Der Elysée-Vertrag von 22. Januar 1963 (I)

Der bevorstehenden 50. Jahrestag der Unterzeichnung des > Deutsch-französischen Vertrags von 1963 sollte genutzt werden, um den Text dieses Vertrages noch einmal genau zu lesen. Da dieser Blog sich vornehmlich mit den deutsch-französischen Beziehungen und allen dazugehörigen Bildungsaspekten beschäftigt, darf hier an einen besonderen Abschnitt dieses Vertrages erinnert werden:

„1. Auf dem Gebiet des Erziehungswesens richten sich die Bemühungen hauptsächlich auf folgende Punkte:
a) Sprachunterricht
Die beiden Regierungen erkennen die wesentliche Bedeutung an, die der Kenntnis der Sprache des anderen in jedem der beiden Länder für die deutsch-französische Zusammenarbeit zukommt. Zu diesem Zweck werden sie sich bemühen, konkrete Maßnahmen zu ergreifen, um die Zahl der deutschen Schüler, die Französisch lernen, und die der französischen Schüler, die Deutsch lernen, zu erhöhen.

Die Bundesregierung wird in Verbindung mit den Länderregierungen, die hierfür zuständig sind, prüfen, wie es möglich ist, eine Regelung einzuführen, die es gestattet, dieses Ziel zu erreichen. Es erscheint angebracht, an allen Hochschulen in Deutschland einen für alle Studierenden zugänglichen praktischen Unterricht in der französischen Sprache und in Frankreich einen solchen in der deutschen Sprache einzurichten.“

Der 50. Jahrestag dieses Vertrags im Januar 2013 ist eine günstige Gelegenheit nachzufragen, ob beide Länder sich wirklich (genügend) „bemüht“ haben, ob „Bemühungen“ alleine ausreichend waren, und ob ein klares Bekenntnis in Deutschland trotz föderalistischer Hürden zugunsten der französischen Sprache in den Schulen und der Romanistik in den Universitäten durch eindeutige Impulse ergänzt werden muss. Und ob in Frankreich mehr für den Deutschunterricht und für die Germanistik getan werden kann. Der Vertrag von 1963 sah u. a. Sprachunterricht in den Hochschulen als nützlich an. Ein solcher Passus müsste durch die ausdrücklichen Willen zur Förderung der Kultur- und Literaturwissenschaft einschließlich der Linguistik ergänzt werden. Die > deutsch-französische Hochschule kann durch Kooperationen bemerkenswerte Ergebnisse vorweisen. Und die > France-Mobile in Deutschland und die DeutschMobile in Frankreich sind immer ausgebucht. Aber wie steht es um die Nachhaltigkeit dieser Änsätze? Schon schwenkt Baden-Württemberg den Rotstift und macht sich dran, Lehrerstellen zu streichen. Das erinnert an 1986 ff., die Jahre, in denen man leichtfertig und ohne jedes Konzept und mit gravierenden Folgen mehrere Generationen von bestens ausgebildeten Französischlehrern die Anstellung verweigert hat und gleichzeitig wie in NRW den Ausbau der Gesamtschulen forciert hat.

Das Interesse für die französische Sprache bei Jugendlichen wird nicht nur durch mehr Lehrer, sondern auch durch eine interessante und transparente Gestaltung der deutsch-französischen Beziehungen in allen Bereichen beeinflusst. Nicht nur wie bei jedem Gipfel gebetsmühlenartig üblich verlauten lassen, man wolle künftig eher zusammenarbeiten; es ist Zeit, konkrete Maßnahmen zu verabreden. (> François Hollande und die Bildung). Die Summe aller guten Absichten und Projekte (u.a. das > DFJW) müssen durch ein gemeinsames Agieren von Frankreich und Deutschland (gemeinsame Botschaften, gemeinsame Projekte, gemeinsames außenpolitisches Handeln, Abstimmung in der Energiepolitik – man kann zwar Zeichen setzen, aber in Europa nicht alleine aus der Kernenergie aussteigen -, gemeinsame Signale in der Europapolitik bis zu einem > gemeinsamen Minister) substantiell ergänzt werden.

> Le miracle de la réconciliation franco-allemande.
> La journée franco-allemande du 22 janvier, ou faire mieux connaître l’importance des relations franco-allemandes
> Deutsch-französischer Tag 2011: „Französisch, dein Weg zum Erfolg – L’allemand, passeport pour l’avenir“.

