Früher hockten wir in Zweier-Bänken, abschreiben war natürlich verboten, und die vielen, ständigen Ermahnungen, nicht mit dem Nachbar zu reden, sind uns gut in Erinnerung. Frontalunterricht, 70 Lehrer-Fragen pro Schulstunde, Strecken! Rumlaufen, das wurde gar nicht gerne gesehen. Unter dem Tisch gab es keine Smartphones und statt zu twittern oder uns auf FB zu tummeln, tippten wir die Artikel für unsere Schülerzeitung auf der elterlichen Schreibmaschine, spielten wir nachmittags Fußball oder gingen in die Tanzstunde. Eigentlich lernten wir nicht weniger als heute. Wir hatten unsere Schülerbibliothek und die Abzüge, die mehr oder weniger fein nach Alkohol rochen, die unserer Lehrer in Nachtarbeit erstellt hatten. Damals lasen wir noch viele Texte, das Wort Internet war noch unbekannt. Gruppenarbeit war noch etwas Neues und kam in der Referendarausbildung dran, wo wir manches Mal den Tageslichtschreiber mit schleppen mussten.
Heute heisst das Unterrichten in der Klasse > classe inversée, auf der Website > Actualité du numérique éducatif de Hauts-de-Seine steht ein Artikel mit dem Titel > Mercredis du Numérique : Projet de classe inversée, in dem eine Präsentation von Sami Chérif, professeur d’Histoire-Géographie au Collège Jean Moulin à Chaville (92) zitiert wird, der ausführlich die Idee der > Classe inversée erläutert und > viele Beispiele für Inhalte und Internet-Angebote für die Classe inversée nennt. Wird mehr gelernt als früher? Es wird anders gelernt, Vergleiche sind wirklich müßig. Aber die Neuen Medien schulen die Selbständigkeit der Schüler, und sie lernen, wenn auch erst in einem kleinen Kreis, die Bedeutung des Publizierens, so wie wir damals im Keller der Schule die Schülerzeitung, Auflage 1000, geschrieben haben und in der häuslichen Dunkelkammer die Fotos für unsere Zeitung entwickelt haben, deren Seiten wir, wenn die Werbeeinnahmen wieder reichten, zum Offsetdrucker trugen.
Wir verdanken den Hinweis auf Sami Chérif diesem Tweet: https://twitter.com/Hubert_edu/status/565841893477875713, der leider nicht mehr angezeigt wird.
Auf unserem Blog stehen auch schon > 236 Artikel zum Thema Web 2.0, aber der Beitrag von Sami Chérif hat zusammen mit seiner Präsentation den Vorteil das gesamte notwendige Vokabular zu bieten und er systematisiert die Angebote, die für diesen offenen Unterricht geeignet sind.
Im übrigen möchten wir auch an die Artikel auf unserem Blog zum > Rapport Jules Ferry 3.0 erinnern, der en somme eine Pädagogik und damit fachdidaktische Überlegungen zum Einsatz der Digitaltechnik im Unterricht enthält.
Die VdF – Vereinigung der Französischlehrerinnen und –lehrer e.V. hat ihr letztes Heft für 2018: Sprachpolitik: zum Unterrichtsfach Französisch in Deutschland veröffentlicht: Gerade rechtzeitig, um auch den Autoren des > Elysée-Vertrags 2.0 damit ins Gewissen zu reden, damit darauf geachtet wird, dass im neuen Vertrag die Förderung des Französischunterrichts in Deutschland, bzw. des Deutschunterrichts in Frankreich noch besser verankert wird.
Rolf Beck, der Vorsitzende der VdF, kann berichten, dass der Französischunterricht in Deutschland „gemessen an den Zahlen der Lernenden in der zweiten Fremdsprache eine Erfolgsgeschichte“ Dank der Französischlehrer/innen und zahlreicher Projekte der französischen Botschaft, des DFJW, der VdF, der VDFG und anderer Mitspieler/innen (sicher meint er auch den Klett-Verlag > Unsere Projekte rund um den Französischunterricht einschließlich DELF) eine Erfolgsgeschichte ist. Aber Rolf Beck unterstreicht auch die Notwendigkeit, „Französisch im Wettstreit der Sprachfächer attraktiv zu gestalten.“ (S. 11) Und er mahnt „neue zielkulturelle relevante Inhalte und die Vorbereitung auf ein Berufsleben in einer globalisierten Welt“ an. Außerdem solle die „Wahrnehmung des Französischen als stark wachsende Weltsprache“ stärker betont werden. Mit einer ausführlichen Bibliographie: S. 11.
