Marine Le Pen und ihre Idee einer Annäherung an Russland nach dem Ende des Kriegs in der Ukraine

> Conférence de Presse de Marine Le Pen, mardi 12 avril à 14h30.

Präsidentschaftswahl in Frankreich

> #Presidentielle2022 auf unserem Blog

> Election #presidentielle 2022 : Bibliographie + sitographie

> Le tableau de bord de la campagne du second tour de l’élection présidentielle
– LE MONDE Emmanuel Macron et Marine Le Pen s’affronteront le 24 avril. Visualisez les intentions de vote, les temps de parole et les soutiens des deux candidats, actualisés chaque jour.

> Tous les sondages de tous les candidats à la présidentielle 2022 au 26 mars HUFFPOST

> #presidentielle2022 – Die Präsidentschaftswahl in Frankreich

> L’Europe nous protège: Les discours d’Emmanuel Macron sur l’Europe + le bilan (21 juillet 2020) – 8. Juli 2020

Die Nachrichten aus der Ukraine, der brutale Überfall Russlands auf die Ukraine, die offensichtlichen Kriegsverbrechen russischer Soldaten in der Ukraine müssen zur unbedingten Einigkeit des Westens, der EU und der NATO führen: Zuerst um der bedrohten Ukraine zu helfen und dann um weitere Kriegsszenarien zu verhindern, falls Russland mit seiner Aggression gegenüber der Ukraine Erfolg haben sollte. Jede Aktion, die Einheit des Westens zu spalten, kommt in dieseer Situation wirklich zu Unzeit. Es kann jetzt nur als absurd erscheinen, wenn die Präsidentin des Rassemblement national RN ihren Wählern eine Annäherung an Russland nach dem Ende des Krieges in der Ukraine verspricht. Sie schwärmt von einer strategischen Annäherung zwischen Russland und der NATO. Die Sanktionen gegenüber Russland beurteilt sie kritisch und denkt zuerst an die Kaufkraft der Franzosen. In ihrem Wahlprogramm steht die „Formation d’un gouvernement d’union nationale“: RN und Reconquête ?

Le Pen will die Europäische Union in eine „Europäische Allianz der Nationen“ umbauen, um Europa zu retten. Die nationalistischen Töne sind dabei unüberhörbar, auch wenn Le Pen versucht, sie zu vertuschen. Dabei verspricht sie, keinen „Frexit“ anstreben zu wollen.

> Europe : le programme radical de Marine Le Pen mènerait au « Frexit » – Les Echos – 12 avril 2022.

Clair et précis:

Tatsächlich hat sie die bisher in ihren Wahlprogrammen 2012 und 2017 enthaltene Forderung nach einem Rückzug Frankreichs aus der EU aufgegeben. Le Pen stellt sich ein „Concert des nations“ vor. „Das Projekt, das ich vorantreibe, ist ein Projekt, das das französische Volk mit einer europäischen Organisation versöhnen wird, die eine europäische Organisation ist, die freie und souveräne Nationen respektiert,“ sagt Le Pen, „Es stimmt, diese beiden Visionen sind unterschiedlich, aber sie sind nicht zwei Visionen, eine pro-Europa und eine anti-Europa. Es sind nur zwei Visionen, wie Europa organisiert werden soll.“

Ein Blick in einer der Broschüren, hier über die Verteidigung auf der Website des Rassemblement nationale, bestätigt das Vorhaben von Le Pen:

Das ist nichts anderes als Populismus, Europa schlecht machen, um den RN zum Retter Frankreichs zu machen. Kein anderer hat bisher in 16 Reden die refondation de l’Europe gefordet wie Emmanuel Macron. In Le Pens Wahlprogramm steht ihre Antwort unter einem „Déplacement à Bruxelles,“ als ob man mit einer Reise Europa unterwandern könnte. Das klingt schon ein wenig nach den „Vaterländern„, die man oft zu Unrecht mit De Gaulle in Verbindung gebracht hat. Dabei geht Le Pen natürlich mit keiner Silbe auf die Vorstellung Emmanuel Macrons ein, der durch die Souveränität Europas die Souveränität der Mitgliedsstaaten fördern und weiterentwickeln will: > L’Europe nous protège: Les discours d’Emmanuel Macron sur l’Europe + le bilan (21 juillet 2020).

