Éditorial: 60 Jahre Élysée-Vertrag. Und wie steht es heute um den Sprachunterricht?

Am Sonntag, 22. Januar 2023 wurde der 60. Jahrestag der Unterzeichnung des der Élysée-Vertrags in der Sorbonne mit einem Staatsakt gefeiert. Am 22. Januar 1963 besiegelten und festigten Staatspräsident Charles de Gaulle und Bundeskanzler Konrad Adenauer mit der Unterzeichnung des deutsch-französischen Freundschaftsvertrages, mit dem u. a. die regelmäßigen deutsch-französische Treffen auf höchster Ebene und auf allen Gebieten wie u.a. auf dem Gebiet der Außenpolitik und der Wirtschaft vertraglich vereinbart wurden.

Es gibt trotz aller Freude zum Feiern ein Thema in dem Élysée-Vertrag, der immer mehr Anlass zu großer Sorge gibt:

Der Élysée-Vertrag von 1963:

C. Erziehungs- und Jugendfragen

Auf dem Gebiet des Erziehungswesens und der Jugendfragen werden die Vorschläge, die in den französischen und deutschen Memoranden vom 19. September und 8. November 1962 enthalten sind, nach dem oben erwähnten Verfahren einer Prüfung unterzogen.

  • Auf dem Gebiet des Erziehungswesens richten sich die Bemühungen hauptsächlich auf folgende Punkte:

a) Sprachunterricht

Die beiden Regierungen erkennen die wesentliche Bedeutung an, die der Kenntnis der Sprache des anderen in jedem der beiden Länder für die deutsch-französische Zusammenarbeit zukommt. Zu diesem Zweck werden sie sich bemühen, konkrete Maßnahmen zu ergreifen, um die Zahl der deutschen Schüler, die Französisch lernen, und die der französischen Schüler, die Deutsch lernen, zu erhöhen.

Die Bundesregierung wird in Verbindung mit den Länderregierungen, die hierfür zuständig sind, prüfen, wie es möglich ist, eine Regelung einzuführen, die es gestattet, dieses Ziel zu erreichen. Es erscheint angebracht, an allen Hochschulen in Deutschland einen für alle Studierenden zugänglichen praktischen Unterricht in der französischen Sprache und in Frankreich einen solchen in der deutschen Sprache einzurichten.“

Der  deutsch-französische Kooperationsvertrag von Aachen  von 2019:

Artikel 10: „Beide Staaten führen ihre Bildungssysteme durch die Förderung des Erwerbs der Partnersprache, durch die Entwicklung von mit ihrer verfassungsmäßigen Ordnung in Einklang stehenden Strategien zur Erhöhung der Zahl der Schülerinnen, Schüler und Studierenden, die die Partnersprache erlernen, durch die Förderung der gegenseitigen Anerkennung von Schulabschlüssen sowie durch die Schaffung deutsch-französischer Exzellenzinstrumente für Forschung, Ausbildung und Berufsbildung sowie integrierter  deutsch-französischer dualer Studiengänge enger zusammen.“

Leider sieht die Wirklichkeit heute anders aus: In Frankreich fehlen viele Deutschlehrer und die Zahl der Schüler7innen, die Deutsch lernen, geht folglicherweise immer mehr zurück. Spanisch sei einfacher, mit Spanisch komme man in so vielen Ländern der Welt zurecht… So sehen es auch deutsche Schüler/innen, wissen vom DFJW nichts, waren noch nie in Frankreich, haben kaum eine Zeile eines französischen Autors gelesen, glauben aber sicher zu sein, dass Französisch für sie Bedeutung haben könne und wählen es nach der Sek I. ab: > Michaela Wiegel: Ungeliebter Französischunterricht – und was können/müssen wir tun? – 24 März 2019. Es gibt auch das Gegenteil, die wachsenden Zahlen der DELF-Absolventen sprechen eine andere Sprache: > Nachgefragt. Charlotte Spielewoy: Qu’est-ce que le DELF ? – 6. September 2021.

