… so lautete das Motto des Französischlehrertags an der TU Dresden am 24. März 2012.
Prof. Dr. Dr. h.c. Ingo Kolboom erinnerte in seinem Grußwort an den Aufsatz „Versagen die Mittler? Was Deutschland und Frankreich voneinander wissen“ des Franzosen Alfred Grosser Anfang der 1970er Jahre (FAZ, 02.02.1973, S. 8) und sprach sich mit Nachdruck dafür aus, Politisches und kulturelles Wissen auch im Französischunterricht zu vermitteln:
„Lassen wir es nicht zu, dass ein Fach, das verantwortlich ist für die Ausbildung der Ausbilder von 1,5 Millionen Französischschüler in Deutschland, für die Vermittlung NICHT einer Fremdsprache, sondern einer FREUND- und NACHBAR- Sprache, dass dieses Fach seine Tore vor dem Leben, vor unserem Leben verschließt.“
Ingo Kolboom bedauert zu Recht, dass sein lehrstuhl nach seiner Emeritierung „Fankreichstudien und Frankophonie“ 2012 der Literaturwissenschaft übergeben wurde, der „sich nunmehr ‚Französische Literatur- und Kulturwissenschaft‘ nennen wird und zwangläufig einem Sozialwissenschaftler verschlossen bleibt. Als wäre Literatur keine Kultur!“ Kolboom sieht darin eine Tendenz, dem Vergleich mit dem Nachbarland aus dem Weg zu gehen, die er höchst bedauerlich findet.
Insbesondere die bereits mehrfach angekündigte CD der akadischen Sensationsentdeckung Lisa LeBlanc ist heraesgekommen. Doch der Frühling hat viele andere aktiviert, neue CDs gibt es derzeit „en masse“ – und darüber hinaus sind ja auch noch die Konzerte bei den Perspectives, in Mondorf und darüberhinaus anzukündigen. Entdeckerfreude pur im RendezVous Chanson, oft mit deutschen Erstaufführungen im Radio.
Das Big-Band-Album von „Moi et les autres feat. Juliette Brousset“ ist da, aufgenommen in Neunkirchen (Saar), Laurent Madiot und Benjamin Paulin repräsentieren aktuellen Pop aus Paris, Nolwen (die andere) hat Coverversionen berühmter und weniger berühmter Songs aufgenommen, mit bretonischem Einschlag, Catherine Dangel und Andy von Treuberg reihen sich als Lyneste in die über 100 Leute und Gruppen ein, die in Deutschland Chanson machen. Das und viel mehr im RVC.
Zu gewinnen gibt es Karten für Mondorf und fürs Bistrot Musique.
Zu hören sind diesmal:
Lisa Le Blanc, Francois & The Atlas Moutains, Manon Brunet & the Ma Blues Band, Rémo Cavallini, MoZiimo, Wortfront, Anais, Benjamin Biolay, Mélusine, Éléphant, Gerard Lenorman & Chico & the Gypsies, Pink Martini, Moi et les autres, Marka, Lyneste, Jofroi, Nolwen, Benjamin Paulin, Maud Lubeck, Lisa LeBlanc, Madiot und Morin Smolé.
François Hollande a gagné l’élection présidentielle avec % des voix devant Nicolas Sarkozy qui a obtenu 51,62 % des voix. Nicolas Sarkozy a obtenu 48,38 % des suffrages. Le taux d’abstention au 2nd tour: 19,8%.
L’élection de François Hollande n’est pas une surprise. Les instituts de sondages ont prévu ce résultat depuis quelques mois. Face au Président sortant, François Hollande a pu, tout au long de la campagne, présenter un bon nombre de projets qui ont convaincu les Français. Sarkozy, lui, s’est surtout contenté de défendre le bilan de son quinquennat sans d’ailleurs pouvoir convaincre les Français en ce qui concerne notamment son engrangement pour l’Europe. Il n’a pas réussir de mettre les Français en garde face aux promesses coûteuses de François Hollande… à vrai dire, ces coûts n’intéressaient pas les Français, car Sarkozy n’a jamais pu effacer les fautes au début de son quinquennat. En fin de compte, François Hollande, paraissait aux Français être le meilleur candidat, plus serein, plus sérieux, leur présentant un meilleur espoir. Sa victoire rhétorique du 2 mai a peut-être amené les indécis de votre pour lui.
Les promesses du nouveau Président, au moins en ce qui concerne sa conduite et quelques mesures, François Hollande les a clairement exprimées lors du débat avec Nicolas Sarkozy le 2 mai dernier: „Moi, président de la République, je serai…“
François Hollande hat die Präsidentschaftswahl in Frankreich mit 51,62 %. Der Amtsinhaber erhielt 48,38 & der Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag im 2. Wahlgang bei über 80 %.