Philipp Krämer, Sprachwissenschaftler an der FU in Berlin, berichtet über die Erfolge des Saarlandes: Von der Mehrsprachigkeit zum français sarrois – Meinungen zur Mehrsprachigkeitspolitik im Saarland. Insgesamt ergibt sich ein positives Bild. Trotz aller verstärkten Anstrengungen sind aber die meisten Schulbegegnungen immer noch eher einmalige Erlebnisse im Lauf der Schulzeit. In diesem Sinne steckt die Umsetzung Frankreich-Strategie noch in den Anfängen, Sprache findet immer noch da „draußen“ statt. Es ist noch ein weiter Weg, damit auch Französisch in den Schulen und dann auch in der Region zu Hause ist, aber die Richtung ist jetzt bekannt.
Julia Fritz, Doktorandin an der Universität Gießen, hat sich das Fach Französisch im fremdsprachlichen Fächerkanon an Gymnasien unter Sprachenpolitischen Rahmenbedingungen, Lernerzahlen und die Sicht der Schüler/innen angesehen. Der Rückgang des FU in der Oberstufe ist erschreckend: S. 19. Französisch wird als schwer empfunden und die Abwahl hängt oft vom Notenkalkül ab: „Die Anwendungsmöglichkeiten der zweiten Fremdsprachen Französisch und Spanisch sind vielen Schüler/innen ebenso wie die Vorteile mehrsprachiger Kommunikation häufig nicht bewusst und wenn, dann richten sich diese nur vage auf noch ungewisse berufliche Perspektiven.“
Hier bietet > www.france-blog.info Abhilfe: Mindestens hinter jedem 10. Beitrag verbergen sich in irgendeiner Form auf Berufsbilder, die zeigen, was man im deutsch-französischen Bereich oder in Europa mit Französisch in Organisationen, Parteien und Medien aller Art mit guten Kenntnissen von mindestens zwei Sprachen machen kann. Europa lebt von der kulturellen Vielfalt: > Lesebericht: Frédéric Delouche (Hrsg.), Das europäische Geschichtsbuch. Schüler/innen, denen die Abwahl der 2. Fremdsprache erleichtert wird, haben das nicht verstanden. Folglich wäre die Pflicht, zwei Fremdsprachen bis zum Abitur zu erlernen, eine gute Abhilfe. Wie oft erlebt unsere Redaktion auf Messen im Kontakt mit Französischlehrer/innen, dass unser Blog unbekannt ist oder wie seltsam ist es doch, dass Schüler/innen oft noch nie etwas vom DFJW gehört haben, kaum Texte der französischen Literatur gelesen haben, aber darüber urteilen können, dass Französisch für sie keine Bedeutung hat. Wer erzählt ihnen, das Französisch wie eine Arbeitsversicherung wirken kann, wenn ein Kandidat von 20 streckt und sagt, ich kann Französisch. Und er berichtet ihnen von der für Französisch so besonderen Verbindung von Literatur, Geschichte und Politik? > #französischeLiteraturlesen – 4. Mai 2018 oder > Videos im Französischunterricht: Literatur, Geschichte, Politik, deutsch-französische Beziehungen – 17. Januar 2018.
Anna Schröder-Sura, Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Rostock, hat den Französischunterricht heute – mehrsprachigkeitsdidaktisch durch plurale Ansätze analysiert und berichtet u.a. über den Referenzrahmen für plurale Ansätze zu Sprachen und Kulturen (REPA), die den FU mit großem Gewinn für Schüler/innen in eine mehrsprachige Perspektive platziert.
Ulrike C. Lange, Studiendirektorin in Castrop-Rauxel und Fachleiterin in Bochum stellt in diesem Heft ihre ganz persönlichen Gedanken Für einen erfolgreichen schulischen Französischunterricht: Gedanken, Ideen, Forderungen und Wünsche vor. Am besten gefällt uns ihr Gedanke, dass Lehrer/innen durch Zuhören von ihren Schüler/innen „eine kostenlose Dauerfortbildung“ (S. 31) bekommen können. Schüler/innen mit Gewinn ernster nehmen, so resümieren wir ihren klugen Beitrag, den Bibliographie viele Anregungen dazu gibt.