Le Pen gab auch zu Protokoll, dass sie als Staatspräsidentin alle gemeinsamen Rüstungsprogramme mit Deutschland stoppen werde. Das klingt indirekt auch nach Kritik am Aachener Vertrag. Die Kritik an Deutschland ist nicht neu in ihrem Programm. Le Pen hatte sie schon letztes Jahr wiederholt:«Berlin n’est pas le bon partenaire de Paris dans le champ du régalien». La tribune de Marine Le Pen – L’Opinion – 13 Juli 2021. In diesem Interview ließ sie kein gutes Haar an der deutsch-französischen Kooperation. „Comment ne pas comprendre que Berlin adoptera toujours la politique de sa géographie : fédérer autour d’elle les pays de la Mitteleuropa face une Russie qui, alliée ou adversaire est toujours présente dans ses calculs. Si sa doctrine évolue vers un rôle international accru, c’est en raison d’un principe fédéraliste évident : participer à tout et n’être exclu de rien. A l’Otan, dans l’Union européenne, dans certains conflits, dans les drones, l’espace, l’aviation de combat, les systèmes terrestres, Berlin déroule la même stratégie : participer d’abord, s’imposer ensuite, diriger enfin. Face à cela, Paris cède par sentiment, par altruisme, par lâcheté.“ („Wie könnte man nicht verstehen, dass Berlin immer die Politik seiner Geographie verfolgen wird: die Länder Mitteleuropas um sich herum zu vereinen angesichts eines Russlands, das, ob Verbündeter oder Gegner, in seinen Berechnungen immer präsent ist. Wenn sich ihre Doktrin in Richtung einer größeren internationalen Rolle entwickelt, dann aufgrund eines klaren föderalistischen Prinzips: an allem teilhaben und von nichts ausgeschlossen sein. In der NATO, in der Europäischen Union, in bestimmten Konflikten, bei Drohnen, im Weltraum, in der Kampffliegerei und bei den Bodensystemen entfaltet Berlin dieselbe Strategie: erst mitmachen, dann sich durchsetzen, schließlich führen. Angesichts dessen gibt Paris aus Sentimentalität, Altruismus und Feigheit nach.“)

Sie werde die französische Unterstützung für eine ständigen Sitz Deutschlands im Sicherheitsrat der UN aufgeben. Mit Bezug auf das Pariser Klimaabkommen, gab Le Pen an, es nicht verlassen zu wollen, aber sie werde die zivile Nutzung der Kernenergie vorantreiben, um Frankreich von den fossilen Brennstoffen zu lösen

1er tour de la #presidentielle2022

Emmanuel Macron und Marine Le Pen kommen in die Stichwahl am 24. April 2022.

Wie schon Stefan Seidendorf unserer Redaktion erklärte > Nachgefragt. Stefan Seidendorf (DFI), Frankreich vor den #presidentielle2022 – 14 .Februar 2022, setzt sich mit diesem Wahlgang der Niedergang der PS und LR fort. 26,31 % der Wähler haben am ersten Wahlgang nicht teilgenommen. Wird sich Emmanuel Macron gegen die extremen Parteien im zweiten Wahlgang am 24. April behaupten können? Nach Schließung der Wahllokale wurde mit den Hochrechnungen der Abstand zwischen Marine Le Pen (Rassemblement nationale RN), 23 %, und Jean-Luc Mélenchon (La France insoumise), 22,2 % (Stand 24 Uhr), immer geringer; aber es blieb dabei, Macron und le Pen treten am 24. April im 2. Wahlgang an. Die Wahl vom 10. April hat auch den weiteren Niedergang der Parteien Les Républicains und der Parti socialiste bestätigt.

à suivre

> Résultats de la présidentielle 2022 en direct : l’écart se resserre entre Marine Le Pen et Jean-Luc Mélenchon LE MONDE, 10 avril 2022:

https://twitter.com/ThomasWieder/status/1513234034033401862

> Les résultats du premier tour de la présidentielle 2022 – LE MONDE, 10 avril 2022

Die Wahlergebnisse:

Emmanuel Macron : 27,85 %.

Marine Le Pen, Rassemblement national RN : 23,15 %.

Jean-Luc Mélenchon, La France insoumise : 21,95 %.

Eric Zemmour, Reconquête : 7,07 %.

Valérie Pécresse, Les Républicains LR, soutient Emmanuel Macron, Eric Ciotti(LR) votera contre : 4,78 %.

Avec Yannick Jadot, Europe Ecologie-Les Verts (EELV) : 4,63 %.

Jean Lassalle, Résistons ! : 3,13 %.

Fabien Roussel, Parti communiste français (PCF) :  2,28 %.

Nicolas Dupont-Aignan La France débout : 2,06 %.

Anne Hidalgo, PS : 1,75 %.

Philippe Poutou, Nouveau Parti anticapitaliste : 0,77 %.

Nathalie Arthaud, Lutte ouvrière : 0,56 %.

> Les clés d’une nouvelle campagne qui s’ouvre pour le second tour – Le Figaro – 11 avril 2022

> Les playlists de la présidentielle – Le Figaro – 11 avril 2022

à suivre

Sur notre blog: #presidentielle2022

#presidentielle2022: Wahltag in Stuttgart

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Am 10. April 2022 wird auch im Generalkonsulat in Stuttgart gewählt. Der erste Wahlgang der #presidentielle2022:

Der von Meinungsforschern vorhergesagte knappe Ausgang des 2. Wahlgangs am 24. April ist ein Anlass, sich mit dem Programm des RN, in dem die Debatte um die Kaufkraft und die Migration im Vordergrund stehen, zu beschäftigen: Für Marine le Pen gilt offenbar „Berlin n’est pas le bon partenaire de Paris dans le champ du régalien“, wie sie sie dies in einer Tribune libre am 13. Juli 2021 geschrieben hat. Sie zielt mit dieser Kritik

Präsidentschaftswahl in Frankreich

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> L’Europe nous protège: Les discours d’Emmanuel Macron sur l’Europe + le bilan (21 juillet 2020) – 8. Juli 2020

auf die gemeinsamen Rüstungsprojekte, woraus sie sogleich eine Generalverurteilung der Politik Macrons ableitet: „…“a politique allemande de M. Macron est devenue une grande illusion fracassée au contact de réalités allemandes que son orgueil lui a fait méconnaître de bout en bout.“ Kein Wort von einem Erfolg der deutsch-französischen Kooperation, nicht dass es die nicht gäbe, aber sie passen nicht in das Konzept des RN.

