23.10. Vortrag in Stuttgart:
„Poètes et écrivains du front en France et en Allemagne 1914-1918.“

Ein lateinisches Sprichwort besagt: Inter arma silent musae – Unter den Waffen schwei-gen die Musen. Der Erste Weltkrieg wurde jedoch von einer wahren Flut an Literatur be-gleitet, wobei Dichter und Schriftsteller von der Front die führende Rolle spielten. Der Vortrag diskutiert in vergleichender Weise die parallele Entstehung dieser Literatur des Krieges in Frankreich und Deutschland und beschreibt deren wichtigste Merkmale. Ohne die unbestreitbaren nationalen Unterschiede in der Literatur der beiden Länder und in ih-rer Situation im Krieg zu leugnen, zeigt der Vortrag die Einzigartigkeit und Originalität eines literarischen Phänomens auf, das zentral für die Kulturgeschichte des Ersten Weltkriegs ist.

Dr. Nicolas Beaupré lehrt Geschichte an der Universität Blaise Pascal in Clermont-Ferrand. Er ist Mitglied des Centre de Recherche de l’Historial de la Grande Guerre in Péronne. Zuletzt veröffentlichte er: ”Trauma des großen Krieges 1918 – 1932/33” (2009) und “Les Grandes Guerres. 1914 – 1945“ (2012).

Ort: Vortragsraum der Württembergischen Landesbibliothek
Zeit: Dienstag, 23. Oktober 2012, 17 Uhr

Le renouveau des rapports franco-allemands

[wp-cumulus]
Zum Anklicken: Die Themen auf diesem Blog

Dieser 1500. Beitrag auf diesem Blog ist ein willkommener Anlass, den kürzlich in LE MONDE erschienenen Aufruf zu würdigen und hier gleich etwas Grundsätzliches zu den deutsch-französischen Beziehungen zu schreiben.

Am 28. Juni 2012 hat LE MONDE den Artikel > Pour un renouveau dans les rapports franco-allemands von Wolfgang Asholt, Henning Krauss, Michael Nerlich, Dietmar Rieger, Evelyne Sinnassamy, Joachim Umlauf veröffentlicht.

> Pour un renouveau dans les rapports franco-allemands
LE MONDE 28. Juni 2012

Die Autoren erwähnen u.a. Bernard de Monferrand, Jean Louis Thiérot, > France Allemagne. L’Heure de vérité (Paris: Tallandier 2011) aber auch Jacques-Pierre Gougeon, France-Allemagne: une union menacée, 2012 und > Allemagne, les défis de la puissance, La documentation française, 2012. Die Autoren dieses Beitrags verleihen ihren Sorgen angesichts der Polemik um das „deutsche Modell“ Ausdruck, die den Präsidentschaftswahlkampf im Frühjahr 2012 in Frankreich bestimmt hat. Sie haben Recht, Missverstehen hat diese Diskussion geprägt, und der damalige Präsident und die Bundeskanzlerin haben es nicht geschafft ja gerade versäumt, die bereits erzielte Aufmerksamkeit für das Thema – und das war doch schon ein gemeinsamer Erfolg – in eine produktive gemeinsame Richtung zu lenken. Deutsch-französische PR wäre angesagt gewesen. Institutionen gibt es dafür genug. Stattdessen wurde das Thema, als die Medien es aufgriffen, schnell wieder weggepackt.


Dieser Beitrag könnte
ein Thema oder Aufhänger für eine Schülerarbeit sein:

Analysez le débat actuel autour des relations franco-allemandes et formulez vos suggestions.

Erinnern wir uns, zunächst ist Angela Merkel bei einem Wahlkampfauftritt mit Nicolas Sarkozy dabei, sie werden zusammen interviewt. Diese Wahlkampfunterstützung wird aber im Verlauf des Wahlkampfes von Sarkozy nicht mehr genutzt. Mit dem Auftritt der Kanzlerin glaubt Sarkozy doch nicht so punkten zu können, wie er das anfänglich geglaubt hatte. Was war passiert? Hier geht es um die Feinmechanik in den deutsch-französischen Beziehungen: Perzeption nennt man das in der Politischen Wissenschaft. In Frankreich kam die Unterstützung der Bundeskanzlerin für Sarkozy als Einmischung in den Wahlkampf an, und Sarkozy musste schnell einsehen, dass er mit dem „deutschen Modell“ doch nicht so punkten konnte. Hinzukommt, dass die Kanzlerin zunächst sich nicht mit der Kritik von Sarkozys Herausforderer beschäftigen wollte. Eine echte Chance zum einvernehmlichen Dialog wurde (zunächst) nicht genutzt.

Vgl. > Sarkozy-Hollande : deux conceptions du modèle économique allemand – LE MONDE, Fondation Jean-Jaures | 29.02.2012 à 11h19 • Mis à jour le 15.03.2012

Friktionen, Missverständnisse, wachsende Distanz?

