La conférence de S. E. Philippe Etienne à Ludwigsburg

Nach dem Gesetz über die Heirat für alle begannen in Frankreich die Proteste gegen Präsident Hollande, zugleich stiegen die Arbeitslosenzahlen und eine wirkliche Verbesserung der Kennzahlen für die Wirtschaft ist nicht so recht in Sicht und das Image des Präsidenten scheint bei den Wählern wieder zu sinken. Reformen verlangen Einschnitte und versprechen kein sofortige Besserung. Einige Reformen kommen vielleicht spät, manche Reformen müssen aufgrund zu starker Widerstände abgemildert werden. Die Kritiker der Regierung konzentrieren sich ausschließlich auf negative Meldungen, die die Reform- und Wirtschaftspolitik der Regierung nicht in den Blick nehmen. Sicher die Staatsquote ist in Frankreich erschrecken hoch und ein Patentrezept zur Senkung der Arbeitslosigkeit kommt nicht so recht in Sicht. Aber auch tragfähige Alternativen zu den Konzepten der Regierung sind nicht in Sicht. Beim Stand der Dinge ist es ratsam, erst einmal die aktuellen Projekte der Regierung unter die Lupe zu nehmen, um die von ihr vorgesehenen Anstöße für einen Aufschwung der Wirtschaft zu bewerten.

Der französische Botschafter S.E. Philippe Etienne hat am 25. Juni in Ludwigburg auf Einladung des Deutsch-Französischen Instituts DFI in Ludwigsburg einen Vortrag über die französische Wirtschaft gehalten. Er hat auf die kürzlich in Kraft getretene Gebietsreform > Nouvelle Organisation Territoriale de la République (NOTRe) hingewiesen, mit der die 22 Regionen auf 13 reduziert wurden. Frankreich beabsichtige, seine öffentlichen Finanzen zu sanieren, ohne das Wachstum zu gefährden. 50 Milliarden EUR sollen in drei Jahren eingespart werden: > Les actions du Gouvernement


Rechts: Prof. Dr. F. Baasner, der Direktor des DFI.

Die Reformen des Arbeitsmarktes, des Steuersystems mit der Entlastung der Körperschaftssteuer von 33% auf 28 % sollen zur Belebung der Wirtschaft beitragen. Nebenbei wies der Botschafter auf die bemerkenswerte Stellung Frankreichs hin, das im bezüglich der Qualität seiner digitalen Verwaltung in Europa an erster Stelle und weltweit an 4. Stelle stehe. Das gerade verabschiedete Loi Macron > Le projet de loi pour la croissance, l’activité et l’égalité des chances économiques enthält eine ganzes Bündel von Maßnahmen, das verschiedene Wirtschaftsbereiche liberalisieren, Blockaden lösen soll sowie Innovationen und Startups durch Steuergutschriften besser fördern soll:

> Loi Macron – LE MONDE

> Les grands axes du projet de loi pour l’activité – Ministère de l’èconomie – 15/10/2014

> Die Reformagenda der französischen Regierung – Website der französischen Botschaft in Berlin

Michel Sicard parle de la vie et l’œuvre de Jean-Paul Sartre (I)

Mit einem Interview in drei Teilen ergänzen wir die bisherigen Gespräche seit 2011 mit Michel Sicard über Jean-Paul Sartre. Sicard ist Professor für Kunstgeschichte an der Sorbonne, er war von 1972-1980 mit Sartre befreundet. > michel-sicard.fr. Zusammen haben sie die beiden Bände in der Reihe Obliques mit zahlreichen bis dahin unveröffentlichten Texten von Sartre über Künstler, besonders über Tintoretto und Mallarmé herausgegeben. Im folgenden Gespräch beschreibt Sicard Sartres Verhältnis zu den Künstlern, besonders Wols, Giacometti, der ihm Tintoretto nahebrachte, und Rebeyrolle. wittmann-esthetique-sartre Es folgen noch zwei weitere Teile dieses Gesprächs u.a. über die Reisen von Sartre. Die Gespräche mit Michel Sicard geben eine Einführung in das Werk von Sartre unter dem Aspekt seiner Arbeiten, die er den Werken zahlreicher Schriftsteller, Maler und Dichter gewidmet hat. In einem Gespräch mit Sicard hat Sartre einmal auf die Ästhetik hingewiesen, die ein Ergebnis seiner Arbeiten über die Werke der Künstler hätte sein können, hingewiesen: Sartre/Sicard, Penser l’art, in: Obliques 24/25, Nyons 1981, S. 15. Unsere Gespräche werden demnächst in Buchform erscheinen.

