Di 20. MÄRZ 19:30 Uhr
Institut français Stuttgart, Diemershaldenstr. 11, 70184 Stuttgart
Hélène Grémillon, Le confident, dt., Das geheime Prinzip der Liebe, Hoffman und Campe, 2012.
Im Rahmen der internationalen Woche der französischen Sprache 2012
Im Gespräch mit Catherine Aubert. In frz. Sprache. Eintritt frei
Nach ihrem Literatur- und Geschichtsstudium begann Hélène Grémillon als Journalistin und Regisseurin. Sie realisierte mehrere Kurzfilme den Videoclip zum Song „La jupe en laine“ bevor sie mit 32 Jahren ihren ersten Roman „Le Confident“ veröffentlichte.
Zum Inhalt des Romans:
Nachdem dem Unfalltod ihrer Mutter findet Camille rätselhafte Briefe von einem Unbekannten, der die Geschichte der jungen Malerin Annie und ihrer wohlhabenden Gönnerin, die seit langem vergeblich versucht, schwanger zu werden, erzählt. Aus Dankbarkeit erklärt sich Annie bereit, ein Kind für sie zu empfangen und zur Welt zu bringen. Irgendwann ist Annie dann spurlos verschwunden. Allmählich wird Camille verstehen, wieviel diese Briefe mit ihr zu tun haben. Der Aufbau des Romans und die Spannung, die er durch seine aussergewöhnliche Erzähltechnik haben ihn in Frankreich zu einem großen Erfolg gemacht.
Jedes Jahr feiert Frankreich am 20. März den Internationalen Tag der Frankophonie. Mit diesem Jahrestag wird die kulturelle Vielfalt der französischen Sprache hervorgehoben, die weltweit von rund 220 Millionen Menschen in mehr als 70 Ländern gesprochen wird.
In Berlin feiern die Botschaften und Vertretungen frankophoner Länder 2012 wieder gemeinsam den Internationalen Tag der Frankophonie. ie „Fête de la Francophonie“, die dieses Jahr von den Botschaften der Elfenbeinküste und Frankreichs gemeinsam organisiert wird, stehen unter dem Zeichen der Jugend und finden am 16. März 2012 auf dem neuen deutsch-französischen Campus (Lycée français/Ecole Voltaire) in Berlin statt.
Workshops mit afrikanischen Märchenerzählern und Tänzern werden für die Schüler des Kindergartens organisiert. Danach werden die Preise des Schülerwettbewerbs der 10 Wörter der Frankophonie verliehen und die Gewinnerbeiträge in der Voltaire-Grundschule präsentiert. Eine Modenschau mit traditionellen Gewändern führt das Publikum ins französische Gymnasium, wo die Abendveranstaltung in Anwesenheit des französischen und ivorischen Botschafters stattfindet.
Des adolescents critiques littéraires
Prix des lycéens allemands 2012
Les lycéens allemands ont décerné le Prix des lycéens allemands 2012 à Anne-Laure Bondoux pour son roman Le temps des miracles.
Le 14 mars 2012, le Jury fédéral du Prix des lycéens allemands, composé des représentants-élèves des différents Länder, s’est réuni pour d’ultimes délibérations et pour élire le lauréat 2012. Les 15 délégués – la Sarre n’étant pas représentée – ont choisi le roman Le temps des miracles, d’Anne-Laure Bondoux publié aux éditions Bayard.
Comme les années précédentes, la remise du prix avait pour cadre la Foire du livre de Leipzig, la « Leipziger Buchmesse ». La cérémonie se déroulera le jeudi 15 mars en présence de M. Maurice Gourdault-Montagne, Ambassadeur de France en Allemagne, de M. Hendrik Funke, Directeur éditorial chez Ernst Klett Sprachen, de M. Andreas Nieweler, Président de l’association allemande des professeurs de français (VdF), de M. Thomas Rechentin, Directeur au ministère de l’éducation de Saxe ainsi que de deux auteures : Marie Desplechin et Anne-Laure Bondoux.
