Deutsch-Französischer Salon im Kulturzentrum Merlin: Stottert der deutsch-französische Motor?

Sonntag, 7. Juli 2019, 11:00 bis 13:00 Uhr im Merlin, Kulturverein Merlin e.V., Augustenstrasse 72, 70178 Stuttgart

Stottert der deutsch-französische Motor? Der französische Präsident Macron bemüht sich immer wieder darum, Bewegung in das deutsch-französische Verhältnis und in die EU zu bringen. Berlin reagiert darauf – vorsichtig ausgedrückt – äußerst zurückhaltend. Kann das gut gehen? Wie sind die Perspektiven der deutsch-französischen Kooperation in und für Europa?

Auf dem Podium: Michel Korinman, emeritierter Professor für Geopolitik an der Sorbonne. Heute gibt Korinman die geopolitische Zeitschrift “Outre-Terre“ heraus und ist Präsident der Europäischen Akademie für Geopolitik in Paris. 1989 erschien sein Buch „Quand l’Allemagne pensait le monde“, im Jahr 2000 „Deutschland über alles, 1890-1945”. Jonas Metzger ist Absolvent des deutsch-französischen Bachelor/Master-Studiengangs der Politik- und Sozialwissenschaften an der Universität Stuttgart und Sciences Po Bordeaux. Er arbeitet heute im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg – im EU-Referat für grenzüberschreitende Zusammenarbeit in der Wissenschaft. Er hat zahlreiche Sprachreisen und Intensivkurse bei deutsch-französischen Jugendbegegnungen betreut und kennt deshalb die Diskussionen und unterschiedlichen Sichtweisen rechts und links des Rheins sehr gut.
Moderation: Ralf Kröner, Förderverein Deutsch-Französischer Kultur

> www.deutsch-franzoesische-kultur.de

Deutsch-Französischer Salon im Kulturzentrum Merlin
Unsere Salons finden alle zwei Monate statt, in der Regel am 1. Sonntag des Monats. Persönlichkeiten aus Kunst, Kultur, Wissenschaft und Gesellschaft, Fachleute und interessierte Laien leisten kurze, aktuelle und auch kontroverse Beiträge. Anschließend hat das Publikum das Wort.
Eintritt: 5€, Kaffee, Tee und Croissants können bestellt werden.

Jetzt DFJW-Juniorbotschafter*in werden und die deutsch-französische Freundschaft in der eigenen Region stärken!

Sich engagieren, Netzwerke aufbauen die eigene Begeisterung für Frankreich weitergeben, mit einem Honorar und Weiterbildungsveranstaltungen vom > Deutsch-französischen Jugendwerk DFJW – alles mit einem starken Partner im Rücken: Das Deutsch-Französische Jugendwerk (DFJW) sucht 100 junge Menschen zwischen 18 und 30 Jahren, die sich als DFJW-Juniorbotschafterinnen und -botschafter engagieren möchten.

Als solche leisten sie nicht nur einen wichtigen Beitrag zur deutsch-französischen Zusammenarbeit und zur europäischen Idee. Ihr Einsatz ist auch eine einzigartige Gelegenheit, eigene Projekte auf die Beine zu stellen, über sich hinauszuwachsen und Teil eines grenzüberschreitenden Netzwerks zu sein.

Ab September können die DFJW-Juniorbotschafterinnen und -Juniorbotschafter

• Veranstaltungen organisieren, um das Partnerland in ihrer Region bekannt zu machen oder örtliche Städtepartnerschaften zu stärken,
• kreative Inhalte für die Social-Media-Kanäle des DFJW erstellen,
• Gleichaltrigen und insbesondere benachteiligten Jugendliche Lust auf Französisch oder einen Auslandsaufenthalt machen,
• Partnerorganisationen in Deutschland, Frankreich und anderen Ländern vernetzen, die trilaterale Projekte durchführen.

Noch bis zum 18. August können sich Interessierte online bewerben: > Das DFJW sucht neue Juniorbotschafterinnen und -botschafter für 2019/2020.