> Das Fach Französisch verdient mehr Aufmerksamkeit

DOKUMENTE: Zeitschrift für den deutsch-französischen Dialog, 2/2012: > 50 Jahre Elysée-Vertrag / Les 50 ans du Traité de l’Elysée – Momente der Freundschaft / Moments d’amitié

Parfois un „poisson d’avril“ peut aussi faire rêver: > Promouvoir la langue française en Allemagne / Mehr Deutsch lernen in Frankreich

Une interview avec Frédéric Lemaître, correspondant du journal LE MONDE à Berlin

In Berlin hat Frédéric Lemaître, der Deutschland-Korrespondent von LE MONDE, auf unsere Fragen zu den deutsch-französischen Beziehungen geantwortet. Das Gespräch wurde im Lichthof der Bundespressekonferenz aufgezeichnet.

Frédéric Lemaître ist Absolvent der Ecole supérieure de Journalisme de Lille. 1995 kam er zu LE MONDE. Von 2003 bis 2007 war er Chefredakteur der der Rubrik Wirtschaft und Unternehmen. Lemaître ist Autor mehrerer Bücher Comprendre la mondialisation (1986), Les 35 heures (1998), Grands patrons, la fin d’un monde (2003). Seit Mai 2007 schreibt er auch Leitartikel für LE MONDE.

Eine Auswahl unserer Fragen: Gibt es Unterschiede im Verhältnis zwischen Journalisten, den Medien und den Politik in Berlin im Vergleich zu Paris? Nein, eigentlich nicht, wenn auch seine deutsche Kollegen, dies in Bezug auf Paris finden würden.

Jeder deutsch-französische Gipfel bestätigt die Zusammenarbeit zwischen den beiden Staaten, und man verspricht regelmäßig eine Intensivierung der Zusammenarbeit. Vor einer Woche hat Angela Merkel in Reims erklärt, Europa sei mehr als nur eine Währung und die deutsch-französische Zusammenarbeit sei unumgehbar in dieser Hinsicht, allerdings hat sie auch hinzugefügt, die Zusammenarbeit sei nicht „exklusiv“. Lemaître hat erläutert, wie er diese Aussage versteht: Hollande hätte seiner Meinung nach, sich genauso äußern können, was er auch am Tage seiner Amtseinführung anlässlich seines Besuches bei Angela Merkel bestätigt hat.

François Hollande hat in Reims erklärt : „Unsere Freundschaft inspiriert Europa: Wir wollen keine Lektion erteilen. Wir wollen nur ein Beispiel geben“, und der Präsident wünscht, eine neue TÜr zu öffnen, so dass die Freundschaft zwischen unseren beiden Nationen noch enger werde.“ Ende Juni, schrieb Lemaître in LE MONDE: „Selbst wenn sie noch nicht ganz auf gleicher Wellenlänge sind, spürt man, dass die Beziehung sich formt.“ Zwischendurch haben der Präsident und die Kanzlerin sich mehrmals getroffen. Vom formalen Händedruck sind sie mittlerweile zur Umarmung übergegangen, aber es bleiben doch noch unterschiedliche Sichtweisen? Aber in Reims habe man nicht von einem neuen Vertrag gesprochen.

Hollande wünscht eine „Vertiefung der Solidarität“, die wenn sie auf eine Vergemeinschaftung der Schulden hinausläuft , von Merkel (noch) strikt abgelehnt wird. Andererseits ist hat sie sich für sie für die Vertiefung der politischen Union. Ist das eher eine Frage der Prioritäten? Denn soweit sind ihre Vorstellungen nicht auseinander, die Reihenfolge ist unterschiedlich. Beide Länder haben verschiedene Lösungsansätze für die Krise. Frankreich wünscht mehr Solidarität, Deutschland mehr Integration. Wir seien alle Teil einer europäischen Innenpolitik, habe Merkel erklärt.

In einem Leitartikel der WELT meint Clemens Wergin am 9. Juli 2012, Hollande möchte die Länder anführen, die eine Reform der Institutionen verhindern. Wergin glaubt auch, dass einige der Mitgliedsländer, Merkel auf dem Weg einer stärkeren Integration nicht folgen wollen. In diesem Zusammenhang erwähnt Wergin eine „deutsch-französische Entfremdung“. Dazu meinte Lemaître, er sei nicht ganz einverstanden mit seinem Kollegen der WELT. Ein Referendum über die politische Integration, das Hollande in Frankreich vermeiden möchte, hätte möglicherweise nicht den gewünschten Erfolg in Deutschland.