Ce prix littéraire, qui rassemble un nombre croissant d’établissements scolaires (près de 4800 élèves en 2012), est inspiré du Prix Goncourt des lycéens. Il est le fruit d’un partenariat entre le Service Culturel de l’Ambassade de France en Allemagne, les Instituts français, les ministères de l’éducation des différents Bundesländer, la maison d’édition Ernst Klett Verlag et la Foire du livre de Leipzig. Depuis cette année, EDF Allemagne soutient également le prix.
Le roman lauréat, Le temps des miracles d’Anne-Laure Bondoux, évoque l’histoire bouleversante d’un garçon pris dans les tumultes du Caucase. Lorsque la guerre atteint leur village, Gloria, la mère adoptive du jeune orphelin Koumaïl, décide de fuir avec son protégé pour rejoindre la France, dont la mère de Koumaïl était originaire. Au cours de leur périple ils apprennent que l’amitié peut produire des miracles, au-delà des frontières et malgré la douleur des séparations trop fréquentes.
Les lycéens ont beaucoup apprécié le rythme de la narration, le suspense créé par de nombreux rebondissements et la fin inattendue. Ils se sont montrés très sensibles au message de solidarité et à la question philosophique que pose le roman : L’amour peut-il justifier le mensonge ?
Grâce à la maison d’édition Ernst Klett Verlag, le Prix des lycéens allemands est doté de 5000 euros destinés à l’auteur du roman lauréat dont la traduction est éditée par la maison Carlsen sous le titre « Die Zeit der Wunder ».
Deutsche Oberstufenschülerinnen und -schüler haben Anne-Laure Bondoux für ihren Roman Le temps des miracles den Prix des lycéens allemands 2012 verliehen.
Am 14. März 2012 hat die Bundesjury des Prix des lycéens allemands, die aus je einem Schülervertreter aller Bundesländer (außer dem Saarland) besteht, nach einer letzten Beratung den Preisträger 2012 gewählt. Die 15 Schülervertreter haben für den Roman Le temps des miracles von Anne-Laure Bondoux (Bayard, 2011) gestimmt.
Die deutsche Übersetzung ist mittlerweile unter dem Titel Die Zeit der Wunder bei Carlsen erschienen. Die feierliche Preisverleihung am 15. März fandet wie in den Vorjahren auf der Leipziger Buchmesse statt und wurde vom französischen Botschafter Maurice Gourdault-Montagne eröffnet. Mit dabei waren Andreas Nieweler, Bundesvorsitzender der Vereinigung der Französischlehrerinnen und -lehrer e.V., Hendrik Funke, Verlagsleiter bei Ernst Klett Sprachen GmbH, Thomas Rechentin vom Sächsischen Kultusministerium, sowie die Autorinnen Marie Desplechin und Anne-Laure Bondoux.
Dieser Literaturpreis, an dem sich eine immer größere Anzahl deutscher Schulen beteiligt (über 4800 Schüler im Jahr 2012), geht auf den französischen Prix Goncourt des lycéens zurück und ist eine Gemeinschaftsinitiative der Kulturabteilung der Französischen Botschaft in Berlin, der französischen Kulturinstitute in Deutschland, der Kultusministerien der Länder, des Ernst Klett Verlags sowie der Leipziger Buchmesse. Vor kurzem ist EDF Deutschland als Sponsor dazu gekommen.
Der preisgekrönte Roman Le temps des miracles von Anne-Laure Bondoux erzählt die bewegende Geschichte eines kaukasischen Jungen, der in die Wirren des Krieges gerät. Als Kämpfer in ihr Dorf vorstoßen, beschließt Gloria, die Pflegemutter des kleinen Koumaïl, sich mit ihrem Schützling auf den Weg nach Frankreich zu machen, die Heimat von Koumaïls leiblicher Mutter. Auf ihrer gefahrvollen Reise erfahren die beiden, dass Freundschaft auch über räumliche und zeitliche Trennung hinaus Wunder wirken kann.
