Deutsch-französischer Tag 2020 – Journée franco-allemande 2020



Eigentlich ist auf unserem Blog an jedem Tag im Jahr Deutsch-Französischer Tag
aber am 22. Januar eines jeden Jahres feiern die Schulen Frankreich und Deutschland ganz explizit den > Deutsch-Französischen Tag. So auch dieses Jahr: 165 Projekte machen sich stark für eine Gesellschaft ohne Diskriminierung und für ein buntes Europa

> Nachgefragt: Ministerpräsident Armin Laschet antwortet auf unsere Fragen – 8. Juli 2019

> Gemeinsames Communiqué von VdF und ADEAF zum deutsch-französischen Tag am 22. Januar 2020

Der Deutsch-Französische Tag feiert die besondere Freundschaft, die beide Nachbarländer vereint: Schulen, Vereine sowie Universitäten wecken Neugierde auf die Sprache und Kultur von Frankreich bzw. Deutschland und informieren über Austauschmöglichkeiten für junge Menschen.

Dieses Jahr finden in ganz Deutschland und Frankreich 165 Projekte zwischen dem 18. Januar und dem 9. Februar statt; unterstützt werden sie vom Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW), das mit zahlreichen Austauschprogrammen Begegnungen zwischen jungen Menschen beider Länder schafft.

Auf der > interaktiven Karte des Deutsch-französischen Jugendwerks (DFJW) finden Sie alle Projekte aus Ihrer Region!


Auf unserem Blog:

> Deutsch-französische Kooperationen: Unsere Bookmarks

> Bibliographie: Erinnerungskultur:

| Primärtexte | 1789 | 1914-1918 | 1933-1945 | Menschenrechte | Antisemitismus heute | Islamismus | Populismus | Migranten | Hass | Rassismus | Erinnerungskultur | Institutionen | Auf unserem Blog | Bibliographie |

> Deutsch-französische Beziehungen: Suchen im Internet – Linklisten



Wegen zunehmender gesellschaftlichen Spannungen und steigendem Populismus in ganz Europa steht der Deutsch-Französische Tag 2020 unter dem Motto > „Deutschland und Frankreich: gemeinsam im Kampf gegen Antisemitismus und Rassismus“ – ein Beschluss von Armin Laschet, Kulturbevollmächtigter für die deutsch-französischen Beziehungen, und Jean-Michel Blanquer, französischer Erziehungsminister.

Horizons Dossier
> La France, l’Allemagne et l’Europe
Kopiervorlagen mit CD-ROM
Klasse 10 (G8), Klasse 11 (G9)
Umfang: 56 Seiten
ISBN: 978-3-12-521014-1

Mit unserem Blog sind Sie gut auf den deutsch-französischen Tag vorbereitet:

Twittern für die deutsch-französische Kooperation

Twittern. Frankreich und Deutschland in der EU

22. Januar 2019: Der Aachener Vertrag
Le Traité d’Aix-la-Chapelle

22 janvier 2016 : La journeée franco-allemande. Le message vidéo pour les élèves du Lycée Augustin-Thierry à Blois

Deutsch-französische Beziehungen:
Je dois faire un exposé / Ich muß ein Referat halten.

Der Deutsch-Französische Tag findet jedes Jahr am 22. Januar statt – ein ganz besonderes Datum in der Geschichte der deutsch-französischen Beziehungen:
Am 22. Januar 1963 unterzeichneten Konrad Adenauer und Charles de Gaulle den Élysée-Vertrag – die Geburtsurkunde des DFJW, das seitdem mehr als 9 Millionen jungen Menschen aus Deutschland und Frankreich die Teilnahme an über 360.000 Austauschprogrammen ermöglicht hat.

> DFI: Themendossier: Der Élysée-Vertrag

2018 nahmen 175 845 junge Menschen an DFJW-Programmen teil; 18,32 % von ihnen gelten als > Jugendliche mit besonderem Förderbedarf, haben also z. B. aufgrund von finanziellen, geografischen oder gesundheitlichen Hürden erschwerten Zugang zu internationaler Mobilität. 40 Jahre später, 2003, rufen Gerhard Schröder und Jacques Chirac den ersten Deutsch-Französischen Tag ins Leben. Vor einem Jahr, am 22. Januar 2019, bekräftigen Angela Merkel und Emmanuel Macron mit dem > Vertrag von Aachen die enge Zusammenarbeit beider Länder. Und jedes Jahr, jeden Tag füllen Bürger diese Freundschaft etwa in Städtepartnerschaftskomitees, bei Schulaustauschen oder bei kulturellen und sportlichen Begegnungen mit Leben.