Unsere Blogredaktion hat seit ihrer Gründung 2006 ihr Netzwerk immer mehr weiter ausgebaut. Blicken wir in unser Adressbuch, fällt auf, dass wir niemanden kennen, der oder die für das RN stimmt. Kein Zweifel, unsere Leser/innen interessieren sich wohl für die deutsch-französischen Beziehungen. Nota bene, es gab auch Stimmen auf unserem Blog, wie Henri Menudier, Alfred Grosser oder Henrick Uterwedde, die die unzureichenden Reaktionen oder das Fehlen von Reaktionen seitens der Bundesregierung auf die europapolitischen Vorstellungen von Emmanuel Macron bedauert haben. Immerhin gab es den > Aachener Vertrag, von dem Alfred Grosser oder

In der oben zitierten Tribune von Marine le Pen steht auch: „Mais quelle est la valeur ajoutée diplomatique et militaire de cette alliance pour la France ? Rien à part des désillusions, des trahisons et des abandons. C’est donc vers d’autres horizons que la France, dès 2022, devra se tourner : d’abord vers le Royaume-Uni, avec qui elle partage un statut diplomatique et nucléaire similaire ; vers les Etats-Unis ensuite pour renégocier un traité d’alliance axé sur les défis de l’Indo-Pacifique et de l’espace ; vers ses alliés, nombreux, dans le monde, pour soutenir des idéaux communs et la lutte contre le terrorisme islamiste. Vers sa propre histoire et son identité nationale enfin pour retrouver l’énergie nécessaire à la reconquête de sa puissance.“ Die einseitige Darstellung von Problemen, das Aufbauschen eines Vorgangs, um in Bausch und Bogen das gesamte deutsch-französische Verhältnis nicht nur zu kritisieren, sondern fundamental in Fragen zu stellen und gar abzulehnen passt zur Taktik des Populismus, der das eigene Land bedingungslos schlecht macht – wobei auch manche Fakten vorher zurechtpoliert werden -, ums sich als Retter in der Not dem Wähler anzubieten.

Und Le Pen empfiehlt in ihrer Wahlkampfbroschüre zum Thema Verteidigung die Allianz mit Russland: S. 10 f.: „Parallèlement et sans crainte des sanctions américaines, il sera recherché une alliance avec la Russie sur certains sujets de fond : la sécurité européenne qui ne peut exister sans elle, la lutte contre le terrorisme qu’elle a assurée avec plus de constance que toute autre puissance, la convergence dans le traitement des grands dossiers régionaux impactant la France (Méditerranée orientale, Afrique du Nord & centrale, Golfe/Proche-Orient et Asie notamment).“

Ohne Zweifel gab es aufgrund der strikten Ausfuhrbestimmungen von Kriegswaffen in Deutschland Probleme beim Export gemeinsam hergestellter Rüstungsgüter: vgl. dazu > Rüstungsexporte. Nachgefragt: Brigadegeneral a.D. Dr. Klaus Wittmann antwortet auf unsere Fragen, wobei Deutschland diese Position mit der Regierungserklärung von Bundesanzler Olaf Scholz zumindest bezüglich des Überfalls Russlands auf die Ukraine revidiert hat: > Der Krieg in der Ukraine – aus deutsch-französischer Sicht.

Der Bezug auf de Gaulle seitens Marine Le Pen

https://twitter.com/RNational_off/status/1458041783837933571

ist ein guter Anlass, die Rede von Charles de Gaulle in Bayeux nachzulesen. Desgleichen ist der Ausdruck l’Europe des patries nicht geeignet, die EU zu kritisieren, sondern eher das europapolitische Konzept Emmanuel Macrons, die Souveränität Europas möge die der Mitgliedsstaaten schützen und fördern zu interpretieren: > Hörensagen: “Das Europa der Vaterländer”.

Migration und Kaufkraft sind die beiden großen Themen von Marine le Pen. Schauen wir uns zuerst die Debatte um die Kaufkraft an:

https://twitter.com/AdeMontchalin/status/1512328018831814661

https://twitter.com/EnsembleEMacron/status/1512438634070298629

Und was sagt Jean-Luc Mélenchon (La France insoumise) ?

https://twitter.com/BFMTV/status/1512320848102842370

Und Valérie Préceress (LR) ?

https://twitter.com/ADublanche/status/1512336513425682433

https://twitter.com/afpfr/status/1512470724295991301

N’oubliez pas :

https://twitter.com/fredvalletoux/status/1512360418760658945

XXX-e édition du Festival AMIFRAN, Festival International de Théâtre Jeunes Francophones

A Arad, en Roumanie, la XXX-e édition du Festival AMIFRAN aura lieu en présentiel – vive l’optimisme ! – du samedi 22 à jeudi 27 octobre 2022 sur la grande scène du Théâtre Classique « Ioan Slavici » d’Arad. Vous y êtes chaleureusement conviés. Pour les courageux, l’arrivée des troupes à Arad est prévue pour le samedi 22 octobre avant 17 heures et le départ, pour le jeudi 27 octobre.

