Frankreich-Strategie des Saarlandes – Prix des lycéens allemands

Das Blog-Programm für diese Woche: Zuerst reist www.france-blog.info heute morgen mach Saarbrücken. Wir haben unser > TV-Studio eingepackt, und unser Blog wird heute von Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer empfangen. Wir werden Sie zu Ihrer Amtszeit als Bevollmächtigte für die kulturellen Beziehungen im Rahmen des Elysée-Vertrages befragen. Außerdem sprechen wir über die Frankreich-Strategie des Saarlandes.

Dann ins Büro und den Film mit dem Interview bearbeiten und hier veröffentlichen. Danach kommt der Film über die Preisverleihung des Prix des lycéens allemands auf der Leipziger Buchmesse dran. Und weil wir auf der Buchmesse unsere TV-Kamera dem > blog.klett-cotta.de geliehen haben, müssen wir ihm auch helfen, das Interview mit > David Whitehouse zu schneiden. Außerdem wird es Mitte der Woche auch ein interessantes Gespräch mit Daniel Illger über sein Buch >Der Pfad des schwarzen Lichts geben, in dem er von seiner Begeisterung für Albert Camus berichtet.

Und die wahlen in den Departements kommen auch noch dran.

Leipziger Buchmesse 2015.
Preisverleihung: Prix des lycéens allemands

www.france-blog.info reist zur Buchmesse nach Leipzig:

Am Freitag, 13. März, finden zum „Jugendliteraturpreis / Prix des lycéens allemands“ zwei Veranstaltungen statt.

Dieser Preis ist eine Initiative des Institut français Deutschland in Zusammenarbeit mit dem Ernst Klett Verlag und ist dem französischen Literaturpreis „Prix Goncourt des lycéens“ nachempfunden

> Institut français

Von 10.30 bis 11.30 Uhr diskutieren im Congress Center, Vortragsraum 11, Ebene +2, die für den Preis nominierten Autoren mit ihrem jungen Publikum in deutscher und französischer Sprache.

Von 14.00 bis 15.30 Uhr stellen Schülervertreter im Congress Center, Saal 2, Ebene +1, dem Publikum die nominierten Bücher vor. Dabei wird die Entscheidung der Jury bekannt gegeben und der Preis vom Botschafter der Republik Frankreich, > S.E.M. Philippe Etienne, offiziell verliehen.

> “Frankreich auf der Buchmesse”

Interviewvorbereitung. Termin bei Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer

www.france-blog.info reist Mitte März nach Saarbrücken, um die Ministerpräsidentin des Saarlandes Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) nach ihrer Bilanz als > Bevollmächtigte für die deutsch-französische kulturelle Zusammenarbeit und zu der jüngst vorgestellten > Frankreich-Strategie des Saarlandes zu befragen:

Und unser Blog freut sich, dass unser Besuch in der Staatskanzlei schon von der Ministerpäsidentin favorisiert wurde:

Michel Sicard parle de Jean-Paul Sartre (I/II)

Wie bereits in einem vorhergehenden Beitrag angedeutet, kann www.france-blog.info mit seinem > TV-Studio auch kurze Videos herstellen: > Lire Sartre : Michel Sicard parle de Jean-Paul Sartre. Wie angekündigt folgt jetzt hier ein längeres Gespräch über Sartre, mit dem das 2011 aufgenommene > Gespräch mit Michel Sicard über Sartre ergänzt wird. Wir zeigen den Film (insgesamt ca. 120 Min.) hier in zwei Teilen.

Michel Sicard erklärt hier, wie er Sartre kennnengelernt hat, wieso seine politischen Werke heute eine geringere Bedeutung haben, und die besondere Bedeutung der Ästhetik im Werk von Sartre:

Teil 1:

Teil 2:

Ohne den Inhalt des Films hier zu resümieren, sollen fünf Zitate aus dem Werk von Sartre, die Bedeutung seiner Ästhetik verdeutlichen:

1970 akzeptiert er gegen seine Gewohnheit, nicht im Radio aufzutreten, eine Einladung von > Jacques Chancel (1928-2014) zur Sendung Radioscopie und erklärt u.a. „Les véritables forces sont celles de la conscience et de la liberté. Je n’ai jamais accepté le matérialisme stupide qui réduit l’homme à être une chose parmis les choses.“ Sartre, [Interview mit J. Chancel], 1970. Ob es stimmt, dass er während der Sendung vergessen hat, den kleinen Zettel mit der Kontonummer von Libération, die Zeitung, an deren Gründung, er damals gerade beteiligt war, und ihn vorzulesen, bleibt dahingestellt.