Wir benötigen in Frankreich und Deutschland eine neue politische Offensive auf höchster Ebene, um unsere Schüler/innen beiderseits des Rheins daran zu erinnern, dass Sie es sind und sein werden, die dereinst die deutsch-französische Kooperation mit Leben und Sprache beleben werden. Kein Länderpaar in der Welt hat mehr gemeinsame Organisation wie Frankreich und Deutschland: Macht doch mal eine Liste aller deutsch-französischen Organisationen… – 4. Juni 2022.

Nach einer Phase der unbedingten Alltagskommunikation zum Nachteil der Literatur sind in den neueren Französischlehrwerke allmählich wieder mehr literarische Texte zu finden. Das gibt zu guter Hoffnung Anlass…. eine Hoffnung, die allerdings jahrelang anhalten muss, weil dieser Prozess sehr lange dauert, sol lange, dass die heutigen Schüler/innen längst Französisch abgewählt haben werden.

Der Niedergang des Französischunterrichts in Deutschland begann schon 1986, als unserer Seminarleiter uns drei Monate vor dem II. Staatsexamen den völligen Einstellungsstopp für uns mitteilte. Aus und vorbei. Die Investition, zwei Jahre Studium in Paris und dann das Studium an der Universität Bonn, wurde nach dem Staatsexamen von der netten Dame im Arbeitsamt mit dem Vorschlag, doch jetzt eine Umschulung zu machen, beantwortet. Sie habe ich nicht wiedergesehen, aber mit mir waren viele andere nicht in der Schule… keine Werbung für unser Fach.., ein, zwei oder drei Französischlehrer-Generationen oder sogar noch mehr fehlten in der Schule. Man könnte auch sagen die Verbindung der Forschung zur Schule riss ab. Das ist übertrieben? Wie schwer ist es heute, oder schon seit Jahren, eine Fachdidaktik zu entwickeln, die der neuen digitalen Welt Rechnung trägt und ihre Möglichkeiten nutzt: > Schule und Internet: Une didactique nouvelle à un monde nouveau – 10. Dezember 2014.

Es gibt aber auch die bilingualen Gymnasien, in denen auf hohem Niveau Französisch gelernt wird: > 8. Deutsch-französischer Jugendkongress – mit einer Linkliste – 19. September 2019

> Pétition adressée au Président de la République pour un véritable plan de relance de l’apprentissage de l’allemand

Auf unserem Blog:

> Den Französischunterricht stärken: 222 Argumente für Französisch – 26. September 2021

Deutsch-Französischer Tag – 22. Januar 2023 – 60 Jahre Élysée-Vertrag

french german 

Vortrag am 20. Januar 2023 zur deutsch-französischen Freundschaft aus Anlass des 60-jährigen Jubiläums der Unterzeichnung des Élysée-Vertrags am 22.1.1963: Versöhnung und Kooperation. Zum 60. Jahrestag der Unterzeichnung des Élysée-Vertrages.

Veranstalter: Verein der Freunde der Städtepartnerschaft Backnang-Annonay e.V.: Datum: 20. Januar 2023 – Uhrzeit: 19:30, Ort: Technikmuseum, Wilhelmstraße 32, 71522 Backnang. Referent: Dr. Heiner Wittmann

Der Vortrag würdigt den historischen Rahmen des Élysée-Vertrages. Dieser besiegelte die deutsch-französische Aussöhnung nach dem Zweiten Weltkrieg. Kaum bekannt ist dabei, dass General de Gaulle mehr als diesen Élysée-Vertrag im Sinne gehabt hat. Die Präambel, die der Deutsche Bundestag dem Ratifikationsgesetz zum Élysée-Vertrag voranstellte, hat den General enttäuscht. Dennoch ist der Vertrag von 1963 zu einem beispiellosen Erfolg geworden. In seinem Vortrag wird der Referent auch auf  die Entwicklung zum Aachener Vertrag, ein 2019 unterzeichneter Vertrag über die deutsch-französische Zusammenarbeit und Integration, eingehen.


