Deutschland, Frankreich und Libyen

Vortrag
Die aktuelle Außenpolitik von Deutschland und Frankreich am Beispiel Libyiens
Institut français Stuttgart,, Diemershaldenstr. 11, 70184 Stuttgart
Mittoch, 26.10.2011, 18:30 Uhr – 20:00 Uhr

Die Haltung Frankreichs ist deutlich formuliert im Falle Libyens, das Land greift militärisch ein. Die deutsche Regierung hält sich zurück, sie will keine Soldaten nach Libyen schicken. Aber Deutschland ist indirekt in den Konflikt in Libyen verwickelt, da es deutsche Truppen nach Afghanistan schickt um die USA bei ihrem Einsatz in Libyen zu entlasten. Wie können und werden sich die deutsch-französischen Beziehungen aufgrund dieser Ereignisse weiter entwickeln? Besteht eine Gefahr für die weitere erfolgreiche Zusammenarbeit? Aus welchen Gründen gehen die beiden EU-Staaten in ihrer Außen- und Nachbarschaftspolitik so unterschiedlich vor?

In dt. u. frz. Sprache
Eintritt frei
Referenten: Michel Charbonnier (Generalkonsul Frankreichs), Dr. Ansbert Baumann (Universität Tübingen)
Moderation: Werner Schempp (Leitender Ministerialrat, Staatsministerium BW)
Veranstalter: Europa Zentrum Stuttgart u. Institut français Stuttgart
Weitere Informationen > ina.rubbert@europa-zentrum.de
Tel. 0711 236 23 73

> www.europa-zentrum.de

Waren Sie schon mal in Nancy?
Vortrag: Auf den Spuren von Stanislas – Patrimoine Mondial Nancy

Institut français Stuttgart, Diemershaldenstr. 11, Stuttgart
Mardi 25.10.2011, 19:00 Uhr – 20:30 Uhr

Nach dem großen Erfolg des Elsass-Abends 2010, wenden wir uns dieses Mal der Hauptstadt Lothringens zu. Zwei Referenten führen Sie ein in die wechselvolle Geschichte Lothringens als Puffer zwischen dem mächtigen Frankreich und dem Reich. Sie stellen das zum Weltkulturerbe gehörende, das Stadtbild prägende, barocke Ensemble von Kunst und Architektur des polnischen Königs aus der Zeit von Ludwig XV vor. Ein Jahrhundert später überrascht Nancy mit einer neuen Blüte im Zeichen der Moderne. Für Frankreich wird Nancy zur Seele des Jugendstils, der sich um 1900 in ganz Europa verbreitete.

Der Abend soll auch neugierig machen auf eigene Eindrücke. Am 21/22. April 2012 laden die Freunde des IfS zu einer Exkursion nach Nancy ein. Lassen Sie sich im Anschluss an die Vorträge mit Wein und Quiche Lorraine verwöhnen.

Referenten: Norbert Bitz (Historiker), Prof. Eberhard Winkler (freier Architekt)
Veranstalter: > Freunde des Institut français e.V.
Telefon: 0711 239 25 13
Infos: > info@freunde-ifs.de

Wenn man Gerd Hegers Chanson-Sendung hört, ist man schon fast in Paris

Das ZEIT-MAGAZIN berichtete letzte Woche über das „wiedererwachende“ Paris (schlief Paris je?), die Spaßcombo Pierre Ferdinand singt beim Bundesvision Song Contest, Götz Alsmann macht eine CD in Paris mit deutschen Versionen französischer Klassiker, Céline Rudolph überträgt Henri Salvador… was braucht es mehr? TGV-Ticket kaufen, auf nach Paris!
Und natürlich „RendezVous Chanson“ hören: www.sr2.de/rendezvous-chanson, jeden Sonntag um 21 Uhr. Mit den > Paris-Tipps unserer SR-Korrespondentin Anne-Christine Heckmann.

> Paris ist immer eine Reise wert.