Auf unserem Blog: Nachgefragt: Juniorbotschafter Patrick Pulsfort – 31. Mai 2016

Das Netzwerk der DFJW-Juniorbotschafterinnen und -Juniorbotschafter

Seit der Gründung des Netzwerks 2009 haben sich mehr als 600 DFJW-Juniorbot-schafterinnen und -botschafter auf verschiedenste Art und Weise für die deutsch-französische Freundschaft und die europäische Idee stark gemacht – zum Beispiel mit der Onlinebefragung „Elysée 2.0.19“, über die junge Menschen aus Deutschland und Frankreich ihre Ideen für den Aachener Vertrag beisteuern konnten.

Das ehrenamtliche Engagement der DFJW-Juniorbotschafterinnen und -botschafter wird mit 400 Euro pro Jahr entlohnt. Außerdem steht das DFJW den Juniorbotschafterinnen und -botschaftern während ihres Mandats jederzeit unterstützend zur Seite und bietet Weiterbildungen an – von Projektmanagement und Netzwerken über öffentliches Sprechen bis hin zu Pressearbeit.

Die Baden-Württemberg-Stiftung öffnete am 1. Juli 2019 die Lobby vom Hotel „Europa“

Reservieren Sie Ihr „Zimmer“ am 01. Juli 2019 im Hotel Europa. In unserer Hotellobby treffen Menschen aus Deutschland und Frankreich aufeinander. Gemeinsam sprechen sie über die Beziehungen dieser beiden Länder, über die Zukunft Europas – und über ihre ganz persönliche Heimat.

Die Leitfrage dieser Diskussion in der Hotellobby lautete: Kann Europa Heimat sein? Vor diesem Hintergrund sollen die Diskussionsteilnehmer und -teilnehmerinnen ganz persönlich über Fragen des politischen Zusammenhalts, nationale Identitäten und unterschiedliche Gefühle der Zugehörigkeit in der Europäischen Union sprechen: Was hält uns politisch zusammen? Wo fühlen Sie sich zu Hause? Wie fühlt sich Europa für Sie an? Wie können wir den Heimatbegriff in Europa positiv besetzen ohne in nationalistische Denkmuster zurückzufallen? Die Debatte soll darauf abzielen, persönliche Erfahrungen im Alltag mit der großen Politik zu verbinden. In der zweiten Hälfte des Abends, nach Podiumsdiskussion, Essen und Getränken, spielt die deutsch-französische > Hip-Hop-Band Zweierpasch ein Konzert im Hof der Baden-Württemberg Stiftung.

Wir zeigen hier das Fotoalbum dieser Veranstaltung. Bitte öffnen sie es erst dann mit einem Klick auf ein Foto, wenn die ganze Seite geladen ist:

Einlass: ab 18.00 Uhr – Beginn: 19.00 Uhr
> Live-Konzert Zweierpasch ab 20:45 Uhr
Baden-Württemberg Stiftung,
Kriegsbergstraße 42, 70174 Stuttgart

Gäste:

Günther H. Oettinger, EU-Haushaltskommissar
Pascale Hugues, Journalistin und Schriftstellerin
Sabine Thillaye, Präsidentin des EU-Ausschusses, Assemblée nationale
Zweierpasch, deutsch-französisches Hip-Hop-Duo
Moderation: Annette Gerlach, arte

XXXV. Jahrestagung des dfi: Deutsch-französische Zusammenarbeit 2.0

(Ergänzt am 3. Juli 2019, es folgen noch weitere Ergänzungen) In Ludwigsburg fand vom 28.-29.6.2019 die XXXV. Jahrestagung des Deutsch-französischen Instituts dfi statt.Der Höhepunkt war am Samstagmorgen die Rede von Bundestagspräsident Dr. Wolfgang Schäuble zu Europa und den deutsch-französischen Beziehungen. Viele Abgeordnete, die an der Ausarbeitung des Aachener Vertrages und des Deutsch-französischen Parlamentsabkommens mitgewirkt haben, waren aus Anlass dieser Tagung nach Ludwigsburg gekommen: Unter ihnen Christophe Arend, der Präsident der deutsch-französischen Parlamentariergruppe in der Nationalversammlung, Frédéric Petit, der Abgeordnete für die Auslandsfranzosen und Nils Schmid und Angehörige des Außenministerien in Paris und Berlin.

