1. September 1715: Tod Ludwigs XIV.

Im Alter von 76 Jahren stirbt Ludwig XIV. am 1. September 1715 in Versailles. ALs Vierjähriger tritt er nach dem Tod von Ludwig XIII. dessen Nachfolge als König an. Bis zu seinem 13. Lebensjahr übt seine Mutter Anna von Österreich die Regentschaft für ihn aus.

Mit den Tweets der <<< Timeline CVersailles kann man hier die letzten Stunden des Königs miterleben.

Eine ausführliche Dokumentation > > Le petit journal du Grand Roi berichtet über Ludwig XIV.

> Des nouvelles du roi, par Alexandre Maral
> ARTE commémore le tricentenaire de la mort de Louis XIV

> L’exposition. Le roi est mort, du 27 Octobre 2015 au 21 Février 2016, au château de Versailles

> Der YouTube-Kanal vom Château de Versailles

Lesebericht:
Azouz Begag/Wilfried N’Sondé/Nathalie Licard/Lorène Lemor/ Mfa Kera:
Mon premier échange

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Sieben französische Autoren, unter ihnen Azouz Begag und Wilfried N’Sondé, schildern anhand von Anekdoten ihre erste Begegnung mit Deutschland. Man sagt, die Franzosen bewundern Deutschland, aber lieben sie das Nachbarland auch? Jeder von ihnen hatte ganz andere Gründe, nach Deutschland zu kommen: ein Schüleraustausch, der Job, das Studium, bloße Neugier, das Land, die Menschen und gar DIE große Liebe.

Und www.france-blog.info hat einige von ihnen schon einmal getroffen – sie lassen auch hier in Bild und Ton ihre Deutschlandbegeisterung erkennen. Und jeder von ihnen sieht Deutschland aus einer anderen Perspektive – so kann man bei der Lektüre ihrer Texte nicht nur nebenbei wichtige Beobachtungen zu kulturellen Unterschieden machen. Noch ein Tipp. Zeigt dieses Buch auch vor allen den französischen Freunden, die noch ein wenig zögern, die Reise über den Rhein zu machen.

Für Lorène Lemor war das Erlernen der deutschen Sprache eine Selbstverständlichkeit. Auch ihre beiden Brüder hatten Deutsch gelernt. hat die deutsche Sprache die Tür zu einer reichen Kulturwelt geöffnet. (S. 6) Sie erinnert sich an ihrer Mutter, die kam an einem 14. Dezember zum Ball Sainte Barbe der Feuerwehrleute: „Foulez-fous danser avec moi, mademoiselle?“ fragte einer von ihnen… Horst. Dann der Besuch in Konstanz. Aufregend. Später lernt Lemor in Deutschland einen Franzosen kennen, der kein Deutsch spricht….

Thierry Sète sollte auch einen Beitrag für dieses Buch liefern: Von einem, der auszog, Neuland zu entdecken lautete sein Titel. Die Redaktion war begeistert, wollte aber dann doch den Text auf Französisch haben: Le goût de l’Allemagne. Wer ihn und seine Begeisterung für die deutsche Sprache und Kultur kennt, weiß dass das ihm nicht schwer-, aber ein bisschen missfiel. Dann hat er sich aber doch hingesetzt und eine wunderbare, ganz individuelle Geschichte über sein Deutschlernen, wie er Deutschland entdeckt hat, geschrieben – ein wunderbarer Text, den man, er ist ja auch auf Französisch, all denen zur Pflichtlektüre schicken müsste, die in Frankreich auch nur eine Minute Deutschunterricht einsparen wollen. – Thierry Sète war lange Zeit als Attaché linguistique im Institut français de Stuttgart tätig. > Avez-vous déjà passé une épreuve du DELF?

mk-aÉchange lautet der Titel des Beitrags, den Mfa Kera geschrieben hat. Sie kommt nach Hamburg zu einem Schüleraustausch. Jeder Austausch ist immer ganz was ganz Individuelles. Jede/r erlebt immer was ganz anderes. Nichts kann vorhergesehen werden. Für jede/n ist Deutschland immer Neuland. Und stimmt meist mit nichts im Lehrbuch überein. Jede/r entdeckt die kulturellen Unterschiede, man isst anders, geht anders miteinander um, andere Wohngewohnheiten. So auch in der Erinnerung von Mfa Kera, die das Wort gemütlich erklärt. Sie kommt nach Hamburg-Blankenese zur Famile Schönneck. Und dann die Schule aus roten Klinkern gebaut. Dann abends die Reeperbahn. Besser als ein Abenteuerroman. So was darf man einfach nicht verpassen.

Wilfried N’Sondé schreibt Histoire berlinoises und berichtet von Mademoiselle Lemoine, die die Aufgabe hatte, die Schüler im Zug nach Berlin zu bändigen. Wir wussten eigentlich nichts über unseren deutschen Nachbarn, gesteht N’Sondé. Dann die Fahrt nach Deutschland, am Kölner Dom vorbei. Ende 1989 am Bahnhof ankommen! Und dann die Überraschung der deutschen Schüler, die auch einmal die farbigen Gäste neben sich auf der Bank sitzen sahen. Sie betrachteten uns wie Außerirdische und merkten schnell, dass wir ihnen doch sehr ähnelten. Ein aufregender Besuch, gerade weil sie such noch die Auswirkungen der jüngst erfolgten Öffnung der Mauer mitbekommen haben. > N’Sonde à Stuttgart und > Souvenirs d’Allemagne.