Und jetzt nach… Island! Maik Böing, Fachleiter in Köln berichtet über Une véritable découverte: Auf den Spuren der Islandfischer. Wo die französische Fahne hoch über den isländischen Fjorden weht…: „Begonnen hat alles im Jahr 1614…“
Bérnegère Aubineau, Musikberaterin für Destination Düsseldorf und Projektbeauftrage im Institut français Düsseldorf: hat genau hingehört: La nouvelle scène francophone : Les artistes incourtounables du moment.
Michel Gribinski rezensiert Christine Michel, Daniel Reimann (Hg.), Sehverstehen im Fremdsprachenunterricht, Tübingen: Narr und bezeichnet den Band anerkennend einen Werkzeug- und Ideenkasten.
Zum bereits 10. Mal ruft der Ernst Klett Verlag zum bundesweiten Comic-Wettbewerb „La vie en BD“ auf. Ab sofort finden Französischlehrkräfte unter http://www.klett.de/frankreich die aktuelle Ausschreibung für das Schuljahr 2018/19. Das diesjährige Thema lautet: > „Voyage dans le futur – Reise in die Zukunft“.
Bis zum 25. März 2019 können Schülerinnen und Schüler ihre Beiträge noch einreichen. Eine Jury aus Fachdidaktikern, Zeichnern und Redakteuren entscheidet über die besten Comics. Den Siegern winken attraktive Sachpreise rund um das Thema Comic und französische Sprache. Teilnehmen können Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 10 aller Schularten mit eigens gezeichneten Comics, die auf maximal einer DIN A3-Seite eine Geschichte rund um das Motto des Wettbewerbs umsetzen.
Seit dem Schuljahr 2008/2009 bietet der Ernst Klett Verlag den Wettbewerb für Französischklassen an. Insgesamt sind beim Verlag so mehr als 6.500 Schüler-Comics eingegangen. Ein riesiger Fundus an kreativen Arbeiten, die die Sprachfertigkeiten der Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf charmante Weise gefördert und gefordert haben.
Unsere Projekte rund um den Französischunterricht. Der Ernst Klett Verlag setzt sich seit vielen Jahren aktiv für den Französischunterricht ein. Eine Auswahl der geförderten Projekte und Initiativen stellen wir Ihnen auf den folgenden Seiten vor: > www.klett.de/frankreich.
Die Website des Außenministerims in Paris teilt mit: WDie Band Zweierpasch und insbesondere die Zwillingsbrüder Till und Felix Neumann erhalten den Preis für ihren unermüdlichen Einsatz bei der Vermittlung der deutsch-französischen Freundschaft durch Musik. Ihre engagierten Lieder widmen sich neben aktuellen Themen auch der Geschichte der beiden Länder und der gemeinsamen Zukunft in Europa. Neben ihren Bühnenauftritten sind die Brüder weit über den Grenzbereich hinaus aktiv und leiten in Schulen und Kulturzentren interkulturelle Hip-Hop-Projekte zu Rhythmus, Sprache und Zusammenleben. An dem Rap-Schulcontest „école du flow“ nehmen zurzeit mehr als 600 Schüler im grenzüberschreitenden Raum teil. > Das Hip-Hop Duo Zweierpasch erhält den diesjährigen Adenauer-De Gaulle-Preis (19.11.18)
Der Preis wird am 22. November 2018 um 19:30 in Paris von den beiden Beauftragten für die deutsch- französische Zusammenarbeit, Michael Roth MdB, Staatsminister für Europa im Auswärtigen Amt und Nathalie Loiseau, Ministerin für Europäische Angelegenheiten im französischen Außenministerium verliehen.
Der 2019 in Kraft tretende Digitalpakt Schule verspricht, die Bildungslandschaft grundlegend zu verändern und für die Herausforderungen der Zukunft fit zu machen.
Diesen Wandel möchte Educ’ARTE, die digitale Schulmediathek mit dem Besten von ARTE für den Unterricht, gerne begleiten – mit über 1 000 Videos für alle Fächer und Klassenstufen, kreativen Bearbeitungstools und einer bildungsplanorientierten Katalogindexierung.
Dazu gibt es ganz besonders gute Neuigkeiten:
Im Schuljahr 2018/19 gibt es die Educ’ARTE Jahreslizenz für nur 1 € pro Schüler*in!
