Die Rede von Angela Merkel auf dem Bundesparteitag der CDU in Karlsruhe 2015

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich gegen die Kritiker in den eigenen Reihen ihrer Flüchtlingspolitik durchgesetzt. Und sie hat > in ihrer Rede auf dem Bundesparteitag wiederholt: „… meine Worte in der Pressekonferenz. Als ich das gesagt hatte, begann eine spannende Diskussion: Wie kann sie sagen: „Wir schaffen das“? Ich antworte Ihnen: Ich kann das sagen, weil es zur Identität unseres Landes gehört, Größtes zu leisten, aus Trümmern ein Land des Wirtschaftswunders zu schaffen, nach der Teilung ein in der Welt hochgeachtetes Land in Einigkeit und Freiheit zu schaffen, mehr noch, weil es gerade auch uns als christliche Demokraten doch in unserem Wesen und unserem Kern ausmacht, dass wir bereit sind zu zeigen, was in uns steckt.“ Damit streichelt man die Seelen der Partei, appelliert an uns alle, und sie bekommt Applaus, in dem sie das was andere kritisieren zur Identität unseres Landes erhebt.

LIRE: Frédéric Lemaître (Karlsruhe, Envoyé spécial) > Angela Merkel réaffirme son autorité sur son camp -Le Monde.fr, 15.12.2015 à 10h55

https://twitter.com/LePoint/status/676407594500624385

Wir haben auf unserem Blog oft die Reden französischer Politiker als Video dokumentiert. Diesmal geht es um die Rede von Bundeskanzlerin Angela Merkel, die heute auf dem Bundesparteitag der CDU In Karlsruhe in ihrer Rede immer wieder die deutsch-französische Freundschaft hervorgehoben hat. Gerade auch für Schüler ist diese Rede ein wichtiges Dokument, da hier ein tour d’horizon der aktuellen Lage vorgestellt und interpretiert wird:

> Die Rede von Bundeskanzlerin Angela Merkel:

h-m <<< LE MONDE, 15 décembre 2016

Angela Merkel sagte u.a.: „17 Stunden Verhandlungsmarathon in Minsk für Frieden in der Ukraine, Stunden und Aberstunden. Es ging, obwohl es so nah ist und obwohl es Europa ist, um nicht weniger als um Krieg und Frieden. Es ging um elementare Prinzipien der europäischen Friedensordnung. Es ging um die Frage, ob das Selbstbestimmungsrecht der Völker nur auf dem Papier steht oder ob es auch gelebt werden darf. Es ging um die Frage, was territoriale Unversehrtheit als d i e Lehre aus dem Zweiten Weltkrieg in der Praxis bedeutet. Es ging darum, etwas entgegenzusetzen, dass man im 21. Jahrhundert noch das Denken in Einflusssphären pflegt. Deutschland und Frankreich haben hier gemeinsam gehandelt und versucht, diese Prinzipien wieder einzufordern. Die Europäische Union hat gemeinsam gehandelt und Sanktionen gegen Russland aufgelegt und hat gesagt: Erst wenn das Abkommen von Minsk umgesetzt ist, können diese Sanktionen aufgehoben werden.“

„… im März der Absturz einer Germanwings-Maschine über den französischen Alpen, bewusst vom deutschen Kopiloten herbeigeführt. 149 Menschen aus 16 Nationen hat dieser Kopilot mit in den Tod gerissen, darunter 16 Schülerinnen und Schüler und zwei Lehrer aus Haltern. Fassungslosigkeit machte sich breit. Es fehlten uns die Worte. Trotzdem war es ein berührendes Zeichen zu sehen, mit welcher Kraft, mit welchem Einsatz die französischen Helferinnen und Helfer ganz selbstverständlich eingestanden sind. Ein herzliches Dankeschön dafür. Das war deutsch-französische Freundschaft.“

Ein deutlicher Satz zu den Währungsproblemen in Europa: „Die Gründungsfehler der Wirtschafts- und Währungsunion sind noch nicht behoben.“

