Elie Maucourant, Warm Blue, T. I/II

Klimakrise, Migrantenkrise und überhaupt die Gewalt sind Hypotheken, die die Menschheit eine Tages schwer zur Last fallen werden. Ein poltischer Science-Fiction-Thriller in zwei Bänden > Warm Blue von ELie Maucourant kam kurz vor Weihnachten in unserer Redaktion an.

Eli Maucourant erzählt die Geschichten von Marianne, Whisper und Veit, die alle auf ihre Weise, Überwachung, Bedrohungen und zum Teil maßvolle Gewalt erleiden und wie sie sich zur Wehr setzen.

> Rezension: Elie Maucourant, Warm Blue, T. I/II

Elie Maucaurant
Warm Blue
> Tome 1 : Poison d’azur
Collection : Miroirs du réel
Paris, Harmattan 2019
280 p., ISBN : 978-2-343-18637-5
Le livre existe aussi en version numérique.

> Tome 2 : Bleu Libération
Collection : Miroirs du réel
Paris, Harmattan 2019
208 p., ISBN : 978-2-343-19105-8
Le livre existe aussi en version numérique.

Il, elle und jetzt auch „iel“?

french german 

Kennen Sie die Vielfalt unseres Blogs? | Corona-Pandemie | Olaf Scholz | Grammatik | A. Camus L’Hôte | Gustave Flaubert | #Europe2022FR | Angela Merkel | #presidentielle2022 | Partir en France – en ligne | Harcèlement | Zweierpasch | Wiederholen und üben mit unserem Blog | Charles Baudelaire | 222 Argumente für Französisch | Smartphone | Marcel Proust | Heidelberg-Haus |


> Le pronom „iel“ est une affaire linguistique en cours – France-Culture, 6 novembre 2021

Sabine Wachs, DLF 21. Dezember 2021, 05:20 Uhr > Drei Buchstaben, großer Wirbel: Diskussionen um genderneutrales Pronomen „iel“

Pour aller plus loin :

> Pronom neutre en français contemporain – Wikipédia

> De l’écriture inclusive à la transidentité, « iel » dans « Le Monde » -Chronique de Zineb Dryef dans LE MONDE, 26 novebre 2021 – Réservé aux abonnés

> Histoire d’une notion : « Iel », ou la cause du neutre – Clara Cini, LE MONDE, 15 décembre 2021 – Réservé aux abonnés

Die Corona-Pandemie in Deutschland und Frankreich

french german 

Ergänzung:
Der Expertenrat der Bundesregierung spricht in seiner ersten Stellungnahme von der Möglichkeit einer explosionsartigen Verbreitung der Omikron-Variante: > Die Stellungnahme des Expertenrates der Bundesregierung vom 19.12.2021

Unser Artikel folgt hier nach 5 Tweets:

Ergänzt am 24. November 2021:


> Atlas des données de la Covid-19

> Le point de situation hebdomadaire Covid – 19 ce vendredi 15 avril 2022 – Délégation à la communication – Ministère de l’Éducation nationale et de la Jeunesse

> Le point de situation hebdomadaire Covid – 19 ce vendredi 18 mars 2022 – Délégation à la communication – Ministère de l’Éducation nationale et de la Jeunesse


> Robert Koch-Institut: COVID-19-Dashboard

> Fallzahl des Coronavirus (COVID-19) in Deutschland, Frankreich und Spanien seit Februar 2020 (de.statista.com – Stand: 18. November 2021)


Die Tweets vom > Ministère des Solidarités et de la Santé und vom > Bundesministerium für Gesundheit – sind eine gute Gelegenheit, sich allerlei Aufgaben – Zeitungsartikel, verfassen, Diskusssionsrunde: Die Krise in Frankreich und in Deutschland etc. – auszudenken – bis hin zu einer Vokabelliste rund um die Pandemie. PONS wird sicherlich helfen dabei:

> Informationen in deutscher Sprache über die geltenden Regelungen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus – Deutsche Vertretungen in Frankreich


> Frankreich: Reise- und Sicherheitshinweise (COVID-19-bedingte Teilreisewarnung) – Auswärtiges Amt

> Coronavirus COVID-19: Informationen zu der Situation in Frankreich AHK

> COVID-19-Pandemie in Frankreich – Wikipedia

Auf unserem Blog: > #CoronaVirus – COVID-19-Krise

„Emmanuel Macron, où va la France ?“ in TF1

3,82 Millionen Franzosen haben laut LCI die Sondersendung „Emmanuel Macron : Où va la France ?“ am 15. Dezember eingeschaltet, bei der sich Macron den Fragen von Audrey Crespo-Mara und Darius Rochebin gestellt hat.