FR 3 : Les vies d’Albert Camus

Es ist keinesfalls das ersten Mal, dass unsere Blog-Redaktion hier über Albert Camus berichtet. Anlässe gibt es aber aufgrund der bestechenden Aktualität seines Werkes genug. Camus hat sich zu seiner Zeit mit einer erstaunlichen Hellsichtigkeit Fragen gestellt, die uns heute beschäftigen: > Rupert Neudeck (1939-2016) parle de La Peste – 2. Oktober 2015. Seine Werke wie > L’Étranger (1942), Les Justes (1949), > L’Hôte (1957) oder La peste (1947) wurden zu den meistgelesenen Schulklassikern. Er, wie Sartre, hatte Kunst und Freiheit untrennbar miteinander verbunden. Ihr Streit, den Francis Jeanson mit einer von Sartre beauftragten Rezension in den Temps  modernes einleitete und die Antwort Sartres auf die Entgegnung Camus, mit der Sartre ihre Freundschaft beendete, hat viele Autoren beschäftigt. Ihr Streit entzündete sich an unterschiedlichen Auffassungen bezüglich des Marxismus, die Sartre so, zu einer Zeit, wo er auf die PCF einwirken wollte, nicht teilen konnte. Spätestens 1956 als Sartre mit einen Freunden, den sowjetischen Schriftstellern brach, weil sie den Einmarsch der UdSSR in Ungarn nicht verhindert hatten, war auch seine Rolle als Comagnon der PCF vorbei. Was bleibt ist das unbedingte Eintreten beider für die Unabhängigkeit des Intellektuellen, für die Freiheit und die Kunst.

Mit einem Zitat aus der Nobelpreisrede von Albert Camus beendete Emmanuel Macron am Ostermontag 2017 seine > Rede in Bercy: “Jede Generation sieht zweifellos ihre Aufgabe darin, die Welt neu zu erbauen. Meine Generation jedoch weiß, dass sie sie nicht neu erbauen wird.“ > Emmanuel Macron et Albert Camus – 19. April 2017.

FR3 sendet am kommenden Mittwoch einen Film über Albert Camus von Philippe Torreton:

> Les vies d’Albert Camus
diffusé le mercredi  22.01.20 à 21h05 – disponible jusqu’au 21.02.20

Histoire – 98 min – 2020

> À la poursuite d’Albert Camus par François-Guillaume Lorrain
Un documentaire diffusé le 22 janvier sur France 3 réussit à redonner vie à la multiplicité d’existences d’un des destins français les plus fascinants du siècle.
LE POINT 55/01/2020

> Albert Camus, „entier avec le monde“ – 20/01/2020 – France Culture:
„Avec Georges-Marc Bénamou,producteur, réalisateur du documentaire Les Vies d’Albert Camus diffusé sur France3 mardi 21 janvier.

Auf unserem Blog:

> Camus, die Kunst, die Freiheit, die Revolte – 4. Januar 2020

> Albert Camus 7.11.1913-4.1.1960 – 4. Januar 2020

> Relire : Albert Camus, L´Étranger – 22. August 2018


Heiner Wittmann
Albert Camus, Revolte und Kunst
Albert Camus konzentriert sich in seinem Gesamtwerk keineswegs nur auf die Beschreibung einer absurden Welt. Sein Werk enthält nicht nur in Der Mensch in der Revolte. Essai. (1951) dezidierte Aufforderungen, mit einer Revolte dem Absurden zu begegnen. Genauso wie innerhalb des Gesamtwerks ein präziser Plan erkennbar ist, der die Abfolge seiner Werke erläutert , so belässt er es nicht einfach bei einer bloßen Revolte, sondern gibt ihr in seinen Werken auf ganz unterschiedliche Arten präzise Formen, die zusammen eine umfassende Antwort auf das Absurde formulieren. Es ist – und das wird oft übersehen – die Kunst im Werk von Camus, die eine wesentliche Aufgabe im Rahmen der Revolte einnimmt.