Die jungen Leserinnen und Leser schätzten den Unterhaltungswert des actionreichen und spannenden Buches, sowie sein überraschendes Ende. Aber sie waren durchaus auch für die „Moral“, den Ruf nach grenzüberschreitender Solidarität und Menschlichkeit, empfänglich und erarbeiteten sich ganz von selbst Antworten auf die dem Roman zugrunde liegende philosophische Frage: Darf aus Liebe gelogen werden?
Der Ernst Klett Verlag dotiert den Prix des lycéens allemands mit 5000 Euro, die der Preisträgerin Anne-Laure Bondoux zugute kommen
Die Themen am 19.03.12 um 18:50 Uhr im SR Fernsehen. Wh. am 24.03.12 um 17 Uhr:
· Gaumenkitzler: Frankreich jüngster Sternekoch: Mit Mitte zwanzig hat sich Loïc Villemin Restaurant „Le Toya“ steht in Faulquemont gerade seinen ersten Michelin-Stern erkocht.
· Glamourkönig: Pierre Meyer und sein „Royal Palace“, Frankreichs drittgrößte Music Hall im kleinen elsässischen Dorf Kirrwiller
· Weltenbummler: Ein Niederländer in Luxemburg und sein 53 Jahre alter weitgereister Oldtimer: 33.000 Kilometer durch fremde Welten
· Osterbäcker: Ferien nebenan in Oberschaeffolsheim. Françoise und Paul Adam vertreiben elsässische Spezialitäten via Internet und sie haben fünf Gästezimmer.
Im Interview: Die Gruppe „Les Cajons“, die ihre neue CD vorstellt.
Nicolas Sarkozy auf einer Réunion publique nationale in Villepinte (Seine-Saint-Denis) – Dimanche 11 mars 2012: „j’ai appris que le président de la République était comptable des joies et des peines des Français…“
Hat Nicoals Sarkozy seine Kandidatur zu spät erklärt? Gemäß > IFPO wird Sarkozy im ersten Wahlgang 27 % und François Hollande 28,5 % der Stimmen erhalten. Im zweiten Wahlgang prognostiziert > IFPO den Sieg von François Hollande mit 56,5 % der Stimmen und eine Niederlage von Nicolas Sarkozy mit 43,5 % der Stimmen. Damit ist noch nichts entschieden. Daran kann sich noch viel ändern. Allerdings war Sarkozy nicht gut beraten, anzukündigen, dass er im Falle einer Niederlage aus der Politik aussteigen solle. Das muss er umdeuten lassen, um seine Chancen zu verbessern. Bis zum ersten Wahltag am 22. April gibt es genügend Zeit die Websites von > François Hollande und > Nicolas Sarkozy ausführlich miteinander zu vergleichen.
Nach den Gesprächen mit > Alfred Grosser und der Ministerpräsidentin des Saarlandes, > Annegret Kramp-Karrenbauer war der Frankreich-Blog heute wieder mit dem transportablen TV-Studio auf Reise. Diesmal lud das Deutsch-Französische Institut in Ludwigsburg, > www.dfi.de, zu einem Gespräch ein. Der Leiter des Instituts, Prof. Dr. Frank Baasner hat uns empfangen, und das Gespräch wird hier als Video gezeigt.
Herr Professor Baasner hat Romanistik, Vergleichende Literaturwissenschaft und Psychologie an den Universitäten Bonn, Bologna und Tübingen studiert.1993 wurde er habilitiert und war zunächst Professor an der Universität Erlangen 1993-1995, dann in Mannheim. Dann wurde er Direktor des Deutsch-französischen Instituts in Ludwigsburg.
Wir haben Professor Baasner nach den Ursprüngen des Instituts, seiner Rechtsform und seiner Größe gefragt. Besonders interessant ist die > Bibliothek des Deutsch-französischen Instituts, die für alle Interessierten offensteht. Seit Anfang dieses Jahres hat das DFI auch ein Verbindungsbüro in Paris. Es befindet sich dort in der Avenue d’Iéna, wo auch das Goethe-Institut seinen Sitz hat.
