Nachgefragt: Henrik Uterwedde antwortet auf unsere Fragen zu den Gelben Westen, Grand Débat National und Aachener Vertrag

Unser letztes Interview hat schon im Januar 2014 > Nachgefragt: Die deutsch-französischen Beziehungen. Ein Gespräch im DFI mit Henrik Uterwedde stattgefunden.

Die Kontakte unserer Redaktion zum DFI reichen in den Anfang der 80er Jahre zurück. Ab 1986 sind > Ernst Weisenfeld und ich von Bonn aus mehrmals zum Treffen des Sozialwissenschaftlichen Arbeitskreises Deutscher Frankreichreichforscher zum Jahrestreffen nach Ludwigsburg gefahren.

Henrik Uterwedde,  > Die deutsch-französischen Beziehungen. Eine Einführung, Opladen 2019.

Es wurde nun höchste Zeit für ein echtes Update. Gestern hat Henrik Uterwedde unsere Redaktion in Deutsch-französischen Institut in Ludwigsburg empfangen. 3 Themenbereiche hatten wir für das hier angezeigte Gespräch verabredet: Gelbe Westen, Grand Débat National und der Aachener Vertrag.

Französisch heute, die Zeitschrift der > Vereinigung der Französischlehrerinnen und -lehrer e.V. hat in ihrer Ausgabe 1/2019, S. 42 f., einen Artikel über unseren Blog veröffentlicht, der hier als *.pdf-Datei heruntergeladen kann:

> „Expliquer, expliquer, toujous patiemment expliquer“: Der Frankreich Blog

Sie können dann alle im Artikel genannten Links einfach anklicken.


> Rund 150 Videos auf unserem Blog:

> Nachgefragt. Le Vice-président de l‘Assemblée nationale Sylvain Waserman répond à nos questions – 26. Juli 2018

> Nachgefragt: Henri Ménudier antwortet auf unsere Fragen zu Emmanuel Macron, Europa und die deutsch-französischen Beziehungen – 13 avril 2018

> Nachgefragt: „L’Europe ne doit pas se faire dans le silence.“Entretien avec Christian Lequesne, Professeur à Sciences po à Paris – 18. Dezember 2017

> Nachgefragt: Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer spricht über die Frankreich-Strategie des Saarlandes – 22. März 2015

Auch für Schüler/innen ist das Interview wichtig, da hier Zusammenhänge zwischen der Reformpolitik von Präsident Macron und der Bewegung der Gelben Westen erklärt werden – Journalisten sagen, die Bewegung werde hier „eingeordnet“. Das Thema des > Aachener Vertrags ist eigentlich ein zweites Interview: Uterwedde erklärt seine Einschätzung des Vertrages, der den > Élysée-Vertrag von 1963 bekräftigt und ergänzt. Welche anderen Länder in der Welt haben mit ihrem Nachbarn zwei Freundschaftsverträge, eine > Liste mit gemeinsamen prioritären Vorhaben und sogar bald noch eine > gemeinsame Parlamentarische Versammlung?


Henrik Uterwedde > Coopération franco-allemande: nouveau traité, nouvelle volonté?, in: telos, 7. März 2019


Henrik Uterwedde zeigt sich vorsichtig optimistisch, dass die Bewegung der > Gelben Westen zusammen mit dem bis jetzt offensichtlich erfolgreichen > Grand Débat National wie ein Korrektiv an Defiziten der Reformpolitik von Präsident Macron wirken könnte. Uterwedde will keinesfalls die bisherigen Erfolge von Macron bei der Arbeitsrechtsreform oder der Reform der SNCF in Frage stellen, aber die gelben Westen könnten ihn daran erinnert haben, den Kontakt zur Basis besser zu berücksichtigen.

Wir haben über die antisemitischen Vorfälle gesprochen: > Demonstration der “Gelben Westen” am 16.2.2019: Demonstranten beleidigen den Philosophen Alain Finkielkraut – 18. Februar 2019.

Zuerst sei er, so Uterwedde, skeptisch gewesen, was den > Aachener Vertrag betrifft, aber zum Thema Grenzregionen und Wirtschaftspolitik stehe doch Wegweisendes darin. Allerdings könnte sich das noch zu unterzeichnende Parlamentsabkommen, das eine deutsch-französische parlamentarische Versammlung mit je 50 Abgeordneten der Nationalversammlung und des Bundestags schaffen wird, als erfolgversprechend oder gar wichtiger als der Aachener Vertrag erweisen.

