Deutsch-französischer Tag: 22. Januar 2026 #jfa2026 #dft2026

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1963-2019

> Quelle est la différence entre le Traité de l’Élysée et le traité d’Aix-la-Chapelle ?

> Le traité de l`Élysée de 1963

> Der Élysée-Vertrag von 1963

> Le Traité d’Aix-la-Chapelle sur la coopération et l’intégration franco-allemandes (2019)

> Der deutsch-französische Kooperationsvertrag von Aachen (2019)

> Twittern für die deutsch-französische Kooperation

> Aufgaben auf unserem Blog: Didaktische Hinweise

PONS hilft Euch:

Bibliographie /Sitographie:

> Deutsch-Französischer Tag 2025 – Auswärtiges Amt

> Deutsch-Französischer Tag 2025 – Europanetzwerk Hessen.de

> Der Deutsch-Französische Tag am 22. Januar – DFJW

> Deutsch-französischer Tag 2025 – Institut français

> Die deutsch-französische Freundschaft – ARTE
Dass aus ehemaligen Erzfeinden der berüchtigte „Motor Europas“ wurde, ist alles andere als selbstverständlich.

> Deutsch-französischer Tag am 22. Januar 2025 – Paul-Klee-Gymnasium – Gersthofen bei Augsburg

> Am 22. Januar 2025 feiert das Humboldt wieder den deutsch-französischen Tag! – Alexander-von-Humboldt-Gymnasium – 41464 Neuss
> Aachener Vertrag zwischen Deutschland und Frankreich geschlossen – 22.01.2019 – Bundeszentrale für politische Bildung

Prof. Andreas Marchetti: Nachgefragt. Die “Nähe der Gebietskörperschaften” = wie der Aachener Vertrag die grenzüberschreitende französisch-deutsche Kooperation erleichtert – 12. Juni 2020

> Deutsch-Französischer Bürgerfonds – 16. April  2020

> Nachgefragt: Henrik Uterwedde antwortet auf unsere Fragen zu den Gelben Westen, Grand Débat National und Aachener Vertrag – 26. Februar 2019

> 22. Januar 2019: Der Aachener Vertrag. Le Traité d’Aix-la-Chapelle – 21. Januar 2019

> Vom Élysée-Vertrag zum Aachener Vertrag im Januar 2019 –  9. Januar 2019

> #TraitedAixlaChapelle Die Unterzeichnung des #AachenerVertrags – 24. Januar 2019

> Hörensagen: “Das Europa der Vaterländer” – 22. Januar 2018

Unsere Redaktion hat wichtige Aussagen de Gaulles zu Europa auf Französisch und Deutsch hier dokumentiert: > Ein vereintes Europa – Une Europe unie – auf dem Weg zu einer Konföderation – 16. Mai 2019

Éditorial : La souveraineté de l’Europe

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Haben Sie schon gesehen, was unsere Redaktion seit Dezember 2025 hier geschrieben hat? | Jeannette Süß: La fabrique de la politique européenne de l’Allemagne47 oder 49.3? | Conférence des ambassadrices et ambassadeurs 2026  | François Mitterrand (1916-1996)La partenariat entre la Région Occitanie et l’AllemagneMonsieur Chanson, Gerd HegerEmmanuel Macron : Vœux aux Français pour 2026 |2025:  Promouvoir la lecture ?  | Die Demokratie unter dem Druck der sozialen Netzwerke und ihrer Algorithmen | Sinn und Unsinn der KI | Appel à communications du Groupe d’Etudes Sartriennes pour le colloque de 2026. |  Présidentielle 2027 : Rendre la confiance aux Français. Un entretien avec Pierre-Yves Le Borgn’ | Die Debatte zum Jahresende: Surfen mit Klarnamen? | Conférence en ligne : L’art comme référence. Sartre et les artistes | Essai. Lernen und Studieren mit dem InternetGipfel zur europäischen digitalen Souveränität in Berlin | Éditorial – Jugendliche und soziale Netzwerke | IA/KI – L’intelligence artificielle au lycée / Künstliche Intelligenz in der Schule | IA / KI : Verlieren wir unsere Identität? | Der Bericht über die Auswirkungen der Bildschirmzeiten auf Jugendliche | Die Zeit vor den Bildschirmen ist für Kinder verlorene Zeit… ? | Partons en France – Reisen wir nach und durch Frankreich | Apprendre des mots – Dictionnaires en ligne |


Didier-Roland Tabuteau, vice-président du Conseil d’Etat : > La souveraineté et l’Europe à l’occasion des entretiens européens du Conseil d’Etat – 19 janvier 2026

