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Archiv für Juli 2007

Tokio Hotel en France

Montag, 30. Juli 2007

Die aus Magdeburg stammende Band Tokio Hotel – Bill und Tom Kaulitz, Georg Listing und Gustav Schäfer – haben nicht nur in Deutschland, sondern international und vor allem in Frankreich großen Erfolg. Ihre Debüt- Single kam 2005 direkt auf Platz eins der Charts in Deutschland und 2006 kam sie eine Woche nach ihrer Veröffentlichung unter die top 20. Doch was finden junge Mädchen in Frankreich an den Teens? Eins ist sicher, es gibt kaum eine bessere Motivation für die jungen Französinnen, als jetzt Deutsch zu lernen. Die Goethe-Institute verzeichnen ein sprunghaft gestiegenes Interesse.
Bestehend aus drei Jungs singen Tokio Hotel auf Deutsch und Englisch über Themen wie Liebe, Wut und Weltschmerz und suggerieren so eine nicht vorhandene Lebenserfahrung. Die Jungs stechen heraus mit ihrem ungewöhnlichen Aussehen, das an Gothic erinnert. Allen voran der Sänger, Bill Kaulitz, der mit seiner androgynen Erscheinung auffällt.
Mit einer geschickten Marketing Strategie verkaufen sie sich gut auf dem Markt. Man kann Bill- Puppen, Girly- Shirts, Fußmatten oder Schmuck und Klamotten aus ihrer eigenen Kollektion erwerben. Was genau Mädchen zu Tokio Hotel Konzerten pilgern lässt um dort heulend und schreiend ihr Interesse an der Band zu bekunden ist für viele schwer nachzuvollziehen. Aber eins ist sicher, so lange es Mädchen gibt, wird es auch Boy-Bands geben.
Einen Riesenerfolg feierte die Band mit der Einladung zu einem Konzert auf dem Champ de Mars am > 14. Juli.

> http://tokiohotel.blog.jeuxvideo.com/

Le français dans la vallée du Rhin:
l’annulation du décret du 21 mars 2007

Samstag, 28. Juli 2007

Le 24 juillet 2007, le tribunal adminstratif de Mannheim a annulé le décret du gouvernement du Bade-Wuttemberg du 21 mars 2007 qui voulait rendre obligatoire l’enseignement du français comme première langue dans les lycées dans un corridor de 30 km sur la rive gauche du Rhin. Une mère et son fils avaient porté plainte. Le porte-parole du tribunal laissait entendre que l’annulation par la voire d’une procédure accélérée du décret serait justifiée car tout porte à croire que l’audience principale n’en décidera pas autrement. Selon le tribunal le décret du Land porte atteint aux droits fondamentaux des parents ce qui demanderait une loi.

La plainte déposée contre le décret se fonde sur la crainte que les éléves seraient un jour en retard par rapport á leurs camerades qui apprennent l’anglais en première langue. Il est bien dommage, que les lycées bilingues allemand-français n’ont pas beaucoup plus élevé leurs voix. Le tribunal a suivi en considérant les aspects juridiques du cas un point de vue utilitariste, mais du point de vue de la pédagogie des langues, on pourrait en tirer une autre conclusion. Il est vrai, chaque langue prépare l’apprentissage d’une autre langue et les éléves de nos lycées bilingues apprennent l’anglais en troisième langue en général sans trop de difficultés. Leurs avantages sont évidentes.

Néanmoins, l’affaire rappelle à tous, professeurs, parents, hommes politiques, qu’il faut promouvoir la langue française non pas seulement dans une bande de 30 km mais dans tous nos Laender.

> VGH setzt Einführung von Pflichtfranzösisch in “Rheinschiene” aus

> Französisch entlang der Rheinschiene

Traverser Paris

Donnerstag, 26. Juli 2007

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Wi-Fi gratuit à Paris

Donnerstag, 26. Juli 2007

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Wahlkampf in Frankreich als Vorbild?

Montag, 23. Juli 2007

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Chat: Frankreich-Wahlkampf als Vorbild?

