Die Pressekonferenz von Wladimir Putin und Emmanuel Macron

Ja, wir haben einen deutsch-französischen Blog, das hindert uns nicht daran, Ereignisse zu beobachten, die weitreichende Folgen haben werden, für Europa, auch für die deutsch-französischen Beziehungen.

Ein Arbeitsbesuch hat den russischen Präsidenten nach Versailles geführt, wohin der neue französische Präsident seinen Amtskollegen eingeladen hatte: > Visite de travail de M. Vladimir POUTINE, Président de la Fédération de Russie Diaporama des Élyséepalastes.

Emmanuel Macron beginnt seine Ansprache am 29. Mai 2017 in Versailles mit der Erinnerung an den wochenlangen Besuch Peter des Großen (1672-1725) in Versailles, der dort mit seinem Interesse für die Künste und die Technik den Willen Russland der Welt zu öffnen dokumentierte. Es lohnt sich zuzuhören, der Stil ist neu.


Conférence de presse conjointe avec M… von elysee

Es lohnt sich, diese Pressekonferenz anzusehen, da hier wesentlich mehr vermittelt wird, als in den Nachrichten vieler Sender über diese Zusammenkunft. Macron sprach über ihren Austausch über Syrien, der Präsident bestätigte, dass er und Putin vieles gemeinsame hinsichtlich der „Lecture sur le terrain“ miteinander teilen. Nichtsdestotz, kündigte Macron sofortige Reaktionen Frankreichs an, falls in Syrien wieder chemische Waffen eingesetzt werden würden. Außerdem verlieh er dem Wunsch nachhaltig Ausdruck, den Dialog über die Ukraine im Rahmen des Normandie-Formats mit Deutschland wieder aufzunehmen. Macron weist in seinen Antworten an die Journalisten daraufhin, dass er nicht alles von ihrem Gespräch berichten werde, aber dennoch wird hier eine politische Pädagogik seitens des neuen Präsidenten deutlich, die mit seiner kleinen Geschichtsstunde zu Beginn der Pressekonferenz illustriert. Macron erwähnte auch die neue Kulturministerin Françoise Nyssen der Regierung Philippe, die als Verlegerin von Actes Sud, Übersetzungen zahlreicher russischer Autoren in Frankreich veröffentlicht hat. Nach der Pressekonferenz haben beide Präsidetnen die Ausstellung > Pierre Le Grand, un tsar en France, 1717 (Au Grand Trianon du 30 mai au 24 septembre 2017) besucht.

Neuer Stil?

Stuttgart. Stunde der Kirchenmusik: Musique à Saint-Sulpice

Stiftskirche Stuttgart, Stiftstr. 12, 70173 Stuttgart, 19. Mai 2017, 19 h

Der französische Orgelvirtuose Daniel Roth zu Gast in der Stiftskirche.

In Paris kann nicht nur die Notre-Dame-Kathedrale auf eine reiche musikalische Tradition zurückblicken. Auch die Kirche Saint-Sulpice hat ein stolzes Erbe vorzuweisen. Chorleiter Bernhard Schmidt hat nun Musik zusammengetragen, die eng mit Saint-Sulpice und ihrer grandiosen Cavaillé-Coll-Orgel verbunden ist. An ihr wirkten Organisten-Legenden wie Widor (1844–1937), Dupré (1886–1971) oder Grunenwald (1911–1982). Auch ihr heutiger „Titulaire“, der gebürtige Elsässer Daniel Roth, ist einer der führenden französischen Orgelvirtuosen und hat natürlich auch schon in der Stiftskirche konzertiert – doch nun erstmals im Dialog mit einem Chor.

