… bieten für jeden LK und GK eine Gelegenheit par excellence an einem bestimmten Thema die Recherche und das Redigieren von kurzen Artikeln zu üben. Wer sind die Teilnehmer? Welche Positionen vertreten Sie? Wo kann man Kompromisslinien erkennen? Und dann die Ergebnisse betrachten. Welche > Medien berichten wie und mit welchen Schwerpunkten über dieses Ereignis? Und nebenbei lernen sie > ihre Sprachkenntnisse anzuwenden und lernen viele neue Vokabeln. Danach wären meine Schülerinnen und Schüler für jedes Praktikum bei den Pressemedien fit. Und sie hätten etwas über die Bedeutung der deutsch-französischen Kooperation gelernt.
Am letzte Donnerstag, 6. Januar 2012, hat Nicolas Sarkozy im Futuroscope von Poitiers im Rahmen seines Neujahrsgrußes an die Lehrer Lehrer in den Schulen und die Lehrenden in den Hochschulen seine Reformpläne für die Schule erläutert. Warum macht das in Frankreich der Staatspräsident? Es ist bekannt, dass unter früheren Regierungen ein Erziehungsminister oft seine Stellung gefährdet hat, wenn er es wagte, von einer Reform zu sprechen. Vielleicht spielt jetzt schon der kommende Wahlkampf bei den Absichten Sarkozys eine Rolle, für die der Präsident sich die Unterstützung aller Lehrenden sichern will. Und warum kündigt der Erziehungsminister Luc Chatel, diese Reformen nicht an? – Das ist schon ein Unterschied zu Deutschland. In Frankreich möchte oder kann der Präsident der Schule den Weg weisen, in Deutschland werden in 16 Ländern Schulprobleme auf unterschiedliche Weise diskutiert Und es gibt auch dazu eine Konferenz aller Kultusminister.
DISCOURS DE M. LE PRÉSIDENT DE LA RÉPUBLIQUE – -Chasseneuil-du-Poitou(Vienne) – Jeudi 5 janvier 2012
Nach einer langen Begrüßung:
„Monsieur le Ministre de l’Education nationale, cher Luc CHATEL,
Monsieur le Ministre de l’Enseignement supérieur, cher Laurent,
Madame la Ministre, chère Jeannette,
Monsieur le Premier ministre, cher Jean-Pierre,
Mesdames et Messieurs les Recteurs,
Mesdames et Messieurs les Présidents d’Université, Directeurs de Grandes Ecoles, Présidents d’organismes de Recherche,
Mesdames et Messieurs,“ geht es los:
Der Präsident freut sich im Futuroscope, wo Rene Muaroy, Erziehung und Forschung miteinander verbinden wollte, seine Rede zu halten. Monory widmete das Projekt den « idées nouvelles ». Das ist das Stichwort „Les idées nouvelles“, die braucht Frankreich heute. In unserer neuen Welt müssen wir, so der Präsident, die alten Reden aufgeben und auf eine radikale Art unsere Art und Weise den großen Herausforderungen zu begegnen, neu denken.
Einige Gedanken seiner Rede:
Es geht umd die Erziehung, den Hochschulunterricht und die Forschung. Und das vor dem Hintergrund der Krise: „C’est une crise de civilisation. C’est une crise morale.“ Die Krise zwinge uns, alles zu überdenken. – En résumé: – Die Erziehung und die Forschung sind für Frankreich ein Mittel, sein Schicksal wieder in die Hand zu nehmen. … Hinzukommt eine Identitätskrise der Welt der Lehrenden. In diesem Zusammenhang nennt Sarkozy drei Themen: Exzellenz, Gerechtigkeit und die Einheit, die er im Folgenden einzeln entwickelt, um mit ihnen das bisher Erreichte zu illustrieren.
Die Schule muss auf das aktive Leben vorbereiten. Dazu muss ein neues Verhältnis zwischen Schülern und Studenten geschaffen werden. Zunächst lobt der Präsident die neuesten PISA-Ergebnise, die für das Fach Französisch einen Zuwachs von 16 % und für Mathematik eine Verbesserung von 16 % belegen
Nach den Reformen in der Grundschule und im Gymnasium müsse jetzt das „Collège“ reformiert werden. Und jetzt folgt eine Schlüsselsatz dieser Rede:“Le collège unique n’arrive pas à prendre en compte la diversité des élèves.“ Es folgen Einzelheiten, mit denen der Präsident seinen Reformansatz begründet. Da geht es auch um die Finanzen: Die Mittel seien in den letzten 30 Jahren um 80 % gewachsen. Man spürt schon, noch mehr wird es nicht geben: „… la question n’est pas celle des moyens, qui ont augmenté de 80% ces trente dernières années. La question, c’est d’oser le changement.“ Es geht nicht um mehr Personal, die Lösung für den Präsidenten besteht in veränderten Organisationsformen.