1963-2019

> Le traité de l`Élysée de 1963

> Der Élysée-Vertrag von 1963

> Le Traité d’Aix-la-Chapelle sur la coopération et l’intégration franco-allemandes (2019)

> Der deutsch-französische Kooperationsvertrag von Aachen (2019)

> Le 22 janvier, célébrez l’amitié franco-allemande ! – allemagneenfrance.diplo.de

> Journée franco-allemande – Éduscol

Die Vielfalt der Projekte am 22. januar 2023: > deutsch-französischer tag 2023 Gymnasium

https://twitter.com/the_hake/status/1606357192948449289
oder hier anhören: > 60 Jahre Élysée-Vertrag | Les 60 ans du Traité de l’Élysée

Bibliographie:

> Aachener Vertrag zwischen Deutschland und Frankreich geschlossen – 22.01.2019 – Bundeszentrale für politische Bildung

Prof. Andreas Marchetti: Nachgefragt. Die “Nähe der Gebietskörperschaften” = wie der Aachener Vertrag die grenzüberschreitende französisch-deutsche Kooperation erleichtert – 12. Juni 2020

> Deutsch-Französischer Bürgerfonds – 16. April  2020

> Nachgefragt: Henrik Uterwedde antwortet auf unsere Fragen zu den Gelben Westen, Grand Débat National und Aachener Vertrag – 26. Februar 2019

> 22. Januar 2019: Der Aachener Vertrag. Le Traité d’Aix-la-Chapelle – 21. Januar 2019

> Vom Élysée-Vertrag zum Aachener Vertrag im Januar 2019 –  9. Januar 2019

> #TraitedAixlaChapelle Die Unterzeichnung des #AachenerVertrags – 24. Januar 2019

> Hörensagen: “Das Europa der Vaterländer” – 22. Januar 2018

Unsere Redaktion hat wichtige Aussagen de Gaulles zu Europa auf Französisch und Deutsch hier dokumentiert: > Ein vereintes Europa – Une Europe unie – auf dem Weg zu einer Konföderation – 16. Mai 2019

 

Institut français de Stuttgart.
Vortrag: Der neue Élysée-Vertrag für Europa

Freitag, 8.02. | 18:00 | Institut français Stuttgart | Schlossstraße 51, 70174 Stuttgart
Eintritt frei | Anmeldung erforderlich | dt./frz.

Nicht weniger als eine Generalüberholung für den alten Kontinent schlug Staatspräsident Emmanuel Macron in seiner Europa-Rede in der Sorbonne vor, unter aktiver Beteiligung Frankreichs und Deutschlands. Als erste Maßnahme dazu ist der neue Élysée-Vertrag zu verstehen, der am 22. Januar unterzeichnet wird und sich viel vornimmt: Europa soll als Projekt der Weltoffenheit und Toleranz gestärkt, Migration und Integration als neues deutsch-französisches Handlungsfeld bearbeitet, Kinder aus allen gesellschaftlichen Kontexten am Austausch beteiligt und generell die sozialen Rechte in einem chancengerechten Europa gestärkt werden.

Unser Fotoalbum:


Auf unserem Blog:
> 22. Januar 2019: Der neue Élysée-Vertrag heißt Aachener Vertrag- Le nouveau Traité de l’Élysée s’appelle Traité d’Aix-la-Chapelle


Mit Dr. Julien Thorel (Universität Cergy Pontoise), Marc-Olivier Buck (Landesvorsitzender der Jungen Europäer Baden-Württemberg e.V.), Grégory Jourdin-Sivet (Junger Botschafter OFAJ) und Dr. Felix Heidenreich (Universität Stuttgart).

Begrüßung: Susanne Weber-Mosdorf (stellv. Vorsitzende der Freunde des Institut français Stuttgart).

Eine Veranstaltung des Institut français Stuttgart in Zusammenarbeit mit den Freunden des Institut français Stuttgart e.V. und dem Europa Zentrum Baden-Württemberg.