Daniel Roth, Orgel
John Sheppard Ensemble, Bernhard Schmidt Leitung

Programm:

Louis-James-Alfred Lefebure-Wely Sortie
Georges Schmitt Regina caeli laetare, O salutaris hostia
Charles-Marie Widor Surrexit a mortuis, Regina caeli laetare
Marcel Dupre Quatre motets
Jean-Jacques Grunenwald Preces
Daniel Roth In manus tuas, Ego sum panis vitae, Dignare me, o Jesu

Eintritt: 9,-/4,50 € (Schüler, Studenten, Schwerbehinderte)

Veranstalter: Stiftsmusik Stuttgart

Landesjury Baden-Württemberg für den Prix des lycéens allemands 2017

Der stellvertretende Direktor des Institut français in Stuttgart Georges Leyenberger hat am Freitag 19. Mai 2017 die Schülerinnnen und Schüler der Landesjury Bade-Württemberg und ihre Lehrerinnen und Lehre in das Institut eingeladen, damit sie ihren „Délégué“ und dessen oder deren „Suppléant/e“ für die Bundesjury in Frankfurt/M. wählen:

Bitte öffnen Sie die beiden folgenden Alben erst, wenn diese Seite ganz geladen ist:

Die Schüler des > Leibniz-Gymnasium in Östringen haben uns Fotos von ihren Arbeiten, mit denen sie die Lektüre der für den Prix des lycéens allemands 2017 nominierten Romane begleitet haben, geschickt:

Tamara Ziesel, Katharina Müller, Caroline Rauscher, Jacqueline Wolfgang zeigen das fertige Modell.

Nahansicht des Pick-up mit Kaffeemaschine und Kühlschrank im Innenraum und Bemalung mit dem Weg nach Paris im Außenbereich. Diesen Pick-up hat Katharina Müller gestaltet.

Die Collage zu ‚La Traversée‘, wurde von Katherina Mauch, JS 1, Leibniz-Gymnasium Östringen getaltet. Diee die dazugehörige Präsentationsgruppe mit den Schülern (v.l.n.r.) Dominik Burger, Manuel Herrmann, Niklas Berndt und Katherina Mauch, JS 1, Leibniz-Gymnasium Östringen.

> Nominé pour le prix des lycéens allemand 2017. Nachgefragt: Charlotte Erlih, 20 pieds sous terre – 6. Februar 2017

> Prix des lycéens allemands 2016-2017 – 29. August 2016

Le renouveau de la coopération franco-allemande : L’économie

Retransmission en direct

> Conférence de presse du Ministre fédéral allemand des Finances, Dr. Wolfgang Schäuble et du Ministre français de l’Economie, Bruno Le Maire

Eine neue Dynamik für die Eurozone schaffen, das haben Wolfgang Schäuble und ich vereinbart, ganz konkret, berichtet Brundo Le Maire. Die Steuerkonvergenz wird auch ein Thema sein. Die Koordinierung der Wirtschaftspolitik soll überdacht werden. Welche Investitionen gibt es im zugunsten des Wachstums? Beide haben über den Finanzminister der Eurozone gesprochen. Frankreich will den Abbau des Defizits einhalten. In Frankreich soll ein Audit zur öffentlichen Kassenlage erfolgen. In Frankreich wird der Arbeitsmarkt reformiert und vereinfacht werden. In Frankreich ist eine Rentenreform geplant. Frankreich „will wieder zu einer wirtschaftlichen Eroberung“ übergehen. „Europa macht nur Fortschritte, wenn Frankreich und Deutschland zusammenarbeiten.

Vous pourrez suivre ici en direct en livestream (et en français) la conférence de presse du Ministre fédéral allemand des Finances, Dr. Wolfgang Schäuble et du Ministre français de l’Economie, Bruno Le Maire, lundi 22 mai 2017, à partir de 10 heures 45.

https://twitter.com/BMF_Bund/status/866572304662265856

Wann waren Sie das letzte Mal in Straßburg?

Bitte erst öffnen, wenn diese Seite ganz geladen ist.

> EILMELDUNG: Eine Tram von Frankreich nach Deutschland und zurück – 28. April 2107

> Wann waren Sie das letzte Mal in Straßburg? – 3. Oktober 2015

> Une excursion à Strasbourg (I) – La préparation – 1. September 2015

> Strasbourg: Faisons un peu la lèche-vitrines – 18. März 2012

> La gare de Strasbourg. Der Hauptbahnhof von Straßburg – 27. April 2008

Le Renouveau de la coopération franco-allemande (I)