> [Revoir] La souveraineté et l’Europe – Entretiens du Conseil d’Etat 2026

> Dossier du participant . La souveraineté de l’Europe

Siehe auch auf unserem Blog: Jeannette Süß: La fabrique de la politique européenne de l’Allemagne – 21. Januar 2026

Jeannette Süß: La fabrique de la politique européenne de l’Allemagne

Es gibt eine deutsche Unentschlossenheit nicht nur in der Innenpolitik auch in der Europapolitik, die in Brüssel zu Blockaden, Enthaltungen und Vertrauensverlust bei den Partnern führt. In Sachen Europa ist das nicht so recht was neues, denn bei der ersten Sorbonne-Rede von Emmanuel Macron 2017 blieb die Bundesregierung unter Angela Merkel weitgehend sprachlos. Überhaupt das europapolitische Konzept des französischen Staatspräsidenten fand in Berlin nie wirklich Anklang, gar Widerhall. Es gab mal einen versuch von Olaf Scholz, aber man hatte damals den Einruck dass das eine Eintagsfliege war: > Die Prager Rede von Bundeskanzler Olaf Scholz über Europa – (auf unserem Blog, 22. August 2022) Der europäische Stillstand in Berlin hat die Glaubwürdigkeit Deutschlands geschwächt und Entscheidungsprozesse auf EU-Ebene gelähmt. Die Regierung Merz versucht gegenzusteuern und die europäische Politik Deutschlands besser zu koordinieren. Inhaltlich setzt sie auf europäische Souveränität und mehr Wettbewerbsfähigkeit. Trotzdem verhindern parteipolitische Spannungen weiterhin ein einheitliches deutsches Auftreten. Europäisch setzt Merz auf enge Kooperationen, doch die Chance für eine stabile Agenda bis 2027 bleibt unsicher.

Zum Herunterladen >>>>>

Jetzt hat Jeannette Süß, Forscherin am Comité d’études des relations franco-allemandes (Cerfa) im l’Institut français des relations internationales (Ifri), untersucht, wie in Deutschland Europapolitik gemacht wird: > La fabrique de la politique européenne de l’Allemagne. Und sie kommt zu erstaunlichen Einsichten hinsichtlich der Chancen der neuen Bundesregierung unter Friedrich Merz, der die Rolle Deutschlands in Europa neu definieren möchte, indem er sich als zuverlässiger Krisenmanager profiliert und die europäischen Allianzen in den Bereichen industrielle Wettbewerbsfähigkeit und Verteidigung stärkt. Süß bemerkt, dass diese Dynamik im Gegensatz zur Situation in Frankreich stehe, die von vor allem von politischer Instabilität, Haushaltsproblemen und einer geschwächten Glaubwürdigkeit auf europäischer Ebene geprägt sei. Süß geht sogar soweit, Merz als zunehmend treibende Kraft zu bezeichnen, während Paris eher eine begleitende Rolle einzunehmen scheint.

Die deutsch-französische Beziehungen sind aber weiterhin ein zentrales Element der europäischen Politik von Friedrich Merz, was z. B. durch die Themen und Ergebnisse des deutsch-französischen Ministerrats von Toulon 2025 belegt wird. Wie so oft bei diesen Treffen wurde auch in Toulon im August verabredet, die bilaterale Partnerschaft durch konkrete Projekte in den Bereichen Wettbewerbsfähigkeit, Energie, Industrie, Digitalisierung und Verteidigung operativ zu verstärken. Der Streit um das Mercosur-Abkommen lässt aber unterschiedliche strategische Ansätze erkennen.Trotz intensiver persönlicher ständiger Kontakte auf höchster Ebene tauchen immer wieder divergierende Interessen (Stichworte dazu FCAS und MGCS) wodurch die Zusammenarbeit in Brüssel erschwert wird. Süß schlussfolgert, die bilaterale Dynamik sei politisch gewollt ist, jedoch gibt es offenbar Grenzen einer privilegierten und reibungslosen Zusammenarbeit auf EU-Ebene.

Vœux aux armées du Président Emmanuel Macron depuis la base aérienne 125 d’Istres.