Sarkozy regt eine Neudefinition des Lehrerberufs an. Und er versichert, er glaube an die Autonomie der Schulen. Die Familien müssen ihrer Verantwortungen gerecht werden. 98 % der Schüler die eine Verwarnungen wegn Fehlens bekommen haben, sind in die Schule zurückgekehrt, im jährlichen Durchschnitt wurden bei den anderen 2 %, also 185 Fällen die Familienzuschüsse gekürzt.
Il paraît que l’instruction morale faisant partie depuis 2008 du programme de l’école primaire ne reçoive pas la part dans l’enseigement comme le souhaite le Ministre. Il explique la portée de sa circulaire “ Si l’instruction civique et l’instruction morale sont étroitement associées dans les programmes de l’École, c’est précisément parce que le futur exercice de la citoyenneté s’articule avec ce qui relève des devoirs moraux indispensables à toute vie sociale.“ Et il précise: „Prioritairement définis au cycle des apprentissages fondamentaux sous les termes de politesse, de coopération et de respect, ils forment le cœur même des relations sociales et interpersonnelles.“ Le ministre souhaite „La maxime morale“ comme „support privilégié de la démarche pédagogique“ : „L’usage de la maxime morale, recommandé par les programmes de l’école primaire, vise essentiellement à construire une conscience et un jugement par la réflexion collective et individuelles sur des situations morales. Des lectures, des récits ou des événements présentant une problématique morale peuvent être aussi utilisés comme supports de travail, et prendre la forme d’un dilemme ou d’une alternative.“ Le Ministre propose quatre domaines avec des thèmes qui „peuvent donner lieu à un travail sur les maximes, les adages…“ : „1. L’introduction aux notions de la morale, 2. Le respect de soi, 3. La vie sociale et le respect des personnes, 4. Le respect des biens“ : Annexe : Thèmes proposés.
Cf. „Au contraire, il a paru tout naturel que l’instituteur, en même temps qu’il apprend aux enfants à lire et à écrire, leur enseigne aussi ces règles élémentaires de la vie morale qui ne sont pas moins universellement acceptées que celles du langage ou du calcul,“ disait Jules Ferry dans sa Lettre aux instituteurs ( 17 novembre 1883)
> François Guizot rappelait aux instituteurs dans sa > Circulaire Guizot du 18 juillet 1833: „Mais, quant à l’éducation morale, c’est à vous surtout, Monsieur, que je me fie. Rien ne peut suppléer en vous la volonté de bien faire. Vous n’ignorez pas que c’est là, sans aucun doute, la plus importante et la plus difficile partie de votre mission. Vous n’ignorez pas qu’en vous confiant un enfant, chaque famille vous demande de lui rendre un honnête homme, et le pays un bon citoyen. Vous le savez : les vertus ne suivent pas toujours les lumières, et les leçons que reçoit l’enfance pourraient lui devenir funestes si elles ne s’adressaient qu’à son intelligence. Que l’instituteur ne craigne donc pas d’entreprendre sur les droits des familles en donnant ses premiers soins à la culture intérieure de l’âme de ses élèves….“
Der französische Erziehungsminister, Luc Chatel, hat den Rektoren der Grundschulen ein > Rundschreiben über die Moral im Unterricht (La circulaire sur les leçons de morale à l’école) geschickt, wie dies seine Vorgänger wie > François Guizot (1787-1874) oder Jules Ferry (1832-1893) schon gemacht haben.
