Ein Interview mit S.E.M. Gourdault-Montagne,
Botschafter der Französischen Republik in Deutschland

Am Freitag, 30. März 2012, hat S.E.M. Maurice Gourdault-Montagne, Botschafter der französischen Republik in Deutschland, uns in der Botschaft am Pariser Platz in Berlin zu einem Interview empfangen.

S.E.M. Maurice Gourdault-Montagne ist seit einem Jahr Botschafter in Deutschland. Er war bereits von 1988 bis 1991 als Botschaftsrat in der französischen Botschaft damals noch in Bonn. Zu Beginn des Gesprächs haben wir über Unterschiede zwischen Frankreich und Deutschland gesprochen. In diesem Interview hat er seine Aufgaben als Botschafter beschrieben und erklärt, wie er die deutsch-französische Zusammenarbeit mitgestalten kann.

Wir haben ihn nach der Konvergenz auf wirtschaftlichem Gebiet gefragt. In Toulon hat Staatspräsident Nicolas Sarkozy am 1. Dezember 2011 gesagt: „La France et l’Allemagne ont fait le choix de la convergence. Je ne reviendrai jamais sur ce choix,“ und am 29. Januar hat er auf das deutsche Modell hingewiesen. Was fasziniert die Franzosen am deutschen Modell, wollten wir vom Botschafter erfahren.

Nächstes Jahr wird der 50. Jahrestag des Elysée-Vertrages gefeiert. Zeit für eine Bilanz und einen Ausblick: Vor welchen Aufgaben steht die deutsch-französische Kooperation heute und morgen? Der 14. Deutsch-Französische Ministerrat hat den Staatsminister im Auswärtigen Amt, Michael Link, und den französischen Europaminister, Jean Leonetti, beauftragt, ein „deutsch-französisches Jahr“ aus Anlass des 50. Jahrestags des Elysée-Vertrages am 22. Januar 2013 vorzubereiten. Eine Erfolgsgeschichte wird gefeiert, aber es wird doch auch neue Initiativen geben?

Der Deutsch-Französische Ministerrat hat am 4. Februar 2010 eine deutsch-französische Agenda 2020 formuliert, die Rahmen und Ziele unserer Zusammenarbeit vorgibt. „Wir möchten, dass bis 2020 jeder zweite deutsche und jeder zweite französische Schüler einer weiterführenden Schule das jeweils andere Land zumindest ein Mal besucht hat.“ Wie steht es darum? Mit dem Elysée-Vertrag von 1963 wurde die Bedeutung des Sprachunterrichts in beiden Ländern vertraglich vereinbart: „[…] beide Länder werden sich bemühen, konkrete Maßnahmen zu ergreifen, um die Zahl der deutschen Schüler, die Französisch lernen, und die der französischen Schüler, die Deutsch lernen, zu erhöhen…“ Wird von beiden Seiten für die Förderung der Sprache des Nachbarn bisher genug getan?

Zum Abschluss: Welche Autoren möchte er einem deutschen Publikum empfehlen?

> www.botschaft-frankreich.de/

Zur Erinnerung auf diesem Blog:

> De Gaulle et l’Allemagne : Discours devant la jeunesse allemande – Ludwigsburg – 9 septembre 1962
> Le miracle de la réconciliation franco-allemande. Il y a 48 ans: La signature du traité de l’Élysée
> Prix des lycéens allemands

Im Literaturhaus Stuttgart:

> Michel Houellebecq – 13.02.2002
> Michel Houellebecq – 13.09.2005

Ein Wettbewerb: Bewegende Dinge – Les choses qui bougent – Things on the move

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Promouvoir la langue française en Allemagne /
Mehr Deutsch lernen in Frankreich

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SaarLorLüx am Montag, 2.04.12 um 18:50 Uhr im SR Fernsehen

SaarLorLüx war in und um Saargemünd unterwegs. Susanne Gebhardt hat sich auch mit dem Chocolatier Franck Kestener getroffen und und seine Ostervorbereitungen beobachtet geschaut. Zu sehen ist die Sendung 02.04.12 um 18:50 Uhr im SR Fernsehen (Wh. am 07.04. um 17 Uhr):

Ein himmlischer Ausflug mit den „Randonneurs Celestes“, der Saargemünder astronomische Verein, der mit professionellem Gerät spektakuläre Fotografien des Firmaments macht. – Der Schreiner Pierre Dausig arbeitet tagsüber in einer Möbelfabrik. Nach Feierabend setzt er fantasievolle Möbel und Accessoires, die er dem unter dem Namen Pi.ère Créations im Internet vertreibt. – Das Gästehaus „Les Chalands“ am Ufer der Saar mit Yolande Wilhlem, die Gastgeberin, sammelt Fayencen. – 1966 beschloss Familie Gurtner, sozusagen im heimischen Keller, ins Kaffeeröstergeschäft einzusteigen.Das Unternehmen wird in zweiter Generation geführ. – Das „Belle Etoile“ lockt mit seinen Fondues Gäste aus der ganzen Region nach Blies-Guersviller.