Betrachtet man von außen die beiderseitigen Beziehungen, so fühlt man sich wieder an die Friktionen beim Amtsantritt von Sarkozy erinnert, als es mit dem deutsch-französischen Paar nicht so recht klappen wollte. In ihrem Artikelaufmacher beklagen die Autoren, dass Deutsche und Franzosen sich von einander entfernt hätten.

Michel Serres: Ein Plädoyer für mehr Gemeinsamkeit

Anlässlich der > Verleihung des Meister Eckhart Preis 2012 in Köln hat Michel Serres > in seiner Dankesrede am 3. Mai 2012: Für die Verschmelzung plädiert: „Diese Vereinigung sollte weder die Form einer Nation noch die des Vaterlandes annehmen, da die historisch damit verbundenen Emotionen und Ideen bis in die jüngste Vergangenheit bereits zu viele Kriege und Tote nach sich gezogen haben. Das berauschende Gefühl der Zugehörigkeit wäre mit schrecklichen menschlichen Verlusten erkauft. Wie ich eingangs erwähnte, sollten wir weniger in Kategorien wie Gemeinschaften, Ländern, Einheiten, Gebieten oder Landkarten denken, sondern vielmehr an die Menschen denken.

Die Verschmelzung müsste sich also auf direktem Wege zwischen den Deutschen und den Franzosen ergeben, das heißt unmittelbar von Individuum zu Individuum vollzogen werden.“ In Deutschland denkt man nicht in diesen Kategorien, wenn auch Pierre Nora in der FAZ > Man hat sich auseinandergelebt (16.2.2012) (Hier auf dem Blog: > Pierre Nora: “Die humanistische Kultur ist am Ende.”)die immer größere Leere im deutsch-französischen Dialog beklagt hat. Und auf beiden Seiten ist es trotz vieler > Anstrengungen nicht gut um das Erlernen der Nachbarsprache bestellt.

> Dankesrede von Michel Serres französisch PDF

Pour un renouveau dans les rapports franco-allemands

Die Autoren des Artikels in LE MONDE lancieren einen Aufruf zugunsten einer Erneuerung der deutsch-französischen Beziehungen und erinnern daran, dass nach 1945 die Aussöhnung mit Frankreich ein konstitutiver Bestandteil beim Wiederaufbau einer kulturellen deutschen Identität gewesen ist. In diesem Zusammenhang erinnern die Autoren mit Nachdruck an > die wichtige Passage im Elyseevertrag von 1963, der die Absicht der beiden Länder dokumentierte, den Sprachunterricht nachhaltig fördern zu wollen. Dieser Blog mit seinen 1500 Beiträgen seit September 2006 (> Argumente für Französisch) hat nichts anderes im Sinn. Würde diese Passage des Elyseevertrages und alle sonstigen Kulturabkommen mit Leben erfüllt werden, würde sich das Blatt bald zum Guten wenden.


> Das Fach Französisch verdient mehr Aufmerksamkeit

> Appel pour la Renaissance des relations franco-allemandes. Von der Normalisierung zur Entfremdung? Aufruf zum Deutsch-Französischen Verhältnis


Die Autoren sprechen sich mit Nachdruck für ein neues deutsch-französisches Forschungszentrum aus. Der Kern ihres Anliegens ist nicht eine Wirtschafts- und Finanzpolitik „ohne Alternative“, sondern „die Schaffung günstiger Bedingungen für eine lebendige und produktive Präsenz der Geschichte und der gemeinsamen deutsch-französischen Kultur im Gedächtnis beider Völker.“

Die Defizite sind größer, als es in dem Artikel dieser Autoren anklingt. Meine Enttäuschung war riesengroß, als NRW mir nach einen Studium dreier Fächer mit zwei Jahren in Paris, einer fast beendeten Promotion und einem Referendariat in einem bilingualen Gymnasium die Einstellung in den Schuldienst verweigerte, aber gleichzeitig ein beeindruckendes Gesamtschulprogamm anwarf. Der Stachel saß lange Zeit ziemlich tief. Mehrere Generationen bestens ausgebildeter Französischlehrer wurden nicht in die Schulen gelassen, weil man glaubte, für sie keine Verwendung zu haben. Seitdem wundert man sich, dass die Zahl der Schüler die Französisch lernen, zurückgehen. Die totale Ernüchterung folgt aber erst noch: Was erfahren Französischschüler über das Nachbarland?


Ingo Kolboom > Thesen zur Zukunft des Französischen, in: DOKUMENTE 4/1999, S. 281-283.

ders., > Was wird aus der Sonderbeziehung? Plädoyer für eine neu deutsch-französische Nähe. Wider die „Normalisierung“ als Diskurs der Entfremdung, in DOKUMENTE, 3-2000, S. 207-214


Es gibt interessante Projekte, man muss mehr über sie sprechen!

