Die Reise von Angela Merkel nach Paris am 25.11.2015: Tornados nach Syrien

> Mit diesen Flugzeugen könnte Deutschland eingreifen – DIE WELT, 26.11.2015

Schulaufgabe:

Dieser Beitrag eignet sich für eine Recherche- und Schreibübung: Verfassen Sie einen Bericht über die Reise von Bundeskanzlerin Merkel nach Paris. Berücksichtigten Sie den Zeitpunkt der Reise. Wie wurde in Medien über die Reise berichtet? Beispiele aus Frankreich und Deutschland. Wie bewerten Sie das Ergebnis der Reise?

Einschließlich einer Hörverstehensübung: Verfassen Sie ein kurzes Resümée der Gemeinsamen Erklärung des Präsidenten und der Kanzlerin: jetzt geben wir auch den Link zum Text ihrer Erklärung an.

Nicht vergessen, Google auf frz. umzustellen: > www.google.fr.

Bei Fragen zum Vokabular steht das
> Online-Lexikon von PONS zur Verfügung:

pons-woerterbuch-250

Éditorial. Bundeskanzlerin Angela Merkel hätte eher nach Paris fahren müssen. Deutschland und Frankreich wiederholen bei jedem gemeinsamen Gipfel, künftig eher zusammenarbeiten zu wollen. Keine Frage, wir dürfen sicher sein, dass Paris und Berlin sich sofort nach dem 13. November auf allen Ebenen über gemeinsam zu ergreifende Maßnahmen verständigt haben. Aber ein früherer Besuch der Kanzlerin beim Präsidenten hätte die Beteuerungen der Deutschen, die Attentate beträfen uns alle, im Sinne der deutsch-französischen Solidarität einen unvergesslichen Eindruck verliehen. Jetzt reiht sie sich unter diejenigen ein, mit denen Frankreich eine Koalition suchen will. Gerade wenn es um den Frieden geht, ist die deutsch-französische Zusammenarbeit das allerbeste Werbemittel. Bis gestern konnte der Eindruck entstehen, dass Frankreich jetzt erst einmal alleine Allianzpartner suchen müsse. Das gemeinsame Auftreten von Frankreich und Deutschland verleiht den Anliegen beider Länder sehr öffentlichkeitswirksam nun einmal mehr Gewicht. Vor dem Hintergrund solche Überlegungen ist nun zu prüfen, wie die Medien in beiden Ländern über die Vorbereitungen der Kanzlerin berichtet haben, und wie die Medien jetzt über das Ergebnis des Besuchs gestern abend in Paris berichten, und wie sie es bewerten.

> Mittwoch 25. 11. 2015: Die Rede von Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Haushaltsdebatte:

Nachdem Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der > Haushaltsdebatte im Deutschen Bundestag im Zusammenhang mit den Terrorangriffen vom 13. November 2015 erklärt hatte: > „Heute Abend werde ich mit dem französischen Präsidenten François Hollande über die Fragen sprechen, die uns gemeinsam bewegen. Der Geist dieses Gesprächs wird davon bestimmt sein, dass wir gemeinsam mit unseren Freunden handeln werden. Wenn zusätzliches Engagement notwendig ist, dann werden wir das nicht von vornherein ausschließen,“ flog sie zu einem Gespräch mit François Hollande nach Paris:


François Hollande et Angela Merkel, place de la… von elysee

> Les photos de l’Hommage

Déclaration conjointe avec la Chanceliere Angela Merkel:


von elysee

> Déclaration conjointe avec la Chanceliere Angela Merkel – site du Pailais de l’Élysée

> Merkel sagt Unterstützung zu. Solidarität mit Frankreich – Website der Bundeskanzlerin: Auf dieser Website wird die Bundeskanzlerin mit ihren Worten in Paris zitiert: „“Es ist mir ein Bedürfnis, zuallererst zu sagen, dass wir wissen, welchen Alptraum die Menschen in Paris in der Nacht des 13. November durchleben mussten, als sie Opfer von Gewalt und Terror geworden sind.“ Sie versprach Frankreich, dass Deutschland bereit wäre, „Frankreich jedwede Unterstützung“ zu geben. Man darf vermuten, dass es nicht bei der Unterstützung der französischen Soldaten in Mali bleiben wird, denn die Kanzlerin sagte auch: „Und wenn der französische Präsident mich bittet, darüber nachzudenken, was wir mehr tun können, dann ist das für uns Aufgabe, darüber nachzudenken.“ Merkel zeigte sich überzeugt,i, dass der „Islamische Staat … mit militärischen Mitteln bekämpft werden“ müsse.