Und zum 13. November 2013 (S. Links zu den Artikel auf unserem hier im grauen Kasten der rechten Spalte) in Paris: „Und dann am 13. November wieder Schrecken und Terror in Paris, in der Stadt, die das Leben so feiert. Wir haben uns unseren französischen Freunden so nahe gefühlt. Das war der Tag, an dem ein Freundschaftsspiel unserer Fußballnationalmannschaft gegen die französische Fußballnationalmannschaft stattfand. Symbolisch für die deutsch-französische Verbundenheit war, dass die französischen Spieler so lange im Stadion gewartet haben, bis unsere Spieler wieder nach Hause fahren konnten. Das war gelebte Gemeinsamkeit in einer schrecklichen Stunde. Meine Damen und Herren, liebe Freunde, wir werden auch weiter an der Seite Frankreichs stehen, wenn es darum geht, klar zu sagen: Wir geben den Terroristen keine Chance, unsere Art, die Art, wie wir leben wollen, zu verändern. Wir stehen dagegen ein, und wir werden siegreich sein, liebe Freunde“

Und sie sprach von Begrenzung der Flüchtlingszahlen, kam damit den Kritikern in ihren Reihen entgegen, und erklärte ihren Satz „Wir schaffen das.“

https://twitter.com/Le_Figaro/status/676141600842620928

Was hat die Kanzlerin gesagt? „Ich danke auch Volker Bouffier, den Vereinigungen, der Jungen Union, der MIT und auch der KPV, die gesagt haben: Lasst uns auch die Sorgen der Menschen in den Blick nehmen – die Sorgen, die wir jetzt auf den Punkt gebracht haben, indem wir gesagt haben, dass auch ein starkes Land wie Deutschland auf Dauer mit einer so großen Zahl von Flüchtlingen überfordert ist.“

Im Nachhinein dankt Sie ihren Kritikern, die Widerspruch versucht hatten.

„Deutschland soll in 25 Jahren ein Land sein, das über eines der besten Bildungs- und Forschungssysteme verfügt.“ Damit kündigt die Bundeskanzlerin eine Jahrhundertaufgabe an, betrachtet man den Zustand der Universitäten heute. Die Stellung vieler Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit ungesicherten Perspektiven, die oft auch gar nichts oder wenig für ihre Mitarbeit in Lehre und Forschung bekommen, auf jeden Fall aber keine sicheren Perspektiven.

Und der digitale Wandel. Dafür gibt sie keine aussichtsreiche Perspektive, lediglich „mitgestalten“ soll Deutschland den digitalen Wandel: „In 25 Jahren soll Deutschland ein Land sein, das den technologischen Wandel geschafft hat, das die digitale Revolution mitgestaltet und das zur Spitzengruppe gehört.“

Hört man genau hin hat will sie die Zahl der Flüchtlinge wirklich „spurbar“ nicht „drastisch“ reduzieren:
„Wir sind die Volkspartei Christlich Demokratische Union, die die Sorgen der Menschen aufnimmt. Aber wir sind auch die Volkspartei, die Sorgen nicht nur aufnimmt, sondern die gestaltet und Lösungen findet. Das muss unser Anspruch sein, und dem werden wir mit dieser Erklärung gerecht.
(Beifall)
Des halb wollen und werden wir die Zahl der Flüchtlinge spürbar reduzieren, weil das im Übrigen im Interesse aller ist: Es ist im deutschen Interesse – mit Blick auf die Aufgaben, von der Versorgung der Flüchtlinge bis hin zur Integration in die Gesellschaft und im Arbeitsmarkt. Es ist im europäischen Interesse – mit Blick auf unsere innere Verfasstheit in der Europäischen Union und mit Blick auf unsere Rolle in der Welt. Und, liebe Freunde, es ist im Interesse der Flüchtlinge selbst; denn niemand, egal, warum er sich auf den Weg macht, verlässt leichtfertig seine Heimat.“

Vor dem Parteitag:

https://twitter.com/IFRI_/status/674996371032809472


Gucken Sie mal was > auf französisch über Frau Merkel getwittert wurde:

Regionalwahlen in Frankreich: 2. Wahlgang, Sonntag 13. Dezember 2015

Nach den Regionalwahlen:

Die folgende Übersicht, zeigt die Stimmenverteilung beim amtlichen Endergebnis. Die Linke konnte fünf Regionen gewinnen.