+ zusätzlicher Gruppennachlass bis zu 40% bei Lizenzen für mehrere Schulen
+ zusätzlicher Nachlass für zwei-/ dreijährige Lizenzen
Weitere Informationen zu den Lizenztarifen für Schulen, Schulträger und Medienzentren: Download: > Tariftabelle 2018/2019
Schulen, Schulträger und Medienzentren können sich für eine persönliche Beratung sowie ein unverbindliches Angebot an das deutsche Educ’ARTE-Team wenden:
Annette Gerlach – Deutschlandreferentin: a-gerlach@artefrance.fr | +33 6 30 09 83 10
Susanna Holowati – Koordinatorin für Deutschland: s-holowati@artefrance.fr | +33 1 55 00 75 57
In meiner Klasse oder meinem Kurs wüssten die Schüler/innen nach ein paar Stunden, was sie mit neuen Texten machen dürften. Sie würden wissen, dass die > Beiträge mit Aufgaben für Schüler/innen nur Vorschläge für Aufgaben enthalten, die sie selber umbauen und ergänzen dürfen, nein sollen. Und sie wissen auch, dass man Twitter wie eine riesige Datenbank verstehen muss, aus der man alle möglichen Information in Form von kurzen Texten herausholen kann:
> Haben Sie im Französischunterricht schon mal mit Twitter gearbeitet? – 5. Oktober 2017
Twitter ist für den Französischunterricht so gut geeignet, weil es kurze Texte mit bis zu 280 Zeichen + oder Videos zum Lesen anbietet. Klar mein Kurs hätte natürlich einen Account, mit dem er mit der Austauschschule in Frankreich – und mit dem Rest der Welt – Verbindung halten könnte.
Und es gibt noch so viele Möglichkeiten die Informationen, die in Twitter gefunden werden auszuwerten: Lassen Sie Ihre Schüler/innen diesen Artikel lesen und lassen Sie sich dann von ihnen erzählen, was man daraus machen könnte. Sprechanlässe schaffen… das hehre Ziel von uns Fanzösischlehrern funktioniert dann wie von selbst. Und am charmantesten finde ich, dass man dazu im Unterricht kein Tablett braucht. Diese Aufgaben können die Schüler/innen zu Hause oder in Arbeitsgruppen nachmittags erledigen: > Tastatur oder Füller? – 31. Juli 2015. Nebenbei entdecken sie, was man mit Französisch alles machen kann: 3400 Artikel auf unserem Blog.
Meine Schüler/innen wüssten auch, ohne dass es jedesmal einer neuen Erklärung bedarf, dass sowie sie eine > Twitterabfrage formuliert haben und dann einige Ergebnisse vorliegen, diese entweder als Kurznachricht, Zeitungsartikel, Kommentar, Mail an einen Freund, etc. formuliert werden. Im optimalen Falle machen sie das zu Hause, damit wir im Unterricht die Gelegenheit haben, dass jede/r unser ca 20 Schüler/innen mindestens 3-4 Sätze sagen kann. Dann bleibt keine Zeit mehr für das Arbeiten mit dem PC, Tablett oder Smartphone: > Frankreich verbietet das mobile Telefon für nichtpädagogische Zwecke in den Schulen – 31. Juli 2018
Lernziele: Selbständigkeit fördern, Kreativität wecken, Interesse für politische Themen fördern, Kenntnisse über die Entwicklung der deutsch-französischen Beziehungen verbreitern:
Haben Sie ein Smartphone? Oder nur ein Handy? Wie oft gucken Sie auf das Display? Wie oft ist der Blick aufs Smartphone bloßer Zeitvertreib? Wie hoch ist der Anteil an echter Kommunikation mit jemandem, wenn Sie auf das Display gucken? Wie hoch ist der Anteil des bloßen Guckens, des Konsumieren von Werbung an Ihrer Zeit? Südkorea hat schon vor Jahren Gesetze zum Schutz der Jugend vor den negativen Folgen des Smartphonekonsums erlassen. Gestern hat die Nationalversammlung in Paris per Gesetz Handy in in den Schulen (Écoles maternelles et Collèges) verboten, man könnte auch sagen, liest man das Gesetz, es „reguliert“ den Gebrauch der Smartphones in den Schulen, die Gymnasien können das Verbot übernehmen.
