Angela Merkel und François Hollande:
Die deutsch-französischen Beziehungen
Ein Gespräch mit Prof. Uterwedde im DFI

Heute unterwegs mit dem transportablen > TV-Studio TVGUCKEN. Diesmal wieder ein Besuch im Deutsch-französischen Institut in Ludwigsburg > www.dfi.de, wo kürzlich sein Direktor > Professor Frank Baasner auf unsere Fragen zu seinem Institut geantwortet hat. Heute hat sein Stellvertreter, Professor Henrik Uterwedde uns empfangen und mit uns über die Reisevorbereitung des neuen Staatspräsidenten François Hollande auf dem Weg zur zur Bundeskanzlerin Angela Merkel nach Berlin gesprochen.

Am 15. Mai wird in Paris der neue Staatspräsident, François Hollande, in sein Amt eingeführt. Am gleichen Tag wird er zu Angela Merkel nach Berlin reisen. Henrik Uterwedde antwortet auf unsere Frage, wird das nur Antrittsbesuch sein, oder werden beide gleich in medias res gehen? Obwohl Hollande kein Président bis sein möchte, hat er schon am 9. Mai den Präsidenten des Europäischen Rates Hermann Van Rompuy und am 10. Mai Jean-Claude-Juncker, den Präsidenten der Euro-Gruppe getroffen. Die Zeit drängt wohl und beide werde ihm wohl gesagt haben, was ihn in Berlin erwartet?

Es geht natürlich um den Fiskalpakt: Im Wahlkampf hat Hollande für eine Modifizierung des Fiskalpaktes, der zusammen mit Euro-Rettungsschirm (ESM) zur Ratifizierung ansteht, geworben. Z zeitweise sprach er von Neuverhandlungen, man darf sich fragen, wie schnell ob der neue Präsident – noch vor Amtsantritt – von der Wirklichkeit eingeholt wird ? Außerdem steht Griechenland wieder ganz oben auf der Tagesordung, weil sich dort keine Mehrheit für eine Regierungsbildung finden lässt. Gerade in bezug auf Griechenland, muss man fragen, sind bisher mit der rigiden Sparpolitik Fehler gemacht worden sind? Im > Entwurf zum Europäischen Stabilitätsmechanismus ESM kommt das Wort Wachstum nur im Zusammenhang mit dem Stabilitäts- und Wachstumspakt vor. List man den Entwurf durch, kann man zu der Auffassung gelangen, da ist etwas vergessen worden. Hat er überhaupt eine Verhandlungsmasse, um Angela Merkel auf die von ihm gewünschte Wachstumskomponente einzustimmen? Wachstumsanreize müssen immer die Grenzen zwischen Rettungsmaßmahmen oder gar Nationalisierungen im Blick behalten. Was für Wachstumsanreize stellt sich Hollande vor, haben wir Professor Uterwedde gefragt? Und welchen Handlungsspielraum hat Angela Merkel? Sie würden den Mitgliedern der EU am liebsten eine strenge Haushaltsdisziplin verordnen.


A. Kimmel/H. Uterwedde (Hrsg),
Länderbericht Frankreich,
Bonn, Bundeszentralele für politische Bildung 2012.

Wachstum auf Pump soll es nicht geben… ? Ist das nur Streit um Begriffe? Hollande will mehr Impulse für das Wirtschaftswachstums, während Wolfgang Schäuble am 7.5. im Handelsblatt mit den Worten „Der Fiskalpakt hat ja das Ziel, durch finanzielle Konsolidierung eine Voraussetzung für dauerhaftes Wirtschaftswachstum zu schaffen?“ zitiert wird. Und wir haben Henrik Uterwedde gefragt, ob er mit einem Kompromiss in dieser Frage, also bezüglich des Verhältnisses zwischen Sparpolitik und Wachstumsanreizen, kommt oder wird es zu richtig harrten Verhandlungen kommen, z.B. beim Thema „Projektbonds“, die Frankreich wünscht, über die Frau Merkel nicht gerne reden mag?

