Die Stadtplaner in Frankreich setzen auf die Tram

Heute geht es um einen Blick über den Rhein, der sich besonders lohnt. Guckt man sich in Stuttgart um, trifft man wie in vielen anderen deutschen Städten auf Straßenbahnen, die aber in hier besonders hohe Einstiegstüren haben und daher große erhöhte Bahnsteige Bahnsteige benötigen, um einen den Fahrgästen einen leichten Ein- und Ausstieg zu gewährleisten. Außerdem haben die Stuttgarter Straßenbahn bis auf wenige Ausnahmen immer einen stets für sie reservierten Verkehrsraum.

In > Straßburg und anderen Städten in Frankreich hat man das Glück andere Straßenbahnen zu haben, die sich viel besser in das Verkehrsgeschehen integrieren und ihren Verkehrsraum meiste, wenn sie gerade nicht da sind, anderen Verkehrsteilnehmern zu überlassen.

Der Journalist Wolfgang O. Hugo hat für > DOKUMENTE. Zeitschrift für den deutsch-französischen Dialog, 1/2010, einen interessanten Beitrag geschrieben: > Die „Tramway“ kommt zum Zug. Immer mehr Städte in Frankreich setzen auf die Straßenbahn (*.pdf), den wir hier mit freundlicher Genehmigung der Redaktion von DOKUMENTE als Download anbieten dürfen. Wolfgang O. Hugo erklärt, was in den letzten Jahren die Stadtplanung in Frankreich so erfolgreich macht: „Die Rückkehr der Straßenbahn in Frankreichs Städte wurde zum Motor von Stadtentwicklung und Stadterneuerung. Es kam Bewegung in Stadtplanung und Straßennetz, das Gesicht der Städte (ver)änderte sich: Man erneuerte von Fassade zu Fassade, baute vierspurige Straßen auf zwei zurück, teilte die Verkehrsfläche neu auf unter den Verkehrsträgern – dachte auch an Fußgänger und Radfahrer.“ Da fällt mir ich doch gleich an die > Hauptstätter Strasse in Stuttgart, auf die man manche Erkenntnis der französischen Stadtplaner anwenden könnte. > Die Neue Mitte Ulm hat es Stuttgart bereits vorgemacht. Und vom Großstadtverkehr in Straßburg, in Nantes oder in Bordeaux könnte deutsche Stadtväter einiges lernen.

In Paris wird gerade die > Verlängerung der Linie T3 diskutiert.

Siehe auch: > Fußgänger und Straßenbahn

La politique 2.0
ou la participation des citoyens à la vie politique

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Staatspräsident Sarkozy im US-Fernsehkanal CBS zur nuklearen Abrüstung

Staatspräsident Nicolas Sarkozy hat in einem Interview mit der > Nachrichtensendung Evening News des amerikanischen Fernsehsenders CBS am 12. April 2010 in Washington zur Reduzierung der Kernwaffen und der Rolle der französischen Atomwaffen Stellung genommen. Es ist interessant, wie Katie Coruric in diesem Interview auf präzise Art ihre Fragen stellt:


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> CBSNEWS 12. April 2010

– Auszüge in deutscher Übersetzung –

Frage: /Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Terrorist in den Besitz eines Atomsprengsatzes kommt, liegt zwischen 30 und 50 %. Können Sie das wahrscheinlichste Szenario beschreiben, das Ihnen in Bezug auf Atomwaffen die größte Besorgnis bereitet?/

Sarkozy: Ich glaube, dass Präsident Obama richtig damit lag, ein Gipfeltreffen mit rund 40 Staats- und Regierungschefs einzuberufen, um sich mit der Frage des Atomterrorismus zu beschäftigen. Die Gefahr besteht. Ob diese Gefahr bei 30, 40 oder 50 % liegt, spielt keine Rolle. Die Gefahr ist da. Und wir müssen uns gemeinsam der Gefahr des Atomterrorismus stellen. Die Gefahr kann darin bestehen, dass eine Atomwaffe in die Hände einer terroristischen Organisation gerät, oder dass ein Land terroristische Organisationen unterstützt und ihnen hilft, in den Besitz einer Atombombe zu kommen. So oder so, die gesamte Staatengemeinschaft muss reagieren, um gegen diese Form des Terrorismus zu kämpfen. Dies ist einer der Gründe, warum ich gemeinsam mit anderen Staatschefs heute hier bin und das von Präsident Obama organisierte Gipfeltreffen unterstütze. (…)

/Die Vereinigten Staaten und Russland haben vergangene Woche ein Abkommen zur Reduzierung der Anzahl ihrer Atomwaffen unterzeichnet und die Vereinigten Staaten haben eine neue Doktrin über Nuklearmaterial herausgegeben. Es gibt Stimmen, die meinen, dies würde die Macht der Vereinigten Staaten schwächen. Ist das Ziel einer atomwaffenfreien Welt realistisch?/