Außerdem habe wir über den Europäischen Stabilitätsmechanismus ESM und die Project Bonds gesprochen. Die Problem der Vergemeinschaftung der Schulden müsse man auch aus deutscher Sicht verstehen, wo es eine eigen Auffassung dazu gebe; schließlich trete hier beim Länderfinanzausgleich auch der Bund nicht las Gesamthafter auf.

Ist der ESM eine Art Pflaster? Groß genug. Lemaître nennt ihn auch eine Art Fonds monétaire européen, ein Beginn der Vergemeinschaftung der Schulden.

Manchmal befürchten die Mitgliedsländer eine deutsch-französisches Direktorium, die Nachfolge von Jean-Claude Juncker als Chef der Eurogruppe wird unter Frankreich und Deutschland ausgemacht. Angesichts des Gewichts beider Länder – 47 % – in der Eurogruppe findet Lemaître dieses Vorgang ganz normal.

In einem Spiegel-Interview sprach Wolfgang Schäuble von einem Recht zu Gesetzesinitativen für das Europäische Parlament, einer zweiten Kammer und mehr Rechten für Brüssel. In Bezug auf das Parlament, würden ihm die Franzosen ihm folgen, findet Lemaître – jedoch hat die Kanzlerin schon gesagt, diese Ideen seien für übermorgen.

Bundespräsident Joachim Gauck hat Frau Merkel gebeten, den Deutschen die Umstände der Krise besser zu erklären?. Die Frage liegt nahe, ob die Regierung in Paris ihren Landsleuten die Krise besser erklärt. Nein, nicht unbedingt, antwortet Lemaître.

Am 8. Kuli 2012 veröffentlichte LE MONDE unter dem Titel „Pour un nouveau traité franco-allemand“ einen Leitartikel, in dem einige Fragen zum 50. Jubiläum des Elyseevertrages gestellt werden: „Genauso wie Frankreich hat auch Deutschland keine Absicht haben Direktorium in Europa zu bilden, so muss doch ihre enge Zusammenarbeit in Europa ein Modell für die anderen Mitglieder der Gemeinschaft sein. Es ist notwendig, dass mit an diesem Geburtstag einige Themen in Erinnerung gerufen werden: Warum ist man auch 50 Jahre nach Abschluss des Elyseevertrages auf dem Gebiet der Militärkooperation immer noch so zögerlich? Warum gibt es keine gemeinsame Botschaft? Warum sind Frankreich und Deutschland in der Uno und anlässlich der G 20 – Treffen, immer noch nicht in der Lage mit einer Stimme zu sprechen? Warum machen sie sich im Maghreb und Nahen Osten Konkurrenz? Warum sind ihre energiepolitischen Vorstellungen so widersprüchlich? Warum zählt bei der EADS die Nationalität mehr als die Kompetenz? Bei dieser Liste, kann man sich nicht damit zufriedengeben, dass unsere Politiker bei ihren Antworten zunächst nur den nationalen Wählern gefallen wollen.“ Wir haben nicht jeden dieser Punkte angesprochen, aber wir haben in dem Gespräch erwähnt, dass die Klausel hinsichtlich der Sprachvermittlung im Elyseevertrag in den letzten 50 Jahren nicht erfüllt worden ist. Auf jeden Fall muss man zuerst einmal eine Bilanz des Vertrages machen.

> Frédéric Lemaître, Éditorialiste, Le Monde

> Artikel von Frédéric Lemaître in LE MONDE

> So funktionert der ESM – Website der Tagesschau

Stichwort: > Länderfinanzausglaich – Website der Tagesschau

Discours lors de la céremonie du 50e anniversaire de la rencontre du Général de Gaulle et de Konrad Adenauer à Reims

„Europa ist mehr als eine Währung,“ verkündete Angela Merkel in Reims, sichtlich erleichtert, mal etwas richtig Gutes zum Euro sagen zu dürfen. Mit ihrem von Wind und Wetter zerzaustem Haar sah die Bundeskanzlerin echt unternehmungslustig aus.

Thomas E. Schmidt, > Die Physikerin. Über die Langeweile in der deutschen Politik – Gratis lesen, in: > MERKUR 7/2012.