Scheinbar erhält heute die Moral im Unterricht der Grundschulen nicht den Anteil, wie die Reform von 2008 es vorschreibt und der Minister dies wünscht. Mit wenigen Worten erklärt er die Bedeutung seines Rundschreibens: „Wenn Staatsbürgerkunde (instruction civique) und die Unterrichtung in der Moral, dann deshalb weil der künftige Staatsbürger die moralischen Pflichten kennen muss, die im sozialen Leben unabdingbar sind.“ Und er fügt hinzu: Die wesentlichen Begriffe der Moral werden „im Einführungsunterricht mit Höflichkeit, Zusammenarbeit und Respekt eingeführt.“ Der Minister wünscht, dass die „moralische Maxime“ eine „privilegierte Grundlage für die pädagogische Arbeit“ sein soll:
“Die Anwendung der Moral, die durch die Programme der Grundschule empfohlen wird, möchte im wesentlichen ein Bewusstsein und eine Urteilsfähigkeit durch die gemeinsame und individuelle Reflexion über moralische Situationen erzielen. Lektüren, Aufsätze oder Ereignisse, die moralische Aspekte enthalten, können als Grundlage für die Arbeit genutzt werden. Sie können auch die Form eines Dilemmas oder einer Alternative anbieten.” Der Minister schlägt vier Themenbereiche vor, “die eine Grundlage für die Arbeit mit Maximen …” sein können: “1. Einführung in die Moralbegriffe, 2. Der Respekt vor sich selbst, 3. Das soziale Leben und der Respekt vor Personen, 4. Der Respekt vor Gütern”: Annexe : Thèmes proposés.
Cf. „Im Gegenteil, es schien ganz natürlich zu sein, dass der Lehrer, so wie er den Kindern Lesen und Schreiben beibringt, ihnen auch die grundlegenden Regeln des moralischen Lebens vermittelt, die nicht weniger wichtig sind als das die Sprache oder das Rechnen,“ sagte Jules Ferry in seinem Brief an die Lehrer ( 17 novembre 1883)
> François Guizot erinnerte die Lehrer in seinem > Rundschreiben vom 18 juillet 1833: „In Bezug auf die moralische Erziehung vertraue ich Ihnen. Nichts kann durch Ihren Willen gut zu Handeln ersetzt werden. Sie können sicher sein, das ist der wichtigste und schwierigste Teil Ihres Auftrags. Sie können sich sicher sein, indem man Ihnen ein Kind anvertraut, bittet jede Familie sie, aus ihm einen ehrlichen Menschen und das Land bittet Sie aus ihm einen guten Bürger zu machen. Sie wissen, die Tugenden folgen nicht immer dem Wissen, und die Lektionen, die das Kind erhält können sich nachteilig für es auswirken, wenn sie sich nicht an seine Intelligenz wenden. Der Lehrer sollte sich also in die Familie einmischen (Que l’instituteur ne craigne donc pas d’entreprendre sur les droits des familles..) und für eine erste Grundlage für die innerer Kultur der Seele seiner Schüler sorgen….“
Ce matin, LE MONDE a publié > l’Appel de Vitruve qui, sous le titre „Les sciences sociales au lycée, un enjeu démocratique“ exige davantage d’attention pour les Sciences Economiques et Sociales (SES) au lycée.
L’auteur de cet article, Maryline Baumard, cite d’abord le blog Claude Garcia, professeur de sciences économiques et sociales au lycée Edouard Vaillant de Vierzon, > Économie et humour. Claude Garcia a aussi signé l’Appel de Vitruve que l’association des enseignants de sciences économiques et sociales, l’APSES (1300 adhérents), vient de lancer. L’appel demande davantage de place à cette troisième culture qui est l’enseignement de Sciences Economiques et Sociales (SES) à côté des humanités et des sciences de la natures. Il y a des signataire qui comme Thomas Piketty se demandent: „Après trois années de crise comme en vient de connaître, comment peut-on encore diviser l’approche économique de l’approche sociologique ?“ Et il ajoute: „Comment cet enseignement peut-il rester exploratoire en début de lycée ?“ Si on l’écoute, on comprend il en va de la formation des citoyens. L’appel exige un moratoire et souhaite qu’on réfléchisse encore une fois sur les programmes de sciences économiques avant de les publier. On déplore que la version actuelle des programme met l’accent sur les notions au lieu d’ouvrir un accès par les sujets de société. Et encore, le ministère a réduit les notions à étudier de 125 à 80. Ensuite, Maryline Baumard, cite les prises des position de L’APSES et L‘OFCE chargé d’élaborer les programme, soupçonné de parti-pris idéologique par l’APSES. Le passage de 2h à 1h30 en classe de seconde est critiqué bien que les sciences économiques aient reçu un statut nouveau de discipline obligatoire.