Ausschreibung Deutsch-Französischer Chanson- und Liedermacherpreis 2021: Die Sulzbacher Salzmühle 2021

french german 

Welches Buch sollte man lesen? Montaigne, Les Essais

french german 

Bibliotheken weltweit

Liste der größten Bibliotheken der Erde – Wikipedia

Bibliothek weltweit – Bibliotheksportal

Liste der größten Bibliotheken der Erde – Wikipedia

Der größte Bibliothekskatalog der Welt – WorldCat: Goethe-Institut

KIT-Bibliothek | Karlsruher Virtueller Katalog KVK – Deutsch

UB Bielefeld: Bibliotheken / weltweit

Retronews – Le site de presse de la BnF | L'histoire au quotidien

Notre-Dame : la recherche s’organise | CNRS Le journal

HAL-SHS – Sciences de l'Homme et de la Société – Accueil

Minerv@, bibliothèque numérique de la Bibliothèque de l'Institut

Histoire du temps présent et culture mémorielle en Europe | Cairn.info

Livres en ligne dans toutes les langues – Bibliothèque LEXILOGOS >>

Rosalis, Bibliothèque numérique de Toulouse

Les collections en ligne des musées de la Ville de Paris

UB Heidelberg: Digitalisierte Literatur weltweit

Digital Public Library of America

Digitale Sammlungen – Wikisource

Relire Balzac à l’ère des humanités numériques

Lesen – La Nuit de la lecture : 4e édition – 2020

> #französische
Literaturlesen

> Die 101 Romane der Leser von LE MONDE

> #lire III Französische Literatur für Schüler/innen

> Rezension: Édouard Philippe, Des hommes qui lisent

> Literatur im Französischunterricht

> Nachgefragt: Luc Fraisse, Lire Marcel Proust aujourd’hui

> Gelesen: Jacques Ferrandez, L’Étranger d’après l’œuvre d’Albert Camus

 

 

 

 

> nuitdelalecture.culture.gouv.fr

Am 18. Januar gibt es in Frankreich eine > Nuit de lecture : > #NuitLecture. Wahrscheinlich sind die Klagen darüber, dass Schüler immer weniger lesen, berechtigt. Manche wenden ein, sie würden ja per Smartphone viel lesen. Ja, aber ohne jede Konzentration, da geht es doch gar nicht um das Erfassen von Texten oder anspruchsvolleren Inhalten. Ja, aber manche haben auch E-Books. – Sie merken, unsere Redaktion gibt hier eine Unterhaltung, ein Gespräch wieder -: E-Books, das ist etwas ganz anders als ein Buch, in dem man anstreichen, blättern kann. Vorlesen! Das ist es. Gustave Flaubert nannte das une „épreuve du gueuloir“, lesen und hören, ob der Text gut rüberkommt. Probiert das mal in der Klasse aus:

Französisch-Lektüren

Oder jede Woche berichtet ein Schüler über seine Lektüre: 3 Minuten Zeit!

> La Nuit de la lecture 2020 : sélection des événements à ne pas manquer à travers la France

https://twitter.com/EducationFrance/status/1217130204000391169

> L’agenda de l’éducation – La Nuit de la lecture – 4e édition – 2020 – Website des Erziehungsministeriums in Paris:“Renforcer le goût et la pratique de la lecture. La maîtrise des savoirs fondamentaux (lire, écrire, compter, respecter autrui) par tous les écoliers est une priorité. Parmi eux, la lecture occupe une place essentielle car elle est nécessaire à l’acquisition de tous les autres savoirs. L’acquisition et le développement du goût et de l’intérêt pour la lecture font partie des grandes missions de l’école.“

> Les Petits champions de la lecture – Website des Erziehungsministeriums in Paris :

Voir aussi : > De la maternelle au baccalauréat. L’éducation artistique et culturelle – Website des Erziehungsministeriums in Paris

https://twitter.com/Salondulivre/status/1217066866679730177

> Mobilisation en faveur du livre et de la lecture – Website des Erziehungsministeriums in Paris

https://twitter.com/KlettSprachen/status/1207979336797769728

Französisch-Lektüren

Stadtbibliothek Stuttgart. Prof. Dr. Bernard Stiegler: Die Digitalisierung und die Zukunft Europas

> Unsere Redaktion berichtet über: Vortrag und Gespräch
Do 16.01. |19:30 Uhr | Stadtbibliothek Stuttgart | Mailänder Platz 1, 70173 Stuttgart | Eintritt frei | Frz. mit Simultanübersetzung
In der Reihe „Kulturtheorien“, verbunden mit der Reihe „Politik der Digitalisierung“.

