Der Frankreichblog war vor zwei Wochen in Paris und hat bei LE MONDE an einem Seminar für französische Journalisten teilgenommen, das die International News Media Association (INMA) so perfekt organisiert hat. Bei diesem Treffen haben die Vetreter von Tageszeitungen und Agenturen in Vorträgen über alle möglichen Aspekten von Online-Geschäftsmodellen referiert. Der Frankreich-Blog hat über > das deutsche Leistungsschutzrecht / Les droits voisins berichtet. Man tauschte Visitenkarten aus, und mittlerweile haben wir uns ganz intensiv die Regionalzeitungen in Frankreich angesehen. Es stimmt, viel zu oft haben wir auf unserem Blog die großen Tageszeitungen aus Paris, LE MONDE, LE Figrao, Libération und La Croix zitiert.
Der Courrier picard hat gerade eine wunderbare Beilage > S’évader en Picardie veröffentlicht. Außerdem haben die Regionen noch etwas, was die Pariser Zeitungen nicht haben:
> La Voix du Nord hat viele Regionalausgaben, ist wie alle anderen Zeitungen auf Twitter, hat viele > Blogs und berichtet auch viel mit > Videos. Die besten Reisevorbreitungen findet man auf den Seiten Culture/Loisirs – welch ein Reichtum, in der Provinz. Die Regionen haben ihre eigenen Facebook Seiten> z.B. > La Voix du Nord Valenciennes – Denain.
Noch heute leide ich unter den Erinnerungen an meine Referendarzeit. Ein bisschen Literatur, Maupassant, Camus, einige wenige andere Texte… Wenig, viel zu wenig Literatur. Vorher als nebenamtlicher Lehrer im Unterricht im Jahrgang 12 und 13: Literaturgeschichte mit Texten aus dem 18. und 19. Jahrhundert! Das waren schöne Gelegenheiten, Schülern die Bedeutung der französischen Literatur zu vermitteln oder viel später, vor einigen Jahren, die Tourneen mit Gilles Floret: > http://www.france-blog.info/cinq-siecles-de-litterature-in-landau-an-der-isar und unsere 2-Mann Show Cinq-siècles de littérature française auch am 6. April 2006 im > Institut français in Stuttgart.
Und da unser Blog Schüler nie auf die Idee bringen sollte, Französisch abzuwählen, sondern ihnen alle Möglichkeiten, Frankreich und seine Kultur und Politik näherzubringen, müssen wir heute das neue Buch von Danielle Rambaud, Wolfgang Bohusch (Hrsg.): > Les relations franco-allemandes dans la littérature française, das gerade bei Ernst Klett Sprachen erschienen ist, aufschlagen: 11 Textauszüge aus der französischen Literatur. 12 Autoren, die über Deutschland schreiben, sprechen oder singen: Von Mme de Staël über Giraudoux, Tournier, Brassens bis zu Mitterrand. Die ausgewählten Texte sind Highlights der französischen Literatur, die auf der Grundlage der Beobachtung des östlichen Nachbarn entstanden sind. Mme de Staël: „La puissance du travail et de la réflexion est aussi l’un des taits distintifs de la nation allemande.“ (S. 12) Und dann an der Lorely vorbei: „A Bacharach il y a vait une sorcière blonde / Qui laissait mourir d’amour tous les hommes à la ronde.“ (S. 29)
Endlich gibt es Gelegenheit, das Bild der Lorely aus dem IC – an dieser Stelle hat man nur 11 Sekunden – hier vorzuzeigen: Mit 1 Klick wird es vergrößert.
Vor dem Hintergrund dreier Kriege – das kann man sich heute überhaupt nicht mehr vorstellen – und einer gelungenen Aussöhnung spricht François Mitterrand am 20. Januar 1983 im Deutschen Bundestag. Und jetzt feiern wir schon den 50. Geburtstag der Unterzeichnung des Élysée-Vertrages.
