Die Abstimmung über HADOPI wurde auf den 12. Mai vertagt

Die Abstimmung in der Nationalversammlung über das Gesetz gegen die Raubkopierer ist auf den 12. Mai vertagt worden. Mit dem Gesetz soll eine Behörde eingerichtet werden, die Raubkopierer verfolgt, ihren Anschluss für ein Jahr sperrt und sie den Anschluß weiterbezahlen läßt.

> Scheitert das Gesetz gegen Raubkopierer endgültig?

Durch zahlreiche Änderungsanräge der Opposition wurde das Verfahren während dieser erneuten Lektüre in die Länge gezogen.

Technisch bleibt es sehr fragwürdig, alle Internautes in Frankreich hinsichtlich ihrer Download- und Kopierangewohnheiten im Blick halten zu wollen, und die Missetäter erst verwarnen, dann ihren Anschluss sperren und sie weiter für ihn bezahlen lassen. Eine Differenzierung der jeweiligen tatsächlichen Schuld der Verdächtigen scheint eine riesige Verwaltungsprozedur zu verlangen. Die Regierung zeigt sich aber wild entschlossen, das Urheberrecht mit allen Mitteln zu verteidigen. Technische Hürden scheinen ihr dabei nicht zu hoch zu sein. Die Kritiker des Loi Hadopi (Haute Autorité pour la Diffusion des Œuvres et la Protection des Droits sur Internet) mahnen einen kreativieren Umgang mit Gesetzesverstößen an oder schlicht den Verzicht auf das Gesetz. Sie stören sich auch an dem ihrer Meinung nach unverhältnismäßig hohen administrativen Aufwand. Die Befürworter haben zumindest weitgehend die Interessen der Künstler auf ihrer Seite, die nicht bereit sind, einer im Internet verbreiteten Meinung, dass digitale Güter ein Gut der Allgemeinheit seien, zuzustimmen: > Urheberrecht: Digital heißt nicht rechtlos.

Penser l’Europe- Europa im Blick

Anläßlich der Europawahl bietet das das Institut français de Stuttgart eine Vortragsreihe an:
Penser l’Europe- Europa im Blick

Das Institut français de Stuttgart und das deutsch- französische Institut Ludwigsburg organisieren zusammen mit dem IZKT der Universität Stuttgart zwischen Mai und Juni 2009 eine Reihe von drei Begegnungen unter dem Titel «Penser l’Europe-Europa im Blick». Im Kontext der Wirtschaftskrise und dem zunehmenden Nationalismus sind die Erwartungen an die Europawahlen umso größer. Ziel dieser Reihe ist es, über Europa im deutsch-französischen Vergleich nachzudenken.

Europawahlanalyse im Vorfeld
Gespräch: Mi 6 Mai 19:30
DFI, Asperger Straße 34 71634 Ludwigsburg
Referenten: Bruno Cautrès, französischer Politikwissenschaftler
vom CEVIPOF & Prof. Baasner, Direktor des Deutsch-Französischen Instituts
Ludwigsburg. – In frz. und dt. Sprache

Was ist Europäische Identität?
Vortrag: Do 28 Mai 19:00
Unibibliothek Stuttgart, Stadtmitte, Holzgartenstr. 16, 70174 Stuttgart
Referent: Jacques Dewitte. Der belgische Philosoph, Essayist
und Übersetzer wird versuchen den Begriff unter Berücksichtigung der
aktuellen Problematiken zu rehabilitieren. | In frz. Sprache mit dt. Übersetzung

Bilanz der Europawahl
Vortrag: Mi 17 Juni 19:30
Institut français, Diemershaldenstrasse 11, 70184 Stuttgart
Referenten: Prof. Dr. Jan Bergmann, Professor für Öffentliches Recht an der Universität Stuttgart und Richter am Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg und Prof. Frank Baasner, Direktor des DFI | In dt. Sprache

Eintritt frei

Le rejet: La fin de la Loi Hadopi ?
Scheitert das Gesetz gegen Raubkopierer endgültig?

