Morgen wird in Frankreich gewählt

289 Parlamentssitze benötigt François Hollande für eine absolute Mehrheit der Parti socialiste PS. Die Meinungsforscher glauben zwar an 295-330 Sitze, aber es stellt sich doch die Frage, ob das > Tweet seiner Lebensgefährten Valérie Trierweiler, mit dem sie sich im ersten Wahlkreis von La Rochelle für Olivier Falorni zum Nachteil von von Ségolène Royal aussprach, am Eindruck, eines „normalen Präsidenten“ ein wenig kratzen könnten. Auf diese scène de ménage in den Medien hätte Hollande sicher gerne verzichtet. Hat er in gewisser Weise auch, weil er sich dazu gar nicht geäußert haben soll. Bis zur Wahl wurden Wahlkampfgeschenke – Wiedereinführung der Rente mit 60 Jahren – verteilt, danach wird man wieder zur seriösen Politik zurückkehren. Hollande hat versprochen, dass ein Schwerpunkt seiner Präsidentschaft der Bildung gewidmet werden wird. Und der EURO-Rettung sowieso. Der schnelle Empfang der SPD-Troika in Paris ist Teil seines indirekten Wahlkampfs, aus dem er sich ja eigentlich heraushalten wollte. Bekommt er seine erwünschte Mehrheit am Sonntag, wird Frau Merkel sich noch ein bisschen mehr auf den neuen Präsidenten einstelllen müssen. Grundlegende Veränderungen sind in den deutsch-französischen Beziehungen nicht zu erwarten. Es gibt aber eine Chance, ihnen ab Montag wieder mehr Gewicht im Sinne der Gestaltung der Politik zu verleihen.

Auf diesem Blog:
> Angela Merkel und François Hollande: Die deutsch-französischen Beziehungen
Ein Gespräch mit Prof. Uterwedde im DFI

Piraté ? Wenn Valérie Trierweiler zwitschert

Actualisé : 20 juin, 11 h 21.

> Tweetgate: Trierweiler admet „avoir commis une faute“ et fait son mea culpa

Actualisé : 14 juin, 21 h 23.

Europe 1 schreibt: > Twitter : Trierweiler pense avoir été piratée. Jemand hat bei ihr am Dienstagabend nachgefragt: Europe I gibt an „Quelques minutes plus tard, la Première dame contacte, en effet, l’AFP et assure que ce dernier tweet est „apparemment“ le fruit d’un piratage.“ Sie versichert, ihr Twitter-Konto sei anscheinend gehackt worden.

Die Wesbite télégramme.com hält das Tweet für authentisch und schreibt: > „Tweet. Pour 2 Français sur 3, Valérie Trierweiler a eu tort.“

Nehmen wir nochmal den FIGARO zur Hand: > Trierweiler utilise Twitter comme une arme politique – LE FIGARO, 12, juni 2012, 18 h30.

Man kann jetzt auch mal gucken, welche Zeitungen welcher politischer Lager das Tweet für echt halten.

> Les socialistes pressés de tourner la page Trierweiler – LE FIGARO, 14 juin 2012, 19 h 48. Ein Versuch, die Affäre noch nein bisschen am Köcheln zu halten. In Rom – berichtet der FIGARO – habe Hollande sich nicht dazu äußern wollen und der Premierminister empfiehlt Trierweiler, „diskreter“ mit den Tweets umzugehen. Und der Envoyé spécial des Firgaro schriebt in diesem Artikel: „À l’évocation du tweet de Valérie Trierweiler, il a souri. ‚Je ne pense pas que le président Monti pourra répondre à cette question et je n’y répondrai pas non plus, a-t-il éludé. Ce n’est pas le lieu.‘ En partant, il a ajouté qu’il ne parlerait pas du sujet avant les législatives. Peut-être plus tard.“