> Projet d’accord parlementaire franco-allemand / Entwurf deutsch-französisches Parlamentsabkommen – 14. November 2018

> Vers un accord parlementaire franco-allemand historique, élaboré dans le cadre du renouvellement du Traité de l’Elysée – 24 September 2018

Dr. Isabelle Bourgeois (CIRAC): Soziale Gerechtigkeit und justice sociale – zwei „falsche Freunde“

Do., 7. Februar 2019 19:30
Veranstaltungsreihe: Frankreich-Schwerpunkt
Dr. Isabelle Bourgeois (CIRAC): Soziale Gerechtigkeit und justice sociale – zwei „falsche Freunde“
Warum sich Franzosen und Deutsche manchmal so schwer verstehen
Stadtbibliothek Stuttgart, Mailänder Platz 1

Soziale Gerechtigkeit bzw. justice sociale wünschen wir uns alle. Besonders in Wahlkampfzeiten taucht dieser Begriff als Forderung nach „mehr Gerechtigkeit“ ganz oben auf der politischen Agenda auf. Doch was verbirgt sich hinter diesen Begriffen? Wenn man sie genauer betrachtet, stellt man fest, dass sie sich nicht so einfach definieren lassen, wie es auf den ersten Blick erscheint. Auch wird deutlich, dass diese Sammelbegriffe in ihren jeweiligen nationalen Kontexten mit anderen Inhalten gefüllt werden. Soziale Gerechtigkeit und justice sociale sind nur anscheinend identisch – es sind typische sog. „falsche Freunde“. Eine deutsch-französische Reflexion über diese Begriffe kann nicht nur dazu beitragen, Missverständnisse zu vermeiden, sondern durch den Vergleich das Thema selbst erhellen.


> Nachgefragt: Ein Gespräch mit Isabelle Bourgeois über die Bewegung der “Gelben Westen”
8. Februar 2019 von H. Wittmann


Unser Fotoalbum:

Isabelle Bourgeois betreibt die Dialogplattform > www.tandem-europe.eu. Zwischen 1988 und 2017 forschte sie am Centre d’Information et de recherche sur l’Allemagne contemporaine (CIRAC). Sie is Chefredakteurin der Zeitschrift Regards sur l’économie allemande. Der Abend wird moderiert von Prof. Dr. Henrik Uterwedde, der als ehemaliger Vizedirektor des Deutsch-französischen Instituts in Ludwigsburg (DFI) zu den herausragenden Kennern Frankreichs gehört.

Vortrag auf Deutsch.

Die Veranstaltung wird von der Robert Bosch Stiftung mit Mitteln der DVA-Stiftung gefördert.

Exzellenzpreis für beste Französischkenntnisse – Festveranstaltung der Deutsch-Französischen Gesellschaft Mainz im Gutenberg-Museum

Am Samstag, dem 2. Februar 2019 haben die 14 Mainzer Besten des Abiturjahrgangs 2019 im Fach Französisch den Exzellenzpreis / Prix d’Excellence der Deutsch-Französi-schen Gesellschaft Mainz e. V. erhalten. Dieser Exzellenzpreis besteht seit 2018 und zählt bereits in seinem zweiten Jahr zu den großen, begehrten Jungendpreisen der Stadt Mainz. Unterstützt wird der Exzellenzpreis durch die Stadt Mainz, das Gutenberg-Museum und den Gutenberg-Drucklanden, das Institut Français in Mainz, das französische Generalkonsulat und das Deutsch-Französische Jugendwerk.

Das > Gutenberg-Museum bietet der Ehrung als Weltmuseum der Druckkunst und anerkannter Ort des Kulturdialogs einen passenden Rahmen. Feierlich überreichten Frau Kulturdezernentin Marianne Grosse und Frau Konsulin der Republik Frankreich Claire Marrec gemeinsam die handgefertigten Urkunden des Gutenberg-Druckladens an die Mainzer Preisträgerinnen und Preisträger.

