Da richten zwei Parlamente eine gemeinsame parlamentarische Versammlung ein, um künftig die Fortschritte der deutsch-französischen Kooperation Ihrer beiden Regierungen zu kontrollieren und zu fördern. Was nach politischer Zukunftsmusik klingt, wird ab jetzt zweimal jährlich gespielt. Je 50 Abgeordnete aus Berlin und Paris treffen sich in dieser neuen Versammlung. Und die Tagesthemen haben das heute abend nicht erwähnt, so normal sind die deutsch-französischen Beziehungen mittlerweile geworden. Henrik Uterwedde hat uns kürzlich die Andeutung dieser neuen Versammlung erklärt > Nachgefragt: Henrik Uterwedde antwortet auf unsere Fragen zu den Gelben Westen, Grand Débat National und Aachener Vertrag – 26. Februar 2019. Wir zeigen hier am Ende dieses Beitrags einen Auszug aus diesem Interview:
Mit einer breiten Mehrheit hat der Bundestag am 20. März 2019 dem > Deutsch-französischen Parlamentsabkommen – Website des Deutschen Bundestages – zugestimmt: alle Reden werden per Video dort angezeigt.
Aus Anlass der Einrichtung der Deutsch-Französischen Parlamentarischen Versammlung erinnert unsere Redaktion an das Interview mit Henrik Uterwedde, DFI > https://t.co/9Wm0oZS7lIpic.twitter.com/8870PSkfVl
Seit fast 30 Jahren ist die französische Literatur auf der Leipziger Buchmesse vertreten. Am Stand des Institut Français neben dem Internationalen Forum in der Halle 4 können Besucher die Neuerscheinungen von 60 frankophonen Verlegern, von Actes Sud bis Gallimard über kleinere Verlage wie Verdier oder Les Fourmis rouges, entdecken. Dem jungen Publikum werden neben erlesenen Kinder– und Jugendbüchern auf Französisch jede Menge Spiele mit dem Team Francemobil/Mobilklasse geboten, einem Projekt des Deutsch-Französischen Jugendwerkes.
Nicht minder spannend ist das frankophone Programm im Institut Français im Rahmen von Leipzig liest. Am Donnerstag um 20 Uhr liest Sylvain Prudhomme aus Legenden (Ullstein).
Das Programm zum Anklicken:
Am Messefreitag um 18 Uhr befragt Norbert Wehrstedt (LVZ) den Autoren Romain Puértolas zu seinen Bestseller Die unglaubliche Reises des Fakirs, der in einem Ikea-Schrank feststeckte (Fischer), der vor kurzem mit Star-Besetzung verfilmt wurde.
Am Messesamstag ab 20 Uhr moderiert zum ersten Mal Peter Escher („Die Spur der Täter“) die 3. Frankophone Kriminacht. Gäste der Nacht sind dieses Jahr: der Kult-Autor Olivier Norek, der die Erfahrungen seines früheren Lebens als Kripo-Leutnant in hochspannende Werke einfließen lässt (All dies ist nie geschehen, Blessing) ; Jérôme Leroy (Die Verdunkelten, Nautilus), bekannt für seinen Bestseller Der Block; die Newcomerin Cloé Mehdi mit einem sehr berührenden Krimi über einen jungen Helden (Nichts geht verloren, Polar Verlag), und der vielseitige Autor Vincent Almendros, der seinen raffinierten Krimi Ins Schwarze präsentiert, der jetzt bei Wagenbach erscheint.
(Die Frankophone Kriminacht findet in französischer und deutscher Sprache mit Simultanübersetzung im Institut français statt.
Und was wäre, wenn der Optimismus #francoallemand in den letzten 10 Artikel über die 🇫🇷🇩🇪 Kooperation > https://t.co/dZ6oPS4WGv nicht mit den Absichten in Berlin übereinstimmt? Die französischen Freunde unserer Redaktion sind von Berlin enttäuscht. Que faire?