L’appel de Vitruve montre d’une part, qu’un problème scolaire est discuté sur le plan national et d’autre part, que les difficultés e ll’enseignement de Sciences Economiques et Sociales au lycée. La séparation si stricte des matières au lycée et la différenciation si poussée des filières en vue du bac n’est, à mon avis, pas un soutien efficace pour la formation des élèves. Et l’on revient toujours à la même question, comment améliore-t-on la formation ou la culture générale des élèves? Gustave Flaubert, dans une lettre à Louis Colet, le 7 octpbre 1852, demandait: „Quand tout ne sera plus qu’une combinaison économique d’intérêts bien contrebalancés, à quoi servira la vertu?“ Mon programme pour le lycée comporterait d’abord une revalorisation de la littérature et ensuite une réforme des autres matières.
Heute morgen hat LE MONDE den > Appel de Vitruve veröffentlicht, der unter dem Titel „Les sciences sociales au lycée, un enjeu démocratique“ für mehr sozialwissenschaftlichen Unterricht in den Schulen Frankreichs eintritt.
Die Autorin dieses Artikels, Maryline Baumard, zitiert das Blog von Claude Garcia, Lehrer für Gemeinschaftskunde (sciences économiques et sociales) amLycée Edouard Vaillant in Vierzon, > Economie et humour. Claude Garcia hat auch den > Appel de Vitruve unterzeichnet, den die Association des enseignants de sciences économiques et sociales, l’APSES (1300 adhérents), heute veröffentlicht hat. Der Aufruf verlangt mehr Unterrichtszeit und mehr Beachtung für cette troisième culture neben den Geistes- und Naturwissenschaften. Unterzeichner wie Thomas Piketty fragen sich: „Wie kann man auf die Idee kommen, nach drei Jahren der Krise, Wirtschaft und Soziologie trennen zu wollen?“ Und er fügt hinzu: „Wie kann man den entdeckenden Charakter dieses Unterrichts im Gymnasium beibehalten?“ Hört man ihm zu, dann versteht man, dass es auch um die Ausbildung der Bürger geht.
Der Aufruf verlangt ein Moratorium. Man möge noch einmal über das Programm für das Fach Wirtschaft und Sozialkunde nachdenken, bevor es veröffentlicht wird. Man bedauert, dass die aktuelle Version sich auf Begriffe stützt, statt den Zugang über gesellschaftliche Themen, also über soziologische Fragen zu öffnen. Zudem ist die Anzahl der zu unterrichtenden Begriffe von 125 auf 80 gesenkt worden. Maryline Baumard, zitiert die Stellungnahme der APSES und der >OFCE, das das Programm ausgearbeitet hat und dem von der APSES ideologische Voreingenommenheit voorgeworfen wird. Außerdem wird die Reduzierung um eine halbe Stunde auf 1 h 30 in Klasse 11 (en classe de seconde) kritisiert, obwohl das Fach Wirtschaft gerade erst den Status eines verbindlichen Faches bekommen hat.
Der Appel de Vitruve zeigt an diesem interessanten Beispiel, wie in Frankreich Schulfragen auf nationaler Ebene diskutiert werden und in das Zentrum öffentlicher Aufmerksamkeit rücken. Andererseits wird auch deutlich, dass das Fach Wirtschaft oder Sozialkunde in den Schulen unter Akzeptanzproblemen leidet. Die strenge Trennung der Fächer und die so ausgeprägte Differenzierung in die verschiedenen Spezialabiturprüfungen ist im Grunde genommen keine echte Hilfe für die Schüler. Und man kommt immer wieder auf die grundlegende Frage zurück. Wie sichert man deine gute Allgemeinbildung für die Schüler? Gustave Flaubert schreibt in einem Brief an Louise Colet am 7. Oktober 1852; „Wenn alles nur noch eine wirtschaftliche Kombination ausgewogener wirtschaftlicher Interessen sein wird, wo bleibt dann die Tugend?“ Mein Lehrplan für die Schule würde zuerst eine Aufwertung der Literatur enthalten und dann erst eine Reform der anderen Fächer.
Les deux conférences suivies d’un débat de plus en plus animé ont bien souligne, ce que nous pouvons tous gagner en comparant les faits en France et en Allemagne. Ceci est particulièrement vrai pour le domaine de l’école. On découvre des grandes différences et des habitudes et idées communes. Uns soirée passionnante qui suggère d’aller plus loin dans cette voie.