Wir zeigen hier das Fotoalbum dieser Tagung. Bitte öffnen Sie es mit einem Klick auf ein Foto, wenn diese Seite ganz geladen ist:

Wir erinnern an > Ernst Weisenfeld (1913-2009), mit dem wir mehrmals von Bonn aus zur Jahrestagung des DFI gefahren sind.

Früher war diese Jahrestagung ein Treffen mit dem Titel Sozialwissenschafticher Arbeitskreis der deutschen Frankreichforscher, zu dem einige Akteure aus der Politik und der Wirtschaft eingeladen waren. Mittlerweile hat sich das Format dieser Veranstaltung sehr geändert: Heute kommen hier nicht nur Frankreichforscher , sondern neben ihnen auch eine große Zahl von Akteuren zusammen, die in den Ministerien oder den Botschaften an der Ausarbeitung der jüngst zwischen Frankreich und Deutschland vereinbarten Verträge und Abkommen maßgeblich beteiligt waren. Das macht dieses Tagung zu einer ganz besonderen Gelegenheit mit einem Blick hinter die Kulissen. Die Offenheit, mit der die Teilnehmer aus ihren Bereichen berichteten, vermittelte spannende Einblicke in die deutsch-französische Zusammenarbeit:

Im Mittelpunkt der Arbeitsgruppe Wirtschaft stand der Artikel 20 des Aachener Vertrags:

Artikel 20
(1)
Beide Staaten vertiefen die Integration ihrer Volkswirtschaften hin zu einem deutsch-französischen Wirtschaftsraum mit gemeinsamen Regeln. Der Deutsch-Französische Finanz- und Wirtschaftsrat fördert die bilaterale Rechtsharmonisierung, unter anderem im Bereich des Wirtschaftsrechts, und stimmt die wirtschaftspolitischen Maßnahmen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Französischen Republik regelmäßig ab, um so die Konvergenz zwischen beiden Staaten zu befördern und die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Volkswirtschaften zu verbessern.
(2)
Beide Staaten richten einen deutsch-französischen „Rat der Wirtschaftsexperten“ ein, der sich aus zehn unabhängigen Fachleuten zusammensetzt und das Ziel verfolgt, ihren Regierungen wirtschaftspolitische Empfehlungen zu unterbreiten. “

Die Wirtschaftsrätin der Französischen Boschaft, Catherine Rozan, verglich in ihrem Beitrag den Vertrag von 1963, „der eine Verwirklichung des Friedens zwischen unseren beiden Ländern schuf“ mit dem Aachener Vertrag, „der unter anderem das Ziel eines echten Wirtschaftsraums anstrebt.“ Diesen Wirtschaftsraum gibt es schon: „Frankreich ist der drittwichtigste Wirtschaftspartner Deutschlands und Deutschland der wichtigste Partner Frankreichs. 4.000 französische Unternehmen sind in Deutschland mit 380.000 Mitarbeitern aktiv. In den 4.500 deutschen Unternehmen in Frankreich sind 310.000 Mitarbeiter beschäftigt,“ erklärte C. Rozan. Der Aachener Vertrag öffnet die Perspektiven für neue Instrumente, „um die Konvergenz unserer Wirtschaften und Gesellschaften voranzutreiben. Dazu nennt Rozan drei Meilensteine: 1. Die bestehenden Instrumente wie der deutsch-französische Ministerrat, der Deutsch-Französische Finanz- und Wirtschaftsrat  werden durch die deutsch-französische parlamentarische Versammlung, dessen erste Sitzung am 25. März 2019 stattfand. Artikel 14 nennt den neun Ausschuss für grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Der Artikel 20, Abs. 2 enthält die Schaffung eines deutsch-französischen Rat der Wirtschaftsexperten vor. 2.“ Der Aachener Vertrag, der einen Fahrplan für die deutsch-französische Zusammenarbeit für die kommenden Jahre vorsieht, soll auch den anderen Mitgliedstaaten der EU dienen. Das deutsch-französische Paar arbeitet in der Tat für den europäischen Wirtschaftsraum.“ In diesem Zusammenhang geht es um die Vertiefung der Wirtschafts- und Währungsunion und der Bankenunion. Dazu kommt eine Reform des europäischen Rechtsrahmens mit der Anpassung des Wettbewerbsrechts.