Es gibt Pressebericht, wie im SPIEGEL, > Hollandes Sozialisten greifen Merkel an (13. Mai 2012), dass es frostig werden könnte zwischen Hollande und Merkel. Uterwedde: „Quatsch“.

Uterwedde hat hat der FAZ kürzlich gesagt „Die Staatsquote ist in Frankreich sehr hoch,“ was bedeutet das genau, ist das ein sehr großes Hemmnis für die anvisierte Konvergenz? Ist die Rolle des Staates in Frankreich größer als in Deutschland?

Zum Handlungsspielraum des neuen Präsidenten: am 11. und 17. Juni sind Parlamentswahlen, aus denen die Rechte gerne eine Art dritten Wahlgang machen würde. Was könnte passieren, wenn Hollande in der Nationalversammlung im Juni keine linke Mehrheit erhält? Hollande will ein „normaler“ Präsident werden?

Nach den Antworten Uterweddes konnte ich nur noch ein klares Nein auf eine der letzten Fragen erwarten: Erfordert der Wahlsieg von François Hollande eine Neujustierung der Achse Berlin-Paris?

Glückliche Gesichter im Saarland

Glückliche Gesichter im Saarland. Denn dort hat Annegret Kramp-Karrenbauer, die Bevollmächtigte für die deutsch-französische kulturelle Zusammenarbeit, am 3. Mai 2012 Geschenke verteilt. Klett sei Dank.

Foto: Christa Weck

43 Modellschulen im Saarland bieten ab der ersten Klasse Französisch an. Jeder von ihnen hat Landesmutter „AKK“ eine TOMIBIB-Lesetasche geschenkt.

Außen bunt bedruckt nach einem Entwurf von Marketingberater Nikolaus Keller – und innen gefüllt mit Lektüren des deutsch-französischen Schriftstellers und Illustrators Tomi Ungerer. Das soll Lust auf Französisch machen und besonders junge Sprachenlerner motivieren.

Zum Vergrößern: bitte auf das Foto klicken.

Foto: Nathalie Louis

Gemeinsam mit der Französischen Botschaft hat Abteilungsleiterin Christa Weck vom GYV-PBS das Projekt geplant und realisiert. Zusammen mit Stéphane Paris durfte sie es deshalb in Saarbrücken der Presse vorstellen. (Foto)

Mit dabei sind außerdem die Agence pour l’Enseignement Français à l‘Etranger, das Deutsch-Französische Jugendwerk, das Museum Ungerer in Straßburg sowie das Goethe-Institut Nancy und als Sponsoren das Deutsch-Französische Zentrum Karlsruhe und die EDF Deutschland GmbH.

Aus der Presseerklärung der Staatskanzlei in Saarbrücken:
„Alle 43 saarländischen Modellschulen, die ab der ersten Grundschulklasse Französisch anbieten, werden jetzt mit einer TOMIBIB-Lesetasche ausgestattet. TOMIBIB ist der Name für eine buntbedruckte Tasche voller deutscher und französischer Kinderbücher des Schriftstellers und Illustrators Tomi Ungerer, die die Partner des Projekts – die Französischen Botschaft (Institut Français), der Klett-Verlag, die Agence pour l’Enseignement Français à l‘Etranger, das Deutsch-Französische Jugendwerk, das Museum Ungerer in Straßburg und das Goethe-Institut Nancy – sowie die Sponsoren – das Deutsch-Französischen Zentrum Karlsruhe und die EDF Deutschland GmbH – den Schulen zur Verfügung stellen. Die Lesetasche soll die jungen Schülerinnen und Schüler zum Französischlernen motivieren. Dass das Lesen und Lernen mit der TOMIBIB-Tasche Spaß macht, davon können sich rund 20 Schüler der Grundschule Ludweiler-Lauterbach und der Ecole Française de Dilling et Sarrebruck in einer pädagogischen Vorführung mit dem Berater des Projekts selbst in der Staatskanzlei überzeugen. (…)Die Lesetasche TOMIBIB – so Frau Kramp-Karrenbauer – sei ein ausgezeichnetes Bildungsinstrument, um insbesondere jüngeren Schülerinnen und Schülern spielerisch und leicht verständlich die Sprache des Nachbarn zu vermitteln. Damit könne Französisch mit viel Spaß deutschen Schülern und Deutsch mit ebenso viel Spaß französischen Schülern näher gebracht werden. Es sei von großer Bedeutung, bereits in jungen Jahren den Grundstein für das Sprachenlernen zu legen, da die frühkindliche Sprachvermittlung die spätere Sprachenwahl auf der weiterführenden Schule stark beeinflusst. Sie sei stolz, dass an den weiterführenden Schulen mehr als 50 % aller saarländischen Schüler die Sprache des Nachbarn lernten. Wer die französische Sprache beherrsche, dem eröffneten sich später viele Chancen auf dem europäischen, französischen oder luxemburgischen Arbeitsmarkt, erklärte die Bevollmächtigte.“