Die Reaktionen in Deutschland auf die Antwort von Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU), die wir auf diesem Blog zitiert haben, um dann ihren Artikel mit dem Appell von Präsident Macron zu vergleichen > Der Appell von Emmanuel Macron und die Antwort von Annegret Kramp-Karrenbauer – 12. März 2019 fielen sehr kritisch aus. Wie unsere Redaktion aus gut unterrichteten Kreisen aus Paris vernimmt, ist die 🇫🇷🇩🇪 Stimmung nicht so gut, wie sie nach der Unterzeichnung des > Aachener Vertrages und der Abstimmung in der Nationalversammlung über das > Deutsch-französische Parlamentsabkommen sein könnte oder müsste. Eine Enttäuschung scheint sich breit zu machen, und die Gründe sind nur schwer erkennbar.
Spurensuche. Zuerst fällt unserer Redaktion ein längerfristiger Grund ein, der zugleich auch das Thema ist, was im Aachener Vertrag schlecht wegkam: der Französischunterricht, der als Fundament der künftigen deutsch-französischen Kooperation jetzt ein echtes Renouveau verdient hat.
Der Blick auf die Basis ist ebenfalls ernüchternd, und lehrreich zugleich, denn von den vielen Versprechungen zum renouveau du #francoallemand kommt da außer bei den Städtepartnerschaften etc. nicht viel an. Es gibt Versprechungen und Werbeaktionen, nur der rechte Erfolg mag sich nicht einstellen: > Michaela Wiegel: Ungeliebter Französischunterricht – und was können/müssen wir tun? – 11. März 2019. In politischer Hinsicht ist in Deutschland kein Wille erkennbar, den Französischunterricht so nachhaltig zu fördern, wie er es verdient hätte. Sind das Spätfolgen? Knapp drei Monate vor dem II. Examen wurde uns in Bonn 1986 verkündet, niemand werde übernommen. Für Französischlehrer sah die Berufsperspektive sehr lange sehr düster aus. Sie wurden nicht gebraucht. Ihre Werbung für das Fach hat lange gefehlt und heute? 80 % der Schüler/innen geben das Fach vor der Oberstufe auf. Das Fach ist schon lange nicht mehr attraktiv. Der Politik in den Ländern und im Bund ist es nicht gelungen, eine Begeisterung für das Fach und damit für Frankreich oder umgekehrt zu erzeugen. Wenn wir von den Germanisten in der französischen Regierung sprechen, fragen wir lieber nicht danach, wie es umgekehrt bei uns darum steht. Französisch gilt als ein schweres Fach, es ist ungeliebt und das überträgt sich auch auf die Beziehung zum Nachbarland. Ausnahmen sind die Schüler/innen der Gymnasien mit einem bilingualen deutsch-französischen Zweig, deren Erfolge sind bemerkenswert. Aber ungleich wichtiger ist die Arbeit der Attachés de coopération pour le français der Französischen Botschaft > www.institutfrancais.de/qui-sommes-nous/equipe, die in den Instituts français in Deutschland angesiedelt sind und die mit Geschick und großem Engagement für die französische Sprache und das Diplôme de langue française DELF werben: > Artikel zu DELF auf unserem Blog.
Abhilfe. In diesem Zusammenhang erinnern wir an unserem Artikel > Der Vergleich (XII) : L’allemand en France, Französisch in Deutschland (I) – 29. Juni 2016, in dem wir auf die Kulturinstitute und ihre Verteilung in Frankreich und Deutschland hingewiesen haben. Es wird zeit, deren Präsenz in Frankreich erheblich zu erweitern und ein Kooperations- und Austauschverfahren zwischen den Instituts français und den Goethe-Instituten jetzt in Gang zu setzen. Das kostet Geld, aber anders ist die Förderung des beiderseitigen Sprachunterrichts und die notwendige Aufmerksamkeit der Schüler nicht zu erhalten.
