„Jugend in Europa – Schüler machen Zeitung“

Das Deutsch-französische Jugendwerk (DFJW) hat zum 4. Mal ein Zeitungsprojekt „Jugend und Europa-Schüler machen Zeitung“ für das Schuljahr 2006/2007 gestartet. 

Im Rahmen dieses Projekts verfassen deutsche und französische Jugendlichen während eines Schüleraustauschs gemeinsam Artikel zu europäischen Themen und veröffentlichen diese in den Tageszeitungen ihrer Heimatregionen. Im Rahmen eines abschließenden Wettbewerbs prämiert eine Jury die besten Beiträge.

Der Tipp:

Das Projekt richtet sich an Klassen der Sekundarstufen I und II, deren Schüler über Grundkenntnisse in der französischen Sprache verfügen. Bis zum 31. Oktober 2006 können Lehrer in Absprache mit der französischen Partnerschule beim DFJW die Bewerbung einreichen. Ausführliche Informationen befinden sich in den Bewerbungsunterlagen. Das DFJW gewährt den teilnehmenden Schulklassen einen Zuschuss zu den Fahrtkosten zum Ort der Begegnung.

Das Projekt den Schülern einen kompetenten Umgang mit dem Medium Tageszeitung und gibt ihnen Einblicke in die Arbeit eines Journalisten. Bewerbungen per > Anmeldeformular an:

> Deutsch-Französisches Jugendwerk
Bereich „Schulaustausch“
Molkenmarkt 1
10179 Berlin
Tel.: 030 288757-12

E-Mail:> schueler-machen-zeitung@dfjw.org

 

23. Internationales Festival des frankophonen Films

In Tübingen findet vom 1. – 8. November 2006 das 23. Internationales Festival des frankophonen Films mit einer deutsch-französischen Jury des Deutsch-französischen Jugendwerks (DFJW) statt. Auf seiner Website sucht das > DFWJ nach Interessenten, die an der Jury teilnehmen wollen:

„Das Deutsch-Französische Jugendwerk (DFJW) und TV5MONDE, in Zusammenarbeit mit den Französischen Filmtagen Tübingen – Stuttgart, suchen sieben junge kinobegeisterte Menschen zwischen 18 und 28 Jahren (vier Deutsche und drei Franzosen) für eine deutsch-französische Jury- « » mit deutsch-französischer DFJW-Jury.“

Deutsch-französische Absolventenbörse

Am 18. und 19. Oktober 2006 treffen sich zum achten Mal treffen sich Unternehmen, Hochschulen, Institutionen, Absolventen  und Studierende im Rahmen des Deutsch-Französischen Forums.  Die deutsch-französische Messe unter der Leitung der Deutsch-Französischen Hochschule (DFH) Messe im Parc des expositions in Straßburg statt. Über 100 Teilnehmer, darunter Unternehmen wie Vinci, Peugeot Deutschland, Sanofis-Aventis, Ernst&Young Luxemburg und Areva haben sich angemeldet.

Die Messe richtet sich auch an Schüler, Eltern, Lehrer und an Studierende im Grundstudium, die sich bei den teilnehmenden Hochschulen und Institutionen über die verschiedenen binationalen und trinationalen Studiengänge informieren können.

Ein Rahmenprogramm mit Podiumsdiskussionen und Informationsveranstaltungen wird zu Themen wie Bewerbung, Beruf und Rente mit einen Informationsaustausch zwischen Besuchern und Referenten aus den Bereichen Wirtschaft, Hochschule und Institution angeboten.

Mehr Informationen> http://www.dff-ffa.org/.

La baladodiffusion

In Bordeaux stellt sich Alain Juppé (UMP) zur Wahl und will bei den Wahlen am 8. und 15. Oktober wieder Bürgermeister werden. Auf seiner Wahlkampfseite
> www.juppe-bordeauxacoeur.com/pod kann man seinen Podcast hören, und es werden auch gleich die Begriffe erklärt: „La baladodiffusion (équivalent francophone si cher à nos amis d’outre-Atlantique du mot podcasting) est un moyen gratuit de diffusion de fichiers audio ou vidéo sélectionnés sur Internet. Un podcast est un balado en français. L’abonnement aux flux RSS (Really Simple Syndication) vous permet d’automatiser le téléchargement de documents audio ou vidéo sur votre ordinateur, dés leur mise en ligne, et pour une écoute immédiate ou ultérieure.“

Nach dem Blog – der von > Alain Juppé ist nach dem heutigen Stand allerdings seltsam leer – wird nun also auch das Podcasting für den Wahlkampf entdeckt. Eine ganz einfache Technik. Man sellt eine *.mp3 Datei her und veröffentlicht sie auf einer Seite im Internet. Und da alle Politiker in Frankreich, die nächstes Jahr in den Elysée-Palast einziehen möchten, die Blogs und Internet-Aktivitäten ihrer Kollegen beobachten, darf man sicher auch mit einer Verbreitung der Podcasts rechnen. Dann ist der Weg zum Vloggen (Videolog) auch nicht mehr weit.