Nous tenons à vous rappeler certains principes que chaque groupe est invité à observer :

• âge des participants: 14-19 ans, élèves pratiquant le théâtre en français, en milieu scolaire;
• chaque groupe comprendra maximum 15 élèves plus un/deux accompagnateur(s) adulte(s);
• chaque troupe présentera un spectacle de théâtre en langue française (pièce du répertoire, adaptation, texte original, création, etc.) d’une durée comprise entre 20 et maximum de 35 minutes;
• trois matinées seront réservées aux ateliers de formation théâtrale animés par des professionnels du théâtre; élèves et accompagnateurs y sont attendus;
• en guise de clôture du festival nous perpétuons le CONCOURS-SPECTACLE DE LANGUE, CULTURE et CIVILISATION FRANÇAISE où chaque pays/atelier théâtre sera représenté par un/une élève; le thème du concours 2022 est dédié – comme vous vous en doutez bien – à Molière, (400 ans depuis sa naissance) à sa vie, à son œuvre ainsi qu’à son texte «Le bourgeois gentilhomme »;
• Amifran propose aussi son concours de photographies Au-delà du rideau où chaque troupe/établissement/ville est invité(e) à s’inscrire avec maximum trois photos par personne, photos en couleurs ou noir et blanc, photos d’auteur ou d’un collectif d’auteurs, sur papier et ayant les dimensions de 20/30 cm; les meilleures photos seront primées;
• l’hébergement ( cinq nuitées, hôtel) et les repas chauds ( cinq pensions complètes, cantine) des participants, à partir du samedi 22 octobre (le dîner) à jeudi 27 octobre (le petit déjeuner) sont à la charge des organisateurs;
• le contexte économique – plus précisément la flambée des prix- nous oblige à monter, hélas !, la participation financière à 195 euro par personne (voir document attaché « conditions de paiement »);
• le voyage aller-retour est à la charge des groupes;
• date limite d’inscription au festival : 15 juin, délai de rigueur.
Si vous trouvez notre projet attrayant ou si vous souhaitez poursuivre ce petit bout de chemin entamé dans l’insouciance joyeuse le siècle dernier, veuillez remplir, signer et renvoyer la fiche d’inscription que vous trouverez sur notre site www.amifran.ro à partir du 15 avril 2022.

#presidentielle2022 und die Kandidat/innen

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Präsidentschaftswahl in Frankreich

> #Presidentielle2022 auf unserem Blog

> Election #presidentielle 2022 : Bibliographie + sitographie

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> #presidentielle2022 – Die Präsidentschaftswahl in Frankreich

> Officiellement candidat à la présidentielle : La « lettre aux Français » d’Emmanuel Macron

> L’Europe nous protège: Les discours d’Emmanuel Macron sur l’Europe + le bilan (21 juillet 2020) – 8. Juli 2020

In den Ergebnissen für die Umfragen bezüglich des zweiten Wahlgangs am 24. April verringert sich der Abstand von Maire le Pen zu Emmnuel Macron: Emmanuel Macron installe le duel avec l’extrême droite par Claire Gatinois, in: LE MONDE, 1er avril 2022.

Stand der Meinungsumfragen vom 8. April  zum ersten Wahlgang am 10. April:

Les Professions de foi des candidats (PDF) auf der Website der > Commission nationale de contrôle de la campagne électorale en vue de l’élection présidentielle:

Emmanuel Macron (LREM), 25 %

Marine Le Pen (Rassemblement national, RN), 22 %

Jean-Luc Mélenchon (LFI), 17 %

Eric Zemmour (Reconquête) et Valérie Pécresse (LR),  à 9 %,

Yannick Jadot (Écologie Les Verts EELV), 6 %.

Fabien Roussel (PCF), 3 %

Jean Lassalle (Résistons), 3 %

Nicolas Dupont-Aignan (Debout la France)  3%

Anne Hidalgo (PS) 2%,

Nathalie Arthaud (Lutte ouvrière, 1%

et Philippe Poutou (NPA), 0 %

Der Ukraine-Krieg hat die Programmatik der Kandidat/innen für die Präsidentschaftswahl aufgeschüttelt. Eigentlich ist der Wahlkampf für die Wahlen zur Nationalversammlung auch schon eröffnet, denn die Kandidat/innen haben den Termin für die Wahlen zur Nationalversammlung am 12. und 19. Juni 2022 fest im Blick. Die Sicherheitspolitik und damit auch die Energieversorgung wie die dadurch steigenden Preise stehen jetzt im Fokus.