Was kann man aus dieser Affäre lernen? Zuerst den vorsichtigen Umgang mit Twitter. Ein falsches Wort und die Medien nutzen die Folgen erbarmungslos aus. Der Autor des Tweets ist oft nicht mehr in der Lage, auf Französisch hieße es corriger le tir, die Bedeutung oder gar die Tragweite seines Zwitscherns zu korrigieren. Das gilt zwar auch für andere Statements, aber die 140 Zeichen von Twitter erlauben keine große Bandbreite für eine Umdeutung des Gesagten. Die Kürze der Tweets zwingt zu einer gewissen Klarheit, die alles Drumherum nicht gebrauchen kann. Und am Ende dieses Beitrags steht die Aufgabe für die Internet-Recherche mit Hilfe der > Medien: Hat Valérie Trierweiler zugunsten von Olivier Falorni getwittert oder nicht? Glaubt sie nur oder ist Ihr Twitter-Konto gehackt worden? Welche Zeitungen oder Medien übernehmen die Version der „piratage de son compte Twitter“, welche Medien kritisieren sie für Ihr Tweet und halten es für authentisch?

Actualisé : 14 juin, 13 h 30.

Man könnte mit dem Theam dieses Beitrags, Schülern beibringen, wie Journalisten genau arbeiten müssen: Es geht um ein Tweet von Valérie Trierweiler, der Lebensgefährten des Staatspräsidenten, François Hollande. Ist ihr Tweet vom 12. Juni echt? Oder wurde ihr Twitterkonto missbraucht? Das Tweet hat schon die Medien schon zwei Tage beschäftigt. Hat der Hacker schon Erfolg gehabt? Oder war das Tweet, mit dem sie dem Gegener von Ségolène Royal im 1. Wahlkreis von La Rochelle angeblich ihre Unterstützung aussprach, gefälscht?

> Trierweiler affirme que son compte Twitter a été „piraté“ mercredi – LE MONDE – 13 juin 2012 :“Valérie Trierweiler a affirmé à l’AFP que son compte Twitter avait été „apparemment piraté“ mercredi 13 juin, après l’apparition à 17 h 49 d’un message comportant un lien renvoyant vers une brève de Rue89.“

> A La Rochelle, après le tweet de Trierweiler : „T’as lu ça ? C’est énorme“ LE MONDE

> Trierweiler affirme que son compte Twitter a été piraté – LE FIGARO 13 juin 2012

Ist das Twitter-Konto von Valerie Trierweiler gehackt worden oder nicht?

Angenommen es wäre echt: Früher haben Politiker mal den einen oder anderen Satz ausgewählten Journalisten zugesteckt. Man weiß eben schon, was man wo wem und wie sagt, damit es da oder sort seine Wirkung entfaltet. Heute ist das ganz anders. Es gibt dijenigen, die mal unüberlegt oder doch mit Absicht mal laut zwitschern, in der Hoffnung oder mit dem Wissen, dass ihr Ruf nciht ungehört bleibt. Valérie Trierweiler wollte – mit ihrem Tweet – oder ein Hacker wollte Trierweiler schden – Falorni (PS) helfen, logischerweise Segolène Royal schaden und was ist mit François Hollande? „Courage à Olivier Falorni qui n’a pas démérité, qui se bat aux côtés des Rochelais depuis tant d’années dans un engagement désintéressé,“ (Le Monde, 14. Juni 2012) so lautet das > Tweet, mit dem > Valérie Trierweiler, 1ère dame de France, mit 135 Zeichen am Dienstag, 12. Juni das politische Leben in Frankreich mal so richtig aufgemischt hat. Mit dieser Mikro-Meldung unterstützt sie den Kandidaten, der in La Rochelle Ségolène Royal den Sitz der Assemblée Nationale streitig machen will. Seitdem beherrschen diese 135 Zeichen die Medien und alle fragen sich, warum Trierweiler auf diese Weise sich öffentlich gegen ihren jüngst zum Präsidenten gekürten Lebensgefährten stellt.

Die Umfrageinstitute rechnen damit, dass Olivier Falorni 58 % der Stimmen im, 1. Wahlkreis von La Rochelle erhalten wird.