🇫🇷🇩🇪Les députés ont adopté la proposition de résolution relative à la coopération parlementaire franco-allemande. ➡️Objectifs: ✅Institutionnaliser la coopération franco-allemande ✅Faire converger les positions françaises et allemandes à l'échelle européenne.#DirectANpic.twitter.com/p90V1TCUsS
Die Nationalversammlung hat am 11. März 2019 den Vorschlag für die Einrichtung einer die Deutsch-französische Parlamentsversammlung gebilligt. Ihre 100 Abgeordnete – 50 aus Frankreich, 50 aus Deutschland werden zum ersten Mal am 25. März 2019 zusammenkommen. Und sich dann jährlich zwei Mal treffen.
Aktualisiert, 26.3.2019: Viele Kommentare zu dem Text der Vorsitzenden Annegret der CDU, Annegret Kramp-Karrenbauer > Europa richtig machen (Getting Europe right), den sie am 9.3.2019 in der Welt am Sonntag veröffentlicht hatte, werten ihre Vorschläge als Widerspruch zu denen von Präsident Macron: > Der Gastbeitrag von Emmanuel Macron: Ein Appell zugunsten Europas – 5. März 2019. Ein guter Anlass, die ursprünglichen Texte beider Politiker noch einmal zu lesen und zu vergleichen. Stimmt es, dass Kramp-Karrenbauer dem Präsidenten so sehr widerspricht?
Grundsätzliche Differenzen sind nur ansatzweise zu erkennen, auch dann handelt es sich eher um unterschiedliche Beurteilungen, aus nationaler Sicht, könnte man hinzufügen, zum Teil sind es unterschiedliche Ansichten, die aufgrund der verwendeten Ausdrücke entstehen: Macron habe einen einheitlichen Mindestlohn für Europa gefordert, ein Wunsch, den Kramp-Karrenbauer nicht teilen möchte, aber Macron hatte gesagt: „…die ihnen gleiche Bezahlung am gleichen Arbeitsplatz und einen an jedes Land angepassten (Hervorhebung, d. Red.)und jedes Jahr gemeinsam neu verhandelten europaweiten Mindestlohn gewährleistet.“ So ein Detail, das falsch zitiert wurde, um daraus einen Gegensatz zwischen beiden herzuleiten, ist für unsere Redaktion ein weiterer Anlass, genauer nachzusehen:
Die NZZ twittert am 11. März 2019 „Die CDU-Chefin #AKK erteilt dem französischen Präsidenten in der Europapolitik eine Abfuhr, die es in sich hat. Eine Einschätzung von @hjf_mueller.“
Sind diese kritischen Anmerkungen in der Presse gerechtfertigt? Einige ihrer Vorschläge wie „Die EU sollte künftig mit einem gemeinsamen ständigen Sitz im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen vertreten sein,“ sind wahrscheinlich nicht mit Paris abgestimmt, wie auch die Vision „Im nächsten Schritt könnten wir mit dem symbolischen Projekt des Baus eines gemeinsamen europäischen Flugzeugträgers beginnen, um der globalen Rolle der Europäischen Union als Sicherheits- und Friedensmacht Ausdruck zu verleihen,“ das geschieht auf anderen Kanälen. „Dazu gehört die Konzentration des Europäischen Parlaments auf den Standort Brüssel…“: So ein Vorschlag muss in Paris Irritationen auslösen, da Straßburg aufgrund der Geschichte ganz sicher eine ganz besondere Symbolkraft besitzt. So schnell wie die Antwort kam, so schnell können auch Meinungsverschiedenheiten, die über eine Diskussion hinausgehen, entstehen. Wie schauen wir hinter die Kulissen? Es ist wohl eine gut geübte Praxis, derartige Veröffentlichungen vorher unter Freunden abzustimmen. In diesem Fall hätte man so Irritationen und in deren Folge negative Schlagzeilen in der deutschen Presse vermeiden können.