> Quiz sur la présidentielle 2022 : de quel candidat êtes-vous le plus proche ? – LE MONDE – 2 avril 2022

https://twitter.com/FranceBlogInfo/status/1511779005707476997

Die Pandemie ist nicht vergessen, aber sie und der Ukraine-Krieg haben dem Amtsinhaber Gelegenheit gegeben, erfolgreich als Beschützer Frankreichs aufzutreten. Ihm gegenüber erscheinen die Kandidaten irgendwie alle blass weil sie keine wirklich besseren oder überzeugendere Konzepte für diese beiden Krisen vorlegen können. Wie aus der Zeit gefallen erscheint dabei Jean-Luc Mélenchon, der auf einem Austritt Frankreich aus der NATO besteht. Mit dieser Forderung schließen sich Marine le Pen und Éric Zemmour sich ihm an, während ihnen die Verbindungen zu Putin jetzt doch eher peinlich sind und möglichst schnell vergessen werden sollen.

Auch die Wahlbeteiligung kann das Ergebnis beeinflussen. Die Meinungsforscher rechnen mit ca. 30 Prozent Nichtwähler im ersten Wahlgang.

Wieder zeigt sich beim Präsidentschaftswahlkampf, dass alle Themen des politischen Lebens diskutiert werden, jede Kandidatin und jeder Kandidat versucht auf ihre/seine Weise zu punkten. Die großen Verlierer sind schon jetzt die PS und die LR, > Nachgefragt. Stefan Seidendorf (DFI), Frankreich vor den #presidentielle2022. Auf der rechten Seite zeigt sich, dass LR auf die rechtsextremen Forderungen von RN und Zemmour nicht gewappnet sind, oder gar mit Vaérie Pécresse (Les Républicains, LR) in die Versuchung geraten, ähnliche Töne aufzunehmen, was die Wähler/innen sofort bestrafen. Sie kommt nur noch auf ca. 10 Prozent. Marine Le Pen (Rassemblement national, RN) mit 19,4 Prozent, die aller Voraussicht nach die zweite Runde erreichen wird. Sie warnt vor Sanktionen, weil sie die Folgen des Krieges in wirtschaftlicher Hinsicht abfedern will. Ihre Nichte Marion Maréchal hat inzwischen ihre Unterstützung für Éric Zemmour angekündigt.

Les tâches pour les élèves

Faites des recherches sur ce blog.

1. Quels sont les > pouvoirs du Président de la République ?
2. Qui sont les > candidats principaux… qui pourrait arriver au seconnd tour ?
3. Comment > la guerre en Ukraine modifie-t-elle le regard sur l‘ > Europe ?

> Election #presidentielle 2022 : Bibliographie + sitographie

Éric Zemmour spricht weiterhin wie ein lupenreiner Populist, beklagt den Niedergang Frankreichs, für den natürlich nur er die besten Heilmittel habe und warnt vor „Bevölkerungsaustausch“. Nach dem Beginn des Ukrainekriegs hat er 8 Prozent verloren Die Meinungsforscher sagen für ihn jetzt um die 108 Prozent voraus. Sein Vorbild Charles de Gaulle scheint er nicht verstanden zu haben, oder zumindest hat er seine Reden zu Europa kaum präsent: > Hörensagen: “Das Europa der Vaterländer”.

Die Fragmentierung der Linken ist ihr größtes Problem. Die Bürgermeisterin von Paris Anne Hidalgo (Parti socialiste PS) mit 2 Prozentpunkten hoffnungslos abgeschlagen ist. Der Kommunist Fabien Roussel wird wohl auch kaum über 2 Prozent kommen. Yannick Jadot war der Spitzenkandidat der Liste der Partei Europe (Écologie Les Verts EELV) und er erhielt bei der Europawahl 2019 13,4 Prozent. Die Erfolgswelle setzte sich bei den Kommunalwahlen 2020 fort: Lyon wie Straßburg bekamen grüne Bürgermeister. Jetzt ist er in den Umfragen zur Präsidentschaftswahl mit mageren 5 Prozent weit abgeschlagen. Das Klima als Thema ist von Fragen der Kaufkraft und des Ukrainekriegs überholt worden. Jadot erinnert an die Notwendigkeit der erneuerbaren Energien, will Neuwagen mit Verbrennungsmotor ab 2030 von der Straße holen und die Unabhängigkeit von russischer Energie und warnt vor der Förderung der Atomenergie. Er bis 2035 zehn Atomkraftwerke dicht machen, während Emmanuel Macron den Bau neuer Atomkraftwerke angekündigt hat: > Emmanuel Macron kündigt den Bau weiterer Atomkraftwerke an. Ob manche der früheren Anhänger von Jadot Jean-Luc Mélenchon bevorzugen, der in diesen Tagen sich in den Umfragen auf 14,8 Prozente verbessern kann? Ob er aber mit seiner Forderung die NATO zu verlassen weiterhin punkten kann? Im Gegensatz zu Macron, der das Renteneintrittsalter auf 65 heraufsetzen will, fordert Mélenchon 60 Jahre.