Die perfekte didaktische Vor- und Auf- und Nachbereitung gehört bei Schullektüren mit dazu. Nebenbei kann man mit diesem Buch auch vorzügliche Ideen bekommen, wie man andere Texte ähnlicher Art oder am besten zusammen mit dem Deutschlehrer über Frankreich behandelt. Nur wer vom Nachbarland aus das eigene Land erkundet, kann wirklich Mittler werden. Und wer Französisch lernt ist schon ein bisschen Mittler. > Gründe, Französisch zu lernen gibt es genug. Aber die französische Literatur als Grund ist bisher auf diesem Blog zu wenig genannt worden. Immerhin haben wir mit unseren
> Besuchen bei Schriftstellern solche Gelegenheiten genutzt, um hier das unglaubliche Potential der französischen Literatur vorzuführen. Alle müssen mal anfangen, und nach der Lektüre des hier vorgestellten Buches, wird sicher der ein oder andere Schüler doch mal in Frankreich in einen Buchladen gehen, gucken und hoffentlich sein erstes französisches Taschenbuch kaufen. Meins hieß „Le Mythe de Sisyphe“ von Albert Camus.
H.W., Appeler un chat un chat. Sartre et les lettres, in: Sartre et Knopp, Peter / von Wroblewsky, Vincent (Hrsg.), Carnets Jean Paul Sartre. Reisende ohne Fahrschein, Reihe: > Jahrbücher der Sartre-Gesellschaft e.V. – Band 3, Verlag Peter Lang, Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2012, S. 191-198.
Eben auf der Website des Palais de l’Élysée veröffentlicht:
„Après la révélation par la presse d’un système d’écoute qui aurait été mis en place par les États-Unis pour surveiller les communications de l’Union européenne et de l’ambassade de France, le président de la République a fait valoir que la France n’acceptait pas ce comportement de la part de partenaires et d’alliés.“ source: Site Internet du Palais de l’Élysée
Dem Anschien nach sind mehrer europäische Staaten betroffen. Europa muss eine gemeinsame Antwort formulieren.
Wenn man sich das Programm für die Feier zum 50. Geburtstages des DFJW/OFAJ in der Mutualité am 5. Juli in Paris durchliest, könnte man auf den Gedanken kommen, das hier etwas verpasst wird. Beide Regierungen werden möglicherweise nur durch Ministerinnen vertreten werden. François Hollande hätte vielleicht doch Zeit: Schaut man auf > die Website des Elysée-Palastes, 5. Juli: „Rien à l’agenda ce jour.“ Aufgerufen am 28.6. um 18 h. (Vgl. Sartre, La Nausée, Paris 1938, S. 147: „Mardi Rien. Existé.“) Und die Bundeskanzlerin? Schade, sie hat am 5. Juli schon einen Termin > laut ihrer Website: „Unterwegs. Heute besucht die Kanzlerin auf Einladung der Rektorin, Prof. Weber, die Universität Greifswald. Anlass ist der Abschluss des Neubaus der Universitätsmedizin Greifswald am neuen Campus am Berthold-Beitz-Platz. In Greifswald entstand nach fast 20 Jahren Planungs- und Bautätigkeit der einzige Kompaktneubau eines Universitätsklinikums in Deutschland, finanziert durch Landes- und Bundesmittel.“ Der Neubau sollte ein bisschen warten können. Es geht um die Jugend Europas. Um unsere Zukunft. Immerhin, am Mittwoch, 3.7., kommt Präsident Hollande kommt zur> Konferenz zu Förderung der Jugendbeschäftigung nach Berlin.