Der FN hat nach dem Stand der Hochrechnungnen keine Region erobern können:

<<<< Mots de recherche: > #Régionales2015

> Regionalwahlen in Frankreich: 1. Wahlgang 6. Dezember 2015

Zum Vergleich: > Regionalwahlen in Frankreich: 1. Wahlgang 6. Dezember 2015

<<<< Es ist natürlich ärgerlich, dass hier indirekt oder direkt Wahlwerbung für den FN erscheint. Abaer daraus könnten man eine Schulaufgabe ableiten: 1. Wie viele Tweets werden am 10./11./12. zum Thema #Régionales2015 gesendet? 2. Wer sendet diese Tweets: FN/LR/PS etc., Organisationen oder Privatpersonen. 3. Welche Themen werden von wem genannt? Bei diesen Aufgaben hilft > PONS.

Wird der FN den Erfolg des ersten Wahlgangs, er wurde erste politische Kraft in Frankreich – beim zweiten Wahlgang am näcbhsten Sonntag wiederholen können? Wir Marie Le Pen eine Region für sich erobern können? Und ihre Nichte?

Corinne Narassiguin – Sprecherin der sozialistischen Partei – hat einen > offenen Brief an Marine Le Pen adressiert, in dem sie sich gegen die pauschale Verurteilung der politischen Klasse in Frankreich durch Le Pen verwahrt.

Wie sehen die Wahlchancen für den FN, LR und die Linke am nächsten Sonntag aus?

> INFOGRAPHIE. Régionales : qui va gagner au deuxième tour dans votre région ?

Man kann kaum etwas vorhersagen. Die Regionen Nord-Pas-de-Calais-Picardie, Provence-Alpes-Côte d’Azur und Alsace-Champagne-Ardenne-Lorraine gilt eine ganz besondere Aufmerksamkeit. Aber auch in den anderen Regionen steht der Gewinner keinesgalls fest. Wie hoch wird die Zahl der Nichtwähler sein? Gemäß einer Umfrage TNS-Sofres sollen Christian Estrosi, Xavier Bertrand, beide LR, die Regionalwahlen Provence-Alpes-Côte d’Azur und Nord Pas-de-Calais-Picardie zum Nachteil Le Pens gewinnen. > Régionales 2e tour : un sondage donne Bertrand gagnant face au FN

Die AFP sagt was anderes:

Regionalwahlen in Frankreich:
1. Wahlgang 6. Dezember 2015

Das vorläufige Ergebnis des heutigen Urnengangs. Der FN steht in sechs Regionen an erster Position und wird nach dem Anteil der Stimmen erste politische Kraft in Frankreich:

https://twitter.com/decodeurs/status/673609494580998147

Schauen wir uns > eine erste Analyse von LE MONDE an:

<<<< Mots de recherche: > #Régionales2015

> Regionalwahlen in Frankreich am 6. und 13. Dezember 2015 (mit einer Schulaufgabe), deren erster Wahlgang heute stattfindet stehen unter der schweren Belastung der Terroranschläge vom 13. November. Der FN versucht, die Angst vor Flüchtlingen zu schüren, setzt auf Abschottung, wendet sich gegen die Globalisierung und warnt vor einer Islamisierung Frankreichs. Wird Marie Le Pen (FN) die nordfranzösische Region Nord-Pas-de-Calais-Picardie erorbern? Oder wird auch ihre Nichte Marion Maréchal-Le Pen in der südfranzösischen Region Provence-Alpes-Côte d’Azur ihre Chance nutzen können? Wird mit diesem Wahlgang der FN stärkste Kraft in Frankreich werden? Jede/r der nicht zur Wahl geht, wird die FN stärken. Es wird daher die Partei der Nichtwähler sein, die der FN zu ihrem befürchteten Erfolg heute verhelfen werden. Vorläufiges Wahlergebnis gegen 22 Uhr: eine Wahlbeteiligung von knapp über 50 %. Zu den Nichtwählern: > Elections régionales 2015 : la progression du FN se nourrit-elle de l’abstention ? (Le Monde.fr | 07.12.2015 à 12h31 • Mis à jour le 07.12.2015 à 14h26 |)

En savoir plus sur http://www.lemonde.fr/les-decodeurs/article/2015/12/07/la-progression-du-fn-se-nourrit-elle-de-l-abstention_4826338_4355770.html#KR8E7bOZUUphb99A.99 >

Eine weitere Belastung für diese Regionalwahlen ist die > Reform der Regionen, die von vielen Wählern kritisch gesehen wird, und entweder zur Kritik an der Regierung per Wahlentscheid oder zur Enthaltung führen wird.