10 Kandidaten: Election présidentielle en France 2012

Jetzt nimmt der Wahlkampf – unterbrochen durch die Attentate im Südwesten – in Frankreich so richtig Fahrt auf:

> Présidentielle 2012 : comparez toutes les intentions de vote – LE MONDE ***

> 10 Kandidaten haben mehr als 500 „parrainages“ abgegeben (LE MONDE, 16.3.2012) = Unterschriften von Personen, die ein politisches Amt gewählt wurden:

Mit den Ergebnissen des ersten Wahglgans am 22. April 2012:

  Sites personnels – Blogs Partis ou mouvements politiques
    Nathalie Arthaud
0,56 %
 Lutte ouvrière, LO
    François Bayrou
9,13 %
 Mouvement démocrate, MoDem
  Jacques Cheminade
0.25 %
  Solidarité et progrès, SP
  Nicolas Dupont-Aignan
1,79 %<
Debout la République , DLR
   François Hollande
28,63 %
 Parti socialiste, PS
   Eva Joly
2,31 %
 Europe Ecologie-Les Verts, EELV
  Marine Le Pen
17,9 %
 Front Natikonal, FN
  Jean-Luc Mélenchon
11,11 %
 Front de gauche, FG
  Philippe Poutou
1,15 %
 Nouveau parti anticapitaliste, NPA
  Nicolas Sarkozy
27,18 %
 Union pour un mouvement populaire, UMP

> Meinungsumfragen

> Présidentielle 2012 : Les derniers sondages – TF1 ***

> Libération – Comprendre les sondages

> Le baromètre de l’action politique Ipsos / Le Point

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Zum Anklicken: Die Themen auf diesem Blog

Wer hat die besten Chancen am Sonntag, 22. April im ersten Wahlgang die meisten Stimen auf sich zu vereinigen? Erhält sie oder er nicht die absolute Mehrheit der Stimmen, gibt es zwei Wochen später, am Sonntag, 6. Mai 2012, eine Stichwahl. Beim Stand der Dinge gingen die Kommentatore in Frankreich vor einige Tagen noch davon davon aus, dass möglicherweise François Holland (PS) im zweiten Wahlgang mit über 55 % der Stimmen vor Nicoals Sarkozy (um 44,5 %) gewinnen wird. Das ist aber noch lange nicht entschieden, und es ist gut möglich, dass bei den Meinungsumfragen viele enttäuschte Wähler auf die linke Seite wechseln – solange der Wahlkampf dauert. Ein gewisser Anteil der Wähler sieht die Sache in der Wahlkabine dann doch anders. Wenn dieser Anteil größer als 6-8 % ist, wird Sarkozy wiedergewählt. Hollande ist als Generalsekretär der Parti socialiste bekannt und wäre ganz ohne Zweifel im Schatten von Dominique Strauss-Kahn geblieben, der seine sehr guten Wahlchancen leichtfertig aufgegeben hat. Mittlerweile glauben die Meinungsforscher, eine Veränderung bei den Wahlabsichten zu erkennen: > Un sondage donne Nicolas Sarkozy et François Hollande à égalité au premier tour – LE MONDE, 16.3.2012.

> Petit vocabulaire pour l’élection présidentielle en France

> Sarkozy marque des points, Hollande chute, selon un sondage,
LE MONDE, 16 mars 2012

> Sarkozy-Hollande: télescopage de sondages – Libération, 13 mars 2012

Spannend ist der Wahlkampf, weil man jeden Tag > Minuite par Minute (LE MONDE) genau beobachten kann, welche „Meinungsausschläge“, die Auguren zu erkennen glauben, wenn Sarkozy beim Schengen-Abkommen strenger werden will, wenn Hollande von einer Reichensteuer spricht, wenn Sarkozy neue Referenden ankündigt oder Hollande den Fiskalpakt neu verhandeln will, und Sarkozy eine bisschen mehr Verhältniswahlrecht bei den Parlamentswahlen einführen will.. Dabei kann man auch erkennen, ob Kandidaten Themen ihrer Konkurrenten aufgreifen oder besetzen wollen, wenn diese wie z. B. Jean-luc-Melenchon in den Meinungsumfragen etwas steigen.

> L’EXPRESS – Les élections présidentielles

Vergessen wir nicht, dass es 2012 auch > Élections législatives = Wahlen zur Assemblée Nationale geben wird.