Im Rahmen der Dialogreihe Lust auf Werte? der Französischen Botschaft und des französischen Kulturnetzwerks in Deutschland fand gestern abend eine Veranstaltung mit Jean Houssaye und Jürgen Mertens im Institut Culturel Franco-Allemand de Tübingen statt.
Die Wertevermittlung ist eine der wichtigsten generationsübergreifenden Aufgaben: familiäre Erziehung und Schule spielen hierbei eine wichtige Rolle. Wie soll diese Rolle heute angedacht werden, vor allem in einer Zeit, in der sowohl die Werte als auch die Schule in der Krise stecken? Kann die Schule die Vermittlung der Werte auf die gleiche Weise wie in der Vergangenheit leisten oder muss sie dafür neue Methoden entwickeln? Haben sich die Werte an sich verändert? Welche Werte für welche Schule?
Jean Houssaye, Professor für Erziehungswissenschaft an der Universität Rouen und Leiter des Forschungszentrums CIVIIC, ist einer der bekanntesten französischen Schulexperten. Er wird uns über seine bemerkenswerte Forschungsarbeit berichten. Jean Houssaye veröffentlichte unter anderem Questions pédagogiques – Encyclopédie historique, Education et philosophie – Approches contemporaines, Autorité ou éducation ?, Les valeurs à l’école.
Jürgen Mertens ist Professor für die Didaktik der französischen Sprache und Literatur an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg und Bundesvorsitzender der Vereinigung der Französischlehrerinnen und -lehrer. Er hat bemerkenswerte Studien über den Französischunterricht, die Mehrsprachigkeit und die Integration veröffentlicht.
In französischer und deutscher Sprache mit Übersetzung.
Man kann in der Klasse die Vorfreude ein bisschen verstärken oder die Wartezeit aufs Fest ein bisschen verkürzen:
Singen. Das geht das ganze Jahr über: PONS bietet 15 beliebte französische Kinderlieder an. Singen ist immer der einfachste Einstieg in die französische Sprache. Mit CD und einem illustrierten Textheft mit allen Liedtexten, deutscher Übersetzung und Noten zum Nachspielen. Geeignet für Kinder im Vor- und Grundschulalter. Zusammen Singen! Darüber habe ich schon mal früher auf dem Blog etwas geschrieben: Statt Lesen und Vokabelabfragen: > Consolider la compréhension orale et écrite oder mischen Sie Ihre Klasse mal so richtig auf. Und in der Weihnachtszeit kann man das auch. Mit der klasse zwei,drei Lieder einüben und auf der Haupttreppe der Schule in der großen Pause zeigen, was sie kann: Jahreszeitlich bedingt würde das auch bei einem Weihnachtsfest in Ihrer Schule passen: Hier sind dafür ein die geeigneten Lieder:
11 traditionelle, teilweise auch zeitgenössische Lieder in klassischer oder moderner Interpretation, gesungen von verschiedenen französischen Sängern oder Gruppen gibt es auf der CD des Ernst Klett Verlags mit einem Begleitheft, das viele kreative Aufgaben und Noten zu einigen Liedern enthält. Teilweise geeignet ab dem 1. Lernjahr. Und hinterher oder vorher in Besuch des > Weihnachtsmarkts in Straßburg. Auf der CD: u.a. Saint Nicolas, mon bon patron (Les Gens de Loraine),…
… und Voici la Noël (Les Octaves), Il est né, le divin enfant (Florence Absolu), Entre le bœuf et l´âne gris, Guillau, prend ton tambourin, Noël est arrivé (Malicorne), Petit papa Noël (Les Octaves), Mon beau sapin (Florence Absolu). Singen Sie mit Ihren Schülerinnen oder Schülern, oder lassen Sie sei alleine singen: Le père Noël a disparu (Carlos).
> PONS Chantons
Französische Kinderlieder zum Mitsingen: Audio-CD und illustriertes Textheft mi
Format: 13,5 x 18 cm – ISBN: 978-3-12-560667-8
> Chantons Noël CD
978-3-12-597061-8 – (identisch mit: 3-12-597061-X)
Frankreichs Erziehungsminister Luc Chatel hat am 25.11.2010 seinen „Plan zur Entwicklung digitaler Nutzungsformen in den Schulen“ vorgestellt. Die Kernaussage: „Die Zukunft der Schule wird nicht mit Kreide auf eine schwarze Tafel geschrieben. Die Schule muss den Zug der Digitalisierung besteigen.“ Luc Chatel möchte ab dem Schuljahr 2011 / 2012 das Klassenbuch und das „livret de compétences“ für alle Schulen verbindlich in digitalisierter Form einführen:
„Donner toutes les cartes au futur citoyen pour s’intégrer dans la société du numérique et de l’information est une mission essentielle de l’éducation : la multiplication des échanges et des sources d’information implique une éducation à l’usage responsable de l’Internet et des technologies de l’information et de la communication.“ (p. 3)
< Womit lernt man besser? Mit dem Schulbuch...?