Derweil wird in Paris, Berlin und in Brüssel, überhaupt in allen anderen Hauptstädten der EU über wirksame Rezepte gegen die Jugendarbeitslosigkeit nachgedacht. Auf einmal ist von 6 Milliarden Euro für die nächsten 6 oder mehr Jahre die Rede, dann von der gleichen Summe für die nächsten zwei Jahre, die nach Meinung des Kanzlerkandidaten Steinbrück nur ein Tropfen auf den heißen Stein seien. Er will 20 Milliarden einsetzen. In der Tat betrachtet man den Elan, den die Jugendlichen von heute mitbringen wenn man sie nur erst mal machen ließe, dann werden die anstehenden Ausgaben für sie vielleicht sogar eine noch bessere Investition sein, als mit vielen EUROS nur Banken zu retten, die sich zur Zeit mit sehr niedrigen Zinssätzen Geld beschaffen und ihre Kunden dann beim Überziehen der Konten bluten lassen.
Sogar wenn man noch mehr Geld in die Hand nehmen würde, einen viel unmittelbareren Effekt dürften wir uns davon versprechen, wenn Staatspräsident Hollande und Bundeskanzlerin Merkel auf der Feier zum 50. Geburtstag des DFJW/OFAJ zum Abschluss des deutsch-französischen Jahres und als Antwort auf Charles de Gaulle, dessen Ludwigsburger Rede an die deutsche Jugend im letzten Herbst gefeiert wurde > Fotos vom Staatsakt in Ludwigsburg am 22. September 2012, nacheinander je oder am besten zusammen eine Rede auf die europäische Jugend halten würden. Ihre Reden wären eine vorzügliche Gelegenheit, ihre Visionen hinsichtlich der Zukunft Europas zu erklären, die EURO-Rettung zu einem wichtigen Beiwerk zu machen, und der Jugend Europas die Zukunft eines freien und vereinten Europas in die Hände zu legen. „Ihr seid die Zukunft Europas,“ und „Auf Euch ruht die ganze Hoffnung der europäischen Völker“, „Jetzt sind Euer Einfallsreichtum und Euer Engagement gefragt“, natürlich dürften Hollande und Merkel dem deutsch-französischen Jugendwerk ihre Glückwünsche zu seiner erfolgreichen Arbeit als grandioses Instrument der deutsch-französischen Aussöhnung aussprechen, aber nicht ohne seine heute noch zukunftsweisende Aufgabe als Vermittlung von Zukunftsperspektiven für die Jugend mit Nachdruck hervorzuheben.
6 oder 20 Milliarden? Geld allein macht nicht glücklich, eher nur träge. Solche Summen sind doch nur politisches Kalkül zur Machterhaltung. Fast 50 Jahre musste das DFWJ auf eine Erhöhung seiner kargen Mittel warten und noch heute kann es immer noch nicht alle Anfragen günstig beantworten. Vielleicht brauchen wir etwas, wo die Jugend Verantwortung bekommt und nicht nur lernen, sonder auch zeigen kann, dass sie an der Zukunft des freien Europas bauen will. Vielleicht brauchen wir ein Europäisches Jugendwerk, das wäre es, was der Präsident und die Kanzlerin verkünden könnten. Das müsste ein solche Feier werden, dass die Teilnehmer sagen werden, hier und hete beginnt eine neue europäische Epoche.
Ein Artikel im MERKUR (7/2013) und der Leitartikel aus der heutigen Ausgabe von LE MONDE zeigen eine Momentaufnahme der deutsch-französischen Beziehungen:
In der neuesten Ausgabe des > MERKUR (7/2013) steht unter der Überschrift Die Nation oder Europa? ein Beitrag von Wolfgang Matz: Frankreich und das deutsche Problem.
Matz berichtet, dass Deutschland in Frankreich wieder ein Thema ist. Ein Grund dafür ist der Vergleich, den die Franzosen, die ihr Land in einer Krise sehen, mit Deutschland anstellen. Zuerst folgen einige Bemerkungen über diese Krise, die sich unnötig verschärfte, weil der Präsident viel Zeit verlor, um die Homosexuellenehe auf den Weg zu bringen und damit sogar eigene Wähler zutiefst verunsicherte. Matz schreibt, die Regierung wisse auf die harten Fragen der Politik keine Antwort. (S. 601). Andererseits mangelt es nicht an guten Absichten, wie wir hier auf dem Blog notiert haben: > Rapports, feuilles de route, mémoires: Les projets du gouvernement français, dennoch gelingt es ihr nicht, die notwendige Fahrt aufzunehmen.