Schulaufgabe:

1. Wählen Sie einen bestimmten Zeitabschnitt > Erweiterte Suche von-bis etc., auf Twitter. Welche Parteien, welche Politiker äußern sich mit dem Hashtag > #Régionales2015.

2. Welche Themen werden in den > > #Régionales2015 genannt?

Beim Lesen der Tweets hilft:

pons-woerterbuch


Die Tweetline > #Régionales2015 gibt einen Überblick über die Bedeutung der Regionalwahlen, die schon als ein Stimmungstest für die anstehenden Präsidentschaftswahlen 2017 gelten.

https://twitter.com/afpfr/status/671971335367581698

https://twitter.com/afpfr/status/671366348665061377

https://twitter.com/i_montaigne/status/671012751205011456

Alfred Grosser und Rupert Neudeck
diskutieren über die Flüchtlingskrise

Di., 01.12.2015, 19:00 Uhr
Frankfurt/M.,Goethe-Universität, Campus Westend,
Hörsaalzentrum, HZ 3
„Europa und die Lösung der Flüchtlingskrise“

in Kooperation mit Deutsch-Französische Gesellschaft

Diskussionsabend mit Prof. Alfred Grosser und Dr. Rupert Neudeck
Die Deutsch-Französische Gesellschaft und das Deutsch-Französische Institut für Geschichts- und Sozialwissenschaften (IFRA) laden gemeinsam zu der Diskussion: „Europa und die Lösung der Flüchtlingskrise“ zwischen Prof. Alfred Grosser und Dr. Rupert Neudeck ein.

Alfred Grosser ist französischer Politikwissenschaftler und Soziologe. Für sein Engagement wurde er mit zahlreichen Auszeichnungen gewürdigt, u.a. mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.

Rupert Neudeck ist Mitgründer von Cap Anamur und Deutsche Notärzte e.V. Weltbekannt wurde er 1979 mit der Rettung von über zehntausend vietnamesischen Flüchtlingen.

> „Europa und die Lösung der Flüchtlingskrise“ – Website des Institut français de Francfort/M.

Eintritt frei

> Rupert Neudeck parle de La Peste – auf unserem Blog

> Un entretien avec Alfred Grosser -25.11.2014 – auf unserem Blog

27 novembre 2015: L’Hommage national – #FiersdelaFrance

> Hollande : « La Nation toute entière pleure les victimes »

Im Innenhof der Invaliden werden gewöhnlich nur militärische Opfer gewürdigt. Präsident Hollande wünschte, dass die 130 zivilen Opfer der Terroranschläge in diesem Innenhof geehrt werden. Ihre Fotos wurden gezeigt, der Name jedes Opfers und das Alter wurden verlesen.

> Hommage national aux victimes des attentats du 13 novembre. (Hôtel national des Invalides)
Mit dem Text der Ansprache von Präsident Hollande


La cérémonie en intégralité. Nach der Rede des Präsidenten wurden die beiden Strophen der Marseillaise gesungen: 44:20:


Hommage national aux victimes des attentats du… von elysee


Die Ansprache von Präsident Hollande:


Discours de François Hollande lors de l’hommage… von publicsenat

Nach der Rede von François Hollande erklang eine andere Marseillaise, nach der Orchestrierung von Hecto Berlioz, gesungen von den Sängern der Oper von Paris und dem Chor der französischen Armee, die vom Orchester der Garde républicaine begleitet wurden.

Fast immer wird nur die erste Strophe „Allons enfants de la patrie“ gesungen. An diesem Tag der Trauer erklang auch die 2. Strophe:

Refrain:
Aux armes, citoyens,
Formez vos bataillons,
Marchons, marchons !
Qu’un sang impur
Abreuve nos sillons

„Amour sacré de la Patrie
Conduis, soutiens nos bras vengeurs
Liberté, Liberté chérie
Combats avec tes défenseurs !
Sous nos drapeaux, que la victoire
Accoure à tes mâles accents
Que tes ennemis expirants
Voient ton triomphe et notre gloire!“

> La Marseillaise – Wikipédia

Gare de l’Est. Foto: Heiner Wittmann

Mittwoch 25. 11. 2015: Die Rede von Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Haushaltsdebatte

Heute abend reist Bundeskanzlerin Merkel zu einem Gespräch mit Präsident François Hollande nach Paris:

> Die Rede von Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Haushaltsdebatte Website der Bundeskanzlerin mit einem Video ihrer Rede – 44 Min.