Die Themen des Interviews am 15. Dezember mit einzelnen Filmausschnitten.

Wird Emmanuel Macron sich zur Wiederwahl stellen? Daran zweifelt niemand in Frankreich. Dem Staatspräsidenten steht in diesen Wochen eine Gradwanderung bevor. Als Kandidat hat er nciht die Bewegungsfreiheit wie als Staatspräsident oder umgekehrt…. das hängt von den Themen ab. Als Ratspräsident der EU ab 1. Januar möchte er sicherlich nicht als Kandidat auftreten und andererseits spürt man schon gerade in diesem Interview, dass er nur zu gerne wieder die Wahlkampfarena betreten möchte, allein um schon eventuelle Gegner nicht zu stark werden zu lassen: „Einige machen Wahlkampf, aber Ihr Diener macht das nicht,“ erklärt er in diesem Interview und spricht dann, immer noch ohne sich als Kandidat zu outen, von den 10 Jahren. Zu seiner Entscheidung wieder zu kandidieren, ließ er lediglich durchblicken, dass er „Ambitionen für das Land über den April hinaus habe“. Vielleicht ist das auch eine Art Anlauf zum Wahlkampf, ist doch die Präsidentschaftswahl eine Art Rendez-vous eines Mannes (oder Frau) mit der ganzen Nation. Er wird sich sicher fragen, wann der richtige Zeitpunkt ist, lum die Kandidatur bekanntzugeben, vielleicht kommt es dabei auch auf die anderen Kandidaten und ihre Platzierung in den Umfragen an. Rutscht Zemmour von seinem Höhenflug ab, dann könnte Valérei Pécresse LR eventuell in die Stichwahl mit Macron kommen? Aber noch ist alles offen und kein Kandidat kann sich wirklich in Sicherheit wiegen. Damals bei der Wahl von François Mitterrad, hatte sich seine Kurve in den Meinungsumfragen erst eine realtiv kurze Zeit vor dem ersten Wahlkampf mit der von Valérie Giscard-d’Estang gekreuzt.

Emmanuel Macron hat in diesem Interview eine Bilanz seiner Amtszeit von den Gelbwesten bis zur Covid-Pandemie gezogen und auch Irrtümer eingeräumt und eingestanden, dass er daraus gelernt habe
Audrey Crespo-Mara und Darius Rochebin ce mercredi 15 décembre. Au cours d’un entretien inédit, il a notamment évoqué son quinquennat, ses réussites, ses échecs et sa vision de l’avenir.

Macron erwähnt auch die Abschaffung von Beamtenstellen, ein Vorschlag, den die Kandidation der Les Républicains LR Valérie Pécresse, die er nicht namentlich nennt, auch gemacht hat. Sie möchte einige zehntausend Beamtenstellen abschaffen.

In Bezug auf die Flüchtlinge und Einwanderer sagte der Präsident, dass „der große Austausch“ nicht stattfinden werde. Eine Auffassung der Éric Zemmour mittlerweile widersprochen hat und den Präsidenten als den Präsidenten des großen Austauschs bezeichnete.

An der Rentenreform will Macron festhalten, sie werde aber in einer modifizierten Form kommne und nicht sofort.

Macron räumte ein, dass er sensibler geworden sei, und auch die Ungleichheiten besser im Blick habe. Auf die Gelbwesten angesprochen, räumte der Präsident Fehler ein

Zur Impfpflicht sagte der Präsident, man sei praktisch schon bei ihr angekommen, es werde wohl regelmäßige Impfungen geben müssen. Kinder unter 11 Jahren sollten geimpft werden. Diese Entscheidung werde aber den Eltern überlassen. Nur mit dem Impfen könnten größere Einschränkungen während der Feiertage vermieden werden. Bisher Nichtgeimpfte forderte er auf, sich impfen zu lassen.