> Olivier Falorni, opposant de Royal et fidèle d’Hollande – LE FIGARO 11 juin 2012

> LA ROCHELLE – Royal montre ses griffes – LE POINT 14 juin 2012

Die Formulierung in Le Monde resümiert den Verlauf des Wahlkampfs vor dem 2. Wahlgang: „Le moment choisi (der Zeitpunkt des Tweets von Trierweiler, H.W.)- entre les deux tours du scrutin législatif – offre en outre un refuge médiatique providentiel à la droite, aux prises avec ce qui aurait dû être le sujet du jour : les embarras de l’UMP face au Front national.“ (LE Monde 14 jui 2012) – Die Twitteraffäre kommt Hollande sicher nicht gelegen. Er kann sich relativ sicher sein, am nächsten Sonntag eine sicherer Mehrheit in der Nationalversammlung uzui bekommen. Dann sind aber der Wahlkampf und Wahlgeschenke erstmal vorbei. Der politsche Alltag wird wieder da sine und es gilt was LE MONDE heute schreibt: Noch zögern der Präsident und sein Premierminister en détail zu sagen, welchen Sparanstrengungen auf die Franzosen zukommen werden: „… les deux têtes de l’exécutif rechignent à endosser les habits de Cassandre.“

Das Twewet ist eine öffetnliche Brüskierung von Hollande: LE Monde, 14 juin 2012: „Le tweet de Mme Trierweiler est une authentique erreur politique. Sa première victime en est l’image d’un président cohérent, serein et maître de son message.“ Man darf sich fragen, ob das gutgeht. 1ère dame de France und die Absicht, Jourtnalistin zu bleiben. Kann das gut gehen? Twitter war für sie eine Falle. Vielleicht aht sie die Folgen beim Zwitschern nicht bedacht? Das kann nicht sein, weil das kleien Tweet zu offenkunbdig direkt in den Wahlkampf eingreifen will. Ob das eine scène de ménage im Elyséepalast gegeben hat? Möglicherweise hat man in der Umgebung des Präsidenten zu erst gehofft, dass sich ein Spaßvogel einen Scherz erlaubt hat. Das Zwitschern soll echt gewesen sein. Und ein Berater des Präsidenten fühlte sich – so Le Monde – „littéralement scotché.“ Oder ist doch ein „Fake“, wurde ihr Twitteraccount gehackt?

Wie gesagt. Eine echte Internet-Recherche-Aufgabe: Mme Trierweiler a-t-elle envoyé un tweet pour soutenir Olivier Falorni ?

Ergänzung, 15.6.2012:

Hm, hat sie nun immer alleine von ihrem Twitter-Konto gezwitschert oder nicht?

> Les dessous du tweet de Valérie Trierweiler – France24 – 14 juin 2012

Wahrscheinlich ist es besser, dass Politiker den Umgang mit Twitter meiden. Twittern ist immer eine Gratwanderung. Man kann zu beiden Seiten runterfallen oder ein anderes Bild: Zwischen Informieren und Beeinflussen ist der Spalt so breit, dass man dort leicht hineinfällt.

In Rumänien:
Festival AMIFRAN, Festival International de Théâtre Lycéen Francophone

Führt Ihr in Eurer Schule Theaterstücke auf französisch auf? Dann solltet Ihr mal auf Tournee gehen:

Das 20. Festival AMIFRAN, Festival International de Théâtre Lycéen Francophone, findet vom 27. Oktober bis zum 2. November 2012 in Arad, Rumänien statt. Gesucht werden noch Theatergruppen mit Schülern aus Deutschland, die Stücke auf Französisch aufführen. Für Deutschland ist die Anmeldefrist auf den 1. August 2012 verlängert worden. Details zum Festival finden Sie im Anhang und im Internet unter www.amifran.ro.

Nous avons le plaisir de vous informer que la XX-e édition du Festival AMIFRAN, Festival International de Théâtre Lycéen Francophone, aura lieu du samedi 27 octobre au vendredi 2 novembre 2012 à Arad dans la grande salle du Théâtre « Ioan Slavici » d’Arad. Vous y êtes chaleureusement conviés. L’arrivée des troupes est prévue pour le samedi 27 octobre avant 17 heures et le départ , pour le vendredi 2 novembre.