Sarkozy: Präsident Obama hat vor einem Jahr in seiner Rede in Prag gesagt, er träume von einer Welt ohne Atomwaffen. Alle träumen mit ihm von einer solchen Welt. Aber er hat auch gesagt, dass alle Länder, die im Besitz von Atomwaffen sind, mit größter Besonnenheit damit umgehen müssen. Er hat eine neue Strategie zum Gebrauch von Atomwaffen definiert. Präsident Bush hatte die Bedingungen, unter denen die Vereinigten Staaten ihre Atomwaffe benutzen dürfen, gelockert. Präsident Obama hat diese wieder gestrafft und festgelegt, dass es wirklich nur in ganz bestimmten Fällen möglich ist — im äußersten Fall zur Selbstverteidigung der vitalen Interessen der Vereinigten Staaten oder ihrer Verbündeten. Ich finde mich ganz in dieser Doktrin wieder und Frankreich ist selbst das erste Land in der Welt, das Auskunft über die Anzahl seiner Atomwaffen gegeben hat. Wir sind das einzige Land. Ich habe die Zahl genannt: Es sind etwa 300. Wir sind das Land, das seine Atomwaffen am stärksten reduziert hat, und deshalb unterstütze ich den Start-Vertrag, der eine gute Nachricht zwischen Russland und den Vereinigten Staaten ist. Wir sind nicht mehr im Kalten Krieg. Und dass die größte Weltmacht, die Vereinigten Staaten, einen Vertrag mit Russland unterzeichnet, ist eine gute Nachricht. Das Klima des Kalten Krieges wird nicht wieder aufkommen. Ich glaube im Übrigen in Bezug auf die Doktrin zum Gebrauch von Atomwaffen, die nur im äußersten Fall benutzt werden dürfen, dass diese Doktrin von Präsident Obama klug ist und der traditionellen Doktrin Frankreichs entspricht.

/Unter welchen Bedingungen wäre Frankreich bereit, seine Atomwaffen aufzugeben?/

Sarkozy: Wie gesagt — das sage ich unseren amerikanischen Freunden, die das sicher nicht wissen — Frankreich hat auf seine Atomtests verzichtet; wir haben den Vertrag über das Verbot von Atomtests ratifiziert, wir sind die einzigen, die das getan haben; wir haben das Plateau d’Albion geschlossen, wo die Abschussvorrichtungen für Nuklearraketen standen; ich habe die Anzahl unserer Atomwaffen genannt; wir haben um ein Drittel reduziert. Ich bin heute der Ansicht, dass ich, wenn ich noch weiter ginge, die Sicherheit meines Landes in Frage stellen würde. Als Staatschef bürge ich für die Sicherheit meines Landes.

Wir helfen also den Vereinigten Staaten im Kampf gegen die Proliferation. Die iranische Frage ist eine äußerst wichtige Frage, ebenso wie die Frage Nordkoreas. Wir begleiten alle Maßnahmen, um gegen den Atomterrorismus zu kämpfen. Wir unterstützen alle Maßnahmen zur Reduzierung von Atomwaffen. Und wir erhalten uns ein striktes Minimum zur Gewährleistung der Sicherheit unseres Landes.

Übersetzung: Französische Botschaft, Berlin

Albert Camus: Vom L’étranger bis La chute

Die Zeitschrift Der Fremdsprachliche Unterricht (103) hat im Februar ein Themenheft zu Albert Camus veröffentlicht. Andreas Nieweler hat eine ausgewogenen klare Einführung verfasst und erklärt einleuchtend, wieso die Werke von Albert Camus auch in Zukunft im Unterricht gelesen werden müssen Gérard Alamargot erläutert das Dilemma von Daru, er sich in L’hote entscheiden muss. Liefert er den Araber an die Justiz aus oder entlässt er ihn in die Freiheit? Otto-Miachael Blume gibt Anregungen über eine Diskussion zum Thema politisch motivierte Gewalt auf der Grundlage von Les Justes. A. Nieweler schlägt vor, Lebenseinstellungen anhand von Camus‘ L’étranger zu diskutieren. Ulrike C. Lange zeigt die Aktualität von La peste. Petra Bausch, Confession calculée, erinnert mit ihrem Vorschlag , den Protagonisten in La chute zu charakterisieren, an eines der wichtigsten Bücher von > Albert Camus. Zum Abschluss schlägt Colette Sarrey vor, die Medienkritik von Camus und Bourdieu miteinander zu vergleichen. Arbeitsblätter und Fiches de travail ergänzen jeden Artikel.

Die beiliegende DVD enthält Hörauszüge aus La Peste, L’Hôte und La Chute – und aus L’Etranger, gelesen von Camus selbst; außerdem zwei Szenen einer Theaterinszenierung des Dramas Les Justes und Hörauszüge aus Les mains sales von Sartre und A quoi rêvent les loups von Khadra.

> Möchten Sie in dem Heft einmal blättern?

> Der fremdsprachliche Unterricht 103 – Camus

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Les professeurs et les élèves

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Aus 2.346 Fotos zusammengesetzt:
Ein Panoramablick über ganz Paris

Das ist das größte Foto im Netz, schreibt Olivier Razemon heute in LE MONDE heute, 7. April 2010: Arnaud Frich und Martin Loyer haben 2.346 Fotos zusammengesetzt, die sie vom Nordturm der Kirche Saint-Sulpice am 8. September 2009 aufgenommen haben. Mit der Maus kann man sich durch Paris bewegen. Das ist eine Meisterleistung mit Hilfe der Computertechnik, aber das Ergebnis (26 Gigapixel) ist total beeindruckend. Probieren Sie das aus, man kann beinahe erkennen, ob der Tourist auf dem Turm von Notre-Dame eine Video- oder eine Digitalkamera in der Hand hält, wieviel Personen in der oberen Röhre des Centre Georges Pompidou gerade zu Saint-Sulpice gucken, -es gibt einen Full-Screen-Modus, es stehen ungefähr 100 Personen auf er obersten Etage des Eiffelturms.

> paris-26-gigapixels.com

Den Französischunterricht mit mehr Literatur aufwerten

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Per Sprachtest zum Schüleraustausch
Le test de langue et l’échange scolaire

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