Wie wird bei uns in den Schulen für das Erlernen der französischen Sprache geworben? > Prix des lycéens allemands und viele andere Initiativen, > Klett engagiert sich für das Fach Französisch könnten noch größere Wirkung entfalten, wenn die Politiker und die Regierungen beider Länder einen größeren gemeinsamen Rahmen für die Kulturarbeit in beiden Ländern eröffnen würden. Eine Website mit einem deutsch-französischen Austauschprogramm das wär’s. Viele Französischschüler bei uns kennen noch nicht das > DFJW. Mein „Poisson d’avril“ > Promouvoir la langue française en Allemagne / Mehr Deutsch lernen in Frankreich war eine gute Gelegenheit, einmal so richtig von der besten aller Welten im deutsch-französischen Kulturbereich zu träumen.

Sucht man in Google nach dem > deutsch-französischen Jugendparlament findet man Einträge von 2003, die an ein feierliches und wohl leider einmaliges Ereignis erinnern. Wie wärs mit einem deutsch-Wettbewerb, dessen Gewinner jährlich das deutsch-französische Jugendparlament medienwirksam bilden dürften? Wir brauchen in den deutsch-französischen Beziehungen mehr Phantasie, mehr Kreativität, nicht nur Finanzen, sondern Politiker, die sich die Sache der Zivilgesellschaft zu eigen machen.


> Deutsch-Französische Agenda 2020

> Les relations franco-allemandes et la société civile

> Deutsch-französische Beziehungen – 269 Artikel auf diesem Blog


Die meisten der Themen dieses Blogs kommen im Schulunterricht nicht vor und Schüler wählen oft das Fach Französisch ab, ohne viel über Frankreich zu wissen. Die > Lehrbücher zeigen, dass der Anteil der Literatur im Französischunterricht nach einer Zeit der sagen wir kommunikativen Didaktik allmählich wieder ansteigt. Mir geht das nicht schnell genug. Solange Schüler immer noch mit Albert Camus lernen, das das Leben absurd ist, statt > Camus‘ Absurdität als eine Diagnose vermittelt zu bekommen, aus der ein Aufbruch für Freiheit und Kunst erfolgt, wird sich im Literaturunterricht nicht viel ändern.

Aber ein Blick auf das > Lektüreangebot für Französisch mit 446 Titeln zeigt, das im Französischunterricht doch gelesen wird, sonst könnte ein Verlag ein solches Angebot nicht bereithalten. Viele Klagen über das deutsch-französische Verhältnis entstehen auch, weil zu wenig über unsere gemeinsamen Projekte und über die gemeinsamen Erfolge gesprochen wird. Die vielen gemeinsamen Initiativen sind zu wenig bekannt: 330 Beiträge über > deutsch-französische Veranstaltungen auf diesem Blog sind aber doch recht beeindruckend? Oder das > deutsch-französische Geschichtsbuch? Dennoch bleibt der Eindruck, dass die Politiker in der Öffentlichkeit die deutsch-französischen Beziehungen nur zu gerne als einen Anlass verstehen, den Wunsch, künftig enger zusammenarbeiten zu wollen, wieder einmal zu bekräftigen, anstatt die Ergebnisse ihrer Arbeit vorzutragen.

Jahrestag des Deutsch-französischen Instituts
Klaus Harpprecht, „Renaissance des National-Staates?“

Die > XXVIII. Jahrestagung des Deutsch-französischen Instituts unter dem Titel „Die deutsch-französischen Beziehungen“ in Ludwigsburg vom 28.-30.6.2012 begann mit einem Vortrag von Yves Guéna (90), der auf ein langes bewegtes Leben als Politiker, Abegordneter, Senator und zuletzt als Prsident des Verfassungsrates zurückblicken kann. Der > Direktor des DFI, Prof. Frank Baasner, begrüßte den Gast. Guéna hatte im Frühjahr 1940 de Gaulle kennengelernt. Heute ist er Ehrenpräsident der > Fondation Charles de Gaulle. Als Gaullist der ersten Stunde drückte er seine Skepsis gegenüber föderalistischen Bestrebungen in Europa aus, gab aber zu erkennen, dass der Euro beibehalten werden muss.

> charles-de-gaulle.org/

https://twitter.com/FranceBlogInfo/status/220439499723902977

Am ersten Abend der Konferenz fand in der Musikhalle in Ludwigsburg ein öffentlicher Vortrag statt, den ursprünglich Klaus Harpprecht halten wollte. Leider war er verhindert, aber seine Frau Renate Lasker-Harpprecht hat ihren Mann vertreten und den Vortrag gehalten. Sie wurde von dem früheren Ministerpräsidenten Erwin Teufel begrüßt. Harpprechts zentrale Frage lautetete: „Aber ist der Nationalstaat tatsächlich die einzig zuverlässige Organisation der Völker? Zweifel
sind angebracht. Mitten in den Mühen des Sommers 2012, die von unseren Staatsleuten verlangten, Griechenland trotz aller chaotischen Wirren nicht vor die Tür der Euro-Gemeinschaft zu setzen und die wankenden Banken Spaniens vor dem Einsturz zu bewahren, darüber hinaus Italien zu stützen – mitten in dieser weiß Gott angespannten Lage fand es die Kanzlerin angebracht, mit einer europäischen Konfession vors Volk und vor die Partner zu treten: der Grundsatzerklärung, auf die wir so lange gewartet hatten, nicht immer gewiss, ob für die ostdeutsche Pastoren-Tochter Europa mehr war als ein Lippenbekenntnis.“

Die Rede Klaus Harpprecht > Renaissance des National-Staates? steht zum Downlaod auf der Website des Deutsch-französischen Instituts zur Verfügung.