Nous tenons à vous rappeler certains principes que chaque groupe est invité à observer:
• âge des participants: 14-19 ans, élèves pratiquant le théâtre en français, en milieu scolaire;
• chaque groupe comprendra maximum 15 élèves plus un/deux accompagnateur(s) adulte(s);
• chaque troupe présentera un spectacle de théâtre en langue française (pièce du répertoire, adaptation, texte original, création, etc.) d’une durée maximum de 35 minutes;
• deux matinées seront réservées aux ateliers de formation théâtrale animés par des acteurs et metteurs en scène professionnels; élèves et accompagnateurs y sont attendus;
• en guise de clôture du festival nous reprendrons le CONCOURS-SPECTACLE DE LANGUE, CULTURE et CIVILISATION FRANÇAISE où chaque pays/atelier théâtre sera représenté par un/une élève; le thème du concours 2012 est dédié à Alfred de Musset ( 155 ans depuis sa mort) et à sa pièce « On ne badine pas avec l’amour »;
• Amifran poursuit son concours de photographies Au-delà du rideau où chaque troupe/établissement/ville est invité(e) à s’inscrire avec maximum trois photos en couleurs ou noir et blanc, photos d’auteur ou d’un collectif d’auteurs, ayant les dimensions de 20/30 cm; les meilleures photos seront primées par un jury professionnel;
• l’hébergement ( six nuitées en internat scolaire/hôtel) et les repas ( six pensions complètes cantine/restaurant) des participants, à partir du samedi 27 octobre (le dîner) au vendredi 2 novembre (le petit déjeuner) sont à la charge des organisateurs;
• une participation financière de 130 euros par personne est à prévoir;
• le voyage aller-retour est à la charge des groupes;
date limite d’inscription au festival pour des groupes allemands: le 1er août 2012 ( dernier délai).
Si vous trouvez notre projet intéressant, veuillez remplir, signer et renvoyer la fiche d’inscription que vous trouverez sur notre site : > www.amifran.ro à partir du 15 février.
Au plaisir de se rencontrer à Arad à notre fête du théâtre, de la jeunesse et de la langue française, nous vous prions, Monsieur/Madame, de croire à nos sentiments les plus sincères.

Le Président de l’AMIFRAN,
Florin DIDILESCU

Die Anmeldung nimmt Herr Florin Didilescu amifran@amifran.ro entgegen.

Mittwoch, 20.6.: „La Mariée était en noir“

Cuisine & Cinéma: La Mariée était en noir
Flmtheater, im ehemaligen Daimler-Benz-Areal, Türlenstrasse 2, 70191 Stuttgart

20.06.2012, 19:00 Uhr – 22:30 Uhr

Die Filmgalerie 451 feiert im Juni ihren 25. Geburtstag und zeigt zu diesm Anlass beim monatlichen „Cuisine & Cinéma“ den Klassiker „La Mariée était en noir“ mit Jeanne Moreau, Michel Bouquet, Charles Denner und Jean-Claude Brialy. Dieser französische Film wird auch dieses Mal mit französischer Küche kombiniert.
La Mariée était en noir: Fünf junge Männer treffen sich in einer Wohnung und schlagen die Zeit mit Alkohol und Kartenspiel tot. Aus einer Laune heraus nehmen sie ein Jagdgewehr und zielen auf die gegenüberliegende Kirche. Als ein Brautpaar in diesem Moment aus der Kirche tritt, löst sich ein Schuss und tötet den Bräutigam. Entsetzt ergreifen die fünf Männer die Flucht. Doch die Braut lebt fortan nur noch für ihre Rache. Einige Jahre später gelingt es ihr schließlich, die Männer nach und nach ausfindig zu machen… Truffauts Mischung aus Hitchcock und Drama zeigt Jeanne Moreau in einer ihrer besten Rollen, und wurde zum zeitlosen Klassiker des französischen Kinos.

In französischer Sprache mit dt. Untertitel

Veranstalter: Filmgalerie 451 Stuttgart / Institut français Stuttgart

Eintritt: 15,- Euro incl Verzehrbon (wird auf Speisen und Getränke angerechnet)