Anmeldung erforderlich unter : info.stuttgart@institutfrancais.de, Tel 0711 23925-13

Auf unserem Blog:

> 22. Januar 2019: Der neue Élysée-Vertrag heißt Aachener Vertrag – Le nouveau Traité de l’Élysée s’appelle Traité d’Aix-la-Chapelle

> #TraitedAixlaChapelle Die Unterzeichnung des #AachenerVertrags – 24. Januar 2019

> Débat citoyen sur l’Europe avec la Chancelière allemande Angela Merkel – 24. Januar 2019

> Vers un accord parlementaire franco-allemand historique, élaboré dans le cadre du renouvellement du Traité de l’Elysée – 24. September  2018

> Comment prépare-t-on le nouveau traité de l’Élyséee? – Wie wird der neue deutsch-französische Vertrag erarbeitet?– 2. August 2018

> Der neue Élysée-Vertrag: Januar 2019 – 2. Januar 2019

Vom Élysée-Vertrag zum Aachener Vertrag im Januar 2019

Präsident Macron hätte schon gerne zum 55. Jubiläum des > Élysée-Vertrages von 1963 im Januar 2018 eine neue Fassung des Vertrages unterzeichnet. So schnell ging es nicht, aber jetzt im Januar 2019 soll es so weit sein:

> Gemeinsam für Europa: Deutschland und Frankreich schließen Aachener Vertrag – Wesbite des Auswärtigen Amts


Das Bundeskabinett hat in seiner Sitzung am 9. Januar seine Zustimmung zur Zeichnung zum „Aachener Vertrag“ gegeben, der am 22. Januar von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron in Aachen unterzeichnet wird.

Deutschland und Frankreich wollen sich zusammen den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts stellen: Eine enge Abstimmung in der Europapolitik, eine starke gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik und ein Wirtschaftsraum mit gemeinsamen Regeln gehören dazu.

Der Aachener Vertrag knüpft an den Élysée-Vertrag von 1963 an. Die Bundesregierung: „Der neue Vertrag ist ein Bekenntnis zu einem starken, zukunftsfähigen und souveränen Europa.

Die bisher geübte Abstimmung vor EU-Gipfeln wird nun auch vertraglich vereinbart. Beide Staaten unternehmen „vor großen europäischen Treffen regelmäßig Konsultationen auf allen Ebenen ab und bemühen sich so, gemeinsame Standpunkte herzustellen und gemeinsame Äußerungen der Ministerinnen und Minister herbeizuführen“.

Der Élysée-Vertrag von 1963 bleibt gültig. Mit dem Aachener vertrag wird eine stärkere militärische Zusammenarbeit: gemeinsame strategische Ansätze, wie die Ausgestaltung der Europäischen Verteidigungsunion, eine enge Partnerschaft mit Afrika, sowie eine engere Abstimmung in den Vereinten Nationen (VN) und anderen multilateralen Organisationen. Frankreich unterstützt auch den deutschen Wunsch nach einem ständigen Sitz im VN-Sicherheitsrat.

Der Aachener Vertrag will eine Harmonisierung des Wirtschaftsrechts und die Abstimmung wirtschaftspolitischer Maßnahmen. Der Klimaschutz soll in allen Politikbereichen verankert werden.

Der neue Vertrag will Begegnungen und den Austausch der Bürgerinnen und Bürger mit der Einrichtung eines gemeinsamen Bürgerfonds fördern, der Bürgerinitiativen und Städtepartnerschaften fördern und unterstützen soll. Die Förderung des gegenseitigen Spracherwerbs auch die gegenseitige Anerkennung von Schul- und Berufsabschlüssen, wird mit dem Aachener Vertrag bestäigt.

Um das tägliche Leben der Bürgerinnen und Bürger in den Grenzregionen zu verbessern, werden praktische Lösungen angeboten werden: „Lokale Akteure erhalten die Möglichkeit, grenzüberschreitende Projekte wie etwa Kindertagesstätten, Bildungseinrichtungen, Notfall- und Gesundheitsversorgung oder Gewerbezonen einzurichten.“


> Ein neuer Élysée-Vertrag – Website der Bundesregierung


> Mehr Mittel für die deutsch-französische Jugendarbeit: Das DFJW wird in seinem Auftrag bestärkt – Website des DFJW: „Hinsichtlich der Erneuerung des Elysée-Vertrags wird das DFJW mit den erhöhten Mitteln primär die Teilnehmendenzahlen an Programmen von Vereinen, im schulischen und berufsbildenden Bereich sowie im m Sport- und Kulturbereich steigern und dabei vor allem junge Menschen ansprechen, die noch keine Mobilitätserfahrung gemacht haben. Außerdem sollen sich Jugendliche stärker in Städtepartnerschaften engagieren können, etwa in Form vom Jugendbeiräten. Darüber hinaus sollen die Projekte des DFJW vermehrt über Deutschland und Frankreich hinausgehen und weitere Länder einbeziehen, insbesondere im Mittelmeerraum.“