Vergleichen wir den Appell von Präsident Emmanuel Macron und den Artikel der CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer miteinander. Mit dem Ergebnis dieses Vergleichs ergibt sich ein etwas anderes Bild. Der Präsident zitiert ausführlich den Brexit, während Kramp-Karrenbauer diesen nicht erwähnt. Sie bezieht in einigen Punkte andere Positionen, die aber eher zur Diskussion anregen, als einen so großen Gegensatz zum Appell Macrons ausdrücken, der die in den oben genannten Medien formulierten Kommentare rechtfertigen würde. Natürlich habe beide auch nationale Interessen im Blick, aber an ihren Wünschen, die EU zu reformieren kann nicht gezweifelt werden.
Die Kontakte unserer Redaktion zum DFI reichen in den Anfang der 80er Jahre zurück. Ab 1986 sind > Ernst Weisenfeld und ich von Bonn aus mehrmals zum Treffen des Sozialwissenschaftlichen Arbeitskreises Deutscher Frankreichreichforscher zum Jahrestreffen nach Ludwigsburg gefahren.
Es wurde nun höchste Zeit für ein echtes Update. Gestern hat Henrik Uterwedde unsere Redaktion in Deutsch-französischen Institut in Ludwigsburg empfangen. 3 Themenbereiche hatten wir für das hier angezeigte Gespräch verabredet: Gelbe Westen, Grand Débat National und der Aachener Vertrag.
Französisch heute, die Zeitschrift der > Vereinigung der Französischlehrerinnen und -lehrer e.V. hat in ihrer Ausgabe 1/2019, S. 42 f., einen Artikel über unseren Blog veröffentlicht, der hier als *.pdf-Datei heruntergeladen kann:
Auch für Schüler/innen ist das Interview wichtig, da hier Zusammenhänge zwischen der Reformpolitik von Präsident Macron und der Bewegung der Gelben Westen erklärt werden – Journalisten sagen, die Bewegung werde hier „eingeordnet“. Das Thema des > Aachener Vertrags ist eigentlich ein zweites Interview: Uterwedde erklärt seine Einschätzung des Vertrages, der den > Élysée-Vertrag von 1963 bekräftigt und ergänzt. Welche anderen Länder in der Welt haben mit ihrem Nachbarn zwei Freundschaftsverträge, eine > Liste mit gemeinsamen prioritären Vorhaben und sogar bald noch eine > gemeinsame Parlamentarische Versammlung?
Henrik Uterwedde zeigt sich vorsichtig optimistisch, dass die Bewegung der > Gelben Westen zusammen mit dem bis jetzt offensichtlich erfolgreichen > Grand Débat National wie ein Korrektiv an Defiziten der Reformpolitik von Präsident Macron wirken könnte. Uterwedde will keinesfalls die bisherigen Erfolge von Macron bei der Arbeitsrechtsreform oder der Reform der SNCF in Frage stellen, aber die gelben Westen könnten ihn daran erinnert haben, den Kontakt zur Basis besser zu berücksichtigen.
Zuerst sei er, so Uterwedde, skeptisch gewesen, was den > Aachener Vertrag betrifft, aber zum Thema Grenzregionen und Wirtschaftspolitik stehe doch Wegweisendes darin. Allerdings könnte sich das noch zu unterzeichnende Parlamentsabkommen, das eine deutsch-französische parlamentarische Versammlung mit je 50 Abgeordneten der Nationalversammlung und des Bundestags schaffen wird, als erfolgversprechend oder gar wichtiger als der Aachener Vertrag erweisen.