Der erste Wahlgang der Parlamentswahlen in Frankreich

Valéry Giscard d’Estaing sagte einmal: „Ma circonscription est la France.“ so wie der Präsident also einen Wahlkreis für sich hat, so hat jeder Abgeordnete, auch die Abgeordneten, > die Franzosen im Ausland repräsentieren, seinen eigenen Wahlkreis. Es gibt also keine Wahllisten, so wie in Deutschland, wo nur die Hälfte der Abgeordneten in Wahlkreisen gewählt wird (Direktmandat) und die andere Hälfte per Listen auf denen die Rangfolge – und somit die Wahlchancen – von unseren Parteien bestimmt wird. Bei uns haben also die Wähler kaum eine Möglichkeit Politiker, die von den Parteien favorisiert werden, abzuwählen. Und das Mehrheitswahlrecht in Frankreich favorisiert die starken Parteien und sichert ihnen solide Mehrheiten. Aus diesem Grund ist diese Wahl auch so spannend, weil in jedem Wahlkreis die Wähler über ihren Abgeordneten entschieden. Wie wird der FN sich verhalten? Wer tritt zugunsten von wem zurück, welche Wahlempfehlungen gibt es? Ob Hollande sich noch an seinen Wahlvorschlag, wieder das Verhältniswahlrecht einzuführen, erinnern wird? Nach seiner Wahl zum Staatspräsidenten gab es zumindest ein großes Wahlgeschenk. Die Wiedereinführung der Rente mit 60 Jahre, wenn auch an bestimmte Voraussetzungen geknüpft, kommt – gegen jede Vernunft – jährlich 110.000 Arbeitnehmern zugute. Die Frage der Finanzierung wird dabei möglichst nicht gestellt. Nun folgt auch die gute Nachricht für François Hollande: Er kann möglicherweise mit einer absoluten Mehrheit für die Parti socialiste in der Nationalversammlung rechnen. 321-361 Sitze für die Linke und 218-250 Sitze für die Rechte, prognostiziert das Umfraginstitut Oponionway, gemäß einer Meldung des Figaro: La gauche obtiendrait la majorité absolue au second tour.

> Die Ergebnisse des ersten Wahlgangs der Wahl zur Nationalversammlung am 10. Juni 2012

> 36 Kandidaten wurden im ersten Wahlgang gewählt. Sie haben also die absolute Mehrheit der Stimmen in ihrem Wahlkreis erhalten + mindestens ein Viertel der Stimmen aller eingeschrieben Wähler = Wahlberechtigte. Im ersten Wahlgang wurde u.a. der Premierminister Jean-Marc Ayrault gewählt. Eine wichtige Voraussetzung für ihn, um im Amt zu bleiben. In 495 Wahlkreisen wird es eine Stichwahl geben, und in > 36 Wahlkreisen wird es eine Triangulaire geben, dort haben je drei Kandidaten mindestens 12,5 % der Stimmen erhalten. Um dort im zweiten Wahlgang gewählt zu werden, reicht die einfache Mehrheit.

Im ersten Wahlkreis von Charente-Maritime hat Ségolène Royal (32,03 %s) chlechte Karten gegenüber einem Sozialsten, Olivier Falorni, der 28,91 % der Stimmen erhalten hat und möglicherweise nicht zugunsten von Royal aufgeben wird.

> Législatives : 36 députés élus ou réélus au premier tour – LE MONDE

> Résultats des élections législatives : France entière per Departement oder Region – LE MONDE

Sonderseite: > Législatives 2012 – LE MONDE

Gemeinsam Geschichte schreiben?
Podiumsdiskussion zu internationalen Geschichtsbüchern

Das deutsch-französische Geschichtsbuch ist ein Exportartikel par excellence der deutsch-französischen Kooperation geworden. Das Verfahren, wie es trotz unterschiedlicher Lehrpläne und vor allem auf der Grundlage einer so schmerzlichen Erinnerung an drei Kriege ein solches Werk zu erstellen, ist eine erneute Dokumentation der deutsch-französischen Aussöhnung, die selber ein Modell für andere Staaten ist, die gerne ihr Verhältnis mit einem oder mehreren Nachbarländern neu ordnen würden. Dieses Unterrichtswerk hat es vorgemacht: Wenn zwei Staaten ihre gemeinsame Geschichte in einem Schulbuch darstellen, profitieren nicht nur die Schülerinnen und Schüler vom neuen Blick auf sich selbst. Die drei Bänden enthalten die Geschichte zweier Staaten. Das Werk ist ja eigentlich viel umfangreicher als es aussieht, weil es die deutsche und die französische Geschichte enthält und zugleich allein schon durch die Präsentation und das Zustandekommen des Werkes – abgesehen von den ausdrücklich den gemeinsamen und unterschiedlichen Sichtweisen gewidmeten Seiten – für Schüler eine Anleitung ist, zu lernen, wie man Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet und bewertet.

Am 14. Juni diskutieren Fachdidaktiker und Lehrkräfte, wie sich dieses Konzept auf ein deutsch-polnisches Geschichtsbuch und ähnliche Projekte übertragen lässt.