Auf unserem Blog:

> 22. Januar: Deutsch-französischer Tag. Ein Interview mit Annegret Kramp-Karrenbauer
> Argumente für Französisch

„Ouvrons les portes à la vie!“

… so lautete das Motto des Französischlehrertags an der TU Dresden am 24. März 2012.

Prof. Dr. Dr. h.c. Ingo Kolboom erinnerte in seinem Grußwort an den Aufsatz „Versagen die Mittler? Was Deutschland und Frankreich voneinander wissen“ des Franzosen Alfred Grosser Anfang der 1970er Jahre (FAZ, 02.02.1973, S. 8) und sprach sich mit Nachdruck dafür aus, Politisches und kulturelles Wissen auch im Französischunterricht zu vermitteln:

„Lassen wir es nicht zu, dass ein Fach, das verantwortlich ist für die Ausbildung der Ausbilder von 1,5 Millionen Französischschüler in Deutschland, für die Vermittlung NICHT einer Fremdsprache, sondern einer FREUND- und NACHBAR- Sprache, dass dieses Fach seine Tore vor dem Leben, vor unserem Leben verschließt.“

Ingo Kolboom bedauert zu Recht, dass sein lehrstuhl nach seiner Emeritierung „Fankreichstudien und Frankophonie“ 2012 der Literaturwissenschaft übergeben wurde, der „sich nunmehr ‚Französische Literatur- und Kulturwissenschaft‘ nennen wird und zwangläufig einem Sozialwissenschaftler verschlossen bleibt. Als wäre Literatur keine Kultur!“ Kolboom sieht darin eine Tendenz, dem Vergleich mit dem Nachbarland aus dem Weg zu gehen, die er höchst bedauerlich findet.

> Grußwort / Mot d’ouverture auf dem Französischlehrertag an der TU Dresden am 24. März 2012

Nicht verpassen: SR II. Rendezvous-Chanson

SR II: Dienstag, 08.05.2012 – 21.00 bis 22.30 Uhr

Insbesondere die bereits mehrfach angekündigte CD der akadischen Sensationsentdeckung Lisa LeBlanc ist heraesgekommen. Doch der Frühling hat viele andere aktiviert, neue CDs gibt es derzeit „en masse“ – und darüber hinaus sind ja auch noch die Konzerte bei den Perspectives, in Mondorf und darüberhinaus anzukündigen. Entdeckerfreude pur im RendezVous Chanson, oft mit deutschen Erstaufführungen im Radio.

Das Big-Band-Album von „Moi et les autres feat. Juliette Brousset“ ist da, aufgenommen in Neunkirchen (Saar), Laurent Madiot und Benjamin Paulin repräsentieren aktuellen Pop aus Paris, Nolwen (die andere) hat Coverversionen berühmter und weniger berühmter Songs aufgenommen, mit bretonischem Einschlag, Catherine Dangel und Andy von Treuberg reihen sich als Lyneste in die über 100 Leute und Gruppen ein, die in Deutschland Chanson machen. Das und viel mehr im RVC.