Der Präsident der > Deutsch-französischen Gesellschaft in Mainz Professor Dr. Franz Felten sagte in seiner Ansprache u. a.: „Eine fremde Sprache sprechen bedeutet weitaus mehr als sich verständlich machen zu können. Wir erreichen unsere Mitmenschen am besten über ihre Muttersprache. Mit Nelson Mandela können wir formulieren: „Sprechen wir zu jemandem in einer der Sprachen, die er versteht, dann bemühen wir seinen Verstand. Sprechen wir jedoch zu jemandem in seiner eigenen Muttersprache, so berühren wir sein Herz.”. (Mit allen positiven Folgen.) Das Wissen um den soziokulturellen Hintergrund des Anderen spielt eine große Rolle.
– Deshalb ist interkulturelle Handlungsfähigkeit so wichtig.“ Bitte weiterlesen:

> DFG-Präsident: Exzellenzpreis Ansprache

Ziel dieser Initiative der Deutsch-Französischen Gesellschaft und ihrer Kooperationspartner ist es, zur Wertschätzung des Europagedankens, der Mehrsprachigkeit und der grenzüberschreitenden Handlungskompetenz bei Mainzer Jugendlichen beizutragen. Die mit dem Exzellenzpreis ausgedrückte Bedeutung dieser Schlüsselkompetenzen soll nicht zuletzt auf die Chancen aufmerksam machen, die mit dem Erlernen der französischen Sprache in Rheinland-Pfalz einhergehen: Denn dank der über Jahrzehnte gewachsenen Beziehungen zum Partnerland Frankreich ist Französisch heute mit der Möglichkeit verbunden, an einer Vielzahl von Schüleraustauschen und Auslandsaufenthalten teilzunehmen – mit einer Teilhabe in der gesamten Breite der Bevölkerung.

Das Fotoalbum:

Bitte öffnen Sie dieses Fotoalbum mit einem Klick auf ein Foto erst, wenn diese Seite ganz geladen ist und der kleine sich drehende blaue Kreis oben verschwunden ist:

Für Rheinland-Pfalz ist das Erlernen der französischen Sprache in besonderem Maße mit Chancengleichheit in der Bildung verbunden, wenn es um den Zugang zu einer gelebten Mehrsprachigkeit, zu grenzüberschreitenden Erfahrungen und zu einem tieferen Verständnis für Europa geht. Der Erfolg beruht auch auf dem stetigen Engagement der Französisch-Lehrkräfte, die mit der Organisation und Durchführung grenzüberschreitender Schüleraustausche weit mehr als ihren normalen Dienst leisten.

Als renommierter Ort von Kulturerfahrungen gilt das Gutenberg-Museum unter Leitung von Frau Dr. Annette Ludwig seit vielen Jahren als Ort der internationalen Begegnung. Im Rahmen der beliebten Ateliers für Schüleraustausche im Druckladen beispielsweise treten die Jugendlichen aus unterschiedlichen Ländern zusammen in die Fußstapfen von Gutenberg. Der Druckladen des Gutenberg-Museums steuert handgefertigte Urkunden-Unikate für die Nominierten bei. Man kann hier von einem Mainzer Erfolgsmodell sprechen; denn diese persönlichen Urkunden des Gutenberg-Druckladens verbinden für die Jugendlichen unserer Stadt den Ausdruck der Wertschätzung mit einer hohen Identifikationskraft für alle Mainzer: Die Urkunden des Gutenberg-Druckladens sind Symbol einer kulturellen Heimat, mit künstlerischem Können gefertigt. Als „Hingucker“ verweisen diese Mainzer Artefakte auf die Biografie der Ausgezeichneten und unterstreichen damit die Botschaft der Auszeich¬nung, wohin der Lebensweg sie auch tragen mag. Entwickelt wurden die Urkunden von den engagierten Kunstfachkräften des Gutenberg-Druckladens, darunter eine Kalligrafin, ein Druckmeister und eine Frankreich-Expertin.

Besonders hervorgehoben sei, dass alle geehrten Jugendlichen sich nicht nur durch sehr gute Französisch-Kenntnisse auszeichnen. Während der Schulzeit erfolgte eine intensive Auseinandersetzung mit der französischen Sprache, Literatur, Kunst, Kultur und Aktualität. Neben Klassikern wie Molière, Voltaire, Camus und neueren literarischen Werken sind sie auch mit den vielfältigen Facetten der Frankophonie vertraut. Die besondere Bedeutung der deutsch-französischen Beziehungen im Hinblick auf Europa ist ihnen ebenso bewusst wie die Tatsache, dass internationale Austausche zu einem Perspektivenwechsel führen und einen Zugang zu einem tieferen Verständnis für andere Kulturen ermöglichen.