Mit der Kamera wäre ich gerne dabeigewesen. Nicht nur wegen der Fotos, sondern auch wegen des denkwürdigen Ereignisses, das François Hollande und Angela Merkel an diesem Sonntag in Reims gefeiert haben. Und vom formalen steifen, gar distanzierten Händedruck gingen Präsident und Kanzlerin endlich zu der Umarmung und den Küsschen über, die zeigen, wir arbeiten gut zusammen. Vor 50 Jahren auf den Tag genau trafen sich hier General de Gaulle und Konrad Adenauer, um bei und mit einer Messe in der Kathedrale von Reims, um die deutsch-französische Aussöhnung nach drei furchtbaren Kriegen zu besiegeln. Die Begegnung in Reims war damals ein Auftakt zu einer neuen Epoche der deutsch-französischen Beziehungen, die die beiden Staatsmänner im Januar 1963 mit der Unterzeichnung des deutsch-französischen Freundschaftsvertrages dokumentierten. So wie ohne die deutsch-französische Aussöhnung der Auf- und Ausbau der EU nicht möglich gewesen wäre, so ist das Einverständnis zwischen Frankreich und Deutschland auch heute ein Dreh- und Angelpunkt der Europas.

Und hier in Auszügen auf Deutsch:
> Berlin muss die Frankreich-Politik überdenken – Von Clemens Wergin, in DIE WELT, 8.72012

> Fotos auf der Website der Bundesregierung

> Fotos auf der Website des Elyseepalastes

14. Juli im Institut français de Stuttgart
Sommerfest mit Rose Babylone

14.07.2012, 19:30 Uhr – 22:30 Uhr

Das Institut français Stuttgart lädt anlässlich des französischen Nationalfeiertags am 14. Juli zu einem letzten Fest auf der Terrasse der Villa in der Diemershalde.

Photo: (c) Rose

Als musikalisches Highlight tritt die Band Rose Babylone aus Straßburg auf. Rose Babylone, das sind Stéphane Jordan (Gitarre und Gesang) Jean Raymond Gélis (Piano, Gambe, Gesang) und Michel Ludwiczak (Akkordeon), die mit ihrem Caravan und ihren „Chansons Nomades“ im Gepäck ihre Zuhörer auf eine poetisch-musikalische Reise mitnehmen.

Eintritt frei

> Institut français, Diemershaldenstr. 11, 70184 Stuttgart

Jahrestag des Deutsch-französischen Instituts
Klaus Harpprecht, „Renaissance des National-Staates?“

Die > XXVIII. Jahrestagung des Deutsch-französischen Instituts unter dem Titel „Die deutsch-französischen Beziehungen“ in Ludwigsburg vom 28.-30.6.2012 begann mit einem Vortrag von Yves Guéna (90), der auf ein langes bewegtes Leben als Politiker, Abegordneter, Senator und zuletzt als Prsident des Verfassungsrates zurückblicken kann. Der > Direktor des DFI, Prof. Frank Baasner, begrüßte den Gast. Guéna hatte im Frühjahr 1940 de Gaulle kennengelernt. Heute ist er Ehrenpräsident der > Fondation Charles de Gaulle. Als Gaullist der ersten Stunde drückte er seine Skepsis gegenüber föderalistischen Bestrebungen in Europa aus, gab aber zu erkennen, dass der Euro beibehalten werden muss.

> charles-de-gaulle.org/

https://twitter.com/FranceBlogInfo/status/220439499723902977

Am ersten Abend der Konferenz fand in der Musikhalle in Ludwigsburg ein öffentlicher Vortrag statt, den ursprünglich Klaus Harpprecht halten wollte. Leider war er verhindert, aber seine Frau Renate Lasker-Harpprecht hat ihren Mann vertreten und den Vortrag gehalten. Sie wurde von dem früheren Ministerpräsidenten Erwin Teufel begrüßt. Harpprechts zentrale Frage lautetete: „Aber ist der Nationalstaat tatsächlich die einzig zuverlässige Organisation der Völker? Zweifel
sind angebracht. Mitten in den Mühen des Sommers 2012, die von unseren Staatsleuten verlangten, Griechenland trotz aller chaotischen Wirren nicht vor die Tür der Euro-Gemeinschaft zu setzen und die wankenden Banken Spaniens vor dem Einsturz zu bewahren, darüber hinaus Italien zu stützen – mitten in dieser weiß Gott angespannten Lage fand es die Kanzlerin angebracht, mit einer europäischen Konfession vors Volk und vor die Partner zu treten: der Grundsatzerklärung, auf die wir so lange gewartet hatten, nicht immer gewiss, ob für die ostdeutsche Pastoren-Tochter Europa mehr war als ein Lippenbekenntnis.“

Die Rede Klaus Harpprecht > Renaissance des National-Staates? steht zum Downlaod auf der Website des Deutsch-französischen Instituts zur Verfügung.