Heute, am 15. Januar 2026, anlässlich seiner Neujahrsgrüße auf der Luftwaffen auf dem Luftwaffenbasis 125 in Istres-Le-Tubé betonte Macron zunächst den Erfolg der Wiederaufrüstung der Armee: „Um frei zu sein, muss man gefürchtet werden.“ Die Souveränität des Landes soll durch einen Ausbau der Alarmsysteme gestützt werden. Dazu zähle auch ein Satellitenprogramm, das zur Aufklärung beitragen soll. Was sagte er in diesem Zusammenhang? „Zunächst einmal, um uns mit einem Frühwarnsystem auszustatten, das ein Weltraumwarnsystem, ein Bodenradarsystem und Experimente kombiniert. Es handelt sich um die berühmte deutsch-französische Initiative namens JEWEL, aber dieses Frühwarnsystem bauen wir für uns selbst auf. Wir bauen eine Partnerschaft mit den Deutschen auf, um es auch allen Europäern anzubieten. Dies wird es uns auch ermöglichen, die Weltraumdimension unserer Militärstrategie weiter zu festigen.“

> Discours du Président de la République à l’occasion des vœux aux Armées *.pdf – site du Palais de l’Élysée

Er fügte hinzu: „Im Weltraum werden wir den Einsatz von Satellitenkonstellationen in niedriger Umlaufbahn beschleunigen, um die Konnektivität und die Informationsbeschaffung zu verbessern. In diesem Zusammenhang möchte ich hier betonen, dass auch unsere Ambitionen im Weltraum, sowohl im zivilen als auch im militärischen Bereich, weiter zunehmen werden. Mit dem Ziel, in jedem Bereich unsere deutschen und italienischen Partner unter anderem einzubeziehen, die strategische Autonomie Europas zu stärken und andere zu ermutigen, unserer eigenen Strategie zu folgen, die darin besteht, die Abhängigkeit von allem Nicht-Europäischen zu verringern. Frankreich wird in einigen Monaten einen Weltraumgipfel organisieren, der eine militärische Komponente haben wird und es ermöglichen wird, seine Bemühungen zu bekräftigen.“Angesichts der russischen Bedrohung sollen weitreichende Waffen sollen ausgebaut werden wodurch die nukleare Abschreckung gestützt werden soll. Auch hier verwies auf die Zusammenarbeit im B+ndnis: „Insbesondere gemeinsam mit unseren deutschen und britischen Partnern müssen wir diese Feuerkraft in großer Tiefe mit Nachdruck vorantreiben.“ Der Präsident unterstrich notwendigen Anstrengungen der Nation, die 2026 und in den kommenden Jahren fortgesetzt werden müssen. Hinsichtlich des Militärprogramms (LPM) nannte er drei Prioritäten: die Aufstockung unserer Munitionsvorräte aller Art und die Stärkung der Einsatzbereitschaft unserer Streitkräfte, die Gewährleistung unserer Souveränität Frankreichs und die kurzfristige Verbesserung und Modernisierung der Armee.

Im Bereich der Außenpolitik erinnerte der Staatschef daran, dass Frankreich eine glaubwürdige und verlässliche Bündnispartner sei. In diesem Zusammenhang unterstrich er die Verantwortung der Europäer für den Schutz Grönlands („Wie Sie sehen, ist das Europa der Verteidigung Realität.“)und wie auf den Beschluss Frankreichs hin, sich zusammen mit seinen Partnern und auf Ersuchen Dänemarks an der von Dänemark im Rahmen von Arctic Endurance geplanten Übung zu beteiligen.

Was er nicht erwähnte: der Kampfpanzer MGCS oder das Luftkampfsystem FCAS.

> Bundesministerium der Verteidigung: „Wir wollen mit MGCSMain Ground Combat System das Landkampfsystem der Zukunft bauen“ – 26.04.2024

> Main Ground Combat System. „Es geht auch künftig darum, schnell eine große Feuerkraft an den Feind zu bringen“ – Website der Bundeswehr 26.4.2024

> FCASFuture Combat Air System – Future Combat Air System – Website der Bundeswehr

> Deutschland und Frankreich: „Eine Freundschaft, die der Motor Europas ist“ – Website des Bundesministeriums für Verteidigung

Christophe Braouet, Jacob Ross, Benoît Schuman, Stefan Seidendorf > Deutsch-französische Rüstungsprojekte: Zum Scheitern verurteilt? – docdok.eu 12/2025

Jacob Ross, Nicolas Téterchen>
Deutsch-französische Verteidigungskooperation: Jetzt oder nie Europas Souveränität ist die deutsche Gretchenfrage
– Deutsche-Gesellschaft für auswärtige Politik – 5. Februar 2025

Deutsch-französische Wirtschaftsakteure: Sonderausgabe Baden-Württemberg 2025

Das 40-jährige Bestehen des Club d’affaires franco-allemand du Bade-Wurtemberg e.V., der sich für die Vernetzung von Unternehmen aus Baden-Württemberg und Frankreich einsetzt, wurde mit einer > Regionalausgabe Baden-Württemberg 2025 gefeiert. Mit rund hundert Seiten ist diese Ausgabe ein beeindruckendes Dokument, dass die so vielfältigen Wirtschaftsbeziehungen zwischen Baden-Württemberg und Frankreich illustriert.