Gemeinsam Geschichte schreiben?
Podiumsdiskussion zu internationalen Geschichtsbüchern

Das deutsch-französische Geschichtsbuch ist ein Exportartikel par excellence der deutsch-französischen Kooperation geworden. Das Verfahren, wie es trotz unterschiedlicher Lehrpläne und vor allem auf der Grundlage einer so schmerzlichen Erinnerung an drei Kriege ein solches Werk zu erstellen, ist eine erneute Dokumentation der deutsch-französischen Aussöhnung, die selber ein Modell für andere Staaten ist, die gerne ihr Verhältnis mit einem oder mehreren Nachbarländern neu ordnen würden. Dieses Unterrichtswerk hat es vorgemacht: Wenn zwei Staaten ihre gemeinsame Geschichte in einem Schulbuch darstellen, profitieren nicht nur die Schülerinnen und Schüler vom neuen Blick auf sich selbst. Die drei Bänden enthalten die Geschichte zweier Staaten. Das Werk ist ja eigentlich viel umfangreicher als es aussieht, weil es die deutsche und die französische Geschichte enthält und zugleich allein schon durch die Präsentation und das Zustandekommen des Werkes – abgesehen von den ausdrücklich den gemeinsamen und unterschiedlichen Sichtweisen gewidmeten Seiten – für Schüler eine Anleitung ist, zu lernen, wie man Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet und bewertet.

Am 14. Juni diskutieren Fachdidaktiker und Lehrkräfte, wie sich dieses Konzept auf ein deutsch-polnisches Geschichtsbuch und ähnliche Projekte übertragen lässt.

Wie kann man verschiedene Vorstellungen der Geschichte zusammenführen? Wie im Schulbuch die nationale Perspektive überwinden? Und warum ist der neue Blickwinkel so wichtig wie nie? Bei einer deutsch-französisch-polnischen Veranstaltung beleuchten Experten die Ziele, Wege und Methoden internationaler Geschichtsbücher:
14. Juni 2012
Zeitgeschichtliches Forum Leipzig

Grimmaische Str. 6, 04109 Leipzig
18:00 bis 19:30 – Eintritt frei

Auf dem Podium:
Dr. Ilas Körner-Wellershaus hat Religionsgeschichte, Politik und Zeitgeschichte, Kunstgeschichte in Tübingen und Bonn studiert. Seit 2005 ist er Projektleiter des deutsch-französischen Geschichtsbuchs, und seit 2007 Verlagsleiter des Ernst Klett Verlag in Leipzig.
Dr. Rainer Bendick ist Historiker, Romanist, Lehrer an dem Abendgymnasium Sophie Scholl, Osnabrück, und Herausgeber sowie einer der Autoren des ersten Bandes des deutsch-französischen Geschichtsbuches. In 1999 hat er eine Studie unter den Titel „Kriegserwartung und Kriegserfahrung. Der Erste Weltkrieg in deutschen und französischen Schulgeschichtsbüchern (1900-1939/45)“ geschrieben.
Dr. Emmanuel Droit, Dozent für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Rennes 2, z. Zeit Humboldt-Stipendiat in Potsdam und Berlin, erforscht die Erziehungspraktiken und Vorstellungen der DDR, die Geschichtsschreibung des Ostblocks, und die Erinnerungskultur Europa. Er hat das deutsch-französische Geschichtsbuch als Oberstufen-Lehrer in Straßburg in bilingualen Unterricht benutzt.
Véronique Charles ist Geschichts- und Geografie-Lehrerin in der Académie de Lyon (Frankreich) und seit einem Jahr im Rahmen des „Jules Verne Programms“ an das Anton-Philipp-Reclam-Gymnasium Leipzig delegiert, wo Sie im bilingualen Zug diese Fächer unterrichtet. Sie war ein Jahr (1997-98) in Polen als Französisch-Lehrerin tätig.
Prof. Dr. Krzysztof Ruchniewicz ist Historiker, Direktor des Willy-Brandt-Zentrums für Deutschland und Europastudien der Universität Wroclaw, wissenschaftlicher Koordinator des deutsch-polnischen Geschichtsbuches, und Mitglied des Präsidiums der Deutsch-Polnischen Schulbuchkommission.

Die Podiumsdiskussion „Gemeinsam Geschichte schreiben?“ ist eine Veranstaltung des Institut Francais Leipzig in Zusammenarbeit mit dem Polnischen Institut Leipzig, der Ernst Klett Verlag GmbH und dem Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig mit freundlicher Unterstützung von Tilia Umwelt GmbH.