Der Besuch von Bundeskanzler Olaf Scholz in Paris

So gab der Staatspräsident Emmanuel Macron den Takt des Antrittsbesuchs von Bundeskanzler Olaf Scholz am 10. April 2021 – sein erster Besuch im Ausland vor und erinnerte an eines seiner wichtigsten Anliegen: Europa, unser Europa: „Nous sommes tous deux attachés à notre Union, à notre Europe. Pour les Français, pour les Allemands, pour les Européens, ensemble“.

Erinnern wir uns. Das Echo aus Berlin auf die Rede Macrons zur Souveränität Europas,> Initiative pour l’Europe – Discours d’Emmanuel Macron pour une Europe souveraine, unie, démocratique. – 26. September 2017 – war ziemlich leise und blieb es eigentlich auch bis zum Ende der Ära Merkel. Zwar wurden immer wieder Gemeinsamkeiten beschwört und jedes deutsch-französische Treffen war immer wieder eine Gelegenheit, deutsch-französisches Einverständnis zu unterstreichen und die Vertiefung der beiderseitigen Zusammenarbeit zu versprechen. Aber richtige Begeisterung zu den europapolitischen kam aus Berlin nie. Erst die Pandemie, die wie auch die anderen großen Themen wie Migration, Klima, Sicherheit und Euro die EU vor gemeinsame Herausforderungen stellen, funktionierte wie ein Weckruf, eine Rückbesinnung auf europäische Aufgaben: > Emmanuel Macron: “Jour historique pour l’Europe !” – 21 Juli 2020 -. Das Berliner Schweigen vor der Pandemie ließ Macron in Sachen Europa ziemlich alleine. Er verstärkte seine Anstrengungen in deklinierte das Thema der europäischen Souvernität, die die Souveränität der Mitgliedsstaaten schützen und entwickeln soll mit vielen verschiedenen Themen: > L’Europe nous protège: Les discours d’Emmanuel Macron sur l’Europe + le bilan (21 juillet 2020). Die Krise der Gelbwesten, die Diskussion um die Rentenreform wie auch die Attentate ließen Macrons Engagement für Europa ein wenig in den Hintergrund treten. Dazu kam auch eine gewissen Enttäuschung in Frankreich, dass der deutsche Partner nicht in der Lage, Macrons Ideen für eine refondation de l’Europe zu teilen: Vgl. unsere > Gespräche mit Professor Henri Ménudier. Im kommenden Wahlkampf, in dem Emmanuel Macron – Frankreich übernimmt am 1. Januar 2022 für sechs Monate die EU-Ratspäsidentschaft – ganz auf die Weiterentwicklung der EU setzen will, wird er eine solide Unterstützung aus Berlin brauchen können.

Vor diesem Hintergrund sehen wir uns die > Pressekonferenz von Emmanuel Macron und Olaf Scholz an:

Auf der Website des Élysée-Palastes stehen die Erwartungen Macrons : „Cette rencontre était l’occasion de poursuivre le travail franco-allemand en faveur du renforcement de la souveraineté européenne, à un mois de la Présidence française du Conseil de l’Union européenne, d’aborder les grands dossiers d’actualité internationale et d’envisager les différentes manières de continuer à étoffer le partenariat bilatéral entre la France et l’Allemagne. “

Nach Ihrer Unterhaltung und dem Mittagessen antworteten der Präsident und der Bundeskanzler den Fragen der Journalisten:

La France, L’Allemagne et l’Europe

1. Résumez les propos du président de la République lors de la rencontre avec le chancelier Scholz concernant l’Europe.

2. Résumez les propos du chancelier Scholz concernant l’Europe lors de la conférence de presse avec le président de la République : > Die Tweets von Staatspräsident Emmanuel Macron und Bundeskanzler Olaf Scholz – 9. Dezember 2021

3. Faites une recherche (détaillée) par Twitter pour trouver des prises de positions concernant les vue franco-allemandes concernant l’Europe.