Mit Blick auf die Reaktionen auf die Attentate in Paris am 13. November erklärte die Bundeskanzlerin: „Wenn zusätzliches Engagement notwendig ist, dann werden wir das nicht von vornherein ausschließen.“

Der Text der Rede von Bundeskanzlerin Merkel: > Drucksachen und Plenarprotokolle des Bundestages – aktuelle Dokumente S. 1360-13616 – Website des Deutschen Bundestages:

Sie sagte u. a.: „Wir alle haben sofort verstanden: Dieser unmenschliche Angriff meint uns alle, und er trifft uns alle. Es ist ein Anschlag auf unser aller Freiheit, auf unsere Werte und Überzeugungen, ein Angriff auf all das, was uns wichtig ist und wofür Generationen vor uns in Europa gestritten und gekämpft haben: Demokratie und Menschenrechte, Gleichberechtigung und eine offene, freundliche und tolerante Zivilgesellschaft. Wir stehen solidarisch an der Seite Frankreichs in der Trauer um die Opfer. Wir stehen slidarisch an der Seite Frankreichs im Kampf gegen den Terror.
(Beifall bei der CDU/CSU, der SPD und dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie bei Abgeordneten der LINKEN)
Wir gedenken aller Opfer des Terrors. Ich denke an die Opfer des russischen Flugzeugabsturzes, an die Opfer in Bamako genauso wie an die Opfer gestern in Tunesien.“
Sie sagte auch: „Heute Abend werde ich mit dem französischen Präsidenten François Hollande über die Fragen sprechen, die uns gemeinsam bewegen. Der Geist dieses Gesprächs wird davon bestimmt sein, dass wir gemeinsam mit unseren Freunden handeln werden. Wenn zusätzliches Engagement notwendig ist, dann werden wir das nicht von vornherein ausschließen.“

In der Sitzung > Dienstag, den 24. November 2015 (Website des Deutschen Bundestages) hatte Bundestagspräsident Dr. Norbert Lammert der Toten der Terroranschläge in Paris gedacht: „Noch am Abend unseres letzten Sitzungstages wurde Paris von einer brutalen Serie von Terroranschlägen heimgesucht– zum zweiten Mal in diesem Jahr. Noch immer kämpfen Menschen, die feiernd ins Wochenende starten wollten, um ihr Leben. Der Deutsche Bundestag trauert mit allen Franzosen um die vielen Opfer dieser mörderischen Attacke auf ihre Hauptstadt. Unseren Kolleginnen und Kollegen in der Nationalversammlung habe ich bereits am Morgen nach den Anschlägen unser Mitgefühl übermittelt. Seit diesen Ereignissen haben sich manche politische Prioritäten verschoben, nicht nur in Frankreich, sondern auch in unserem Land. Der Terror betrifft uns alle, und er kennt keine Grenzen.“

Helmut Schmidt ist tot

https://twitter.com/lemondefr/status/664093818682126336

Helmut Schmidt (23. Dezember 1918 – 10. November 2015) starb heute im Alter von 96 Jahren in Hamburg. Von 1974 bis 1982 war er Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland.

Als Senator der Polizeibehörde in Hamburg wurde er während der Sturmflut 1962 bekannt. Er war Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion von 1967 bis 1969. 1969 wurde er Bundesminister der Verteidigung und 1972 übernahm er auch noch das Bundesministerium für Wirtschaft und Finanzen. Zusammen mit seinem Freund Valéry Giscard d’Estaing, der von 1969 bis 1972 das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft im Kabinett von Jacques Chaban-Delmas leitete, auch im Kabinett Messmer behielt er von 1972 bis 1974 diesen Ministerposten. von 1974 bis 1981 war er Staatspräsident. Schmidt und Giscard d’Estaing haben durch ihre deutsch-französische Währungspolitk die Grundlagen für den > Europäischer Wechselkursverbund EMS gelegt und damit eine wichtige Weiche für das europäische Währungssystem gestellt. Damals konnte man noch sagen, nichts funktioniert in Europa, was nicht vorher zwischen Paris und Bonn ausprobiert wurde. Beide begründeten die > G-7-Treffen.