Alfred Grosser wird heute 94 Jahre alt

Unsere Redaktion gratuliert Professor Alfred Grosser sehr herzlich zu seinem 95. Geburtstag.

Alfred Grosser stammt aus Frankfurt/M. (*1925). Sein Vater war Kinderarzt in Frankfurt, er starb 1934 ein Jahr nach der Flucht seiner Familie nach Frankreich. Grosser wird Franzose und studiert nach dem Krieg Germanistik, wendet sich dann aber der Politischen Wissenschaft zu und lehrt ab 1955 Im Institut d’Études politiques (Sciences-Po) in Paris. Er wird Forschungsdirektor an der Fondation nationale des sciences politiques. Von 1965 bis 1994 schreibt er für LE MONDE, danach für La Croix und Ouest-France.

1948 gründet er zusammen mit Emmanuel Mounier u.a. unter ihnen Joseph Rovan das > Comité français d’échanges avec l’Allemagne nouvelle und bekommt damit einen entscheidenden Einfluss auf die deutsch-französische Wiederannäherung nach dem Zweiten Weltkrieg.

So beginnt ein Artikel, den unsere Redaktion kürzlich für die nächste Ausgabe von Französisch 1/2019 heute verfasst hat: „« Expliquer, expliquer, toujours patiemment expliquer », so oder ähnlich hat sich der Politologe und Publizist Alfred Grosser immer wieder über seine Position als Vermittler zwischen Frankreich
und Deutschland geäußert. Der 2006 eingerichtete Frankreich-Blog [www.france-blog.info] folgt diesem Ansatz und möchte viele Aspekte der deutsch-französischen Beziehungen aufzeigen, erklären und bewerten.“ Mit seinem damals gerade erschienen Buch Wider den Strom: Aufklärung als Friedenspolitik, 1976, in der Tasche habe ich in Sciences Po begonnen, seine Vorlesungen Introduction à la vie politique und L’Allemagne de notre temps zu hören.

Erste Auflage dieser Ausgabe. München: Deutscher Taschenbuch-Verlag, 1976 (Mai).

Unter seinen zahlreichen Büchern ist die Deutschlandbilanz. Geschichte Deutschlands seit 1945 (1970) ein Standardwerk.

Alfred Grosser ist Träger zahlreicher Orden und Auszeichnungen. 1975 er hielt er der 1975: Friedenspreis des Deutschen Buchhandels für seine Rolle als „Mittler zwischen Franzosen und Deutschen, Ungläubigen und Gläubigen, Europäern und Menschen anderer Kontinente“. Am 1. Januar 2019 erhielt der das Großkreuz der Ehrenlegion.

Ing Kolboom hat an das > Interview der Deutschen Welle mit Alfred Grosser, „…mit diesem großen deutsch-französischen Brückenbauer vom 11.11.2018, hundert Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkriegs“ erinnert.

Wir zitieren hier einen Brief (zitiert auf der Website des > Alfred Grosser Schulzentrums in Bad Bergzabern), den Alfred Grosser 1980 an Neusser Gymnasiasten gerichtet hat:

Liebe Neusser Gymnasiasten!

Es antwortet Euch ein glücklicher Mensch, der Euch in ein paar wenigen Sätzen andeuten möchte, wie das so mit der Freude am Leben gekommen ist.

Meine erste „Erfahrung“ war, als kleiner Judensohn in einer Frankfurter Schule von achtjährigen Kamera- den so verprügelt zu werden, daß ich ins Krankenhaus mußte. Geistige Spuren sind nicht geblieben – außer der Überzeugung, man muß Verführte aufklären, denn die Schuldigen sind die Verführer. Mit 9 kam ich nach Frankreich und habe mich schnell eingelebt, habe aber dabei nie den Kontakt zur deutschen Sprache und Kultur verloren: Man soll offen sein für jeden geistigen Reichtum, auch wenn im Namen eines Volkes Massenmorde vollbracht werden.

Die grausamen Seiten der Kriegszeit haben mich zweierlei gelehrt. Als ich erfuhr, daß ein Teil meiner Familie in Auschwitz umgekommen war, entdeckte ich, daß ich nie eine Menschengruppe (die Deutschen) für kollektivschuldig halten würde, daß ich aber nach dem Krieg für den Aufbau eines anderen Deutschlands mitverantwortlich sein würde, eben weil ich unter dem verbrecherischen gelitten hatte. Und das Gefühl der Mitverantwortlichkeit, das zum Mitwirken führt, ist beglückend.