Und Emmanuel Macron? Er wird wohl mit großer Sicherheit in die Stichwahl am 24. April kommen. Wahrscheinlich wegen des Ukrainekriegs hat er nach dem 24. Februar die Bekanntgabe seiner Kandidatur bis zum 3. März verschoben und trat auch dann kaum als Kandidat in Erscheinung. Die Staatsgeschäfte hatten offensichtlich Vorrang. In Aubervilliers hat er sein Programm vorgestellt: > Emmanuel Macron dévoile son programme à Aubervilliers. In einer fast vierstündigen Pressekonferenz hat er alle wichtigen Themen abgehandelt: Vom Klima über die Technik, Demokratie bis zu Europa, das er als einen starken Schutzschirm sehen will, nur so sei ein unabhängiges Frankreich möglich. Damit greift er wieder seine Idee einer europäischen Souveränität auf, die einzig und allein in der Lage sei, diejenige der Mitgliedsstaaten zu schützen. Und er will Frankreich von fossilen Energieträgern so bald wie möglich unabhängig machen. Und er hat die Sicherheit Europas im Blick, mit der eine Steigerung des Verteidigungshaushalts um 35 Prozent auf 50 Milliarden rechtfertigen will. Vor dem ersten Wahlgang, wird Macron an keiner Fernsehdiskussion mit andere Kandidaten teilnehmen, erst vor der Stichwahl soll es ein solches Duell geben. Nach einem Höhenflug bis 32 Prozent in den Umfragen nach dem Beginn des Ukraine-Kriegs, steht er jetzt wieder bei ca. 28 Prozent, gefolgt von Marine Le Pen (> Das Programm von M. Le Pen) mit aktuell 19,4 Prozent.

https://twitter.com/CNEWS/status/1512295371485102087

Liberté! 650 Grenzgänger feiern Ecole du Flow mit Zweierpasch in Besançon

Dss war ein MEGA-Ereignis! 1100 Teilnehmer, 52 Songs, 6 Finalisten, 2 Länder, 1 Bühne. Das Finale der Ecole du Flow am Mittwoch, 6. April 2022 in Besancon bot großes Kino. Das Event mit 650 Grenzgängern aus Frankreich, Deutschland und der Band Zweierpasch wurde zum Appell eines jungen, kreativen und rebellischen Europas, das Sprachen mischt, Zukunft mitgestalten will und Putin zuruft: Roll die Panzer zurück in die Garage, stop den Krieg und das Blutbergiessen in der Ukraine, wir stehen vereint für den Frieden. Am Ende jubelten zwei Sieger über den ersten Platz.

Liberté! 650 Grenzgänger feiern Ecole du Flow mit Zweierpasch in Besançon ©-Panoramique_Pix

Die deutsch-französische HipHop-Band Zweierpasch hat 2021 ihre dritte grenzüberschreitende Songwriting-Challenge ausgerufen: Junge Künstler*innen aus beiden Ländern haben dafür Songs zum Thema „Liberté“ geschrieben. Die sechs besten Gruppen präsentierten ihre Werke beim großen Finale im Konzertsaal La Rodia live auf der Bühne. Die Jury der „Ecole du Flow“ kürte in Besançon zwei Sieger.


> Nachgefragt: Zweierpasch und der 3. HipHop-Wettbewerb für Frankreich und Deutschland – mit Videos von Zweierpasch


Deutsch-französischer Rap zur Eröffnung

650 junge Deutsche und Franzosen warten gespannt auf den Kick-Off im stimmungsvoll beleuchteten Konzertsaal in Besançon. Ihre Anreise aus verschiedenen Teilen Deutschlands und Frankreichs dauerte zum Teil viele Stunden. Die Spannung ist greifbar. Zweierpasch eröffnen das Event mit ihrem Klassiker Grenzgänger Frontalier. Das Publikum rappt den Refrain mit. Das Feuer ist entfacht. Till und Felix Neumann, Frontmänner der Band, schlüpfen danach in die Rolle der Moderatoren. „Est-ce que vous êtes chaud? C’est l’Ecole du Flow“, rufen sie von der Bühne. Und bitten dann Botschafter aller Gruppen nach oben.

©-Panoramique_Pix

Sechs Finalisten kämpfen um die Krone

Mit selbst produzierten Songs und Videos qualifizierten sich sechs Crews fürs Finale und damit einen Auftritt live vor Publikum:

Lahr, Freie Evangelische Schule: „Wir sind frei“
Karlsruhe, Max Planck Gymnasium: „Liberez les animaux“
Chazay d’Azergue (bei Lyon), Lycée Alexis Kandelaft: „Endlich befreit“
Faverney (bei Vesoul), Collège Louis Pergaud: „Herzensschrei“
Champagnole, Collège Jeanne d’Arc: „Laisse moi être moi même“
Ludwigsburg, Goethe Gymnasium + Montbéliard, Collège Guynemer: „I am free“

Der Titel der dritten Ecole du Flow ging mit zwei ersten Plätzen an die Gruppe aus Faverney und Chazay d’Azergue. Beide überzeugten mit hervorragenden Auftritten und tollen Songarrangements und konnten so die meisten Jurypunkte (Zweierpasch, Centre Culturel Français Freiburg, Ernst Klett Verlag) auf sich vereinen.

