Der zweite Wahlgang der Regionalwahlen

18.51 Uhr: Beim zweiten Wahlgang für die > Regionalwahlen in Frankreich deutet sich mit 49 % eine geringere Wahlenthaltung als vor einer Woche an, als 53,64 % der Wähler zu Hause blieben. Werden alle Regionen heute abend fest in sozialistischer Hand sein? Früher war es noch ein Dorf, das auf der anderen Seite Frankreichs noch eine Einzelgänger-Rolle spielte, heute könnte es noch das Elsaß werden, das in der Hand der UMP, der Partei des Präsidenten, bleibt. Aber auch das ist nicht sicher und wir müssen uns mindesten bis 20 h gedulden. 26 Regionalräte werden gewählt. Stellen Sie sich vor, bei uns würden alle Landtage an einem Tag gewählt werden! Die Bundespolitik tritt ja jetzt schon auf der Stelle und wartet auf die Ergebnisse vom 9. Mai in NRW.

Google zeigt auch die > Twitter-Meldungen an.

Möglicherweise wird dann die Karte Frankreichs homogen rot sein. Tritt dies ein, so muss Staatspräsident Nicolas Sarkozy und die UMP eine sehr herbe Niederlage eingestehen. Was wird der Präsident machen? Wird er sein, bzw. seinen Premierminister François Fillon bitten, sein Kabinett umzubilden? Welche Auswirkungen wird die Regionalwahl auf die in zwei Jahren anstehende Präsidentschaftswahl in Frankreich haben?

19.02 Uhr: > Chon1986 glaubt schon zu wissen, dass das Elsaß mit 51 % der UMP erhalten bleibt.

20.00 Uhr: Das Elsaß bleibt in der Hand der UMP.

Die Hochrechnung für Frankreich: (Quelle: LE MONDE, 20.00 Uhr):
PS 49 %, PS 33,5 %, und der Front national mit 17,5 % meldet sich als dritte Kraft in Frankreich zurück.

21.45 Uhr:

Ein > raz-de-marée zugunsten der PS, auch wenn sich die schlimmsten Befürchtungen der UMP nicht bestätigt haben. > Le PS confirme son succès du premier tour, sans grand chelem, titelt LE MONDE. (Die Seite wird ständig akutalisiert). Le chelem hat nicht stattgefunden. Trotzdem gibt es nur noch auf La Réunion, Guyana – alles weit weg – rechte Präsidenten der Regionalräte und im Elsaß. Ein herber Verlust für die UMP und kein gutes Ergebnis für den letzten großen test vor den Präsidentschaftswahlen 2012.

> Régionales: la gauche triomphe, la droite sauve l’Alsace

Élections régionales en France

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Premierminister Fillon in der Humboldt-Universität Berlin
Deutschland und Frankreich können sich nicht mit schwachem Wachstum zufrieden geben

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Sauver la planète: Un entretien avec Hervé Kempf

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Les vœux de M. le Président de la République

Hier soir, le Président de la République, M. Sarkozy, a présenté ses voeux aux Français:

> 2010 Vœux de M. le Président de la République (Version texte)

> Vidéo

Evidemment, le président a parlé de la crise, mais il a souligné les réussites récentes et il a exprimé un espoir certain:
„Ensemble nous avons évité le pire. Mais nous avons aussi préparé l’avenir. Au moment où tout laisse à penser que la croissance va revenir, nous voyons qu’au cours de cette année, au milieu des difficultés de toutes sortes, un monde nouveau a commencé à se construire.“
Il a ajouté entre autres: „Mes chers compatriotes, même si les épreuves ne sont pas terminées, 2010 sera une année de renouveau. Les efforts que nous faisons depuis deux ans et demi vont porter leurs fruits.
Dans ce moment si crucial nous devons rester unis comme nous avons su l’être au plus fort de la crise. C’est cette unité qui nous a permis de prendre l’initiative d’entraîner les autres. Les idées que la France défend vont pouvoir s’imposer dans la recherche d’un nouvel ordre mondial : plus d’équilibre, plus de régulation, davantage de justice et de paix. Ces idées nous imposent un devoir d’exemplarité.
Respectons-nous les uns les autres, faisons l’effort de nous comprendre, évitons les mots et les attitudes qui blessent. Soyons capables de débattre sans nous déchirer, sans nous insulter, sans nous désunir.“

> Neujahrsansprache der Bundeskanzlerin

> Die Rede der Kanzlerin im Wortlaut

Ein Handwörterbuch für die deutsch-französischen Beziehungen

Le portail franco-allemand annonce la publication du Dictionnaire des relations franco-allemandes vient d’être publié en Allemagne (éditions Nomos, Stuttgart) et en France (Presses universitaires de Bordeaux). Le livre propose, selon le portail franco-allemand un aperçu synthétique des relations franco-allemandes au-delà de l’actualité immédiate.