Montag, 23. Juli 2007

Was können deutsche Kampagnenmacher vom Frankreich-Wahlkampf lernen? Wie sieht der Wahlkampf der Zukunft aus?

Das sind die Themen des > Chats heute, 23.7.2007 ab 13.00 Uhr: Kerstin Plehwe, Vorsitzende der Initiative > ProDialog und der Politikberater Mario Voigt sind zu Gast im ProDialog-Chat in Kooperation mit > politik-digital.de.

Second Life

Montag, 23. Juli 2007

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Le discours de M. Sarkozy à Epinal

Mittwoch, 18. Juli 2007

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Lesestrategien

Dienstag, 17. Juli 2007

Französisch  heuteBei Kallmeyer ist gerade die neueste Ausgabe -2/2007 – von Französisch heute erschienen. Diesmal geht es um Lesestrategien und Spracherwerb. Mit ihren Vorwort eröffnet Madeline Lutjeharms das Heft. In ihrem Beitrag Fremdsprachliches Leseverstehen erklärt sie die verschiedenen Phasen des Leseprozesses, ein Thema, über das ich sicherlich auch noch mit Gilles Floret demnächst sprechen werde. Mit ihrem Beitrag zeigt sie sehr einleuchtend die besondere Bedeutung dieser Übung für den Fremdsprachenerwerb. Auf die Worterkennung im semantischen Kontext geht sie ausführlich ein, erklärt viel Theorie, aber der Bezug zur Praxis ist mehr als offenkundig. Claudia Schmidt erläutert Lesetrategien und Elke Peters konzentriert sich in ihrem Beitrag auf die Aspekte des Spracherwerbs also das Vokabellernen. Peters stützt sich auf empirische Ergebnisse und unterstreicht die Bedeutung der Wiederholungen, um erworbene Kenntnisse zu festigen. Nathalei Henriet et Bettie Vanhoudt se penchent sur la Lecture de textes: un chemin balisé pour construire le sens et s’exprimer à l’oral. Leur article est remarquablement bien réfléchi et s’appuie apparemment sur une expérience de longue date en établissant un rapport très convaincant entre la compréhension et la production orale. Im Thementeil stammt der Beitrag Corps insoufflé, lecture inspirée von Evelyne Namenwirth. Hier geht es um die “théatralisation” von Texten. Vorhang auf. – schließlich berichtet Angela Bergfelder über Musteraufgaben der Bildungsstandards in der Kritik.

Französosch heute wird von der > Vereinigung der Französischlehrinnen und -lehrer e.V herausgegeben und erscheint bei > Kallmeyer.

> Inhaltsverzeichnis

Les “Pho-(s)-amis” du 18ème arrondissement

Montag, 16. Juli 2007

Ein alljährlicher Streifzug durch das 18ème arrondissement oberhalb der Gare du Nord offenbart dem Spaziergänger ein ständig neues Bild dieses aufregenden pariser Stadtviertels, welches die malerischsten und direkt daneben die benachteiligtesten Straßen der Innenstadt beheimatet. Vor mittlerweile mehr als 5 Jahren habe ich ein Jahr auf der schmutzigen, gefährlichen und abenteuerreichen Seite dieses quartier populaire, wie die parisiens es fast euphemistisch nennen, gewohnt. Bei fast jedem meiner regelmäßigen Besuche der Stadt zieht es mich nun wieder in diese Gegend, sei es, weil ich von der Porte de la Chapelle kommend ohnehin an dem Haus vorbei fahre, in dem ich eine kleine aber sauteure Wohnung hatte, oder sei es, weil ich neugierig auf das sich immer wieder ändernde Ambiente des 18ème bin. Das jedoch, was mich oft am meisten in eine der mit Verlaub schmuddeligsten Ecken des 18ème nahe dem Périph zieht, ist schlicht und einfach “Pho”.