Institut français Leipzig
Thomaskirchhof 20
04109 Leipzig
Tel : +49 341 589 890


Articles sur ce blog / Beiträge auf diesem Blog:

> Histoire / Geschichte: Das deutsch-französische Geschichtsbuch ist komplett

> Karlsruhe : Le manuel franco-allemand d’histoire

> Tübingen : La présentation du manuel franco-allemand d’histoire

> Présentation de la version française du deuxième volume du manuel d’Histoire franco-allemand en Sorbonne 23 avril 2008

> Pressekonferenz und Festakt am 9. April 2008 in Berlin

> 70 Beiträge zur Geschichte auf diesem Blog


Deutsche Ausgabe:

> Histoire / Geschichte – Europa und die Welt von der Antike bis 1815
Schülerband – Oberstufe – 978-3-12

Festvortrag. Nicolas Beaupré (UFR Clermont-Ferrand):
Ein Krieg nach dem Krieg? Die französische Besatzung Deutschlands 1918-1930

Die französische Präsenz in Deutschland nach 1918 erfährt seit zehn Jahren neue Aufmerksamkeit von Seiten der Geschichtswissenschaft. Neue methodische Ansätze bei der Erforschung des Ersten Weltkriegs und der internationalen und transnationalen Beziehungen sowie die Postcolonial- oder Gender Studies eröffnen neue Perspektiven.

Manche Episoden dieser komplexen Geschichte – vor allem die sogenannte „schwarze Schmach“ und die Ruhrbesetzung – werden intensiv bearbeitet. Viele andere Aspekte und Vorkommnisse bleiben hingegen weithin unerforscht. Der Vortrag wird einen Überblick über das Thema und den Forschungsstand bieten. Abschließend wird diskutiert, inwiefern die verschiedenen Episoden dieser Geschichte mit der Geschichte des Ersten Weltkrieges insgesamt verknüpft sind.

Vortrag in deutscher Sprache.
Der Festvortrag findet im Rahmen der von der DVA-Stiftung geförderten Gastprofessur statt.

Termin: Do, 24. Mai 2012 19:30
Ort: Stadtbibliothek, Mailänder Platz 1, 70173 Stuttgart

Nicolas Sarkozy und Jeanne d’Arc

Am Freitag, 6. Januar 2012, hat der Staatspräsident in Vaucouleurs (Meuse) anlässlich des 600. Geburtstages von Jeanne d’Arc (1412-1431)eine Rede gehalten.

> Discours du Président de la République à l’occasion du 600e anniversaire de la naissance de Jeanne d’Arc

Die wichtigsten Absätze seiner Rede:

„… C’est sur cette terre, la vôtre, qui refusait obstinément de se détacher de la France que Jeanne, en ce début du XVe siècle, est descendue au jardin de son père et qu’elle entendit pour la première fois un appel. Elle avait treize ans et elle jura qu’elle resterait toujours pure et toujours fidèle à ces voix. …
Ces voix s’adressaient-elles à l’âme de la Chrétienne ou bien venaient-elles directement du cœur de la petite Française ? Personne ne peut répondre à cette question. Et je crois que le plus sage, c’est de laisser à Jeanne son mystère en respectant sa foi et son courage. …
En tant que chef de l’Etat, je me devais de rendre aujourd’hui, ici, sur sa terre de naissance, cet hommage solennel que la Nation rend à ceux auxquels elle doit sa liberté et sa grandeur. Il n’y a pas d’avenir pour un pays qui ne sait pas se souvenir. Il n’y a pas d’avenir pour un pays qui oublie d’où il vient, ce en quoi il croit, ce qu’il a fait, ce qu’il a construit.

Jeanne d’Arc a sa place dans notre mémoire collective à côté de Victor Hugo, à côté du général de Gaulle, à côté de Jean Moulin, à côté d’Aimé Césaire, à côté des résistantes déportées à Ravensbrück.
Il y a une filiation. Il y a un lien, tissé mystérieusement au travers des siècles, et qui fait que certains personnages de notre histoire ont compté à ce point que le temps qui passe ne les fait pas être oubliés du peuple de France, mais au contraire, considérés au fur et à mesure que les siècles passent avec plus de force….“

Alphonse de Lamartine (1790-1869), Jeanne d’Arc, Paris 1852, S. 26:

Jules Michelet (1798-1874), Jeanne d’Arc. 1412-1432, Paris 1853, S. 43:

> Jeanne d’Arc

Der Weihnachts-Wunschzettel für 2011 zum Ausdrucken

Das Warten auf das Christkind verbringt man oft mit einem Gang durch die City, dann landet man in einem Buchladen, streift durch die Regale, mustert die Buchrücken, und guckt unschlüssig über die Büchertische. Was würde wohl den Liebsten gefallen? Ein Blick in den Katalog von Klett-Cotta, da gibt es auch Bücher, die vor einigen Jahren erscheinen sind, und die, wie das Buch von Marc Bloch zu meinen Lieblingsbüchern zählen. Die Idee des Wunschzettels als PDF zum herunterladen, stammt vom Klett-Cotta-Blog, wo es einen > Wunschzettel für Geschichte und einen > Wunschzettel für Literatur gibt. Die folgenden hier kurz angezeigten und für den Gabentisch vorgeschlagenen Bücher, stehen auf dem > PDF-Wunschzettel, hier zum Herunterladen.