Éditorial: Die starke Präsenz von Germanisten in der Regierung und im Élyséepalast ist kein Zufall. Setzt der neue Präsident mit ihrer Berufung ein deutliches Zeichen, um ein Renouveau der deutsch-französischen Kooperation einzuleiten? Wenn wir jetzt hier im Französischunterricht wären, würde ich meine Schüler bitten, als Hausaufgabe auf diesem Frankreich-Blog nachzusehen, wo es Dokumente, mit denen Perspektiven der deutsch-französischen Zusammenarbeit beschlossen und verkündet werden, zu suchen: Stichwort: „wir rücken immer eher zusammen“, mit deren wirklicher Einhaltung es dann aber oft ein wenig haperte. Das fängt schon mit dem Sprachunterricht an. Da gibt es auch bei uns erhebliche Lücken: > Argumente für Französisch. Erinnern wir uns an die Feierlichkeiten zum 50. Geburtstag des Élysée-Vertrages – 68 Artikel auf unserem Blog – das wär mein Tipp für die Schüler mal hier nachzugucken: Stichwort „Agenda„. Das Potential der deutsch-französischen Beziehungen ist groß und Emmanuel Macron scheint fest entschlossen zu sein, dieses zum beiderseitigen Vorteil und zum Vorteil Europas jetzt zu nutzen.

Der Premierminister, die Verteidigungsministerin und der Wirtschaftsminister, der Chef des Pressestabes von Emmanuel Macron und sein diplomatischer Berater sind nicht nur ausgewiesene Fachleute auf ihren Gebieten, sie sprechen auch perfekt Deutsch und sind mit der deutschen Kultur und so auch mit der deutschen-französischen Kooperation allerbestens vertraut.

> Edouard Philippe, der neue Premierminister, hat in Bonn Abitur gemacht. Er spricht also perfekt Deutsch. Sein Vater war Direktor des Französischen Gymnasiums in Bonn. Zusammen mit Gilles Boyer hat einen Polit-Thriller > Dans l’ombre geschrieben:

Außerdem hat Édouard Philippe 2017 das Buch > Des hommes qui lisent veröffentlicht: In unserer > Rezension heißt es dazu: „Über die Lektüren unserer Politiker wissen wir im allgemeinen nicht sehr viel. Manchmal wird der ein oder andere Autor genannt, aber eher nur mal nebenbei. Als der Bürgermeister von Le Havre sich 2011 daran begab, einen Essai über eine öffentliche Politik zugunsten des Lesens zu verfassen und 2017 sich zum 6. Mal das Festival zugunsten der Literatur Le goût des autres veranstaltet wurde…,“ Bitte weiterlesen.

Die Verteidigungsministerin > Sylvie Goulard (Trägerin des Bundesverdienstkreuzes) beherscht Deutsch perfekt:

Schade, am 20.6.2017 ist > Syvie Goulard zurückgetreten.

Der Wirtschaftsminister Bruno Le Maire ist Autor vieler Bücher. 2013 erschien bei Gallimard > Jours du pouvoir, in dem er über seine Erfahrungen als Landwirtschaftsminister 2010-2017 im Kabinett Fillon während der Prösidentschaft von Nicolas Sarkozy berichtet.

> Quand Bruno Lemaire déclare sa flamme à la littérature allemande – Challenges, 27.04.2014

Clair et précis, n’est-ce pas ?

Sylvain Fort wird Chef des Pressestabs von Emmanuel Macron. Er kennt Friedrich Schiller besonders gut: Les Lumières françaises en Allemagne. Le cas Schiller,
Edition : Paris : Presses universitaires de France, 2002, 232 p.

Sylvain Fort: >Bibliogaphie – BNF

Der diplomatische Berater von Präsident Emmanuel Macron wird S. E. Philippe Étienne, der Botschafter der Frankreichs in Berlin, der nun nicht wie bisher geplant Anfang Juni nach Moskau geht, sondern künftig im Élysée-Palast tätig sein wird.