Auf der Website des Èlysée-Palastes: > Quatre ans de travail pour l’Europe.


PONS
vous soutient toujours :


10 décembre 2021 – Seul le prononcé fait foi:

> Propos liminaire du Président de la République lors de la conférence de Presse conjointe avec le Chancelier de la République Fédérale d’Allemagne

Der Präsident erklärte: „Il était en effet important, pas simplement que nous puissions nous voir – nous avions eu l’occasion à plusieurs reprises d’échanger, mais je pense que cette visite est un moment très important pour bâtir les bases solides d’une coopération entre nos deux pays à la fois pour la relation bilatérale elle-même, laquelle a été encore renforcée avec le traité d’Aix-la-Chapelle, et également pour évoquer les sujets européens, les grands sujets internationaux sur lesquels nous souhaitons étroitement nous coordonner et nous avons pu à l’instant balayer la plupart de ces derniers.“

Das klang nach Neuanfang in Sachen Europa.

Dann folgte eine Liste der aktuellen Themen: “ Nous avons eu un échange d’ores et déjà très riche sur, évidemment, la situation en Ukraine, en Biélorussie et réaffirmé l’importance des travaux franco-allemands dans le format de Normandie, ainsi que le rôle de l’Union européenne pour soutenir nos voisins orientaux à quelques jours du sommet du Partenariat oriental. Nous avons aussi évoqué notre attachement commun à la protection des frontières extérieures communes de notre Union européenne. Nous avons pu évoquer les relations entre l’Afrique et l’Europe en préparation du sommet à venir Union africaine-Union européenne et avons abordé la question des relations avec la Chine et l’importance de conserver cet équilibre entre défense et promotion de nos valeurs, d’une part, et travail commun avec Pékin sur les grands enjeux globaux.“

Zum Vergleich: > Bundeskanzler Scholz auf Antrittsbesuch in Frankreich – Website der Bundesregierung

Zur Erinnerung:

> Emmanuel Macron: Présentation de la Présidence française du Conseil de l’Union européenne – 9. Dezember 2021

> Die Tweets von Staatspräsident Emmanuel Macron und Bundeskanzler Olaf Scholz – 9. Dezember 2021

Französische Grammatik ANDERS trainieren

Die Pandemie und der durch sie verursachte Online-Unterricht hat bei Schülerinnen und Schülern gerade im Französischunterricht große Lücken hinterlassen. Immer wieder kommt es vor, dass bei der Einführung neuer grammatischer Themen, bei denen man auf ein Vorwissen aufbauen möchte, sich fehlende Grundkenntnisse zeigen, die eigentlich sogleich ergänzt werden müssten. Oder die Schülerinnen und Schülern haben zum Teil große Defizite wenn es um das Abfassen von Texten gibt. Diese Defizite sind ebenfalls auf fehlende Grundkenntnisse aber auch zu wenig Übungsmöglichkeiten zurückzuführen.

Um diese Lücken schnell und nachhaltig zu füllen gibt es von Ernst Klett Sprachen für Französisch drei neue Übungshefte > Französische Grammatik anders trainieren von Eva Braun, mit denen Schüler alleine (Stichwort „autonomes Lernen“) Grammatik trainieren können: Von einem Online-Check, über Lernvideos auf Deutsch, bis zu motivierenden und sehr abwechslungsreichen Übungen, einschließlich eines Online-Chefs (mit Lösungen) werden hier in didaktisch kluger Weise alle wichtigen Themen der Grammatik zum Üben und Trainieren angeboten.

Mit einer ausführlichen Anleitung werden die Schülerinnen und Schüler mit dem Stoff dieser Übungshefte vertraut gemacht. Diese Hefte sind bestens zum Selbststudium geeignet, da die verschiedenen Online-Checks sie beim Lernen, Üben und Testen bestens überprüfen. Viele Lücken sind auch mit Unsicherheiten und der Angst, Fehler zu machen verbunden. Mit den hier angebotenen Übungen bekommen die Schülerinnen und Schüler wieder mehr Sicherheit und neue Freude am Französischunterricht.

