Die Vorbereitung des G 20 Gipfels in Pittsburgh
Staatspräsident Nicolas Sarkozy und Bundeskanzlerin Angela Merkel

Staatspräsident Nicolas Sarkozy ist am 31. August in Berlin mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zu einem Gespräch zur Vorbereitung des G 20 Gipfels in Pittsburgh und wichtige europäische Fragen zusammengetroffen.

In der gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundeskanzlerin Merkel nahm Staatspräsident Sarkozy zu den Beratungen Stellung:
„Deutschland und Frankreich möchten, dass sich die Dinge in Pittsburgh verändern und die internationale Gemeinschaft versteht, dass sich die Exzesse bei der Spekulation und dem Finanzgebaren, die dazu geführt haben, dass wir diese Krise erleben, nicht noch einmal wiederholen, als sei nichts geschehen. Dies ist die gemeinsame Haltung unserer beiden Länder….“

Bundeskanzlerin Merkel: „Es geht doch um die Frage, welche Regelungen wir treffen können, damit wir nicht wieder eines Tages davon überrascht werden, dass uns eine Bank erklärt: Entweder der Staat hilft innerhalb der nächsten zwölf Stunden, oder aber wir reißen das ganze Finanzsystem ein. …“

> Pressestatements von Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy

> Conférence de presse conjointe avec Mme Angela MERKEL, Chancelière de la République fédérale d’Allemagne – site du Palais de l’Elysee

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Staatspräsident Nicolas Sarkozy beauftragt die Kommission „Strategische Zukunftsinvestitionen“

Staatspräsident Nicolas Sarkozy hat eine Kommission „Strategische Zukunftsinvestitionen“ eingesetzt. Die Kommission hat die Aufgabe, bis zum 1. November 2009 die Projektbereiche bzw. Projekte der Zukunftsinvestitionen zu definieren, die mittels der „Großen nationalen Anleihe“ finanziert werden sollen. Die Kommission setzt sich aus den beiden ehemaligen Premierministern Michel Rocard und Alain Juppé als Kopräsidenten, 4 Berichterstattern sowie 24 Persönlichkeiten des Wirtschaftslebens, aus Wissenschaft und Forschung sowie der Zivilgesellschaft zusammen.

Nicolas Sarkozy stellte am 26.8.2009 in seiner kurzen einführenden Ansprache die drei aus seiner Sicht vorrangigen Bereiche heraus, die er – auch unter Hinweis auf Weichenstellungen, die in den letzten Monaten bereits für die Bereiche Energie und Transportwesen getroffen worden seien – ausdrücklich als nicht erschöpfend und als von der Kommission noch zu vertiefende Beispiele bezeichnete: die Wissensgesellschaft; insbesondere das Hochschulwesen, das sich „in Osmose“ mit der Forschung entwickeln müsse; Frankreich müsse das Niveau seines Bildungssystems ganz allgemein anheben, wenn es seinen Lebensstandard und seinen sozialen Zusammenhalt bewahren wolle. Die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen, insbesondere die Verbesserung ihrer zur Zeit noch unzureichenden Eigenkapitalausstattung sowie die Förderung „strategischer industrieller sowie wissenschaftlicher und technologischer Investitionen“; als Grundlage künftiger Industriestrukturen. Er setze insoweit vor allen Dingen auf die „pôles de compétitivité“, von denen die einen förderungswürdige Projekte an der Basis entwickeln, während andere dazu berufen seien, in gesamtstaatlicher Sicht und mit Blick auf Chancen an den Weltmärkten, neue Wachstumsfelder wie z.B. das „Grüne Wachstum“ zu identifizieren. Die Aufarbeitung folgender Bereiche: die Sonnenenergie, die meergestützten Energien, die Glasfasertechnologie, die Nanotechnologien, die Speicherung von Elektrizität und die Biotechnologien. Er sehe – so Nicolas Sarkozy – die Aufgabe der Kommission u.a. darin, diese Bereiche unter dem Gesichtspunkt ihrer Entwicklungsfähigkeit auf der Grundlage der in Frankreich verfügbaren Ressourcen und des von ihnen zu erwartenden Potenzials, neue Arbeitsplätze zu schaffen objektiv zu bewerten. Nicolas Sarkozy unterstrich gegenüber den Mitgliedern der Kommission ausdrücklich, dass er ganz bewusst darauf verzichte, der Arbeit der Kommission einen konkreten finanziellen Rahmen vorzugeben. Die Höhe der „Nationalen Anleihe“ hänge allein von den von der Kommission zu ermittelnden Bedürfnissen und von den Grenzen der Verschuldungsfähigkeit des Staates ab. Die Arbeiten der Kommission fänden ihre einzige Begrenzung in der Nützlichkeit und der Zielgenauigkeit der von ihr vorgeschlagenen Investitionen.

Allocution de M. le Président de la République
> Installation de la commission sur les priorités stratégiques d’investissement et l’emprunt national
Palais de l’Élysée – mercredi 26 août 2009

Quelle: www.elysee.fr
Übersetzung: info@kooperation-international.de

Fin août: un week-end à Paris

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Écoles fermées? Frankreichs Schulen setzen auf E-Learning bei der Vorbereitung auf die „Grippe A“

Bildungsklick berichtet, wie Frankreichs Schulen sich auf die „Grippe A“ vorbereiten:

28.08.2009 (Bildungsklick: Helmut Poppe/Redaktion) Panikmache, Sommerloch oder vorausschauende Planung? Frankreichs Schulen bereiten sich auf die „Grippe A“ vor: Schulfernsehen, Radio und Internet sollen dabei eine große Rolle spielen, wenn Schulen bis zu 12 Wochen geschlossen werden.