Und dann habe ich in Marseille, nach einem Bombenangriff, so viele Leichen und verkrüppelte Menschen gesehen, daß ich seitdem alle Dinge im Vergleich zum Tod und zum Elend sehe. Das Glücklichsein erreicht man auch durch den Vergleich (oft mit schlechtem Gewissen!) mit denen, die weniger haben.

Sich eifersüchtig mit denen zu vergleichen, die mehr haben, macht unglücklich. Übrigens: Neid wie Haß, wie Bitterkeit bedeuten Zeitverlust. Denn es bleibt uns wenig Zeit bis zum Tode – und diese Zeit sollten wir nicht mit unnützen Dingen vergeuden!

In späteren Jahren habe ich dann viel äußeres Glück gehabt – im Berufsleben und im Privatleben. Meine Mutter war zugleich meine Mitarbeiterin in der deutsch-französischen Arbeit bis zu ihrem Tod 1968. Ich habe 1959 eine meiner Doktorandinnen geheiratet (die Dissertation ist nie fertig geworden …), und unser Honigmond ist noch nicht beendet. Unsere vier Söhne (19, 16, 11 und 10 Jahre) bringen Freude und Sorgen (je älter sie werden, desto mehr Sorgen …), aber das Grundelement der Freude ist bis jetzt geblieben, weil der gegenseitige Respekt zusammen mit der Liebe geblieben ist. (Übrigens, was ist Liebe? U.a. daß man sich darauf freut, später zusammen alt werden zu dürfen!)

Ich bin mir meiner Privilegien wohl bewußt: Ich stamme aus einer privilegierten Familie, die Kultur und Selbstsicherheit zu vermitteln hatte. Ich habe einen schönen Beruf – und bin dabei sogar Beamter, d.h. daß ich nicht arbeitslos werden kann. Ich bin gesund, und Frau und Söhne sind unversehrt. Aber es geht auch um eine Grundeinstellung (für die ich wenig kann: sie ist weitgehend angeboren; ich versuche aber doch, sie durch Selbstkontrolle aufrecht zu erhalten): Zufrieden sein, ohne sich zufriedenzugeben, so viel Freude wie möglich zu empfangen und zu geben …

So, nun macht mit dieser Predigt, was ihr wollt …

Herzliche Wünsche für‘s Abitur
Alfred Grosser

Alfred Grosser: Mit Deutschen streiten. Aufforderungen zur Wachsamkeit. München (dtv) 1992. S.290f.

> Professor Alfred Grosser – Website von Sciences Po

Auf unserem Blog:

Über sein Leben > Die Freude und der Tod. Eine Lebensbilanz. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2011

> Gedenkstunde im Bundestag: 1914-1918: Alfred Grosser hat am 3. Juli 2014 im Bundestag gesprochen – 3. Juli 2014

> Die deutsch-französischen Beziehungen und die Europapolitik. Ein Gespräch mit Alfred Grosser – 13. September 2013

Institut Français de Mayence : France & Sens, un projet scolaire, culturel et éducatif !

Pour le 56e anniversaire du Traité de l’Elysée, une dizaine de classes de français – environ 150 élèves du primaire au lycée général et professionnel – ont participé au projet France & Sens 2019, animé par les lectrices France Mobil du programme OFAJ et du Bureau de coopération linguistique et éducative pour la Rhénanie-Palatinat et la Hesse. Le but premier était de découvrir les cultures françaises tout en s’amusant… en français !

Au cœur de l´Institut français de Mayence, les élèves ont fait la découverte de plusieurs territoires français en Europe et dans le monde, en commençant par la région partenaire Bourgogne-Franche-Comté. Ce premier atelier consistait à faire deviner de quelle région il s’agit à l’aide de plusieurs indices : coquilles d’escargot, fromage local, graines de moutarde, anis et sirop de cassis, le tout illustré d’une vidéo touristique vantant cette région.

En petits groupes ensuite, les élèves ont suivi avec intérêt et curiosité un parcours culturel où chaque étape les a invités à tester les cinq sens à travers des activités manuelles (la vue, le toucher, l’ouïe, le goût, l’odorat), tout cela en français bien sûr. Chaque sens était associé à un territoire français singulier tels que la Polynésie française, la Réunion, la Nouvelle Calédonie, la Guyane et la Bretagne.