Zu gewinnen gibt es Karten für Mondorf und fürs Bistrot Musique.

Zu hören sind diesmal:
Lisa Le Blanc, Francois & The Atlas Moutains, Manon Brunet & the Ma Blues Band, Rémo Cavallini, MoZiimo, Wortfront, Anais, Benjamin Biolay, Mélusine, Éléphant, Gerard Lenorman & Chico & the Gypsies, Pink Martini, Moi et les autres, Marka, Lyneste, Jofroi, Nolwen, Benjamin Paulin, Maud Lubeck, Lisa LeBlanc, Madiot und Morin Smolé.

> www.sr2.de/rendezvous-chanson

François Hollande est élu Président de la République
avec 51,62 % des voix

french german 

Sonntag 6. Mai 2012
Das Ergebnis der Präsidentschaftswahl in Frankreich

Zum Abschluss der Veranstaltungsreihe zu den französischen Präsidentschaftswahlen laden das Institut français und das französische Konsulat in Kooperation mit dem dfi und dem IZKT der Universität Stuttgart zu einem Wahlabend im > Stuttgarter Literaturhaus anlässlich der zweiten Runde der „Présidentielles“ ein. Ab 18.30 Uhr diskutieren Sylvie Strudel, Politikwissenschaftlerin und Lehrbeauftragte an der Universität Lille und am IEP Lille, Oscar W. Gabriel, Leiter der Abteilung für Politische Systeme und Politische Soziologie an der Universität Stuttgart, mit Dominik Grillmayer (dfi) über den Verlauf des Wahlkampfs und die Ausgangssituation kurz vor der Entscheidung. Im Anschluss an ein kulinarisches und musikalisches Intermezzo werden sie gegen 20 Uhr die Ergebnisse der ersten Hochrechnungen kommentieren.
Der Eintritt ist frei.

Anmeldung erwünscht : 07 11 / 239 25 -13
oder unter > info.stuttgart@institutfrancais.de

TV-Debatte: Hollande und Sarkozy

„Match nul“, meinte Emmanuel Rivière (TNS-Sofres), Françoise Fressoz (Le Monde) findet, dass Hollande auch nach der Debatte im Vorteil bleibt. Die Generalsekretärin der PS, Martine Aubry, fand ihren Kandidaten außergewöhnlich und Nathalie Kosciusko-Morizet, die Sprecherin von Sarkozy muss natürlich glauben, Sarkozy sei ernsthafter als Hollande gewesen.

Ein Herausforderer hat es grundsätzlich schwerer als der Amtsinhaber. Spannend wurde es bei den Fragen rund um Europa und die Euro-Krise, mit der Sarkozy sicherlich besser vertraut ist als Hollande. Hollande erwähnte das Verhältnis zu Deutschland, und Sarkozy konterte, mindestens zweimal habe Frankreich im Verlauf der Krise die entscheidende Führung übernommen. Thema Kernenergie. Hollande will den Einsatz der Kernenergie um 50 % reduzieren und das Atomkraftwerk Fessenheim schließen. Unter Mitterrand sei die meisten Kraftwerke gebaut werden, antwortete Sarkozy und wies auf die hohen Erdölpreise hin, von denen Frankreich sich abhängiger machen würde. Aber. Es ist nicht überzeugend, wenn der Präsident behauptet, dass die Kernenergie günstig zu haben ist. Das gilt nur für heute. Aber mit allen Folgekosten für künftige Generationen unter allen Szenarien ist sie die teuerste Form der Energiegewinnung. > L’interview (I): Hervé Kempf, LE MONDE, répond à nos questions sur l’énergie nucléaire. Kosten sind immer auch eine Form des Blickwinkels. Schaffung von Lehrerstellen? Sarkozy rechnete vor, dass der Rückgang der Schülerzahlen schon zu einer einem besseren Schüler-Lehrer-Verhältnis geführt habe. Einwanderung: Sarkozy legte detailliert klar, warum er die Einwanderung um 50 % reduzieren möchte. Außerdem wandte er sich mit Nachdruck gegen das kommunale Wahlrecht von Ausländern, die nicht der Gemeinschaft angehören, das sein Herausforderer einführen möchte.

