professor Ingo Kolboom (Romanisches Seminsar der TU Dresden, seit 1995 Mitglied des deutsch-Französischen Kulturrates) auf die desolate Situation der deutsch-französischen Kulturpolitik und ihrer Ergebnisse hingewiesen. Ingo Kolboom, Anmerkungen zur deutsch-französischen Kulturpolitik stehen hier als Download zur Verfügung.

100 Beiträge

.. verstecken sich schon in den verschiedenen Kategorien. Diskussions-Blog? Nachschlagewerk zu Themen der deutsch-französischen Beziehungen? Forum für die Didaktik im Französischunterricht? Welche Themen fehlen noch? Und welche Kategorien sollten auf jeden Fall berücksichtigt werden?

Dieser Blog steckt noch in den Kinderschuhen, und nach ein paar Wochen stehen ihm noch alle Richtungen offen. Aber wie fangen wir z.B. auch die Schüler ein, die sich mit der französischen Sprache nicht so recht anfreunden können? Diejenigen, denen man immer wieder erzählt, Französisch sei schwer. Sie haben ja auch vielleicht noch nie den Umfang der Wörterbücher für Englisch und Französisch miteinander verglichen. Und vielleicht hat ihnen noch niemand wirklich etwas von den Schätzen der > französischen Literatur erzählt.

Deutsch-französische Beziehungen

Die Seite auf meiner Dresdner Website > Romanistik im Internet zu den deutsch-französichen Beziehungen habe ich im vergangenen Sommer aufgeräumt, also die ungültigen Links entfernt und neue hinzugefügt. Allerdings könnte der Titel für diese Seite auch > deutsch-französische Zusammenarbeit – 334.000 Treffer nennt eine bekannte Suchmaschine – lauten, denn mit dem Suchausdruck > deutsch-französische Beziehungen werden mit der gleichen Suchmaschine nur 208.000 Seiten gefunden. Offenkundig ist die Zusammenarbeit mittlerweile eine Normalität geworden. Aber solange Hunderttausende Seiten einfach so aufgezählt werden und nach einem Algorithmus ohne Sinn und Verstand in eine (Un-)Ordnung gebracht werden, macht die Dresdner Romanistik-Seite seit 10 Jahren Sinn, da sie Studenten Schülern immer noch eine schnelle Orientierung erlaubt. Die bekannte Suchmaschine hat auch keine > Sitemap. Das > Motto der Website gefällt mir immer noch: Das Wort Web oder Blog hätte auch in diesem Text gepasst: „Wir haben schon einen Fuß in der Tür,“ heißt es in diesem Absatz, und man könnte hinzufügen, wir müssen die Technik und die Sprache der Blogs benutzen, nicht um die Inhalte zu verändern, sondern um viele zu erreichen…

Prof. Ingo Kolboom, mit desen Einverständnis die Website Romanistik im Internet seit mehr als vier Jahren auf dem Server des Romanischen Seminars gehostet wird leitet das > CIFRAQS Centre interdisciplinaire de recherches franco-canadiennes et franco-américaines/ Québec- Saxe.

Mal wieder richtige Wortschatzarbeit

Im > Friedrich-Verlag ist ein interessantes Heft zur Wortschatzarbeit erschienen: Es geht um das individuelle Lernen bei der Wortschatzarbeit im Unterrichtsalltag. Die Beträge in dieser Ausgabe bieten reichliche Anregungen und Materialien, mit denen Schüler kreativ neue Wörter lernen können. Beim handlungsorientierten Unterricht trainieren sie fürs reale Leben. Anregungen zum Rollenspiel, für die Textarbeit oder auch bei der Überprüfung im Vokabeltest ergänzen die Aufsätze.

Aus dem Inhalt:
– Mon dico personnel: Eine persönliche Wortschatzsammlung in einem
themenorientierten Vokabelheft anlegen
– Redemittel „faire les courses“ in einer Lernspirale üben
– Kommunikationstraining mit Situationskarten
– Die Lerner mit neuen Formen von Vokabeltests aktivieren

Restaurants des Herzens, Les Restos du Cœurs

Wie in vielen anderen modernen oder sich modernisierenden Gesellschaften ist auch Frankreich von einer sozialen Spaltung in Wohlhabende und Mittelose betroffen. Dem Staat gelingt es nicht mehr sozialen Ausgleich zu schaffen. Dies hat fatale Folgen, wie es die „Fracture Sociale“ zeigt: 6,3 % der Bevölkerung, also 3,7 Millionen Personen, verdienen weniger als 645 Euro im Monat.

Wenn der Staat versagt, müssen die Bürger selbst, die Zivilgesellschaft, einen Ausgleich zu schaffen, um den französischen Wert der Fraternité, der Brüderlichkeit, zu verwirklichen. Wenn vom unpersönlichen Staat keine Hilfe eingefordert werden kann, so doch von den Mitmenschen.
Diese humanistische Einstellung findet ihren Ausdruck in zahlreichen Initiativen und Vereinigungen der französischen Zivilgesellschaft, von denen nur wenige so bekannt sind, wie die von dem Schauspieler Michel Joseph Coluche 1985 gegründeten „Restos du Cœurs“ (Restaurants des Herzens), die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Bedürftigen Essen auszugeben. Das Projekt entstand durch eine offen ausgesprochene Idee Coluches im Radiosender Europe 1 am 26.9.1985:

„Ich habe eine kleine Idee… wenn es Menschen gäbe, die bereit wären, für eine kostenlose Kantine zu spenden, die man erst in Paris, dann in den großen Städten von Frankreich einrichten würde, dann würden wir so ein Projekt durchführen. Es hätte zum Ziel 2.000 bis 3.000 kostenlose Essen pro Tag zu verteilen.”

Der Sänger Jean Jacques Goldman komponiert ein Lied, dessen Text von Persönlichkeiten wie von Coluche selbst, Nathalie Baye, Catherine Deneuve, Michel Drucker, Yves Montand und Michel Platini gesungen wird. Millionen französischer Bürger spenden für die Restaurants. Im Dezember 1985 werden mit Hilfe von 5.000 ehrenamtlichen Helfern 8,5 Milllionen Essen verteilt.

Zur Finanzierung seines Projekts schlug Coluche im Januar 1986 in einer Fernsehsendung ein Gesetz vor, dass für Privatpersonen einen Steuerabzug bis 1.000 FF für Spenden vorsah. Tatsächlich wurde das Gesetz vom französischen Parlament mit überwältigender Mehrheit 1988 verabschiedet und trug somit auch zum Erfolg der Restos du Cœurs, die in der französischen Bevölkerung von allen Vereinigungen das höchste Vertrauen genießen. 1988 wurden in den 2.500 Zentren in ganz Frankreich bereits 25 Millionen Essen ausgegeben, im Jahre 2004 sogar 65 Millionen!

Diese Zahlen verweisen auf das bedeutende Ausmaß nicht stattlicher, solidarischer Initiativen.

Der Winter wird bald kommen.
Wer spenden oder helfen möchte: www.restaurantsducoeur.com

1 … 51 52 53 54