Die Wahl von François Hollande ist keine Überraschung. Die Meinungsforscher sagten seinen Sieg seit Monaten voraus. Gegenüber dem Amtsinhaber konnte François Hollande während des ganzen Wahlkampf konnte François Hollande eine Reihe von Projekten vorschlagen, die seine Wähler überzeugten. Sarkozy, beschränkte sich auf die Bilanz seiner Amtszeit und konnte selbst die Erfolge seiner Europapolitik nicht so darstellen, wie sie es verdient hätte. Ihm ist es nicht gelungen, die Franzosen vor den kostenintensiven Projekten François Hollandes zu warnen… diese Kosten interessierten die Franzosen nicht, denn es ging auch um die Fehler Sarkozy zu Beginn seienr Amtszeit, die er nicht mehr vergessen machen konnte. Schließlich erschien François Hollande schon länger als der bessere Kandidat, ernsthafter, konzentrierter und auch als der bessere Hoffnungsträger. Sein rhetorischer Sieg bei der Debatte am 2. mai hat möglicherweise auch Unentschlossene bewogen, für ihn zu stimmen.
Die Versprechungen des neuen Präsidenten zumindest hinsichtlich seiner Amtsführung und einiger Projekte hat Hollande bei der Fernsehdebatte am 2. Mai mit Nicolas Sarkozy deutlich ausgedrückt: „Moi, président de la République, je serai…“
Zum Abschluss der Veranstaltungsreihe zu den französischen Präsidentschaftswahlen laden das Institut français und das französische Konsulat in Kooperation mit dem dfi und dem IZKT der Universität Stuttgart zu einem Wahlabend im > Stuttgarter Literaturhaus anlässlich der zweiten Runde der „Présidentielles“ ein. Ab 18.30 Uhr diskutieren Sylvie Strudel, Politikwissenschaftlerin und Lehrbeauftragte an der Universität Lille und am IEP Lille, Oscar W. Gabriel, Leiter der Abteilung für Politische Systeme und Politische Soziologie an der Universität Stuttgart, mit Dominik Grillmayer (dfi) über den Verlauf des Wahlkampfs und die Ausgangssituation kurz vor der Entscheidung. Im Anschluss an ein kulinarisches und musikalisches Intermezzo werden sie gegen 20 Uhr die Ergebnisse der ersten Hochrechnungen kommentieren.
Der Eintritt ist frei.
„Match nul“, meinte Emmanuel Rivière (TNS-Sofres), Françoise Fressoz (Le Monde) findet, dass Hollande auch nach der Debatte im Vorteil bleibt. Die Generalsekretärin der PS, Martine Aubry, fand ihren Kandidaten außergewöhnlich und Nathalie Kosciusko-Morizet, die Sprecherin von Sarkozy muss natürlich glauben, Sarkozy sei ernsthafter als Hollande gewesen.
Ein Herausforderer hat es grundsätzlich schwerer als der Amtsinhaber. Spannend wurde es bei den Fragen rund um Europa und die Euro-Krise, mit der Sarkozy sicherlich besser vertraut ist als Hollande. Hollande erwähnte das Verhältnis zu Deutschland, und Sarkozy konterte, mindestens zweimal habe Frankreich im Verlauf der Krise die entscheidende Führung übernommen. Thema Kernenergie. Hollande will den Einsatz der Kernenergie um 50 % reduzieren und das Atomkraftwerk Fessenheim schließen. Unter Mitterrand sei die meisten Kraftwerke gebaut werden, antwortete Sarkozy und wies auf die hohen Erdölpreise hin, von denen Frankreich sich abhängiger machen würde. Aber. Es ist nicht überzeugend, wenn der Präsident behauptet, dass die Kernenergie günstig zu haben ist. Das gilt nur für heute. Aber mit allen Folgekosten für künftige Generationen unter allen Szenarien ist sie die teuerste Form der Energiegewinnung. > L’interview (I): Hervé Kempf, LE MONDE, répond à nos questions sur l’énergie nucléaire. Kosten sind immer auch eine Form des Blickwinkels. Schaffung von Lehrerstellen? Sarkozy rechnete vor, dass der Rückgang der Schülerzahlen schon zu einer einem besseren Schüler-Lehrer-Verhältnis geführt habe. Einwanderung: Sarkozy legte detailliert klar, warum er die Einwanderung um 50 % reduzieren möchte. Außerdem wandte er sich mit Nachdruck gegen das kommunale Wahlrecht von Ausländern, die nicht der Gemeinschaft angehören, das sein Herausforderer einführen möchte.