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Nicolas Sarkozy : „L’entente, l’amitié entre l’Allemagne et la France, ce n’est pas simplement un choix, c’est un devoir.“

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De l’Institut Camus à l’Institut français

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Der Vergleich:
Ausgewählte Websites der französischen und deutschen Regierungen

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11. Deutsch-französischer Ministerrat

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Frankreich kehrt in die Kommandostruktur der NATO zurück

Inmitten der vielen Nachrichten, die in diesen Tagen auf uns einstürmen, geht die Entscheidung des französischen Staatspräsidenten, Nicola Sarkozy, Frankreich wieder in die Kommandostruktur der > NATO zurückzuführen, die es 1966 nach einer Entscheidung von Charles de Gaulle verlassen hat, bei uns beinahe unter.

In der > Pariser Nationalversammlung stimmen die Abgeordneten heute abend über diese Entscheidung ab. Dabei setzt die Regierung den Artikel 49 Absatz 1 der > Verfassung ein. Er ermöglicht ihr, den Abgeordneten die Vertrauensfrage zu stellen und diese mit der Abstimmung über diesen Entschluss zu verbinden. Wird der Regierung bei der heute abend anstehenden Abstimmung das Vertrauen nicht entzogen, dazu wäre die absolute Mehrheit aller Stimmen der Abgeordneten notwendig, dann gilt die Zustimmung der Nationalversammlung zum Wiederbeitritt als automatisch erteilt. Dieses Verfahren wurde 1958 mit der Verfassung der V. Republik eingeführt, um zu verhindern, dass die Abgeordneten Vorlagen der Regierung ablehnen, sich aber auch nicht dazu entschließen können, der Regierung das Misstrauen auszusprechen.

In zwei Wochen anlässlich des Nato-Gipfels zum 60. Geburtstages des Bündnisses soll der Wiederbeitritt Frankreichs offiziell vollzogen werden. Innenpolitisch ist dieser Schritt in Frankreich umstritten, da dieses Engagement mit der Unabhängigkeit Frankreichs nicht zu vereinbaren sei. Es ist aber eine Rückkehr mit Einschränkungen, da Frankreich auch künftig nicht an der Nuklearen Planungsgruppe des Bündnisses teilnehmen will und daher auch künftig alleine über seine Force de Frappe verfügen will.

> France diplomatie – Défense européenne
Site du ministère des affaires étrangères

Es darf vermutet werden, dass die Rückkehr Frankreichs in die NATO sich günstig auf die ihre Beziehungen mit der EU auswirken. Auch für das deutsch-französische Verhältnis ergeben durch die Aufgabe der Sonderrrolle Frankreichs sich neue Perspektiven für eine gemeinsame Sicherheitspolitik.

Sarkozy hatte noch am Wahlabend verkündet, Frankreich sei zurück in Europa. Jetzt hat er einen weiteren Schritt in diese Richtung vollzogen.

> Rede von Staatspräsident Nicolas Sarkozy zum Abschluss des Kolloquiums *.pdf
„Frankreich, die europäische Verteidigung und die NATO im 21. Jahrhundert“, Paris, 11. März 2009

> La France dans lOTAN.pdf Clés actu, *.pdf
Das ist eine richtig gute Übersicht auf fünf Seiten!

Durch die Buchmesse ist hier die Politik etwas zu kurz gekommen. Als nächstes müssen wir nochmal nachgucken, was sich beim letzten deutsch-französischen Treffen zugetragen hat: Claire-Lise Buis ist skeptisch: > Le redoux…peut-être, schreibt sie und fügt hinzu: „Le radoucissement des relations franco-allemandes demande, vu d’ici, à être confirmé.“ Ihr Blog ist einfach Klasse. Die Mischung von Meinung, Nachricht, persönlichen Ansichten und Einsichten ist wunderbar.

Ach, noch was. Die französischsprachige Fassung dieses Beitrags muss heute mal aus Zeitmangel ausfallen. Ich bin übrigens auch nach wie vor enttäuscht, dass > www.google.fr nicht in der Lage ist, unseren Blog angemessen zu berücksichtigen. Das ist echt schade, und ich sehe es eigentlich nicht ein, das mehr und anders programmiert werden muss, um das zu ändern. Von den bisher rund 920 Beiträgen sind mehr als 880 auf französisch zum Teil mit französischen Titeln verfasst, und > www.google.fr merkt oder versteht das nicht.

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