> Prag: Außenminister Jean-Yves Le Drian spricht über die Souveränität, Sicherheit und Digitalisierung in Europa– 9. Dezember 2019

> Im Gespräch: Michel Desmurget, La fabrique de crétin digital – 25. Oktober 2019

> Sitographie: “Regeln” für soziale Netzwerke in der Politik – 29. Mai 2019

Vor allem europäische Investitionen haben zum Aufstieg des World Wide Web beigetragen. Und doch haben die digitalen Netze seit 1993 zur Schwächung Europas geführt. Bernard Stiegler zeigt, dass dies mit einem unzureichenden Forschungsengagement Europas in relevanten Wissensgebieten zusammenhängt. Auf Grundlage einer alternativen Lesart der Theorien von Entropie und Negentropie stellt er ein aktuelles Projekt aus einer Banlieue im Norden von Paris vor, das illustriert, wie Europa die Digitalisierung sinnvoll gestalten könnte.

Bernard Stiegler ist ein französischer Philosoph, der sich mit den sozialen, politischen, wirtschaftlichen, psychologischen Herausforderungen beschäftigt, die durch die technologische Entwicklung und insbesondere die digitalen Technologien entstehen. 2005 gründete er die philosophische Reflexionsgruppe Ars industrialis und seit April 2006 ist er Direktor des > Institut de recherche et d’innovation (IRI), das er im Zentrum Georges-Pompidou gründete.

Eine gemeinsame Veranstaltung des IZKT der Universität Stuttgart, des Institut français Stuttgart und der Stadtbibliothek Stuttgart. Die Veranstaltung wird von der Berthold Leibinger Stiftung gefördert.

2006 hat das Centre Pompidou auf Anregung des Philosophene Bernard Stiegler das Institut de recherche et d’innovation gegründet, in dem kulturelle, wirtschaftliche und wissenschaftliche Aktivitäten unter dem Einfluss der Digitaltechnik untersucht werden sollen mit dem Ziel, neue kontributive Verfahren zu entwickeln: > @IRILive En direct de l’IRI

> Institut de Recherche et d’Innovation > Parisiri.centrepompidou.fr fondé par Bernard Stiegler.

In seinem Vortrag hat Bernard Stiegler alle Gefahren der ungebremsten Digitalisierung aufgezeigt. Eigentlich bestand sein Vortrag aus mehreren parallelen Teilen: Außer den Gefahren der Digitalisierung trug Stiegler auch eine spannende Wissenschaftsgeschichte vor.

Bernard Stiegler > Bibliographie

—, The Age of Disruption: Technology and Madness in Computational Capitalism, Cambridge: Polity Press 2019.

Sein wichtigstes Stichwort ist die Entropie. In einem Interview: Alexandre Lacroix, > Bernard Stiegler : “Repenser une politique industrielle à l’ère de l’Anthropocène et de l’automatisation” – PhiloMag 17/12/2018 erklärt Stiegler: „Pour moi qui suis un “homme de gauche”, la question importante est de savoir ce que serait une grande politique industrielle de gauche relevant les défis de l’Anthropocène et de l’automatisation – c’est à dire aussi face à l’“Intelligence artificielle”. Affronter cette question suppose de surmonter l’impensé de la critique marxienne, à savoir : l’entropie. Tous les systèmes complexes, tant au niveau biologique qu’au niveau social, sont voués à une déperdition de différentiel – d’énergie, de biodiversité, d’interprétation de l’information – qui mène au chaos entropique.“ Keine Frage, die PC-Technik ist millionenfach schneller als das menschliche Gehirn und steuert umso sicherer auf einen Unfall zu. Das Rechnen, das Kalkül als oberste Maxime der PC-Technik ist auf Konsens aus, es zerstört die Grundlagen der Kontroverse, die Stiegler als fundamentale Grundlage der Wissenschaft begreift. Er ist überzeugt, dass der freie Wille, le libre arbitre, durch die allumfassende Digitalisierung zerstört werden: Zum Vergleich dazu auf einem unserer Blogs: > Wie sozial sind soziale Netzwerke? – 30. Juli 2010 – Unserer Redaktion gefällt der Ansatz von Stiegler, sich auf Grundlage der ersten Texte der Philosophen mit seinem Ansatz der Wissenschaftsgeschichte die heutige Digitalisierung zu untersuchen und gleichzeitig das Internet auf allen Kanälen für die Präsentation seiner Forschungen zu nutzen. Es geht nicht um das kollaborative Arbeiten, sondern er verfolgt eine kontributiven Ansatz:

> Territoire Apprenant Contributif: „Nous vivons une profonde transformation de société liée à la diffusion massive des technologies numériques. Elle impactera très fortement l’emploi. Notre projet consiste à élaborer un nouvel modèle macro-économique centré sur les savoirs et à l’expérimenter sur le territoire de Plaine Commune, pour ensuite le généraliser.“

> Le blog de Bernard Stiegler – Médiapart: darin: B. Stiegler, > L’avenir numérique de l’Université – 7 nov. 2013 ***
Dazu auf unserem Blog > Essai. Lernen und Studieren mit dem Internet – 30. September 2016.

> Bernard Stiegler : « Faire de la Seine-Saint-Denis un territoire contributif » – NouvelObs 16.1.2017

https://twitter.com/GaelGiraud_CNRS/status/974246255432994816

> Projet d’expérimentation territoriale – Plaine Commune – Territoire apprenant contributif *.pdf – site France-Stratégie

Stiegler fordert als Ergebnis seiner Forschungen – eine Neukonzeption des WWW. Es ist bedauerlich, dass zu Beginn der 90er Jahre sich die Entwicklung des WWW, das am CERN in Genf erdacht worden war, sich in die USA verlagert habe. Europa müsse in dieser Hinsicht aufholen. Wird es möglich sein, dass Europa den beiden großen Märkten – ungezügelt in den USA, diktatorisch in China – einen eignen dritten Weg gegenüberstellen kann?

Bernard Stiegler, > Logik der Sorge – Verlust der Aufklärung durch Technik und Medien. Aus dem Französischen von Susanne Baghestani, Berlin 2018.

Stiegler erinnert an die Sorbonne-Rede 2017 von Staatspräsident Macron, in der er eine neue Digtialpolitik für Europa anmahnte; > Initiative pour l’Europe – Discours d’Emmanuel Macron pour une Europe souveraine, unie, démocratique –  26. September 2017 von H. Wittmann.

Denken zu lehren, das geht nicht mit dem PC, so lautet Stieglers Urteil. Denn diese Technik, wie sie z. B. die grundlage von Facebook bildet fürhe zur Infantilisierung und zur Inbeschlagnahme der Konzentration. Leibniz‘ > Rechenmaschine von 1673 war ein Wunderwerk. Aber das erste Signal war gesetzt: Das Rechnen wurde allem vorangesetzt und das ist auch heute so. Stiegler fügt hinzu, Wissenschaft können man nicht ausrechnen und kritisiert damit eine fundamentale Richtung der PC-Technik mit ihrem überbordenden Anspruch nach einer umfassenden Digitalisierung aller Lebensbereiche. Eine totale Verarmung kontert Stiegler. Und fügt hinzu, die Abrüstungsgespräche zwischen Nixon und Brejnew hatten nicht Erfolg wegen der Sorge um einen Atomkrieg sondern eher wegen der Einsicht beider, dass die Technik unweigerlich eines Tages zu einem Unfall führen werde.

Mehrmals erwähnte Stiegler Nanostrukturen, die eigentlich nur in der Vorstellung existieren, wodurch Kants Erkenntnistheorie radikal in Frage gestellt werde.

Den so hochgepriesene Fortschrittsglauben kontert Stiegler mit dem Hinweis darauf, dass 70 % der Arten durch menschliches Handeln vernichtet worden seien. Die Weltkriege und auch Hiroshima und Nagasaki sthen für das Potential des Menschen die Vernichtung voranzutreiben.