Eva Müller

> Französische Grammatik anders trainieren
Für Schülerinnen und Schüler im 2. Lernjahr (A2)

Schülerarbeitsheft + Klett-Augmented
47 Seiten
ISBN 978-3-12-525662-0

Französische Grammatik anders trainieren
Für Schülerinnen und Schüler im 3. Lernjahr (A2+)

Grammatik-Schülerarbeitsheft + Klett-Augmented
55 Seiten
ISBN 978-3-12-525664-4

Französische Grammatik anders trainieren
Für Schülerinnen und Schüler im 4. Lernjahr

Grammatik-Schülerarbeitsheft + Klett-Augmented
64 Seiten
ISBN 978-3-12-525665-1
Titel vormerkbar, erscheint 01/2022

Französische Grammatik anders trainieren
Für Schülerinnen und Schüler im 5. Lernjahr
Grammatik-Schülerarbeitsheft + Klett-Augmented

64 Seiten
ISBN 978-3-12-525668-2
Titel vormerkbar, erscheint 08/2022

Alle drei Übungshefte werden durch den Band > Französische Grammatik anders unterrichten – Sek 1 von Eva Müller ergänzt: Mit Peilen, Bewegung, Mitsing-Liedern und Chansons, Aktivitäten rund um lustige Werbeclips und Comics, Denksportaufgaben und einem Escape-Game wird dem Französischunterricht in sehr willkommenener Weise neuer Schwung verliehen.

Eva Müller
Französische Grammatik anders unterrichten – Sek 1
Lernen mit allen Sinnen fördern
– Nur für Lehrende
Lehrerbuch + Online
143 Seiten
ISBN 978-3-12-525663-7

Nicolas Tirard-Gatel parle de l’Hôte d’Albert Camus

Récemment, lors du colloque du Groupe d’Études sartrienne à Paris, notre rédaction a fait la connaissance de Nicolas Tirard-Gatel, étudiant en lettres à l’université Paris III Sorbonne-Nouvelle.

Nous avons parlé de notre blog et nous avons conçu l’idée d’enregistrer des entretiens sur la littérature. Pour commence, nous avons choisi la nouvelle l’Hôte d’Albert Camus :

L’Hôte d’Albert Camus sur notre blog :

> Albert Camus, L’hôte — Neu: Schülerarbeitsheft – 21. März 2018

> Lesebericht: Albert Camus, L’hôte (BD) – 12. März 2018

> Vor 70 Jahren : Der Bruch zwischen Jean-Paul Sartre und Albert Camus – 28. Juni 2021

> Dimanche, 24 janvier 2021, 19 h : Nachgefragt: Professeur Lahkim Azelarabe Bennani parle sur Albert Camus, La Peste – 24. Januar 2021

> Wiedergelesen: Albert Camus, Die Pest – 13. Oktober 2020

> Albert Camus 7.11.1913-4.1.1960 – 4. Januar 2020

Gustave Flaubert (1821-1880)


> flaubert.univ-rouen.fr – Universität Rouen


Wir erinnern an den 200. Geburtstag von Gustave Flaubert, den Autor der Madame Bovary. Moeurs de Province (1857), der am 12.12.1821 in Rouen geboren wurde: Im Juni 2009 haben wir ihn besucht und er hat unserer Redaktion von den unendlichen Mühen berichtet, die darauf verwendet hat Madame Bovary zu schreiben: > Une visite chez Gustave Flaubert – 2. Juni 2009

Das Geburtstagsfoto:

Flaubert-Bücher-1024

Flaubert-Bücher-2084

https://twitter.com/LaCauselit/status/861603005380141056

Über Gustave Flaubert:

H. Wittmann, > Diesen Roman unbedingt (wieder-)lesen – Hans Mayer: Anmerkungen zu Flaubert (1821-1808)

> Relire, écouter : Gustave Flaubert, Madame Bovary. Mœurs de province – 9. November 2019