Anti-Kriegs-Appell an Putin

Nachdem im Vorfeld des Finales klar war, wie sehr die Ukraine-Invasion Russlands die Teilnehmer beschäftigte, legten alle Anwesenden eine Schweigeminute ein. So standen Deutsche und Franzosen in Besançon gemeinsam mit Banner, Ukraineflaggen und spürbaren Emotionen Schulter an Schulter vereint. Es flossen Tränen. Der Wunsch nach einer friedlichen Zukunft und einer Welt ohne Mauern spiegelte sich auch in Songtexten wieder: „Together, wir sind alle frei, we can be the future“, sangen etwa Ludwigsburg und Montbéliard gemeinsam in ihrem dreisprachigen Track. Der Appell wurde deutlich: Putin, stop diesen sinnlosen Krieg!

Zweierpasch mit frenetischem Publikum

Als ob so viel Liveperformance nicht schon genug wäre. Im letzten Teil des Events drehte die Zweierpasch-Band 40 Minuten lang auf. Die sechsköpfige Band belohnte damit das frenetische Publikum. Songs wie Fake, Farbenrausch und Mon Chemin sorgten für bombastische Stimmung und Gänsehautmomente mit Lichtermeer. Die preisgekrönte Formation aus Freiburg und Strasbourg stellte eindrucksvoll unter Beweis, wie politisch, rebellisch und facettenreich ihr Sound ist. Mit Trompeter Cristian Kata, Gitarrist und Sänger Stefan Harth, Drummer Max Büttner und Bassist Michael Holland wissen die Rapper und Songwriter Felix und Till Neumann ein Kollektiv der Extraklasse hinter sich.

Zweierpasch auf Tour: Konzerte in Karlsruhe, Nantes und Aschaffenburg

Die Band arbeitet an zwei Releases: eine Back-To-The-Roots EP mit Producer BeFranky und ein Album unter dem Arbeitstitel „Positive Rebellion“. Noch im April erscheint das Video zur Single „La Joconde“ mit den Visual Creators. Am 29. April spielt die Gruppe in Nantes, am 7. Mai in Besancon, am 19. Mai im Jubez Karlsruhe und am 9. Juli auf der Museumsnacht Aschaffenburg.

La Maison d’Izieu. Vor 78 Jahren wurden 44 jüdische Kinder vom Lyoner Gestapo-Chef Klaus Barbie verschleppt

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https://twitter.com/AuschwitzMuseum/status/1247067400773779456

https://twitter.com/fred_sallee/status/1247149120051175424

Präsident François Hollande reiste 2015 nach Izieu, um dort der 44 jüdischen Kinder zu gedenken, die am 6. April 1944 vom Lyoner Gestapo-Chef Klaus Barbie zusammen mit ihren sieben Betreuern verhaftet und verschleppt und in Auschwitz ermordet wurden. Zwei ältere Kinder und ein Betreuer wurden in Reval ermordet:


Pierre-Yves le Borgn‘ > A la mémoire des enfants d’Izieu – 5 avril 2014 :
„Je me souviens encore des paroles de Sabine Zlatin lors du procès Barbie, de son émotion, de sa dignité, de sa rage, de son combat pour que chacun connaisse cette épouvantable tragédie et se souvienne. Ces paroles résonnent encore en moi. C’est à son initiative et à celle de la communauté juive de Lyon que fut fondé le Musée mémorial des enfants juifs exterminés, situé dans la maison et les dépendances ou vivaient les enfants, et inauguré par le Président François Mitterrand en avril 1994. C’est un lieu poignant, où vit la mémoire des enfants. C’est un lieu de souvenir, avec des écrits, des dessins, des photos. Un lieu qui raconte l’innocence et le bonheur. Un lieu qui bouleverse à jamais.“


La Maison d’Izieu, 80 km von Lyon entfernt war von Mai 1943 bis April 1944 das Heim für Kinder, deren Eltern von Nazis deportiert worden waren. Nur León Reifmann und eine ihrer Betreuerinnen, Lea Feldblum konnten sich in Sicherheit bringen. Feldblum konnte 1987 im Prozess gegen Klaus Barbie als Zeugin gegen Barbie auftreten.

«La barbarie n’a pas d’âge, de limite et de couleur, le repli et l’isolement sont toujours des poisons mortels pour une nation … Dans notre civilisation de l’image, tout doit être fait pour que la mémoire trouve sa place. L’école doit s’ouvrir aux témoins, aux artistes, aux scientifiques et lutter contre les préjugés.Tous les aspects de notre passé doivent être enseignés dans nos établissements scolaires: l’esclavage, la colonisation, la Shoah», erklärte François Hollande.

> Mémorial des enfants d’Izieu

LE FIGARO zeigt das Telegramm, mit dem Barbie über das Verbrechen berichtete:
> Hollande à Izieu : «Tous les aspects de notre passé doivent être enseignés à l’école» LE FIGARO, 6 avril 2015.