Hollande stellt sich als Präsident vor: > „Ich als Präsident der Republik“ (SPIEGEL ONLINE 4. Mai 2011) „Moi, Président de la République…“: Rhetorisch sehr gelungen, wenn auch mit einigen Schwächen, die darauf hindeuten, dass diese Passage vielleicht wirklich ganz spontan entstanden ist: „Ein Präsident, der nicht Präsident von allem sein will, Chef von allem und tatsächlich verantwortlich sein für nichts.“ In 200 Sekunden auch einige echte Ankündigungen: „Ich als Präsident der Republik würde ein Kabinett ernennen, das zu gleichen Teilen aus Männern und Frauen besteht,“ und „Ich habe eine normale Präsidentschaft beschrieben. Nichts ist normal, wenn man Präsident der Republik ist, denn die Umstände sind außergewöhnlich.“ Na, ja. Und dann das Verhältniswahlrecht für die Parlamentswahlen 2017, das ist noch weit bis dahin. Und die Dezentralisierung. Das wird auch nicht von heute auf morgen gemacht. Und er möchte seinen Premierminister nicht als einen Assistenten behandeln, wie aber denn? Darf der PM künftig die ganze Bandbreite des Art. 20 für sich in Anspruch nehmen? Artikel 20 der Verfassung von 1958: „Die Regierung bestimmt und leitet die Politik der Nation. Sie verfügt über die Verwaltung und die Streitkräfte. Sie ist gegenüber dem Parlament nach Maßgabe der in den Artikel 49 und 50 festgelegten Bedingungen und Verfahren rechenschaftspflichtig.“ Das ist mehr als unwahrscheinlich. Hier hätte Sarkozy mehr Antworten zum Rollenverständnis als Staatspräsident geben müssen.
Match nul? Oder Vorteil des einen oder des anderen? Diese Beurteilung hängt von der eigenen Lagerzugehörigkeit ab. Rhetorisch ist Hollande der Gewinnner der Debatte, da die Anfänge der Debattenrunden, die er eröffnete geschickt mit den Themen platzierte, auf die Sarkozy antworten musste und so in eine Verteidigungssituation kam, die er nicht zu seinen Gunsten nutzen konnte.
„Verachtung und Abscheu“ nennt Mathieu von Rohr, Paris, seinen Beitrag au SPIEGEL-Online und scheint wohl von Hollande sehr eingenommen zu sein: „Sarkozy blieb nur eine Waffe – das Thema Einwanderung. Es war der einzige Moment in der Debatte, dass der Amtsinhaber aufblühte und Hollande kurzfristig unter Druck kam,“ schreibt von Rohr und übergeht damit anderen Passagen der Debatte, in denen Sarkozy auch Punkte sammeln konnte. Es ist nicht einfach, eine objektive Beurteilung der Debatte zu schrieben, zu groß ist die Versuchung der Kommentatoren, ihren Kandidaten als Sieger zu sehen. von Rohr: „Hollande war nicht zur Explosion zu bringen, er bewahrte die Fassung und meist gar die Oberhand. Sarkozy dagegen wirkte manchmal so aufgebracht, dass er zu zittern schien vor Wut und man fürchten musste, er werde stattdessen gleich in die Luft gehen.“ Das ist übertrieben.
1. Teil:
2. Teil:
Hollands Vorstellungen klangen wie auswendig gelernt und einstudiert: „Moi, président de la République, je serai…“
Ehrengast des Festivals in diesem Jahr ist Deutschland
(France Atout) Fontainebleau. Der französische Minister für Kultur und Kommunikation, das nationale Institut für Kunstgeschichte und Schloss Fontainebleau organisieren 2012 mit Unterstützung durch den französischen Minister für Hochschulwesen und Forschung die zweite Ausgabe des Festivals der Kunstgeschichte, das vom 1. bis 3. Juni auf Fontainebleau stattfindet. Mit einigen Veranstaltungshighlights und einem Feuerwerk an Bildern und Talenten ist das Festival auch für fachfremde Besucher ein wichiger Termin im Kulturkalender.
Nach dem großen Erfolg der ersten Veranstaltung im Jahr 2011, die mehr als 15.000 Besucher anlockte, findet das Festival der Kunstgeschichte dieses Jahr wieder auf Schloss Fontainebleau, diesmal unter dem Motto „Reisen“, statt. Auf dem Programm stehen ein großes Forum für Kunstgeschichte, in dem aktuelle Fragestellungen auf die Welt der Künste treffen, eine große Messe für Bücher und Kunstzeitschriften sowie eine Veranstaltungsreihe mit dem Titel „Kunst & Kamera“, die einen Überblick über und einen Ausblick auf das Thema „Kunst im Film“ bietet.