Auf unserem Blog:

> Der neue Elysée-Vertrag 2019 – 19. Juli 2018 von H. Wittmann

> Institut français de Mayence : France & Sens am 22., 23. und 24. Januar 2019 für Schulklassen – 28. Dezember 2018

> Ausgabe 51: ZIRP international – Frankreich zu Gast > Zukunftsinitiative Rheinland-Pfalz ZIRP: Frankreich zu Gast – 22. Oktober 2018

> Vers un accord parlementaire franco-allemand historique, élaboré dans le cadre du renouvellement du Traité de l’Elysée – 24. September 2018

> Comment prépare-t-on le nouveau traité de l’Élyséee? – Wie wird der neue deutsch-französische Vertrag erarbeitet? – 2. August 2018


Immerhin gab es eine gemeinsame Resolution beider Parlemente > Resolutions-Entwurf: Für einen neuen Élysée-Vertrag, (gucken, ob das alles berücksichtigt werden wird) in der viele interessante Vorschläge und Absichten festgehalten wurden: Vertiefung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit, mehr Kompetenzen für die Eurodistrikte, die Verwirklichung eines deutsch-französischen Wirtschaftsraums aus mit einheitlichen Regelungen vor allem im Bereich des Unternehmens-und Konkursrecht.

Vgl. dazu auch das > #3 GEMEINSAMES POSITIONSPAPIER / POSITION COMMUNE – 20. Juni 2018

Beide Parlamente fordern die Regierungen auf „bilinguale Schulklassen und Klassen mit Unterricht in zwei Fremdsprachen zu entwickeln sowie Schulen, in denen sowohl das französische Baccalauréat als auch das deutsche Abitur erworben werden können, um in Deutschland und in Frankreich in allen Bereichen des Bildungssystems die Anzahl von Schülern zu erhöhen, die die Sprache des Partnerlandes erlernen. Sie nehmen mit Interesse die anlässlich des Deutsch-Französischen Ministerrates vom 13. Juli 2017 eingegangene Verpflichtung zur Kenntnis, eine Zwischenbilanz des jeweils vergangenen Schuljahres zu ziehen und konkrete Ziele für das folgende Schuljahr festzulegen;“und die Regierungen sollen „ihre Initiative zur Schaffung von zehn gemeinsamen Kulturzentren in den kommenden Jahren mithilfe von Kooperationen zwischen Instituts français und Goethe-Instituten rasch umzusetzen und bis zum Sommer nächsten Jahres Standortvorschläge für diese Zentren vorzulegen“, eine Vereinheitlichung der Klimapolitik, und „die positiven Maßnahmen des jeweiligen Partners im Bereich der Integration von Flüchtlingen durch den regelmäßigen Austausch zwischen den in beiden Ländern zuständigen Stellen zum Beispiel zu nehmen und die gemeinsamen Bemühungen zur Bekämpfung von Fluchtursachen sowie zur Koordinierung der Maßnahmen in der Migrationspolitik“ intensiviert werden.

Mit freundlicher Genehmigung von Staatsminister Michael Roth zeigen wir hier > das Video seiner Ansprache in Ludwigsburg am 28. Juni 2018:

Le traite de l’Élysée 2.0

1. Renseignez-vous sur le traité d l’Élysée de 1963.

2. Qulles sont les dispositions essentielles du traité de 1963?

3. Pourquoi souhaite le Président Macron un nouveau traité? Vous lisez le passage qui concerne le traité dans > son discours à la Sorbonne et vous écoutez la vidéo avec la déclaration de M. Roth, ministre d’État.

4. Qu est-qui prépare le vouveau traité ?

5. Enumérez quelqiues-une des novelles dispositions du traité de l’Élysée.

Et pour terminer vous rédigez une liste franco-allemande des termes et des expressions.