> Les photos du dîner de travail

> Communiqué du président sur les engagements de l’Allemagne en Syrie et Irak – site du Palais de l’Élysée:


Jetzt wird es interessant, zu beobachten, wie die Medien in Frankreich und Deutschland auf den Besuch und die Versprechungen der Kanzlerin in Paris reagieren. LE MONDE titelt heute mittag: > Angela Merkel promet d’« agir vite » contre le terrorisme

> Hollande souhaite que l’Allemagne s’engage davantage contre Daech – LE FIGARO, 26 novembre 2015

Situation difficile pour le couple-franco-allemand:

> Merkel et Hollande, ensemble mais très seuls – LE MONDE 26 november 2015

Trauerbekundungen vor der Französischen Botschaft in Berlin

Viele Bürgerinnen und Bürger haben vor der Französischen Botschaft als Zeichen ihrer Anteilnahme an der Trauer nach den Attentaten in der Nacht vom 13. auf den 14. November 2015 und der Verbundenheit mit Frankreichs Blumensträuße abgelegt und Kerzen entzündet:

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Fotos: © Christa Weck

Parler avec les élèves des attentats à Paris

Die Tagesthemen haben gestern abend Schülern einen breiten Raum gegeben, damit sie über ihre Eindrücke von den Attentaten sprechen können. In Frankreich gibt es viele Initiativen, die Materialien vorlegen, die Lehrern und Schülern helfen sollen, die Ereignisse zu verarbeiten:

> Parler des attentats : la presse jeunesse se mobilise – Site du Ministère de l’Education nationale :

„Au-delà des ressources Eduscol et Canopé, mises à disposition par le ministère de l’Éducation nationale, de nombreux titres de presse jeunesse consacrent des dossiers aux attentats. Des ressources utiles, disponibles pour tous les âges, pour aborder ces questions difficiles en classe avec ses élèves ou en famille, avec ses enfants.“ (Hervorhebung, H.W.) Avec de nombreux liens.

> Savoir accueillir la parole des élèves après les attentats terroristes en Ile-de-France – Eduscol ****

> Accueillir la parole des élèves après les attentats terroristes – Canopé

> Najat Vallaud-Belkacem: Message suite aux attentats du 13 novembre

> Des ressources pour parler des attentats et du terrorisme en classe – #ClasseTICE ****

Préparer un exposé: Le traité de l’Elysée/
Ein Referat vorbereiten: Der Elyséevertrag

french german 


Sur notre blog / Auf unserem Blog: > Deutsch-französischer Tag: 22. Januar 2016

L’agenda de l’éducation > 22 janvier : journée franco-allemande – Site du Ministère de l’éducation nationale

Gedenkveranstaltung im Institut français de Stuttgart

| > Ce soir à Cologne | > Un message aux écrivains français de la part de la Fédération des gens de lettres Allemagne (VS) | > Paris et Berlin, 14 novembre 2015 – Éditorial – #NousSommesUnis | > Najat Vallaud-Belkacem: Message suite aux attentats du 13 novembre | > Paris, la nuit du 13 au 14 novembre 2015 | > Parler avec les élèves des attentats à Paris | > Vor dem Institut français de Stuttgart | > Discours du président de la République devant le Parlement réuni en Congrès |

Bei der Gedenkveranstaltung gestern abend im Institut français hat Ministerpräsident Winfred Kretschmann zusammen mit Mitgliedern der Landesregierung dem Generalkonsul Nicolas Eybalin das Mitgefühl der Landesregierung und der Bürgerinnen und Bürger in Baden-Württemberg ausgedrückt:

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Vor dem Institut français de Stuttgart

| > Ce soir à Cologne | > Un message aux écrivains français de la part de la Fédération des gens de lettres Allemagne (VS) | > Paris et Berlin, 14 novembre 2015 – Éditorial – #NousSommesUnis | > Najat Vallaud-Belkacem: Message suite aux attentats du 13 novembre | > Paris, la nuit du 13 au 14 novembre 2015 |