Hollande stellt sich als Präsident vor: > „Ich als Präsident der Republik“ (SPIEGEL ONLINE 4. Mai 2011) „Moi, Président de la République…“: Rhetorisch sehr gelungen, wenn auch mit einigen Schwächen, die darauf hindeuten, dass diese Passage vielleicht wirklich ganz spontan entstanden ist: „Ein Präsident, der nicht Präsident von allem sein will, Chef von allem und tatsächlich verantwortlich sein für nichts.“ In 200 Sekunden auch einige echte Ankündigungen: „Ich als Präsident der Republik würde ein Kabinett ernennen, das zu gleichen Teilen aus Männern und Frauen besteht,“ und „Ich habe eine normale Präsidentschaft beschrieben. Nichts ist normal, wenn man Präsident der Republik ist, denn die Umstände sind außergewöhnlich.“ Na, ja. Und dann das Verhältniswahlrecht für die Parlamentswahlen 2017, das ist noch weit bis dahin. Und die Dezentralisierung. Das wird auch nicht von heute auf morgen gemacht. Und er möchte seinen Premierminister nicht als einen Assistenten behandeln, wie aber denn? Darf der PM künftig die ganze Bandbreite des Art. 20 für sich in Anspruch nehmen? Artikel 20 der Verfassung von 1958: „Die Regierung bestimmt und leitet die Politik der Nation. Sie verfügt über die Verwaltung und die Streitkräfte. Sie ist gegenüber dem Parlament nach Maßgabe der in den Artikel 49 und 50 festgelegten Bedingungen und Verfahren rechenschaftspflichtig.“ Das ist mehr als unwahrscheinlich. Hier hätte Sarkozy mehr Antworten zum Rollenverständnis als Staatspräsident geben müssen.

Match nul? Oder Vorteil des einen oder des anderen? Diese Beurteilung hängt von der eigenen Lagerzugehörigkeit ab. Rhetorisch ist Hollande der Gewinnner der Debatte, da die Anfänge der Debattenrunden, die er eröffnete geschickt mit den Themen platzierte, auf die Sarkozy antworten musste und so in eine Verteidigungssituation kam, die er nicht zu seinen Gunsten nutzen konnte.

„Verachtung und Abscheu“ nennt Mathieu von Rohr, Paris, seinen Beitrag au SPIEGEL-Online und scheint wohl von Hollande sehr eingenommen zu sein: „Sarkozy blieb nur eine Waffe – das Thema Einwanderung. Es war der einzige Moment in der Debatte, dass der Amtsinhaber aufblühte und Hollande kurzfristig unter Druck kam,“ schreibt von Rohr und übergeht damit anderen Passagen der Debatte, in denen Sarkozy auch Punkte sammeln konnte. Es ist nicht einfach, eine objektive Beurteilung der Debatte zu schrieben, zu groß ist die Versuchung der Kommentatoren, ihren Kandidaten als Sieger zu sehen. von Rohr: „Hollande war nicht zur Explosion zu bringen, er bewahrte die Fassung und meist gar die Oberhand. Sarkozy dagegen wirkte manchmal so aufgebracht, dass er zu zittern schien vor Wut und man fürchten musste, er werde stattdessen gleich in die Luft gehen.“ Das ist übertrieben.