C. Rozan erinnerte an das deutsch-französische Manifest für eine europäische Industriepolitik des 21. Jahrhunderts, das Peter Altmaier und sein französischer Kollege Bruno Le Maire am 19.2.2019 vorgestellt haben, das beide als gesamteuropäisches Projekt verstehen. Rozan nannte auch zwei Beispiele: „Dieses deutsch-französische Bestreben für eine europäische Industrie wurde schon durch das Projekt zur IPCEI (Important project of Commun European Interest) für Batterien verwirklicht. Darüber hinaus haben die Wirtschaftsminister Bruno LE MAIRE und Peter ALTMEIER in Anwesenheit von Herrn Vizepräsident SEFCOVIC am 2. Mai eine deutsch-französische Produktion von Batteriezellen für E-Autos verkündet.“

3. C. Rozan erinnerte an die Reformen  die 2017 in Frankreich umgesetzt werden: „Das Europa-orientierte Programm von unserem Präsidenten ist teilweise von dem deutschen Modell inspiriert. Das war zum Beispiel der Fall in der Umsetzung eines flexibleren Arbeitsrechts, oder auch bei Reformen, die in Bereichen der Ausbildung, der Qualifizierung und der Lehrlingsausbildung ausgeführt wurden.“ – „Deutschland kann sich von Frankreich inspirieren lassen: Beispielsweise was die Digitalisierung, die Finanzierung von Innovationen oder auch die sehr erfolgreiche Steuergutschrift für Forschungszwecke (CIR) angeht. Frankreich hat sich aufgrund dieser Maßnahmen zu einem der attraktivsten Wirtschaftsstandorte der Welt entwickelt.“

Rozan betonte auch, „Deutschland und Frankreich haben dabei eine herausragende Verantwortung für das Gelingen Europas. Im Aachener Vertrag entsteht eine Geisteshaltung von Komplementarität zwischen Frankreich und Deutschland. Es ist jetzt der Moment diese Geisteshaltung tatsächlich umzusetzen.“

In einer zweiten Arbeitsgruppe (Stefan Bantle, Auswärtiges Amt, Luc Jouvence, État-major des Armées françaises, Prof. Dr. Hans Stark, Institut français des relations intgernationales ifri) wurden auch Fragen der Verteidigungspolitik diskutiert.

Dazu auf unserem Blog:

> Rüstungsexporte. Nachgefragt: Brigadegeneral a.D. Dr. Klaus Wittmann antwortet auf unsere Fragen  – 20. Mai 2019

Bemerkenswert sind auch die Vereinbarungen und Perspektiven zum grenzüberschreitenden Verkehr im Kapitel 4 des Vertrags.

Was nimmt es Wunder, dass von deutscher Seite der Absatz bezüglich der Förderung der Nachbarsprache so ausgedünnt worden ist. Frankreich wollte gerne mehr hineinschreiben, die deutsche Seite dachte an ihre Bundesländer und deren Kulturhoheit:

Artikel 10
Beide Staaten führen ihre Bildungssysteme durch die Förderung des Erwerbs der Partnersprache, durch die Entwicklung von mit ihrer verfassungsmäßigen Ordnung in Einklang stehenden Strategien zur Erhöhung der Zahl der Schülerinnen, Schüler und Studierenden, die die Partnersprache erlernen, durch die Förderung der gegenseitigen Anerkennung von Schulabschlüssen sowie durch die Schaffung deutsch-französischer
Exzellenzinstrumente für Forschung, Ausbildung und Berufsbildung sowie integrierter deutsch-französischer dualer Studiengänge enger zusammen.“

Auf unserem Blog:

> Aachener Vertrag

> Deutsch-französisches Parlamentsabkommen

à suivre

Stadtpalais: Europa, Literatur und Musik am 29. Juni 2019 mit dem Institut français in Stuttgart

Am Samstag 29. Juni 2019 wird Amateur- wie Profimusiker*innen im Stadtpalais in Stuttgart von 14.30 bis 22 Uhr eine Bühne geboten, mit dem Ziel, die europäische Vielfalt musikalisch zu feiern. U.a. wird das deutsch-französische Hip-Hop-Duo „Zweierpasch“ (angefragt) anwesend sein, die Band „Swing à la Django“ aus Ungarn und die italienische Gipsy-Punk-Gruppe „Giufà“ sowie weitere lokale Gäste.

Internationale Gäste aus Frankreich, Italien und Ungarn werden erwartet. Ungarn wird durch die Band Swing à la Django vertreten, bestehend aus sechs ungarischen Roma-Musikern, die bereits viele erfolgreiche Konzerte in Ungarn und im Ausland gegeben haben. Die innovative, kreative und improvisationsfreudige Formation spielt eine spannende Mischung aus amerikanischem Jazz, französischer Manouche, Swing und Chansons, Tango und authentischer ungarischer Musik. Ihr sogenannter Django-Stil ist eine Hommage an den legendären Gipsy-Jazz-Gitarristen Django Reinhardt.

Gipsy-Punk vom Feinsten bietet die sizilianische Band Giufá. Der Zusammenschluss aus fünf Musikern mit jeweils ganz unterschiedlichen musikalischen Wurzeln, vermischt maghrebinische, sizilianische und spanische Einflüsse mit einem unverwechselbaren Balkan-Sound. Daraus entsteht eine ganz eigene Stilrichtung, die Gipsy-Tarantella. Nach einer Europa-Tournee im Jahr 2015 gilt die Gruppe in der Weltmusikszene als eine der vielversprechensten Europas.
Der römische Schlagzeuger Simone Prattico (Paris/NewYork) wird mit seinen beiden Kollegen Klaus Mueller (Piano) und Acelino de Paula (Bassist) auftreten. Die internationale Jazzformation spielt einen modernen Jazz, der aus diversen Begegnungen und Verschmelzungen entstanden ist, aber immer im Respekt vor der Tradition. Zwischen Modernität und den Wurzeln des Swings, zwischen avantgardistischer Musik und populären Melodien schafft das Trio eine fesselnde Verbindung aus mediterraner Kultur und dem Einfluss afroamerikanischer Musik.

Loungig beginnt es am Nachmittag mit dem Straßburger Musiker Difracto. Seit drei Jahren entfaltet der Elektromusiker mit seiner Maschinenmusik ein ganz eigenes Klanguniversum. Mit Erscheinen seiner ersten EP 2017 hat sich Difracto bei diversen Auftritten einen Namen gemacht. Ganz in der Tradition von Moderat, Flume und Fakear lädt er seine Zuhörer*innen auf eine traumgleiche musikalisch-rhythmische Reise ein. Seine in Videos transportierten Klangekstasen sorgen für ein Aufnehmen der Rhythmen mit allen Sinnen.

Ergänzt wird das Programm durch die die beiden heimischen Musiker Max François und Florijan von der Holz, die mal melancholisch verträumt, mal mitreißend die Zuhörer*innen stets auf ihrer Seite wissen und längst über die Stadtgrenze hinaus Bekanntheitsgrad erlangten.
Eine Initiative des EUNIC-Clusters Stuttgart (Institut français Stuttgart, Istituto Italiano di Cultura, Balassi Institut-Ungarisches Kulturinstitut und ifa (Institut für Auslandsbeziehungen) in Zusammenarbeit mit Drinnen & Draußen im Stadtpalais.
Mit freundlicher Unterstützung der Stadt Stuttgart, des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, der Dr. Karl Eisele & Elisabeth Eisele Stiftung und der Péter-Horváth-Stiftung.