Faux? Non, Pho! Pho ist eine traditionelle vietnamesische Suppe. Eine klare Brühe mit Bandnudeln, Rindfleisch, Markklösen aus echtem Fleisch, Zwiebeln und vietnamesischem Basilikum bzw. Koreander. Dazu isst man Sojasprossen mit einer sehr würzigen dunkelroten bis fast schwarzen Paste, die man mit viel Phantasie als Pflaumenpesto umschreiben könnte. (Die tatsächliche Zusammensetzung ist mir bis heute verschlossen geblieben – vermutlich nix mit Pflaume!).

In den Genuss dieser köstlichen Suppe, die man übrigens nicht essen kann, ohne den ganzen Tisch und sich selbst großflächig zu beklecksen, hat mich während meines Studienjahres in Paris meine damalige Kommilitonin Christine – halbvietnamesischer Herkunft – eingeführt. Und seitdem kann ich von diesem herrlich einfachen und doch so besonderen Süppchen meine Finger nicht lassen - auch wenn ich sie mit Stäbchen und Löffel esse.

Warum ich das erzähle? Nun, als ich vor zwei Wochen auf der Durchreise zum Atlantik eine längere Parispause einlegte, musste ich natürlich sofort wieder mein Lieblingslokal im 18ème aufsuchen. Da kennt man mich bereits. Den Jungen mit dem Akzent, der früher alle paar Tage kam und nun nur noch alle paar Monate, immer mit dieser riesigen Reisetasche, die man kaum zwischen die Tische bekommt. Und immer isst er Suppe! Auch dieses Mal lockte mich nichts als Suppe.

Mais quelle surprise! Wie hatte mein kleines etwas angeranztes resto vietnamien und sein Publikum sich plötzlich verändert! Ganz zu schweigen von “Madame Pho”, der patronne, die früher in recht hässlichen Leggins und einem sackartigen Oberteil widerwillig die Suppe servierte. Wie hatte sie sich selbst und ihr kleines Lokal rausgeputzt! Und erst das Publikum! Während ich früher nicht selten als einziger Gast oder höchstens mit einigen anderen leicht zu identifizierenden Anwohnern das Lokal bevölkerte, wehte dieses Mal ein Hauch von Tout-Paris durch den Laden. Verblüfft sprach ich Madame Pho auf die plötzliche und unerwartete Veränderung des Ambiente an. Sie erzählte mir, dass sie seit 26 Jahren das Lokal führe. 25 Jahre habe sie selbst in relativer Armut gelebt und gerade eben mit plus/minus null das Geschäft geführt. Aber seit einem knappen Jahr, seitdem aus der dreckigsten Ecke des 18ème anscheinend ein Stadtteil für hippe und trendbewusste Besucher und Anwohner geworden zu sein scheint, die sich mehr und mehr den ansässigen Lokalen und Geschäften zuwenden, schreibt Madame schwarze Zahlen und denkt sogar über eine Vergrößerung nach. Avec salle à l’étage! Das wird sicher zu bewerkstelligen sein, wo doch nun der Pho auch 5,50€ kostet, 10% mehr als früher!

Bref, le 18ème bouge – es bewegt sich was im 18.! Man muss nur mal hingehen und hinsehen, hinhören, hinriechen und… hinschmecken! Es lohnt sich zuzusehen, wie gerade die sehr problembehaftete und sehr durchmischte Seite des Bezirks anfängt, sich zu verändern und zu erneuern. Ob die neue Oberfläche die alten Probleme wie Kriminalität und Ausgrenzung nun mildert oder nur vor die Mauern von Paris abdrängt, bleibt ebenso abzuwarten wie die Entwicklung der Mietpreise. On verra!

Fazit: Beim nächsten Parisaufenthalt unbedingt Pho im 18. essen gehen!

P.S.: Ich habe lange gebraucht, um in Köln ein vietnamesisches Restaurant zu finden, das sich nicht zu schick ist, eine einfache Suppe wie den Pho zu kochen, außer vielleicht als Mitarbeiteressen. Nun, ich habe einen Vietnamesen im Friesenviertel gefunden, der mir mit Wonne für 6,90€ eine Schüssel davon serviert und so dazu beiträgt, meine Erinnerungen ans 18ème hochzuhalten…

Le 14 juillet à Stuttgart

Samstag, 14. Juli 2007

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