1970/1972 erscheinen die drei Bände L’Idiot de la famille. La vie de Gustave Flaubert. 1921-1857, mit denen er herausfinden, wie Flaubert sich zum Autor von Madame Bovary gemacht hat. Aber auch 2800 Seiten geht es um noch mehr: « N’importe qui vous le dira : ’Gustave Flaubert, c’est l’auteur de Madame Bovary.’ Quel est donc le rapport de l’homme à l’œuvre ? Je ne l’ai jamais dit jusqu’ici. Ni personne à ma connaissance. Nous verrons qu’il est double : Madame Bovary est défaite et victoire ; l’homme qui se peint dans la défaite n’est pas le même qu’elle requiert dans sa victoire ; il faudrait comprendre ce que cela signifie. »
Sartre, L’Idiot de la famille. Lavie de Gustave Flaubert de 1821 à 1857, t. I, Paris 1988, p. 8.

Scon in dem Questions de méthode, ein Text, der 1957 in einer polnischen Zeitschrift erschien, und als Vorwort der französischen Ausgabe der Critique de la Raison dialectique wiederabgedruckt wurde, schrieb er: « L’œuvre pose des questions à la vie. Mais il faut comprendre en quel sens: l’œuvre comme objectivation de la personne est, en effet, plus complète, plus totale que la vie. Elle s’y enracine certes, elle l’éclaire mais elle ne trouve son explication totale qu’en elle-même. » Sartre, Questions de méthode, dans: Critique de la raison dialectique, Paris 1985, p. 108.

Eine Zusammenfassung der Ästhetik Sartres steht am Ende von La Nausée (1938), als Roquentin über ein künftiges Buch nachdenkt: « Une histoire, par exemple, comme il ne peut en arriver, une aventure. Il faudrait qu’elle soit belle et dure comme de l’acier et qu’elle fasse honte aux gens de leur existence. » Sartre, La Nausée.

Und schließlich gründete Sartre 1947 in Qu’est-ce que la littéraure ? die Rezeptionsästhetik: « C’est l’effort conjugué de l’auteur et du lecteur qui fera surgir cet objet concret et imaginaire qu’est l’ouvrage de l’esprit. Il n’y a d’art que pour et autrui. » Sartre, Qu’est-ce que la littéraure ? Paris 1948, p. 55.

Lire Sartre : Michel Sicard parle de Jean-Paul Sartre

www.france-blog.info kann auch mit seinem > transportablen TV-Studio kürzere Videos aufzeichnen. Am vergangenen Samstag haben wir Michel Sicard gefragt, welche Bücher er zum Einstieg in das Werk von Sartre empfiehlt: 12 Min. Danach haben wir längeres Interview zum Werk von Jean-Paul Sartre aufgezeichnet, das wir in den nächsten Tagen nach dem Schnitt hier zeigen werden. Am 8.3. waren wir in seinem Atelier, wo er zusammen mit Mojgan Moslehi arbeitet: > www.sicard-moslehi.com/fr. Dort haben wir weitere Interviews über Objekte, Videos und Photographien aufgezeichnet.

sartre-huis-clos

Zuerst zeigen wir hier ein kurzes Interview (12 Min.), in dem sich Sicard zu den wichtigen Werken von Sartre äußert, die er als einen Einstieg in sein Werk empfiehlt: Dazu gehören u.a. der Roman La Nausée (1938), sicard-sartre-entretiensin dem der Protagonist am Ende, als er nach Paris zurückfährt, über ein neues Buch nachdenkt, das so hart wie Stahl sein solle, und den Leuten wegen ihrer Existenz die Schamröte ins Gesicht treibe, und er resümiert so nebenbei die Ästhetik von > Sartre. Sicard ist einer der besten Sartre-Kenner in Frankreich. Er war von 1972 bis zum Tod Sartres am 15. April 1980 mit ihm befreundet: > Texte von Sicard über Jean-Paul Sartre.

Unser erstes Interview mit Michel Sicard über Sartre mit haben wir im Juni 2011 > Michel Sicard parle de Jean-Paul Sartre aufgezeichnet.