Die Verabsolutierung digitaler Arbeitsweisen ist nicht unproblematisch: > Ecrivez-vous à la main ou tapez-vous au clavier ? Meine Schüler würden lernen, den PC als ein Hilfsmittel einzusetzen. Und meine Studenten sollten sich daran erinnern, dass ein mit Füller und mit voller Konzentration geschriebener Text – die Gedanken fließen wohlgeordnet per Tinte auf das Blatt! -eben einfach besser wird als ein Text, den man auf der Tatstatur ohne viel Konzentration, man kann ja dauernd korrigieren, löschen, verschieben – in den PC klimpert.
Dieser Plan hat fünf Ziele:
„Dans ce contexte, le plan de développement des usages numériques à l’École se fixe 5 objectifs principaux :
1. Faciliter l’accès à des ressources numériques de qualité pour les équipes pédagogiques, en facilitant l’accès à un portail national et des financements dédiés ;
2. Former et accompagner les enseignants dans les établissements scolaires dans la prise en compte du numérique dans leur pédagogie ;
3. Généraliser les services numériques, pour ouvrir les établissements vers l’extérieur ;
4. Réaffirmer le partenariat avec les collectivités locales à travers un appel à projets en direction des académies, afin de donner les meilleures conditions de développement des usages numériques.
5. Former les élèves à l’usage des technologies de l’information et de la communication, et notamment à un usage responsable“
Womit lernt man besser? Oder mit der Tastatur…? >
Die PC-Technik bringt es mit sich, dass pädagogische Ziele, die im Zusammenhang mit der Digitalisierung formuliert werden, sich vornehmlich auf die Technik (Zugang zu digitalen Ressourcen, Ausbildung, um digitale Inhalte zu nutzen, Digitale Dienste erweitern, Kooperation mit den lokalen Verwaltungen, Ausbildung der Schüler hinsichtlich der Informationstechnologien) konzentrieren und dabei in Gefahr geraten die Inhalte, Methoden und Ziele der Persönlichkeitsbildung (Orientierungswissen, Methodenwissen, Konzentrationsfähigkeit, selbständiges Arbeiten, Kombinationsfähigkeit) aus dem Blick zu verlieren. Diese Überlegungen müssten hier demnächst weiter differenziert werden. Schüler, die mit Wikipedia Referate vorbereiten ersticken leicht im Informationschaos und erhalten nicht das Gespür für Differenzierungen. Ohne ein sachgemäße Anleitung werden sie nicht verstehen, auf welch heiklen Wegen die Beiträge in Wikipedia zustandegekommen sind: > Internet: Surfen oder suchen Sie?.
Doch es gibt einen Hinweis auf die inhaltlichen Ziele, die sich nicht auf die Technik konzentrieren sollen:
„Avec le TBI (= Teaching with Interactive Whiteboards, Tableau Blan Interactif, TBI, W.) la leçon se déroule à un rythme approprié à la classe, les enseignants construisent sur ce que les élèves savent déjà, ils utilisent de multiples formes de médias (textes, images, graphiques, etc.) pour transmettre de l’information, ils mettent l’emphase sur la participation des élèves, et ils se concentrent principalement sur le contenu – pas sur la technologie.“ (p.34)
Die fünf Ziele des Plans werden einzeln vorgestellt:
Zu 1.: „Ces ressources pédagogiques ne sont pas seulement de nouvelles manières d’illustrer les cours des professeurs, elles permettent aussi d’enseigner et d’apprendre autrement grâce, par exemple, aux animations en sciences, la baladodiffusion en langues vivantes ou encore les simulateurs dans l’enseignement technologique. Dans un contexte d’évolution très rapide des environnements technologiques mis à disposition des enseignants et des élèves, une offre de contenus de qualité a vu le jour, à la fois à travers des manuels scolaires qui intègrent dorénavant une dimension numérique et à travers des contenus multimédias.“ (p. 5)
Und es gibt schon eine Idee, wie Inhalte zertifiziert werden… :
„Une procédure pour identifier des ressources de qualité La procédure « RIP », Reconnaissance d’Intérêt Pédagogique des produits éditoriaux, permet aux enseignants de se repérer dans une offre très riche et parfois peu lisible en s’appuyant, pour chaque discipline, sur des avis d’experts.“ (p. 5)
Und das Ministerium stellt Mittel bereit:
„Les établissements et écoles retenus dans le cadre de l’appel à projets seront dotés d’un « chèque ressources numériques », leur permettant d’acquérir des ressources numériques pédagogiques, complément indispensable de l’équipement et des services numériques. …
Le montant du « chèque ressources numériques » dépendra de la taille de l’école ou de l’établissement (entre 500 € et 2 500 €, selon la taille et le type d’établissement scolaire).“ (p. 7)
Wie so oft gibt es aber zur Zeit noch Probleme für die Finanzierung des ehrzgeizigen Vorhabens, da die Die Hoffnung auf eine Finanzierung aus Mitteln der Großen Staatsanleihe sich nicht erfüllt haben. Zur Zeit hat der Erziehungsminister für die Schulen nur 60 Millionen Euro für die nächsten drei Jahre.