In dieser Situation gucken die Franzosen noch mehr nach Deutschland und hören dabei, dass der Präsident der Nationalversammlung gar an > eine Konfrontation mit Deutschland denkt, die dieser aber schnell nur als eine Gegenüberstellung von Ideen verstanden wissen wollte. Wolfgang Matz erklärt die Veränderungen in Frankreich mit dem Vertrauensverlust, den Hollande erlitten habe; die ihm zugeschrieben Rolle, das alte Frankreich gegen den Schub der Modernisierung zu verteidigen, habe er bisher nicht erfüllt. So gelinge es Martine le Pen und Jean-Luc Mélenchon, ihre Flügel zu stärken.
Wolfgang Matz erinnert an das Interview mit Alain Juppé in LE MONDE (28. April 2013), der den Versuch der Isolierung Deutschlands und eine Hinwendung zu Montis Itlaien als einen Riesenirrtum bezeichnete. Im deutsch-französischen Jahr zieht Matz dieses betrübliche Fazit: „Wirklich bedrohlich … ist die Erfahrung, dass fast siebzig Jahre nach Kriegsende, fünfzig Jahre nach den Élysée-Verträgen die gegenseitige Kenntnis, das gegenseitige Verständnis nicht mehr sind als eine dünne Schickt auf einem unveränderten Kern von Misstrauen.“ (S. 605) Stimmt das? Wenn ja, woran liegt das? Möglicherweise daran, dass das deutsch-französische Verhältnis zur Zeit keine rechte Vision für die Zukunft Europas hat?
Liest man den Leitartikel heute in LE MONDE > L’Europe et les caprices d’Angela merkt man, dass es auch in Frankreich ein Erstaunen über die Wendefähigkeiten von Bundeskanzlerin Angela Merkel gib: Atomenergie, auf einmal doch eine Wirtschaftsregierung für den EURO-Raum, und auf einmal doch einen Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit und zudem ein Wahlprogramm mit Milliarden-Wahlgeschenken ohne Steuererhöhungen, während andere europäische Länder weiter darben sollen: Für diese Wendepolitik gibt es ein schönes Wort: > tourner casaque. Viele fragen sich, ob Merkels Entscheidungen, so schreibt der Autor des Leitartikels, taktische Entscheidungen oder Teil einer wirklichen Strategie seien. Sie dienen politischen Interessen. Der Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit will der SPD ein Thema wegnehmen und die teuren Wahlversprechen seien ein Mittel zum Machterhalt. Alternativen bieten die deutsche und europäische Linke nicht. Der Leitartikel stellt fest, Merkel können sich künftig nicht mehr auf die nationalen Interessen beschränken. Ein Misserfolg in Europa wäre auch ihr Misserfolg.
Paris und Berlin haben zusammen noch keine Perspektive entwickelt, wie beide Staaten Europa anführen könnten? Wo geht die Reise hin? Man segelt auf Sicht. Und vor den Wahlen in Deutschland wird sowieso nur auf die gute Figur vor dem Wähler geachtet. Dennoch gibt es genug gute Ansätze gibt es genug: Ob der neue Schwung > Das deutsch-französische Tandem nimmt wieder Fahrt auf nach der Leipziger SPD-Geburtstags-Rede von Hollande von Dauer sein wird?
Nous avons eu la chance, dimanche dernier, d’être reçu – avec > notre studio de télévision – Laurent Loty, qui vient de publier – ensemble avec Éric Vanzieleghem – aux Éditions Hermann un petit livre > Esprit de Diderot. Choix de citations (Editions Hermann, Paris 2013). Après en avoir écrit un bref > compte-rendu, nous avons profité de notre rencontre pour interroger Loty sur Diderot et son œuvre. Il nous a aussi lu quelques citations et les a commentés.