Ehrengast des Festivals in diesem Jahr ist Deutschland.
Das Festival der Kunstgeschichte ist ein großer Treffpunkt für Fachleute wie Kunststudenten, Historiker, Konservatoren, Sammler, Galeristen, Schriftsteller, Filmemacher und andere, aber auch für Laien, Kunstliebhaber und Familien, die sich mit einer Disziplin vertraut machen möchten, die mittlerweile in den Lehrplan der Schulen Einzug gehalten hat. Während der drei Festivaltage, offen und kostenlos für alle Besucher, wird sowohl innerhalb des Schlosses als auch in seinen Gärten ein abwechslungsreiches Programm aus Konferenzen, Debatten, Filmvorführungen, Konzerten, Ausstellungen, Lesungen und Führungen geboten.
Zu den Highlights der zweiten Festivalausgabe zählt die Verleihung zweier Filmpreise im Rahmen des Events „Kunst & Kamera“, zum einen der Preis der Filmförderung im Bereich Filme über die Kunst, zum anderen der Preis der Jungen Kritiker. Auf der Messe für Bücher und Kunstzeitschriften wird dieses Jahr der doppelt dotierte Preis für die Übersetzung von Kunstbüchern verliehen, um insbesondere im Ausland die Forschung über die französische Sprache zu fördern.
Eine weitere Innovation des Festivals in diesem Jahr ist ein Treffen von jungen Wissenschaftlern aus Frankreich und Deutschland. Studenten der Kunstgeschichte und junge Konservatoren haben hier Gelegenheit, sich über ihre Erfahrungen über Lehre, Forschung und Ausstellungen auszutauschen. Mehr als 300 Kunstexperten aus ganz Europa werden zu diversen Themen erwartet.
Anlässlich des Festivals wurde über drei Gemeinden des Departements Seine-et-Marne hinweg ein neuer Parcours zum Thema „Kunst“ entwickelt. Shuttlebusse bringen Besucher zu verschiedenen Standorten, an denen Künstler ihre Spuren hinterlassen haben: Bourron-Marlotte, ein Künstler- und Literatenfoyer aus dem 13. Jahrhundert, Grez-sur-Loing, wo Ende des 19. Jahrhunderts zahlreiche amerikanische und britische, in den 1980er Jahren skandinavische und in den 1990er Jahren japanische Künstler arbeiteten, und dritter Ort im Bunde ist Moret-sur-Loing, der letzte Wohnort des impressionistischen Malers Alfred Sisley.
Werner Spec, Oberbürgermeister der Stadt Ludwigsburg und Prof. Frank Baasner, Direktor des dfi rufen gemeinsam zur Teilnahme an diesem Forum auf:
„Es geht los! C’est parti! Let’s go! Europa befindet sich im Umbruch. Ob Schuldenkrise, Alterung der Gesellschaft oder Klimawandel: Wir Europäer stehen vor großen Herausforderungen. Wie können wir diese bewältigen? Gerade jetzt ist Ihre Meinung und Ihr Engagement mehr denn je gefragt.Wir freuen uns auf Ihre Beiträge, die Gruppenarbeiten und den Austausch im „Forum online“.
Endlich ein deutlicher Satz über das deutsch-französische Verhältnis, den gab es bisher auch bei Hollande noch nicht: „Nous avons reçu de nos parents et de nos grands-parents en héritage, comme un trésor, la réconciliation Franco-allemande…“
Die Medien haben berichtet, dass Sarkozy die Wähler des Front National für sich zu gewinnen sucht. Jetzt müssen sie darüber berichten, wie Sarkozy an de Gaulle als Sozialpolitik erinnert, und das scheint ihm Punkte zu bringen.
Eine grandiose Kulisse, eine beeindruckende Inszenierung und eine Rede, mit der Sarkozy seinem Wunsch Ausdruck verleieh, in Frankreich ein neues soziales System zu schaffen. Und er begann seine Rede mit zwei Zitaten von de Gaulle (> discours de Bagatelle, 1er mai 1950) und von Lamartine:
„Écoutez le Général de Gaulle. C’était le 1er mai 1950 devant la foule des Français de toutes conditions réunie sur la pelouse de Bagatelle !