Zwei Nationen – ein Geschichtsbuch

Das deutsch-französische Geschichtsbuch „Geschichte / Histoire“ wird am 13. Oktober 2011 in Osnabrück vorgestellt.

(Ernst Klett verlag)„Das deutsch-französische Geschichtsbuch der Verlage Klett und Nathan ist ein Meilenstein der deutsch-französischen kulturellen Zusammenarbeit“, sagt Dr. Ilas Körner-Wellershaus, Verlagsleiter beim Ernst Klett Verlag in Leipzig und Projektleiter von Histoire/Geschichte. Bis nach Korea und Japan sind die ersten zwei Bände verkauft worden. Bilinguale Schulen, Französisch- und Deutschklassen auf der ganzen Welt arbeiten mit diesem Geschichtslehrbuch. Die Bände werden nicht nur an Schulen mit bilingualem Profil, sondern auch an ganz normalen Schulen in Deutschland und Frankreich eingesetzt.

2003 hatte das deutsch-französische Jugendparlament dem damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder und Präsident Jacques Chirac die Realisierung eines deutsch-französischen Geschichtsbuchs in drei Bänden vorgeschlagen. Beide Regierungen und der damalige Bevollmächtigte der Bundesrepublik Deutschland für kulturelle Angelegenheiten im Rahmen des Vertrages über die deutsch-französische Zusammenarbeit, Peter Müller, setzten sich intensiv für die Umsetzung des Projektes ein.

Das gemeinsame Geschichtsbuch ist das einzige Schulbuch, das jemals in einer Version in allen deutschen Ländern und in Frankreich genehmigt wurde. 2006 erschien mit „Europa und die Welt seit 1945“ der erste Band. 2008 wurde der zweite Band „Europa und die Welt vom Wiener Kongress bis 1945“ veröffentlicht. Nun wird mit dem dritten und letzten Band „Europa und die Welt von der Antike bis 1815“ das vollständige Gesamtwerk in Osnabrück vorgestellt.

Angesichts des völkerverständigenden Gedankens hinter dem Projekt ist die Friedensstadt Osnabrück der geeignete Ort für die Präsentation. Der historische Friedenssaal im Rathaus bietet dazu die passende Kulisse, zumal der Dreißigjährige Krieg und der Westfälische Friede zentrale Themen des zuletzt erschienen Teilbandes bilden. Daher rührt auch die Kooperation mit dem Kulturgeschichtlichen Museum, das an der Realisierung dieses Bandes beteiligt war.

Der offiziellen Präsentation im Rathaus schließt sich im Kulturgeschichtlichen Museum ein Workshop für interessierte Lehrkräfte an. Diese können sich über die inhaltlichen und methodischen Möglichkeiten des gesamten Lehrwerks informieren. Alle drei Bände liegen in einer identischen deutschen und französischen Fassung vor. Bilder, Grafiken, Lehrbuchtexte – alles ist in beiden Fassungen gleich. Für den Unterricht ist es eine große Bereicherung, historische Ereignisse aus transnationaler Perspektive zu erfahren. Methodisch neu sind zudem epochenübergreifende Längsschnitte und die Bearbeitung von Sachquellen.

Die Präsentation wird abends durch eine Podiumsdiskussion zur Aktualität der deutsch-französischen Beziehungen im Osnabrücker Abendgymnasium Sophie Scholl abgeschlossen. Diskutieren werden Prof. Dr. Etienne François (Berlin), Dr. Rainer Riemenschneider (Montpellier) und Hubert Tison (Paris).

