70 Staatschefs werden zum Pariser Friedensforum vom 11. bis 13. November 2018 erwartet

> Déclaration conjointe des organisations internationales à l’occasion du Forum de Paris sur la Paix: Entre autres: „Nous reconnaissons également qu’il est nécessaire, pour les organisations internationales, de continuer à innover et à s’adapter aux enjeux en constante évolution et aux nouvelles questions auxquelles fait face la communauté internationale. La crédibilité du système multilatéral passe par un haut niveau de coordination entre les organisations internationales et par leur capacité à se réformer et à respecter leur mandat, les États membres fournissant le soutien politique et les ressources appropriées nécessaires à leur travail. Nous soulignons notre détermination à renforcer notre coopération par des échanges réguliers et périodiques, en tirant parti de nos synergies pour répondre aux enjeux mondiaux qui nous sont communs.“

> Rede von Bundeskanzlerin Merkel zur Eröffnung des „Forum de Paris sur la Paix“ am 11. November 2018

Sonntag, 11. November 2018: „Der Friede, den wir heute haben, den wir zum Teil schon als allzu selbstverständlich wahrnehmen, ist alles andere als selbstverständlich, sondern dafür müssen wir arbeiten. Deshalb möchte ich auch von meinen Sorgen sprechen, die sich für mich in unser heutiges Gedenken mischen – die Sorge etwa, dass sich wieder nationales Scheuklappendenken ausbreitet, dass wieder so gehandelt werden könnte, als könne man unsere wechselseitigen Abhängigkeiten, Beziehungen und Verflechtungen einfach ignorieren. Wir sehen doch, dass internationale Zusammenarbeit, friedlicher Interessenausgleich, ja, selbst das europäische Friedensprojekt wieder infrage gestellt werden. Wir sehen die Bereitschaft, Eigeninteressen schlimmstenfalls auch mit Gewalt durchzusetzen.“ und „Der Erste Weltkrieg hat uns gezeigt, in welches Verderben Isolationismus führen kann. Und wenn Abschottung vor 100 Jahren schon keine Lösung war, wie könnte sie es heute sein – in einer vielfach vernetzten Welt mit fünfmal so vielen Menschen auf der Welt wie damals? Deshalb haben wir für unsere G20-Präsidentschaft im vergangenen Jahr das Motto gewählt „Eine vernetzte Welt gestalten“. Wir werden auch eng mit der französischen G7-Präsidentschaft zusammenarbeiten, um diesen Gedanken voranzubringen. Eine enge internationale Zusammenarbeit auf der Grundlage gemeinsamer Werte, wie sie uns die UN-Charta vorgibt – das ist die einzige Möglichkeit, die Schrecken der Vergangenheit zu überwinden und eine vernünftige Zukunft zu gestalten.“

Die Rede von Präsident Macron:

Président Macron: „Et il y a 100 ans, nos prédécesseurs ont tenté de construire durablement cette paix ; ils ont inventé la Société des Nations, la première forme de coopération internationale. Mais elle s’est fracassée sur l’unilatéralisme de certains, sur les crises économiques, morales, et sur les nationalismes. C’est pourquoi je souhaitais que le deuxième intervenant pour ouvrir ce Forum de Paris sur la paix soit le secrétaire général des Nations unies, Antonio GUTERRES. Merci cher Antonio d’être là.“

> Transcription du discours d’introduction du Président de La République au forum de Paris sur la paix

Das Paris Friedensforum soll sich zu einem jährlichen Treffen entwickeln, bei dem Projekte, Ideen und Initiativen vorgestellt werden, die zu einer besseren internationalen Zusammenarbeit gegenüber den großen globalen Herausforderungen zu einer gerechteren und faireren Globalisierung und einem wirksameren multilateralen System beitragen. 2018 werden mehrere Tausend Teilnehmer/innen erwartet, darunter über 70 Staats- und Regierungschefs, Vertreter großer internationaler Organisationen sowie Akteure der Zivilgesellschaft. Dieses Jahr werden werden 119 Projekte vorgestellt.

> parispeaceforum.org

70 chefs d’État attendus au Paris Peace Forum

Du 11 au 13 novembre 2018, se tient à Paris la première édition du Paris Peace Forum. Initié par le président Emmanuel Macron et co-organisé par 6 membres fondateurs dont Sciences Po, ce forum réunit de nombreux acteurs de la gouvernance mondiale. 70 chefs d’État ont répondu présents.