> Europäische Fête de la Musique

Der Bericht des Haut conseil pour le climat HCC

> Klimawandel. Nachgefragt. Wir fragen Pierre-Yves Le Borgn’ – 19. Juni 2019

Unter der Überschrift „Climat : la France très loin de ses objectifs“ veröffentlicht LE MONDE am 27. Juni einen Bericht über den Klimabericht, den der Haut conseil pour le climat HCC, den Präsident Macron im November 2018 eingesetzt hat, gerade abgegeben hat. Der Tenor des Berichts reiht sich in alle alarmierenden Berichte der

letzten Tage und Wochen ein: „Le pays ne se donne pas les moyens d’atteindre la neutralité carbone en 2050,“ / „Frankreich gibt sich nicht die Mittel, bis 2050 die Klimaneutralität zu erreichen.“ Eigentlich ist das Klima, neben der Digitalen Transformation, der Verteidigungspolitik und der Migrationspolitik eines der vier Felder, für die Präsident Macron immer wieder die Behandlung auf europäischer Ebene eingefordert hat > Macron und Europa.In diesem Zusammenhang beklagen die Autoren des Berichts, dass alle nationalen und internationalen Maßnahmen, die in dem Bericht präzise dokumentiert werden, völlig unzureichend sind.

Der Bericht des HCC « Agir en cohérence avec les ambitions. » > Rapport 2019– PDF wurde am 25. Juni dem Premierminister übergeben. Der Bericht enthält sieben Empfehlungen, mit denen die Treibhausgase reduziert werden sollen:

  1. Assurer la compatibilité des lois et grands projets nationaux avec la stratégie nationale bas-carbone
  2. Renforcer dès à présent les instruments des politiques climatiques
  3. Identifier et mettre en place les changements structurels nécessaires pour préparer l’économie et la société française à la neutralité carbone
  4. Assurer une transition juste
  5. Articuler la stratégie nationale bascarbone à toutes les échelles
  6. Évaluer systématiquement l’impact en émissions de gaz à effet de serre des politiques et mesures
  7. Renforcer le projet de stratégie nationale bas-carbone révisé

Noch geht es dem HCC um eine nationale Strategie, für die die Instrumente einer Klimapolitik verstärkt, das klingt wie geschaffen werden müssen. Wenn jetzt es die Maßnahmen für den Strukturwandel, der zur C02-Neutralität führen soll, anvisiert werden, könnte es zu spät sein? Man fordert einen gerechten Übergang, das ist ein Thema, das > > Pierre-Yves Le Borgn‘ in dem Interview, was er uns kürzlich gegeben hat, erläutert hat. Die Autoren des Berichts fordern eine systematische Bewertung der Effekte der Treibhausgase und der Maßnahmen, um diese zu reduzieren. Das klingt nach Grundlagenarbeit zeigt aber auch dass der Bericht ohne Zweifel lesenswert sind, resümieren wir hier doch nur die Empfehlungen, die aus dem Bericht resultieren. In die Empfehlungen hätte unsere Redaktion einen weiteren Punkt aufgenommen: Die europäische Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Klimapolitik stärken und ausbauen.

Luisa Neubauer, Alexander Repenning, Vom Ende der Klimakrise
> Eine Geschichte unserer Zukunft
Berlin: Tropen
1. Aufl. 2019, ca. 208 Seiten, Klappenbroschur
ISBN: 978-3-608-50455-2

„Tant que la stratégie nationale bas-carbone restera à la périphérie des politiques publiques, les budgets carbone établis et la neutralité carbone ont peu de chances d’être atteints.“ Solange die nationale Politik die Reduzierung von CO2 nur am Rande behandelt, werden die Klimaziele nicht erreicht“, steht in diesem bericht auf S. 14. Die Konferenz COP21 wollte die Erderwärmung in diesem Jahrhundert auf 1,5 % begrenzen. Beim Stand der Dinge kann dieses Ziel nicht erreicht werden. Alle Zeile, die bisher zur Reduzierung der Treibhausgase vereinbart wurden, konnte nicht eingehalten werden. Die Autoren des Berichts geben sich pessimistisch, denn die vorliegenden Ergebnisse lassen nicht erkennen, dass eine Besserung in Sicht sei, weil die Strukturen dafür fehlen. Hauptverursacher sind das Transportwesen und die Gebäudetechnik. Von 1990 bis 2018 seien die Emissionen im Transportwesen um 10 % gestiegen und eine Umkehrung sei nicht erkennbar. Hinsichtlich der Gebäude sinken die Emissionen, aber dreimal langsamer als geplant.