> Auszug aus der Sonderausgabe Baden-Württemberg *.pdf mit einer Vorstellung des CLub d’affaires und dem Interview mit dem Generalkonsul Gaël de Maisonneuve

Das Land Baden-Württemberg, vertreten durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg und das französische Generalkonsulat Stuttgart Gaël de Maisonneuve sind Partner dieses Projekts, das vom Club d´affaires franco-allemand du Bade-Wurtemberg e.V.  geleitet wird und im Rahmen der am 14. Juli 2020 beschlossenen „Partnerschaft Baden-Württemberg-Frankreich“ stattfindet.

Sylvain Etaix, Gründer der deutsch-französischen Zeitschrift Deutsch-französische Wirtschaftsakteure, war Anfang 2025 in der baden-württembergischen Landeshauptstadt Stuttgart gekommen, um am Neujahrsempfang 2025 des Wirtschaftsclubs und der Auszeichnung der Präsidentin Céline Eheim teilzunehmen. Er nutzte die Gelegenheit, um verschiedene deutsch-französische Wirtschaftsakteure und Projektpartner, wie u.a. Gaël de Maisonneuve, Generalkonsul Frankreichs für Baden-Württemberg für diese Sonderausgabe zu interviewen

> Willkommen in Baden-Württemberg – www.dfwa-info.com

> Regionalausgabe Baden-Württemberg 2025

Rezension: Roland Theis, Verfluchtes Schweigen. Ein kulinarischer Südwestfrankreich-Krimi

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Roland Theis,
> Verfluchtes Schweigen. Ein kulinarischer Südwestfrankreich-Krimi
Marpfingen 2025
Softcover – 978-3-910306-26-4

Rezension: Eric Sadin, Le Désert de nous-mêmes: Le tournant intellectuel et créatif de l’intelligence artificielle

Die Einführung von ChatGPT am 30.November 2022 stehe, so der französische Technikphilosoph Éric Sadin, für eine tiefgreifende Wende mit weitreichenden sozialen und kulturellen Folgen. KI-Systeme gäben vor, zunehmend grundlegende menschliche Fähigkeiten wie die Produktion von Sprache, Bildern und Videos übernehmen zu können, und sie beschränken sich doch nur auf bereits vorhandene Inhalte, die zu ihrem Training gedient haben.

Sadins Frontalangriff richtet sich gegen alle Aspekte der Systeme, die man uns als KI vorsetzen will. Zunächst stellt er deren Funktionsweise und ihren Anspruch, intelligente Inhalte zu produzieren in Frage. ChatGPT und Co. könnten nichts Neues produzieren, sie schaffen allenfalls neue Inhalte auf der Basis der statistischen Häufigkeit von Wortverbindungen. Die Imagination, die den Menschen auszeichnet, geht ihnen ab, aber der Anspruch der KI-Systeme, sie imitieren zu wollen, provoziert die entschiedene Kritik von Sadin.  … Die vollständige Rezension auf Französsich und deutsch finden Sie auf www.romanistik.info: > Die Falle der künstlichen Intelligenz – Rezension: Eric Sadin, Le Désert de nous-mêmes: Le tournant intellectuel et créatif de l’intelligence artificielle

 

Eric Sadin, Le Désert de nous-mêmes: Le tournant intellectuel et créatif de l’intelligence artificielle, Paris: L’Èchapée 2025.  19 €