Der Gipfel in Brüssel, der Euro, das Wachstum und die Schulden

… bieten für jeden LK und GK eine Gelegenheit par excellence an einem bestimmten Thema die Recherche und das Redigieren von kurzen Artikeln zu üben. Wer sind die Teilnehmer? Welche Positionen vertreten Sie? Wo kann man Kompromisslinien erkennen? Und dann die Ergebnisse betrachten. Welche > Medien berichten wie und mit welchen Schwerpunkten über dieses Ereignis? Und nebenbei lernen sie > ihre Sprachkenntnisse anzuwenden und lernen viele neue Vokabeln. Danach wären meine Schülerinnen und Schüler für jedes Praktikum bei den Pressemedien fit. Und sie hätten etwas über die Bedeutung der deutsch-französischen Kooperation gelernt.

Auf diesem Blog: > Wirtschaft (23), > deutsch-französische Beziehungen (263)

Mercredi, 27 juin, à Paris :
Angela Merkel et François Hollande

> Déclaration de M. le Président de la République et de Mme Angela MERKEL Chancelière de la République d’Allemagne – Site du Palais de l’Élysée :

Deux phrases-clés de François Hollande: „Nous avons déjà bien travaillé. Il y a eu des progrès, notamment sur la croissance avec de nombreuses discussions qui ont aujourd’hui abouti.“ et „L’intégration autant qu’il est nécessaire, la solidarité autant qu’il est possible.“

Les phrases-clés d’Angela Merkel: „Des progrès significatifs ont déjà été enregistrés en ce qui concerne le pacte pour la croissance. J’espère qu’il pourra être adopté demain. Il s’agira ensuite de réfléchir à l’avenir politique de l’Union économique et monétaire. Comme je le disais, il nous faut plus d’Europe, il nous faut une Europe qui fonctionne.“

ESM, Euro-Bonds oder project bonds, Fiskalpakt, Wachstumspaket

Wie unsere Politiker mit Milliarden jonglieren, die eigentlich gar nicht da sind, aber wenn Banken wackeln oder dies nur sagen, fließen doch viele, viele Milliarden. Bundeskanzlerin Angela Merkel soll gestern vor der FDP-Fraktion, Euro-Bonds zu ihren Lebzeiten ausgeschlossen haben. Euro-Bonds würden eine Vergemeinschaftung der Schulden in Europa bedeuten.


> Merkels Unwohlsein nach ihrem Satz für die Ewigkeit – DIE WELT, 26.6.2012

Wie kommt die Bundeskanzlerin da wieder raus? Nun, das Kind wird einfach umbenannt werden. Am besten hat sie sich bisher in ihren Kehrtwendungen gezeigt. Das Wachstumspaket, das beschlossen wurde, kann auch nicht von einem Staat gestemmt werden, sondern er ist eine europäische Angelegenheit. Und der EURO war nie las nationaler Ersatz für nationale Währungen gedacht. Man hat bei seiner Geburt keine Paten für ihn benannt. Das können nur die europäischen Staaten sein, und das muss jetzt dringend nachgeholt werden.


Also bleibt alles weiter beim Alten. Jeder Euro-Staat zählt seine eigenen Euros, die als Institution in Europa Waisenkinder sind, weil sich keine richtigen Eltern um sie kümmern, wie > Giscard d’Estaing dies jüngst zu Recht beklagt hat. Wir erleben ein Europa der kleinen Tippelschritte, keine richtige Reform, aber kleine Pflaster hier und da. Alle müssen sparen, das nennt man Fiskalpakt und trotzdem gibt es einen Wachstumspakt, der Frankreich zugestanden wird, aber gleich wieder kleingeredet wird, weil er eigentlich nur aus Umschichtungen bestehe: > Der Mogelpakt – DER SPIEGEL, 27. Juni 2012 -.