Notre album photo:

Finalement, l’événement de découverte de la France dans toute sa diversité culturelle et territoriale a remporté un beau succès auprès de tous les élèves, petits et grands, débutants comme avancés en français. La satisfaction et le plaisir étaient bien visibles sur leur visage au moment du départ.

Ce beau projet scolaire de France&Sens 2019 scelle ainsi la coopération entre le Bureau de coopération linguistique et éducative et l’Institut français de Mayence, avec le soutien affirmé de > l’OFAJ et de > l´Association de partenariats quadripartite Bourgogne-France-Comté.

Nachgefragt: Jonathan Spindler, Geschäftsführer des Partnerschaftsverbandes Bereich Burgund – Franche-Comté

Im Institut français in Mainz hat unsere Redaktion Jonathan Spindler, Geschäftsführer des Partnerschaftsverbandes Bereich Burgund – Franche-Comté und da unser > TV-Team mit dabei war, haben wir ihn gleich gefragt, was seine Organisation macht, wofür sie zuständig ist, ober der Aachener Vertrag für sie eine Chance ist, und welche Art von Jugendbegegnungen sie inszenieren:

Jonathan Spindler ist Franzose und kommt aus dem Elsass. Er hat Geschichte in Straßburg studiert. Während verschiedener Praktika hat er das 4er-Netzwerk der Regionalpartner kennengelernt. Dabei ist ihm aufgefallen, dass Europa nicht nur in Brüssel verkörpert wird, sondern auch in allen Regional-und Städtepartnerschaften. Diese internationale Zusammenarbeit ist für ihn (und für uns alle) eine Quelle für Frieden, Toleranz und besseres Verständnis für- und untereinander. Das ist ein Europa „zum Anfassen“, das für alle erlebbar und zugänglich ist. Nur so kann man, so Spindler, in einer Zeit von EU-Kritik und neuen Herausforderungen besonders die junge Generation für Europa zu begeistern.

>>> www.partnerschaftsverband.de
Facebook > https://www.facebook.com/Partnerschaftsverband/

Wir haben das Gespräch auf Französisch geführt:

Und hier nochmal die Passage, die sich an Schüler/innen wendet, die Französisch eventuell aufgeben wollen, auf Deutsch

On y va – auf geht’s – let’s go! Neue Chance für eine Förderung

english french german 

We are looking for new great project ideas!

We support international projects – we support exchange in Europe – we support initiatives by active citizenship!

It is the last chance to enter the ideas competition > “On y va – auf geht’s – let’s go!” run by the Robert Bosch Stiftung and the Franco-German Institute and receive funding up to € 5000.

We are looking for teams of three partners, one from Germany, one from France and one from another EU country to carry out a charitable and voluntary project together.

The next round of entries closes on March 13th 2019.

Here you will find > a call for entries.

If you have any further questions on the competition programme, please do not hesitate to contact us.

www.lets-go-join-in.eu

Deutsch-Französischer Tag: Reims in Flammen – Drama und Versöhnung zwischen Deutschland und Frankreich

Max-Bense-Forum, Stadtbibliothek Stuttgart, Mailänder Platz 1
22. Januar 2019 – 19:30 Uhr – Eintritt frei

Thomas Gaehtgens – Élysée-Festvortrag auf Deutsch

Zu Beginn des Ersten Weltkrieges, im September 1914, wurde die Kathedrale von Reims von der Deutschen Armee beschossen und in Brand gesetzt. Die Erinnerung an die Zerstörung der Kathedrale belastete die politischen und kulturellen Beziehungen beider Länder in den folgenden Jahrzehnten schwer. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg vermochten de Gaulle und Adenauer einen Prozess der Versöhnung zwischen den beiden Ländern einzuleiten. Wenige Monate später wurde im Jahre 1963 der Élysée-Vertrag unterzeichnet, der die Zusammenarbeit und Partnerschaft der beiden Länder begründete.

Anmeldung bis zum 15.01.19 erforderlich unter: felicie.kohlrausch@izkt.uni-stuttgart.de

In Zusammenarbeit mit dem IZKT der Universität Stuttgart.

Die Veranstaltung wird von der Robert Bosch Stiftung mit Mitteln der DVA-Stiftung gefördert

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