Der Minister weiß auch, dass noch großer Nachholbedarf hinsichtlich der Fortbildung besteht:
„Or, actuellement, la plus grande partie des enseignants n’a reçu aucune formation spécifique à l’usage pédagogique des outils et des ressources numérique. Seule une minorité d’enseignants, les plus jeunes, dispose d’une certification attestant de leur compétence à utiliser le numérique dans leur activité d’enseignement. C’est le C2i, certificat informatique internet, niveau 2 « enseignants », créé en 2004, pour répondre au besoin d’acquisition de compétences professionnelles liées aux TICE nécessaire à l’activité d’enseignant aujourd’hui, et généralisé en formation initiale en 2007.“ (p.10)
Das elektronische livret de compétences gibt den Eltern die Möglichkeit, die Noten und Aufgaben ihrer Kinder per Internet zu verfolgen. Es wurde schon in 20 % der collèges und 30 % der französischen Lycées ausprobiert.
In Frankreich haben 100 Schüler 12,5 PC. Frankreich liegt damit über dem Durchschnitt der EU-Staaten, bleibt aber noch weit hinter Großbritannien zurück. Der Erziehungsminister versprach in seiner Pressekonferenz vom 25.11.2010 eine bessere Koordinierung zwischen dem Staat und den Gebietskörperschaften.
Im Anhang des Plans werden eine Statistik der bisherigen PC-Ausstattung vorgelegt und weitere Ziele formuliert.
Die Lehrer stehen der Digitalisierung des Schulunterrichts aus verschiedenen Gründen zurückhaltend gegenüber:
> Numérique à l’école: la France à la traîne – LE FIGARO, 2511.2010
„La baladodiffusion permet d’externaliser les activités de réception de l’élève.
L’enseignement dispensé par le professeur n’est plus limité à l’espace classe et le temps d’exposition de l’élève à la langue étrangère s’en trouve augmenté. p. 7
Les apports pédagogiques sont essentiellement observables dans les domaines de la compréhension de l’oral et de l’expression orale. p. 9 Sur le plan pédagogique, la technologie de la baladodiffusion offre l’avantage de proposer à l’apprenant un cadre parfaitement adapté à ses données personnelles d’apprentissage :
> individualisation et qualité de l’écoute, adaptation du rythme et de la répétition des écoutes,
> besoin de réaliser plusieurs essais d’expression avant de proposer une production finale.“ (p. 35)
Oui, je n’ignore pas que les collèges et les lycées en Frances se différencient beaucop des lycées en Allemagne et ceci d’autant plus que, chez nous, les Bundeslaender veillent sur leurs systèmes spécifiques.
Or, il est peut-être intéressant de regarder au-deà de la frontiére pour connaître les priorités de l’année scholaire qui s’ouvre maintenant en France:
Die Schulen in Franrkeich und Deutschland haben sehr unterschiedliche Strukturen. Und in Deutschland wachen die Bundesländer noch zusätzlich über ihre Besonderheiten.
Dennoch ist es doch ganz spannend, mal einen Blick über die Grenze zu werden, um nachzugucken, welche Prioritäten für das nächste Schuljahr den Schulen in Frankreich vorgeschrieben werden