Die drei Bände von > Fernand Braudel über > Frankreich sind eine Einführung und ein Reiseführer zu allen Aspekten Frankreichs zugleich: Band 1. Raum und Geschichte. Die Einleitung von Michael Jeismann trägt den Titel: Die Identitätsgeschichte Frankreichs als europäische Chance. Band 2: Die Menschen und die Dinge, Band 3: Die Dinge und die Menschen. “Man kann sich keinen besseren Reiseführer wünschen als Braudel,” hat Michael Jeismann in der F.A.Z. geschrieben. Braudel will die Vielfalt Frankreich so weit wie möglich erklären. Ganz gelingen kann das nicht. Aber die Themen der drei Bände zeigen, wie vielfältig unser Nachbarland ist. – Fernand Braudel (1902-1985) übernahm 1946 Herausgeberschaft der Zeitschrift »Annales« und galt als führender Kopf der »Nouvelle Histoire«.

Fernand Braudel > Frankreich
Mit einem neuen Vorwort von Michael Jeismann, aus dem Französischen von Peter Schöttler (Bd.1), Siglinde Summerer / Gerda Kurz (Bd.2/3) (Orig.: L’identité de la France)
1. Aufl. 2009, 1202 Seiten, drei Bände, kartoniert im Schuber, ca. 120 Abb.
ISBN: 978-3-608-94644-4


Unter den Neuerscheinungen dieses Herbstes steht auch die ergänzte Neuauflage des von Frédéric Delouche herausgegebenen Bandes > Das europäische Geschichtsbuch. Ein echtes europäisches Geschichtsbuch, das von fünfzehn Historikern aus dreizehn Ländern Europas verfasst worden ist. Sie haben eine Geschichte des alten und neuen Europas verfasst und so Leitlinien für das 21. Jahrhundert entwickelt. Der Band ist prima dafür geeignet, ein Überblickswissen über Europa zu erwerben. Wunderbar illustriert. Gerade richtig für den Gabentisch.

Frédéric Delouche herausgegebenen Bandes > Das europäische Geschichtsbuch
1. Aufl. 2011, 464 Seiten, gebunden, großzügiges Sonderformat (22,0 x 27,0 cm), innen durchgängig vierfarbiger Druck, ca. 250 bis 300 Abbildungen, ca. 40 bis 50 Karten, ISBN: 978-3-608-94650-5


Olivier Adam, hat > Gegenwinde ein sehr schönes und nachdenklich machnedes Buch verfasst. Wie kann das Leben weitergehen, wenn der Mensch, den man am allermeisten liebt, plötzlich spurlos verschwunden ist? Olivier Adam erzählt eine intensive und ergreifende Familiengeschichte, von Verlust und dem unbeirrbaren Glauben an das Unmögliche. Paul Anderen ist mit seinem neunjährigen Sohn und der siebenjährigen Tochter allein – von seiner Frau fehlt jede Spur. Die Restfamilie zieht aus der Stadt an die bretonische Küste, wo Paul aufgewachsen ist und wo er Arbeit in der Fahrschule seines Bruders findet. In der rauen, sturmgepeitschten Landschaft versuchen sie, ein neues Leben zu beginnen. Aber irgendwie kommt doch noch raus, wo die Mutter steckt…

Olivier Adam, > Gegenwinde
Roman, aus dem Französischen von Andrea Spingler (Orig.: Des vents contraires)
1. Aufl. 2011, 270 Seiten, ISBN: 978-3-608-93887-6


Die Gesamtausgabe der > Werke

Jean Amérys bringt nun zum ersten Mal in geschlossener Form alle wichtigen Werke und Schriften, darunter auch das bisher unpublizierte, frühe Romanfragment »Die Schiffbrüchigen«. Hinzu kommen eigene Bände mit Briefwechseln und Rezeptionszeugnissen. Michael Rutschky schrieb in der Frankfurter Rundschau, 28./29.6.2008: “ […] Die Zukunft wird Jean Améry zu den Gründungsvätern der Bundesrepublik zählen.« Jean Améry gehörte zu den wichtigsten Intellektuellen der sechziger und siebziger Jahre. Seine Essays sind in ihrer Bedeutung vielleicht nur mit den Schriften Hannah Arendts und Theodor W. Adornos zu vergleichen. Als Reflexion über die Existenz im Vernichtungslager stehen sie vermutlich Primo Levis Büchern am nächsten. Zugleich jedoch hat Améry wie kaum ein anderer Intellektueller die deutsche Öffentlichkeit mit französischen Denkern und Schriftstellern wie Jean-Paul Sartre bekanntgemacht und konfrontiert. – Die Jean Améry-> > Werkausgabe zum günstigen Komplettpreis (statt 316,- EUR bei Bezug einzelner Bände).