1. Teil:

2. Teil:

Hollands Vorstellungen klangen wie auswendig gelernt und einstudiert: „Moi, président de la République, je serai…“

> Pourquoi Hollande a gagné le débat, par Christophe Barbier – L’EXPRESS – 3 mai 2012

> Erreurs, contrevérités et controverses du débat – Le Monde, 3 mai 2012

> Les moments-clés du débat Hollande-Sarkozy – Le Monde, 3 mai 2012

> Sarkozy-Hollande, le débat vu par Twitter – L’EXPRESS – 3 mai 2012

Festival der Kunstgeschichte auf Schloss Fontainebleau vom 1. bis 3. Juni 2012

Ehrengast des Festivals in diesem Jahr ist Deutschland

(France Atout) Fontainebleau. Der französische Minister für Kultur und Kommunikation, das nationale Institut für Kunstgeschichte und Schloss Fontainebleau organisieren 2012 mit Unterstützung durch den französischen Minister für Hochschulwesen und Forschung die zweite Ausgabe des Festivals der Kunstgeschichte, das vom 1. bis 3. Juni auf Fontainebleau stattfindet. Mit einigen Veranstaltungshighlights und einem Feuerwerk an Bildern und Talenten ist das Festival auch für fachfremde Besucher ein wichiger Termin im Kulturkalender.

Nach dem großen Erfolg der ersten Veranstaltung im Jahr 2011, die mehr als 15.000 Besucher anlockte, findet das Festival der Kunstgeschichte dieses Jahr wieder auf Schloss Fontainebleau, diesmal unter dem Motto „Reisen“, statt. Auf dem Programm stehen ein großes Forum für Kunstgeschichte, in dem aktuelle Fragestellungen auf die Welt der Künste treffen, eine große Messe für Bücher und Kunstzeitschriften sowie eine Veranstaltungsreihe mit dem Titel „Kunst & Kamera“, die einen Überblick über und einen Ausblick auf das Thema „Kunst im Film“ bietet.

Ehrengast des Festivals in diesem Jahr ist Deutschland.

Das Festival der Kunstgeschichte ist ein großer Treffpunkt für Fachleute wie Kunststudenten, Historiker, Konservatoren, Sammler, Galeristen, Schriftsteller, Filmemacher und andere, aber auch für Laien, Kunstliebhaber und Familien, die sich mit einer Disziplin vertraut machen möchten, die mittlerweile in den Lehrplan der Schulen Einzug gehalten hat. Während der drei Festivaltage, offen und kostenlos für alle Besucher, wird sowohl innerhalb des Schlosses als auch in seinen Gärten ein abwechslungsreiches Programm aus Konferenzen, Debatten, Filmvorführungen, Konzerten, Ausstellungen, Lesungen und Führungen geboten.

Zu den Highlights der zweiten Festivalausgabe zählt die Verleihung zweier Filmpreise im Rahmen des Events „Kunst & Kamera“, zum einen der Preis der Filmförderung im Bereich Filme über die Kunst, zum anderen der Preis der Jungen Kritiker. Auf der Messe für Bücher und Kunstzeitschriften wird dieses Jahr der doppelt dotierte Preis für die Übersetzung von Kunstbüchern verliehen, um insbesondere im Ausland die Forschung über die französische Sprache zu fördern.

Eine weitere Innovation des Festivals in diesem Jahr ist ein Treffen von jungen Wissenschaftlern aus Frankreich und Deutschland. Studenten der Kunstgeschichte und junge Konservatoren haben hier Gelegenheit, sich über ihre Erfahrungen über Lehre, Forschung und Ausstellungen auszutauschen. Mehr als 300 Kunstexperten aus ganz Europa werden zu diversen Themen erwartet.

Anlässlich des Festivals wurde über drei Gemeinden des Departements Seine-et-Marne hinweg ein neuer Parcours zum Thema „Kunst“ entwickelt. Shuttlebusse bringen Besucher zu verschiedenen Standorten, an denen Künstler ihre Spuren hinterlassen haben: Bourron-Marlotte, ein Künstler- und Literatenfoyer aus dem 13. Jahrhundert, Grez-sur-Loing, wo Ende des 19. Jahrhunderts zahlreiche amerikanische und britische, in den 1980er Jahren skandinavische und in den 1990er Jahren japanische Künstler arbeiteten, und dritter Ort im Bunde ist Moret-sur-Loing, der letzte Wohnort des impressionistischen Malers Alfred Sisley.

> Festival der Kunstgeschichte auf Schloss Fontainebleau vom 1. bis 3. Juni 2012

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