>PONS Texte schreiben Französisch
ISBN 978-3-12-562558-7
Formulierungen und Wörter für gute Texte: Aufsatz, Textanalyse, Präsentation, Bewerbung

Wenn der Katalog der Vorschläge und Maßnahmen auch wie eine Bestandsaufnahme der aktuellen klingt, so handelt es sich dennoch um ein beeindruckendes Bündel von Maßnahmen: Gemeinsam sind wir stärker als alleine. Allerdings darf man auch genauer hinschauen und gerade bei der Vermittlung der Partnersprache noch ganz erhebliche Lücken feststellen. Bestehendes zu fördern ist löblich, aber in Deutschland muss dem Rückgang des Französischunterrichts mit viel energischeren Mitteln Einhalt geboten werden. Und zwar nach beiden Seiten: Die Anreize Französisch zu lernen müssen verstärkt werden, die leichte Abwahlmöglichkeiten überdacht werden, der Schüleraustausch z.B. durch eine Onlinebörse des DFJW erheblich verstärkt werden. Die Arbeit des DFJW verdient viel Lob, aber auch heute noch kennen viel zu wenig Schüler/innen die Wohltaten des DFJW. Die Reform der Lehrlingsausbildung in Frankreich ist ein zu nutzender Moment, um den Austausch in der beruflichen Bildung ganz wesentlich auszubauen. Hinsichtlich der Werbung für die französische Sprache kann man von der > Frankreich-Strategie des Saarlandes viel lernen. Schön und gut, dass Frankreich und Deutschland in allen Bereichen so eng zusammenarbeiten, aber wenn die Bürger/innen beider Länder davon profitieren sollen, muss vor allem die Sprachvermittlung, zu der auch der Literaturaustausch gehört in einem deutlich größeren Umfang als bisher gefördert werden. Nicht ohne Grund enthielten unsere „poissons d’avril“ auf unserem Blog immer Hinweise auf noch nicht realisierte deutsch-französische Projekte: u.a.  2014: > Un nouveau Centre linguistique franco-allemand – Ein neues deutsch-französisches Sprachzentrum

> Ein neuer Élysée-Vertrag – Website der Bundesregierung

> Vers un accord parlementaire franco-allemand historique, élaboré dans le cadre du renouvellement du Traité de l’Elysée – 24. September 2018

> Comment prépare-t-on le nouveau traité de l’Élyséee? – Wie wird der neue deutsch-französische Vertrag erarbeitet? – 2. August 2018

> 50 Jahre Élysée-Vertrag – 60 Artikel auf unserem Blog

>Le miracle de la réconciliation franco-allemande. Il y a 48 ans: La signature du traité de l’Élysée – 21. Januar 2011

> Neuer Elysée-Vertrag für eine engere Freundschaft – Deutsche-Welle, 22. Januar 2018

> Alain Minc et Gerhard Schröder proposent un traité de l’Élysée 2.0 – 9. Juli 2016

Prof. Dr. Frank Baasner (dfi): 50 Jahre Élysée-Vertrag
Wie steht es um die deutsch-französischen Beziehungen?

50 Jahre Elysée-Vertrag
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[Ankündigung der LPB] Der Élysée-Vertrag zog 1963 einen Schlussstrich unter die zur „Erbfeindschaft“ stilisierten spannungsreichen Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich. Durch einen intensiven Austausch auf politischer, wirtschaftlicher und kultureller Ebene wurden aus vormaligen Feinden Freunde. Die deutsch-französischen Beziehungen entwickelten sich darüber hinaus zum Motor der europäischen Einigung. Doch wie steht es heute um diese Beziehung?

Prof. Dr. Frank Baasner schildert in seinem Vortrag die Genese der deutsch-französischen Beziehungen seit dem Zustandekommen des Vertrages. Er erklärt, wie es heute im Zeichen der Eurokrise um den „Motor Europas“ steht und wie sich die deutsch-französischen Beziehungen in Zukunft voraussichtlich gestalten werden. 50 Jahre nach Unterzeichnung des Élysée-Vertrages ist Zeit für einen „Rückblick mit Ausblick“.