Die bei uns (politisch nicht ganz korrekt genannte „Schweinegrippe“) wird zur Zeit heftig in Frankreich diskutiert, was Schulen anbelangt. Um einem „suivi pédagogique“ zu verhelfen – vulgo, um den Schulbetrieb irgendwie aufrecht zu erhalten – sollen Lerninhalte und Schullektionen über Radio, Fernsehen und Internet vermittelt werden.

Grundlagen und Maßeinheiten für die Schließung von Klassen und Schulen sind: Ab 3 infizierten Schülern in einer Klasse bleibt die Klasse für 6 Tage geschlossen, bei Wiederholungsfällen wird verlängert. Sollte es zu einer nationalen starken Ausbreitung der Grippe A (H1N1) kommen, würden generell alle Schulen für 12 Wochen geschlossen. Schulfernseh-, Radio- und Internetangebote für Grundschulen bis zu den Abschlussklassen sind bereits vorbereitet.

Aufschrei kommt von Lehrerverbänden, die Ungerechtigkeiten für Familien befürchten, die über keinen Internetzugang verfügen. Da in Frankreich quasi alle Schulen Ganztagsunterricht bieten und mehr Frauen berufstätig sind als in Deutschland, stellt sich die Frage, wer sich um die Kinder kümmert. Der französische Erziehungsminister Luc Chatel bittet die Allgemeinheit um „Solidarität“.

Auch hierzulande gibt es Strukturen für mediengestützten Fernunterricht. So etwa das von Schulen ans Netz entwickelte Internetportal lo-net2.de für E-Learning-Szenarien in virtuellen Klassenräumen. Auch regionale Medienzentren sind inzwischen ausgestattet: so bietet das Medienzentrum Main-Taunus mit dem MTK-Schulintranet ein geeignete Plattform um ort- und zeitversetztes Unterrichten in virtuellen Schulkassen zu organisieren.

Quelle: bildungsklick.de

Abitur 2009 in Frankreich mit hoher Erfolgsquote

Französische Botschaft, Berlin. Das Abitur 2009 endete in Frankreich mit einem neuen Rekord, denn 86% der 622.322 geprüften Kandidaten absolvierten die Reifeprüfung erfolgreich. Nach Angaben des Bildungsministeriums war bisher die Erfolgsquote in den Jahren 2007 und 2008 mit 83,7% am höchsten. Insgesamt betrug die Abiturquote bezogen auf alle Jugendlichen des Jahrgangs 66,4%.

Die Erfolgsquoten betrugen:

– 88,8 % beim Allgemeinbildenden Abitur (baccalauréat général)
– 79,7 % beim Technologischen Abitur (baccalauréat technologique)
– 87,1 % beim Berufsbildenden Abitur (baccalauréat professionnel)

Beim Berufsbildenden Abitur stieg die Erfolgsquote im Vergleich zum Vorjahr von 77,2 % auf 87,1 %. Sie erreichte im Abiturbereich Produktion 86,8 % und im Bereich Landwirtschaft 89,2% und im Bereich Dienstleistungen 86,8 %. Erstmals gab es 2009 hierbei die Möglichkeit eine Prüfung im Prüfungsverfahren zu wiederholen, was bisher nur beim Abitur mit allgemeiner Hochschulreife sowie beim technologischen Abitur möglich war.

Das Französische Abitur

Das Abitur wurde in Frankreich 1808 eingeführt. Es wird nach einer 12-jährigen Schulzeit am Gymnasium (lycée) abgelegt und berechtigt zum Studium.

Es gibt dabei drei Arten des Abiturs:

– das Allgemeinbildende Abitur
-das Technologische Abitur
– das Berufsbildende Abitur

Bei den drei Abiturarten gibt es mit den sogenannten « Series » weitere Differenzierungen, z.B. die Serie ES (Wirtschaft und Soziales) beim allgemeinbildenden Abitur, die Serie S.T.I. (Wissenschaft und industrielle Technologie) beim technologischen Abitur usw.

Die Abiturprüfung besteht dabei aus neun bzw. zehn mündlichen und schriftlichen Prüfungen, die allgemeinverbindlich sind sowie aus weiteren Prüfungen in frei gewählten Fächern.

Der Anteil der Abiturienten eines Jahrganges ist dabei von 3% 1945 über 25 % 1975 auf 66,4% 2009 gestiegen. Von 100 Abiturienten haben 54 das Allgemeinbildende Abitur, 26 das Technologische Abitur und 20 das Berufsbildende Abitur.

Mit allen Abiturarten erwirbt man die allgemeine Hochschulreife, aufgrund der unterschiedlichen Ausbildungsprofile und Ausrichtungen ist es allerdings für Absolventen des Berufsbildenden Abiturs sehr schwer, die Anforderungen des Universitätsstudiums zu erfüllen. So gehen auch nur etwa 5% der Absolventen eines Berufsbildenden Abiturs an die
Universität.

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