Nachgefragt: Philippe Gustin et Stephan Martens, FranceAllemagne

Am 29. Januar 2016 war Philippe Gustin (Foto: oben) zu Gast im Institut français de Stuttgart. Nach seinem Vortrag über das Buch, das er zusammen mit Stephan Martens verfasst hat, hatten wir eine Gelegenheit, mit ihm über das Buch zu sprechen.

Es fällt auf, dass trotz de harschen Kritik beider Autoren am Zustand der an der deutsch-französischen Kooperation, ihre Möglichkeiten zugunsten Europas werden vernachlässigt, lautet die Kernthese dieses Buches, sein Titel „FranceAllemagne“ zusammengeschrieben wird. Diese Schreibweisegustin.martens-franceallemagne-110 immer wieder aufkeimende Idee einer Fusion beider Länder. Beide Autoren verstehen das deustsch-französische Verhältnis als „eine rationale Notwendigkeit“ und auch als „Motor Europas“. Aber >für beide gilt, „dass das erweiterte Europa eine Krise durchlebt“. Sie wünschen sich eine „eine neue Dynamik zu Gunsten Europas“, und sie fordern, dass „die französischen und deutschen Verantwortlichen strategisch, nicht bloß politisch, handeln.“

Unter ihren Maßnahmen zugunsten der deutsch-französischen Kooperation erscheint zuerst die Sprachenpolitik, dann die Fiskalkonvergenz bei der Unternehmensbesteuerung, der ständige Sitz für Deutschland im Sicherheitsrat der ONU und die Schaffung eines Ministerpostens in jeder der beiden Regierungen für die deutsch-französische Kooperation. Da fällt uns ein: > Un ministre franco-allemand / ein deutsch-französischer Minister – 8. November 2009.

Philippe Gustin et Stephan Martens
> FranceAllemagne
Préface de Bruno Le Maire
Paris: lemieux 2016.

Philippe Gustin, Stephan Martens > „Deutschland und Frankreich. Der Neustart des europäischen Motors“ – Genshagener Papier N°17

> Philippe Gustin: Die territoriale Aufteilung des französischen Staates

La nouvelle carte des langues

> Les nouvelles cartes académiques des langues vivantes? – 15. Januar 2016
> Deutschunterricht in Frankreich.Najat Vallaud-Belkacem: „plus que « préserver » l’allemand, je souhaite le promouvoir.“ – 22. April 2015
> Najat Vallaud-Belkacem promet des mesures en faveur de l’allemand – 5. Oktober 2015

> Toute l’actualité – Stratégie langues vivantes

DP-strategie-langues-vivantes-couverture_528749

Das Dossier > > „Stratégie langues vivantes“ *.pdf erklärt „Les nouvelles cartes académiques des langues vivantes“ und gobt viele Hinweise zum Sprachenlernen. Die Aufgabe lautet: „Dynamiser la mobilité internationale des élèves au service de leur réussite“.

… ob die Maßnahmen ausreichen, um den Kritikern zu antworten? „Progrès pédagogique ? Recul politique ? Selon que l’on se situe dans le camp des « pro » ou des « anti » réforme, la réponse varie, schreibt Mattea Battaglia in > > Réforme du collège : imbroglio autour de l’avenir des classes bilangues LE MONDE | 21.01.2016

Marie-Christine Corbier > Collège : l’allemand revient en force, avec 70 % des classes bilangues «maintenues» – Les Échos – Le 21 janvier 2016

Wir haben nachgefragt:
Vgl. > Un entretien sur l’actualité avec Alfred Grosser – 28. Januar 2016

Letzte Meldung:

Philippe Gustin : #FranceAllemagne

french german 

Am 18. Januar erscheint das Buch von Philippe Gustin und Stephan Martens > #FranceAllemagne. Relancer le moteur de l’Europe im Verlag Lemieux in Paris.

> Dans quelle Europe voulons-nous vivre ?
Institut Culturel Franco-Allemand, Doblerstr. 25, 72074 Tübingen
Vorträge 22.01 20 h 30 Entrée libre

> Vortrag von Philippe Gustin „France-Allemagne: Relancer le moteur de l’Europe“
Institut français Stuttgart, Schloßstr. 51, 70174 Stuttgart
29.01.2016 – 18:00 Uhr Eintritt frei

Philippe Gustin , 55 ans est préfet, ancien ambassadeur. Docteur en histoire sociale, il a débuté sa carrière comme enseignant en Allemagne puis dans le réseau culturel des ambassades de France en Hongrie et en Autriche. En 2001, il opte à la sortie de l’Ecole nationale d’administration pour le corps préfectoral et exerce plusieurs fonctions en administration centrale et en territoriale, en métropole et outre-mer. En 2007, il devient conseiller de Christine Lagarde, ministre de l’économie, des finances et de l’industrie, puis directeur adjoint de cabinet de Luc Chatel, secrétaire d’Etat à l’industrie. En 2009, il devient directeur de cabinet de Luc Chatel, ministre de l’éducation nationale jusqu’en 2012 où il devient ambassadeur de France en Roumanie. Il est depuis avril 2015 directeur de cabinet du président et directeur général des services du département de l’Eure.