Inspiré par le modèle de la COP 21, – la conférence de Paris sur le climat de 2015 -, le Paris Peace Forum souhaite réunir tous les acteurs de la gouvernance mondiale – États, organisations internationales, gouvernements, ONG, entreprises, citoyens, etc. – pour promouvoir des solutions et penser le monde de demain.“

> Bitte weiterlesen: 70 chefs d’État attendus au Paris Peace Forum – Website von Sciences Po

> Das Pariser Friedensforum: für eine gerechtere und fairere Globalisierung – Website der Französischen Botschaft in Berlin: „Zu der diesjährigen Veranstaltung werden mehrere Tausend Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet, darunter zahlreiche Staats- und Regierungschefs, Vertreter großer internationaler Organisationen sowie Akteure der Zivilgesellschaft. Insgesamt werden 119 Projekte vorgestellt.“

Unis.

Unsere Redaktion teilt hier noch einen Tweet mit, der uns beeindruckt hat:

Cérémonie Franco-Allemande à Rethondes à l’occasion du Centenaire de l’Armistice de 1918

Ein Speisewagenvin Rothondes in der Nähe von Compiègne: Präsident Emmanuel Macron hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel hierher eingeladen, um mit ihr des 100. Jahrestages des Waffenstillstandes zu gedenken:

> Cérémonie Franco-Allemande à Rethondes à l’occasion du Centenaire de l’Armistice de 1918

> Vereint als enge Nachbarn und Freunde – Website der Bundeskanzlerin

> Éditorial: Hundert Jahre nach dem Waffenstillstand vom 11. November 1918 und die deutsch-französischen Beziehungen

Nachgefragt: S. E. Anne-Marie Descôtes, Botschafterin der Französischen Republik in Deutschland antwortet auf unsere Fragen

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Discours du Président de la République Emmanuel Macron à l’usine Renault de Maubeuge

Präsident Emmanuel Macron > Centenaire de l’Armistice : „l’itinérance“ d’Emmanuel Macron, „une initiative originale pour tenter de reprendre la main“ – LCI

Heute hat er vor den Arbeitern von Renault in Maubeuge eine Rede gehalten… „seit de Gaulle war wohl kein Präsident in Maubeuge“:

Der Anfang war etwas kompliziert, weil ein Angestellter, den Präsidenten dauernd unterbrochen: „Vous n’êtes pas bien venu M. Macron…“ und er kritisierte Die Erhöhungen des Benzinpreise… Kommen Sie doch zu mir hier her… sagt der Präsident.

Le discours du Président de la République Emmanuel Macron aux Éparges

Auf seiner Reise durch 11 Departements anlässlich der Gedenkfeiern zum Ende des Ersten Weltkriegs – l’intinérance mémorielle > Centenaire de l’Armistice : „l’itinérance“ d’Emmanuel Macron, „une initiative originale pour tenter de reprendre la main“ – LCI – hat Präsident Emmanuel Macron in Éparges die folgende Rede gehalten:

Er erinnert an alle Toten, die so große Opfer für Frankreich gebracht haben, damit Frankreich Frankreich bleibe. Viele von ihnen seien in der Jugend ihres Lebens vom Krieg überrascht worden: „Ceux de 14“. Das Grauen erwartete sie her. Und die Überlebende mussten nochmal den Krieg erleben. Und er zitiert Maurice Genevoix, den Autor von „Ceux de 1914“ (1949/1950). Es ist Dank der Literatur, so der Präsident, dass heute noch das Blut von Verdun und Éparges in unseren Venen fließe. Und Präsident Macron kündigt an, dass Maurice Genevoix (1890-1980) und „Ceux de 14“ in Panthéon überführt werden. Die Nation sei stolz auf sie.

> Maurice Genevoix

https://twitter.com/Mission1418/status/1059744328816439296

Auf unserem Blog: > 1914-1918

> Der Erste Weltkrieg und die französische Literatur

Pont-à-Mousson – Lundi 5 novembre 2018:

> Discours du Président de La République Emmanuel Macron au sommet Choose Grand-Est à Pont-à-Mousson

> Transcription du discours du Président de La République Choose Grand Est

Die Literaturpreise im Herbst 2018

Im Pariser Restaurant Drouant fiel die Entscheidung Nicolas Mathieu erhält den > Prix Goncourt für seinen zweiten Roman > Leurs enfants après eux (Actes Sud). Vier Jugendliche träumen davon abzuhauen. David Diop, Frère d’âme, Seuil, Paul Greveillac, Maîtres et esclaves, Gallimard, Thomas B. Reverdy, L’Hiver du mécontentement, Flammarion, waren auch nominiert. Le restaurant parisien Drouant, où se réunissent les jurés, que la nouvelle a été proclamée, mercredi 7 novembre.