Die 9 Bände sind auch einzeln erhältlich:
Band 1: Die Schiffbrüchigen. Lefeu oder Der Abbruch
Band 2: Jenseits von Schuld und Sühne. Unmeisterliche Wanderjahre. Örtlichkeiten
Band 3: Über das Altern. Revolte und Resignation. Hand an sich legen. Diskurs über den Freitod
Band 4: Charles Bovary, Landarzt. Portrait eines einfachen Mannes
Band 5: Aufsätze zur Literatur und zum Film
Band 6: Aufsätze zur Philosophie
Band 7: Aufsätze zur Politik und Zeitgeschichte
Band 8: Briefe
Band 9: Materialien

> Jean Améry, Werke, Band 1-9 19. Mai 2008 von Heiner Wittmann

Jean Améry, > Werke
1. Aufl. 2008, 6219 Seiten, alle Bände gebunden mit Schutzumschlag, Lesebändchen
ISBN: 978-3-608-93838-8



Im Katalog von Klett-Cotta steht noch das Buch von Marc Bloch, das 2002 Historisches Buch des Jahres gewesen ist. Der französische Historiker Marc Bloch, Mitbegründer der Annales-Schule, war eines der Opfer von Klaus Barbie. Er wurde am 16. Juni 1944 von der Gestapo erschossen. In seinem Nachlaß fand sich ein unvollendetes methodologisches Werk, > Apologie der Geschichtswissenschaft oder Der Beruf des Historikers – die Erstausgabe trug noch den Untertitel »Wie und warum ein Historiker arbeitet«. Mit dieser von Etienne Bloch, dem Sohn des Verfassers, besorgten Neuausgabe liegt nun erstmals der vollständige und authentische Text dieses epochalen Werks der modernen Geschichtswissenschaft vor. Blochs Buch ist auch heute noch ein Meisterwerk der Geschichtstheorie. Es bietet wertvolle Einblicke in das Selbstverständnis und die Denkweisen modernen Geschichtsforschung, in die Ziele, aber auch Grenzen historischer Erkenntnis, in die Methodik und nicht zuletzt auch in die Ethik dieser »Wissenschaft in Bewegung«.

Marc Bloch
> Apologie der Geschichtswissenschaft oder Der Beruf des Historikers
Aus d. Franz. v. Wolfram Bayer, mit Annotationen und e. Nachwort v. Peter Schöttler (Original: Apologie pour l’histoire ou métier d’historien)
2. Aufl. 2008, 280 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-608-94170-8


Jacques Attali hat eine wunderbare Biographie über > Blaise Pascal
verfasst, den man stets und ständig neu entdecken kann. „… Es macht den Reiz dieser Biographie eines Genies aus, dass Jacques Attali dem verborgenen ich Blaise Pascals auf die Spur kommen wollte, ohne seine verschiedenen Identitäten, seine „unendlich schillernde und verführerische Persönlichkeit“ zu verleugnen,“ schrieb Manfred Geier (Süddeutsche Zeitung, 21.11.2006) und Kurt Flasch schrieb in der FAZ am 4.10. 2006: „[…] Es ist das größte Verdienst der vorliegenden Biographie, daß sie die Vielseitigkeit Pascals vor Augen führt: Er war nicht nur ein Genie; in ihm steckten sechs Genies, meist gleichzeitig […]“ Blaise Pascal (1623-1662) war ein Wunderkind und das größte Genie Frankreichs: ein rastloser, nervöser Querdenker, ein zweifelnder und verzweifelnder Christ. Seine Erkenntnisse in Mathematik und Philosophie waren bahnbrechend, und unsterblich sind seine Gedanken über Würde und Elend des menschlichen Daseins. Ohne fremde Hilfe leitete das 13jährige Wunderkind Blaise Pascal die Grundlagen der Geometrie und Mathematik ab, entwarf als junger Mann die der Wahrscheinlichkeitsrechnung und Statistik. Pascal ist der erste, der die Dramatik, den Glanz und das Elend menschlichen Daseins hellsichtig, virtuos und vollendet formuliert hat – ein Genie für das 21. Jahrhundert.

Jacques Attali
> Blaise Pascal
Aus dem Französischen von Hans Peter Schmidt (Orig.: Blaise Pascal ou le génie français, Librairie Arthème Fayard, Paris)
2. Aufl. 2007, 486 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag, Lesebändchen, 16 Seiten Tafelteil mit 8 farbigen Abb., 16 s/w-Abb., Personenregister
ISBN: 978-3-608-94335-1


Noch ein Buch für den Gabentisch: Ludwig IX. (1214-1270), der erste und einzige heiliggesprochene König Frankreichs ist neben > Kaiser Friedrich II. von Hohenstaufen (1194-1250) die herausragende Herrschergestalt des 13. Jahrhunderts. Ludwig wird zur nationalen und mythischen Identifikationsfigur der Franzosen wie sein kaiserlicher Gegenspieler für die Deutschen. Jacques Le Goff, zeigt in seiner Biographie > Ludwig der Heilige den König als Heiligen, Kreuzfahrer und Friedensstifter und entfaltet das Bild seines Jahrhunderts. Le Goff erzählt die Herkunft des Königs, eine Geburt 1214, der frühe Tod des Vaters, die Bedeutung des Großvaters, die Regentschaft seiner Mutter, Blanka von Kastilien, die Heirat mit Margarete von Provence und der erste Kreuzzug (1248-1254). Der König gerät in Gefangenschaft und kommt durch die Zahlung eines Lösegeldes frei. Schließlich kehrt er nach dem Tod der Mutter in das damalige Frankreich zurück, regiert und reformiert sein Königreich und stirbt 1270 vor Tunis während eines zweiten, gescheiterten Kreuzzuges.