Hier werden die Grundlagen des EMS erklärt: > Valéry Giscard-d’Estaing et Helmut Schmidt, 1974-1981


L’ex chancelier allemand Helmut Schmidt est mort à l’âge de 96 ans


Auf unserem Blog am 3.12.2013> Helmut Schmidt wird heute 95 Jahre alt: Er würde uns sagen: „Lernen Sie Französisch, bevor es vielleicht zu spät ist.“

Mit freundlicher Genehmigung des Siedler-Verlags zitieren wir hier die Passage aus seinem Buch, in der Helmut Schmidt mit Nachdruck auf die Bedeutung der französischen Sprache hinweist:

Helmut Schmidt - Außer Dienst„Ich will in diesem Zusammenhang noch eine weitere Empfehlung für junge Politiker der nachfolgenden Generation aussprechen, muß dabei aber zugleich ein eigenes Versäumnis einräumen. Als ich es in den siebziger Jahren begriff, war es zum Nachholen des Versäumten längst zu spät. Ich spreche von dem schwerwiegenden Mangel, der französischen Sprache nicht mächtig zu sein. Mein Freund Valéry Giscard d’Estaing und ich haben immer nur englisch miteinander sprechen können; sein Deutsch war minimal, mein Französisch gleich Null. Bei Gegenständen, deren Behandlung schwierige Fachausdrücke erforderte, waren wir auf unsere Dolmetscherinnen angewiesen. Ich habe das als erhebliche Beeinträchtigung empfunden. Weil meine ansonsten vorzügliche Lichtwarkschule in Hamburg nicht allzuviel Wert auf Sprachen gelegt hatte, verfügte ich zunächst nur über Schulenglisch und über Anfangsgründe im Lateinischen. Ich hätte als junger Abgeordneter, noch keine vierzig Jahre alt, meine Freizeit nutzen sollen, Französisch zu lernen und anzuwenden. Als ich mit fünfzig Jahren Minister wurde, war es dafür zu spät, auch gab es keine Freizeit mehr. Ich konnte nie mehr nachholen, was ich in jüngeren Jahren versäumt hatte.
Im 21. Jahrhundert, in dem die Entfernungen noch viel mehr zusammenschrumpfen werden, wird Englisch für viele Berufe zu einer selbstverständlichen Voraussetzung werden. Ein deutscher Politiker aber, der als Fremdsprache allein das Englische einigermaßen beherrscht, kann sich nur mit Einschränkungen überall verständlich machen. Jungen Deutschen, die begabt genug sind und den Willen zum Lernen haben, stehen – fast ohne Ausnahme – alle Schulen und Hochschulen offen. Wer die Angebote nicht nutzt, parallel zu seiner speziellen Berufsvorbereitung mindestens zwei lebende Fremdsprachen zu erlernen, läuft Gefahr, für immer zweitrangig zu bleiben.“
Helmut Schmidt, Außer Dienst, (c) Siedler, München 2008 (S. 25-26)


L’axe franco-allemand:
https://twitter.com/MYTF1News/status/664189440055713792

https://twitter.com/ARTEjournal/status/664118917976076289


> Schmidt trifft Giscard Manches dauert noch
Helmut Schmidt besucht Valéry Giscard d’Estaing – ein letztes Mal. Sie sprachen über die Krise und den Euro und sparten nicht an Kritik.
30.05.2013, von Michaela Wiegel, Paris


https://twitter.com/Porte_Parole/status/664103308718694400

https://twitter.com/OlafScholz/status/664096236060807168

https://twitter.com/franceinfo/status/664092514031304705

> Helmut Schmidt – www.france-allemagne.fr

> Helmut Schmidt und Valéry Giscard d’Estaing erhalten den Deutsch-Französischen MedienpreisAuf unserem Blog: 2- Mai 2014

> Verleihung des Deutsch-Französischen Medienpreis an Valéry Giscard d’Estaing Video | 04.07.2014 | Dauer: 00:12:03 | – (c) SR

> Altbundeskanzler Helmut Schmidt zu Besuch bei Premierminister Jean-Marc Ayrault – 29. Mai 2013