Da kommt der Ulmer Neurologe Manfred Spitzer gerade mit dem richtigen Buch: „»Spitzer hat ein Anliegen. Er will die Menschheit vor der Verblödung bewahren, die ihr unweigerlich durch Computer, Handy, Fernsehen sowie das Navi im Auto droht und von digitalen Dealern überall auf der Welt befeuert wird,« schreibt die Süddeutsche Zeitung. Am 22. September 2018 erscheint bei Klett-Cotta das Buch von Manfred Spitzer, > Die Smartphone-Epidemie. Gefahren für Gesundheit, Bildung und Gesellschaft.
Wenn der SPIEGEL heute titelt: „Frankreich verbietet Handys an Schulen“ – 31.8.2018 ist das nicht ganz exakt, immerhin steht in dem SPIEGEL -Artikel: „Ausnahmen gibt es für den Gebrauch für den Unterricht selbst sowie für Kinder mit einer Behinderung.“ Also den Gebrauch des Smartphones regulieren, kein nicht zielgerichteter pädagogischer Gebrauch, keine unerlaubten Videos, Fotos und Weitergabe von Daten jeder Art. Die Gretchenfrage. Können Schüler die Folgen des Missbrauchs durch ein Verbot der elektronischen Kommunikation in der Schule erlernen? Vielleicht ist es aber auch richtig, sich wieder auf die pädagogische Arbeit in der Schule zu besinnen, ohne dass die Gesprächspartner in jeder Situation immer mit ihren Augen am Display kleben. Viel spricht für die Richtigkeit der Annahme, dass die elektronischen Devices mit Aufmerksamkeit für und Konzentration auf das Schulgeschehen nichts zu tun haben.
Darin heißt es: „Article 1er Le chapitre unique du titre Ier du livre V de la deuxième partie du code de l’éducation est ainsi modifié:
1° L’article L. 511 – 5 du code de l’éducation est ainsi rédigé : « Art. L. 511 – 5 . – L ’ utilisation d’un téléphone mobile ou de tout autre équipement terminal de communications électroniques par un élève est interdite dans les écoles maternelles, les écoles élémentaires et les collèges et pendant toute activité liée à l’enseignement qui se déroule à l’extérieur de leur enceinte, à l’exception des circonstances, notamment les usages pédagogiques, et des lieux dans lesquels le règlement intérieur l’autorise expressément.“ Dieser Artikel wird durch das am 30. Juli verabschiedete Gesetz neu gefasst.
„Medien verändern die Umwelt und damit die Gewichtung der Sinneswahrnehmungen. Schon die Erweiterung eines einzigen Sinnes verändert unser Denken und Handeln – unsere Wahrnehmung der Welt,“ Marshall McLuhan, Quentin Fiore, Das Medium ist die Massage, S. 41
Unmissverständlich: „Die Benutzung des mobilen Telefons oder jede andere Form eines Terminals für die elektronische Kommunikation durch einen Schüler ist in den Kindergärten, den Grundschulen und den Collèges auch bei jeder Aktivität, die mit dem Unterricht verbunden ist und die sich außerhalb vom Schulgelände ereignet, verboten – mit Ausnahme von Umständen, vor allem pädagogischer Art und Orten, bei denen und in denen eine Benutzerordnung es ausdrücklich gestattet.“ In den Gymnasien bleiben die Handys weiterhin erlaubt, aber die Schulen dürfen ihren Gebrauch einschränken.
„L’interdiction d’utiliser les smartphones pourra être levée temporairement si le professeur décide de faire un « usage pédagogique » de ces appareils connectés,“
erklärt Anne-Léa Bauquis in ihrem Artikel > Dès septembre, le portable sera interdit à l’école et au collège, LA CROIX, 26.7.2018
Mein amendement hätte eventuell gelautet: „L’usage d’internet n’est autorisée qu’à des fins pédagogiques.“
Der Abgeordnete > Richard Ferrand hatte aber anderes im Sinn als er diesen Gesetzesvorschlag zum Verbot der Handys in den Schulen einbrachte. Es lohnt sich, seine Begründung, man nennt das >Exposé des motifs genauer anzusehen. Wir zitieren hier diesen Text und stellen Fragen, deren Antworten Grundlage für eine Diskussion im Unterricht sein könnten. Notez, M. Ferrand will, dass das Verbot nicht den pädagogischen Einsatz des mobilen Telefons verhindert:
La France interdit le téléphone mobile dans les écoles et les collèges:
1. Vous écrivez un court message pour un journal. Résuméz quelques motifs qui ont conduit à cette loi.
2. Enumérez les motifs qui ont conduit à cette loi.
3. Qu’est-ce qu’on comprend par „nombreux dysfonctionnements incompatibles“ ?
4. Les „pratiques malveillantes“ justifient-elles l’interdiction du mobile à l’école?
5. Quelles “ incivilités et des perturbations des établissements “ souhaite-on prévenir ?
6. Le mobile, en quoi nuit-il à „l’attention, la concentration et la réflexion indispensables à l’activité, à la compréhension et à la mémorisation.“ ?