Astrid Kufer, Isabell Guinaudeau, Christophe Premat (Hrsg),
> Handwörterbuch der deutsch-französischen Beziehungen,
Nomos, Baden-Baden 2009, 245 S., Broschiert, 24,- €
ISBN 978-3-8329-4807-8

GUINAUDEAU (Isabelle), KUFER (Astrid), PREMAT (Christophe)
> Dictionnaire des relations
 Franco-allemandes
2009, Relié, 16 X 24, 301 p
ISBN 978-2-86781-550-8

> Rezension auf > www.romanistik.info

Hervé Kempf et Stefan Rösler: La crise du climat et la crise du capitalisme. La fin du progrès sans borne

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Politik 2.0 in Frankreich (I): Le Club Villepin

Hat am Dienstag, 27. Oktober 2009, in Frankreich der nächste Wahlkampf um die Präsidentschaft begonnen? Dominique de Villepin, Premierminister von 2005-2007, der noch auf sein Urteil am 28. Januar 2010 im Zusammenhang mit der > Clearstream-Affäre (NZZ, 23.10.09) warten muss, hat bei einem Meeting in Lateinamerikahaus in Paris, zu der sein Club eingeladen hat, vor etwa 800 Anhängern die Schwäche der aktuellen französischen Politik scharf kritisiert. Die Rede kann als TV-Film in ganzer Länge auf der Website des Club Villepin angesehen und im Wortlaut nachgelesen werden.

Die Website seines Clubs ist bemerkenswert. Ein eher karges Navigationsmenü und Links zu > Facebook (4110 Befürworter), > Twitter mit dem Namen „villepin2012“ und 28 politischen Blogs gehören dazu. Ein > Netzwerk mit einer eigenen Internet-Adresse > www.villepincom.net und 3352 Mitgliedern, mit einem > Magazin(Derniers articles, Les plus commentés), (= noch ein Blog!), Forum, Blogs, Videos (Les plus récents, Les plus commentés, Meilleur classement), Photos (1702), Gruppen, Kontakten und einer Liste Neuer Mitglieder gibt es auch schon. Beginnt hier ein neuer bürgernaher > Wahlkampf 2.0?

Dazu passt es, dass gerade LE MONDE in ihrer Ausgabe vom 28.10.09 über > Le „Web 2.0“, nouvelle arme des politiques berichtet.

Die beiden neuen Websites der UMP (Union pour un mouvement populaire, die Partei von Nicoas Sarkozy)> lescreateursdepossibles.com, und die der PS (Parti Socialiste) > LaCooPol.fr werden wir uns in den nächsten Tagen, sowie die beiden Angebote online sind, genauer ansehen.

Es wird sich lohnen, diese hier genannten Websites mit den Websites deutscher Parteien – besonders bei künftigen Wahlkämpfen – zu vergleichen, so wie ich das hier schon einmal während des gerade vergangenen Bundestagswahlkampfes vorgeschlagen haben: Ein Vorschlag für ein entsprechendes > Aufgabenblatt können Schüler selbst anfertigen. Welche Web 2.0-Elemente, also welche Arten von Mitmach-Features/Angeboten sind Euch bekannt und wieviel davon findet man bei den Parteien? Welche der Parteien beiderseits des Rheins bemüht sich also am meisten um die Gunst, um das Mitmachen der Wähler? Blogs und Kommentare sind zwar Mitmachangebote der Parteien, wenn man sich aber erst umständlich anmelden muss, gibt es Punkteabzug, ist doch klar – auch Stimmenabzug, ist doch auch klar? Wie spannend es erst wird, wenn es Euch gelingt, echte Politiker einzuladen und danach zu fragen, wie halten Sie es mit dem Web? Wie gesagt, unserer Politiker können von den französischen Websites echt was lernen, dafür müssen sie aber ein bisschen Französisch verstehen.

Um nochmal auf den Anfang dieses Beitrags zurückzukommen: Dominique de Villepin kritisiert vor allem den Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy, der 2007 für fünf Jahre gewählt worden ist. Auf unserem Blog gibt es 126 Beiträge zum > Präsidentschaftswahlkampf 2007. Geht das jetzt schon wieder los? Immerhin, unser Blog war zum Bloggen an beiden Wahlabenden im > Studio von France24 in Paris eingeladen.

> ClubVillepin

> Politische Blogs in Frankreich und Deutschland

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