Man traut sich kaum, über den ESM, die nicht gewollten Euro-Bonds und die Rettungsmilliarden hier etwas zu schreiben, weil man zugleich etwas ratlos ist, wenn man fragen soll, wie das wirklich alles funktioniert. Dennoch kann man in den Medien verfolgen, wie der Besuch Angela Merkels bei François Hollande kommentiert werden wird. Am besten man guckt sich die Voraussetzungen für den Besuch in dem Artikel > La France et l’Allemagne cherchent à aplanir leurs divergences – La Croix – 2.7 Juni 2012 – an, und danach gibt es bestimmt aus dem Elyseepalast ein Pressestatement und vielleicht bringt Frau Merkel doch Euro-Bonds mit nach Hause? Zunächst spricht man erstmal von „Project-Bonds“, auf die Namen kommt es an. Françoia d’Alençon schreibt in La CROIX: „Pour Angela Merkel, la solidarité économique et financière implique un droit de regard des pays membres de la zone euro sur les choix budgétaires des autres. L’union bancaire ne peut se concevoir sans une union budgétaire avec des mécanismes de contrôle des finances des États de la zone euro.“ Das geht doch in die Richtung, wie VGE sich eine Lösung der Krise verstellt? Und François d’Alençon fügt hinzu: „Pour François Hollande, en l’absence de consensus, à gauche comme à droite, sur de nouveaux « transferts de souveraineté », il est préférable de ne pas relancer le débat institutionnel sur l’union politique prônée par la chancelière. À la veille du sommet de Bruxelles, François Hollande et Angela Merkel afficheront leur consensus sur le « pacte pour la croissance » et tenteront d’aplanir leurs divergences sur la mise en place, au mieux d’ici à la fin de l’année, d’une union bancaire au sein de la zone euro, les mécanismes de contrôle de la discipline budgétaire et le renforcement de l’union politique.“ Damit ist das Problem genau umrissen: Die EURO-Krise lässt sich nur gemeinschaftlich lösen. Alleingänge jeder Art sind nutzlos. Gleichzeitig zuckt man vor jeder weiteren Übertragung von Souveränitätsrechten nach Brüssel zurück. Sooo kompliziert ist das alles nun auch wieder nicht, und Schüler könnten weitere Punkte (> Medien)zusammentragen, die Frau Merkel nach Paris mitnimmt und dann das Ergebnis des Treffens mit Hollande angucken, um so gut gerüstet zu sein, das Ergebnis des Brüsseler Treffen am Donnerstag und Freitag beurteilen zu können. Einmal mehr kann die deutsch-französische Kooperation zusammen Massstäbe formulieren. Eine Art Ausgleich zwischen den Positionen von Paris und Berlin. Holland ist skeptisch bei der der Stärkung der politischen Union, Merkel gibt vor tiefrot (Welche Farbe wird ihr Blazer haben? > FEUILLETON Was will uns Angela Merkel mit ihren Blazer-Farben sagen, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 25.12.2011, Nr. 51, S. 18) bei Thema Banken und Euro-Bonds in Europa zu sehen. Liegt hier der Schlüssel zum Erfolg am Donnerstag? Beide werden aufeinander zugehen. geht gar nicht anders. Keine der beiden Positionen ist allein erfolgversprechend. Jetzt kommt es darauf an, wo die Kompromisslinie verläuft. – Ob die vielen Abgeordneten in Berlin, die der Kanzlerin eine 2/3 Mehrheit für ESM und den Fiskalpakt bescheren sollen, sich auch so gut informieren?

Heute abend im > Elyseepalast:

„19h15 Entretien avec Madame Angela MERKEL, Chancelière allemande.
Arrivée de Mme Angela MERKEL.
Déclaration devant la presse de Mme Angela MERKEL et de M. François HOLLANDE.
19h30 Dîner de travail.“

L’EXPRESS wird richtig deutlich: > France-Allemagne: vers la fusion! 27 juin 2012

Der Hörtipp: > Lehren aus der Finanz- und Schuldenkrise. Vor dem EU-Gipfel: Von Maastricht zur Fiskalunion
Von Alois Berger, DLF, 27.06.2012 · 18:40 Uhr


Simone Boehringer > So funktioniert der Rettungsschirm – Suuedeutsche Zeitung


1 … 58 59 60 61 62 … 91