Zur Erinnerung:

> Interview mit S. E. M. Philippe Etienne, Botschafter der französischen Republik in Deutschland – 15. Oktober 2015

Martina Meister, > Auf diese Deutschlandkenner hört der französische Präsident, DIE WELT – 17.05.2017

Vortrag: Paris – Filmographie einer Stadt

Donnerstag, 18. Mai, 19.30 Uhr | Institut français Stuttgart, Schloßstr. 51, 70174 Stuttgart

Seit die Gebrüder Lumière 1895 in einem Pariser Café den ersten Kinofilm vorstellten, gilt Paris weltweit als Kinohauptstadt. Mehrere Klassiker des Surrealismus, z.B. von Man Ray oder Luis Bunuel, wurden in Paris gedreht. Später inspirierte die Stadt zu Kult gewordenen Studiofilmen wie Marcel Carnés Kinder des Olymp (1945) oder Vincente Minnellis Ein Amerikaner in Paris (1951); in den 1960er Jahren drehten Nouvelle Vague-Regisseure wie Jean-Luc Godard, Jacques Rivette oder François Truffaut mit Handkamera direkt auf den Straßen von Paris.


Zur Einstimmung. Unser Fotoalbum:

Bitte öffnen Sie mit einem Klick auf ein Foto das folgende Fotoalbum erst, wenn diese Seite vollständig geladen ist:

> Für einen Tag nach Paris – 17. Oktober 2011


Heute ist die französische Hauptstadt beliebter Schauplatz oder selbst die Hauptfigur von zahlreichen Werken – von den internationalen Kassenschlagern wie Le Fabuleux destin d’Amélie Poulain (2001) oder Woody Allens Midnight in Paris (2011) bis zu weniger kommerziellen Produktionen wie Philippe Garrels La Naissance de l’amour (1993). Dokumentiert wurde wiederum Paris – sachlich oder poetisch – in zahlreichen Kurz- oder Langfilmen – von Richard Copans, Raymond Depardon, Chris Marker, Agnès Varda…

Christian Milovanoff, em. Professor an der École nationale supérieure de la photographie Arles und Filmexperte, bietet in seinem Vortrag eine „Traversée de Paris“ (nach dem gleichnamigen Kinoerfolg von Claude Autant-Lara, 1956) – eine besondere Stadtführung mit dokumentarischen Arbeiten, filmischen Essays und künstlerisch anspruchsvollen Spielfilmen zu und in Paris.

Die Veranstaltung ist Teil des von der Universität Stuttgart (Romanische Literaturen I) organisierten Projektes „Von Philippe Auguste bis zum ‚Grand Paris‘ – Paris. Erkundung einer Stadt“. Von der Robert Bosch Stiftung mit Mitteln der DVA-Stiftung gefördert.
Die Veranstaltung findet in französischer Sprache statt.

Der Eintritt ist frei. Anmeldung erforderlich unter: info.stuttgart@institutfrancais.de oder 0711 239 25 13
Veranstalter: Universität Stuttgart (Romanische Literaturen I, IZKT) & Institut français Stuttgart. Mit freundlicher Unterstützung der Robert Bosch Stiftung mit Mitteln der DVA-Stiftung.

Lectura Plus est le portail du patrimoine écrit et graphique de la région Auvergne-Rhône-Alpes

> Lectura Plus est un: „projet coopératif des villes d’Annecy (Haute-Savoie), Bourg-en-Bresse (Ain), Chambéry (Savoie), Grenoble (Isère), Lyon (Rhône), Roanne et Saint-Étienne (Loire) ainsi que Valence (Drôme), réalisé avec le soutien de la Drac Auvergne-Rhône-Alpes, de la Région Auvergne-Rhône-Alpes, du Service du Livre et de la Lecture du ministère de la Culture et de la Communication (Appel à projets Patrimoine écrit 2015 et 2016), et coordonné par l’Arald.“

Unter anderem mit der > Presse ancienne : „Consultez, ici, plus de 500 000 pages de presse ancienne numérisée de la région Auvergne-Rhône-Alpes, interrogeables en texte intégral ! Découvrez les gazettes, journaux, échos, revues, canards des années 1807 à 1944.“

> > Inventaire des fonds patrimoniaux : „Les fonds du patrimoine écrit et graphique des bibliothèques, archives, musées, associations, sociétés savantes… sont à l’image du territoire régional, vastes et contrastés. Cet inventaire rassemble les notices de fonds des riches collections qui illustrent le territoire et l’histoire régionale sous de multiples formes et supports.“

> Galerie d’images : „Paysages, portraits, cartes postales, gravures… Découvrez ici une sélection de plus de 2 500 images numérisées provenant des fonds patrimoniaux des bibliothèques et des services d’archives de la région.“

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