> Helmut Schmidt – DIE WELT, 10. November 2011

> Die Rede von Altkanzler Helmut Schmidt auf dem SPD-Parteitag – 4. Dezember 2011

https://twitter.com/ARDde/status/664159059461865472

> Altkanzler gestorben : Zum Tod von Helmut Schmidt: Sein Leben in neun Videos – shz.de

https://twitter.com/FranceBlogInfo/status/664100549193801728

> Helmut-Schmidt-Bibliographie ***

Matthias Waechter, Helmut Schmidt und Valéry Giscard d’Estaing. Auf der Suche nach Stabilität in der Krise der 70er Jahre, Bremen (Edition Temmen) 2010, 168 S. (Studien der Helmut und Loki Schmidt-Stiftung, 6), ISBN 978-3-8378-2010-2.

> Interview de Valéry Giscard d’Estaing (Paris, 17 novembre 2008) (durée: 01:22:55)

Gefahr oder Chance? Die Reform der französischen Collèges

Im > Institut français de Stuttgart gab es am Freitag 23.10.2015 im Rahmen der > Französischen Wochen eine Diskussionsveranstaltung zur Reform der Collèges in Frankreich, die zum Schulstart im Herbst 2016 in Kraft treten soll. Nach zwei einleitenden Vorträgen des Generalkonsuls Nicolas Eybalin und des Sprachattachés Georges Leyenberger ergab sich eine lebhafte Diskussion rund um die Ausmaße und die Folgen der geplanten Reform. Im Grunde genommen geht es um eine Reform, die eine bessere Funktion der Collège gewährleisten soll. Man darf sich fragen, wieso die Presse. vor allem in Deutschland sich lediglich auf einen Aspekt der Reform, die befürchtete Reduzierung des Deutschunterrichts, konzentriert hat. Mittlerweile bemüht sich die Erziehungsministerin Najat Vallaud-Belkacem bei vielen Gelegenheiten diese Kritik zu entkräften: > Najat Vallaud-Belkacem promet des mesures en faveur de l’allemand – 5. Oktober 2015. Ziel der Reform ist es , die Schüler zu befähigen, zwei Fremdsprachen zu lernen. Georges Leyberger betonte, dass mit der Reform bestehende Ungleichheiten reduziert werden sollten und erinnerte an den Band von Christian Baudelot und Roger Establet, Le niveau monte. Réfutation d’une vieille idée concernant la prétendue idée d’une décadence de nos écoles, Paris: Seuil 1989. Im französischen Schulsystem seien die Collèges das schwache Glied. Die Pädagogik der Collèges sei lange von den Reformen nicht berücksichtigt worden. Leyenberger erinnerte daran, dass die Reform der Collège auch einen Freiraum von 20% der Unterrichtszeit vorsehe, den jedes Collège selber füllen solle, damit ist auch der Einzug neuer Lernmethoden in das Collège verbunden.

Dazu auf unserem Blog: > La classe inversée – Offener Unterricht

Wir zeigen hier das Fotoalbum dieser Veranstaltung. Bitte öffnen Sie es mit einem Doppelklick auf eine Foto erst, wenn diese Seite ganz geladen ist, wenn also der kleine blaue Kreis oben in der Adresszeilen ganz verschwunden ist:

Dazu auf unserem Blog: > Interview mit S. E. M. Philippe Etienne, Botschafter der französischen Republik in Deutschland, der sich in unserem Interview auch zum Thema der Reform der Collèges geäußert hat.

> Zur Reform des französischen Collège: Änderungen bezüglich des Deutschunterrichts – Website des DFJW/OFAJ

> Bildungsministerin Vallaud-Belkacem im Journal du Dimanche zur Reform des collège – Website der Französischen Botschaft in Berlin

> Les programmes du collège – Website des Ministère de l’Éducation nationale

> Mieux apprendre pour mieux réussir : les points-clés du collège 2016 – Website des Ministère de l’Éducation nationale

Auf unserem Blog:

> Najat Vallaud-Belkacem promet des mesures en faveur de l’allemand – 5. Oktober 2015

> Deutschunterricht in Frankreich. Najat Vallaud-Belkacem: „plus que « préserver » l’allemand, je souhaite le promouvoir.“ – 22. April 2015

> Des classes bilangues pour tous dès la 5ème ! – Najat Vallaud-Belkacem :


Des classes bilangues pour tous dès la 5ème… von Najat-Belkacem

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