Compter les mots ou ce qui nous apporte la lexicométrie

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Alfred Grosser erhält Deutsch-Französischen Medienpreis 2012

(SR) Der französische Publizist und Politikwissenschaftler Alfred Grosser wird mit dem Deutsch-Französischen Medienpreis 2012 geehrt.

Wenige Monate vor dem 50. Jahrestag der Unterzeichnung des Elysée-Vertrages würdigt der Beirat des Deutsch-Französischen Journalistenpreises (DFJP) damit einen der bedeutendsten Akteure und Wegweiser der deutsch-französischen Aussöhnung. Von 1945 bis heute hat sich Alfred Grosser unermüdlich für die deutsch-französische Verständigung eingesetzt. Durch zahlreiche Publikationen und Vorträge hat er dazu beigetragen, freundschaftliche Beziehungen zwischen den Nachbarn aufzubauen und ist dabei nie müde geworden, die Gemeinsamkeiten und Unterschiede aufzuzeigen.

Der Vorsitzende des Deutsch-Französischen Journalistenpreises und Intendant des Saarländischen Rundfunks, Thomas Kleist, sagte: „Alfred Grosser nimmt im Aussöhnungsprozess eine solche Ausnahmestellung ein, dass er häufig respektvoll als „Elefant“ der deutsch-französischen Beziehungen bezeichnet wird. Dieses Bild illustriert eindringlich die Größe wie auch die Dauerhaftigkeit seines Engagements. Es ist uns eine besondere Ehre, ihn im Zusammenhang mit dem Jubiläum des Elysée-Vertrages auszeichnen zu können, zu dessen geistigen Wegbereitern er zählt.“

Der Deutsch-Französische Medienpreis wird an in den Medien tätige oder präsente Personen oder Organisationen vergeben, die sich in ihrem Schaffen besonders für die Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich engagiert haben. Die Auszeichnung gehört zum > Deutsch-Französischen Journalistenpreis (DFJP), der 1983 vom Saarländischen Rundfunk ins Leben gerufen wurde und inzwischen von ARTE, dem Deutsch-Französischen Jugendwerk, Deutschlandradio, France Télévisions, Radio France, Le Républicain Lorrain, der Robert Bosch Stiftung, der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck und dem ZDF mitgetragen wird.

Mit dem Deutsch-Französischen Medienpreis wurden bisher Tomi Ungerer, Simone Veil und Volker Schlöndorff ausgezeichnet.

Die Verleihung findet am Donnerstag, 28. Juni, 18.00 Uhr, im Hauptstadtstudio der ARD in Berlin statt. Dabei werden neben dem Medienpreisträger deutsche und französische Journalistinnen und Journalisten, die mit ihren Arbeiten zu einem besseren Verständnis zwischen Frankreich und Deutschland in Europa beitragen, in den Kategorien Video, Audio, Textbeitrag und Multimedia ausgezeichnet.

Auf diesem Blog:
> Der Videofilm. Nachgefragt: Alfred Grosser, Die Freude und der Tod. Eine Lebensbilanz
> Alfred Grosser wird heute 85 Jahre alt, 1. Februar 2010
> Ein Gespräch mit Alfred Grosser, 19. Juni 2008

Hélène Grémillon: Le Confident

Wieder einmal unterwegs mit dem >transportablen Fernsehstudio. Ankommen, aufbauen und schon geht es los. Life mit dem ein oder anderen Versprecher. Diesmal im Institut français de Stuttgart:

Hélène Gremillon vient du Poitou. Elle a étudié les lettres elle s’est engagée dans la publicité et dans la production comme scénariste-réalisatrice. Son premier roman Le Confident est sortie en août 2010 chez Plon. En Allemagne, la traduction de son livre vient de paraître Das geheime Prinzip der Liebe (Hoffmann und Campe, 2012).

Hélène Grémillon und Catherine Aubert gestern abend bei der > Lesung im Institut français in Stuttgart.

Le roman commence avec une étrange lettre. 1975, Camille attend un enfant. Après la mort accidentelle de sa mère, des lettres anonymes arrivent chez Camille. Il y plusieurs narrateurs et une longue historie qui se déroule en 1939. – Comment faire une interview en faisant attention que l’auteur ne raconte pas trop de son roman, pour que vous gardiez tout suspense? La lecture de son roman révèle changement rapide des points de vues. On y retrouve du cinéma? Hélène Grémillon aparticipé à plusieurs films et courts métrages dont « La blague » en 2006. Ma question: Le cinéma et les lettres, pour elle, ils vont ensemble ?

Il y a de la psychologie dans son roman. Quel est son personnage le plus psychologisé? – le mot n’existe pas. Et bien sûr la dernière question: Qui devrait lire votre livre ?

Hélène Grémillon, Le confident, Paris : Plon, 2010

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