« A la bonne heure ! Nous sommes bien vivants ! Il n’est que de nous voir pour être sûr que notre peuple n’est aucunement disposé à terminer sa carrière. Il n’est que de nous voir pour discerner où les travailleurs mettent aujourd’hui leur espérance. La masse immense que voilà prouve aux insulteurs que rien n’est perdu pour la France. »“
Remarquons, le général de Gaulle paraissait plus combativ: „A la bonne heure ! Nous sommes bien vivants ! Il n’est que de nous voir pour être sûr que notre peuple n’est aucunement disposé à terminer sa carrière. Il n’est que de nous voir pour, discerner où les travailleurs mettent aujourd’hui leur espérance. La masse immense que voilà prouve aux insulteurs qu’ils perdent l’argent qu’on leur donne et, aux couards, qu’en dépit de leur neurasthénie, rien n’est perdu pour la France.“ (> discours de Bagatelle, 1er mai 1950) –
„Avec le Général de Gaulle ils écrivaient l’Histoire. Nous aussi !
Sarkozy: Face aux insulteurs qui nous ont dénié le droit de parler aux Français le 1er mai comme s’ils en étaient
les propriétaires, le Général De Gaulle nous a montré la voie.
Regardez les cortèges !
Ils ont choisi de défiler avec le drapeau rouge !
Nous avons choisi de nous rassembler sous le drapeau tricolore !
Ce drapeau tricolore c’est celui de Lamartine quand il disait : « Le drapeau tricolore a fait le tour du monde avec nos libertés et nos gloires alors que le drapeau rouge n’a fait que le tour du Champ-de-Mars, traîné dans le sang du peuple ! »“
Alphonse de Lamartine, Trois mois au pouvoir, Paris 1848, S. 66:
Eine typsche Wahlrede, betrachtet man die am meisten gebrauchten Wörter. Aber diesmal hat der Präsident die Rede vom Blatt gelesen.
Zuerst erinnerte er an die Bedeutung der Trikolore, dann stellte ereinzele Aspekte des von ihm gewunschten neuen sozialen Modells vor und im dritten Teil seiner Rede erinnerte er mit großem Nachdruck daran, dass es nur noch drei Tage bis zur Wahl seien.
Aus Anlass des 1. Mai stand das Thema Arbeit an der Spitze seiner Themen: „Je veux un nouveau modèle social“, lautete seine Botschaft, mit der er versuchte die Themen seines linken Herausforderers zu besetzen. Bei manchen Themen wurde er etwas leiser und die Sätze waren länger:
„Si l’euro est trop fort, si l’immigration n’est pas maîtrisée aux frontières de l’Europe, si nos marchés publics sont ouverts alors que les autres ne le sont pas, si nous ne pouvons pas en réserver une part à nos PME, s’il n’y a pas de traçabilité des produits que nous importons, alors la vie pour ceux qui travaillent continuera d’être difficile, alors tous ceux qui travaillent continueront de percevoir l’avenir non comme une promesse mais comme une menace.“
Wie so oft bei so vielen Politikerreden aller Parteien, in Frankreich wie in Deutschland, die sich zur Wahl stellen, fragt man sich, warum diese Reden mit ihren hehren Absichten nicht während ihrer Amtzeit gehalten werden?
Viele Erfolge, an die seine Versprechungen anknüpfen konnten, hat Sarkozy nicht vorzuweisen. Eine freie Rede ohne Blatt mit kürzeren Sätzen und mehr Konjunktionen (Où est donc Ornicar?) wäre an allen Stellen des riesigen Platzes vor dem Trocadéo besser zu verstehen gewesen. Und warum weist Sarkozy nicht viel mehr auf die Erfolge Frankreichs in Europa hin? Seine europäische Bilanz ist doch gar nicht so schlecht. Aber eine bessere soziale Bilanz hätte seine Versprechen in dieser Rede glaubhafter gemacht, stattdessen warf er der Linken Versäumnisse vor. Aber er wich auch in einer gewissen Weise geschickt zu großen Versuchungen aus, zu sehr die Wähler Le Pens zu umgarnen – bei den „Anleihen“ senkte er Augen und Stimme und las mehr vom Blatt ab – War ihm wohl ein wenig peinlich. Stattdessen erinnerte er mit großem Nachdruck an gemeinsame Werte, denen sich die Wähler des Front National nicht entziehen können. Aber erinnern wir uns, dass Sarkozy ohne Wenn und Aber zu Europa steht: > Discours du Président de la République à Toulon – 1. Dezember 2011.
Wer wird gewinnen? > Hollande oder Sarkozy? Vielleicht werden sich einige Unentschlossene erst entscheiden, wem sie ihre Stimme geben werden, wenn sie sich die Repliken im Duell von heute abend angesehen haben.
N.B. Aprés les élections du mai, il est bien possible que beaucoup de liens sur ce blog surtout vers des vidéos et les sites des candidats ne fonctionnent plus.