Prof. Dr. Frank Baasner ist Direktor des Deutsch-Französischen Instituts Ludwigsburg.
In Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg
Ort: Vortragsraum der Württembergischen Landesbibliothek
Zeit: Dienstag, 29. Oktober 2013, 18 Uhr

> Ein Interview mit Professor Baasner im Deutsch-französischen Institut in Ludwigsburg – 7. März 2012, auf unserm Blog

Deutsch-Französische Sommerschule zum Jubiläum des Élysée-Vertrags

Der Elysée-Vertrag von 1963 markierte eine Zäsur in der Geschichte der deutsch-französischen Beziehungen. Mit der Ratifizierung dieses Vertrags wurden die nach dem Zweiten Weltkrieg neu ausgerichteten Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich nochmals intensiviert, so dass immer dichtere und zahlreichere Verbindungen auf allen Ebenen die Folge waren.

Im Rahmen des 50. Jubiläums der Unterzeichung des Elysée-Vertrags haben die École Nationale d’Administration (ENA) und die Deutsche Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer (Universität Speyer) sich entschlossen, eine gemeinsame Sommerschule in September 2013 zu veranstalten. Ziel der Veranstaltung ist es, aktuelle Themen der deutsch-französischen Zusammenarbeit unter Berücksichtigung der unterschiedlichen politischen, sozialen und kulturellen Traditionen zu beleuchten. Gefördert werden soll der interkulturelle Erfahrungsaustausch.

Die Sommerschule richtet sich zum einen an angehende Führungskräfte aus der öffentlichen Verwaltung, zum anderen an NachwuchswissenschaflterInnen, die sich mit den Themen der Arbeitsgruppen ‑ „Personalmanagement und Personalführung“, „Außenpolitik der EU“ und „Bildungspolitik (Europa und Exzellenzinitiative)“ ‑ in Theorie und in Praxis befassen. Im Rahmen der drei Arbeitsgruppen sollen die Themen auch anhand von Fällen aus den verschiedenen Perspektiven erörtert und die Ergebnisse gemeinsam präsentiert werden. Der Vermittlung wissenschaftlicher Erkenntnisse zu den zu diskutierenden Themen dienen Impulsreferate der NachwuchswissenschaftlerInnen. Neben dem interkulturellen Austausch wird damit der Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis gefördert.

Bewerbungen sollen bis zum 30. Juni 2013 eingereicht werden.

> Ausschreibungsunterlagen *.doc

Zeitraum: 25.09.2013 – 29.09.2013
Ort: Speyer

Quelle: > Deutsche Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer

Albert Camus und die Ansprache des Bundestagspräsidenten Norbert Lammert anlässlich der Plenarsitzung zu „50 Jahre Élysée-Vertrag“

Bundestagspräsidenten Norbert Lammert wies anlässlich der Plenarsitzung zu „50 Jahre Élysée-Vertrag“ auf die besondere Bedeutung der deutsch-französischen Freundschaft hin:

„50 Jahre nach Unterzeichnung des Élysée-Vertrages steht Europa vor großen ökonomischen und politischen Herausforderungen. Für deren Bewältigung sind eine handlungsfähige Europäische Union und die enge Zusammenarbeit zwischen ihren Mitgliedstaaten, insbesondere zwischen Deutschland und Frankreich, unverzichtbar.“

Und er schlug als Motto für die nächsten 50 Jahre ein Zitat von ALbert Camus vor:

„… für die heutige Generation sind die engen freundschaftlichen Bande und die Freizügigkeit in ganz Europa völlig normal, selbstverständlich sind sie nicht. Sie sind es nicht vor der wechselhaften Geschichte beider Völker – und sie sind es in den internationalen Beziehungen auch heute nicht. Albert Camus, der große französische Autor, an dessen 100. Geburtstag wir in diesem Jahr erinnern, hat einmal gesagt: „L’homme n’est rien en lui-même. Il n’est qu’une chance infinie. Mais il est le responsable infini de cette chance“ – „Der Mensch ist nichts an sich. Er ist nur eine grenzenlose Chance. Aber er ist der grenzenlos Verantwortliche für diese Chance.“

> Ansprache des Bundestagspräsidenten während der gemeinsamen Plenarsitzung zu „50 Jahre Élysée-Vertrag“

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