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei. Um Anmeldung wird gebeten unter:
Kulturgeschichtliches Museum Osnabrück, Tel. 0541 / 323-2207
> museum@osnabrueck.de

Das deutsch-französische Geschichtsbuch


> „Das Buch ist ein echter Erfolg“
Interview mit Projektleiter Dr. Ilas Körner-Wellershaus (über Bildungsklick)

Ein gemeinsames Geschichtsbuch für deutsche und französische Schüler. Als Peer Steinbrück heute morgen im Bundestag seine Rede im Rahmen der Debatte um die Abstimmung zum erweiterten EURO-Rettungsschirm an die vielen Gedenktafeln in französischen Kirchen mit den Namen der Opfer des 1. und 2. Weltkrieges erinnerte, wurde deutlich, dass die Schuldenmisere nicht über die Bedeutung der europäische Idee hinwegtäuschen darf. Die deutsch-französische Aussöhnung, die de Gaulle und Adenauer besiegelten ist ein europäisches Erfolgsmodell, weil ganz Europa davon profitiert hat. Der Frieden in Europa ist seitdem zum Magnet für viele weitere Länder geworden. Das deutsch-französische Geschichtsbuch lehrt, dass Ereignisse aus dem Blick der Nachbarn unterschiedlich interpretiert werden, aber dass es sich trotzdem um eine gemeinsame Geschichte handelt.

Rente: Mehr Freiheit für Eigeninitiative

Premierminister François Fillon hat eine gemeinsame Anhebung der Altersgrenze in Deutschland und Frankreich vorgeschlagen: „Il faudra aller vers un temps de travail commun, il faudra aller vers un âge de retraite commun, il faudra aller vers une convergence progressive de l’organisation économique et sociale de nos deux pays,“ mit diesen Worten wird er von RTL zitiert.

RTL: > Va-t-on vers la retraite à 67 ans ?

In Deutschland gibt es ein Gesetz, das die allmähliche > Anhebung des Rentenalters bis 67 bis 2030 vorsieht. Bis 2030? Das ist so geplant, dass die Kritik an diesem Vorhaben künftige Politiker trifft. Heute schiebt man eine Lösung vor sich her. In beiden Ländern könnte es zum Einstieg eine einfache Lösung geben: Wer sich für eine Rente mit 67 entscheidet, soll seinen Arbeitsplatz behalten können. Anreize könnten eine Reduktion der Wochenarbeitszeit oder eine Erleichterung der Lohnsteuer sein. Sind unsere Politiker kreativ genug?

> Bundesregierung legt Bericht zur Rente mit 67 vor

Von der Eisenbahn zum TGV: Von Louis-Napoléon zu Nicolas Sarkozy

LGV Rhein-Rhone lässt Südwesten Deutschlands und Südfrankreich näher zusammenrücken

[Ambassade de France à Berlin] Mit der Inbetriebnahme einer 140 km langen Hochgeschwindigkeitstrasse auf der > Strecke zwischen Mulhouse und Dijon zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember 2011 verkürzen sich die Fahrtzeiten zwischen dem Elsass, Südwestdeutschland und der deutschen Schweiz

Richtung Mittelmeer beträchtlich. Nach der Inbetriebnahme der Hochgeschwindigkeitstrasse zwischen Paris und Metz 2007, die Frankfurt am Main auf eine Fahrzeit von 3 Stunden und 50 Minuten an die französische Hauptstadt heranrücken ließ, ist damit ein weiteres Teilstück eines europäischen Hochgeschwindigkeitsnetzes entstanden.

Staatspräsident Nicolas Sarkozy, der die TGV-Strecke am 8. September 2011 nach nur fünfjähriger Bauzeit mit einer > Rede in Belfort einweihte, unterstrich aus diesem Anlass die Bedeutung von wichtigen Infrastrukturprojekten für Frankreich und Europa: „Der TGV, das ist Frankreich! Die Bahn ist Frankreich! Und es ist eine nationale Anstrengung.“ Er betonte dabei, dass die Ligne grande vitesse Rhin-Rhône (LGV) zudem die erste Hochgeschwindigkeitsverbindung Frankreichs sei, die nicht von oder nach Paris führe.


Louis-Napoléon nahm als Staatspräsident die Einweihung von Eisenbahnen zum Anlass, auf die Unabhängigkeit Frankreichs hinzuweisen:

in: La politique impériale exposée par les discours et proclamations de l’Empereur Napoléon III depuis le Dix décembre 1848 jusqu’en juillet 1865, Paris 1865, S. 41:

1 397 398 399 400 401 563