Wie kann man verschiedene Vorstellungen der Geschichte zusammenführen? Wie im Schulbuch die nationale Perspektive überwinden? Und warum ist der neue Blickwinkel so wichtig wie nie? Bei einer deutsch-französisch-polnischen Veranstaltung beleuchten Experten die Ziele, Wege und Methoden internationaler Geschichtsbücher:
14. Juni 2012
Zeitgeschichtliches Forum Leipzig

Grimmaische Str. 6, 04109 Leipzig
18:00 bis 19:30 – Eintritt frei

Auf dem Podium:
Dr. Ilas Körner-Wellershaus hat Religionsgeschichte, Politik und Zeitgeschichte, Kunstgeschichte in Tübingen und Bonn studiert. Seit 2005 ist er Projektleiter des deutsch-französischen Geschichtsbuchs, und seit 2007 Verlagsleiter des Ernst Klett Verlag in Leipzig.
Dr. Rainer Bendick ist Historiker, Romanist, Lehrer an dem Abendgymnasium Sophie Scholl, Osnabrück, und Herausgeber sowie einer der Autoren des ersten Bandes des deutsch-französischen Geschichtsbuches. In 1999 hat er eine Studie unter den Titel „Kriegserwartung und Kriegserfahrung. Der Erste Weltkrieg in deutschen und französischen Schulgeschichtsbüchern (1900-1939/45)“ geschrieben.
Dr. Emmanuel Droit, Dozent für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Rennes 2, z. Zeit Humboldt-Stipendiat in Potsdam und Berlin, erforscht die Erziehungspraktiken und Vorstellungen der DDR, die Geschichtsschreibung des Ostblocks, und die Erinnerungskultur Europa. Er hat das deutsch-französische Geschichtsbuch als Oberstufen-Lehrer in Straßburg in bilingualen Unterricht benutzt.
Véronique Charles ist Geschichts- und Geografie-Lehrerin in der Académie de Lyon (Frankreich) und seit einem Jahr im Rahmen des „Jules Verne Programms“ an das Anton-Philipp-Reclam-Gymnasium Leipzig delegiert, wo Sie im bilingualen Zug diese Fächer unterrichtet. Sie war ein Jahr (1997-98) in Polen als Französisch-Lehrerin tätig.
Prof. Dr. Krzysztof Ruchniewicz ist Historiker, Direktor des Willy-Brandt-Zentrums für Deutschland und Europastudien der Universität Wroclaw, wissenschaftlicher Koordinator des deutsch-polnischen Geschichtsbuches, und Mitglied des Präsidiums der Deutsch-Polnischen Schulbuchkommission.

Die Podiumsdiskussion „Gemeinsam Geschichte schreiben?“ ist eine Veranstaltung des Institut Francais Leipzig in Zusammenarbeit mit dem Polnischen Institut Leipzig, der Ernst Klett Verlag GmbH und dem Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig mit freundlicher Unterstützung von Tilia Umwelt GmbH.

Institut français Leipzig
Thomaskirchhof 20
04109 Leipzig
Tel : +49 341 589 890


Articles sur ce blog / Beiträge auf diesem Blog:

> Histoire / Geschichte: Das deutsch-französische Geschichtsbuch ist komplett

> Karlsruhe : Le manuel franco-allemand d’histoire

> Tübingen : La présentation du manuel franco-allemand d’histoire

> Présentation de la version française du deuxième volume du manuel d’Histoire franco-allemand en Sorbonne 23 avril 2008

> Pressekonferenz und Festakt am 9. April 2008 in Berlin

> 70 Beiträge zur Geschichte auf diesem Blog


Deutsche Ausgabe:

> Histoire / Geschichte – Europa und die Welt von der Antike bis 1815
Schülerband – Oberstufe – 978-3-12

„Au p´tit resto santé“ – Wie ernähren sich die Franzosen?

Vom 4. bis zum 14. Juni 2012 lädt das Institut français Leipzig in Zusammenarbeit mit dem Ernst Klett Verlag in die Ausstellung „Au p´tit resto santé“ ein.