En 1749, Diderot est, paraît-il, un auteur dangereux. Il est incarcéré au Château de Vincennes. Laurent Loty nous a expliqué quel délit l’a conduit au prison et quelle stratégie le futur encyclopédiste avait inventé pour éviter une nouvelle arrestation. Dans la préface de leur livre, Vanzieleghem et Loty expliquent que « Diderot est notre contemporain, et notre ami » vous voulions savoir – en quel sens ? Pour l’histoire littéraire, Diderot est un cas étrange. La plupart de ses œuvres n’ont pu exercer une influence qu’après sa mort. Or, de son vivant, Diderot a pu exercer déjà une certaine influence. Laurent Loty nous l’a expliquée.
Ensuite, nous avons demandé à Laurent Loty, comment Diderot se situait sur l’échiquier du siècle des Lumières. Il paraît qu’il a eu des rapports difficiles avec Rousseau et on est pas sûr qu’il a vraiment rencontré Voltaire. Avait-il compris la nécessité des réformes ? Quel rapport avait-il avec la monarchie ? Le projet de l’Encyclopédie est né d’un hasard. On lui avait proposé de traduire un autre dictionnaire. Il a attaqué une œuvre immense, encore en 1750, > dans le prospectus, il parle de 8 huit volumes. Le travail pour l’encyclopédie, il a écrit plus que 3000 articles, était-il pour lui aussi un travail politique ? Derrière l’encyclopédie de Diderot et d’Alembert, peut-on trouver un esprit soi-disant général qui préside à cette entreprise ? 150 collaborateurs avec un but commun ? Ils ne reproduisent pas seulement les infos de leu temps mais il en présente une certaine conception n’est-ce pas ? Tant de questions ! Laurent Loty nous a répondu patiemment et pendant une heure, il nous a aussi fait part de sa passion pour l’œuvre de Diderot.
Vous devinez ma prochaine question. En quoi l’Encyclopédie de Diderot et de d’Alembert este-elle supérieure à la Wikipédia d’aujourd’hui ?
Il nous a lu quelques unes des citations et il nous a expliqué aussi l’image que Béatrice Turquand d’Auzay a dessiné pour la couverture de son livre. Revenons à ses œuvres. On pourrait énumérer tous les genres littéraires et souvent on constate que Diderot est partout novateur. Novateur, cela vaut pour la fiction ? Novateur pour la critique d’art ?
Partie I : sur la vie et l’oeuvre de Diderot
Partie II : suite, à partir de lectures et commentaires de citations
Pour aller plus loin : Denis DiderotLaurent Loty a enseigné les lettres du collège à l’université et présidé la > Société française pour l’histoire des sciences de l’homme. Chercheur au CNRS, il prône l’indisciplinarité et enquête sur la genèse des croyances et des idées contemporaines, et sur l’humanisme du livre au numérique.
Laurent Loty, Yves Citton
Penser ensemble les rapports entre individus et communautés à l’époque des lumières
Laurent Loty
L’inachèvement emblématique du Serment du Jeu de Paume
in : > Dix-huitième siècle, N° 41 / 2009.
Éric Vanzieleghem est documentaliste à Bruxelles. Il prépare une bibliographie générale sur Diderot et travaille sur la correspondance de Condorcet. Comme Laurent Loty, il contribue à faire vivre la Société Diderot et le > Comité Diderot 2013, dont il organise le site.
« Esprit de Diderot 1 », par Béatrice Turquand d’Auzay, d’après un portrait de 1767 d’Anna Dorothea Therbusch, dite Mme Therbouche, portrait perdu après avoir été reproduit par Pierre Pasquier puis gravé par Pierre-François Bertonnier pour les Œuvres de Diderot de 1821 (en superposition, manuscrit des Regrets sur ma vieille Robe de chambre, devenu fragment du Salon de 1769, et citations diverses). Encre et crayon sur papier, traitement numérique, 18 x 15 cm, et 28 x 18 cm, 2013.