> Die Beiträge unserer Redaktion zur KI – www.france-blog.info

Mercosur wird von Frankreich abgelehnt

Haben Sie schon gesehen, was unsere Redaktion seit Dezember 2025 hier geschrieben hat? | Conférence des ambassadrices et ambassadeurs 2026  | François Mitterrand (1916-1996)La partenariat entre la Région Occitanie et l’AllemagneMonsieur Chanson, Gerd HegerEmmanuel Macron : Vœux aux Français pour 2026 |2025:  Promouvoir la lecture ?  | Die Demokratie unter dem Druck der sozialen Netzwerke und ihrer Algorithmen | Sinn und Unsinn der KI | Appel à communications du Groupe d’Etudes Sartriennes pour le colloque de 2026. |  Présidentielle 2027 : Rendre la confiance aux Français. Un entretien avec Pierre-Yves Le Borgn’ | Die Debatte zum Jahresende: Surfen mit Klarnamen? | Conférence en ligne : L’art comme référence. Sartre et les artistes | Essai. Lernen und Studieren mit dem InternetGipfel zur europäischen digitalen Souveränität in Berlin | Éditorial – Jugendliche und soziale Netzwerke | IA/KI – L’intelligence artificielle au lycée / Künstliche Intelligenz in der Schule | IA / KI : Verlieren wir unsere Identität? | Der Bericht über die Auswirkungen der Bildschirmzeiten auf Jugendliche | Die Zeit vor den Bildschirmen ist für Kinder verlorene Zeit… ? | Partons en France – Reisen wir nach und durch Frankreich | Apprendre des mots – Dictionnaires en ligne |


Das Mercosur Handels- und Investitionsabkommen mit Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay kann nun unterzeichnet werden. Mercosur bedeutet „Mercado Común del Sur“, übersetzt: „Gemeinsamer Markt des Südens“. Mit diesem Abkommen entsteht die größte Freihandelszone der Welt mit etwa 750 Millionen Menschen. Laut Vertrag sollen die Zölle für 91 Prozent der gehandelten Waren nach und nach abgeschafft werden. Europäische Exporteure werden einer Schätzung zufolge jährlich rund vier Milliarden Euro sparen, außerdem rechnet man damit, dass die Exporte in die Mercosur-Länder deutlich steigen werden.

> Infoblatt: Partnerschaftsabkommen EU-Mercosur– policy.trade.ec.europa.eu

> Handel mit Südamerika. ustimmung für das Mercosur-Abkommen – DLF

15 EU-Staaten (mindestens 65 Prozent der Bevölkerung)haben für das Mercusor-Abkommen gestimmt, die repräsentieren, ist nur knapp zustande gekommen. Frankreich, Polen, Irland, Österreich und Ungarn haben dagegen gestimmt, Deutschland ist dafür, Belgien hat sich enthalten.

Gegner fürchten, die Rodung des Regenwalds werde gefördert. Bauern drücken ihre Sorge vor der Konkurrenz aus Südamerika hinsichtlich Zucker, Rindfleisch (99.000 t/Jahr 1,2% des Verbrauchs in der EU), und Geflügel aus, demgegenüber wird die EU wohl mehr Wien und Käse ausführen können. Befürworter halten dem entgegen, dass auch der Handel mit den Mercosur-Staaten den EU-Verbraucherstandards unterliege. Das Abkommen berücksichtigt internationale Arbeitsstandards und das Pariser Klimaabkommen. Die EU gibt zu verstehen, der Schaden durch eine Ablehnung werde für die EU beachtlich werden, da die Mercosur-Staaten sich dann anderen Staaten zuwenden könnten.

Mit einem Tweet kündigte Staatspräsident Emmanuel Macron (X) am 8. Januar 2025 an, auf der ABlehnung des Mercosur-Abkommensbeharren zu wollen.

Hier seine Gründe:

Im Grunde genommen befürwortet Frankreich den internationalen Handel, lehnt das UE-Mercosur-Abkommen jedoch ab, weil es auf einem veralteten Mandat von 1999 beruhe. Der erwartete wirtschaftliche Nutzen sei sehr gering (+0,05 % des EU-BIP bis 2040) und rechtfertige die eingegangenen Risiken nicht, so der Grundtenor der Stellungnahme von Emmanuel Macron. Außerdem gefährde das Abkommen sensible landwirtschaftliche Sektoren und damit die Ernährungssouveränität Frankreichs und Europas. Es gebe zwar eine Schutzklausel, stärkere Kontrollen, dennoch seien zentrale Schutzmechanismen noch nicht vollständig umgesetzt. Der Präsident befürchtet weiterhin die Gefahr unfairer Konkurrenz durch unterschiedliche Produktions-, Umwelt- und Gesundheitsstandards. Er erinnert daran, dass es in Frankreich einen breiten politischen Konsens gegen das Abkommen gebe, wie die Debatten in Nationalversammlung und Senat zeigen. Aus diesen Gründen wolle Frankreich gegen die Unterzeichnung stimmen und stattdessen den Fokus auf Schutz, Wettbewerbsfähigkeit und Investitionen legen.

> Gemeinsamer Südamerikanischer Markt (MERCOSUR) – Website des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

> Mercosur-Abkommen einfach erklärt – Aktueller Stand, Inhalt und Kritik – Foum-Verlag

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