> Michel Sicard. Trois entretiens sur l’art – 19. März 2015
> Michel Sicard parle de Jean-Paul Sartre (I/II) – 11. März 2015
> Lire Sartre : Michel Sicard parle de Jean-Paul Sartre – 9. März 2015
> „Tourner une page, c’est déclencher un événement“: Les livres d’artiste de Michel Sicard et Mojgan Moslehi -24. Dezember 2014
> Deux entretiens sur l’art: Michel Sicard, Mojgan Moslehi – 24. Dezember 2014
> Nachgefragt : Michel Sicard, Professeur, artiste et écrivain – 18. Februar 2014
> Michel Sicard parle de Jean-Paul Sartre – 29. Juni 2011
> Michel Sicard, professeur et artiste -28. Juni 2011

Gagner des places pour le festival franco-allemand GrAFiTi à Sarrebruck

french german 

Online-Editionen (I)
Die mittelalterliche Stadtchronik Montpelliers „Petit Thalamus“

thalamus

„Das Manuskript AA9 aus dem Stadtarchiv Montpellier, bekannt als “Petit Thalamus”, ist eine mittelalterliche Stadtchronik. Es steht in einer Reihe mit einigen wenigen verwandten Handschriften zur Stadtgeschichte Montpelliers im Mittelalter, die ebenfalls als “Thalamus” bezeichnet werden und von denen der “Petit Thalamus” die jüngste, aber auch die vollständigste ist. Die Niederschrift wurde 1320 begonnen,“ so beginnt > Sven Ködel in seinem Mitwochstipp Nr. 64 die Vorstellung des > “Petit Thalamus”: Online-Edition der mittelalterlichen Stadtchronik Montpelliers .

> Édition critique numérique du manuscrit AA9 des Archives municipales de Montpellier dit Le Petit Thalamus

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Nach dem Besuch dieser Website müsste Ihr Berufswunsch eigentlich feststehen: Historiker.

Original: Aysso es lo comes | samen del | cossolat.[a]
Anno dominice incarnationis millesimo ducen- | tesimo quarto, foron cossols : n’Austorc | d’Orlhac, en Regort, en Pons Audeguier, | en P. Lobet, Johan Lucian, Pons d’Anhana, en Luchas Pol- | verel, en R,. Benereg, B. de la Gleyza, B’eng Aymeric, | Bertran Gili, en P. de Bizancas. E fon bayle en P. de Bi- | zancas en aquel an.“

Übersetzung: “ Voici le commencement du consulat.
En l’an 1204 de l’Incarnation du Seigneur, furent consuls Austorg d’Orlhac, Regord, Pons Audeguièr, Pèire Lobet, Joan Lucian, Pons d’Anhana, Lucàs Polverèl, Raimond Benesech, Bernat de la Glèisa, Berenguièr Aimeric, Bertrand Gili, Pèire de Bisancas ; le baile fut Pèire de Bisancas cette année-là.“

Und dazu gibt es einen Kommentar. Hier kann man auf jeder Seite beobachten, wie Quellenlektüre funktioniert. Und ganz nebenbei wird hier eine exzellente Anwendung der Computer- und Internettechnik zugunsten der Wissenschaft vorgeführt.

Institut français de Stuttgart
Philosophie Aller-Retour: „(Un)möglicher Kommunismus?“

Philosophie ALler-Retour: „(Un)möglicher Kommunismus?“ – Alain Badiou und Peter Engelmann

Institut français Stuttgart, Schloßstr. 51, 70174 Stuttgart
21.04.2015, 19:00 Uhr – 20:30 Uhr

Der anerkannte Nietzsche-Experte und freie Schriftsteller Dorian Astor stellt in seiner Reihe „Philosophie aller-retour!“ spannende Fragen zum Thema Philosophie. Bei seinem vorerst letzten Besuch im Institut français Stuttgart beschäftigt Astor sich mit dem Thema „(Un)möglicher Kommunismus?“ – Alain Badiou und Peter Engelmann.

Kann die Geschichte einen Begriff verurteilen? Ist es heute noch möglich, von der „Idee des Kommunismus“ Gebrauch zu machen? Der französische Philosoph Alain Badiou antwortet entschieden: Kommunismus hat eine Zukunft. Sein deutscher Verleger Peter Engelmann (Passagen Verlag), der in der ehemaligen DDR gelebt und gelitten hat, kann diese Antwort nicht akzeptieren. Ihre respektvolle, aber unversöhnliche Auseinandersetzung stellt Grundfragen über das Verhältnis zwischen Praxis und Theorie, zwischen Geschichte und Philosophie.