August 192, irgendein Dorf im Osten Frankreichs Anthony ist 14 und macht sich auf, um mit seinem Cousin ein Kanu zu klauen, um damit auf die andere Seite des Flusses zu kommen, „la fameuse plage des culs-nus“. Erste Liebe für Anthony, und das Drama beginnt. Vier Sommer erzählen die Geschichte dieses Landstrichs zwichen Stadt und Land. Nostalgie und Abstieg prägen das Leben: “ Soit des variations autour de l’impossibilité à prendre son envol, qui a fourni tant de trames aux romans noirs,“ schreibt Macha Séry in LE MONDE: > Nicolas Mathieu écrit les vies désœuvrées, 12.9.2018

Der > Prix Renaudot 2018 geht à Valérie Manteau, für ihren zweiten Roman > Le sillon, in dem sie die Geschichte einer Frau beschreibt, die ihren Freund in Instanbul aufsucht.

Der > Prix Femina 2018 geht Philippe Lançon für > Le Lambeau, Gallimard: Philippe Lançon beschreibt die Zeit nach nach dem Attentat auf Charlie Hebdo im Januar 2015, bei dem er schwer verletzt wurde.

> L’attentat sur Charlie Hebdo. “Un attentat terroriste, cela ne fait pas de doute” François Hollande 7. Januar 2015

Jean Birnbaum > Après « Charlie », le journal du deuil – LE MONDE DES LIVRES, 11.04.2018 à 14h52

Den > Prix Médicis 2018 erhält Pierre Guyotat für > Idiotie, Grasset. Der Roman erhielt auch schon den Prix de la langue française, 2018: Der Roman erzählöt den Eintritt in das Erwachsenenalter zwischen dem 19 und dem 22. Lebensjahr von 1959 bis 1962 mit allen Spannungen, die in diesem Lebensalter auftreten. Mit allen Dramen und Rebellionen und ihren Folgen.

Camille PASCAL hat den >Grand Prix du Roman der Académie Française für > L’Été des quatre rois, Plon, erhalten: „Il y avait ce matin-là beaucoup de monde à Saint-Cloud, la Cour bien sûr, mais aussi les ministres, il jurait même que monsieur de Talleyrand avait fait sonner dès la première heure son pied bot cerclé de fer sur les marbres de l’escalier d’honneur.“ So fängt dieser Roman an. Juli bis August 1830: Nacheinander folgen Charles X, Louis XIX, Henri V et Louis-Philippe auf dem Thron Frankreichs. Während das Volk von Paris im Aufruhr ist beobachten Hugo, Stendhal, Dumas, Lafayette, Thiers, Chateaubriand, la duchesse de Berry, Madame Royale den Untergang einer Welt.

> Le calendrier 2018 des grands prix littéraires

Emmanuel Macron: „Man wird die Europäer nicht beschützen, wenn man sich nicht entscheidet, eine wirkliche europäische Armee zu haben.“

Ergäzung:> Publizist Grosser: Merkel sollte sich zu europäischer Armee äußern – Deutschlandfunk – 13.11.2018