Oder reagiert Alain Juppé nur auf > Laurent Fabius (PS), der auch schon einen Podcast veröffentlicht hat? Aber diese Technik scheint er noch nicht besonders intensiv zu nutzen.

Der Innenminister, Nicolas Sarkozy, ist schon im Dezember 2005 von > Loïc Le Meur interviewt worden. Le Meur veröffentlichte auch gleich das Video seines Besuches bei Sarkozy, dem er jetzt auch im Wahlkampf für die Präsidentschaft seine Unterstützung zugesagt hat.

Vlog: > Bundeskanzlerin Angela Merkel berichtet über ihre Arbeit seit dem 17. Juni 2006 regelmäßig auf ihrer Website per > Video-Podcast.

France: „150 millions dont 40 millions de blogs actifs“

Die Schätzungen, die das  > Journal du net im März 2006 veröffentlichte, beziehen sich vor allem auf die Angaben von > Technorati, der Suchmaschine für Blogs. In Deutschland gab es demnach im März nur 400.000 aktive Blogs.  Die Zuwachsrate in Frankreich berägt 25 % gegenüber 30 % in Deutschland, dafür sind aber in Frankriech schon 2,5 Mio. Blogs aktiv und 9 Mio. Blogs insgesamt wurden bisher registriert. Eine Liste der Blogs, die nach ihrem Bekanntheitsgrad geordnet ist, gibt es bei > Yahoo.

Gilles Floret

Bei Gilles Floret fing alles mit einer Gitarre an, die er mit 12 Jahren von seinen Eltern bekam und noch heute bei sich trägt.

1986 ist er Lektor für Romanistik an der Martin Luther Universität in Halle/Saale. Sollte er Russisch lernen oder eine Doktorarbeit schreiben? Damals hat ihm eine Freundin Gedichte von Hans-Eckardt Wenzel mitgebracht, der zu einer neuen Generation von jungen Autoren in der DDR gehörte. Die Sammlung „Lied vom wilden Mohn“ hat er auf französisch übersetzt und im Anhang seiner Dissertation veröffentlicht.

10 Jahre später hat der Ernst Klett Verlag ihm vorgeschlagen, die erste Version des Gedichts „Verlassenes Bett“ (Le lit défait I) mit seiner Komposition aufzunehmen. Danach  hat Gilles Floret in Zusammenarbeit mit Hans-Eckardt Wenzel mit der Originalmusik des Autors weitere Gedichte aufgenommen.

Die neue CD enthält 11 Lieder von Wenzel auf französisch, zwei davon mit der Musik von Gilles Floret , sowie eine Version zusammen mit Wenzel von > L’herbe du souvenir (*.mp3), das im Maxime Gorki Theater in Berlin aufgenommen wurde.

Im Hauptberuf ist Gilles Floret Redakteur in einem großen Schulbuchverlag tätig und betreut dort Französischbücher.

Gilles Floret: > www.klett-franzoesisch.de/gilles-floret.html
Seine CD gibt’s hier: > www.edition-fant.de/gilles-floret.html
Und seine Doktorarbeit ist online: > www.romanistik.info/floret.html 

Am 7. November 2006 tritt in Heidelberg auf:
> www.klett-franzoesisch.de/cinq-siecles.html

Bloggen für die deutsch-französischen Beziehungen

Die Suche nach „Blog deutsch-französische Beziehungen“ mittels einer bekannten, oft benutzten Suchmaschine liefert hinsichtlich der Parteien und sonstiger Institutionen ein eher enttäuschenden Ergebnis, das aber dennoch hoffnungsvoll stimmen kann: es gibt noch genügend Raum für nützliche Initativen. Übrigens! Mit dieser Suchanfrage findet man auf Platz 1 findet man die Website des Hermann Vöchting-Gymansium in Blomberg
> http://www.gymnasium-blomberg.de/?p=416, weil sie ganz einfach nach allen Regeln der Kunst prima gemacht ist und den Titel des Artikels auch im TITLE aufgenommen hat. Allerdings könnten die Schüler zu diesem Thema mehr auf Ihrer Website schreiben. Wär doch ne Idee? Ansonsten gibt die Website dieser Schule einen faszinierenden Einblick in das ganze Schulleben und macht einen richtig neidisch.