Trilateraler deutsch-französisch-polnischer Wettbewerb Young Europeans Award

YoungEuropeansAward-Logo_CMYK_colors-v1

Jugendliche unter 21 Jahren aus Deutschland, Frankreich und Polen können mit einem gemeinsamen Projekt zum Thema „Wie weit reicht Europa?“ am trilateralen deutsch-französisch-polnischen Wettbewerb Young Europeans Award teilnehmen und eine fünftägige Reise nach Brüssel gewinnen. Mit jungen Menschen aus Partnerklassen oder außerschulischen Jugendgruppen der drei Länder sollen Teams gebildet werden, die ihren Beitrag bis zum 1. März 2016 unter www.young-europeans-award.org einreichen können. Auch Jugendliche aus dem Gastland der Wettbewerbsausgabe 2015-16, der Ukraine, können von Anfang an in das Projektteam integriert werden.
Der Young Europeans Award wird von den folgenden Institutionen ausgerichtet: Deutsch-Französisches Jugendwerk (DFJW), Allianz Kulturstiftung, Stiftung Hippocrène, Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit (SDPZ) und Deutsch-Polnisches Jugendwerk (DPJW) und steht unter der Schirmherrschaft der Außenminister von Deutschland, Frankreich und Polen.
Das DFJW und DPJW können bei der Partnersuche helfen und finanzielle Unterstützung leisten, wenn das Projekt im Rahmen eines Austauschs oder einer Begegnung erarbeitet werden soll.

Einsendeschluss: 1. März 2016.

Kontakt:
Anna Fudala
Projektbeauftragte Young Europeans Award
> fudala@dfjw.org
+49 30 288 757 73
www.young-europeans-award.org

YoungEuropeansAward_Flyer_DE *.pdf

Deutsch-französische Beziehungen:
Je dois faire un exposé / Ich muß ein Referat halten.

french german 

Nous avons relu et mis à jour notre article du 4 décembre 2008:

19 janvier 2016 : Concert organisé par l’OFAJ (Office Franco-allemand pour la Jeunesse) à l’occasion des Journées Franco-Allemandes

french german 

Les vœux de S.E.M. Philippe Etienne, Ambassadeur de France en Allemagne

Der Botschafter Frankreichs in Berlin hat in einer Grußbotschaft die deutsch-französische Zusammenarbeit 2015 gewürdigt. Der Film der französischen Botschaft:

Er hat an den Erfolg der Klimakonferenz in Paris erinnert. Bei der Ukraine-Krise haben die beiden Außenminister, Laurent Fabius und Frank-Walter Steinmeier, zusammen bedeutende Erfolge erzielt und hat auch die gemeinsame Sicherung der EU-Außengrenzen erwähnt.

Botschafter Etienne: „2016 schlagen wir eine neues Kapitel unseres gemeinsamen Abenteuers auf:“ Die Fußballeuropameisterschaft in Frankreich, und das 100-jährige Gedenken an die Schlacht um Verdun.
> 1914-2014. Und der Botschafter verspricht: „2016 soll ein weiteres Jahr unserer starken Partnerschaft werden.“

> Interviews mit S.E. Philippe Étienne, Botschafter der Französischen Republik in Deutschland

Pascale Hugues (Berlin): Frankreich und Deutschland – amour fou oder Vernunftehe?

Do, 21. Januar 2016 19:30
Stadtbibliothek Stuttgart, Mailänder Platz 1

Text des IZKT: „Die Beziehung zwischen Deutschen und Franzosen ist heute durch eine seltsame Mischung aus Gleichgültigkeit, Bewunderung und Neid geprägt: Gleichgültigkeit, weil man sich in einer globalisierten Welt kaum noch füreinander interessiert – ein Preis der Normalisierung; Bewunderung, insofern Deutschland in Frankreich beständig als Wirtschafts- und Gesellschaftsmodell angepriesen wird und zugleich viele Deutsche eine tiefe Sehnsucht nach dem französischen savoir vivre hegen und mit Staunen auf jenen lebendigen republikanischen Geist blicken, der sich in der Reaktion auf die Attentate im Januar 2015 artikulierte. Ein gewisser Neid entsteht, weil für viele Franzosen die ökonomischen Erfolge und die politische Dominanz Deutschlands in der EU nur schwer zu ertragen sind. Aus dieser Mischung erwachsen gefährliche Klischees. Angela Merkel und Wolfgang Schäuble werden als deutsche Personifikationen einer materialistischen Weltsicht gezeichnet, die dem Rest Europas aufgezwungen werden soll. François Hollande scheint hingegen aus deutscher Sicht wie die Inkarnation der französischen Reformunfähigkeit. Nur wenn wir diese Konstellation nüchtern analysieren, können wir zu ihrer Überwindung beitragen.“

In deutscher Sprache.
Die Veranstaltung wird von der DVA-Stiftung gefördert.

> Im Interview mit Pascale Hugues – Bundeszentrale für politische Bildung

1 35 36 37 38 39 90