> Nachgefragt : Michel Sicard, Professeur, artiste et écrivain

> Michel Sicard, professeur et artiste

> “Tourner une page, c’est déclencher un événement”: Les livres d’artiste de Michel Sicard et Mojgan Moslehi

> Deux entretiens sur l’art: Michel Sicard, Mojgan Moslehi

> www.sartre-gesellschaft.de
> www.ges-sartre.fr

Une feuille de route :
Éducation artistique et culturelle, éducation aux médias et à l’information

Unser Frankreichblog soll dazu beitragen, den Blick über den Rhein nach Frankreich zu schärfen. Besonders spannend ist es, Unterschiede aufzudecken und ihnen nachzugehen. Unterschiede sind für Franzosen und Deutsche Lernstoff, um ständig voneinander zu lernen. In Deutschland gibt es auf Bundesebene keinen > Rapport Jules-Ferry-3.0, keinen > Hüter der Rechte wie in Frankreich und keine Konsultation der Bürger auf Bundesebene über ihre Vorstellungen zum Internet > Neues vom CNNum: La consultation nationale sur le numérique touche à sa fin. Jede weitere französische Initiative ist hier willkommen, um hier den Austausch und der von unseren Politikern stets und ständig versprochene verstärkte Kooperation den Weg weiter zu ebnen.

In Erinnerung an manche schwierige Schulsituation, in der es nach den Attentaten um den Begriff der Meinungsfreiheit ging, um zu erklären, was der Ausruf > „Je suis Charlie“ wirklich bedeutet, haben die Erziehungsministerin und ihre Kollegen aus dem Ressort der Kultur Grundsätze zur Kunst und Medienkultur vorgelegt.

Najat Vallaud-Belkacem, ministre de l’Éducation Nationale, de l’Enseignement supérieur et de la Recherche und Fleur Pellerin, ministre de la Culture et de la Communication, haben kürzlich unter dem Titel > Éducation artistique et culturelle, éducation aux médias et à l’information ihre Grundsätze – eine feuille de route – für eine Kunst- und Kulturerziehung, die auch die Medien einschließt, vorgestellt: Im Vorwort heißt es u.a.:

„Les arts et la culture appartiennent au bien commun d’une nation.

Les deux ministères ont la responsabilité de favoriser l’égal accès des jeunes à la culture dès le plus jeune âge, pour que celle-ci ne soit pas un vecteur de reproduction sociale mais d’inclusion, qu’elle participe à l’émancipation individuelle et à la construction du vivre-ensemble.

En créant des références communes, en valorisant le partage d’expériences, en luttant contre les fractures sociales et territoriales, l’éducation artistique et culturelle participe des politiques de citoyenneté et de la transmission des valeurs de la République portées par le Gouvernement.

Pour créer les conditions d’une inscription durable de l’éducation artistique et culturelle dans les champs d’intervention respectifs des deux ministères, une feuille de route conjointe a été établie, pour permettre à la logique partenariale d’être étendue à tous les échelons.“

Auf S. 6. wird an die Terrorangriffe in Paris Anfang des Jahres erinnert: „Les récents événements ont montré l’impératif pour chaque jeune de maîtriser la lecture, le décryptage de l’information et de l’image, dans les médias, sur Internet et les réseaux sociaux ; il s’agit d’apprendre à rechercher des sources fiables, à aiguiser son esprit critique et à se forger une opinion, compétences essentielles pour exercer une citoyenneté éclairée et responsable en démocratie.“

csp-projet-parcours-artistiqueDieses Projekt wird mit einem Programm begleitet, > Projet de référentiel pour le parcours d’éducation artistique et culturelle – école primaire et collège –, das unter der Federführung des Conseil supérieur des programmes a proposé en décembre 2014 entstanden ist. In ihm werden die Eckpunkte für eine schulische und außerschulische Kunst- und Kulturerziehung definiert:

Beide Ministerinnen kündigen „Une stratégie de ressources numériques commune“ an:

Im Herbst 2015 wird eine neue Website online gehen:

„Un nouveau portail, destiné aux enseignants, aux élèves et aux familles, centralisera et orientera vers les multiples ressources mises à disposition par les acteurs de la culture, de l’éducation et des médias.“

„L’accès à la création artistique numérique sera également encouragé et se déclinera par l’initiation aux pratiques artistiques numériques. Les pratiques créatives des jeunes, non seulement renouvellent les projets d’éducation artistique et culturelle mais constituent également des champs d’innovation pour faire entrer l’école dans l’ère du numérique.“

Großer Wert wird auf die digitale Verbreitung der Kultur gelegt. „L’outil numérique permet de nouvelles pratiques de médiation culturelle dans le cadre de rencontres avec les oeuvres et les artistes qui pourront être accompagnées d’un travail de compte rendu (S. 7)

Zu diesem Beitrag passen auch die Artikel über den Rapport Jules-Ferry-3.0 auf unserem Blog.

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