> Haut Conseil pour le climat HCC : „Le Haut conseil pour le climat publie des rapports annuels sur les émissions de gaz à effet de serre de la France et sur le respect de la trajectoire de réduction d’émissions qu’elle a pour objectif de suivre. Ces rapports, fondés sur des analyses, évalueront les politiques et mesures en place et prévues et formuleront des recommandations. Nous venons de publier notre premier rapport annuel 2019, « Agir en cohérence avec les ambitions. » > Rapport 2019 – PDF.

In Stuttgart: Zweierpasch – Konzert

Poetisch, politisch, polyphon: Zweierpasch gehen über Grenzen – sprachlich und geografisch. Mit ihrem rebellischen World Hip Hop und deutsch-französischen Texten setzen sie sich ein für Völkerverständigung und persönliche Selbstbestimmung.

Am 1. Juli 2019 gab es ein Hofkonzert in der Baden-Württemberg Stiftung. Um Zweierpasch erleben zu können, einfach eine E-Mail an: perspektiven@bwstiftung.de mit dem Betreff „Zweierpasch“ und Namen anmelden. Der Eintritt ist frei.

Hier zeigen wir das Fotoalbum von dem gestrigen Konzert in Stuttgart. Bitte öffnen sie es erst dann mit einem Klick auf ein Foto, wenn die ganze Seite geladen ist:

Die Band begeisterte schon auf Konzerten und Festivals in Westafrika, Mittel- und Osteuropa und in Mali. 2018 haben die Freiburg-Straßburger den renommierten Adenauer-de-Gaulle-Preis bekommen und waren schon die Ehrengäste von Bundeskanzlerin Merkel und dem französischen Präsidenten Macron.

> Zweierpasch auf unserem Blog

Einlass: 20.15 Zugang zum Innenhof der Baden-Württemberg Stiftung über die Keplerstraße.

Baden-Württemberg-Stiftung, Kriegsbergstr. 42, 70174 Stuttgart.

Alfred Grosser : Herzlichen Glückwunsch zum Großkreuz der Ehrenlegion

Seine Vorlesungen über „L’Allemagne de notre temps“, „Introduction à l’étude de la vie politique“ und vor allem seine überfüllten Vorlesungen zu aktuellen Fragen haben 1976/78 zwei Jahre lang den Beginn meines Studiums in Paris geprägt. Er empfängt auch jetzt noch unsere Blog-Redaktion immer wieder mal in Paris. Der Passion, mit der Alfrred Grosser die deutsch-französischen Beziehungen analysiert und kommentiert hat – er war schon 1948 zusammen mit Emmanuel Mounier u.a. wie Joseph Rovan Mitbegründer des Comité pour l´échange avec l’Allemagne nouvelle“ (Wikipédia) – verdanken Deutschland und Frankreich sehr viel. Jetzt hat Präsident Macron ihm das Großkreuz der Ehrenlegion verliehen:

Wir danken > @MichaelaWiegel (FAZ, Paris) für diese Nachricht.

Am 24. Juni 2019 im Heinrich-Heine-Haus:

35 : 40 : Europa? Grosser „Les intentions de notre Président sont poures….l’application est parfois difficile…“

Vgl. dazu auf unserem Blog > Macron und Europa .

Auf unserem Blog:

Brexit, Europe, Paris et Berlin: Alfred Grosser répond à nos questions – 19. April 2019

> Alfred Grosser parle de Notre-Dame de Paris – 19. April 2019

> Alfred Grosser wird heute 94 Jahre alt – 1. Feb. 2019

> Un entretien sur l’actualité avec Alfred Grosser  – 28. Januar 2016

> Gedenkstunde im Bundestag: 1914-1918: Alfred Grosser hat am 3. Juli 2014 im Bundestag gesprochen – 3 . Juli 2014

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