Et tranquille, coule le Rhin lautet der Titel des Beitrags von Azouz Begag, Minister a.D. In der sixième begann er Deutsch zu lernen. Viele Worte bestimmten seine Vorurteile: Blitzkrieg, Kartoffel, Danke, Bitte. Er vergleicht die deutschen und französischen Wörter, merkt, dass die Wörter viel von der Kultur ihres Landes in sich eingebunden mitbringen, berichtet von seiner Lehrerin Madame Zapoit. Dann kommt Ursula Müller aus Stuttgart, die Sparachassistentin aus Deutschland, Azouz ist sofort in sie verliebt und sofort kann er alle Verbformen von aimer. Sein Deutsch machte Riesenfortschritte, dass die anderen staunten und nicht merkten, woran das lag: Es bleibt uns nichts andres übrig, als ein Taxi zu nehmen. > Lesung mit Azouz Begag, „ein Brückenbauer“, im Schulzentrum Marienhöhe und > Azouz Begag im Institut français de Stuttgart:

spStéphane Paroubek erzählt von seinem Besuch in Stuttgart: Ma tante de Stuttgart. List man seinen Text könnte man zuerst den Eindruck bekommen, Stuttgart ist so weit von Frankreich. Was man dort isst. Fast wie auf der anderen Seite der Erdkugel: Maultaschen oder Kohlrouladen. Aber dann hat er bei seinem Praktikum die Arbeit in der Redaktion kennengelernt. Franzosen, die für Deutsche dei Französischbücher schreiben. Und er lernt das deutsche Weihnachtsfest zusammen mit Griechen und Türken kennen.

Wenn aber der Lesebericht wie hier immer länger wird, bowohl das Besprechungsexemplar mit 80 Seiten eigentlich gar nicht so lang ist, dann ist es wirklich perfekt gelungen. Alle sieben Autoren berichten über einzelne Facetten ihrer „Initiation“ in Deutschland. Kulturelle Vielfalt, die erst im Vergleich mit dem Heimatland so richtig auffällt, und jedem von ihnen Erfahrungen in Deutschland beschert, die sie als Sprungbrett für neue Taten nutzen können.

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Azouz Begag/Wilfried N’Sondé/Nathalie Licard/Lorène Lemor/ Mfa Kera:
> Mon premier échange
Lecture graduée – Lektüre mit Audio-CD, abgestimmt auf Découvertes. Ende des 4. Lernjahres
978-3-12-591815-3 (3-12-591815-4)
Diese Lektüre kann die Unité 3 in Band 4 von Découvertes, Série jaune und Série bleue ersetzen.
Umfang 80 Seiten

Französisch-Unterricht 2.0 in Frankreich

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Französische Wochen! In Stuttgart. 15.-30.10.2015

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Das Institut français Stuttgart freut sich, dass das 15. Jubiläum der Französischen Wochen 2014 ein so großer Erfolg war und kann von hohen Besucherzahlen und positiver Resonanz berichten. Die Französischen Wochen 2015 finden vom 15. bis 30. Oktober statt. In diesem Jahr widmet sich das Großprojekt dem Thema Freiheit. Unter dem Motto „J’écris ton nom – Liberté“ nach dem Gedicht von Paul Éluard beleuchten zahlreiche der rund 60 Veranstaltungen die Thematik aus unterschiedlichen Blickwinkeln.

Schauen Sie in das Programm *.pdf. Es lohnt sich, dieses Jahr ist die Programmgestaltung besonders gut gelungen. Nehmen Sie sich nichts anders vor. 15-.30.10.: Wir sehen uns in Stuttgart.

Abgesehen von unseren Fotos bei und von Veranstaltungen unterstützen der Ernst Klett Verlag und www.france-blog.info die französischen Wochen auch mit einem Vortrag:

> Der Erste Weltkrieg und die französische Literatur

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Französische Schriftsteller und Dichter haben in ihren Tagebüchern, Romanen, Gedichten und Briefen das Grauen des Krieges ausführlich dokumentiert. Viele von ihnen glaubten noch 1914 an einen kurzen Krieg, bevor die ersten Schützengräben ausgehoben wurden. Im ersten Kriegsjahr fallen schon 133 französische Schriftsteller, unter ihnen Charles Péguy – wie auf der deutschen Seite sein Übersetzer Ernst Stadler – und Alain-Fournier. Bis 1918 verliert Frankreich 560 Schriftsteller. Dieser Vortag stellt ausgewählte Werke französischer Schriftsteller vor und fragt, ob sie in den Untersuchungen, die anlässlich des hundertsten Jahrestages des Kriegsausbruchs von 1914 erscheinen, gewürdigt werden.
Referent: Dr. Heiner Wittmann
Ort: Institut français Stuttgart, Schloßstraße 51, 70174 Stuttgart
Mittwoch 21.10.2015 – 19:00 Uhr bis 20:30 Uhr
Eintritt: frei
Veranstalter: Institut français Stuttgart und Ernst Klett Verlag GmbH
Kontakt: info.stuttgart@institutfrancais.de

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