Jacques Le Goff, > Ludwig der Heilige
Aus dem Franz. von Grete Osterwald Leinen, Fadenheftung, 3 Lesebändchen, eingelassenes Titelschild, mit farb. Tafelteil, mehrere Stammtafeln und Karten, Schuber (Original: Saint Louis. Gallimard, Paris, 1996)
1050 Seiten, ISBN: 978-3-608-91834-2


Don und Petie Kladstrup berichten in > Wein und Kriegüber Bordeaux, Champagner und die Schlacht um Frankreichs größten Reichtum. Das Buch stand m Dezember 2002 auf der Spiegel-Bestsellerliste. Im Juni 1940 kapituliert Frankreich. Die deutsche Besatzung beginnt auf ausdrücklichen Befehl Hitlers, die wertvollsten Weine, Champagner und andere Spirituosen nach Deutschland zu transportieren. Ganz so funktionierte das nicht. Dieses unbekannte Kapitel der jüngsten Geschichte handelt vom Mut und der Phantasie der Franzosen, ihre wertvollsten Weine vor der deutschen Besatzung zu retten: Eisenbahner ließen ganze Züge mit Weinlieferungen im Nichts verschwinden. »La Tour d’Argent«, das Pariser Luxus-Restaurant, mauerte im Mai 1940 sofort 20 000 Flaschen ein. Leider wurden trotzdem 80 000 Flaschen beschlagnahmt und abtransportiert. Die beiden Autoren haben Winzer und Widerstandskämpfer veranlasst, ihre Geschichte authentisch, ungeschminkt, phantasievoll und mutig zu erzählen.

Don und Petie Kladstrup
> Wein und Krieg
Aus d. Amerik. von Dietmar Zimmer (Orig.: Wine and war)
7. Aufl. 2007, 380 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag, 30 s/w-Duplex-Abbildungen, Wein- und Sachregister
ISBN: 978-3-608-93511-0


Nicolas Offenstadt (Paris I): Die Soldaten im Grabenkrieg des Ersten Weltkrieges

Mi, 30. November 2011 19:30
Eine Veranstaltung des > IZKT in Zusammenarbeit mit der Stadtbibliothek, Mailänder Platz 1, 70173 Stuttgart

Nicolas Offenstadt (Paris I): Die Soldaten im Grabenkrieg des Ersten Weltkrieges: Überlebens- und Durchhaltestrategien. – Il est maître de conférences en histoire médiévale à l’Université de Paris I-Panthéon-Sorbonne et il est spécialiste des pratiques de la guerre et de la paix à la fin du Moyen Age et à l’époque contemporaine.

Nicolas Offenstadt kaum auf Einladung von Prof. Dr. W. Pyta (Histoisches Seminar der Universität Stuttgart) (Foto: links) nach Stuttgart.

(Einladungstext:)Entgegen einer weit verbreiteten Vorstellung waren die Soldaten des Ersten Weltkriegs keineswegs durchgängig von patriotischer Emphase motiviert. Wie aber lässt sich dann erklären, dass sie das Grauen des Krieges über Jahre ertrugen? Der Vortrag wird anhand bisher unedierter Quellen neue Erkenntnisse über das Verhalten der Soldaten an der Front, ihre Solidarität untereinander, ihre Versuche des Widerstands und ihre Durchhalte- und Vermeidungsstrategien vorstellen.

In deutscher Sprache. Vortrag auf Einladung von Prof. Dr. Wolfram Pyta.
Die Veranstaltung wird von der DVA-Stiftung gefördert.

Voir aussi:

Ofenstadt, Nicolas, La Grande Guerre aujourd’hui, Paris, Odile Jacob, 2010.

> Collectif de Recherche International et de Débat sur la Guerre de 1914-1918 avec
> La Grande Guerre des manuels scolaires: entretien avec Nicolas Offenstadt

> La Grande Guerre dans les manuels scolaires. Entretien avec Nicolas Offenstadt. Benoît Falaize, Olivier Absalon

> Entretien avec Nicolas Offenstadt à l’occasion de la sortie de son ouvrage collectif L’espace public au Moyen Âge. Débats autour de Jürgen Habermas (PUF), qu’il co-dirige avec Patrick Boucheron, rencontre avec l’historien Nicolas Offenstadt, maître de conférences en histoire médiévale à l’université Paris 1 Panthéon-Sorbonne, spécialiste également de l’histoire de la Première Guerre mondiale, dans: Hisotire pour tous, 26 octobre 2011.

> Le blog de Nicolas Offenstadt

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