Ihr Institut gibt viele Bücher – oft mit Partnern zusammen – heraus. Meistens werden Veranstaltungen anlässlich solcher Publikationen durchgeführt. Mit dem kürzlich erschienenem Band Stadtentwicklung und Integration Jugendlicher in Deutschland und Frankreich, das die Wüstenrot Stiftung zusammen mit Ihrem Institut veröffentlicht hat, kann man das besonders gut verfolgen, Podiumsdiskussion hier im Institut, Buchvorstellung in Lyon und ein Workshop in Berlin. Wir haben Herrn Baasner danach gefragt, ob das Institut auf diese Weise mehr Einfluss auf die Lösung der in diesem Band angesprochenen Probleme gewinnen kann.
Die Präsidentschaftswahlen 2012 sind für das DFI eine gute Gelegenheit Veranstaltungen zusammen mit dem Institut français in Stuttgart und dem Stuttgarter Literaturhaus anzubieten. Wir haben Herrn Baasner gefragt, wieso Schüler in Deutschland sich über diese Wahlen informieren sollten.
Bundeskanzlerin Merkel hat sich mit dem gemeinsamen Interview zusammen mit Präsident Sarkozy in den Wahlkampf eingebracht oder eingeschaltet, man hört in den Medien, so etwas entspricht nicht unbedingt den bisherigen Usancen. Aber im März 1981 hatte schon Willy Brandt Wahlkampfhilfe für François Mitterrand geleistet zum Verdruss von Bundeskanzler Schmidt. Also Wahlkampfhilfe über den Rhein hinweg. Professor Baasner meint auch, das Thema dürfe nicht überbewertet werden. Genauso wie die Berichte des SPIEGELS, Merkel wolle Hollande nicht empfangen… Das könne sich schnell ändern. – Hendrik Uterwedde, der stellvertretende Direktor des DFI, meint in einem Kommentar für den European, dass > Merkollande genauso funktionieren würde wie Merkozy… Im Aufmacher seines Artikels im European steht: „François Hollande ist keine Gefahr für die deutsch-französischen Beziehungen. Die Realität wird den Sozialisten, sollte er gewählt werden, schnell einholen. Eine Neuverhandlung des Fiskalpakts steht dann nicht mehr zur Debatte.“
Weiterhin haben wir Herrn Baasner nach dem aktuellen Stand der deutsch-französischen Beziehungen gefragt. Die Europäische Union steckt in einer weitreichenden Schulden- und Finanzkrise, Milliarden werden aufgewendet, um marode Volkswirtschaften einiger Mitgliedsländer zu stützen. Wer hat in dieser Krise den aktiveren Anteil: Frankreich oder Deutschland?
Am 9. September 1962 hielt der französische Staatspräsident Charles de Gaulle im Ehrenhof des Ludwigsburger Schlosses eine Rede, in der er sich auf deutsch direkt an die deutsche Jugend wandte: „Diese […] Solidarität müssen wir selbstverständlich organisieren. Es ist die Aufgabe der Regierungen. Vor allem müssen wir ihr aber einen lebensfähigen Inhalt geben, und das soll insbesondere das Werk der Jugend sein“. Wir haben Herrn Baasner nach der Bilanz nach 50 Jahren gefragt? In seiner Antwort geht Herr Baasner auch auf den Ablauf der geplanten Feierlichkeiten zu diesem Jubiläum in Ludwigsburg ein.
Zuletzt die wichtige Frage, warum sollten seiner Meinung nach deutsche Schüler Französisch lernen?
Es gibt verschiedene Initiativen zugunsten des Sprachunterrichts beiderseits des Rheins, könnten oder müssten Paris und Berlin nicht mehr für den Sprachunterricht tun. Das haben beide Länder doch 1963 vertraglich vereinbart: „a) Sprachunterricht. Die beiden Regierungen erkennen die wesentliche Bedeutung an, die der Kenntnis der Sprache des anderen in jedem der beiden Länder für die deutsch-französische Zusammenarbeit zukommt. Zu diesem Zweck werden sie sich bemühen, konkrete Maßnahmen zu ergreifen, um die Zahl der deutschen Schüler, die Französisch lernen, und die der französischen Schüler, die Deutsch lernen, zu erhöhen.“ Ob da in den letzten Jahrzehnten etwas versäumt worden sei, wollten wir wissen.