Am letzten Wochenende hat Laurent Loty, Forscher am CNRS in Paris, uns zusammen mit unserem transportablen TV-Studio empfangen. Kürzlich hat er mit Éric Vanzieleghem eine kleinen Band im Verlag Éditions Hermann veröffentlicht: > Esprit de Diderot. Choix de citations (Editions Hermann, Paris 2013). Nachdem wir kürzlich einen > Hinweis auf diesen Bandes verfasst haben, konnten wir nun diese Gelegenheit nutzen und ihn über Denis Diderot und sein Werk befragen.
1749 ist Diderot ganz offenbar ein gefährlicher Autor, der im Château de Vincennes eingekerkert wird. Laurent Loty hat uns erklärt, was Diderot in das Gefängnis geführt, und er hat uns die Strategien erläutert, die Diderot sich ausgedacht hat, um einer erneuten Verhaftung zu entgehen.
Im Vortwort ihres Buches schreiben Vanzieleghem und Loty « Diderot ist unser Zeitgenosse und Freund » wir wollten wissen, in welchem Sinn? Für die Literaturgeschichte ist Diderot ein seltsamer Fall, denn die meisten seiner Werke sind erst nach seinem Tod bekanntgeworden. Dennoch hat er zu Lebzeiten einen erheblichen Einfluss gehabt, den Loty uns en détail erklärt hat. Er hatte schwierige Beziehungen mit Rousseau, die bis zum völligen Bruch führten, Voltaire hat er möglicherweise gar nicht getroffen. Hatte Diderot die Notwendigkeit der Reformen verstanden? Welche Beziehungen hatte er zur Monarchie?
Seine Enzyklopädie ist eigentlich durch einen Zufall entstanden. Noch in seinem > Prospectus von 1752 spricht er von 8 Bänden, 33 sind es geworden. War die Enzyklopädie für ihn auch ein politisches Werk? Gab es für die Enzyklopädie auch eine Idee, die für alle Autoren galt? So viele Fragen und Loty hat sie geduldig eine Stunde lang beantwortet. Eine der letzten Fragen: Ist die Enzyklopädie Wikipedia überlegen?
Er hat einige Zitate vorgelesen und sie kommentiert. Er hat uns auch das Bild Diderots erläutert, das Béatrice Turquand d’Auzay für den Umschlag entworfen hat.
Partie I : sur la vie et l’oeuvre de Diderot
Partie II : suite, à partir de lectures et commentaires de citations
Laurent Loty, Yves Citton
Penser ensemble les rapports entre individus et communautés à l’époque des lumières
Laurent Loty
L’inachèvement emblématique du Serment du Jeu de Paume
in : > Dix-huitième siècle, N° 41 / 2009.
Éric Vanzieleghem arbeitet in Brüssel. Er bereitet eine umfassende Bibliographie über Diderot vor und beschäftigt sich mit der Korrepsondenz von Condorcet. Wie Laurent Loty, ist er Mitglied der Société Diderot et des > Comité Diderot 2013, für das er eien Website entworfen hat.
Béatrice Turquand d’Auzayhat Bilder von Schriftstellern für Libération entworfen und mit ihren Bildern interpretiert sie Un roman du réseau (Mediapart, 2011, Hermann, 2012). Sie hat ihre > ihre Werke in einer Ausstellung im Kriegsmuseum von Meaux gezeigt.
« Esprit de Diderot 1 », par Béatrice Turquand d’Auzay, d’après un portrait de 1767 d’Anna Dorothea Therbusch, dite Mme Therbouche, portrait perdu après avoir été reproduit par Pierre Pasquier puis gravé par Pierre-François Bertonnier pour les Œuvres de Diderot de 1821 (en superposition, manuscrit des Regrets sur ma vieille Robe de chambre, devenu fragment du Salon de 1769, et citations diverses). Encre et crayon sur papier, traitement numérique, 18 x 15 cm, et 28 x 18 cm, 2013.