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23. 11. 2015 in Dresden: 20 Jahre Dresden-Straßburg & 20 Jahre Sachsen-Bretagne

Die Stadt Dresden, des Institut français Dresden und der Sächsisch-Bretonischen Gesellschaft e.V.laden ein:

“20 Jahre Dresden-Straßburg & 20 Jahre Sachsen-Bretagne” am Montagabend, 23. November, 18 Uhr, im Festsaal Stadtmuseum Dresden, Eingang, Landhausstraße, 3. Etage

Wir wollen am kommenden Montagabend nicht nur ein Zeichen unserer Solidarität mit Frankreich setzen. Wir werden auch zeigen, dass ein Montagabend in der sächsischen Landeshauptstadt unseren Medien auch andere Nachrichten wert sein kann als Meldungen über Pegida-Umzüge.

Zum Herunterladen: > 23.11.15 Programm *.pdf

Mit unserer Festveranstaltung wollen wir unsere Nähe zu Frankreich demonstrieren, Nähe, die Frankreich nicht nur in Stunden der Trauer und des Zorns gilt, sondern kontinuierliche Nähe ist. Eine kontinuierliche Verbundenheit nicht nur abstrakt zum Land Frankreich, sondern als gelebtes Kennenlernen und Verstehen des Nachbarn – zum Beispiel im Rahmen einer Städtepartnerschaft wie Dresden-Straßburg oder einer Regionalpartnerschaft wie Sachsen-Bretagne.

Beide Partnerschaften sind im Kontext der Wende und der deutschen Einheit entstanden. Wir haben dem Zauber des Anfangs vertraut. Wir wollen ihn Stuf‘ um Stufe weiter heben. Das ist nicht nur eine Sache derjenigen, die politisch für diese kommunale oder regionale “Außenpolitik” verantwortlich zeichnen und dafür auch kontinuierlich einstehen sollten. Das ist auch unsere Sache; die der Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt und dieses Landes, die für eine weltoffene Landeshauptstadt und für ein weltoffenes Sachsen stehen – nach innen und außen – contre vents et marées …

Diejenigen unter ihnen, die unsere Einladung zur Veranstaltung am 23. November annehmen, werden gebeten, ihre Anmeldung per E-Mail bis Freitag an > europa@dresden.de zu signalisieren.

Helmut Schmidt ist tot

https://twitter.com/lemondefr/status/664093818682126336

Helmut Schmidt (23. Dezember 1918 – 10. November 2015) starb heute im Alter von 96 Jahren in Hamburg. Von 1974 bis 1982 war er Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland.

Als Senator der Polizeibehörde in Hamburg wurde er während der Sturmflut 1962 bekannt. Er war Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion von 1967 bis 1969. 1969 wurde er Bundesminister der Verteidigung und 1972 übernahm er auch noch das Bundesministerium für Wirtschaft und Finanzen. Zusammen mit seinem Freund Valéry Giscard d’Estaing, der von 1969 bis 1972 das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft im Kabinett von Jacques Chaban-Delmas leitete, auch im Kabinett Messmer behielt er von 1972 bis 1974 diesen Ministerposten. von 1974 bis 1981 war er Staatspräsident. Schmidt und Giscard d’Estaing haben durch ihre deutsch-französische Währungspolitk die Grundlagen für den > Europäischer Wechselkursverbund EMS gelegt und damit eine wichtige Weiche für das europäische Währungssystem gestellt. Damals konnte man noch sagen, nichts funktioniert in Europa, was nicht vorher zwischen Paris und Bonn ausprobiert wurde. Beide begründeten die > G-7-Treffen.

Hier werden die Grundlagen des EMS erklärt: > Valéry Giscard-d’Estaing et Helmut Schmidt, 1974-1981


L’ex chancelier allemand Helmut Schmidt est mort à l’âge de 96 ans


Auf unserem Blog am 3.12.2013> Helmut Schmidt wird heute 95 Jahre alt: Er würde uns sagen: „Lernen Sie Französisch, bevor es vielleicht zu spät ist.“

Mit freundlicher Genehmigung des Siedler-Verlags zitieren wir hier die Passage aus seinem Buch, in der Helmut Schmidt mit Nachdruck auf die Bedeutung der französischen Sprache hinweist:

Helmut Schmidt - Außer Dienst„Ich will in diesem Zusammenhang noch eine weitere Empfehlung für junge Politiker der nachfolgenden Generation aussprechen, muß dabei aber zugleich ein eigenes Versäumnis einräumen. Als ich es in den siebziger Jahren begriff, war es zum Nachholen des Versäumten längst zu spät. Ich spreche von dem schwerwiegenden Mangel, der französischen Sprache nicht mächtig zu sein. Mein Freund Valéry Giscard d’Estaing und ich haben immer nur englisch miteinander sprechen können; sein Deutsch war minimal, mein Französisch gleich Null. Bei Gegenständen, deren Behandlung schwierige Fachausdrücke erforderte, waren wir auf unsere Dolmetscherinnen angewiesen. Ich habe das als erhebliche Beeinträchtigung empfunden. Weil meine ansonsten vorzügliche Lichtwarkschule in Hamburg nicht allzuviel Wert auf Sprachen gelegt hatte, verfügte ich zunächst nur über Schulenglisch und über Anfangsgründe im Lateinischen. Ich hätte als junger Abgeordneter, noch keine vierzig Jahre alt, meine Freizeit nutzen sollen, Französisch zu lernen und anzuwenden. Als ich mit fünfzig Jahren Minister wurde, war es dafür zu spät, auch gab es keine Freizeit mehr. Ich konnte nie mehr nachholen, was ich in jüngeren Jahren versäumt hatte.
Im 21. Jahrhundert, in dem die Entfernungen noch viel mehr zusammenschrumpfen werden, wird Englisch für viele Berufe zu einer selbstverständlichen Voraussetzung werden. Ein deutscher Politiker aber, der als Fremdsprache allein das Englische einigermaßen beherrscht, kann sich nur mit Einschränkungen überall verständlich machen. Jungen Deutschen, die begabt genug sind und den Willen zum Lernen haben, stehen – fast ohne Ausnahme – alle Schulen und Hochschulen offen. Wer die Angebote nicht nutzt, parallel zu seiner speziellen Berufsvorbereitung mindestens zwei lebende Fremdsprachen zu erlernen, läuft Gefahr, für immer zweitrangig zu bleiben.“
Helmut Schmidt, Außer Dienst, (c) Siedler, München 2008 (S. 25-26)


L’axe franco-allemand:
https://twitter.com/MYTF1News/status/664189440055713792

https://twitter.com/ARTEjournal/status/664118917976076289


> Schmidt trifft Giscard Manches dauert noch
Helmut Schmidt besucht Valéry Giscard d’Estaing – ein letztes Mal. Sie sprachen über die Krise und den Euro und sparten nicht an Kritik.
30.05.2013, von Michaela Wiegel, Paris


https://twitter.com/Porte_Parole/status/664103308718694400

https://twitter.com/OlafScholz/status/664096236060807168

https://twitter.com/franceinfo/status/664092514031304705

> Helmut Schmidt – www.france-allemagne.fr

> Helmut Schmidt und Valéry Giscard d’Estaing erhalten den Deutsch-Französischen MedienpreisAuf unserem Blog: 2- Mai 2014

> Verleihung des Deutsch-Französischen Medienpreis an Valéry Giscard d’Estaing Video | 04.07.2014 | Dauer: 00:12:03 | – (c) SR

> Altbundeskanzler Helmut Schmidt zu Besuch bei Premierminister Jean-Marc Ayrault – 29. Mai 2013

> Helmut Schmidt – DIE WELT, 10. November 2011

> Die Rede von Altkanzler Helmut Schmidt auf dem SPD-Parteitag – 4. Dezember 2011

https://twitter.com/ARDde/status/664159059461865472

> Altkanzler gestorben : Zum Tod von Helmut Schmidt: Sein Leben in neun Videos – shz.de

https://twitter.com/FranceBlogInfo/status/664100549193801728

> Helmut-Schmidt-Bibliographie ***

Matthias Waechter, Helmut Schmidt und Valéry Giscard d’Estaing. Auf der Suche nach Stabilität in der Krise der 70er Jahre, Bremen (Edition Temmen) 2010, 168 S. (Studien der Helmut und Loki Schmidt-Stiftung, 6), ISBN 978-3-8378-2010-2.

> Interview de Valéry Giscard d’Estaing (Paris, 17 novembre 2008) (durée: 01:22:55)

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