Die Veranstaltung findet auf Deutsch statt.

Eintritt: 7€ / 5€ (Ermäßigung für Mitglieder des Vereins der Freunde des Institut français). Für Schüler und Studenten ist der Eintritt frei.

Veranstalter: Institut français Stuttgart in Kooperation mit dem IZKT der Universität Stuttgart. Mit der Unterstützung der DVA-Stiftung und des Bureau du livre der französischen Botschaft.

Des projets franco-allemands non encore realisés ou
Notre collection de poissons d’avril

> poisson d’avril


Des projets franco-allemands qu’on pourrait s’imaginer… mais qui  ne sont pas enore ou qui ne seront pas réalisées :

2025: > Französisch abwählen?

2023 :> Sprachförderung durch die Région Grand Est, Baden-Württemberg und Saarland

2022: > Neues für Französisch: Die Kurswahlen für die Oberstufe

2021: > DFOLR – Nachrichtenfaktoren für die Sozialen Medien

2020: > Schüler/innen können mit dem Online-Lernen verdienen…

2019: > Das neue Tagesjournal

2018: > Le nouveau ministère franco-allemand

2017: > La réforme de la télévision française et allemande

2016: > La coopération franco-allemande et ses capacités

2016: > Französisch in Baden-Württemberg fördern. Französisch als Erste Fremdsprache in allen Gymnasien

2016: > Künftig gemeinsam und digital: Deutsch-französische Kommission für Digitaltechnik DFKFD

2015: > Wie kommt man am besten nach Digitalien? I

2014: > Un nouveau Centre linguistique franco-allemand – Ein neues deutsch-französisches Sprachzentrum

2013: > Expertenkommission: Das Grundgesetz in Deutschland und die Verfassung in Frankreich

2012: > Promouvoir la langue française en Allemagne / Mehr Deutsch lernen in Frankreich

2011: > Die neue Deutsch-französische Kommunikationsbehörde DFKB

2010: > Per Sprachtest zum Schüleraustausch. Le test de langue et l’échange scolaire

Der erste Fisch:

2009: > La reconstruction de l’Abbaye de Cluny


> Le Poisson d’avril . Texte et images par Adrien Mitton Mitton, Adrien – Gallica

> Poisson d’avril – Wikipédia


17e Conseil des ministres franco-allemand, à Berlin

Der Élysée-Palast hat das Pressekommuniqué, die Photos, das Video der Pressekonferenz und den dazugehörigen Text im Wortlaut, den Texte der „propos liminaire“ veröffentlicht:

Le propos liminaire:

Die gemeinsame Pressekonferenz:

> Conseil des ministres franco-allemand, à Berlin – 31 Mars 2015

[wp-cumulus]
Zum Anklicken: Die Themen auf diesem Blog

Das Pressekommuniqué zeigt eine beeindruckende, wiedergefundene Überzeugung, für die gemeinsame Sache zusammen einzutreten: „La France et l’Allemagne se sont accordées sur des coopérations bilatérales visant à approfondir le partenariat franco-allemand et bénéficiant à l’Union européenne dans son ensemble. Elles procéderont à des échanges sur les réformes et les investissements auxquels elles procèdent à titre national pour renforcer la compétitivité de leurs économies. La France et l’Allemagne souhaitent ainsi contribuer aux efforts au niveau européen pour la croissance, la compétitivité, les investissements et l’emploi, combinés à des finances publiques solides.“ Das Zusammenrücken kennen wir schon… Man muss auch ganz genau lesen, Ziel beider Länder ist es „… renforcer la compétitivité de leurs économies.“ Nimmt man aber die Liste der vereinbarten Aktionen zur Kenntnis, ergibt sich doch ein gemeinsames Bild:

Die neuesten Interviews und Gespräche auf unserem Blog:

> Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer
> Michel Sicard. Trois entretiens sur l’art
> Michel Sicard parle de Jean-Paul Sartre (I/II)
> S.E. Philippe Étienne, Botschafter der Französischen Republik in Deutschland
> Christine Lazerges, Présidente de la CNCDH
> Benoît Thieulin, CCNum
> Le Défenseur des droits: Jacques Toubon
> Jan Krewer, CNNum
> Pierre-Yves Le Borgn’,député des Français de l’étranger

Zu Recht können Frankreich und Deutschland auf gemeinsame Erfolge ihrer Außenpolitik hinweisen: „Les deux parties poursuivront leur étroite coopération afin de parvenir à un règlement pacifique durable de la crise ukrainienne.“

Verteidigungspolitik:
Und sie kündigen Neues an: „Les deux gouvernements prépareront ensemble, ainsi qu’avec la Pologne, le Conseil européen de juin 2015 pour une Politique de Sécurité et de Défense Commune (PSDC) plus forte et plus efficace dans un esprit de solidarité.“ Und sie erinneren an den Eisnatz der deutsch-französischen Brigade und des Eurocorps in Mali.