Auf deutscher Seite ist blogmäßig zum Thema deutsch-französische Beziehungen noch nicht so recht was los. Sucht man in der genannten Suchmaschinen nach „deutsch-französische Beziehungen“ findet man an erster Stelle das > Lebendige virtuelles Museum online zu unserem Thema. Dann das > Themenheft „Aus Politik und Zeitgeschichte“ (2003) (richtig gut, nicht ganz aktuell) zu den deutsch-französischen Beziehungen, dann der Eintrag aus der Online Enzyklopädie Wikipedia zu unserem Stichwort und danach meine Seite auf dem Server der TU Dresden: > Romanistik im Internet. Trotz aller gegenseitigen bei jedem deutsch-französischen Gipfel wiederholten Versprechen, Paris und Bonn wollen künftig näherzusammenrücken, muß man im Internet nach den entsprechenden Aktivitäten beider Regierungen, der poilitischen Instiutionen, Organisationen und Parteien erst länger suchen. Nebenbei, hätten beide Regierungen zusammen gebloggt, wäre in Frankreich das Referendum zur Europäischen Verfassung möglicherweise nicht gescheitert.

Es gibt aber doch eine offielle Seite zu den deutsch-französischen Beziehungen www.deutschland-und-frankreich.de/public/index.php, die aber mit dem Suchbegriff  „deutsch-französische Beziehungen“ unter den ersten hundert Seiten nicht gefunden wird. Man muß eben nach „deutsch-französischer Zusammenarbeit“ suchen… Also der Vorwurf geht vor allem an die Suchmaschine, die eben nur eine Maschine ist.

Eigentlich wollte ich ja über deutsch-französische Blogs schreiben. Ich suche erstmal weiter, sonst wird dieses Posting vielleicht doch zu lang.

Kann man sich in den Elysée-Palast bloggen?

Wenn man den beginnenden Wahlkampf für die Wahl des französischen Präsidenten beobachtet, die im April 2007 stattfinden soll, gewinnt man den Eindruck, daß ohne einen persönlichen Blog keiner der Kandidaten auch nur die geringste Chance hat, wenn sie oder er keinen persönlichen Blog besitzt. In den Umfragen und in der Gestaltung ihres Blogs geht Ségolène Royal (PS) allen voran und macht es ihren Mitstreitern in der eigenen Partei bis zu ihrem eigenen Lebensgefährten, François Hollande, dem ersten Sekretär der Parti socialiste, richtig schwer: > www.desirsdavenir.org/ so heißt ihr Blog. Ein Online-Buch und „débats d’actualité“ und „débats permanents“ sollen das ganze Spektrum der Themen im Wahlkampf abdecken. Im Gegensatz zu einem ihrer Konkurrenten Nicolas Sarkozy >  sarkozyblog.free.fr/, der nicht nur einen langweiligere URL für seine Blog hat, bietet Royal ihren Anhängern auch die Fortführung der Debatten in ihren Blog an. 

Hier gibt es eine nützliche Übersicht über die politischen Parteien und auch die reginalen Blogs:> Répertoire des blogs politiques

Warum gibt es in Frankreich diese hohe Zahl an Blogs, ein Phänomen, das sich besonders auch im Bereich der Politik zeigt? Aber auch sonst  sind die Franzosen viel eifriger beim Bloggen als die Deutschen. 3,2 Mio. soll es in Frankreich geben, während bis jetzt weniger als eine halbe Million der deutschen Surfer sich einen Blog zugelegt hat. Die intensive Nutzung der Blogs in Frankreich, wie sie sich schon beim Referendum über den Europäische Verfassung gezeigt hat, verrät aber auch etwas über die politischen Strukturen unseres Nachbarlandes. Offensichtlich müssen die Politiker dort aufgrund des Mehrheitswahlrechts sich intensiver um einen Kontakt zu den Wählern bemühen. Bei uns kümmern sich die Politiker um die guten Plätze auf den Landeslisten und bei der parlamentarischen Tagesarbeit stehen immer mehr die Ausschüss- und die Fraktionssitzungen im Vordergrund als Schauplatz wichtiger Entscheidungen, anstatt daß die Große Koalition auf die Idee ihre Reformbemühungen bürgernah mit den modernen Medien zu vermitteln… zu bloggen! Sucht man nach „CDU blog“, kommt man auf die Seite > www.cdunion.de/ für die Matthias Busse, Pressereferent im Kreisverband Rhein-Neckar der CDU, verantwortlich zeichnet: „Herzlichen Dank für Ihr Interesse an unserem Weblog. ww.CDUnion.de. Zu Wahlkampfzeiten sind wir wieder online.“ -Soviel zum Vergleich zwischen Deutschland und Frankreich.

Wahlkampf in Frankreich > France 2
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