> Les 4 447 lettres de Gustave Flaubert en ligne – 27. November 2017

> Une visite chez Gustave Flaubert – 2. Juni 2009

> La littérature française (II): Gustave Flaubert – 10. September 2007

> Michel Sicard parle de Jean-Paul Sartre (I/II) – 11. März 2015

1970/1972 erscheinen die drei Bände L’Idiot de la famille. La vie de Gustave Flaubert. 1821-1857, mit denen > Jean-Paul Sartre herausfinden, wie Gustave Flaubert sich zum Autor von Madame Bovary gemacht hat. Aber in den 2800 Seiten geht es um noch mehr: « N’importe qui vous le dira : ’Gustave Flaubert, c’est l’auteur de Madame Bovary.’ Quel est donc le rapport de l’homme à l’œuvre ? Je ne l’ai jamais dit jusqu’ici. Ni personne à ma connaissance. Nous verrons qu’il est double : Madame Bovary est défaite et victoire ; l’homme qui se peint dans la défaite n’est pas le même qu’elle requiert dans sa victoire ; il faudrait comprendre ce que cela signifie. » Sartre, L’Idiot de la famille. La vie de Gustave Flaubert de 1821 à 1857, t. I, Paris 1988, p. 8.

Das Vorwort, das Sartre zu seiner Flaubert Studie verfasst hat, beschreibt auf zwei Seiten das 2800-Seiten-Unternehmen: „… Flaubert, créateur du roman „moderne“ est au carrefour de tous nos problèmes littéraires d’aujourd’hui.“ (p. 9) Damit ist der Ton des ganzen Werks angeschlagen: Sartres Flaubert-Studie ist ein Werk, das den Prozess untersucht, mit dem sich Flaubert zu einem Schriftsteller gemacht hat: Imagnination, das Imaginäre, die Literatur, die Konstitution eines Individuums, die Neurose, seine Krise, die Art und Weise, wie er sie überwindet und seine ersten Schriften verfasst, die Zusammenhänge mit der Epoche seiner Zeit und schließlich die Niederschrift von Madame Bovary, um nur einige der Themen dieses Werkes zu nennen, machen die Flaubert-Studie zu einem ganz eigenen Werk, wie es in dieser Ausführlichkeit und theoretischen Begründung wohl kaum jemals in ähnlicher Form einem Autor zuteilgeworden ist.

Vielfach wurde Sartres Flaubertstudie unter marxistischen oder philosophischen Aspekten gelesen, sozusagen in der Spur seiner anderen Werke. Die Untersuchung über Flaubert ist aer eine Art Monolith im Werk Sartres. Natürlich ist sie dem Autor aus Croisset gewidmet und würde sie nur als seine Biographie gelesen, vermittelt sie tatsächlich viele Aufschlüsse über die Person Gustave Flauberts. Aber wenn man die Flaubert-Studie im Gesamtwerk Sartres verortet, dann wird schnell klar, dass die 2801 Seiten viel mehr präsentieren als nur eine Lebensbeschreibung des Autors der Madame Bovary. Diese Studie ist in gewisser Wiese auch eine Fortsetzung von Was ist Literatur? (1948), nur dass Sartre hier die Entwicklungsbedingungen eines Autors unter die Lupe nimmt, und alle Entwicklungsstränge präzise verfolgt und immer nachweisen kann, wie Flaubert mehr oder weniger bewusst, an seiner Vorstellungskraft gearbeitet hat. Die Studie enthält eine große Zahl sehr unterschiedlicher Methode, Literatur zu interpretieren, man denke nur an die vielen Ausführungen zu Flauberts Jugendschriften, aus denen Sartre immer weitere Erkenntnisse gewinnt, um die Konstitution Flaubert zu begreifen, und an die vielen Bemerkungen über die Methode, mit denen Sartre die gewählten Verfahren erläutert, sie einordnet und neue Wege und Ansätze definiert: vgl.M. Sicard, Ch, 10. Sartre parle de Flaubert, in: M. Sicard, Essais sur Sartre. Entretiens avec Sartre (1975-1979), Paris 1989, S. 139-168.

H. Wittmann, Sartre und die Kunst. Die Porträtstudien von Tintoretto bis Flaubert, Tübingen 1996, bsd. S. 9-13, 56-60, 100-107, 177-199 128-130.

1 66 67 68 69 70 559