Lesung mit Azouz Begag, „ein Brückenbauer“,
im Schulzentrum Marienhöhe

Elisabeth Schimek – > Schulzentrum Marienhöhe – hat uns freundlicherweise den folgenden Bericht geschickt:

Mit Unterstützung eines Schulbuchverlags (Klett-Verlag) ist es uns gelungen, eine Lesung der besonderen Art mit dem französischen Soziologen, Wirtschaftswissenschaftler, Schriftsteller, Drehbuchautor und Forscher am CNRS (vergleichbar mit dem dt. Max-Planck-Institut), Azouz Begag, am Schulzentrum Marienhöhe zu organisieren. Er war von 2005 bis 2007 beigeordneter Minister für die Förderung der Chancengleichheit von Einwanderern unter Premierminister Dominique de Villepin. Selbst Kind algerischer Einwanderer, wuchs er in den 60er Jahren in einem Chaâba (Dorf auf algerisch), einem Vorort von Lyon auf. Seine armselige Kindheit prägte ihn. Die Verfilmung seines autobiographischen Roman „Le gone du Chaâba“ („Das Kind des Dorfes“) errang 1997 den Grand Prix du Festival de Cannes Junior.

Gruppenbild mit DELF Schülern:

Von links nach rechts:
David Personne (B1) , Wiebke Gremler (B1), Nadine Seebacher (A1), Franziska Hofmann (A1), Azouz Begag, Etienne Fayard (A1), Dr. Gilles Floret, René Callonnec (A2), Karel Schimek (B2), Corinna Weber (B2)

Mit Humor und Sensibilität faszinierte er unsere Schüler mit seiner Lebensgeschichte. Durch vorgespielte Kurzszenen, beschrieb Begag die Herkunft seiner Familie, ihre ärmlichen Verhältnisse in Algerien und die Hoffnung auf ein besseres Lebens in Frankreich nach dem zweiten Weltkrieg. Sein Vater, „Analphabet, aber nicht dumm“, wie Begag zu sagen pflegt, war zwar streng, aber er verstand ihn zu motivieren, ihm den Weg der Integration zu zeigen. Er war der Ansicht, dass Bücher wie Vögel seien. Sie weisen auf Freiheit hin, Freiheit im Sinne des Wissens und der Offenheit.

Azouz Begag, Dr. Gilles Floret

Die Begeisterung von Azouz Begag, seine Neugier als Kind für das Lernen, für fremde Kulturen und andere Sprachen ist bis heute gegenwärtig. Er appellierte an unsere Schüler, offen für das Fremde, für das Neue zu sein, verbale Kommunikation zu wählen statt Gewalt anzuwenden: „Jeu de mains, jeu de vilains“.

Er verstand durch internationale Wortspiele und geschickten Einbau von themenbezogenen Liedern unsere Schüler zu fesseln. Im Rahmen dieser Lesung wurden Schülerinnen und Schüler geehrt, die in diesem Jahr auf ihrem jeweiligen Sprachniveau in der DELF-Prüfung die besten Ergebnisse in unserer Schule erzielt haben. Die Ehrung übernahm Monsieur Azouz Begag selbst.

Fotos: Werner Schimek

In der edition-fant ist die > CD von Gilles Floret erschienen.

10. SETT-Theater-Festival

Zwei Theateraufführungen in französischer Sprache:

Das 10. Stuttgarter Europa Theater Treffen findet seit dem 19. November in Stuttgart statt. Dieses Jahr haben Sie die Möglichkeit, gleich zwei Produktionen in französischer Sprache zu erleben.

Am 29. und 30. November jeweils um 20 Uhr zeigen Schauspieler der Manufacture des Abbesses aus Paris das Stück Puissants et Miséreux in französischer Sprache mit deutscher Übertitelung.

Am 1. und 2. Dezember jeweils um 20 Uhr stellt der Schauspieler und Regisseur Lambert Wilson seine Adaption von Marivaux‘ La fausse Suivante vor. Diese Aufführung ist ebenfalls in französischer Sprache mit deutscher Übertitelung.

> www.sett-festival.eu
> Programme

Theater tri-bühne | Eberhardstraße 61a | 70173 Stuttgart

Jeanne d’Arc. Historische Gestalt und politischer Mythos

Mittwoch, 24. November 19.30 Uhr, Stadtbücherei Stuttgart, Max-Bense-Saal

Gerd Krumeich: Jeanne d’Arc. Historische Gestalt und politischer Mythos

Jeanne d´Arc ist als „Frau des Jahrtausends“ bezeichnet worden. Prof. Dr. Gerd Krumeich, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, stellt die Wandlungen des bis heute so lebendigen Mythos der Jungfrau von Orléans vor. Dabei wird besonders der deutsch-französische Aspekt betrachtet, hat doch die französische Nationalheldin auch in Deutschland über die Jahrhunderte hinweg – von Schiller bis Brecht – ein gewaltiges Interesse gefunden. In Zusammenarbeit mit dem > IZKT der Universität Stuttgart, gefördert von der DVA-Stiftung.

Vortragsreihe Deutsch-französische Wechselwirkungen

S’interroger avec l’OFAJ sur la Science
Montréal, Fribourg, Karlsruhe, Strasbourg

french german 

Prix des lycéens allemands 2011

Hab gerade gesehen, es sind noch Bücherpakete vorhanden:

> Prix des lycéens allemands 2011

Machen Sie mit Ihrer Klasse beim Prix des lycéens 2011 mit. Sie brauchen es Ihrer Klasse nur vorzuschlagen. Der Rest geht von selbst und Sie können zugucken, wie Ihre Klasse von selbst auf einmal 5 ganze Bücher liest. Vielleicht kommt ja auch eine der Autorinnen zu Ihnen. lassen Sie Ihre Schülerinnen und Schüler etwas aus dem Projekt machen. Das tut ihren Französisch- und Literaturkenntnissen richtig. Am besten gleich noch einen Literatur-Begleitungsblog für dieses Projetk einrichten.