Do., 7. Februar 2019 19:30
Veranstaltungsreihe: Frankreich-Schwerpunkt
Dr. Isabelle Bourgeois (CIRAC): Soziale Gerechtigkeit und justice sociale – zwei „falsche Freunde“
Warum sich Franzosen und Deutsche manchmal so schwer verstehen
Stadtbibliothek Stuttgart, Mailänder Platz 1
Soziale Gerechtigkeit bzw. justice sociale wünschen wir uns alle. Besonders in Wahlkampfzeiten taucht dieser Begriff als Forderung nach „mehr Gerechtigkeit“ ganz oben auf der politischen Agenda auf. Doch was verbirgt sich hinter diesen Begriffen? Wenn man sie genauer betrachtet, stellt man fest, dass sie sich nicht so einfach definieren lassen, wie es auf den ersten Blick erscheint. Auch wird deutlich, dass diese Sammelbegriffe in ihren jeweiligen nationalen Kontexten mit anderen Inhalten gefüllt werden. Soziale Gerechtigkeit und justice sociale sind nur anscheinend identisch – es sind typische sog. „falsche Freunde“. Eine deutsch-französische Reflexion über diese Begriffe kann nicht nur dazu beitragen, Missverständnisse zu vermeiden, sondern durch den Vergleich das Thema selbst erhellen.
Isabelle Bourgeois betreibt die Dialogplattform > www.tandem-europe.eu. Zwischen 1988 und 2017 forschte sie am Centre d’Information et de recherche sur l’Allemagne contemporaine (CIRAC). Sie is Chefredakteurin der Zeitschrift Regards sur l’économie allemande. Der Abend wird moderiert von Prof. Dr. Henrik Uterwedde, der als ehemaliger Vizedirektor des Deutsch-französischen Instituts in Ludwigsburg (DFI) zu den herausragenden Kennern Frankreichs gehört.
Vortrag auf Deutsch.
Die Veranstaltung wird von der Robert Bosch Stiftung mit Mitteln der DVA-Stiftung gefördert.
Am Samstag, dem 2. Februar 2019 haben die 14 Mainzer Besten des Abiturjahrgangs 2019 im Fach Französisch den Exzellenzpreis / Prix d’Excellence der Deutsch-Französi-schen Gesellschaft Mainz e. V. erhalten. Dieser Exzellenzpreis besteht seit 2018 und zählt bereits in seinem zweiten Jahr zu den großen, begehrten Jungendpreisen der Stadt Mainz. Unterstützt wird der Exzellenzpreis durch die Stadt Mainz, das Gutenberg-Museum und den Gutenberg-Drucklanden, das Institut Français in Mainz, das französische Generalkonsulat und das Deutsch-Französische Jugendwerk.
Das > Gutenberg-Museum bietet der Ehrung als Weltmuseum der Druckkunst und anerkannter Ort des Kulturdialogs einen passenden Rahmen. Feierlich überreichten Frau Kulturdezernentin Marianne Grosse und Frau Konsulin der Republik Frankreich Claire Marrec gemeinsam die handgefertigten Urkunden des Gutenberg-Druckladens an die Mainzer Preisträgerinnen und Preisträger.
Der Präsident der > Deutsch-französischen Gesellschaft in Mainz Professor Dr. Franz Felten sagte in seiner Ansprache u. a.: „Eine fremde Sprache sprechen bedeutet weitaus mehr als sich verständlich machen zu können. Wir erreichen unsere Mitmenschen am besten über ihre Muttersprache. Mit Nelson Mandela können wir formulieren: „Sprechen wir zu jemandem in einer der Sprachen, die er versteht, dann bemühen wir seinen Verstand. Sprechen wir jedoch zu jemandem in seiner eigenen Muttersprache, so berühren wir sein Herz.”. (Mit allen positiven Folgen.) Das Wissen um den soziokulturellen Hintergrund des Anderen spielt eine große Rolle.