Le 24 avril 1994, le président François Mitterrand a inauguré le Mémorial de la Maison d’Izieu :

> Le président François Hollande s’est rendu à la maison d’Izieu – Site du Palais de l’Élysée

https://twitter.com/FranceBlogInfo/status/586254315985235969

https://twitter.com/najatvb/status/585043525219315712

https://twitter.com/Shoah_Memorial/status/1247153426036916224

Neues für Französisch: Die Kurswahlen für die Oberstufe

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Präsidentschaftswahl in Frankreich

> #Presidentielle2022 auf unserem Blog

> Election #presidentielle 2022 : Bibliographie + sitographie

> Tous les sondages de tous les candidats à la présidentielle 2022 au 26 mars HUFFPOST

> #presidentielle2022 – Die Präsidentschaftswahl in Frankreich

> Officiellement candidat à la présidentielle : La « lettre aux Français » d’Emmanuel Macron

> L’Europe nous protège: Les discours d’Emmanuel Macron sur l’Europe + le bilan (21 juillet 2020) – 8. Juli 2020

Kaum ein/e Französischlehrer/in kann mit den diesjährigen Ergebnissen der Kurswahlen wirklich zufrieden sein. Mancherorts kommt kein Leistungskurs, manchmal sogar nicht einmal ein Leistungskurs zustande. Die Gründe dafür sind vielfältig. Die Schüler/innen machen sich in erster Linie Gedanken um ihren Abischnitt, dann ist da auch noch die Frage, wie der Aufwand fürs Abitur möglichst gering gehalten werden könnte.

Die Abwahl ist ganz einfach, man wählt einfach andere Fächer, man muss noch nicht mal ausdrücklich sagen, Französisch möchte ich nicht mehr lernen. Man braucht auch keine frankophonen Schriftsteller zu kennen, keine Kenntnisse in der Literaturgeschichte vorzuweisen, auch sonst nicht viel über Frankreich und die deutsch-französischen Beziehungen zu wissen, abwählen genügt.

Die Landesregierung in Baden-Württemberg hat dieses Dilemma mit den Kurswahlen und dem Rückgang des Französischunterrichts in der Oberstufe schon lange erkannt und endlich einige Maßnahmen eingeleitet, allein um auch schon die aus dem Aachener Vertrag geforderten Anstrengungen zugunsten des Französischunterrichts auszuführen.

Die Veröffentlichung dieser Maßnahmen hat etwas länger als geplant gedauert, da die Landesregierung zunächst auf eine Abstimmung mit den Kollegen in der Kultusministerpräsidentenkonferenz KMK herbeiführen wollte. Dieses Votum zugunsten der von Baden-Württemberg erdachten Maßnahmen erfolgte in dieser Woche. Anfang der nächsten Woche will die Landesregierung sich dazu in einer Pressekonferenz äußern. Die Maßnahmen gelten ab sofort und sind von den Schulen sofort umzusetzen.

Wie unsere Redaktion aus gut informierten Kreisen erfahren konnte, handelt es sich im Kern um drei Neuerungen, zu denen ein ganzes Bündel weiterer Maßnahmen kommen wird.

Französisch wird in der Oberstufe künftig neben einer weiteren Fremdsprache als obligatorisch eingeführt. Allerdings mit einer kleinen Variante, wer den Leistungskurs FR 6-stündig wählt, muss keine weitere Fremdsprache belegen. Wer sich für das Basisfach oder den Grundkurs FR mit 4 Stunden entscheidet, muss eine weitere Fremdsprache als weiteres Basisfach wählen. Die allgemeine Fortführung des Faches Französisch bis zum Abitur ist tatsächlich eine bemerkenswerte Neuerung, die in den Verhandlungen mit den Französischen Erziehungsminister eine große Rolle gespielt hat. im Gegenzug soll der Deutschunterricht in Frankreich in signifikanter Weise ausgebaut werde. Details dazu werden in Paris ebenfalls in der nächsten Woche bekanntgegeben werden.

Man wird sich fragen, woher die Französischlehrer/innen kommen sollen, um die vielen zusätzlichen Stunden zu geben? Auch zu dieser Frage hat das baden-württembergische Ministerium eine wirkliche Überraschung. Sehr schnell, nicht nur schrittweise wird bereits ab dem Schuljahr 2022/23 das starre Korsett der 45-Minuten-Schulstunden aufgegeben werden zugunsten des Themen-konzentrierten-Fachunterrichts im Block TKFB. Die Konzentration auf eine Woche Biologie, Deutsch oder eben auch auf Französisch wird den wöchentlichen Austausch mit den Partnerschulen erleichtern und sicherstellen zugleich.

Jede Schule in Deutschland, in der Französisch unterrichtet wird, bekommt künftig eine Partnerschule in Frankreich: Dazu wird nächste Woche mit der großzügigen Unterstützung des Deutsch-Französischen Jugendwerkes eine Website freigeschaltet werden, mit deren Hilfe, die Schulen Partnerschaften vereinbaren können. Außerdem soll der Onlineunterricht ganz erheblich ausgebaut werden. Der Besuch der französischen Schüler/innen bei ihren Kamerad/innen in Deutschland und umgekehrt wird gängige Unterrichtspraxis werden, wie u. a., um nur eines von vielen Beispielen zu nennen: das gemeinsame Blogschreiben, bei dem die Franzosen die deutschen Texte verbessern und umgekehrt, ist eines der fachdidaktischen Ansätze, die gerade für das TFKB neu formuliert werden.

Fortsetzung folgt

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