Die interaktive Ausstellung sensibilisiert für einen bewussten Umgang mit dem alltäglichen Vorgang der Nahrungsaufnahme und stellt die Freude am Essen in den Mittelpunkt. Sie bringt jedem Besucher – ob mit oder ohne Bezug zu Frankreich – das Thema durch Spiele und Experimente näher. Unter anderem können sich Kinder und Jugendliche in einem „Selbstbedienungsrestaurant“ spielerisch mit den Nahrungsmittelgruppen beschäftigen.

Treffpunkt Klett Leipzig
Katharinenstraße 23/Brühl 18 – 04109 Leipzig
Eintritt frei – In deutscher und französischer Sprache

Führungen für Schüler
Das Institut français veranstaltet in Kooperation mit dem Treffpunkt Klett Leipzig Führungen für Schülergruppen der 5. bis 10. Klasse von Leipziger Mittelschulen und Gymnasien. Die Besichtigungszeiten sind von 12:00 Uhr bis 16:00 Uhr.
Anmeldung ist erforderlich über das Institut Français: > <"href="mailto:claire.perreau-solignac@institutfrancais.de">claire.perreau-solignac@institutfrancais.de.

Besichtigungen von Privatpersonen
Öffentliche Besichtigungen von Privatpersonen sind nach Anmeldung in der Zeit von 4. bis 13. Juni 2012 jeweils von 16:00 Uhr bis 16:45 Uhr möglich.
Anmeldung bitte unter > <"href="mailto:claire.perreau-solignac@institutfrancais.de">claire.perreau-solignac@institutfrancais.de.

„Au p´tit resto santé“ ist Teil der Projektreihe „Speisen der Welt“ (Elemente der Begeisterung). Die Reihe lädt mit Kochkursen und Picknicks Leipzigerinnen und Leipziger ein, die Vielfalt und Faszination unterschiedlicher Kulturen unmittelbar zu erfahren.

La photo officielle de François Hollande

Raymond Depardon hat das offizielle Photo des neuen Staatspräsidenten François Hollande im Park des ELysee-Palastes aufgenommen: > Les coulisses du portrait officiel de François Hollande – LE Monde, 4 juin 2012.

Jedes Präsidentenfoto, ganz besonders unter der V. Republik wirkte immer fast wie ein Programm für die ganze Amtszeit, hängt es doch in allen Amtsstuben in Frankreich, in über 36.000 Rathäusern. Charles de Gaulle mit Orden stand in der Bibliothek, seine Faust berührte einen kleine Beistelltisch, Georges Pompidou auch mit Orden imitierte die Haltung seine Vorgängers, nur dass er mit den Fingern den kleinen Tisch berührte. Valéry Giscard d’Estaing zeigte nur den Oberkörper vor einer Trikolore also mit einem fast weißen Hintergrund – im Querformat. Mit François Mitterrand ging es zurück in die Bibliothek, dort las er in den Essais von Michel de Montaigne (Auf diesem Blog: > Une visite chez Michel de Montaigne) und schaut kurz auf, um den Besucher zu mustern. Jaques Chirac begründete ein neue Tradition. Ihn zeigt das Foto im Park des Elysee-Palastes, als wenn er auf den Besucher warten würde. Die Hände sind hinter dem Rücken versteckt. Nicolas Sarkozy steht wieder in der Bibliothek, ohne Buch in der Hand und ohne Beistelltisch und ohne Orden, dafür mit Trikolore und Europafahne. Nun hat Hollande die Tradition von Chirac wieder aufgenommen und erscheint im Park mit dem Rücken zum Elyseepalast, der im Hintergrund merkwürdig überbelichtet aussieht und scheint auf den Besucher zuzugehen. Andrerseits deutet die Haltung der Hände doch an, dass er steht. Schaut man genauer hin, sind am linken Seitenflügel des Palastes die Trikolore und die Europafahne zu erkennen. Irgendetwas stimmt mit den Flaggen nicht. Wenn die Europaflagge richtig hängt, ist die Trikolore um 90 ° verdreht? Un drapeau hollandais ? Da ist, glaube ich, mit Photoshop etwas echt schiefgelaufen. Viel spricht dafür, dass das Photo nochmal gemacht werden sollte.

L’Alsace.fr zeigt alle genannten Fotos: > Politique. Le portrait officiel de Hollande réalisé mardi par Depardon

> La photo officielle du président de la République – Website des Elysee-Palastes

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