Et pour terminer, vous rédigez une liste franco-allemande des termes et des expressions autour de cette loi.
>PONS Texte schreiben Französisch
ISBN 978-3-12-562558-7
Formulierungen und Wörter für gute Texte: Aufsatz, Textanalyse, Präsentation, Bewerbung
„EXPOSÉ DES MOTIFS
Mesdames, Messieurs,
Au cours de sa campagne, le Président de la République s’est engagé à interdire l’usage du téléphone portable dans les écoles primaires et au collège.
L’usage des téléphones mobiles se développe de façon très importante chez les jeunes. Le baromètre du numérique établi par l’autorité de régulation des communications électroniques et des postes (ARCEP) indique que 93 % des 12-17 ans dispose d’un téléphone mobile en 2016 (72 % en 2005).
D’après une enquête réalisée en juin 2017 par la Commission nationale de l’informatique et des libertés (Cnil) et l’association Génération numérique, 63 % des 11-14 ans sont inscrits sur au moins un réseau social, et ils sont plus de 4 sur 10 à mentir sur leur âge.
Actuellement, l’utilisation du téléphone portable durant les activités d’enseignement et au sein des établissements scolaires provoque de nombreux dysfonctionnements incompatibles avec l’amélioration du climat scolaire. En effet, son utilisation est susceptible de favoriser, chez les élèves, le développement de pratiques malveillantes ou à risques (cyberharcèlement, cybersexisme) et de les exposer à des contenus violents ou choquants (pornographie).
Durant les activités d’enseignement, l’interdiction de l’usage des téléphones portables permettra de garantir aux élèves un environnement qui permet l’attention, la concentration et la réflexion indispensables à l’activité, à la compréhension et à la mémorisation.
Sur les temps de récréation, l’usage du téléphone portable peut s’avérer néfaste en réduisant l’activité physique et en limitant les interactions sociales entre les élèves. Son usage peut empêcher la construction d’une sociabilisation harmonieuse, essentielle au développement des enfants.
Par ailleurs, l’usage des téléphones portables est à l’origine d’une part importante des incivilités et des perturbations des établissements : casse, racket et vol. Ils servent aussi souvent de support au phénomène de cyberharcèlement qui exporte la violence également en dehors des établissements.
Enfin, les téléphones portables peuvent faciliter l’accès aux images violentes, notamment pornographiques. L’interdiction de l’usage du téléphone portable constitue l’un des outils pour limiter l’exposition des plus jeunes à des images choquantes.
L’interdiction de l’usage du téléphone portable dans les écoles et les collèges répond à la fois à des enjeux éducatifs et à des enjeux de vie scolaire.
C’est pourquoi un nombre élevé d’établissements scolaires pratiquent une interdiction totale du téléphone portable, souvent à la grande satisfaction des acteurs, mais en l’absence de cadre juridique adapté.
Il est donc nécessaire de consolider le cadre juridique pour permettre l’interdiction effective du téléphone portable dans toutes les écoles et tous les collèges et sécuriser les directeurs et chefs d’établissement mettant en œuvre cette interdiction.
Cette interdiction ne porte pas sur les usages pédagogiques du téléphone portable, s’inscrivant dans un projet éducatif précis et encadrés par le personnel éducatif.
Tel est bien l’objet de la présente proposition qui vise à interdire l’utilisation du téléphone portable au sein des écoles maternelles, les écoles élémentaires et les collèges. “
Cédric ROUSSEL > @CedricRoussel06 (Député #LaREM des Alpes-Maritimes #circo0603 – Président du Groupe d’études Economie du Sport – Membre de l’#UnionInterParlementaire) kündigt in einem Tweet am 30. August 2018 an: „🏛📱[Proposition de loi utilisation téléphone portable dans les écoles] #PPLportable @jmblanquer „Pour préciser les modalités de cette interdiction, le ministère publiera d’ici fin août un vademecum pour accompagner les établissements dans la mise en oeuvre de cette loi.“