– Deshalb ist interkulturelle Handlungsfähigkeit so wichtig.“ Bitte weiterlesen:
Ziel dieser Initiative der Deutsch-Französischen Gesellschaft und ihrer Kooperationspartner ist es, zur Wertschätzung des Europagedankens, der Mehrsprachigkeit und der grenzüberschreitenden Handlungskompetenz bei Mainzer Jugendlichen beizutragen. Die mit dem Exzellenzpreis ausgedrückte Bedeutung dieser Schlüsselkompetenzen soll nicht zuletzt auf die Chancen aufmerksam machen, die mit dem Erlernen der französischen Sprache in Rheinland-Pfalz einhergehen: Denn dank der über Jahrzehnte gewachsenen Beziehungen zum Partnerland Frankreich ist Französisch heute mit der Möglichkeit verbunden, an einer Vielzahl von Schüleraustauschen und Auslandsaufenthalten teilzunehmen – mit einer Teilhabe in der gesamten Breite der Bevölkerung.
Das Fotoalbum:
Bitte öffnen Sie dieses Fotoalbum mit einem Klick auf ein Foto erst, wenn diese Seite ganz geladen ist und der kleine sich drehende blaue Kreis oben verschwunden ist:
Michael Grabis
Michael Grabis
Marianne Grosse
Marianne Grosse
Claire Marrec, Consule de la République française
Claire Marrec, Consule de la République française
Prof. Dr. Franz Felten
Prof. Dr. Franz Felten
Für Rheinland-Pfalz ist das Erlernen der französischen Sprache in besonderem Maße mit Chancengleichheit in der Bildung verbunden, wenn es um den Zugang zu einer gelebten Mehrsprachigkeit, zu grenzüberschreitenden Erfahrungen und zu einem tieferen Verständnis für Europa geht. Der Erfolg beruht auch auf dem stetigen Engagement der Französisch-Lehrkräfte, die mit der Organisation und Durchführung grenzüberschreitender Schüleraustausche weit mehr als ihren normalen Dienst leisten.
Als renommierter Ort von Kulturerfahrungen gilt das Gutenberg-Museum unter Leitung von Frau Dr. Annette Ludwig seit vielen Jahren als Ort der internationalen Begegnung. Im Rahmen der beliebten Ateliers für Schüleraustausche im Druckladen beispielsweise treten die Jugendlichen aus unterschiedlichen Ländern zusammen in die Fußstapfen von Gutenberg. Der Druckladen des Gutenberg-Museums steuert handgefertigte Urkunden-Unikate für die Nominierten bei. Man kann hier von einem Mainzer Erfolgsmodell sprechen; denn diese persönlichen Urkunden des Gutenberg-Druckladens verbinden für die Jugendlichen unserer Stadt den Ausdruck der Wertschätzung mit einer hohen Identifikationskraft für alle Mainzer: Die Urkunden des Gutenberg-Druckladens sind Symbol einer kulturellen Heimat, mit künstlerischem Können gefertigt. Als „Hingucker“ verweisen diese Mainzer Artefakte auf die Biografie der Ausgezeichneten und unterstreichen damit die Botschaft der Auszeich¬nung, wohin der Lebensweg sie auch tragen mag. Entwickelt wurden die Urkunden von den engagierten Kunstfachkräften des Gutenberg-Druckladens, darunter eine Kalligrafin, ein Druckmeister und eine Frankreich-Expertin.
Besonders hervorgehoben sei, dass alle geehrten Jugendlichen sich nicht nur durch sehr gute Französisch-Kenntnisse auszeichnen. Während der Schulzeit erfolgte eine intensive Auseinandersetzung mit der französischen Sprache, Literatur, Kunst, Kultur und Aktualität. Neben Klassikern wie Molière, Voltaire, Camus und neueren literarischen Werken sind sie auch mit den vielfältigen Facetten der Frankophonie vertraut. Die besondere Bedeutung der deutsch-französischen Beziehungen im Hinblick auf Europa ist ihnen ebenso bewusst wie die Tatsache, dass internationale Austausche zu einem Perspektivenwechsel führen und einen Zugang zu einem tieferen Verständnis für andere Kulturen ermöglichen.