Beide Verteidigungsministerien werden auf dem Gebiet der Überwachungssatelliten zusammenarbeiten: „Un accord sur les détails techniques sera signé d’ici juin pour permettre l’entrée de l’Allemagne dans le système CSO en cours de réalisation et l’accès de la France aux capacités du système radar SARah. Cet accord se traduira par le lancement de la réalisation en commun d’un troisième satellite CSO améliorant les performances globales du système.“

Frankreich und Deutschland werden zusammen mit Italien eine neue Drohnengeneration entwickeln, die 2020/25 einsatzbereit sein soll.

Auf dem Gebiet des Klimaschutzes werden Frankreich und Deutschland zusammenarbeiten: L’Allemagne soutiendra activement la France cette année dans le processus de négociation. Le Dialogue de Petersberg sur le climat, qui se déroulera à Berlin le 19 mai avec la participation de la Chancelière et du Président de la République, et le Sommet du G7 à Elmau en juin donneront une forte impulsion en ce sens.“

Frankreich und Deutschland setzen sich in Europa mit Nachdruck für Wachstum und Beschäftigung ein: „Elles soutiennent en particulier le plan d’investissement du Président de la Commission Européenne Jean-Claude Juncker afin d’améliorer le climat de l´investissement et de mobiliser des nouveaux investissements. Elles ont décidé de créer ensemble des coopérations dans les domaines clés de l’industrie, l’énergie et du numérique.“

Beide Länder unterstützen das TTIP: „Ils réaffirment leur attachement à la transparence des négociations commerciales.“

U.a. unterstützen Frankreich und Deutschland die Entwicklung neuer digitaler Techniken: „qui permette à l’Europe de retrouver un rôle de leadership dans le monde grâce au soutien à l’innovation ainsi qu’au développement des nouvelles technologies et des modèles commerciaux innovants…“. Im Herbst 2015 werden die beiden Wirtschaftsministerien eine gemeinsame Konferenz über die digitale Wirtschaft veranstalten.

Kultur und Urheberrecht: „La France et l’Allemagne rappellent l’importance du développement des industries culturelles et créatives qui représentent d’ores et déjà plus de 4% du PIB de l’UE. Elles soulignent le rôle crucial à cet égard du droit d’auteur qui constitue un mécanisme efficace pour promouvoir la création et la diversité culturelle. C’est pourquoi le droit d’auteur doit être promu et préservé comme le fondement de l’activité de création, tout en veillant à la prise en compte des innovations dans les technologies, les modèles économiques et les habitudes d’usage.“

„Frankreich und Deutschland erinnern an die Bedeutung des Kultur-und Kreativwirtschaft, die schon mehr als 4 % des BSP der EU beträgt. Sie unterstreichen die wichtige Rolle des Urheberrechts, das ein wichtiger Mechanismus ist, um die kulturelle Vielfalt und Produktion zu fördern. Deshalb muss das Urheberrecht gefördert und beibehalten werden als Grundlage des Kulturschaffens, während dabei auch die Innovation der Technologien, die Wirtschaftsmodelle und die Nutzergewohnheiten berücksichtigt werden sollen. übers. v. www.france-blog.info, der hofft, dass dieser Absatz wirklich die Bedeutung des Urheberrechts anerkennt und dass es nicht durch den letzten Satz des gerade zitierten Absatzes aufgeweicht wird.

Beide Länder unterstützen den ermäßigten Mehrwertsteuersatz für E-Books, für Online-Presseerzeugnisse und anderen Online-Informationssystemen.

ARTE sollte mehrsprachiger werden.

Beide Staaten wünschen eine Intensivierung der gemeinsamen Forschung auf dem Gebiet der Energie und der Sicherheit der Informationssysteme.

Frankreich und Deutschland erneuern ihre Unterstützung für die Deutsch-Französische Universität.

Das Centre Marc Bloch situé à Berlin soll einen binationalen Status erhatlen.

Arbeitsrecht und Soziale Sicherheit und Zuwanderung
waren weitere Themen.

Die > saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer, der frühere Premierminister, Jean-Marc Ayrault, werden beauftragt, bis zum nächsten deutschen-französischen Ministerrat gemeinsame Projekte zugunsten einer besseren Integration vorzulegen.

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