Bernard Stiegler, Ce qui fait que la vie vaut la peine d’être vécue: De la pharmacologie, Paris: Flammarion – 273 Seiten: „Ce qui fait que la vie vaut la peine d’être vécue Qu’on l’admette ou qu’on le dénie, chacun sent bien qu’à présent l’avenir de la vie terrestre se trouve mis en jeu dans une urgence inouïe. Et chacun sait que, depuis la séquence historique qui s’est engagée en 2007 et qui paraît avoir déclenché ce qu’on appellerait en physique nucléaire une réaction en chaîne, chaque pas compte et semble se surcharger systémiquement de conséquences très difficilement réversibles – sinon absolument irréversibles….“

Auf die Frage, ob PCs in die Hand von Schülern gehören, erläutert er seine Ansicht, warum Schüler erst in der Sek II mit PCs arbeiten sollten. Zunächst gehe es in der Schule darum, Grundfertigkeiten, auch in der Mathematik, zu erlernen. Er habe in der Schule noch als 12-jähriger Satz vom Pythagoras lernen und dessen Beweis nachvollziehen müssen, das werde heute nicht mehr gefordert. Stiegler zielt auf den Rückgang des Wissens bei den Schülern, das durch die fehlende Konzentration verursacht werde. Dazu zähle auch die unheilvolle Tendenz, Schülern das Ausüben der Handschrift vorzuenthalten: vgl. dazu auf unserem Blog: > Ecrivez-vous à la main ou tapez-vous au clavier ? Schreiben Sie mit der Hand oder der Tastatur? – 24. August 2017 und > Texte schreiben oder Buchstaben suchen? Schreibschrift, Blockschrift oder Touchscreen? – 19. November 2015 und  > auf dem Blog von Klett-Cotta: > Nachgefragt: Manfred Spitzer, Die Smartphone Epidemie. Gefahren für Gesundheit, Bildung und Gesellschaft – 15. Oktober 2018

Bernard Stiegler: «Toute technologie est porteuse du pire autant que du meilleur» – le Temps – 22.3.2018
Penseur de l’innovation technologique et de ses implications sociales, le philosophe plaide pour une disruption positive, qui redonne du sens à l’économie et crée de la valeur. L’inverse du système actuel qui s’est dévoyé sous l’influence des libertariens

> Séminaire Plaine-Commune/Ars-Industrialis séance 1 :

Wir zeigen hier einen der Videos auf dieses > Workshops:

> Building (Information Modelling) Real Smart Cities – 12 March 2019.

Stiegler Bernard, « Sortir de l’anthropocène », Multitudes, 2015/3 (n° 60), p. 137-146. DOI : 10.3917/mult.060.0137. URL : https://www.cairn.info/revue-multitudes-2015-3-page-137.htm

Bernard Stiegler, > The Neganthropocene, . Edited and translated by Daniel Ross, London: Open Humanities Press 2018: „In the essays and lectures here titled Neganthropocene, Stiegler opens an entirely new front moving beyond the dead-end “banality” of the Anthropocene. Stiegler stakes out a battleplan to proceed beyond, indeed shrugging off, the fulfillment of nihilism that the era of climate chaos ushers in.“

Les Entretiens du nouveau monde industriel 2018
> L’Intelligence des villess et la nouvelle révolution urbaine
Paris. Centre Pompidou. Grande Salle. 18 et 19 décembre 2018

à suivre

Umweltschutz: Nachhaltige Entwicklung im Unterricht

> Klimawandel. Nachgefragt. Wir fragen Pierre-Yves Le Borgn’ – 19. Juni 2019

> Nachgefragt: Luisa Neubauer, Alexander Repenning, Vom Ende der Klimakrise Eine Geschichte unserer Zukunft – Blog Klett-Cotta

Nachhaltiger Umweltschutz, ökologischer Wandel, Sicherung der Artenvielfalt stehen auf dem Lehrplan in Frankreich > Une École engagée pour le développement durable et la transition écologique: – Erziehungsministerium – Information – 16/12/2019 – Diese Seite sei zur Lektüre empfohlen – danach sitzt das notwendige Vokabular, um für diese Probleme das Bewusstsein zu schärfen und mitdiskutieren zu können.

> Huit mesures pour l’éducation au développement durable

„Les > 17 Objectifs de Développement Durable (ODD) recoupent les enjeux globaux du monde contemporain et de demain. Jean-Michel Blanquer et Yann Arthus-Bertrand, Président de la Fondation GoodPlanet, ont lancé le programme „des posters éducatifs pour sensibiliser aux Objectifs de Développement Durable dans toutes les écoles de France“ le mardi 19 novembre“ 2019 :

1 120 121 122 123 124 564