Auf diesem Blog habe ich früher öfters über den Prix des Lycéens berichtet: 25 Beiträge.

Zum Zuhören:
Chanson für die Schule: Gilles Floret

Nicht verpassen:

> Radio SR 2 , Sonntag, 14. November 2010, 21- 22.30 Uhr
Chanson für die Schule: Gilles Floret

Aus der Programmankündigung:
„Er singt Hans-Eckart Wenzel und Silly auf Französisch, ist befreundet mit dem Ex-Politiker und Szene-Intellektuellen Azouz Begag – und arbeitet „nebenbei“ als Redakteur für Deutschlands größten Schulbuchverlag in Stuttgart: Gilles Floret ist zu Gast im RendezVous Chanson. Außerdem: Karten zu gewinnen für „Primeurs“ und in „ACH Paris“ stellt Frankreich-Korrespondentin Anne-Christine Heckmann einen Deutschen vor, der den Parisern Bier braut..

Zu hören sind:

Maurane, Claude Nougaro, Mélanie Renaud, Michel Legrand, Jean Duino, Cora Chilcott, Gilles Floret, Ann-Sophie Klett, Yves Montand, Edith Piaf, Lynda Lemay, Georges Moustaki, Cloé du Trèfle, Mell, Orwell, Patrick Bruel, Jean-Jacques Goldman, Laura Figy, Pierre Perret, Benjamin Biolay, Constance Amiot et Francis Cabrel.“

> Gilles Floret – Die neue CD – edition fant

Und einen > SR-Radio-Recorder gibt es auch.

> Gilles Floret nous a aidé à enregistrer > les dictées sur notre blog.

> Gilles Floret se souvient

27. Französische Filmtage in Tübingen und Stuttgart

Das Festival International du Film Francophone startet am 4. 10. und dauert in Tübingen und Stuttgart bis zum 10.11.2010. Nehmen Sie sich für diese Tage nichts anderes vor, denn dieses Ereignis im Raum Tübingen-Stuttgart bietet ihnen das größte Schaufenster des frankophonen Kinos im deutschsprachigen Raum. Das Rahmenprogramm zeigt nicht Filme aus Frankreich, sondern auch aus vielen frankophonen Ländern der Welt: Kanada, Belgien, Schweiz, Afrika. Seit 2005 gehört zum Festival immer ein interssantes Wettbewerbsprogramm mit vielen internationalen Gästen.

Die Französischen Filmtage 2010 präsentieren als Plattform des jungen, noch unentdeckten französischsprachigen Kinos aktuelle Produktionen aus der gesamten Frankophonie. Der internationale Wettbewerb bietet herausragenden Nachwuchsfilmemachern die Gelegenheit, ihre Werke ins Rennen um sieben attraktivste Preise zu schicken; und dem Publikum die Möglichkeit, mit den Stars von morgen hautnah in Kontakt zu treten. Über 80 Filme zeigt dieses größte Schaufenster des frankophonen Kinos im deutschsprachigen Raum. Der neue Leiter des Festivals und selbst Filmemacher Christopher Buchholz hat das Programm um einige Neuheiten erweitert.

Neu im Programm der Französischen Filmtage:

Kooperationen mit lokalen Kultureinrichtungen binden das Festivalprogramm in ein Netzwerk künstlerischen Schaffens ein.
– Im Rahmen der Ausstellung „RAINER FETTING. Manscapes“ in der Kunsthalle Tübingen zeigen die Französischen Filmtage zwei Filme zum Thema „Männerbilder“: „Beau travail“ von Claire Denis und „No body is perfect“ von Raphaël Sibilla.
– In Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Tübingen (VHS) präsentieren die Französischen Filmtage den Preisträger des Berlinale-Teddy-Award 2006 „Bester Dokumentarfilm“ „Au-delà de la haine“ von Olivier Meyrou – ein erschütterndes Zeugnis homophober Gewalt durch Neonazis. Der Film begleitet den VHS-Themenschwerpunkt „Homosexualität – heute“.
– In das Institut culturel franco-allemand (ICFA) Tübingen laden die Filmtage gemeinsam mit dem ICFA selbst, dem Institut français und dem Generalkonsulat Stuttgart zu „Images de femmes ou le corset social“ von Jean-François Ferillon. Im Anschluss diskutiert der Regisseur u.a. mit Marcela Iacub, Juristin und Forscherin am Centre National de la Recherche Scientifique über „Frauenbilder“. Die Veranstaltung wird gefördert von der Robert Bosch Stiftung.

> 27. Französische Filmtage in Tübingen und Stuttgart

> Programmheft

Tübingen: L’actualité de Camus

Jeudi 28 octobre 2010, l’Institut culturel franco-allemand à Tubingen a organisé un Débat portant sur L’actualité de Camus, 50 ans après sa mort. Chaque participant sur le podium avait 15 minutes pour expliquer son point de vue. Ensuite la discussion. L’Institut de m’envoyer des photos d’hier soir.

De gauche à droite:
Thomas Vogel, Université de Tübingen
Dorothee Kimmich, Université de Tübingen
Heiner Wittmann, Ernst Klett AG
Georges Leyenberger, ICFA de Tübingen (en français et en allemand)

> l’Institut culturel franco-allemand à Tubingen.

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