Am Dienstagmorgen, 6. November 2018 hat Europe 1 ein Interview mit Präsident Emmanuel Macron gesendet, in dem er die Fragen von Nikos Aliagas beantwortete, das am Abend vorher in Verdun – auf seiner Reise durch die nördlichen Departements (l’intinérance mémorielle > Centenaire de l’Armistice : „l’itinérance“ d’Emmanuel Macron, „une initiative originale pour tenter de reprendre la main“ – LCI) aufgezeichnet worden war. In diesem Interview wurden aktuelle Themen, wie die Preissteigerungen beim Benzin, die Gewalttaten in den Schulen, die Europawahlen, wie auch die Demission von Nicolas Hulot und die Affäre Benalla angesprochen. Der Zeitung Ouest-France gegenüber hat Präsident Macron anlässlich der Einweihung der Ausstellung Georges Clemenceau im Panthéon als Auftakt zu seiner Erinnerungsreise erklärt: „Die Zeit in der wir leben, erinnert an die Zwischenkriegszeit:“ (INFO OUEST-FRANCE. > Emmanuel Macron : « Le moment que nous vivons ressemble à l’entre-deux-guerre ») Im Interview mit Europe 1 hat er diesen Gedanken wiederholt: „Ich bin erstaunt, zwei Dinge zu sehen, die in furchtbarer Weise an die 30er Jahre erinnern : unser Europa wurde von einer tiefgehenden Wirtschafts- und Finanzkrise betroffen (…) und ein Ansteigen der Nationalismen die die Ängste schüren“. Er nannte den „die Absurdität des kriegerischen Nationalimus“, und fügte gemäß Europe 1 hinzu: „Sind die Nationalisten nicht da? Hat man denn vergessen, welche Partei die letzten Europawahlen in Frankreich gewonnen hat? Der Font national. Ich hoffe, er wird nicht gewinnen. Europa ist immer mehr gespalten. Dieser Nationalismus verlangt die Schließung der Grenzen und rät zum Zurückweisen des Gegenüber (de l’autre) Ich schürt überall Ängste. Sie sind da.“ Und Europe 1 zitiert ihn auch mit diesen Worten: „Wir benötigen ein stärkeres Europa, das beschützt. Es geht darum, dass wir uns bewusst sind, wer wir sind und wovon wir leben : Der Friede und der Wohlstand, in dem Europa seit 70 Jahre lebt ist eine vergoldete Parenthese in unserer Geschichte“

> Montée des nationalismes, Front national, flambée des prix de l’essence : ce qu’a dit Emmanuel Macron sur Europe 1 – 6 novembre 2018

> EXCLUSIF – „Fracture“ de l’Europe : „Non, je n’exagère en rien“, affirme Emmanuel Macron – 6 novembre 2018,

> ÉVÉNEMENT – Emmanuel Macron invité exceptionnel d’Europe 1 : le résumé de l’interview – 6 novembre 2018 und er zitiert Bundeskanzlerin Merkel, die im Juni 2018 der Frankfurter Zeitung am Sonntag gesagt hatte: „Ich stehe Präsident Macrons Vorschlag einer Interventionsinitiative positiv gegenüber“.

> Macron fordert Bildung einer „wahren europäischen Armee“ – DER SPIEGEL – 6. November 2018

> Europe, chèque énergie, carburants… ce qu’il faut retenir de l’interview d’Emmanuel Macron sur Europe 1 – LE MONDE 6 novembre 2018

Wie vor einem Jahr in seinen Reden zur „Refondation de l’Europe“
– > La souveraineté de l’Europe: Eine Bilanz der Sorbonne-Rede vom 26. September 2017 – 2. November 2018 – hat Emmanuel Macron sich für eine gemeinsame Verteidigung ausgesprochen: Europe 1 zitiert den Präsidenten so: „Man wird die Europäer nicht beschützen, wenn man sich nicht entscheidet, eine wirkliche europäische Armee zu haben. Gegenüber Russland, das an unseren Grenzen steht und das bedrohliche Züge gezeigt hat, muss man ein Europa haben, dass sich zunehmend alleine verteidigt, ohne alleine von den USA abzuhängen und das mehr souverän ist.“
Präsident Macron versucht den Unwillen der Bürger hinsichtlich der Preiserhöhungen zu besänftigen und kündigt punktuelle Maßnahmen an.
Dann wird die Affäre Benalle erwähnt: „Une affaire d’Etat ? Quelle affaire d’Etat ?“ zitiert Europe ! den Staatschef, der Benallas Auftreten als den Fehler eines Mannes bezeichnet, über den es eine „excitation collective“ gegeben habe.

Europe 1 bietet das 35-minütige Interview via YouTube zum Teilen an: Auch sehr hörenswert sind die Passagen in den ersten 10 Minuten, in denen Macron von den Schlachjtfeldern des Ersten Weltkriegs berichtet, die er seit Montag im Norden Frankreichs besucht. Niemand kann sich dort der Erinnerung an das Grauen, das sich dort ereignet hat, entziehen.

Auf unserem Blog > 1914-1918

Rappel:
> #Présidentielle2017 -Le programme d’Emmanuel Macron – 8. Mai 2017

> Refonder l’Europe par la culture / Europa mit Hilfe der Kultur neu begründen (I) – 25. Oktober 2017

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